Spendenerlös der VHS-Veranstaltung mit Eugen Drewermann geht an den Kinderschutzbund

Spendenübergabe an den Kinderschutzbund Kreis Unna (v.l.): VHS-Leiterin Sabine Ostrowski, Hannah Westermann und Frank Zimmer vom Kinderschutzbund sowie die stellvertretende VHS-Leiterin Manuela Sieland-Bortz .

Nach einer pandemiebedingten Pause war Dr. Eugen Drewerman auf Einladung der Volkshochschule, am 7. September wieder zu Gast in Bergkamen. Der gebürtige Bergkamener bringt seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt jedes Jahr mit einem Vortrag zum Ausdruck, für den er kein Honorar erhebt, aber zu einer Spende aufruft, die dann einem gemeinnützigen Zweck zufließt.

Da sich sein diesjähriger Vortrag zum Thema „Christentum und Strafrecht“ auch mit dem Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs in der Katholischen Kirche auseinandersetzte, war es für Drewermann und VHS naheliegend, den Spendenerlös dem Kinderschutzbund im Kreis Unna zu Gute kommen zu lassen.

Der Kinderschutzbund im Kreis Unna unterhält eine Fachberatungsstelle zum Schutz gegen jegliche Form von Gewalt an Kindern und Jugendlichen und ist auch in Bergkamen tätig. Dazu gehören vor allem die körperliche Gewalt, die sexuelle Kindesmisshandlung und die Vernachlässigung von Kindern.
Hier können sich Kinder, Jugendliche und ihre Eltern kostenfrei und auf Wunsch auch anonym zu allen Kinderschutzthemen beraten lassen. Alle MitarbeiterInnen unterliegen der Schweigepflicht.
Weitere Infos finden Sie unter: www.kinderschutzbund-kreisunna.de.

Die VHS Bergkamen freut sich, dem Kinderschutzbund eine Spende in Höhe von 587,00 € überreichen zu können. Herzlichen Dank dafür an Dr. Eugen Drewermann.

Den Vortrag können sich Interessierte, die nicht vor Ort sein konnten, auf dem YouTube Kanal von Dr. Drewermann anschauen. Die VHS hat einen Mitschnitt der Veranstaltung dafür zur Verfügung gestellt. Einen Link zum Vortrag finden Sie auf der Internet Seite der VHS Bergkamen (www.vhs.bergkamen.de).




Homeoffice: Gewerkschaft NGG fordert klare Regeln bei der Heimarbeit

Homeoffice – schöne neue Welt oder Frust-Faktor für Beschäftigte? Die Gewerkschaft NGG macht sich für klare
Regeln bei der Heimarbeit stark. Foto: NGG | Alireza Khalili

Schöne neue Arbeitswelt oder Rund-um-die-Uhr-Einsatz für den Chef? Das Homeoffice ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Alltag für viele Beschäftigte im Kreis Unna geworden. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vermisst klare Regeln für die Heimarbeit – und fordert die nächste Bundesregierung zu Nachbesserungen auf. „Das Arbeiten von zuhause aus macht manches einfacher und sollte auch nach Corona möglich sein. Allerdings müssen wichtige Punkte für die Beschäftigten geklärt werden – vom Aufzeichnen der Arbeitszeit über die Bezahlung der Büroausstattung bis hin zur Mitsprache von Gewerkschaften und Betriebsräten“, sagt Torsten Gebehart, Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund.

Homeoffice und mobiles Arbeiten seien dabei längst nicht nur ein Thema für Bürojobs, sondern auch in Wirtschaftszweigen wie der Ernährungsindustrie relevant. Die Branche beschäftigt im Kreis Unna laut Arbeitsagentur rund 2.700 Menschen. „Hier geht es vor allem um Stellen in der Verwaltung, Buchhaltung und Logistik, bei denen seit dem Frühjahr vergangenen Jahres das Homeoffice erprobt wurde. Aber auch im Außendienst und in Teilen der Produktion hat sich die Heimarbeit mittlerweile etabliert“, so Gebehart.

Entscheidend sei allerdings, dass das Homeoffice für Beschäftigte freiwillig bleibe. Ihnen dürften keine Nachteile entstehen, wenn sie nicht zuhause arbeiten könnten – oder zurück in den Betrieb wollten. „Und es kommt darauf an, dass die Arbeitszeiten auch am heimischen Schreibtisch dokumentiert werden. Homeoffice braucht Grenzen und darf nicht dazu führen, dass Beschäftigte rund um die Uhr für den Chef erreichbar sind. Privates und Berufliches müssen getrennt bleiben“, betont Gebehart.

Die Gewerkschaft NGG sieht nun insbesondere die nächste Bundesregierung in der Pflicht: „Es geht darum, auch über die Pandemie hinaus faire Regeln im Sinne der Beschäftigten zu finden.“ Ein entscheidender Punkt dabei: „Betriebsräte und Gewerkschaft sollten beim Homeoffice stärker mitreden – etwa bei der technischen Ausstattung des heimischen Büros oder bei der Online-Wahl von Arbeitnehmervertretern“, so Gebehart.

Außerdem könne es nicht sein, dass Beschäftigte auf den Kosten für das dienstlich genutzte Telefon sitzen blieben oder bei einem fehlenden Arbeitszimmer den Küchentisch als Schreibtisch nutzen müssten. „Die Unternehmen sparen hier teilweise enorme Summen ein, während Heimarbeitende mit ihren Problemen oft allein gelassen werden“, kritisiert Gebehart. Die von der letzten Bundesregierung geschaffene steuerliche Absetzbarkeit beim Homeoffice sei mit 600 Euro pro Jahr deutlich zu niedrig. Unterm Strich bringe das einem Großteil der Beschäftigten keine spürbare Entlastung.

Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus dem vergangenen Jahr unterstreicht, dass beim Zuhause-Arbeiten noch etliches im Argen liegt. So gaben 29 Prozent der Befragten im Homeoffice an, häufig außerhalb ihrer Arbeitszeit unbezahlt für die Firma zu arbeiten. Unter allen Beschäftigten waren es nur 13 Prozent. Fast jeder zweite Heimarbeiter berichtete, auch in der arbeitsfreien Zeit nicht richtig „abschalten“ zu können. Gleichzeitig erklärten 85 Prozent der Homeoffice-Befragten, ihre Arbeitszeit selbstständig planen zu können – bei Beschäftigten mit einem festen Arbeitsplatz waren es nur 65 Prozent. Unter den Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen, gaben 73 Prozent fehlende Arbeitsmittel als Hemmnis an. Fast zwei Drittel befürchten eine Vermischung von Arbeits- und Privatleben. Weitere Infos unter: https://index-gute-arbeit.dgb.de/




Gruppe der Pflegenden Angehörigen bietet Hilfe

Die Selbsthilfegruppe für Angehörige, die an Demenz erkrankte Menschen pflegen, trifft sich am Montag, 25. Oktober, wieder von 15 bis 16 Uhr in der Kapelle in Heil.

In dieser Selbsthilfegruppe haben Angehörige von Demenzkranken, die Möglichkeit sich im Gespräch auszutauschen und praktische Anregung für die Bewältigung der Pflege zu bekommen. Dabei können sie mit einer Atmosphäre des Verstehens und Vertrauens, mit Anteilnahme und Verständnis rechnen, weil alle Teilnehmer ähnliche Probleme haben. Oft hilft schon das Gespräch mit Menschen, die ein ähnliches Schicksal haben. Das Treffen der Selbsthilfegruppe ist regelmäßig an jedem vierten Montag im Monat.

Zu dem Treffen sind alle Interessierte eingeladen, die sich die Selbsthilfegruppe einmal anschauen wollen. Nähere Informationen bekommen Sie bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitshaus in Unna. Ansprechpartnerin ist Margret Voß, Tel. (02303) 272829, E-Mail: margret.voss@kreis-unna.de




Weihnachtskalender des Lionsclub BergKamen: Verkaufsstart am Donnerstag auf dem Wochenmarkt

Lions-Präsident Roland Schäfer (r.) übergibt die ersten Exemplare des Llions-Weihnachtskalenders des LC BergKamen an den Bergkamener Bürgermeister Bernd Schäfer.

Auch in diesem Jahr präsentiert der BergKamener Lions Club einen Weihnachtskalender mit Kamener und Bergkamener Motiven. Die sechzehnte Auflage dieses inzwischen im heimischen Raum bekannten und beliebten Kalenders ist ab nächster Woche in vielen Bergkamener Geschäften zu bekommen.

Die „Löwen“ werden am Donnerstag, dem 28. Oktober, mit einem kleinen Stand auf dem Wochenmarkt den Verkauf starten.

Helfen und Gewinnen ist das Motto dieser Kalender-Aktion. Mit dem Reinerlös werden Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in Kamen und Bergkamen gefördert.

Hinter den 24 Türchen verbergen sich Gewinne im Gesamtwert von fast 12.000 Euro. Allesamt gestiftet von großzügigen Handel- und Gewerbetreibenden, Sparkassen/Banken und Großunternehmen aus beiden Städten, dafür bedankt sich der Club bei allen Unterstützern.

Zu den über 350 attraktiven Gewinnen zählen Einkaufs- und Warengutscheine bis zu 300 Euro und  wertvolle Sachpreise.  Der Hauptpreis am 24. Dezember ist ein Reisegutschein  im Wert von 1000 Euro.

Jeder Weihnachtskalender hat auf der Rückseite eine Gewinnnummer. Die hinter den Türchen versteckten Gewinne und die entsprechenden Gewinnnummern werden vom 1. -24. Dezemberauf den Lokalseiten der heimischen Zeitungen und im Internet veröffentlicht.

Zu haben sind die Kalender auch in den Geschäften der Sponsoren und unterstützenden Unternehmen in Kamen und Bergkamen. Plakate weisen auf dieses Angebot hin.

Da die Herstellungskosten des Kalenders und sämtliche Preise von Spendern und Sponsoren finanziert werden, ist gewährleistet, dass der gesamte Erlös der Aktion Projekten für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen zukommt.




Geschenkpaten gesucht: Kinder- und Seniorenwünsche zur Weihnachtszeit erfüllen

Schon vor Weihnachten etwas Gutes tun; Andrea Kollmann und Thomas Lackmann von der Stadt Bergkamen verteilen die von Senioren und Kindern aufgeschriebenen Geschenkwünsche. Gerade zu Weihnachten fällt es einigen Eltern sehr schwer ihren Kindern Geschenke zu bereiten, ebenso gibt es viele Senioren welche keine Verwandtschaft mehr haben. Hier hilft die von Tabea Kollmann ins Leben gerufene Weihnachtswunschaktion in Kooperation mit der Stabstelle „Soziale Inklusion und Seniorenarbeit“ und dem Jugendamt der Stadt Bergkamen, wo Kinder und Senioren aus Bergkamen nun Wunschzettel ausfüllen können, welche sich dann hoffentlich erfüllen lassen.

Die Stadtverwaltung lädt daher ein, Weihnachtsgeschenkpate zu werden und sich bereit zu erklären, für eines (oder mehrere) der Kinder oder der Senioren ein Weihnachtsgeschenk im Wert von max. 15 Euro zu kaufen.

„Das geht ganz einfach“, berichtet Thomas Lackmann, Stabsstelle „Soziale Inklusion und Seniorenarbeit“. „Wir geben Ihnen den Wunschzettel, sie erwerben das Geschenk und wir sorgen dafür, dass das Kind oder der Senior das Geschenk bekommt. Versprochen!“

Bis zum 12. Dezember werden die Geschenke in der Poststelle der Stadt Bergkamen gesammelt. Die Geschenke werden dann am 15. Dezember im Foyer des Rathauses verteilt.

Damit alle ein kleines Geschenk zu Weihnachten bekommen, wäre eine rege Teilnahme sehr schön.

Weitere Informationen bekommen Sie bei Andrea Kollmann unter der Nummer: 02307/965-240.




Mehr Geld für 560 Maler und Lackierer im Kreis Unna

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Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk haben auch in Pandemie-Zeiten viel zu tun – jetzt gibt es für sie mehr Geld. Foto: IG BAU | Ferdinand Paul

ohn-Plus für die Arbeit mit Pinsel und Tapezierrolle: Die rund 560 Maler und Lackierer im Kreis Unna streichen mehr Geld ein. Fachkräfte kommen nun auf einen Stundenlohn von 17,51 Euro – 2,1 Prozent mehr als bisher. Das teilt die IG BAU Westfalen Mitte-Süd mit und rät den Beschäftigten in der Region, die letzten Lohnabrechnungen zu prüfen. Bereits ab der Mai-Abrechnung müsse das Plus auf dem Konto sein, erklärt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Es gebe aber immer wieder Chefs, die um eine Lohnerhöhung gern einen Bogen machten. Wer bislang leer ausgegangen sei, solle sich deshalb an die Gewerkschaft wenden und die Lohnerhöhung rückwirkend einfordern, empfiehlt die IG BAU.

„Die Bauwirtschaft brummt – auch in Zeiten der Pandemie. Davon profitieren die Malerbetriebe. Jetzt bekommen die Beschäftigten endlich einen fairen Anteil an der guten Umsatzentwicklung“, so Kreft. Fachleute mit Gesellenbrief sollten sich nicht unter Wert verkaufen und auf der Bezahlung nach Tarif bestehen. Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb in der Malerinnung ist.

Zudem sind die Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk gestiegen. Gelernte Kräfte müssen aktuell mindestens 13,80 Euro pro Stunde bekommen – ein Plus von 2,2 Prozent. Beschäftigte ohne Ausbildung haben Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,40 Euro (plus 2,7 Prozent). „Diese Löhne sind aber nur eine absolute Untergrenze. Gerade mit Blick auf die aktuelle Hochkonjunktur im Baunebengewerbe sollten Fachleute auf dem deutlich höheren Tariflohn bestehen“, betont die IG BAU.�




Inklusionsunternehmen der AWO erarbeiten Lösungen gegen die Auswirkungen der Pandemie

Die Mitglieder des Arbeitskreises der AWO-Inklusionsunternehmen vor dem Kaufhaus Die Stöberei in Kamen.

Am Donnerstag (7. Oktober) hat der Arbeitskreis der Inklusionsunternehmen der AWO im westlichen Westfalen in Kamen getagt. Die zehn Leitungskräfte der Inklusionsfirmen trafen sich seit Pandemiebeginn zum ersten Mal wieder persönlich. Diesmal waren die Teilnehmer*innen zu Besuch beim Inklusionsunternehmen DasDies Service GmbH, dem Tochterunternehmen der AWO Ruhr-Lippe-Ems.

Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Dienstleistungszweigen wie Einzelhandel, Seniorenservice, Gartenlandschaftsbau, Gastronomie, Catering, Reinigung und Hotelbranche. Sie trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen für die Sozialunternehmen und die hier beschäftigten Menschen mit Handicap. Maciej Kozlowski, Geschäftsführer der DasDiesService GmbH: „Besonders betroffen waren der Einzelhandel und die Gastronomie. Hier geht es jetzt zwar wieder aufwärts, aber für einige Mitarbeiter*innen, die teils auch krank oder in Quarantäne waren, ist es noch schwierig, zu alter Leistung zurückzufinden.“

Die Teilnehmer*innen waren aus Dortmund, Gelsenkirchen, Münster, Siegen, Wetter und dem Kreis Unna angereist. In Kleingruppen sahen sie sich schließlich Betriebsbereiche der DasDies Service GmbH an der Unnaer Str. 39 in Kamen an: das Secondhand-Kaufhaus „Die Stöberei“, den Menüservice, den Hausnotrufdienst, den Fahrdienst und die Radstation.

Weitere Informationen: www.dasdies.d




Kommunales Integrationszentrum in Bergkamen ist wichtiger Ansprechpartner in der Region

(v.l.): Tauschten sich über die Integrationsarbeit des Kreises Unna aus: Dezernent Torsten Göpfert, KI-Leiterin Karolin Nix und die SPD-Kreistagsmitglieder Angelika Chur und Hartmut Ganzke.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Unna mit Sitz in Bergkamen war das Ziel von Hartmut Ganzke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, und Angelika Chur, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Inklusion und Familie.

Gemeinsam mit Torsten Göpfert, zuständiger Dezernent des Kreises Unna, stellte die Leiterin des KI, Karolin Nix das umfangreiche Aufgabenportfolio sowie Programme, Projekte und Angebote vor. Das KI ist die Fachstelle des Kreises Unna für Migration, Integration, interkulturelle Angelegenheiten und Demokratieförderung und unterstützt die Kommunen in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit.

Torsten Göpfert unterstrich, dass vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft auch die Integration von Zugewanderten in den vergangenen Jahren einen erheblichen Bedeutungswandel und Richtungswechsel erfahren habe. „Der Fokus Blick richtet sich zunehmend darauf Chancen in der Vielfalt zu sehen und zu nutzen“. Eine umfassende Teilhabe von Migrantinnen und Migranten spiele auch unter dem Aspekt des gesellschaftlichen Zusammenhalts eine wichtige Rolle.

Dabei ist es entscheidend, neuzugewanderten Menschen oder Menschen, die erst seit einigen Jahren hier leben, schnell Unterstützung zukommen zu lassen. „Die zu uns gekommenen Menschen bringen viel Potenzial mit, und wir dürfen uns nicht erlauben, das liegen zu lassen“, unterstreicht Karolin Nix. Der Kreistag hat daher im März grünes Licht für die Umsetzung des Landesprogramms „Kommunales Integrationsmanagement NRW (KIM)“ gegeben. In der Kreistagssitzung am Dienstag wurden die notwendigen Vereinbarungen mit den kreisangehörigen Kommunen beschlossen. KIM zielt darauf ab, Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte, neu eingewanderten oder zukünftig nach NRW Einreisenden, ein passgenaues Angebot zu ermöglichen, um ihre Integration zu erleichtern. Darüber hinaus richtet sich KIM auch an Anbieter integrationsfördernder Maßnahmen, die sich im Rahmen des Prozesses weiter interkulturell öffnen und noch besser miteinander arbeiten sollen.

„Gerade Neuzugewanderte begegnen unterschiedlichen Herausforderungen, wie ausländerrechtlichen Fragestellungen, gesellschaftlicher Erstorientierung, Integration in Arbeit, Wohnen, Schule und Gesundheit. Hier versprechen wir uns vom Kommunalen Integrationsmanagement den sprichwörtlichen „Blick über den Tellerrand“ und einen deutlichen Schub für die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rechtskreise“, erläutern die SPD-Politiker Hartmut Ganzke und Angelika Chur die Unterstützung der SPD zum Programm




Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg entlässt neue Fachkräfte ins Berufsleben  

Für die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Pflegeberufe hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Foto: drh

Für sie hat nun ein ganz neuer Lebensabschnitt begonnen: 15 Auszubildende der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg haben erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden und sind nun staatlich examinierte Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Und: Alle haben bereits direkt im Anschluss eine Arbeitsstelle in stationären und ambulanten Einrichtungen in der Region gefunden. Viele wurden von ihren Ausbildungsträgern direkt übernommen. Nun erhielten sie feierlich ihre Zeugnisse.

Die Verabschiedung und Zeugnisübergabe fanden im Rahmen eines von Pfarrer Frank Behr gestalteten Gottesdienstes in der Stadtkirche Unna statt. Pfarrer Behr bediente sich für den Gottesdienst eines schönen Bildes: Er nahm Bezug auf das Lied „Über sieben Brücken musst Du gehen“ von Karat. „Brücken bauen“, das sei, so Pfarrer Behr, ein Sinnbild für die Überwindung schwerer Zeiten, wie es die Corona-Krise gerade eine sei. Für die Auszubildenden war die Pandemie durch Homeschooling und Isolation geprägt. „Brücken bauen“, so hieß es im Gottesdienst, müssten die Pflegekräfte aber auch zu Patientinnen und Patienten und Bewohnern von Pflegeheimen, die unter Einsamkeit leiden.

Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer gratulierte den Absolventinnen und Absolventen: „Sie haben Ihr Examen trotz der Corona-Krise gut gemeistert. Das ist eine Leistung, auf die Sie sehr stolz sein können. Nutzen Sie nun das von unserem Dozententeam gegossene Kompetenz-Fundament. Hierauf können Sie Ihre berufliche Existenz aufbauen. Entwickeln Sie sich entsprechend Ihrer eigenen individuellen Neigungen und Fähigkeiten weiter. Die Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft.“

Zur Erinnerung an ihre Ausbildungszeit in der Pflegeschule der Diakonie Ruhr-Hellweg erhielten die neuen Fachkräfte noch ein Segenskreuz. „Das soll Sie auf Ihrem weiteren beruflichen und privaten Lebensweg begleiten und stärken“, verabschiedete sich Heike Brauckmann-Jauer von dem Kurs.

Ihre Zeugnisse haben erhalten: Monique Beckmann, Sophia Elbing, Justin Fernholz, Jasmin Friedrich, Ann-Chaleen Grötsch, Birte Gulcz, Janine Hanke, Melanie Mook, Ousama Nahari, Nadja Pisarewskij, Zofia Rowczynska, Marc-Andrej Schlegel, Stefanie Stark, Jennifer Willemsen, Sofia Haffner.

Weitere Informationen über das Ausbildungsangebot der Pflegeschule gibt es unter Telefon 02303/250 24 911.

Internet: www.diakonie-ruhr-hellweg.de




Römerpark Bergkamen wird barrierefreier: Inklusionsscheck fürs Engagement

Freuen sich über den Inklusionsscheck (v. l.) Museumsleiter Mark Schrader und der Vorsitzende des Museumfördervereins Roland Schäfer.

Der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. erhält einen Inklusionscheck zur Überarbeitung der Zugänglichkeit auf dem Gelände der Holz-Erde-Mauer im Römerpark Bergkamen.

Der Inklusionscheck des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) unterstützt die Maßnahmen des Fördervereins für einen barrierefreien Rundweg. Die vorhandenen Infoschilder werden an die ebenerdige Wegeführung angepasst.
Roland Schäfer, 1. Vorsitzender: „Diese Maßnahme ist der Start für den 1. Bauabschnitt des barrierefreien Rundweges, der zukünftig über das gesamte Gelände führen soll.“

Mit dem Inklusionsscheck werden gute Ideen und Aktivitäten vor Ort mit 2.000 Euro pro Scheck unterstützt, insgesamt 300 dieser Schecks stehen landesweit bis Jahresende zur Verfügung.

Gefördert werden können Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, die noch in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen  stattfinden. Dabei sind natürlich die während der Corona-Pandemie landesweit geltenden Regeln zu beachten.

 




1. Spatenstich für das 24 Mio.-Euro-Projekt Gesundheitszentrum auf Grimberg 3/4 ist gesetzt

„Jetzt geht es los – der Spaten ist in der Erde.“ Der Bau des ersten „wohnvoll village“ kann beginnen. Für die
wohnvoll AG ist das nicht nur der Start ihres Projektes in BergkamenWeddinghofen, in das sie rund 24 Mio. Euro investieren will. „Wir setzen damit auch deutschlandweit das erste Projekt unseres innovativen Konzeptes für ein aktives Leben im Alter in die Realität um“, betont Sebastian Holl, Vorstandsvorsitzender der wohnvoll AG. Diese will Menschen im Alter eine hohe Lebensqualität zu bezahlbaren Konditionen ermöglichen. Zum modernen Wohnumfeld zählen dazu Gesundheitsangebote, gemeinsame Unternehmungen, digitale Kommunikation ebenso wie bedarfsgerechte Pflegeleistungen aus einer Hand kommen.

Der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum wächst seit Jahren. Die Menschen wollen ihre Selbstbestimmung und Individualität erhalten, gleichzeitig aber ein Umfeld der Begegnungen mit Serviceangeboten kombinieren. „Wir werden hier einen Wohlfühlort mit vielen Service und begleitenden Pflegeangeboten errichten“, ergänzt Holl.

Bei dem einen Projekt soll es nicht bleiben. Ab dem Jahr 2023 seien deutschlandweit weitere sechs bis zehn „wohnvoll villages“ pro Jahr geplant, davon auch mehrere im Ruhrgebiet. Auf dem ehemaligen Bergkamener Gelände der Zeche Grimberg 3/4 an der Ecke Schulstraße/Kleiweg werden zwei Baukörper errichtet. Es entstehen 28 Wohnungen, zwei
Wohngruppen, eine Tagespflege und ein Café/Restaurant mit Aufenthalts- und Verweilqualität. Das „wohnvoll village“ wird auf dem Gelände durch ein breites Gesundheits- und Dienstleistungsangebot ergänzt. Eine Kita, ein zahnärztliches Kompetenzzentrum, eine Apotheke, ein vorbeugendes Physiotherapie-/Fitness-Angebot sowie Allgemein- und Fachärzte runden das Konzept ab.

„Wir bauen hier ein modernes Quartierskonzept als zukünftig festen Bestandteil für den Stadtteil und Bergkamen“, erläutert der wohnvoll-CDO

1. Spatenstich für das Gesundheitszentrum auf Grimberg 3/4 (v. l.): Andreas Skoberne, Christine Busch und Sebastian Holl.

, der die lokale Koordination verantwortet. „Wir wollen dazu
beitragen das Quartier zu entwickeln und einen Impuls setzen. Wir wollen Menschen zusammenbringen und mit allen Verantwortlichen, Vereinen, Politikern sowie den Bürgern vor Ort etwas wirklich Neues schaffen“.

Die Idee, ein Gesundheitshaus mit angrenzenden Wohneinheiten, zu verbinden, stößt in Bergkamen schon seit langem auf breite politische Unterstützung. Das Konzept, auf einer Fläche mit Tradition (Bergbau) ein neues Kapitel in einer Zukunftsbranche (Gesundheit und Wohnen) aufzuschlagen, überzeugt.

So soll das künftige Gesundheitshaus auf Grimberg 3/4 aussehen. Die Außenfassade wird verklinkert. Grafik: wohnvoll AG

Über den Baustart, der nach den jetzt folgenden vorbereitenden Arbeiten im nächsten Frühjahr erfolgen soll, freut sich natürlich auch Bergkamens Beigeordnete Christine Busch, die dieses Projekt über viele Jahre begleitet hat. In ihrer kurzen Ansprache begrüßte sie den Geschäftsführer der PueD GmbH Dirk Grünhagen, der ursprünglich das Konzept eines Gesundheitshauses verwirklichen wollte. „Wir sind von der Position eines Investors zum Dienstleister gewechselt. An PueD muss man sich zum Beispiel wenden, wenn man später eine Wohnung mieten möchte. Unter den Gästen der kleinen Feier auf Grimberg 3/4 befanden sich auch Vertreterinnen und Vertreter des Betreibers des künftigen Kindergartens, der Lebenshilfe Königsborn. Zuerst soll ab Frühjahr 2022 das Gebäude errichtet werden, das die Kita und die 28 Wohnungen aufnehmen wird.

Auch bei der Umsetzung des Bauvorhabens setzt die wohnvoll AG auf Innovation: Zeitgemäßes Bauen müsse die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung berücksichtigen. So entstehen die Gebäude etwa nach dem KfW-40-Standard und verbrauchen damit rund 60 Prozent weniger Energie als ein Standardhaus. Auf diese Weise könnten Quartiere entstehen, die Wohnen und Leben auf neuem Niveau möglich machen und den Menschen Lebensqualität
und Wohnfreude ermöglichten. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Über die wohnvoll AG: Die wohnvoll AG mit Sitz in Berlin will für Menschen ab 65 deutschlandweit attraktive Wohnmodelle schaffen. Dafür liefert sie von der Einrichtung der „wohnvoll villages“ bis zur Pflege und Digitalisierung alles aus einer Hand. Das wohnvoll-Konzept setzt auf nachhaltiges Bauen, am Menschen orientierten
Service, Komfort und Genuss“. Mehr Informationen gibt es unter www.wohnvoll.com