Gewerkschaft BAU: Branche attraktiver machen – Aktuell noch 780 Ausbildungsplätze zu vergeben

Das neue Ausbildungsjahr startet – doch viele Firmen suchen weiterhin Nachwuchs: Im Kreis Unna sind von insgesamt rund 2.200 gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell noch 780 Plätze zu vergeben. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit und beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd warnt vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels, sollte ein Großteil der Stellen unbesetzt bleiben – und ruft Berufsstarter dazu auf, sich insbesondere in der Baubranche umzusehen. Laut Arbeitsagentur sind bei Hoch- und Tiefbauunternehmen in Nordrhein-Westfalen derzeit noch rund 1.550 Plätze frei. Das entspricht etwa der Hälfte aller gemeldeten Ausbildungsstellen in der Branche.

Die Corona-Pandemie ist insgesamt am heimischen Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbeigegangen. Teils bieten Firmen weniger Plätze an oder fahren die Lehre ganz zurück. Auch der Berufsschulunterricht kann nicht überall wie gewohnt stattfinden. In vielen Bereichen bewerben sich aber auch deutlich weniger Schulabgänger“, sagt Friedhelm Kreft, Bezirksvorsitzender der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Doch jeder Azubi, der jetzt fehle, sei in drei Jahren eine dringend gebrauchte Fachkraft weniger. Besonders das Baugewerbe müsse angesichts der anhaltend hohen Auftragslage – vom Wohnungs- bis zum Gleis- und Straßenbau – noch mehr Berufsanfänger für sich gewinnen.

Dabei stünden Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 890 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegt die Vergütung bei 1.230 Euro, im dritten sind es 1.495 Euro. Im Anschluss an den Gesellenbrief können sich Beschäftigte fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen.

Viele Fachleute verließen jedoch nach der Ausbildung ihren Baubetrieb, so die Gewerkschaft – vor allem wegen harter Arbeitsbedingungen und den oft langen, aber unbezahlten Fahrzeiten zu den Baustellen. „Es kommt darauf an, den Bau auch nach der Ausbildung attraktiver zu machen. Gerade die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier wichtig“, betont Carsten Burckhardt vom IG BAU-Bundesvorstand.

Deshalb fordert die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde für die Branche eine Entschädigung der Wegezeiten, 5,3 Prozent mehr Einkommen und den Angleich der Ost- an die Westlöhne. Die Arbeitgeber hätten in den Tarifverhandlungen bis Ende September die Chance, die Branche für die Zukunft aufzustellen. „Ohne höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wird es kaum gelingen, die enorme Nachfrage nach neuen Wohnungen, sanierten Straßen und energetischen Gebäudesanierungen in den kommenden Jahren zu bewältigen“, so Burckhardt.

Informationen rund um die Bau-Ausbildung und freie Plätze vor Ort gibt es bei den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) online unter: https://www.bau-stellen.de/




Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet Sprechstunden im Familienzentrum „Tausendfüßler“ an

Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die Eltern bewegen und manchmal ist es schwierig, allein passende Lösungen zu finden. In Rahmen von Sprechstunden haben deshalb Eltern und Anwohner aus dem Sozialraum Oberaden die Möglichkeit ihre Anliegen, Unsicherheiten oder Sorgen vertraulich zu besprechen. Frau Hagemeier (Diplom-Sozialpädagogin) oder Herr Ronge (Diplom-Psychologe) von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen stehen hierfür jeden dritten Freitag im Monat, also bereits am Freitag, 20. August, von 9:00 bis 11:00 Uhr im Familienzentrum „Tausendfüßler“ zu Verfügung.

Die Termine im Überblick:

20.08.2021

17.09.2021

29.10.2021 (5. Freitag)

19.11.2021

17.12.2021

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen ist eine Voranmeldung unter der Rufnummer 02306-80141 zwingend erforderlich.




Beratung via Skype: Einstieg ins Berufsleben auch in Teilzeit möglich

Martina Leyer (Agentur für Arbeit Hamm) und Tina Riedel (Jobcenter Kreis Unna) laden zum zweiten Male am 26. August 2021 um 10:00 Uhr zu einer virtuellen Beratungsstunde via Skype ein, um zum Beispiel interessierten Eltern Fragen zum Thema (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben zu beantworten.

Martina Leyer und Tina Riedel sind als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Einsatz und stellen in ihren Beratungsgesprächen oft das Thema Teilzeitausbildung in den Fokus. „Bereits im Juli haben wir eine solche Beratungsstunde per Skype angeboten“, erklärt Martina Leyer. „Wir freuen uns sehr, dass das Angebot auch in digitaler Form gut angenommen wurde und wollen es deshalb gern wiederholen.“ Im Juli seien es sechs Menschen, überwiegend Elternteile, die aufgrund der Kinderbetreuung eine Teilzeitausbildung in Betracht ziehen, die sich via Skype beraten lassen haben. Tina Riedel betont: „Im Rahmen der Beratungsstunde bekommt man schon mal einen guten Überblick, wie der Einstieg ins Berufsleben vielleicht gelingen kann. Erfahrungsgemäß kommt es in diesen Gesprächsrunden auch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einem lockeren Austausch. Für individuelle Fragen stehen wir aber auch nach der offiziellen Beratungsstunde gerne zur Verfügung.“

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen vor neue Herausforderungen gestellt. Insbesondere Familien waren und sind durch die teilweise großen Einschränkungen der Kinderbetreuung in Kindergärten und Schulen belastet. Die Kolleginnen sind sich einig: „Die Perspektive, eine Ausbildung zu absolvieren, sollte aber nicht aus den Augen verloren werden. Denn es gibt Möglichkeiten!“

Zum zweiten Male findet die Beratung aufgrund der weiter vorherrschenden Pandemie virtuell via Skype statt. Teilnehmen kann jede/jeder Interessierte mit einer vorherigen Anmeldung per Telefon oder E-Mail bei Frau Leyer oder Frau Riedel.

Die Teilnahmebestätigung erfolgt per E-Mail mit den notwendigen Anmeldedaten für das Skype-Programm.

Martina Leyer
(02381) 910 2167
Martina.Leyer@arbeitsagentur.de

Tina Riedel
(02303) 2538 1060
Tina.Riedel@jobcenter-ge.de




Online-Doc bietet Tipps für Azubis im Kreis Unna

Im Kreis Unna starten derzeit Tausende Schulabgänger ins Berufsleben. Aber was ist durch Corona anders? Darf der Chef Kurzarbeit anordnen? Was passiert mit der Übernahme nach der Abschlussprüfung? Antworten auf diese Fragen können Berufsanfänger unter www.dr-azubi.de bekommen – und zwar kostenlos. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres hingewiesen. „Auch in Betrieben, die unter den Folgen von Corona leiden, sollten sich Nachwuchskräfte nicht um ihre Rechte bringen lassen“, betont Torsten Gebehart von der NGG-Region Dortmund. So sei es nicht hinnehmbar, wenn Hoteliers und Gastronomen Azubis unbezahlte Überstunden machen ließen, um pandemiebedingte Einbußen „wettzumachen“.

Die Online-Sprechstunde des DGB bietet dabei nicht nur Rat in puncto Pandemie. „Auch wer wissen will, welchen Urlaubsanspruch es gibt oder welche Arbeiten in der Ausbildung erlaubt sind, bekommt im Netz kompetente Hilfe“, so Gebehart. Gerade im Gastgewerbe und im Lebensmittelhandwerk berichteten Azubis überdurchschnittlich oft von Problemen. Viele Arbeitgeber nähmen es in diesen Branchen mit den Vorschriften nicht so genau – und ließen Nachwuchskräfte etwa fachfremde Arbeiten machen, so die NGG. Häufig seien zudem die Ausbilder nicht ansprechbar oder wegen Kurzarbeit gar nicht im Betrieb.

Die Gewerkschaft verweist außerdem auf die Pandemie-Folgen für den Ausbildungsmarkt. Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf einen Ausbildungsplatz in Nordrhein-Westfalen um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Stand: Juli 2021). Die stark getroffene Hotellerie verzeichnete sogar einen Rückgang von 24 Prozent. Gastro-Betriebe erhielten ein Fünftel weniger Bewerbungen. Auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze sank (Hotelbranche: minus 22 Prozent; Gastronomie: minus drei Prozent). Gebehart: „Die Betriebe sind gut beraten, angesichts des Fachkräftemangels gezielt Nachwuchs zu suchen. Dabei muss die Ausbildung attraktiver werden. Viele Missstände gab es lange vor Corona.“ Berufsanfängern rät Gebehart, sich bei Problemen Unterstützung beim Betriebsrat oder der Gewerkschaft zu suchen.




Neue Kurse „Mein Baby verstehen“ aus dem Programm Elternstart NRW

Nach den Sommerferien bietet das Familienbüro der Stadt Bergkamen in Zusammenarbeit mit der Ev. Familienbildung des Kirchenkreises Unna für Bergkamener Familien neue kostenlose Kurse „Mein Baby verstehen“ an. Die Kurse finden unter Einhaltung der aktuellen Coronaschutzverordnung in Präsenz statt. Sie richten sich an Familien mit Kindern die im Zeitraum vom 15.03. – 31.07.2021 geboren sind. Die fünf Treffen finden in den jeweiligen Stadtteilen statt.

Bergkamen-Mitte/Weddinghofen: Kurs 1 Montag, 23.08.2021 von 11.00 bis 12.30 Uhr und Kurs 2 Mittwoch, 25.08.2021 von 8.45 – 10.15 Uhr

Bergkamen-Rünthe/Overberge: Donnerstag, 26.08.2021 von 9.00 – 10.30 Uhr

Bergkamen-Oberaden/Heil: Freitag, 03.09.2021 von 10.00 – 11.30 Uhr

Die Kurse werden durch das Programm „Elternstart NRW“ gefördert. Sie bieten die Möglichkeit, Eltern mit gleichaltrigen Kindern kennenzulernen, sich in gemütlicher Umgebung über Fragen rund ums Baby auszutauschen und neue Ideen zur Anregung der Entwicklung ihres Babys zu erhalten.

Anmeldungen zu den Kursen nimmt das Familienbüro der Stadt Bergkamen unter den Rufnummern 02307/965-264, – 258 und – 476 oder unter der Mailadresse b.billhardt@bergkamen.de entgegen oder sie können auf der Internetseite unter www.ev-fabi-unna.de erfolgen.




Nächster Blutspendetermin am 20. August im Haus der Mitte in Rünthe

Der DRK-Blutspendedienst lädt zum nächsten Blutspendetermin in Bergkamen am Freitag, 20. August, von 15 bis 19.30 Uhr im Haus der Mitte  in Rünthe, Kanalstraße 7, ein.

Bereits seit längerem fehlen Blutpräparate in gravierendem Ausmaß. Der DRK-Blutspendedienst West ruft die Bevölkerung auf, Blut zu spenden. „Trotz einer Vielfalt an wiedergewonnenen Freizeitmöglichkeiten ist es dringend notwendig, dass die Blutspendetermine wahrgenommen werden, um dadurch eine lückenlose Versorgung mit Blutpräparaten sicherstellen zu können.“ mahnt der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienst West, Stephan David Küpper mit einem Blick auf das gesamte Bundesgebiet: „Auch in den anderen Bundesländern ist die Versorgungslage mit Blutpräparaten seit einiger Zeit angespannt.“

Aus Infektionsschutzgründen bittet der Blutspendedienst darum, auf Begleitpersonen zu verzichten sowie einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen und eine medizinische Maske zu tragen. Blutspender werden nicht auf Corona getestet – für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut gibt es keine Hinweise. Aktuell gibt es anstelle der Bewirtung zum Abschluss der Blutspende einen kleinen Imbiss als „Lunch-ToGo“.

Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.

„Medizinische Maske“ definiert sich laut § 3 Absatz 1 der Coronaschutzverordnung NRW wie folgt: „Medizinische Masken […] sind sogenannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbare Masken (KN95/N95).“




Gemeinsames Kaffeetrinken und Kuchenessen für Senior*innen geht an den Start

Andrea Kollmann und Thomas Lackmann wollen gemeinsam mit den Senior*innen Kaffee trinken und Kuchen essen. Einen Termin haben sie auch schon ausgeguckt: Am Sonntag, 29.08.2021, treffen sie sich um 14:30 Uhr im Treffpunkt, Lessingstraße 2 in Bergkamen. Warum steht das hier? Weil alle interessierten Senior*innen, die Lust haben auf einen gemeinsamen Kaffeeklatsch mit Gleichgesinnten, eingeladen sind. Andrea Kollmann und Thomas Lackmann sind nämlich die Ideengeber, die das Projekt „Kaffeeklatsch“ gemeinsam mit den Kuchenpat*innen anbieten.

„Wichtig ist uns, dass sich alle angesprochen fühlen“, betont Thomas Lackmann von der Stadt Bergkamen. Der Kaffeeklatsch wird etwa 3-4 Stunden dauern, um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen. Die erste Veranstaltung soll im Treffpunkt stattfinden. Rückmeldungen von einigen Senior*innen gibt es bereits, berichtet Thomas Lackmann, Stabsstelle „Soziale Inklusion und Seniorenarbeit“. „Ich möchte alle Interessierten motivieren vorbeizukommen“. Der Kaffeeklatsch sei eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu anderen zu knüpfen und vielleicht sogar neue Freunde zu finden. Das Angebot findet unter der Einhaltung der Bestimmung der Corona-Schutzverordnung und mit vorheriger Anmeldung statt. Nach der Premiere findet das Projekt „Kaffeeklatsch“ alle vierzehn Tage sonntags ab 14:30 Uhr statt. Schön wäre es aus Sicht der Organisatoren, wenn sich nach der Premiere auch in anderen Ortsteilen ein ähnliches Angebot etablieren ließe.

Weitere Informationen/Anmeldungen bei Frau Andrea Kollmann von der Stadt Bergkamen, Telefon 02307/965-240 (montags bis freitags) oder per E-Mail an a.kollmann@bergkamen.de.




Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bergkamen

Im Kreis Unna erhöhte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um 23 auf 16.236. Im Vergleich zu Juli 2020 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 1.152 (-6,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote stabilisierte sich mit 7,6 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie 8,1 Prozent. In Bergkamen sind aktuell  2380 Frauen und Männer ohne Job (plus 8).

„Wie erwartet hat die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna im Juli abgenommen und für einen leichten Anstieg an Arbeitslosen gesorgt“, fasst Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung der vergangenen Wochen zusammen. Dafür sei neben dem Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit vor allem ein Grund ausschlaggebend: „Wie in jedem Sommer enden auch dieses Jahr im Juli viele
Berufsausbildungen, was eine steigende Arbeitslosigkeit junger Menschen nach sich zieht. Doch der Bedarf nach ausgebildeten Kräften ist ungebrochen hoch, weswegen es sich hierbei nur um eine kurze saisonale Tendenz handelt, die sich spätestens im Herbst gegenläufig entwickeln wird.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In vier Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat rückläufig. Den größten Abbau verzeichnete Fröndenberg (-3,8 Prozent bzw. 23 auf 575). Danach folgen Holzwickede (-2,7 Prozent bzw. 14 auf 505), Unna (-1,6 Prozent bzw. 33 auf 2.094) und Selm (-0,9 Prozent bzw. acht auf 901). Den niedrigsten Anstieg verzeichnete Kamen (+0,2 Prozent
bzw. vier auf 1.879), danach folgen Bergkamen (+0,3 Prozent bzw. acht auf 2.380), Bönen (+0,5 Prozent bzw. vier auf 751), Lünen (+1,0 Prozent bzw. 47 auf 4.633), Werne (+1,2 Prozent bzw. 11 auf 931) und Schwerte (+1,7 Prozent bzw. 27 auf 1.587).




Lionsclub BergKamen unterstützt Opfer der Überschwemmungskatastrophe

Roland Schäfer (l.) bei der Übernahme der Präsidentenschaft des LionClubs BergKamen mit seinem Vorgänger Dr. Christian Fastenrath. Foto: LC BergKamen

Für die Mitglieder des Lionsclubs BergKamen war es keine Frage, den Menschen, die von den Starkregen in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz am schlimmsten betroffen sind, zu helfen.

Als die Organisation der Deutschen Lions seine örtlichen Clubs vor gut einer Woche um Spenden bat, schrieb Roland Schäfer, der Präsident des LC BergKamen, seine Mitglieder sofort an. „Innerhalb einer Woche überwiesen unsere Mitglieder rund 10.000 €. Die verdoppeln wir aus Mittel unseres BergKamener Lionshilfwerkes und können so mit fast 20.000 € einen kleinen Beitrag leisten, die größte Not unbürokratisch zu lindern“, sagt Roland Schäfer.

Das Geld geht an den zentralen Hilfsfond der Deutschen Lions. „Sollten  Kamener oder Bergkamener  Bürgerinnen und Bürger dringende Hilfe benötigen, werden wir uns selbstverständlich dafür einsetzen, ihnen zu helfen“, erläutert Schäfer.




AWO sucht dringend: Schränke, Betten und Waschmaschinen für die vom Hochwasser Betroffenen in Hagen

Vor allem Regale, Schränke und Waschmaschinen werden in Hagen gerade dringend gebraucht. Den Transport der gespendeten Möbel nach Hagen werden Mitarbeiter*innen der DasDies Service GmbH übernehmen. Foto: AWO RLE

Von der zerstörerischen Kraft des Hochwassers sind auch die Menschen in Hagen betroffen: Viele haben ihren gesamten Hausstand verloren und fangen jetzt an, sich mühsam ihre Existenz wiederaufzubauen. Die AWO Ruhr-Lippe-Ems arbeitet mit den Kollegen der AWO Hagen/Märkischer Kreis eng zusammen, um eine möglichst zielgerichtete Hilfe für die Betroffenen zu organisieren.

Betten, Regale, Schränke und Waschmaschinen werden in den betroffenen Ortsteilen am dringendsten gebraucht. Wer diese in gut erhaltenem Zustand spenden möchte, kann die Gegenstände ab sofort und bis Donnerstag, 5. August, im Second-Hand-Kaufhaus „Die Stöberei“ an der Unnaer Straße 39 in Kamen abgeben. Die Mitarbeiter der DasDies Service GmbH nehmen die Spenden entgegen und organisieren auch den Transport der Möbel nach Hagen. Die Möbel werden dort entsprechend der Bedürfnisse verteilt. Wichtig: Die Hagener Freiwilligenzentrale weist daraufhin, dass Kleidung, Spielzeug und Hygieneartikel nicht gebraucht werden. Diese Sachen wurden bereits so zahlreich gespendet, dass die Lager in Hagen schon übervoll sind.

In allen Second-Hand-Kaufhäusern der DasDies Service GmbH und im angeschlossenen Online-Shop unter www.dasdies.de/die-stoeberei ist darüber hinaus der BVB-Fan-Schal erhältlich, der zum Preis von 19,09 Euro verkauft wird. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der insgesamt 50 der von der Fanvereinigung BVB International e.V. gespendeten Schals geht auf das Spendenkonto des AWO-Kreisverbandes Ahrweiler zugunsten der dort vom Hochwasser Betroffenen.

Die Adresse der Kamener „Stöberei“:

Unnaer Str. 39, 59174 Kamen

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 09.00 bis 18.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 15.00 Uhr




SuS Rünthe: Container mit Sportartikel-Spenden sind auf dem Weg nach Afrika

Foto: SuS Rünthe

Der Container mit den Spenden der Aktion „Glücklich geht einfach“ Sportartikel für Afrika ist startbereit für Afrika!. Am Samstag 24.7. wurden einige hundert Kartons gepackt, umgepackt , aus den Bällen wurde die Luft gelassen, damit sie nicht so viel Platz benötigen, die Schuhe wurden zusammen gebunden, damit alles als Paar in Nigeria ankommt….

Über 25 Helfer vom SuS Rünthe und Wernett e.V., unter der Leitung von Toni Tuklan, arbeiteten Hand in Hand, es lief alles wie am Schnürchen!! Die Helferschar kam aus (gefühlt) allen Bereichen, Manuel aus Nigeria, spielt hier gerade Fußball, Jugend-, Senioren-, AH Mannschaften, die Boule Leute des SuS, ganze Familien, selbst eine frisch operierte Hand, konnte den Tatendrang nicht stoppen J

Michael Großpietsch und Thomas Hahn kam die wichtigste Aufgabe zu Teil, so genau zu packen, dass alle Spenden in dem Container Platz haben. Dort wurde jede Lücke gestopft, Einzelteile zwischen die Kartons gedrückt, um jeden Millimeter zu nutzen. Es ist gelungen

Fabian Liesegang mit seinem Firmenbulli und Anhänger ist immer zwischen dem zweiten Lager und der Regenbogenschule gependelt. Die Stadt Bergkamen hatte die Räumlichkeiten an der Regenbogenschule zur Verfügung gestellt, als diese aus den Nähten platze, musste der Vereinskeller des SuS Rünthe am Hafenstadion noch gefüllt werden.

Am Freitag kam noch eine Spende von der BvB Stiftung „leuchtet auf“. Es kamen über 50 Pakete mit 3.600 neuen BvB T-Shirts in vielen verschiedenen Kindergrößen. SuS-Vorsitzender Dietmar Wurst „Wir müssen unsere Schätzung nach oben korrigieren, mittlerweile gehen wir von über 20.000 Trikots aus. Dies wären alle Einwohner aus Rünthe, Overberge, und Weddinghofen Die Masse ist sicherlich SEHR beeindrucken, aber was viel wichtiger ist und dies wird oft bei der großen Zahl vergessen, was jedes Trikot, jeder Schuh für ein Glücksgefühl bei den Kindern und Erwachsenen Sportlern in Delta-State (Nigeria) auslöst. Teilweise spielen in den Mannschaft Spieler barfuß auf dem Lehmboden, während andere schon Schuhe tragen.“

Montag geht der Container über Dortmund, Duisburg nach Antwerpen. Am 2.8. ist der Container dann auf dem Schiff „Frisia Oslo“ ab Antwerpen nach Lagos/Nigeria unterwegs. Toni und ich werden am 13.09.21 nach Nigeria fliegen, um die Verteilung zu organisieren und zu leiten. Die Sachen sollen schließlich da ankommen, wo wir uns alle dies wünschen“, so Dietmar Wurst.

Dort werden dann Schulveranstaltungen, Dorfmeisterschaften und andere Feste veranstaltet um die Spenden zu übergeben und auch teilweise sofort im Einsatz zu sehen.