Sprachstandserhebung in der Kita: Pilotprojekt „DiVA“ gestartet

Projektleiterin Dorothée Schackmann (l.), Softwareentwickler Volker Sassenberg (Mitte) und Prof. Monika Kil (Wissenschaftliche Begleitung) stellten das Projekt vor. Foto: Pascal Sturm – Der Paritätische

Gute sprachliche Fähigkeiten sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Deshalb ist jetzt im Kreis Unna und in der Stadt Hamm ein Pilotprojekt gestartet, bei dem die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern im Vorschulalter mittels eines digitalen Verfahrens ermittelt werden. „DiVA“ heißt das Projekt, von dem sich Landrat Mario Löhr jetzt ein Bild machte.

Vorgestellt wurde das Projekt „DiVA – Digitales Verfahren zur mehrsprachigen Bildungs- und Sprachdiagnostik und nachhaltigen Anwendung“ auf der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen. Begonnen hat es bereits im August in einigen Kindertageseinrichtungen und integrativen Einrichtungen des Paritätischen NRW.

„Sprache ist nicht nur das Werkzeug zur Kommunikation und Verständigung, sondern auch wichtige Grundlage, um als Schulkind in allen Fächern mitarbeiten zu können“, unterstreicht Lisa Harhoff, beim Kreis Unna für Bildung integriert Kreis Unna (BiKU) zuständig. „Wer kein Deutsch sprechen und verstehen kann, kann nicht mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern sprechen und ist beim Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fächern schnell abgehängt.“

Sprachförderung wichtiger Baustein in der Kita
Die Grundlagen für sprachliche Fähigkeiten im Erwachsenalter werden bereits in der frühen Kindheit erworben. Daher gehört die Förderung sprachlicher Fähigkeiten von Kindern auch zum Bestandteil der Kindertageseinrichtung. „Weil die Kitas während der Corona-Zeit geschlossen waren, ist leider vielfach auch im Bereich der Sprachstandserhebung und Sprachförderung eine Lücke entstanden“, berichtet Projektleiterin Dorothée Schackmann. Sie ist Geschäftsführerin der Paritätischen Kreisgruppe Unna.

„DiVA“ soll nun die Sprachstandstests erleichtern. In den teilnehmenden Einrichtungen wird eine Software eingeführt, die den Test mobil und digital möglich macht. Genutzt werden bereits erprobte digitale Werkzeuge vom LOGmedia Institut für Digitale Bildung. Zu der Steuerungsgruppe gehören Leitungskräfte aus den Verwaltungen der Stadt Hamm und des Kreises Unna.

Weitere Informationen unter www.kreis-unna.de/biku.  PK | PKU




Spielzeugbörse „Kinderkram“ am Samstag in der Auferstehungskirche geöffnet

Die Spielzeugbörse „Kinderkram“ der ev. Friedenskirchengemeinde ist am Samstag, 25. September, in der Auferstehungskirche, Goekenheide 7 in Weddinghofen, wieder von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

„Kinderkram“ wird dieses Angebot genannt, weil hier Kinder und Erwachsene aus momentan sozial schwachen Familien kostenfrei nach Büchern und Geschenken kramen und stöbern dürfen.

Selbstverständlich kann in dieser Zeit auch neues oder sehr gut erhaltenes Spielzeug abgegeben werden. Hier sind die Lrganisatoren dringend auf IHRE Spenden angewiesen. Bitten Sie ihre Kinder doch einmal, die Zimmer oder Dachböden zu durchforsten. Sicher gibt es dort einige nie gelesene Bücher oder Spielzeuggeschenke, aus denen sie herausgewachsen sind.

Die Organisatoren freuen sich uns über jede Spende.




Interkulturelle Woche in Bergkamen bietet ein überaus buntes Programm

Das Vielfaltsnetzwerk „Bergkamen for all“ hat kurzfristig ein buntes Programm zur Interkulturellen Woche in Bergkamen aufgestellt. Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie aus dem Jahr 1975 zurück. Sie wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. Die Interkulturelle Woche findet bundesweit vom 26.09.-03.10. statt.

Start in Bergkamen ist am Dienstag, 28.09. Dann beginnt unter Beteiligung zahlreicher Akteure von „Bergkamen for all“ der „Waffel-Move“. Dahinter verbirgt sich ein kleiner Umzug, der zuerst am Haus Frieden, Präsidentenstr. 45 (15.00-16.00 Uhr), dann am Busbahnhof (16.00-17.00 Uhr) und abschließend an der Volkshochschule, Lessingstr. 2 (17.00-18.00 Uhr) anzutreffen ist. Vor Ort soll dann – bei einer bunten und leckeren Waffel – diskutiert werden: Was bedeutet Vielfalt? Wie kann Bergkamen vielfältiger werden? Auf Kinder wartet ein Überraschungsgeschenk und ein Clown – vorbeikommen lohnt sich also.

Ebenfalls am Dienstag, 28.09. lädt das Multikulturelle Forum von 18.00 – 20.00 Uhr zu einem Online-Film ein. Der Dokumentarfilm „Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen“ begleitet Angehörige und Hinterbliebene des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020. Was sind die Schlüsse und Lehren, die nach dieser Nacht gezogen werden müssen? Und was muss geschehen, damit es nie wieder zu einer solchen Tat kommt? Dazu gibt es direkt im Anschluss eine Diskussion mit dem Regisseur Marcin Wierzchowski sowie Angehörigen und Hinterbliebenen. Eine kostenlose Anmeldung unter guengoer@multikulti-forum.de ist erforderlich.

Am Mittwoch, 29.09. ist von 14.00-16.00 Uhr die Stadtbibliothek am Marktplatz Schauplatz der Interkulturellen Woche. Unter dem Motto: „Bibliothek mal anders – Bücher auspacken, Schirmchen aufstellen und es gemütlich machen“ kommt das Book-Bike in bzw. vor die Stadtbibliothek (je nach Wetterlage) und bringt verschiedene Bilderbücher für Vor- und Grundschulkinder mit. Nach dem Lesen kann noch mit Straßenmalkreide gemalt oder auf gemütlichen Kissen entspannt werden.

Zur musikalischen Weltreise lädt der Verein der schönen Künste am Donnerstag, 30.09. in das Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6, ein. Ein Nachmittag des Austauschs voller Unterhaltung, Informationen, Tanz und Gesang erwartet die Besucher hier. Beginn ist um 16.00 Uhr, Ende gegen 20.00 Uhr.

Der Abschluss der Interkulturellen Woche in Bergkamen findet dann am Donnerstag, 1. Oktober, von 9 bis 11 Uhr in der AWO-Kita „Schatzinsel“, Marie-Juchacz-Straße 3, statt. Hier lädt das Team der Kita zu einem kostenlosen, türkischen Frühstück mit verschieden Spezialitäten wie Börek und Simit ein. Eine Anmeldung unter 02307/9246655 oder schatzinsel@awo-rle.de ist erwünscht.

Die Interkulturelle Woche bietet einen wichtigen Rahmen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen aufeinandertreffen. Ihr Grundanliegen lässt sich dabei an den drei Begriffen „Begegnung“, „Teilhabe“ und „Integration“ festmachen. Gerade in Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus setzt die Interkulturelle Woche ein Zeichen für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander. Sie ist die geeignete Plattform, um migrationspolitische Themen zu diskutieren und lebendig werden zu lassen.

Koordiniert durch das städtische Integrationsmanagement beteiligen sich zahlreiche Bergkamener Vereine, Organisationen und Privatpersonen an der Gestaltung der Interkulturellen Woche vor Ort. Von der spontanen Idee zur Teilnahme bis zur  Umsetzung sind gerade einmal vier Wochen vergangen. Dies zeigt, wie eng das Vielfaltsnetzwerk „Bergkamen for all“ mittlerweile zusammenarbeitet.

Die Teilnahme für alle Veranstaltungen ist kostenlos, es gelten überall die üblichen 3G-Regeln der aktuellen Coronaschutzverordnung.

 




Spitzen-Arbeitspensum: Bauarbeiter im Kreis Unna arbeiten 1.417 Stunden pro Jahr

Foto: IG BAU | Tobias Seifert

Bauarbeiter leisten „Spitzen-Arbeitspensum“: Pro Kopf arbeiten Baubeschäftigte im Kreis Unna im Schnitt 1.417 Stunden im Jahr. Das sind 118 Stunden und damit 9,1 Prozent mehr als Beschäftigte im Kreis Unna quer durch alle Berufe durchschnittlich bei der Arbeit verbringen. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd beruft sich dabei auf den aktuellen Arbeitsmarkt-Monitor des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Wissenschaftler haben darin eine Arbeitszeitanalyse für 2019 – dem Jahr vor der Corona-Pandemie – gemacht.

„Der Bau gehört demnach zu den Branchen mit einem Spitzenpensum bei der Arbeitszeit“, sagt Friedhelm Kreft. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitsstunden, die Bauarbeiter leisten, aktuell eher sogar noch zugenommen hat: „In der Pandemie hat es einen enormen Auftragsstau im Baugewerbe gegeben. Für viele Baubeschäftigte sind Überstunden ohnehin an der Tagesordnung.“

Der Arbeitsmarkt-Monitor des WSI liefert auch den Vergleich mit dem öffentlichen Dienst, dem Erziehungsbereich und dem Gesundheitssektor: Demnach werden auf dem Bau im Kreis Unna sogar 194 Stunden pro Kopf im Jahr mehr gearbeitet als in diesen Branchen. „Das liegt vor allem daran, dass auf dem Bau gilt: entweder ganz oder gar nicht. Vollzeit plus Überstunden – das ist die Regel: Den ‚Halbtagsmaurer‘ gibt es nicht. Bei oft langen Anfahrten zur Baustelle von 60 Kilometern und mehr funktioniert kein Teilzeitmodell“, so Friedhelm Kreft.

Das bedeute, dass Baubeschäftigte „enorm lange und enorm hart am Stück arbeiten“. Die körperliche Belastung im Laufe eines Berufslebens sei auf dem Bau gewaltig: „Kaum ein Dachdecker schafft es bis zur Rente. Nur jeder Zehnte arbeitet noch zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr. Im Schnitt müssen Bauarbeiter vor 59 in Rente gehen, obwohl sie eigentlich bis 67 durchhalten müssten. Sie sind körperlich einfach Jahre früher am Ende und müssen dann zum Teil starke Abstriche bei der Rente in Kauf nehmen“, sagt Friedhelm Kreft von der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.

Zur geringeren Rente komme dann auch noch eine geringere Lebenserwartung. Bei Männern sei dies besonders drastisch. So lebe ein Beamter statistisch zum Beispiel 5,6 Jahre länger als ein Arbeiter. Entsprechend länger bekomme er auch seine Pension. Das gehe aus einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. „Hart arbeiten und dann am Ende für eine kürzere Zeit weniger Rente bekommen – damit muss Schluss sein“, fordert Friedhelm Kreft.

„Der Bau im Kreis Unna ist typisch für das hohe Pensum an Arbeitsstunden, das im Baugewerbe geleistet wird. Wer mehr und härter arbeitet, sollte am Ende allerdings auch eine höhere Rente bekommen als heute. Die neue Bundesregierung muss deshalb die Rente ab Herbst anpacken und auf neue Füße stellen: Wir müssen endlich Altersarmut effektiver verhindern. Und auch eine geringere Lebenserwartung muss ausgeglichen werden“, fordert der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Er spricht sich für eine „grundlegende Rentenreform“ aus: „Bei der Rente muss die Reset-Taste gedrückt werden. Notwendig ist eine Rentenkasse, in die alle einzahlen – Arbeiter, Angestellte, Selbständige, Beamte, Parlamentarier und Minister: der Polier genauso wie die Professorin und der Politiker.“

Damit das passiere, sei eine Botschaft wichtig: „Eine sichere und gute Rente kann man wählen“, so Feiger. Der IG BAU-Chef appelliert deshalb, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Die Ziele der Parteien zur Rente seien sehr unterschiedlich. Die Gewerkschaft hat deshalb jetzt einen „Lockruf in die Wahlkabine“ gemacht – Wahl-Clips mit der Aufforderung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charaktertypen – wie dem „Marathon-Schufter“ auf einer Baustelle, der mit 78 Jahren noch Säcke auf dem Bau schleppen muss. Dazu der Kommentar: „Deutschland, deine Rentner. Solange sie noch atmen, sollen sie auch arbeiten.“

Die IG BAU macht damit einen „Weckruf zur Wahl“: „Es geht darum, die Probleme, die den Menschen auf den Nägeln brennen, klar auf den Punkt zu bringen – mit einem Augenzwinkern. Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine: Wichtig ist, dass die Menschen wählen gehen“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.




Jobcenter stellt Inklusion in den Fokus: Arbeitgeber können sich individuell beraten lassen

Die Betriebsakquisateure mit Spezialgebiet Reha/SB: (v.l.n.r.) Silvester Runde, Jaqueline Starushkin, Moritz Halupczok (Foto: Katja Mintel/Jobcenter Kreis Unna)

Drei Spezialisten auf dem Gebiet Rehabilitation und Schwerbehinderung beraten ab sofort Arbeitgeber im Kreis Unna – unverbindlich und kostenlos!

Dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Kreis Unna ortsansässige Arbeitgeber vor Ort in den Betrieben beraten, ist erst einmal nichts Neues. Neu ist aber das dreiköpfige Außendienstteam für spezielle Anliegen rund um Rehabilitation und Schwerbehinderung. Und genau dieses Themengebiet decken die sogenannten Betriebsakquisateure ab.

Die Drei gehören zu einem insgesamt 14-köpfigen Team für Rehabilitation und Schwerbehinderung (kurz: Reha/SB) im Jobcenter Kreis Unna. Hier werden Kundinnen und Kunden des Jobcenters mit gesundheitlichen Einschränkungen entsprechend beraten. Die drei Außendienstmitarbeiter/-innen sind dabei eine Art Bindeglied zum Arbeitsmarkt.

Ihre Aufgaben: Sie zeigen Unternehmen Förderleistungen oder Hilfestellungen für die Beschäftigung gesundheitlich eingeschränkter Menschen auf, stellen Kontakte zum Reha-Träger oder Integrationsfachdienst her oder beraten Arbeitgeber hinsichtlich einer kreativen Jobgestaltung für Menschen mit Behinderung. Arbeitgeber, die bisher noch keine oder wenig Erfahrung mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung haben, können sich auch ganz allgemein zum Thema beraten lassen und ihre persönlichen Fragen klären.

Beratung rund um inklusive Arbeitsplätze für den Kreis Unna:

Silvester Runde

zuständig für Bergkamen, Kamen und Werne

02303 2538-2931

Jaqueline Starushkin

zuständig für Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Schwerte und Unna

02303 2538-2937

Moritz Halupczok

zuständig für Lünen und Selm

02303 2538-2921




Weltalzheimertag 2021: „Demenz – genau hinsehen“

In Deutschland leben derzeit etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Alzheimer ist dabei die häufigste Form der Demenzerkrankung. Berechnungen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen zufolge, waren im Jahr 2018 etwa 2,2% der Menschen im Kreis Unna von einer Demenzerkrankung betroffen. Für Bergkamen wären das nach heutigem Stand rechnerisch etwa 1.100 Demenzerkrankte oder anders gesagt, durchschnittlich 25 Demenzerkrankte je Quadratkilometer. Es ist absehbar, dass diese Zahlen noch weiter ansteigen werden.

Das Sozialamt der Stadt Bergkamen möchte Sie anlässlich des Weltalzheimertages 2021 unter dem Motto „Demenz – genau hinsehen“ auf bestehende, ortsnahe und kostenfreie Angebote sowie Tätigkeiten zum Thema Demenz hinweisen.

Eine etablierte Anlaufstelle für den persönlichen Austausch bietet die Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige Bergkamen“ unter der Leitung von Frau Voß (02303 / 27 28 29). Die Pflege- und Wohnberatung (0800 / 27 200 200) des Kreises Unna sowie das Infotelefon Demenz (02307 / 28 99 062) stehen Ihnen darüber hinaus bei fachlichen Fragen kompetent zur Seite. Vielfältige Informationen zum Nachlesen, zum Beispiel zur Pflege und Unterbringung, finden sie außerdem als Angebot der Stadt Bergkamen im „Seniorenwegweiser“, der in Kürze in aktualisierter Version neu aufgelegt wird. Weiterhin wird das „Bergkamener Netzwerk Demenz“ in absehbarer Zeit seine Arbeit nach coronabedingter Bremsung wieder aufnehmen. Für Fragen stehen Ihnen darüber hinaus gerne Hr. Lackmann (02307 / 965 433) und Hr. Stacke (02307 / 965 274) seitens der Stadt Bergkamen zur Verfügung.




Gelungener 2. Kaffeeklatsch der Stadt Bergkamen im Martin-Luther-Haus

Fotos: Stadt Bergkamen

Tolle Stimmung beim 2. Kaffeeklatsch der Stadt Bergkamen im Martin-Luther-Haus in Bergkamen-Weddinghofen. Rund 80 Senior*innen folgten der Einladung am vergangenen Sonntag und waren sichtlich begeistert von der geselligen Stimmung. Die Kuchenpat*innen rundeten mit den selbst gebackenen Kuchen den tollen Sonntagnachmittag ab.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die erste Bergkamener Seniorenband. Nach der Veranstaltung verließen die Senior*innen die Räumlichkeiten mit den Worten „Weiter so“.

Der nächste Termin für den „Kaffeeklatsch“ ist der 10. Oktober. Geplant ist der Nachmittag im Martin-Luther-Haus, wieder von 14.30 bis etwa 17 Uhr. Für Musik sorgt dann die Band Klabauter & Co. Eine Anmeldung ist erforderlich. Das ist telefonisch unter 02307/965-240 von montags bis freitags möglich oder per E-Mail an a.kollmann@bergkamen.de. Die 3G-Zertifikate wie der Impfnachweis werden am Eingang überprüft.




Pflege- und Wohnberatung am Freitag nicht besetzt

Die Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna (Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen) ist am Freitag, 17. September anlässlich einer Weiterbildungsveranstaltung nicht besetzt. Ab Montag, 20. September können Ratsuchende die Beratungskräfte wieder wie gewohnt telefonisch unter 0800 / 27 200 200 (kostenfrei) erreichen.

Die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna berät rund um das Thema „Pflegebedürftigkeit“ und unterstützt sowohl ältere und behinderte Menschen als auch Personen, die beim Neu- oder Umbau für die Zukunft vorsorgen möchten. Die Beratung ist kostenlos und kann telefonisch, persönlich oder per E-Mail in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen unter: www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Pflege- und Wohnberatung).PK | PKU




Gewerkschaft NGG: 12.200 Menschen im Kreis Unna trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet haben, sind immer mehr Menschen von Altersarmut betroffen. Die nächste Bundesregierung müsse dagegen vorgehen und die gesetzliche Rente ausbauen, fordert die Gewerkschaft NGG.
Foto: NGG | Alireza Khalili

Ein Leben lang arbeiten – und trotzdem reicht die Rente nicht: Im Kreis Unna sind rund 12.200 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und beruft sich hierbei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung. Demnach verdienen 14,3 Prozent aller Beschäftigten, die im Kreis Unna in Vollzeit arbeiten, weniger als 2.050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen.

 „Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die zum Beispiel jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Rente stärken“, so Torsten Gebehart, Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund, mit Blick auf die aktuelle Debatte rund um die Alterssicherung. Das Rentenniveau, also die durchschnittliche Rente nach 45 Beitragsjahren bei mittlerem Verdienst, dürfe nicht weiter absinken.

Seit dem Jahr 2000 sei das Rentenniveau bereits von rund 53 Prozent auf aktuell 48 Prozent abgesenkt worden. „Konkret bedeutet das, dass Geringverdiener mit einem Einkommen von weniger als 2.050 Euro brutto im Monat statt 42 nun fast 46 Jahre lang arbeiten müssen, um überhaupt noch die Grundsicherungsschwelle im Alter zu erreichen. Aber vier Jahre länger an der Bäckereitheke, in der Lebensmittelfabrik oder im Schlachthof am Band zu stehen, ist vielen Beschäftigten gesundheitlich gar nicht möglich. Jede Anhebung des Renteneintrittsalters ist somit faktisch eine Rentenkürzung“, unterstreicht Gebehart. Die nächste Bundesregierung müsse das derzeitige Rentenniveau stabilisieren und perspektivisch anheben, um einen weiteren Anstieg der Altersarmut zu verhindern. Die von Wirtschaftsverbänden geforderte „Rente mit 70“ sei der falsche Weg – und ein „Schlag ins Gesicht der Menschen, die körperlich arbeiten und schon bis 67 nicht durchhalten können“. Auch deshalb sei es wichtig, dass die Beschäftigten ihre Stimme bei der Bundestagswahl am 26. September abgäben – und sich informierten, was die Rentenkonzepte der einzelnen Parteien für sie bedeuteten, so die NGG.

Zugleich seien die Unternehmen in der Pflicht, prekäre Beschäftigung zurückzufahren und Tarifverträge zu stärken. Gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe gebe es einen enormen Nachholbedarf, um die Einkommen wirklich armutsfest zu machen – auch weil viele Firmen aus der Tarifbindung flüchteten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdienen in Nordrhein-Westfalen aktuell rund 41.300 von insgesamt 75.400 Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe weniger als 60 Prozent des bundesweit mittleren Monatseinkommens von 3.427 Euro. „Hier darf es niemanden überraschen, dass während der Corona-Krise so viele Köche und Hotelangestellte ihre Branche verlassen haben“, sagt Gebehart.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nimmt die Zahl der Menschen, die in der Altersgruppe ab 65 armutsgefährdet sind, weiterhin zu. Aktuell sind dies 18 Prozent. Im Jahr 2009 waren es noch 14 Prozent. Entscheidend sei nun, die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Altersvorsorge für die Zukunft zu stärken. Dafür müssten angesichts des demografischen Wandels auch weitere Mittel aus dem Bundeshaushalt fließen und die Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen, weiterentwickelt werden.

Dabei dürften die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Sicherung der gesetzlichen Altersvorsorge komme gerade auch den Jüngeren zugute. Denn sie müssten einen weiteren Abfall des Rentenniveaus mit einem immer längeren Arbeitsleben bezahlen. „Am Ende geht es um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Nach einem langen Berufsleben muss sich jeder darauf verlassen, den Ruhestand in Würde genießen zu können“, so Gebehart weiter.

Die NGG verweist darauf, dass die neu eingeführte Grundrente für Betroffene zwar zu höheren Bezügen führen könne. Allerdings seien die Hürden mit erforderlichen 33 Beitragsjahren zu hoch und der Zuschlag falle oft gering aus. „Die mögliche Einkommensanrechnung, etwa des Lebenspartners, lässt die Beträge weiter schrumpfen. Damit bekommen viele Menschen keinen oder nur einen geringen Zuschlag. Die Grundrente muss daher ebenfalls weiterentwickelt werden“, unterstreicht Gebehart.

 




Faire Kochshow – Beim Kochen mit Fairtrade um die Welt

Faire Kochshow mit Hendrik Meisel (l.) und Klaus Hamelmann. Foto: FairTrade-Kochshow/Klaus Hamelmann

Mit bundesweit über 700 teilnehmenden Kommunen unterstützt die Stadt Bergkamen mit der Kampagne Fairtrade-Towns des Vereins TransFair den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Im Rahmen dieses Engagements lädt die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Bergkamen zur „FAIREN KOCHSHOW“ am Samstag, 9. Oktober 2021, 18:30 Uhr, in der Mensa der Regenbogenschule, Rünther Str. 80, 59192 Bergkamen, ein.

Die Fairtrade-Aktivisten Hendrik Meisel und Klaus Hamelmann setzen sich seit vielen Jahren für eine gerechtere und faire Weltwirtschaft ein. Dafür haben sie das Format der Fairen-Kochshow erfunden, in der sie Informationen zum Fairen Handel und Erlebnisberichte ihrer Reisen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit einem Live-Kochevent miteinander verbinden. Sie nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise in den globalen Süden; die erlebten Geschichten und Rezepte sind nicht nur zu sehen, sondern mit verschiedenen Gerichten auch zu schmecken! Unterstützt werden sie dabei von Ehrenbürgermeister Roland Schäfer und dem ehemaligen Stadtbrandmeister Dietmar Luft.

Der Besuch der barrierefrei erreichbaren Veranstaltung ist begrenzt und eine Anmeldung bis 30.09.2021 unter 02307 965-254 oder fairtrade.bergkamen@gmail.com erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos, aber nur mit einem „3G-Nachweis“ (geimpft, genesen oder getestet) möglich, außerdem gilt Maskenpflicht (außer am Sitzplatz).

 




Move*Create*Fun: Seminar des Stadtjugendringes für Multiplikatoren und Jugendleiter erfolgreich gestartet

Wichtige Impulse für die Arbeit in den Mitgliedsgruppen der Stadtjugendrings gab es beim Seminar im Jugendheim Spontan.

„Wir sind mehr als zufrieden!“, sind sich Christian Stork und Arne Vogt vom Stadtjugendring Bergkamen einig. „Ein gelungener Start in eine neue durch Corona geprägte Saison der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen!“

Zu einem RESTART- Workshop hatte der Stadtjugendring in das Jugendheim Spontan in Rünthe eingeladen: ein Tag voller Ideen, Anregungen und Gestaltungsideen. Unter dem Motto „Move*Create*Fun“ wurde das Thema Motivation und Wertschätzung großgeschrieben.

Die Steuergruppe Fairtrade der Stadt Bergkamen hatte für die Jugendleiter ein faires, coronakonformes Frühstück in Form eines Frühstückbeutels vorbereitet.  Dieser und die vielen Informationen rund um das Thema Fairtrade interessierten die Teilnehmer sehr.

Dann wurde es aktiv:  vier verschiedene Stationen warteten auf die Gruppenleiter

„Escape-Room“:
60 Minuten hatte die erste Gruppe Zeit, um die Rätsel im Escaperoom „TimeTravelTourism“ unter Anleitung des Spielleiters Vardges Petrosyan zu lösen und die Freiheit wieder zu erlangen. Die Stadt Bergkamen verfügt über 3 Escaperäume, die verschiedensten Themen gewidmet sind – und die in Eigenregie des Kinder- und Jugendbüros unter Beteiligung vieler Jugendlicher betrieben werden. „Spannend und sehr informativ!“, so die einhellige Meinung der Multiplikator:innen.

„Graffiti“:
Unter der Leitung von Referent Christian Tkacuk wurde es bunt und kreativ: einmal – und das ganz legal- Graffitis sprayen, Farbkombinationen ausprobieren und mit Schwung Konturen festlegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Spraywände des Spontan geben das Motto „Move*Create*Fun“ eindrucksvoll wieder.

„Ideenschmiede“:
Am 30.10.2021 soll mit einer Veranstaltung das Thema „Kinderrechte“ in den Fokus gerückt werden. Die Multiplikatoren und Jugendleiter brachten ihre Ideen und Anregungen in die Planung mit ein. Informationen, Aktionen und Workshops werden zusammen mit einer lichtvollen Installation auf dem Marktplatz ein ganzheitliches Konzept ergeben.

„Ropeskipping“
früher nannte man es Seilspringen – heute mit viel Schwung, moderner Musik und Koordinationsübungen ist ein anspruchsvoller Sport mit lebendigen Moves entstanden. Begeistert versuchten sich die Jugendleiter:innen unter der Anleitung von Trainer Jörn Schmiemann an der Umsetzung des Gezeigten. Besonders die Teamübungen mit zwei langen gegengleich zu schlagenden Seilen beeindruckte die TeilnehmerInnen.

Ein Tag voller Überraschungen und Anregungen ging mit einer Feedbackrunde zu Ende – eine Wiederholung im neuen Jahr wurde begeistert beschlossen.