Familienbüro und Stadtbibliothek ergänzen ihr Angebot für junge Eltern: Mit Büchern ins Leben starten
Präsentierten in der Stadtbibliothek das neue Angebot für junge Elter (v. l.): Barbara Billhardt vom Familienbüro, Sarah Rotariu von der Stadtbibliothek sowie Sabine Saatkamp und Irina Ehlermann vom Förderkreis.
Für Bücher ist es selten zu spät und nie zu früh. Das findet auch die Bergkamener Stadtbibliothek und hat daher mit Unterstützung ihres Förderkreises 300 Lesestartpakete für die Allerjüngsten gekauft. Mit dieser Maßnahme möchte sie Eltern von Neugeborenen wertvolle Tipps für die vor ihnen liegenden Aufgaben geben und sie zugleich auf Angebote zur Leseförderung aufmerksam machen. Denn mit dem frühzeitigen Heranführen an Bücher lassen sich bereits im Babyalter die Grundlagen für lebenslange Lebensfreude, vielfältige Lernchancen und kulturelles Interesse gelegt.
Die Lesestartpakete, die am Freitag in der Stadtbibliothek vorgestellt wurden, bestehen aus einem attraktiven Stoffbeutel, der mit hilfreichem Inhalt gefüllt ist. Die mehrsprachige Broschüre „Babys lieben Bücher“ gehört ebenso dazu wie ein Gutschein, der zur kostenlosen Ausleihe von Kinderbüchern und Elternratgebern berechtigt, und der Bildband „Dein erstes Buch“. Eine besonders pfiffige Zutat ist die Leselatte. Dieses an der Wand anzubringende Maßband gibt – je nach Entwicklung des Kindes – passende Anregungen zum Lesen.
Der Bücherbeutel für Babys ist ab sofort Teil des Willkommenspakets, mit dem das städtische Familienbüro grundsätzlich alle Eltern von Neugeborenen versorgt. Diese erhalten dadurch automatisch einen Überblick über die Angebote des Familientreffs Pestalozzihaus sowie viele weitere nützliche Informationen – speziell für den Nachwuchs. Ihm verhilft das gemeinsame Angebot von Stadtbibliothek und Familienbüro zu vielfältigen Anregungen, spielerisch zu lernen, Begriffe zu üben und den Wortschatz zu erweitern – ganz im Sinne eines gelungenen Starts in das Leben.
Bereitschaftspflege der Jugendämter Bergkamen, Kamen, Selm und Werne trifft sich
Im Bild zu sehen sind die Mitarbeiter*innen der Jugendämter Bergkamen, Kamen, Selm und Werne sowie die Praxisstudierenden.
Am 26. Januar trafen sich die Mitarbeiter*innen der Pflegekinderdienste der Städte Bergkamen, Kamen, Selm und Werne zu einem gemeinsamen Arbeitskreis Bereitschaftspflege.
Manchmal können Kinder in Krisensituationen ganz plötzlich nicht mehr in ihrer eigenen Familie leben. Dann brauchen sie vorübergehend ein anderes Zuhause, wo sie sicher ankommen können und geschützt sind. Für diese Kinder halten die beteiligten Jugendämter einen gemeinsamen Pool von Bereitschaftspflegefamilien im Kreis Unna bereit und beraten diese fachlich.
Bereitschaftspflegefamilien bieten einen sicheren Ort und Schonraum für die betroffenen Kinder. Sie bieten ein Beziehungsangebot auf Zeit, begleiten in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern eine Perspektive für die Kinder in eine neue Lebensform oder zurück in die Herkunftsfamilie.
Bereitschaftspflegefamilien müssen flexibel, humorvoll und belastbar sein. Sie haben Freude an der Arbeit mit Kindern in ihrem eigenen Haushalt.
Die prozessbegleitenden Schulungen u.a. zu den Themen Bindung, Trauma, rechtliche Grundlagen, Kinder- und Säuglingspflege sowie der Umgang mit der Herkunftsfamilie werden von den Mitarbeiter*innen der Jugendämter angeboten.
Diese Qualifizierung sowie eine kontinuierliches Reflexionsangebot für die Bereitschaftspflegefamilien sind wichtige Bausteine im Rahmen der Qualitätssicherung und für den Kinderschutz.
Veranstaltungsprogramm der IG BCE Weddinghofen
Die IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen gibt folgende Termine für das Jahr 2022 bekannt.
Nachdem in den Jahren 2020 und 2021 die Jubilarfeiern ausgefallen waren, werden diese nun am 30.04.2022 nachgeholt.
Für die Kollegen, die in diesem Jahr ihr Jubiläum haben, findet die Jubilarfeier am 24. September statt. Alle Kollegen werden in den nächsten Tagen informiert.
Für die Maikundgebung ist die OG Oberaden federführend und stimmt die Sache zurzeit mit dem IGBCE Bezirk Hamm ab. Die Mitglieder der Ortsgruppe Weddinghofen werden sie dann selbstverständlich unterstützen.
Der bei den Mitgliedern hoch geschätzte Klönabend findet am 11.06.2022 um 18.00 Uhr im Krähenwinkel statt. Bei kühlen Getränken, Grillfleisch und Salaten soll die Geselligkeit gepflegt werden.
Der beliebte politische Frühschoppen wird am 02. Juli 2022 um 11.00 Uhr im Kleingartenverein „ Im Krähenwinkel“ stattfinden. Allerdings wird das Format ein wenig verändert, da es im Vereinsheim auf Grund der hohen Anzahl an Teilnehmern zu einer hohen Geräuschkulisse kam. Bei hoffentlich schönem Wetter findet die Veranstaltung im Freien statt. Anschließend sind alle Teilnehmer zu einem Grillfest eingeladen.
Im November ist ein Skatturnier geplant.
Weiterhin sind für das 2. Halbjahr noch zwei Mitgliederversammlungen zu aktuellen Themen geplant.
Zoff im Job: NGG-Rechtsexperten helfen Beschäftigten im Kreis Unna
Von A wie Abfindung bis Z wie Zwischenzeugnis: Juristische Hilfe können Beschäftigte bei den Rechtsexperten der Gewerkschaft NGG bekommen. Foto: NGG | Alireza Khalili
Hilfe bei Zoff im Job: Ob im Restaurant, in der Lebensmittelfabrik oder in der Bäckerei – wenn Beschäftigte im Kreis Unna handfesten Ärger mit dem Chef haben, dann ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ihre Fachleute auf den Plan. Im vergangenen Jahr waren die Rechtsexperten der NGG Dortmund insgesamt 199 Mal in der Region im Einsatz. Besonders häufig ging es dabei um unterschrittene, zu spät oder gar nicht gezahlte Löhne. Allein hier gab es 119 Streitfälle, wie aus der Rechtsschutz-Bilanz der Gewerkschaft hervorgeht.
„Auch Corona hat für etliche Nachfragen gesorgt. Je nach Branche waren die Probleme unterschiedlich: Gastro- und Hotel-Beschäftigte suchten vor allem Rat beim Thema Kurzarbeit. In der Ernährungsindustrie, die in der Pandemie teils am Limit produziert, ging es hingegen häufiger um nicht gezahlte Zuschläge für Nachtarbeit und Überstunden“, berichtet NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart.
Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten aus dem Lebensmittel- und Gastgewerbe, Missstände nicht hinzunehmen. „Viele Chefs kalkulieren damit, dass sich die Mitarbeiter nicht wehren – auch aus Angst um den eigenen Job. Der Rechtsschutz sorgt dafür, dass die Betroffenen zu ihrem guten Recht kommen und den Arbeitgebern die Rote Karte gezeigt wird. Notfalls vor Gericht“, betont Gebehart. Die Berater kümmerten sich dabei auch ums Sozialrecht: Die Palette reiche hier vom Widerspruch gegen den fehlerhaften ALG-II-Bescheid bis hin zum ausbleibenden Krankengeld. Bei einer Insolvenz können Beschäftigte ebenfalls Hilfe bekommen, so die NGG. Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und Rechtsschutz hat, wer Mitglied einer DGB-Gewerkschaft ist.
Bayer-Standort Bergkamen spendet erneut 2500 Liter Desinfektionsmittel an den Kreis Unna
Landrat Mario Löhr (r.) nimmt die gespendeten Desinfektionsmittel von Dieter Heinz, Leiter Bayer-Standort Bergkamen, entgegen. Foto: Bayer AG
Dankend nahm heute Landrat Mario Löhr eine weitere Spende des Bayer-Standorts Bergkamen an Desinfektionsmittel entgegen. Das Unternehmen stellt 2.500 Liter WHO-zertifiziertes Desinfektionsmittel mit einer Mindesthaltbarkeit bis März 2025 für die Verwendung in öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung.
„Wir hatten noch Desinfektionsmittel über den eigenen, aktuellen Bedarf hinaus in unserem Lager, sodass wir uns kurzerhand entschieden haben, eine weitere größere Menge davon dem Kreis Unna kostenfrei anzubieten“, erläutert Dieter Heinz, Leiter des Bayer-Standorts Bergkamen. „Wir freuen uns, dass wir dadurch die öffentlichen Schutzmaßnahmen in der leider noch immer andauernden Corona-Pandemie nochmals unterstützen können.“
Landrat Mario Löhr betonte: „Wir sind froh über jede Unterstützung im Kampf gegen das Virus. Das Desinfektionsmittel können wir im Gesundheitsamt, in den Impfzentren und bei den mobilen Impfangeboten gut gebrauchen – aber auch die Feuerwehren und der Rettungsdienst haben immer Bedarf. Deshalb sind wir dankbar für die erneute Lieferung.“
Nach bisherigen drei Spenden zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 erhöht sich die von Bayer dem Kreis Unna kostenfrei bereitgestellte Menge an Desinfektionsmittel auf jetzt insgesamt fast 6.000 Liter.
Neuer Flyer zeigt Vielfalt des Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerks
Pünktlich zum ersten Treffen des Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerkes im neuen Jahr präsentieren die Vertreterinnen der rund 20 auch kreisweit tätigen Einrichtungen den neuen Netzwerk-Flyer.
„Alles auf einen Blick – dieser Flyer zeigt nicht nur Adressen sämtlicher Ansprechpartnerinnen unseres Netzwerkes, sondern liefert auch kurze Informationen zu den einzelnen Institutionen“, sagt Martina Bierkämper, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen und neben Andrea Brinkmann, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen, Sprecherin des Netzwerkes.
Vom Familienbüro und Frauenforum des Kreises Unna über die Schulsozialarbeit und Bundesagentur für Arbeit bis hin zur Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität der Awo und dem Streetwork Bergkamen zeigt der Flyer des Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerkes kurze Wege zur unkomplizierten Selbsthilfe für Mädchen und Frauen.
Nach dem Erfolg der Online-Fortbildungsreihe zum Thema „Sexting“ im vergangenen Jahr planen die Mitglieder des Netzwerkes auch aktuell wieder Projekte und Aktionen zur Vertretung von Frauenbelangen. Sie alle verfolgen identische Ziele, um Mädchen und Frauen Hilfe anzubieten, ihre Kooperation ermöglicht frühzeitige Unterstützung.
Das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk existiert seit 1998, bestehend aus Vertreterinnen von über 19 Beratungseinrichtungen, von der Agentur für Arbeit über die AWO und das Frauenforum bis hin zu Beratungseinrichtungen der Kommune selbst. Das Netzwerk bündelt und verstärkt die Aktivitäten für Mädchen und Frauen. Die einzelnen Mitglieder wirken als Multiplikatorinnen und sorgen für die Vertretung von Frauenbelangen in ihren Einrichtungen und durch gezielte Aktionen in der gesamten Stadt. Ansprechpartnerin ist die gewählte Sprecherin Andrea Brinkmann, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Kamen und Bergkamen, und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper. Mehr unter: www.frauen-netz-bergkamen.de
Blutspende-Termin des DRK am 22. Februar im Martin-Luther-Haus
Blut spenden vor und während der „tollen Tage“! Auch in der fünften Jahreszeit benötigt der DRK- Blutspendedienst Ihre Unterstützung. Möglich ist das am Dienstag, 22. Januar, von 15 bis 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus, Goekenheide 7, in Weddinghofen.
Karneval hat es immer gegeben, egal unter welchen Einflüssen und in welcher Ausprägung; die Blutspende auch! Ungeachtet der gesellschaftlichen Einflüsse wird unabhängig vom Festgeschehen und den Feiertagen kontinuierlich Blut benötigt. Stephan Jorewitz vom DRK Blutspendezentrum Hagen verweist auf die aktuellen Termine vor und während der Karnevalszeit: „Auch der DRK-Blutspendedienst ist in der fünften Jahreszeit aktiv. Nutzen Sie die angebotenen Termine und helfen Sie uns bei der Versorgung der Krankenhäuser mit Blutpräparaten.“
Seit Ende 2021 gilt auf allen Blutspendeterminen vom DRK-Blutspendedienst West (NRW/Rheinland-Pfalz/Saarland) eine 3G-Regelung. Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status geimpft, genesen oder getestet (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können. Es besteht zusätzlich FFP2-Maskenpflicht. Terminreservierungen bleiben Bestandteil des Corona-Schutzkonzeptes. www.blutspende.jetzt Sie reduzieren Warteschlangen und sichern Abstände.
Aktuell gibt es anstelle der Bewirtung zum Abschluss der Blutspende einen kleinen Imbiss als „Lunch-ToGo“. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen und Corona-FAQ finden Sie unter www.blutspendedienst-west.de/corona
Pflege- und Wohnberatung: Persönliche Beratung im Bergkamener Rathaus
Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen. Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna. In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 17. Februar von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Elke Möller ist im Rathaus Bergkamen im Raum 600 zu erreichen.
Bei der kostenlosen und anbieterunabhängigen Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Hilfeangeboten, die pflegende Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen entlasten können.
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter 0800 27 200200 (kostenfrei) wird gebeten.
Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung).
11. Februar ist 112-Tag: Europaweiter Draht zur schnellen Hilfe
Die 112 ist europaweit der direkte Draht zu schneller Hilfe. Um die Notrufnummer noch bekannter zu machen, hat die Europäische Kommission den 11. Februar, passend zum Format des Datums (11.2.), zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt.
Die Bedeutung der 112 als europaweit einheitliche „richtige“ Nummer für Notfälle unterstreicht Thomas Heckmann, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna: „Schnelle Hilfe in Unglücks- und Notfällen rettet Leben. Dabei kann es im Ernstfall entscheidend sein, dass wertvolle Zeit nicht mit der Suche nach der Notrufnummer vergeudet wird.“
Richtiges Verhalten im Notfall
Wer über die 112 einen Notfall meldet, sollte vor allem Ruhe bewahren und dem Leitstellendisponenten die wichtigsten Informationen nennen. Eine Orientierung bieten dabei die so genannten „W-Fragen“, das heißt: Wo ist es passiert? Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte und welche Arten von Verletzungen gibt es? Wichtig: Auf Rückfragen warten und auch antworten!
Außerdem gilt: „Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle alle für den Einsatz wichtigen Fragen geklärt hat“, betont Thomas Heckmann. Die 112 kann aus dem Festnetz, vom öffentlichen Telefon oder Handy erreicht werden. Anrufer aus dem Handynetz werden automatisch mit der örtlich zuständigen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst verbunden. PK | PKU
Grüne Beleuchtung: Stadt Bergkamen unterstützt Arbeit des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes
Am 10. Februar erstrahlen Rathausfoyer und Ratstrakt in grünem Licht. Mit dieser Aktion zeigen sich Bürgermeister Bernd Schäfer und die Stadt Bergkamen solidarisch mit der Kinderhospizarbeit, für die sich auch Nicole Scheerer engagiert.
„Toll, dass du das machst. Ich könnte das nicht.“ Diesen Satz hört Nicole Scheerer oft, sobald sie über ihre ehrenamtliche Arbeit spricht. Das alleine zeigt, wie schwierig für viele der Umgang mit dem Thema Sterben ist. Für die 51-jährige Bergkamenerin stellt sich das dagegen völlig anders dar. Nach neun Jahren ehrenamtlichem Engagement für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna ist sie davon überzeugt, dass die Arbeit mit jungen Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien eine wertvolle und bei aller Schwere vor allem eine freudvolle und lebensbejahende Tätigkeit ist. Den bundesweiten Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar nutzt sie deshalb, um aufzuklären und für diese Form des Ehrenamts zu werben.
Die ehrenamtliche Arbeit von Nicole Scheerer umfasst die alltagspraktische Begleitung von lebensverkürzend erkrankten jungen Menschen und ihren Angehörigen. „Unsere Auftrag-geber sind stets die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beziehungsweise deren Eltern. Und so unterschiedlich wie sie sind, kann auch die Unterstützung in den Familien aussehen“, stellt die engagierte Ehrenamtlerin klar. Eins ist allerdings fast immer wichtig: zuhören! Denn häufig fühlen sich die betroffenen Familien alleine mit ihren Themen. Dann sind Menschen gefragt, mit denen sie offen über alle Gedanken und Ängste sprechen können.
Lebensbegleiterin – dieser Begriff fasst ihre Tätigkeit recht treffend zusammen. Denn genau darum geht es: Einer Familie mit all ihren Sorgen durch den Alltag zu folgen, ihr den Rücken frei zu halten und sie bestmöglich zu unterstützen. Das kann auch bedeuten mit den betroffenen Kindern spazieren zu gehen oder sich um Geschwister zu kümmern. Da die Eltern häufig extrem beansprucht sind, freuen sie sich ganz besonders, sobald sie etwas Zeit für sich haben. „Deren politische und religiöse Orientierungen sind dabei völlig nebensächlich. Wir sind für alle Familien da und handeln immer partnerschaftlich“, bekräftigt Nicole Scheerer.
Die ehrenamtliche Arbeit für junge Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung schließt deren Tod zwangsläufig mit ein. Obwohl sich Nicole Scheerer als emotional beschreibt, kommt sie damit gut zurecht. Nicht zuletzt deshalb, weil sie immer wieder erfährt, wie offen Kinder und Jugendliche mit diesem Thema umgehen. „Darüber darf man mit jungen Menschen nicht sprechen“ – diese Einstellung ist für sie daher der falsche Ansatz. Vielmehr komme es darauf an, zu vermitteln – natürlich in einer dem Alter angepassten Sprache –, dass Sterben und Leben zusammengehören. Das Sterben ins Leben zu holen, sei aus diesem Grund ein Leitmotiv der Hospizarbeit.
Als gelernte Kinderkrankenschwester hatte Nicole Scheerer schon immer das Bedürfnis, sich intensiv mit Menschen zu beschäftigen. Den endgültigen Anstoß für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gaben zwei traurige, kurz aufeinander folgende Ereignisse: zunächst ein Todesfall in der eigenen Familie, dann eine schwere Rückenerkrankung, die zur Berufsunfähigkeit führte. „Mir war damals sofort klar, dass ich nicht nur Hausfrau und Rentnerin sein möchte. Das Ehrenamt hat diese Lücke ausgefüllt und mich zudem von meinen Schmerzen abgelenkt“, erinnert sich die zweifache Mutter an die Zeit vor zehn Jahren. Für ihr ehrenamtliches Engagement hat die Stadt Bergkamen Nicole Scheerer im vergangenen Jahr mit der Ehrenamtskarte ausgezeichnet.
Nachdem sie einen 90-stündigen Befähigungskurs des Deutschen Kinder- und Jugendhospizvereins absolviert hatte, stand ihre Entscheidung fest: „Das ist genau das Richtige für mich.“ An diesem Urteil hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil. Nicole Scheerer ist dankbar für jede Minute, die sie mit „ihrer“ Begleitung, einem mittlerweile 26-jährigen Mann, verbringen darf. Auch den Gemeinschaftsgeist unter den insgesamt mehr als 50 Helferinnen und Helfern bewertet Nicole Scheerer als großen Pluspunkt: „Obwohl wir nicht nur vom Alter her sehr unterschiedlich sind – die Jüngste ist 22, die Älteste 82 – sind wir ein super Team mit einem tollen Zusammenhalt.“
Der Bedarf an weiteren ehrenamtlich Mitarbeitenden ist dennoch groß, denn es gibt viele Anfragen von Betroffenen an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna. Einige der begleiteten Jungen und Jugendlichen wünschen sich ganz konkret jüngere oder männliche Begleitpersonen. Auch Vätern fällt es oft leichter mit anderen Männern im Kontakt zu sein. Um beiden Eltern helfen zu können, sind Männer in der Hospizarbeit wichtig. Welcher Mann hat Freude daran eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben und Familien zu unterstützen? Aber auch andere Personen ab 18 Jahren dürfen sich gerne melden. Kontakt, Beratung und weitere Informationen zu der Arbeit und dem Vorbereitungskurs telefonisch unter 02303/9627462 oder per Mail an unna@deutscher-kinderhospizverein.de
Hintergrund:
Grün ist die Farbe der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Am 10. Februar, dem von ihm initiierten Gedenktag, macht der Deutsche Kinderhospizverein diese Arbeit sichtbar und zugleich auf die Situation junger Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung aufmerksam. Ziel ist es, möglichst viele Gebäude grün zu beleuchten, um auf diese Weise die Kinder- und Jugendhospizarbeit noch bekannter zu machen. In diesem Jahr beteiligt sich erstmals auch die Stadt Bergkamen an der Aktion indem sie Rathausfoyer und Ratstrakt in grünem Licht erstrahlen lässt. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung zeichnet sie ehrenamtlich engagierte Menschen darüber hinaus mit der Ehrenamtskarte und -nadel aus. Die Ehrenamtskarte berechtigt zu vergünstigtem Eintritt in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen und zu Veranstaltungen unterschiedlicher Art.
Am 18. Februar Blutspendetermin im Treffpunkt an der Lessingstraße
Der nächste Blutspendetermin des DRK in Bergkamen findet statt am Freitag, 18. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Treffpunkt, Lessingstraße 2, in Bergkamen-Mitte.
„Eine zuverlässige Blutversorgung benötigt Kontinuität bei den Spenden. Jede Blutspende hilft!“ Mit Aufrufen wie diesem hat der DRK Blutspendedienst in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit von Blutspenden hingewiesen. Wer bisher Blut gespendet hat, konnte nur selten erfahren, wem durch sein Blut geholfen worden ist. Das Rote Kreuz kennt mittlerweile viele Beispiele von Patienten und schwerverletzten Unfallopfern wie Gina Rühl, die ihren linken Arm bei einem Motorradunfall verlor. Die Studentin arbeitet als Motivationstrainerin und ist als Influencerin aktiv. Sie ruft jetzt zur Blutspende beim DRK auf! „Ich habe überlebt, weil im richtigen Moment die passenden Blutkonserven bereitstanden.“ sagt Gina Rühl im Gespräch mit dem DRK und möchte der Blutspende ein Gesicht geben. „Wir haben uns an eine zuverlässige Versorgung mit Blutpräparaten gewöhnt.“ berichtet Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK Blutspendedienst West und ergänzt: „Sie funktioniert allerdings nur, wenn viele Menschen regelmäßig Blut spenden.“
Seit Ende 2021 gilt auf allen Blutspendeterminen vom DRK-Blutspendedienst West (NRW/Rheinland-Pfalz/Saarland) eine 3G-Regelung. Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status geimpft, genesen oder getestet (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können. Es besteht zusätzlich FFP2-Maskenpflicht. Terminreservierungen bleiben Bestandteil des Corona-Schutzkonzeptes. www.blutspende.jetzt Sie reduzieren Warteschlangen und sichern Abstände. Aktuell gibt es anstelle der Bewirtung zum Abschluss der Blutspende einen kleinen Imbiss als „Lunch-ToGo“. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen und Corona-FAQ finden Sie unter www.blutspendedienst-west.de/corona