POCO Bergkamen organisiert Hilfstransporte für ukrainische Flüchtlinge

Bereit zur Abfahrt: Zwei mit Hilfsgütern beladene, vom POCO-Einrichtungsmarkt Bergkamen organisierte Transporter sind auf den Weg nach Polen. POCO-Mitarbeiter, Freunde und Bekannte packten fleißig mit an.

Um die Ukrainer in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, hat der POCO Einrichtungsmarkt in Bergkamen kurzerhand Hilfstransporte für Flüchtlinge organisiert. Zwei Wagen mit Hygieneartikeln, Decken, Nahrungsmitteln und Kleidung sind am Mittwoch nach Polen aufgebrochen. An einem Steuer sitzt POCO-Marktleiter Markus Blacha.

Das ganze Team hat gespendet

„Wir haben überlegt, wie wir auf schnellem Wege Hilfe leisten können“, sagt der Marktleiter. „So kam die Idee, dass ich gemeinsam mit weiteren Freiwilligen nach Polen fahre, um die dort ankommenden ukrainischen Flüchtlinge mit nützlichen Artikeln zu versorgen.“ Die beiden Transporter sind zum einen mit Hygieneartikeln und warmen Decken aus dem Bergkamener POCO-Markt gefüllt. Weitere Hilfsgüter konnten dank der Spenden des Teams eingekauft werden. „Jeder einzelne Mitarbeiter aus unserem Markt hat sich mit einer Spende an der Aktion beteiligt. Die Solidarität ist unglaublich!“, sagt Markus Blacha. Die Einnahmen wurden zusätzlich von POCO aufgestockt, sodass zwei volle Hilfsgüter-Ladungen zustande kamen.

Am Mittwoch brachen die beiden Transporter in Richtung Polen auf. „Wir hoffen, dass wir mit unserer Lieferung zumindest ein wenig zum Wohlbefinden der Menschen beitragen können“, sagte Markus Blacha kurz vor der Abfahrt. Wann genau das Team zurückkehrt, hängt von der Situation in Polen ab: „Wir schauen, wie wir vor Ort noch helfen können und sind auch durchaus bereit, Ukrainer mit nach Deutschland zu nehmen.“




Krieg in der Ukraine: Ministerpräsident Wüst und Landrat Löhr besuchen Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna

Gemeinsam mit dem zuständigen Landesminister Joachim Stamp und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel besuchten Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landrat Mario Löhr am Donnerstag, 3. März, die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Landes in Unna-Massen. Vom persönlichen Gespräch mit den ersten Geflüchteten, die in der Einrichtung Zuflucht gefunden hatten, zeigten sich alle vier tief beeindruckt.

„Ich muss die Berichte von Krieg und Flucht, über zurückgelassene Familienmitglieder und die Ungewissheit auf die Zukunft erstmal verdauen“, sagt Landrat Mario Löhr nach den beeindruckenden Schilderungen der Geflüchteten. „Aber klar ist mehr denn je: Wir werden hier vor Ort alles unternehmen, um denen die bei uns Schutz vor dem Krieg des Herrn Putin suchen, alles zu geben, was benötigt wird,“ so Löhr weiter. Aktuell bereiten sich alle Städte und Gemeinden kreisweit auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Aus der Bevölkerung kommen zudem eine Vielzahl von konkreten Hilfsangeboten bis hin zu Aufnahme in der eigenen Wohnung oder der Breitstellung von Ferienhäusern.

Ministerpräsident Wüst wiederholte seine Zusage zur Unterstützung der Kommunen bei dieser Aufgabe und Minister Stamp betonte, dass der Aufenthaltsstatus aktuell nicht die Sorge der Flüchtlinge sein brauche, man arbeite mit großer Einigkeit auf europäischer Ebene an einer pragmatischen Lösung und bereite parallel die Umsetzung in Bundes- und Landesrecht vor.

Landrat Mario Löhr, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Landesminister Joachim Stamp, Bürgermeister der Stadt Unna Dirk Wigant und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel im Gespräch mit den ersten Geflüchteten. Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna

Unter den Ersten, die den Weg in die Erstaufnahmestelle in Unna-Massen gefunden haben, befinden sich nicht ausschließlich ukrainische Staatsangehörige. Die Ukraine selbst war Ziel von Flüchtlingen etwa aus Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban. So auch für einen Familienvater, der in Kiew studiert und für die afghanische Armee als Computerfachmann gearbeitet hatte. Er hatte mit seiner Familie in Kiew Aufnahme gefunden und flieht nun mit seiner Frau und drei Kindern zum zweiten Mal vor Krieg und Terror. Landrat Löhr leitet daraus eine noch größere Verpflichtung ab, nun denen Schutz zu gewähren, die bislang selbst ihr Land für Flüchtende geöffnet hatten. PK | PKU




DRK bittet um Geldspenden für wirkungsvolle humanitäre Hilfe in der Ukraine

DRK-Kreisvorsitzender Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso, Kreis Unna

Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. „Wir wissen, dass die Betroffenheit in der deutschen Bevölkerung angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die
Zivilgesellschaft in Deutschland auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler zu“, so Michael Makiolla, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes.

Dennoch betont er: „Auch wenn es für viele vermeintlich unpersönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden in der gegenwärtigen Lage tatsächlich die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen. „Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, und binden Transport- und Sortierkapazitäten. Dadurch helfen sie leider weniger, sondern behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort.“

Aktuell bestehen seitens der Rotkreuz-Schwestergesellschaften keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral
angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote. Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig  ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

Das DRK bittet deshalb um Spenden für die betroffene Bevölkerung an:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine




AWO hilft: Spenden kommen Menschen in der Ukraine und vor Ort zugute

Der Aufruf der AWO Ruhr-Lippe-Ems für die Menschen in der Ukraine zu spenden, stößt auf breite Resonanz. Aufgrund zahlreicher Anfragen weist die AWO darauf hin, dass alle Spenden, die bis Montag, 7. März, 12 Uhr in den vier Secondhand-Kaufhäusern „Die Stöberei“ in Bergkamen, Bönen, Lünen und Kamen eintreffen, für den Transport zur rumänisch-ukrainischen Grenze bestimmt sind. Alles, was darüber hinaus gespendet wird, wird an ukrainischen Kriegsflüchtlingen vor Ort vermittelt.

Benötigt werden warme Kinderdecken und Damenkleidung, Decken und Schlafsäcke, Hygiene- und Kosmetikartikel, Windeln und Babynahrung, haltbare Lebensmittel und Medizinprodukte. Alle gespendeten Artikel müssen in einwandfreiem Zustand, gut verpackt und beschriftet sein. Den Transport zur rumänisch-ukrainischen Grenze organisiert der AWO-Arbeitskreis Humanitäre Hilfe. Unterstützt wird er dabei unter anderem vom Deutschen-Roten Kreuz in Temeswar (Timișoara).

Auch Geldspenden sind wichtig, um zielgerichtete Unterstützung bieten zu können. „Wir werden das Projekt auf jeden Fall kontinuierlich begleiten. Geldspenden sind beispielsweise erforderlich, um Transportfahrzeuge anzumieten“, gibt AWO-Geschäftsführer Rainer Göpfert ein Beispiel für mögliche Verwendungszwecke.  Geldspenden sind unter:

AWO Kreisverband Unna

DE46443500600000036335

WELADED1UNN

Stichwort: Nothilfe Ukraine

 

willkommen.

 




Krieg in der Ukraine: Willy-Brand-Gesamtschule startet Spendenaktion für Flüchtende

Die Willy-Brandt-Gesamtschule führt vom 7. bis 9. März eine Spendensammelaktion zugunsten geflüchteter Ukrainer*innen durch. Sachspenden können jeweils von 9.30 bis 14 Uhr im Multimediaraum abgegeben werden.

Dazu heißt es auf der Homepage der Gesamtschule: „Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hinterlässt uns an der WBGE und die ganze Welt in Schock und bringt unfassbares Leid über die Menschen in der Ukraine. Wir an der WBGE wollen ein Zeichen der Solidarität setzen und Sachspenden sammeln. Dafür brauchen wir dich und deine Sachspende, die dann an den Dortmunder Verein Train of Hope e.V. weitergeleitet und von dort an geflüchtete Ukrainer*innen geschickt werden kann. Hier eine Liste mit benötigten Sachspenden, nähere Infos zur Abgabe findest du auf dem Flyer (Grafik oben):

Liste mit benötigten Sachspenden

  • Kleidung Männer Frauen von Größe xs bis xl
    • Leggins, Unterwäsche, Socken (nur Neuware!!!)
    • Schals, Handschuhe
    • Pullover, Hoodies, Sweater
    • Sweatshirt-Jacken
    • Langarmshirts, T-shirts,
    • Winterjacken, Regenjacken
    • Hosen, Jogginghosen
  • Hygieneartikel (alles ungeöffnet, nur Neuwaren!!!)
    • Zahnpasta und Zahnbürsten
    • Waschmittel, Shampoo
    • Binden, Tampons
    • Deo
    • Handtücher
    • Taschentücher, Feuchttücher
    • Einwegmasken
    • Verbandsmaterial, mindestens 6 Monate haltbar
    • Desinfektionsmittel
    • Einweghandschuhe
  • Equipment:
    • festes Schuhwerk, Sneaker ab Größe 36-46
    • Decken ohne Daunenfüllung
    • Rettungsdecken
    • Schlafsäcke, Isomatten
    • Rucksäcke
    • Konserven (mind haltbar 6 Monate)
    • Powerbanks, Taschenlampen

WICHTIG:

  • alle Sachspenden müssen in einem guten Zustand sein; das heißt:
    • Kleidung muss sauber sein
    • keine Löcher in Kleidung
    • Hygieneartikel neu und ungeöffnet
    • auf Mindesthaltbarkeitsdatum bei Konserven und Verband achten
  • Faustregel: würde ich die Kleidung noch tragen bzw. die Gegenstände noch nutzen?



Breites gesellschaftliches Bündnis zur Unterstützung von Menschen in Not: Hilfe für ukrainische Kriegsopfer

Der russische Angriff auf die Ukraine und die daraus resultierenden Folgen sind mehr als besorgniserregend. Das menschliche Leid, welches der Krieg in der Ukraine verursacht, hat aber auch eine Welle der Solidarität ausgelöst – in ganz Europa und darüber hinaus. Auch in Bergkamen ist die Hilfsbereitschaft groß. Den Bürgerinnen und Bürgern, die auf diese Weise ein Zeichen für Menschlichkeit und Miteinander setzen, dankt die Stadt Bergkamen herzlichst. Darüber hinaus gibt sie nachfolgend einen Überblick über Möglichkeiten, den Not leidenden Ukrainerinnen und Ukrainern möglichst effizient zu helfen:

Sachspenden

Als Sammelstelle für Sachspenden hat die evangelische Kirchengemeinde das ehemalige Restaurant Gate to Asia in der Marina Rünthe. Hafenweg 10, eingerichtet. Die dort während der Öffnungszeiten – montags bis freitags 9-13 Uhr und 14-18 Uhr, samstags 9-13 Uhr – abgegebenen Spenden transportiert sie mit Unterstützung durch die katholische Kirche, den Flüchtlingshelferkreis, Parteien, örtliche Unternehmen und den Einrichtungen des Kitawerks Unna in den polnischen Grenzort Przemysl. Die Vorbereitungen für diese Hilfstransporte, die bereits in den nächsten Tagen starten sollen,  laufen auf vollen Touren. Artikel, die von den ukrainischen Kriegsopfern besonders dringend benötigt werden, sind:

  • Erste-Hilfe-Sets
  • Thermodecken
  • Wolldecken
  • Bettwäsche
  • Bettlaken
  • Schlafsäcke
  • Isomatten
  • Regenmäntel (Einweg)
  • Batterien
  • Streichhölzer und Feuerzeuge
  • Taschenlampen (gebrauchsfertig)
  • Kerzen
  • Campinggeschirr (tiefe Teller, Tassen und Besteck aus Kunststoff)
  • Müllsäcke
  • Hand- und Fußwärmer
  • Reisesets mit Duschgel, Shampoo usw.
  • Zahnpasta
  • Zahnbürsten (auch für Kinder)
  • Einwegrasierer
  • Rasierschaum
  • Deo (kein Glas)
  • Haarbürsten
  • Konserven
  • Fertiggerichte
  • Energieriegel
  • Tierfutter (kleine Packungen)

Für den Hilfstransport werden zusätzlich Umzugskartons, stabile Kartons, Klappboxen, 3-l-Zippbeutel und Klebeband benötigt. Zur Finanzierung des Hilfsgütertransports – Kosten für Benzin und Fahrer – und weiterer Sachspenden hat die evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde ein Spendenkonto eingerichtet:

Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde

KD-Bank

IBAN DE17 3506 0190 2011 4980 11

Verwendungszweck: Mandant 52119 Abr. Obj. 211706 Ukraine Spendenaufruf

Geldspenden

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Geld zu spenden. Listen unabhängiger Organisationen, die sich für die Menschen in der Ukraine und die Milderung der Kriegsfolgen einsetzen, sind unter anderem auf den Webseiten der Nachrichtenportale zu finden – beispielsweise unter https://www.tagesschau.de/ Die Stadt Bergkamen verweist in diesem Zusammenhang auf die Spendenkonten folgender Hilfsorganisationen:

  • Deutsches Rotes Kreuz, IBAN DE63 3702 0500 0005 0233 07, Stichwort: Nothilfe Ukraine
  • Diakonie Katastrophenhilfe, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, Spendenstichwort: Ukraine-Krise
  • SOS-Kinderdörfer weltweit, IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00, Stichwort: Humanitäre Hilfe Ukraine
  • UNICEF, IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00, Stichwort: Ukraine
  • Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, IBAN DE95 3706 0193 0000 0010 31, Stichwort: Kinder in der Ukraine – P 41 A 1
  • Uno-Flüchtlingshilfe, IBAN DE78 3705 0198 0020 0088 50, Stichwort: Nothilfe Ukraine
  • Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) & Aktion Deutschland Hilft (ADH), IBAN DE53 2004 0060 0200 4006 00, Stichwort: Nothilfe Ukraine

Blutspenden

Die DRK/BRK-Blutspendedienste weisen darauf hin, dass ein kontinuierlicher Nachschub an Blutspenden unerlässlich ist, um in Krisensituationen sofort helfen zu können. Daher bitten sie, die vielfältigen Angebote zum Blutspenden generell wahrzunehmen. Blutspenden sind auch für neue Spenderinnen und Spender eine sehr gute Gelegenheit, sich solidarisch zu zeigen. Über Blutspendetermine in Bergkamen und Umgebung informiert das Deutsche Rote Kreuz unter: www.drk-blutspende.de

Ehrenamtliche Hilfe

Die zentrale Sammelstelle in der Marina Rünthe benötigt Freiwillige, um die Sachspenden annehmen, sortieren, auflisten und verpacken zu können. Wer dabei ehrenamtlich mithelfen möchte, kann sich gerne an Johanna Löw, Telefon: 02307/88177, oder Pfarrerin Petra Buschmann-Simons, Telefon: 02307/84873, E-Mail: petra.buschmann-simons@ekvw.de, wenden.

Wohnraum

Nach aktuellem Stand sind bislang rund 700.000 Ukrainerinnen und Ukrainer vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet. Es ist zu befürchten, dass angesichts der fortgesetzten und mit unverminderter Härte geführten Kampfhandlungen viele weitere die Flucht ergreifen werden. Menschliche Fürsorge und demokratische Grundwerte gebieten es, allen Schutz suchenden Flüchtlingen eine sichere Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Aktuell finden auf allen staatlichen Ebene intensive Gespräche darüber statt, wie der Bedarf an Wohnraum ermittelt und wie die Unterbringung Geflüchteter koordiniert werden kann. Sobald Klarheit darüber besteht, wie viel Wohnraum tatsächlich erforderlich ist, wird sich die Stadt Bergkamen umgehend mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit wenden.

Allgemeine Informationen

Wer Fragen zu Hilfsangeboten hat oder selbst Hilfe anbieten möchte, kann sich gerne an das Bürgermeisterbüro der Stadt Bergkamen wenden, Telefon: 02307/965-237, E-Mail: buergermeisterbuero@bergkamen.de




Weniger Arbeitslose im Februar auch in Bergkamen – Krieg in der Ukraine bringt neue Risiken

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 77 auf 14.694. Im Vergleich zu Februar 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.454 (-14,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,9 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie noch 8,0 Prozent.

„Im Februar stehen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna alle Anzeichen schon wieder auf Erholungskurs und damit auf Fortsetzung der positiven Entwicklung, die sich noch bis in den Dezember hinein gezeigt hat“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung der letzten vier Wochen auf dem Arbeitsmarkt und ergänzt: „Nicht nur die Anzahl arbeitsloser Menschen ist bereits wieder zurückgegangen. Auch die Dynamik insgesamt hat wieder spürbar zugenommen. So sind deutlich weniger Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos geworden und über 50 Prozent mehr konnten ihre Arbeitslosigkeit zugunsten eines neuen Jobs beenden. Außerdem haben die Stellenmeldungen wieder stark angezogen – allesamt wichtige Faktoren, die den
Arbeitsmarkt begünstigen.“ Allerdings berge der Krieg in der Ukraine neue Risiken für den Heimischen Arbeitsmarkt.

Schon jetzt wirft der Arbeitsmarktexperte einen Blick auf die Situation für junge Menschen: „Die Pandemie hat ihnen stark zugesetzt und das Leben in allen Facetten bedeutend eingeschränkt, auch bei der Berufswahl. Umso erleichterter sind wir, dass in diesem Jahr betriebliche Praktika wieder möglich sind und bekräftigen junge Menschen ebenso wie Betriebe, wieder stärker ins persönliche Kennenlernen sowie in den praktischen Einblick in Betriebe und Berufe zu investieren. Die gemeinsame Devise muss lauten: Heute Praktikum, morgen Ausbildung.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In sechs Kommunen des Kreises Unna sank die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat an. Den stärksten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-6,2 Prozent bzw. 26 auf 395). Danach folgen Bergkamen (-3,0 Prozent bzw. 66 auf 2.139), Schwerte (-1,0 Prozent bzw. 15 auf 1.415), Kamen (-0,9 Prozent bzw. 15 auf 1.650), Lünen (-0,8 Prozent bzw. 33 auf 4.340), Bönen (-0,5 Prozent bzw. drei auf 638). In Fröndenberg stagnierte die Arbeitslosigkeit (506), während sie in Werne (+0,5 Prozent bzw. vier auf 854), Unna (+1,5 Prozent bzw. 27 auf 1.879 und Selm (+6,0 Prozent bzw. 50 auf 878) anstieg.




Spendenaufruf der Bergkamener ev. Kirchengemeinden zur Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine

Viele Bergkamenerinnen und Bergkamener fragen sich, wie kann ich Flüchtlingen aus der Ukraine helfen. Deshalb veröffentlichen wir einen aktuellen Spendenaufruf der Friedenskirchengemeinde und der Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen.

„Angesichts des Krieges in der Ukraine und vielen Menschen, die aus Angst vor den Kampfhandlungen ihre Heimat verlassen, fragen sich viele Menschen auch bei uns in Bergkamen, was sie konkret tun können, um in dieser Situation zu helfen.

Daher rufen die evangelischen  Kirchengemeinden in Bergkamen gemeinsam mit weiteren engagierten Gruppen und Einzelpersonen zu einer Spendenaktion für geflüchtete Menschen aus der Ukraine auf und unterstützen die Bemühungen in den nächsten Tagen einen Transport mit Sachspenden an die polnisch-ukrainische Grenze zu organisieren.

Es gibt einen direkten Kontakt zum Bürgermeister der Stadt Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Da dieser Ort an einer der wichtigsten Routen aus der Ukraine in Richtung Westen liegt, sind dort viele ukrainische Flüchtlinge gelandet. Die meisten von ihnen wollen erst einmal in der Grenzregion bleiben und hoffen darauf, bald wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Von daher geht es im Augenblick vorrangig um eine Unterstützung der Flüchtlinge an der polnisch-ukrainischen Grenze und der grenznahen Städte, die den Ansturm von Flüchtlingen bewältigen müssen (und sich schon seit einiger Zeit auf die Situation vorbereitet haben, die jetzt eingetreten ist).

Vieles ist vor Ort ausreichend vorhanden, aber einige Dinge fehlen noch:
Der direkte Kontakt mit dem Bürgermeister von Przemysl macht es möglich, ganz konkret mit den Dingen zu helfen, die noch benötigt werden.
Geplant ist, in den nächsten Tagen einen Transport mit Sachspenden nach Przemysl zu organisieren.

Benötigt werden:

  • Erste-Hilfe-Sets
  • Thermodecken
  • Wolldecken
  • Einweg-Bettwäsche
  • Schlafsäcke
  • Isomatten
  • Regenmäntel (Einweg)
  • Batterien
  • Streichhölzer und Feuerzeuge
  • Taschenlampen ( gebrauchsfertig)
  • Kerzen
  • Campinggeschirr (Teller, Tassen aus Kunststoff)
  • Müllsäcke
  • Hand- und Fußwärmer
  • Reisesets mit Duschgel, Shampoo etc
  • Zahnpasta
  • Zahnbürsten (auch für Kinder )
  • Einwegrasierer
  • Rasierschaum
  • Deo (kein Glas )
  • Haarbürsten
  • Konserven
  • Fertiggerichte
  • Energieriegel
  • Tierfutter (kleine Packungen)
  • Für den Transport werden auch gebraucht:
  • Umzugskartons
  • Stabile Kartons
  • Klappkisten
  • Zippbeutel

Wichtig: Bitte nur gut erhaltene und neuwertige Sachspenden abgeben. Bitte über die angegebenen benötigten Dinge hinaus nichts weiteres abgeben!!

Abgegeben werden können die Spenden:
Kita Bodelschwinghaus, Eberstrstr. 20
Kita Büscherstiftung, Büscherstr. 46
Kita Mittendrin, Am Römerberg 40

Mindestens ebenso wichtig sind Geldspenden zur Finanzierung des Transports und weiterer dringend benötigter Sachspenden. Sie werden entgegengenommen über ein Konto der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde:
KD-Bank, Konto-Nr. DE17 3506 0190 2011 4980 11
Verwendungszweck: Mandant52119 Abr.Obj.211706 Ukraine Spendenaufruf

Neben den Spenden werden Freiwillige benötigt, die die Spenden annehmen, sortieren, auflisten und verpacken.

Gerne können Sie sich dazu bei folgenden AnprechpartnerInnen melden:
Ev. Familienzentrum am Bodelschwinghhaus, Johanna Löw, Tel. 02307 88177
Ev. Familienzentrum Büscherstiftung, Tel. 02307 88176
Ev. Familienzentrum Mittendrin, Tel. 02306 80304




Flüchtlinge aus der Ukraine: Infos vom Kreis Unna für Angehörige

Die Ausländerbehörde Kreis Unna bekommt derzeit viele Fragen von Angehörigen ukrainischer Staatsbürger und weist deshalb auf die aktuell geltenden Regeln hin: Ukrainische Staatsangehörige können mit biometrischem Pass visumsfrei in die Europäische Union, also auch nach Deutschland, einreisen. Sie dürfen sich drei Monate lang visumsfrei in Deutschland aufhalten.

Nach Ablauf der drei Monate können sie aufgrund der derzeitigen Lage in der Ukraine ein Visum bei der Ausländerbehörde für weitere 90 Tage beantragen. „Das Visum berechtigt allerdings nicht zur Erwerbstätigkeit“, so Sylvia Saddington, Leiterin der Ausländerbehörde. „Auch die Inanspruchnahme von öffentlichen Leistungen ist nicht möglich.“

Weitere Möglichkeiten
Eine weitere Möglichkeit für den Aufenthalt im Bundesgebiet ist ein Asylantrag. „Hier käme vorrangig der Antrag auf Gewährung von subsidiärem Schutz nach dem Asylgesetz in Betracht“, so Saddington. Der Antrag muss in Nordrhein-Westfalen bei der Landeserstaufnahmeeinrichtung NRW (LEA) in Bochum gestellt werden.

„Erstmalig in der Geschichte wird zurzeit auf europäischer Ebene darüber verhandelt, die sogenannte ‚Flüchtlingsmassenzustrom-Richtlinie‘ zu aktivieren“, so Saddington, die die Gesetzeslage in der EU beobachtet. „Diese hat das Ziel, die Aufnahme und Schutzgewährung von Flüchtlingen aus Kriegs- oder Bürgerkriegsgebieten in der EU zu harmonisieren und ermöglicht die Erteilung eines Aufenthaltstitels zum vorübergehenden Schutz für bis zu drei Jahre.“

Mehr zur LEA und zur Migration ist unter www.bra.nrw.de/integration-migration zu finden. PK | PKU




Alle 72 Stunden ein Femizid: Online-Vortrag vom Bildungswerk Multi Kulti

Anlässlich des Internationalen Frauentags möchte die Integrationsagentur für Lünen und Bergkamen des Multikulturellen Forums auf das Thema „Femizid“ aufmerksam machen. Gemeint ist mit diesem Begriff die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts. Häufig werden Femizide als Beziehungstat oder Familiendrama abgetan. Aber es passiert jeden dritten Tag in Deutschland, dass eine Frau nur, weil sie eine Frau ist, getötet wird.

In ihrem online-Vortrag beleuchtet Cassandra Speer die Motive für solche Taten und erörtert, welche gesellschaftlichen Faktoren Femizide begünstigen und was man nicht nur als Frau aktiv dagegen unternehmen kann. Die Veranstaltung findet am 9. März zwischen 18:30 Uhr und 20:00 Uhr statt. Der Zugangslink wird im Anschluss an eine Anmeldung über das Bildungswerk Multi Kulti zugesandt.

Information und Anmeldung

  • Einen Überblick über alle Kurse sowie weitere Informationen zur Anmeldung sind im Internet unter multikulti-forum.de/kurse hinterlegt.
  • Die Anmeldung ist aber auch schriftlich, per E-Mail oder persönlich möglich.

Bildungswerk Multi Kulti

Kurt-Schumacher-Straße 1-3

02306 37893-12

wb@multikulti-forum.de




Betriebsratswahlen im Kreis Unna gestartet: Mitreden in eigener Sache

Vom Lohn über den Urlaub bis zur Arbeitszeit: Wer die Entscheidung darüber, wie der eigene Arbeitsplatz aussieht, nicht allein dem Chef überlassen will, der soll jetzt bei der Betriebsratswahl mitmachen. Dazu ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte im Kreis Unna auf. „Betriebsräte sind gerade in Pandemiezeiten wichtiger denn je. Die Interessenvertreter kümmern sich darum, dass Betriebe und Beschäftigte besser durch die Krise kommen – zum Beispiel indem sie Jobs sichern, ein höheres Kurzarbeitergeld durchsetzen oder den Infektionsschutz im Beruf organisieren“, sagt NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart. Allein in der NGG-Region Dortmund kümmern sich aktuell 204 Betriebsräte um die Belange von Arbeitnehmern aus der Ernährungsindustrie, dem Gastgewerbe und dem Lebensmittelhandwerk. Die Palette reicht von kleineren Firmen wie dem Dorint Hotel Dortmund „An den Westfalenhallen“ mit fünf Betriebsratsmitgliedern bis zu großen Unternehmen wie Bäckermeister Grobe mit elf Arbeitnehmervertretern.

Die Betriebsratswahlen laufen vom 1. März bis zum 31. Mai. Bereits in Firmen ab fünf Beschäftigten kann eine Arbeitnehmervertretung gewählt werden. Die Wahlen finden alle vier Jahre statt und sind neben der Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahl eine der größten Abstimmungen überhaupt. Gewerkschafter Gebehart spricht von einem „Best-Practice-Beispiel in puncto Demokratie“. In kaum einem anderen Bereich könnten die Beschäftigten ihre eigenen Interessen stärker beeinflussen als am Arbeitsplatz. „Ob in der Backstube, in der Hotelküche oder in der Süßwarenfabrik – niemand sollte sich um sein gutes Recht bringen lassen und jetzt seine Stimme abgeben“, so Gebehart. Wo es noch keine Arbeitnehmervertretung gebe, könne übrigens jederzeit ein Betriebsrat gegründet und außerhalb der jetzt laufenden Abstimmungsphase gewählt werden. Hierbei stehe die NGG vor Ort mit Rat und Tat zur Seite.

Die Gewerkschaft verweist auf wichtige Vorteile der Mitbestimmung. Nach einer repräsentativen Studie der Hans-Böckler-Stiftung liegen die Löhne in Firmen, die einen Betriebsrat haben, um durchschnittlich 8,4 Prozent höher. Beim Kurzarbeitergeld erhielten demnach zuletzt zwei Drittel aller Beschäftigten, die auf eine Arbeitnehmervertretung bauen können, eine Aufstockung (ohne Betriebsrat: 25,6 Prozent). Auch bei der betrieblichen Weiterbildung, der Frauenförderung und der Nachwuchsgewinnung schneiden mitbestimmte Unternehmen deutlich besser ab. Zugleich profitieren die Arbeitgeber: Laut Böckler-Stiftung sind Firmen mit Betriebsrat um 12,8 Prozent produktiver als solche ohne – und schreiben 14 Prozent höhere Gewinne.