Potentialanalyse erleichtert Gesamtschülern den Einstieg in das Berufs- oder Studentenleben
Am vergangenen Donnerstag wurde an der WBGE für den 11. Jahrgang eine Potenzialanalyse veranstaltet. Der vom Kreis Unna organisierte Workshop ist eine Veranstaltung von vielen im Studien- und Berufsorientierungskonzept der WBGE, das den Schülerinnen und Schülern den Einstieg in das Berufs- oder Studentenleben erleichtern soll.
Der Workshop hatte die Stärkenfindung und –benennung zum Thema. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich über verschiedene Methoden der Selbst- und Fremdeinschätzung selbst besser kennenlernen und am Ende des Nachmittags die eigenen Schlüsselqualifikationen benennen und ihre Relevanz für den Berufsalltag erkennen können. Um den Schülerinnen und Schülern einen Leitfaden für lebenswichtige Entscheidung nach der Schullaufbahn zu geben, wurde der Workshop durch eine Einheit zum Entscheidungsmanagement abgeschlossen. Verschiedene Kommunikations-übungen, bei denen die zwischenmenschliche Verständigung reflektiert werden sollte, rundeten das Programm ab.
Berufsorientierung an der Willy-Brandt-Gesamtschule durch dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum
Der 9. Jahrgang der Willy-Brandt-Gesamtschule befindet sich mit 149 Schüler und Schülerinnen ab dem 11.02. bis zum 01.03.19 in seinem dreiwöchigen Betriebspraktikum im Kreisgebiet Unna und Umgebung.
In 114 Betrieben werden die Schüler/innen ihr Praktikum durchführen; etliche Einrichtungen und Betriebe wie z. B. Krankenhäuser in Kamen, Unna und Lünen, Bayer, die Stadt Bergkamen, mehrere Kindergärten und Seniorenresidenzen, Autohäuser, Kfz-Werkstätten und Einzelhandelsbetriebe betreuen zwei bis fünf Schüler/innen.
Die StuBO Christina Bautz hat die gesamte Organisation des Praktikums vorbereitet. Sie steht den Betreuungslehrern/innen, Schülern/innen und Betrieben bei kleineren und größeren Problemen tatkräftig und unterstützend zur Seite.
Die Willy-Brandt-Gesamtschule möchte sich an dieser Stelle bei den 114 Betrieben und ihren Betreuern/innen im Kreisgebiet Unna und Umgebung recht herzlich für ihre Unterstützung beim Praktikum des 9. Jahrganges im Jahr 2019 bedanken.
Durch diese Kooperation mit den Betrieben kann der Übergang von der Schule zum Beruf für beide Seiten effektiver gestaltet werden. So werden den Schülern/innen in den Betrieben praxisnahe Inhalte vermittelt, so dass zur Vorbereitung der Jugendlichen auf spätere berufliche Aufgabenstellungen beigetragen wird.
Die Schüler/innen begeben sich in die verschiedensten Betriebe, um erste Erfahrungen und Eindrücke in der Arbeitswelt zu sammeln und erste Ideen für ihre spätere Berufswahl zu entwickeln. Dabei stand es den Schülern/innen offen, ob sie sich die Einblicke in Betrieben des Kreisgebietes oder in den umliegenden Städten Hamm und Dortmund verschaffen. Viele Schüler/innen bleiben im Kreisgebiet, aber einige zog es auch nach Hamm oder Dortmund, wodurch die Schüler eine hohe Flexibilität nachweisen.
Neben den Tätigkeiten in den üblichen Berufsumfeldern wie Arzt, Büro, Einzelhandel, Friseur, Kindergarten und Kfz-Betriebe gibt es auch Schüler/innen, die Erfahrungen im Seniorenheim, in Reha-Betrieben und bei der Bundeswehr suchten.
Nach 2 bis 3 Tagen mit täglich 8 Stunden Arbeitszeit werden sich die Schüler/innen an die vielfältigen, aber auch ungewohnt anstrengenden Tätigkeiten gewöhnt haben. Die erste Woche beginnt in allen Betrieben mit einer intensiven Einführung in die verschiedenen Arbeitsabläufe, wodurch die Schüler/innen zusammen mit dem zuständigen Betreuer/in ihre Arbeitsaufgaben finden werden.
Auffällig ist, dass viele Schüler/innen sich nicht nur auf pflegerische und elektronische Berufsfelder gestürzt haben, sondern dass auch kommunikative und technische Berufsfelder großes Interesse finden. Einige Schüler/innen werden bemerken, dass – wie z. B. in der Volksbank – nicht nur der mathematische Schwerpunkt, sondern auch die soziale Komponente ganz entscheidend ist.
„Bene sapiat!“ – Lukullische Genüsse am Städtischen Gymnasium Bergkamen
Die Lateinschülerinnen und -schüler der Klassen sieben und neun des Städtischen Gymnasiums Bergkamen wanderten mit ihren Lehrerinnen Frau Paul und Frau Ammann auf den Spuren der römischen Genüsse.
Die Lateinschülerinnen und -schüler der Klassen sieben und neun des Städtischen Gymnasiums Bergkamen wanderten mit ihren Lehrerinnen Frau Paul und Frau Ammann auf den Spuren der römischen Genüsse.
Kursübergreifend besorgten die Jugendlichen nach Originalrezepten selbstständig Zutaten – darunter auch einige bis dahin unbekannte – studierten die Rezepte und machten sich ans Werk. Während des Kochens bot sich allen immer wieder die Gelegenheit, die Leckereien zu probieren. Schon nach kurzer Zeit und tatkräftiger Unterstützung untereinander konnte das römische Buffet angerichtet und schließlich eröffnet werden: „Bene sapiat!“ Für alle Nichtlateiner: Möge es munden!
In angenehmer Atmosphäre wurde gemeinsam gespeist und gelacht. Die Gerichte wurden für gut befunden, denn wie heißt es so schön: „De gustibus non est disputandum!“ – Über Geschmack lässt sich nicht streiten!
Die Schülerinnen und Schüler stellten begeistert fest, dass sie die im Unterricht übersetzten Inhalte mit allen Sinnen erfahren konnten.
Bezirksregierung schaltet Zeugnistelefon: Beratungsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern
Das erste Schulhalbjahr des Schuljahres 2018 / 2019 ist vorüber. Verbunden mit der Zeugnisausgabe der Halbjahreszeugnisse bietet die Schulabteilung der Bezirksregierung Arnsberg wieder ein Zeugnistelefon zu Fragen rund um das Zeugnis an.
Unter der Telefonnummer 02931/82-3388 stehen allen Schülerinnen und Schülern sowie Eltern Ansprechpartner zu Fragen im Zusammenhang mit dem Zeugnis zur Verfügung. Das Zeugnistelefon ist am Freitag, dem 08.02., Montag, dem 11.02. und Dienstag, dem 12.02.2019, in der Zeit von 09.00 bis 15.00 Uhr zu erreichen. Außerhalb dieser Zeit besteht die Möglichkeit, sich mit Fragen an die Nummer 02931/82-0 zu wenden. Von dieser zentralen Rufnummer werden die Anrufe dann an die jeweiligen Ansprechpartner weitergeleitet.
Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Heil: Einschränkungen durch Bauarbeiten
An der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen stehen Arbeiten an: Der Parkstreifen für die Busse wird verbreitert und ein neuer Container-Klassenraum entsteht. Beginn ist am Samstag, 2. Februar: Es stehen zunächst Baumfällarbeiten an. Eine Straßensperrung ist dafür nicht nötig – es kann aber dennoch zu Einschränkungen des Verkehrs kommen.
Drei Bäume (Esche und Eiche) müssen vor der Schule an der Bushaltestelle gefällt werden, damit diese verlegt werden kann: Sie rückt nach hinten, um den Parkstreifen für die Busse zu verbreitern. In dem Zug wird auch der Standstreifen für die Schüler verbreitert, damit künftig der Ein- und Ausstieg sicherer und zügiger ablaufen kann.
Neuer Klassenraum
In der kommenden Woche rückt dann schweres Gerät an: ein Autokran. Dazu werden ab Dienstag, 5. Februar zunächst Stahlplatten auf dem Boden verlegt, über die der schwere Kran fahren kann, um an die Schule zu kommen.
Der Kran hebt ab Mittwoch, 6. Februar sechs Container auf den Hof. Diese bilden zusammengeschlossen einen neuen Klassenraum einschließlich Differenzierungsraum für bis zu 15 Schüler der Förderschule. Eine Toilette befindet sich ebenfalls innerhalb der Anlage, um die Aufsicht durch das Lehrpersonal zu erleichtern. Dafür werden die Parkplätz vor der Schule gesperrt. Eine Straßensperrung ist nicht vorgesehen – es kann aber auch hier zu Einschränkungen kommen. PK | PKU
Science-Day an der Gesamtschule für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler aller 10. Jahrgänge
Mit diesem QR-Code kann man sich zu der Veranstaltung anmelden, damit entsprechende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können:
Spannende chemische Experimente live erleben und selbst durchführen: Dieses „Schnupperangebot“ macht die Willy-Brandt-Gesamtschule allen interessierten Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgänge in und um Bergkamen am Mittwoch, 6. Februar, in der Zeit von 16:00-17:30 Uhr.
Interessierte Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen, aktiv an spannenden naturwissenschaftlichen Experimenten teilzunehmen und auf diesem Wege das MINT-Angebot, Lehrer und die NW-Fachräume der Oberstufe der Willy-Brandt-Gesamtschule kennenzulernen.
Interessierte können entweder direkt zum naturwissenschaftlichen Gebäude kommen oder zum Oberstufengebäude mit der Adresse Am Friedrichsberg 30 in 59192 Bergkamen, gegenüber der Gerhardt-Hauptmann-Grundschule; dort werden sie erwartet und dann zum Veranstaltungsort begleitet.
Neuer Mehrzweckraum der Willy-Brandt-Gesamtschule wird feierlich eröffnet
In einem kleinen festlichen Rahmen sollen am Dienstag, 5. Februar ab 14 Uhr die Eröffnung des neuen Mehrzweckraumes und die überaus positiven Ergebnisse der von der Schulaufsicht durchgeführten Qualitätsanalyse gefeiert werden. Dazu wird ein kleines, von Schülerbeiträgen ergänztes Rahmenprogramm präsentiert.
Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter mit Informationen zur Verwendung der Mehrzweckhalle soll diese durch die für Schulen zuständige Beigeordnete Christine Busch und Bürgermeister Roland Schäfer offiziell eingeweiht werden.
Im Anschluss erfolgen Informationen zu den Ergebnissen der Qualitätsanalyse durch die Schuldezernentin Frau Büse-Dallmann.
Leistungskurse Sozialwissenschaften des Städtischen Gymnasiums Bergkamen simulieren Vollversammlung der Vereinten Nationen
„UN-Vollversammlung“ im PZ des Gymnasiums. Foto: SGB
Die Leistungskurse Sozialwissenschaften der Jahrgänge Q1 und Q2 des Städtischen Gymnasiums Bergkamen nahmen jetzt erstmals an einem „Konfliktplanspiel“ der Bundeswehr teil.
Die Schülerinnen und Schüler schlüpften hierbei in verschiedenste Rollen: Benötigt wurden ein UN-Generalsekretär nebst Stellvertretung, je zwei Regierungsvertreter der beteiligten Länder und die „Weltpresse“: Während die Journalisten die genauen Beobachter gaben und sich nicht scheuten, nach Statements immer mal wieder kritisch nachzuhaken, traten die übrigen Akteure an, um unter sicherheitspolitischen Maßgaben eine Lösung für den Syrien-Konflikt zu finden.
Die Schülerinnen und Schüler mussten dabei in ihren Rollen agieren, ihre Interessen in einem Eingangsstatement vor der UN-Generalversammlung formulieren und anschließend in Verhandlungen miteinander treten. Alles folgte streng nach ‚offiziellem‘ Protokoll, um das Geschehen möglichst realistisch simulieren zu können.
Auf einer Konfliktlandkarte wurden nach den Verhandlungen „Spielsteine“ platziert, die die ausgehandelte Strategie im Syrienkonflikt symbolisierten. In einer Abschlussrunde mussten die Akteure in einem weiteren Statement Bilanz ziehen und deutlich machen, ob sie zufrieden mit dem Erreichten gewesen sind und sich erneut den kritischen Fragen der „Weltpresse“ stellen.
Roman Herrmann, Jugendoffizier der Bundeswehr, der die Tagesveranstaltung leitete, betonte, dass es besonders wichtig sei, dass die Schülerinnen und Schüler verstünden, wie schwer es tatsächlich sei, einen Konsens zu finden, wenn so viele unterschiedliche Interessen aufeinanderstoßen. Roman Hermann lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Herangehensweise, ihr Verhandlungsgeschick und die Ergebnisse.
Schüler Jonas Sandmann, dem die Rolle des US-Präsidenten zuteil wurde, zeigte sich angetan: „Es ist schon alles sehr realistisch – diese Art des Lernens macht ein so komplexes Thema wie den Syrienkonflikt durch die Rollenübernahme viel greifbarer.“
Beratungsstelle bietet wieder ihr Zeugnistelefon an
Wie schon im vergangenen Jahr bietet die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit an, sich unverbindlich zu allen Fragen rund um das Zeugnis beraten zu lassen.
Angesprochen sind sowohl die Kinder und Jugendlichen selbst als auch Eltern und Erziehungsberechtigte.
Am Freitag, 8. Februar, in der Zeit von 11 bis 12:30 Uhr sind Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle unter der Rufnummer 02307 68678 für die Ratsuchenden telefonisch zu erreichen.
Die offenen Sprechstunden finden wie immer donnerstags zwischen 9 und 10:30 Uhr in den Räumen der Beratungsstelle in der Zentrumstr. 22 in Bergkamen und montags zwischen
9 und 10:30 Uhr in der Villa am Rathausplatz 4 in Kamen statt.
Vorbereitung auf die Internationalen Biologie-Olympiade am Bayer-Standort Bergkamen
Teilnehmer der Internationalen Biologie-Olympiade bereiten einen genetischen Versuch zur Vervielfältigung der Erbsubstanz vor. Foto: Bayer AG
Wer Großes erreichen will, benötigt neben fundiertem Wissen oft auch praktische Fertigkeiten und Kenntnisse. Das gilt im Beruf – aber auch in der Schule. Beste Voraussetzungen zum Lernen und Trainieren fanden kürzlich acht Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen am Bayer-Standort Bergkamen vor, wo sie sich auf die nächste Runde der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) vorbereiteten. Das Unternehmen hatte den Nachwuchswissenschaftlern aus diesem Anlass seine Ausbildungslabore für eigene Experimente zur Verfügung gestellt.
„Wir freuen uns, diesen führenden Schulwettbewerb im Fach Biologie fördern zu können und damit begabte junge Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen“, macht Standortleiter Dr. Timo Fleßner deutlich und kündigt an, dieses Engagement in den kommenden Jahren fortzusetzen. „Forschung und Innovationen erfordern ein hohes Maß an Know-how. Jugendliche für Disziplinen wie Botanik, Genetik und Medizin zu begeistern und sie mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut zu machen, ist daher eine wichtige Aufgabe, an der wir uns gerne beteiligen.“
Gerade im Fach Biologie hat praktisches Arbeiten einen hohen Stellenwert – weshalb der Aufenthalt bei Bayer gut ankam. „Hier haben wir die Chance, Versuche durchzuführen, die an Schulen kaum möglich sind“, bestätigt der IBO-Landesbeauftragte Dr. Manfred Schwöppe. Bei der Arbeit im Labor vertiefen die Schülerinnen und Schüler aber nicht nur das Interesse an ihrem Lieblingsfach. Sie genießen es auch, mit gleichstarken Lernern zu experimentieren und knüpfen private Kontakte untereinander. „Manche IBO-Teilnehmer profitieren davon auch noch Jahre nach dem Ende ihrer Schulzeit“, betont Schwöppe.
Insgesamt hatten sich Ende vergangenen Jahres knapp 140 der im Juni gestarteten 314 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen für die zweite IBO-Runde qualifiziert – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Die sieben Besten unter ihnen nehmen Ende Februar an der nächsten Ausscheidungsrunde auf Bundesebene teil, wo sie sich für das Finale in Szeged (Ungarn) qualifizieren können.
Die jährlich stattfindende Internationale Biologie-Olympiade dient der Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie. Sie will kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Probleme fördern und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder entwickeln. Träger des Wettbewerbes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Über Bayer
„Feierabend“ nach fast 31 Jahren: Hausmeister Frank Pätzold geht in den Ruhestand
Schulleiterin Bärbel Heidenreich (l.) und die stellvertretende Schulleiterin Maria von dem Berge verabschiedeten mit dem Kollegium ihren Hausmeister Frank Pätzold in den wohlverdienten Ruhestand.
An diesem Freitag wird Frank Pätzold seinen letzten Rundgang durch das Schulgebäude des Städtischen Gymnasiums Bergkamen machen, die Alarmanlage scharf schalten, das Licht löschen und die Türen verschließen. Dann macht der Hausmeister „Feierabend“, startet ins Wochenende und ab Montag in den wohlverdienten Ruhestand.
Am 1. April 1988 trat Frank Pätzold seinen Dienst am Städtischen Gymnasium Bergkamen an, zuvor arbeitete er als Elektriker im Kraftwerk Heil. Fast 31 Jahre lang war er morgens gegen sieben Uhr der Erste, der die Schule betrat und abends der Letzte, der noch einmal nach dem Rechten schaute. Dazwischen gab es täglich viel zu tun: Die Haustechnik musste in Schuss gehalten, kleinere wie größere Reparaturen erledigt und Veranstaltungen vorbereitet und begleitet werden.
Die Achtung von Schulleitung, Kollegium und Schülerschaft war ihm stets gewiss, denn Frank Pätzold legte immer besonderen Wert auf ein vernünftiges und faires Miteinander, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Toleranz und gegenseitigen Respekt – diese Werte lebte er vor und vermittelte er – gerne auch mal mit Nachdruck und das perfekt eingeübt: Erst ein strenger Blick, dann ein „Hömma!“, dann ein verschmitztes Lächeln: „Ich wollte nie nur der ‚böse‘ Hausmeister sein“, stellt Frank Pätzold klar. Er habe sich immer auch als Freund und Helfer gesehen. „Ich habe immer versucht, auch den Kindern und Jugendlichen zu helfen, wenn es mal ein Problem gab“, betont der heute 63-jährige. Wenn mal ein Fahrradschloss geknackt werden musste, oder ein Streit zu schlichten war – „ich habe gerne geholfen, auch mal, um den ersten Dampf aus scheinbar verzwickten Situationen zu nehmen“, erklärt er. Die Kinder und Jugendlichen haben das verstanden, ihn schätzen und lieben gelernt.
Das allgemeine Schulleben, das Miteinander auf allen Ebenen, der Trubel, das viele Lachen in den Pausen, auf den Fluren, das werde ihm fehlen: „Ich habe die Zusammenarbeit immer als sehr angenehm empfunden. Ich kann auch sagen, dass sich das über die ganzen Jahre nicht verändert hat“, findet Frank Pätzold.
Ab Montag beginnt nun ganz offiziell ein neuer Lebensabschnitt, mit mehr Freiraum und Freizeit für gemeinsame Aktivitäten mit seiner Frau Marlis, die 28 Jahre als Sekretärin der Schule gearbeitet hat und bereits im Ruhestand ist, den Kindern und Enkelkindern.
Dem neuen Hausmeister, Markus Gerken, hat er bereits alles gezeigt und ihm den Weg bereitet. „Ich habe stets ein offenes Ohr für Fragen. Kontrollgänge werde ich aber ganz sicher nicht machen, auch wenn ich nebenan wohnen bleibe“, verspricht Frank Pätzold lachend.
Und wie sieht Tag eins im Ruhestand aus? „Ich werde einfach mal bis 9 Uhr schlafen und dann mit meiner Frau frühstücken gehen“.