Kampf um alte Klamotten vor Gericht

von Andreas Milk

Auch weggeworfene Sachen bringen Geld. Zum Beispiel Altkleider: Zwei private Container-Aufsteller, Geschäftsleute aus Bergkamen und Hagen, sahen sich jetzt in einem Strafprozess vor dem Amtsgericht Kamen. Der Hagener soll einen Container des Bergkameners am Kugelbrink geöffnet und die Sachen daraus mitgenommen haben.

Immerhin rund 200 Euro war der Containerinhalt laut Anklage wert. Der mutmaßlich bestohlene Bergkamener erklärte dem Richter einmal näher, wieviel es für was gibt: Das Kilo Kleider könne er für 30 Cent weiterverkaufen. Das Kilo Schuhe bringe das Vierfache: 1,20 Euro.

Der angeklagte Hagener soll sich am Morgen des 22. März am Container im Kugelbrink zu schaffen gemacht haben. Der Bergkamener als rechtmäßiger Eigentümer erfuhr davon, weil ein Freund von ihm auf dem Weg zur Arbeit den Hagener zu sehen glaubte und – da er den Mann nicht kannte – vermutete, dass da etwas nicht stimmte. Es soll sogar ein Handyfoto von der Tat existiert haben. Blöd nur: Dieses Foto sei versehentlich gelöscht worden.

Der Verteidiger des Hageners war überzeugt: Das Foto gab es nie. Die Anzeige gegen seinen Mandanten sei  ein abgekartetes Spiel mit dem Ziel, einem Konkurrenten zu schaden. Das Urteil: Freispruch. Zwar hielt es der Richter ausdrücklich für wahrscheinlich, dass es den Container-Aufbruch tatsächlich gab. Der Hagener hat obendrein ein üppiges Vorstrafenregister und eine laufende Bewährung. Aber: Einen Beweis für seine Täterschaft am Kugelbrink gebe es nicht.

Nebenbei: Die kreiseigene Abfallgesellschaft GWA sammelt seit 2012 Altkleider in ihren grünen Containern. Wer alte Sachen da rein wirft, unterstützt Wohlfahrtsverbände, mit denen die GWA kooperiert. So dienen ausrangierte Hemden, Hosen, Röcke, Jacken nicht dem Profit Einzelner, sondern dem Allgemeinwohl.




36-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei aus Bergkamen bei einem Unfall auf der A 44 schwer verletzt

Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, ein 36-jähriger Bergkamener, wurde am Dienstagmorgen bei einem Unfall in einer Baustelle auf der A 44 schwer verletzt.

Wie die Polizei mitteilt, wurde gegen 10 Uhr war auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Dortmund etwa auf Höhe der Raststätte „Am Haarstrang“ eine Einsatzstelle der Autobahnmeisterei eingerichtet. Dazu war der linke Fahrstreifen eingezogen. Ein 23-jähriger Paderborner fuhr dort mit seinem Auto und schaffte es offenbar aus bislang ungeklärter Ursache nicht mehr, nach rechts zu wechseln. Trotz Bremsmanövers konnte er einen Zusammenprall mit dem Sicherungsanhänger an der Arbeitsstelle nicht mehr verhindern. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls zur Seite bewegt und traf einen 36-jährigen Arbeiter aus Bergkamen, der sich gerade neben dem Anhänger aufhielt. Der Mann wurde in den angrenzenden Grünstreifen geschleudert.

Ein Rettungswagen brachte den schwerverletzten 36-Jährigen in ein Krankenhaus. Der Autofahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen.




Spielhalle an der Rotherbachstraße überfallen

In der Nacht zu Dienstag betrat gegen 0.15 Uhr ein maskierter Mann mit einem Messer bewaffnet eine Spielhalle an der Rotherbachstraße in Oberaden. Er forderte eine 26-jährige Angestellte auf, die Tageseinnahmen in eine von ihm mitgebrachte Plastiktüte zu packen. Eine 24-jährige Zeugin, die sich ebenfalls in der Spielhalle aufhielt, forderte er unter Drohung mit dem Messer auf, sich nicht von der Stelle zu bewegen. Der Täter flüchtete nach der Tat in unbekannte Richtung.

Er wird wie folgt beschrieben: Etwa 25 Jahre alt, ungefähr 180 bis 185 cm groß und schlank. Er sei mit einem dunklen Kapuzenpullover und einer dunklen Jogginghose bekleidet gewesen und habe akzentfreies Deutsch gesprochen. Sein Gesicht habe er mit einem grünen Tuch verborgen.

Wer kann weitere Angaben machen? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Bus brennt aus: Fahrerin kann sich retten – keine Passagiere an Bord

Am Dienstagmorgen brannte auf der Lünener Straße, Höhe Jagdhaus Langern in Werne, gegen 6.25 Uhr ein Bus aus. Die Fahrerin, die allein mit dem Bus unterwegs war, hörte einen lauten Knall, stieg aus und bemerkte das Feuer. Der Bus brannte vollständig aus. Durch die Hitzeentwicklung wurden ein Wohnhaus und der Straßenbelag in Mitleidenschaft gezogen.

Löscharbeiten mit Schaum. Foto: Feuerwehr Werne

Zum ablöschen der letzten Glutnester wurde der Bus in einen Schaumteppich gehüllt. Mit der Wärmebildkamera wurden parallel versteckte Brandnester gesucht und gefunden. Die Polizei sicherte die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr und sperrte die Lünener Straße für die Dauer der Löscharbeiten komplett ab. Bis zur Einrichtung einer Baustellenampel durch Straßen NRW, die den Verkehr dann einspurig passieren lassen wird, blieb die Lünener Straße gesperrt.

Der Sachschaden wird derzeit auf über 100 000 Euro geschätzt.




Zwei Verkehrsunfälle mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten auf der A1

Kurz hintereinander haben sich auf der A 1 in Fahrtrichtung Köln am Samstagmorgen (18. November) kurz vor der Ausfahrt Hamm/Bergkamen zwei Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden mehrere Personen verletzt.

Foto: Feuerwehr Werne

Gegen 10.55 Uhr musste eine 51-jährige Frau aus Lüdinghausen ihr Fahrzeug auf der linken Fahrspur der A 1 in Fahrtrichtung Köln verkehrsbedingt abbremsen. Eine 50-jährige Frau aus Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) bemerkte dies, konnte ihr Auto ersten Erkenntnissen zufolge aber offenbar nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Zwischen den Anschlussstellen Hamm-Bockum/Werne und Hamm/Bergkamen kam es zum Auffahrunfall. Dabei wurden beide Fahrerinnen leicht verletzt.

Nur 100 Meter hinter dieser Unfallstelle kam es direkt im Anschluss zu einem weiteren Unfall. Hier war ein 19-Jähriger aus Ratzeburg (Mecklenburg-Vorpommern) auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Ersten Erkenntnissen zufolge bemerkte er den sich vor ihm stauenden Verkehr offenbar zu spät. Trotz Abbremsens kollidierte sein Auto zunächst leicht mit dem eines vor ihm fahrenden 20-Jährigen aus Lotte. Dieser hatte sein Fahrzeug jedoch aufgrund des Staus bereits stark nach links in Richtung Mittelschutzplanke bewegt, sodass der Wagen des 19-Jährigen weiter nach vorne schoss und mit dem eines 56-jährigen Hamburgers kollidierte. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls nach rechts gedrängt, wo er noch mit dem Auto eines 50-jährigen Mannes aus Telgte zusammenstieß.

Bei dem Unfall wurden der 19-Jährige und der 56-Jährige sowie drei Mitinsassen des 19-Jährigen (zwei junge Frauen, 17 und 19 aus Lauenburg und Ratzeburg, sowie ein weiterer 19-Jähriger aus Ratzeburg) verletzt. Rettungswagen brachten die vier jungen Leute in ein Krankenhaus, wo sie zur Beobachtung verblieben. Der 56-Jährige wollte selbständig einen Arzt aufsuchen. Der zwischenzeitlich gelandete Rettungshubschrauber wurde nicht benötigt und konnte ohne Patient wieder abheben.

Die Feuerwehr Werne sicherte die Einsatzstelle gegen den laufenden Verkehr und stellte den Brandschutz sicher. Es wurden die Batterien an mehreren PKW abgeklemmt und auslaufende Betriebsmittel abgestreut und verunreinigt wieder aufgenommen. Es waren 14 freiwillige Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen im Einsatz. 

Die Unfallstelle musste zwischenzeitlich komplett gesperrt werden. Ab ca. 12 Uhr war ein Fahrstreifen wieder befahrbar, ab ca. 12.20 Uhr waren die Verkehrsbehinderungen aufgehoben.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei beim ersten Unfall auf ca. 6.000 Euro, beim zweiten auf ca. 17.000 Euro.




58-jähriger Bergkamener und seine Beifahrerin bei Unfall auf der A44 schwer verletzt

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A44 wurden am Sonntagmorgen 5:30 Uhr ein 58-jähriger Peugeot-Fahrer aus Bergkamen und seine 57-jährige Beisfahrerin schwer verletzt.

Nach den bisherigen Stand der polizeilichen Ermittlungen kam der Pkw mit Anhänger auf der A44 in Fahrtrichtung Dortmund vor dem Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren nach rechts von der Fahrbahn ab. Nach der Kollision mit der Seitenschutzplanke wurden Pkw und Anhänger auf die Fahrbahn geschleudert und kamen entgegengesetzt zur Richtungsfahrbahn auf den Fahrstreifen zum Stillstand.

Der Fahrer und die 57-jährige Beifahrerin wurden am Unfallort vom Notarzt erstversorgt. Sie wurden bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt. Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Spurensicherungsmaßnahmen wurde die Richtungsfahrbahn Dortmund für 90 Minuten von der Polizei gesperrt. Danach konnte der linke Fahrstreifen an der Unfallstelle freigegeben werden. Nach Abschluss aller Maßnahmen erfolgte die vollständige Freigabe der Richtungsfahrbahn Dortmund um 08:15 Uhr. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 10.000,-Euro.




Betrunkener Autofahrer prallt auf der Schulstraße gegen einen stehenden Pkw

Ein 36-jähriger Bergkamener befuhr am Samstag mit seinem Pkw die Schulstraße und geriet Höhe Haus Nr. 46 von der Fahrbahn ab, wobei er gegen einen stehenden Pkw stieß. Bei dem Fahrzeugführer wurde deutlich Alkoholgeruch festgestellt. Ein vor Ort durchgeführter Alkoholtest verlief positiv. Dem 36-Jährigen wurde eine Blut- und Urinprobe entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.




Nach Raub in der Kamener Innenstadt 15-jähriger Bergkamener festgenommen

Nach einem Raub in der Kamener Innenstadt wurde am Freitagabend ein 15-jähriger Tatverdächtiger aus Bergkamen von der Polizei festgenommen. Sein mutmaßlicher Komplize konnte entkommen.

Am Freitag wurde gegen 21.00 Uhr ein 36-jähriger Mann aus Kamen in der Innenstadt von Kamen Opfer eines Raubes. Im Bereich des Willy-Brand-Platzes wurde er von zwei Männern körperlich attackiert und zu Boden gestoßen. Hierbei wurden dem 36jährigen die Geldbörse, Kopfhörer und das Handy entwendet. Danach flüchteten die beiden Angreifer in Richtung Markt.

Durch die Hilfe von Zeugen und einem Sicherheitsdienstmitarbeiter des zukünftig stattfindenden Weihnachtsmarktes konnte einer der beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später auf dem Marktplatz wiedererkannt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Der zweite Täter konnte unerkannt flüchten. Der 36-Jährige wurde durch die Tat leicht verletzt. Teile der Beute konnte der 36-jährige wieder an sich nehmen.

Ein 15-jähriger Tatverdächtiger aus Bergkamen wurde vorläufig festgenommen. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Erziehungsberechtigten übergeben.

Beschreibung des noch flüchtigen Täters: etwa 180 cm, südländisches Aussehen, auffällige „aufgebauschte“ schwarze Haare, schlank, schwarze Jacke, schwarze Jeans und weiße Sneaker. Relevante Hinweise erbittet die Polizei in Kamen unter 02307-921-3220 oder 921-0.




Versuchter Raub: Jugendliche werden mit einem Messer bedroht

Am Samstag hielt sich gegen 0.40 Uhr hielt sich eine Gruppe von vier jungen Leuten aus Kamen und Bergkamen im Bereich des Schulhofes der Gesamtschule Kamen in der Gutenbergstraße auf, als plötzlich zwei maskierte Personen aus einem Gebüsch auf die Gruppe zukamen und unter Vorhalt eines Messers die Geldbörsen und Handys der Jugendlichen forderten.

Dieser Forderung kamen die Jugendlichen nicht nach. Sie setzten sich derart zur Wehr, dass die beiden Täter ohne Beute über den Schulhof in Richtung Heerener Straße flüchteten. Hierbei wurde ein Jugendlicher leicht verletzt.

Nachdem die Polizei Kenntnis von diesem Vorfall erlangte, führten die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen nach den Tätern leider nicht zum Erfolg. Beide Täter waren etwa 190 cm groß, südländisches Aussehen, schwarz gekleidet und sprachen mit akzentfreiem deutsch. Ein Täter war mit einer Sturmhaube maskiert, der andere mit einem Schal.

Relevante Hinweise erbittet die Polizei in Kamen unter 02307-921-3220 oder 921-0.




Kioskeinbruch an der Schulstraße: Zigaretten gestohlen

In der Nacht zu Freitag  haben Einbrecher eine Fensterscheibe eines Kiosks an der Schulstraße eingeworfen. Sie verschafften sich so Zutritt zum Verkaufsraum und entwendeten dort Zigaretten.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Hund „entführt“ – Polizei kann Yorkshire Terrier der glücklichen Besitzerin zurückgeben

Große Aufregung am Montagnachmittag bei einer Lüner Familie: Gerade noch hatte der kleine Yorkshire Terrier im Hof an der Straße Am Friedhof gespielt. Doch plötzlich war er verschwunden. Ein kleines Loch im Zaun hatte er ausgenutzt um auszubüchsen.

Es war gegen 16.30 Uhr, als die 39-jährige Hundebesitzerin in Sorge geriet. Erst recht, als sie von Nachbarn erfuhr, dass der Hund zuvor auf der Straße herumgelaufen war. Hier fand man den Vierbeiner jedoch auch nach gründlicher Suche nicht. Eine weitere Zeugin brachte einen entscheidenden Hinweis: Sie habe kurz zuvor eine Frau gesehen, die den Hund gestreichelt habe. Kurz darauf sei er weg gewesen. Die Frau habe sie noch in ein Haus in der Nachbarschaft gehen sehen.

Eigene Ermittlungen an diesem Haus hatten keinen Erfolg. Daher entschied sich das besorgte Frauchen am nächsten Tag zur Polizei zu gehen. Diese nahm die Ermittlungen sofort auf. Und konnte am Donnerstagmorgen tatsächlich einen Erfolg erzielen. Denn die Recherchen führten die Beamten zu einer 57-jährigen Lünerin. Und zu dem quietschfidelen kleinen Terrier. Dieser befand sich in der Wohnung der Lünerin, die in ihren ersten Aussagen angab, den Hund mitgenommen zu haben, weil er so süß sei. Ohne Widerstand konnten die Beamten ihr den Vierbeiner wieder abnehmen. Sie erwarten jetzt Ermittlungen wegen Unterschlagung.

Nur kurze Zeit später konnte die Besitzerin ihren Liebling auf der Polizeiwache in Lünen überglücklich wieder in die Arme schließen. Auch wenn es den Kollegen zugegebenermaßen ebenfalls reichlich schwer fiel, das süße Tier ziehen zu lassen…