Bürgerdialog der SPD Rünthe zum Haushaltsplan 2026 der Stadt Bergkamen
Im Februar soll der Haushalt 2026 vom Rat beschlossen werden. Dahingehend wird es nun nach der Weihnachtspause zu intensiven politischen Beratungen kommen. Die SPD Rünthe hält an ihrem Leitspruch ‚Ohne Kommunikation funktioniert Politik nicht‘ weiterhin überzeugt fest und lädt daher interessierte Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Veranstaltungsformat Speak Up am 26. Januar 2026 um 17:30 Uhr im Rünther Bürgertreff ein. Ziel ist es, nach einem kurzen inhaltlichen Input zur Finanzlage, ein Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger zu anstehenden Entscheidungen und weiteren Anliegen oder Ideen zum Haushalt einzufangen. Moderiert wird die Veranstaltung von Ratsmitglied Alexander Höll. Ebenfalls anwesend sein wird Ortsvorsteher Oliver Schäfer. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung unter ruenthe@spd-bergkamen.de oder tel. 017647113297 bis zum 21.01. erforderlich. Die Rünther Sozialdemokraten freuen sich auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Versand der Abgabenbescheide für das Jahr 2026 beginnt in den nächsten Tagen
In den kommenden Tagen beginnt die Stadt Bergkamen mit dem Versand der Steuer- und Abgabenbescheide für das Jahr 2026. Aus organisatorischen Gründen werden die Grundbesitzabgaben- und Hundesteuerbescheide getrennt versandt.
Am Freitag, 16.01.2026 werden rund 3.500 Hundesteuerbescheide zur Post gegeben. Die Hundesteuer bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert und ist für das Kalenderjahr 2026 am 01.07.2026 fällig. Neue Hundesteuermarken werden nicht ausgegeben.
Am Montag, 19.01.2026 beginnt der Versand der Grundbesitzabgabenbescheide. Dieser erfolgt über einen externen Dienstleister.
Die Abwassergebühr wird – wie bisher – verbrauchsabhängig festgesetzt. Maßgeblich ist der Frischwasserverbrauch des Vorvorjahres, so dass für die Gebührenberechnung der Verbrauch aus dem Jahr 2024 herangezogen wird.
Neu ist, dass Wasserschwundmengen künftig nicht mehr mit dem Frischwasserverbrauch verrechnet werden, sondern zur besseren Nachvollziehbarkeit gesondert im Abgabenbescheid ausgewiesen sind.
Hinweis zur Grundsteuer 2026
Zum Zeitpunkt der Bescheiderstellung lag noch kein Ratsbeschluss über die Grundsteuerhebesätze für das Jahr 2026 vor. Daher erfolgt die Festsetzung der Grundsteuer auf Grundlage der bisherigen Steuersätze (Grundsteuer A = 350% und Grundsteuer B = 670%).
Es ist davon auszugehen, dass der Rat der Stadt Bergkamen in absehbarer Zeit über die Grundsteuerhebesätze für 2026 entscheiden wird. Dabei ist mit einer rückwirkenden Anpassung zum 01.01.2026 zu rechnen. Die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer erhalten in diesem Fall einen entsprechenden Änderungsbescheid im Laufe des ersten Halbjahrs 2026.
Weiterhin enthalten die Bescheide einen Fragebogen des Kreises Unna zur Erstellung eines Mietspiegels. Die Teilnahme an der Umfrage ist inzwischen verpflichtend. Nachfragen hierzu sind an den Kreis Unna zu stellen.
Bei Fragen zu den Bescheiden stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Steueramts gerne telefonisch oder per E-Mail unter steueramt@bergkamen.de zur Verfügung.
Die telefonischen Kontaktdaten lauten:
Gewerbe- und Hundesteuern: Frau Bange, Telefon 02307/965-471
Grundbesitzabgaben: Frau Knäpper, Telefon 02307/965-306
Herr Maaz, Telefon 02307/965-307
Leitbildentwicklung Bergkamen – Aktueller Stand der Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Stadt Bergkamen befindet sich derzeit mitten in der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Entwicklung eines neuen Leitbildes für die zukünftige Entwicklung Bergkamens. Neben der Onlinebeteiligung wurden bereits erste Bausteine der Kinder- und Jugendbeteiligung erfolgreich umgesetzt.
In den vergangenen Wochen haben sich unter anderem zwei Grundschulklassen aktiv am Prozess beteiligt. Bereits während der Termine vor Ort wurden Themen deutlich, die den Kindern besonders wichtig sind. Dazu zählen vor allem Sicherheit, Sauberkeit und Naturschutz. Häufig genannt und priorisiert wurde zudem der Wunsch nach mehr Grünräumen durch zusätzliche Bepflanzung (Bäume, Blumenbeete).
Im Anschluss an die Beteiligung vor Ort gestalteten die Schülerinnen und Schüler Postkarten, auf denen sie ihre persönlichen Zukunftsvisionen für Bergkamen festhielten. Die Kinder konnten dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Beiträge zeigen eine große Bandbreite an Ideen – von sehr konkreten Anliegen bis hin zu fantasievollen Zukunftsbildern. Gerade diese Vielfalt macht die Perspektiven der Kinder sichtbar. Die entstandenen Arbeiten werden im Umfeld der beteiligten Schulen sowie in der Stadtverwaltung ausgestellt.
Als nächster Schritt starten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die Stadtteilveranstaltungen. Den Auftakt bildet die Veranstaltung für Bergkamen-Mitte am 14. Januar 2026 ab 17:30 Uhr im Treffpunkt der VHS. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen, Perspektiven und Ideen einzubringen und gemeinsam über die Zukunft Bergkamens ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungen in den übrigen Stadtteilen finden ebenfalls noch im Januar statt, die Termine sind unter www.leitbild-bergkamen.de einsehbar.
Eine zweite Beteiligungsrunde auf Stadtteilebene ist für den Zeitraum zwischen Ende Februar und Ende März vorgesehen. Hier sollen die Ideen weiter konkretisiert und auch räumlich verortet werden. Auch diese Termine sind über die o. g. Internetseite einsehbar.
Die Ergebnisse aller Beteiligungsformate werden gesammelt, ausgewertet und zusammengeführt. Ziel ist es, Mitte 2026 einen ersten Leitbildentwurf vorzustellen.
Stadtteilveranstaltungen
In allen sechs Stadtteilen Bergkamens finden jeweils zwei Veranstaltungen zur Leitbildentwicklung statt. Jede Veranstaltung bietet Gelegenheit, eigene Themen einzubringen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam Schwerpunkte zu setzen.
| Stadtteil | 1. Termin | 2. Termin | Uhrzeit | Ort | Adresse |
| Mitte | 14. Januar | 25. Februar | 17:30 bis 20:30 | VHS | Lessingstraße 2, 59192 Bergkamen |
| Rünthe | 20. Januar | 04. März | 17:30 bis 20:30 | Mensa Regenbogenschule | Rünther Str. 80, 59192 Bergkamen |
| Oberaden | 21. Januar | 10. März | 17:30 bis 20:30 | Stadtmuseum | Jahnstraße 31, 59192 Bergkamen |
| Weddinghofen | 27. Januar | 24. März | 17:30 bis 20:30 | Städtisches Gymnasium | Hubert-Biernat-Straße 1, 59192 Bergkamen |
| Overberge | 28. Januar | 03. März | 17:30 bis 20:30 | Feuerwehrgerätehaus | Hansastraße 61, 59192 Bergkamen |
| Heil | 29. Januar | 25. März | 17:30 bis 20:30 | Ökologiestation / Umweltzentrum | Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen |
Zweiter Bergkamen Talk in der Stadtbibliothek
Nach der ersten Auflage des „Bergkamen Talk“ im September zog eine Zuschauerin das Fazit: „Heute habe viele Dinge erfahren, die ich so gar nicht wusste.“ Auch bei der zweiten
Auflage wollen die beiden Moderatoren wieder das Leben von vier Menschen aus Bergkamen vorstellen und einen Blick hinter die Kulissen werfen. In der Pause und am Ende des Talks soll es wieder Live-Musik geben.
Talkgäste sind diesmal Malte Hinz, Beate Kohlhas, Alexander Homann und Britta Buschfeld. Vier Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, aber eines
gemeinsam haben: Sie haben alle einen ungewöhnlichen Lebensweg. Malte Hinz absolvierte mit 17 Jahren ein Volontariat beim Hellweger Anzeiger – und ging vor einigen Jahren als Chefredakteur der Westfälischen Rundschau in den Ruhestand. Beate Kohlhas ist Bezirksbeamtin bei der Polizei und seit 2006 für Weddinghofen und Heil zuständig. Alexander Homann ist Inhaber einer echten Bergkamener Institution: „Küchen Feldmann“ an der Landwehrstraße. Britta Buschfeld ist Geschäftsführende Vorständin des Frauenforums in Unna – das unter anderem das Frauenhaus im Kreis Unna unterhält.
Der zweite Bergkamen Talk ist für Dienstag, 13. Januar 2026, in der Stadtbibliothek Bergkamen geplant und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Moderatoren bitten
lediglich um eine freiwillige Spende für den Bergkamener „Runden Tisch für Kinder“.
Abschied von Ehrenbürgermeister Roland Schäfer
Seine Familie, Freunde und Weggefährten nehmen am Dienstag, 13. Januar, Abschied von Bergkamens Ehrenbürgermeister Roland Schäfer. Die Trauerfeier beginnt um 14 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche, Parkstraße 2. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Parkfriedhof in Weddinghofen.
Die Familie bittet anstelle von Blumen um Spenden für den Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen. Roland Schäfer war engagierter 1. Vorsitzender des Vereins. (IBAN: DE29 4105 1845 0017 0136 40)
Bergkamen trauert um Ehrenbürgermeister Roland Schäfer
Diese Nachricht hat Bergkamen erschüttert: Am Neujahrstag ist Bergkamens Ehrenbürgermeister Roland Schäfer im Alter von 76 Jahren plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Über 31 Jahre hatte er zunächst als Stadtdirektor und danach als hauptamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Stadt geprägt.
Dabei war sein Start in Bergkamen alles andere als einfach. Die Auswirkungen der Machenschaften um die damalige „Bergkamener Berufsausbildungsgesellschaft“ drohte die Stadt finanziell zu ruinieren. Es wurden Rückforderungen vonj Fördermitteln in Millionenhöhe erhoben.
Dass es dann nicht ganz so schlimm kam, war auch Schäfers Verdienst, der am 8. Dezember 1988 durch den Rat zum Stadtdirektor einstimmig bei zwei Enthaltungen gewählt wurde. Der gleiche Stadtrat hatte vorher seinen Vorgänger wegen der „bbg-Affäre“ abgewählt.
Die Wahl Schäfers war im Nachhinein betrachtet ein ausgesprochener Glückgriff. Dabei brachte er hervorragende Voraussetzungen mit. Bei der Bezirksregierung in Arnsberg war der Volljurist als Dezernent tätig gewesen, bevor er am 16. Februar 1988 zum Innenministerium des Landes NRW in Düsseldorf als Referent in der Kommunalabteilung wechselte. Offen ist, warum es ihn nur rund 10 Monate später ausgerechnet nach Bergkamen zog. Vielleicht spielte hier Klaus Mathiesen eine Rolle. Der SPD-Politiker war damals nicht nur der hiesige Landtagsabgeordnete, sondern auch Minister für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft in der Landesregierung von Johannes Rau.
Die zweite große Herausforderung für Schäfer und die Stadt Bergkamen waren die Auseinandersetzungen um die geplante Schließung der drei Schachtanlagen. Über 10.000 Bergbauarbeitsplätze standen auf dem Spiel. Die Reaktion waren massive Proteste der Bergleute und der Bergkamener Bürgerinnen und Bürger, die den Niedergang des Bergbaus zwar etwas verlangsamte, aber nicht aufhalten konnte.
Immerhin gab und gibt es Fördermittel für die Gestaltung des Strukturwandels, an der sich Roland Schäfer mit aller Kraft beteiligt hatte. Beispiele für diese Projekte sind die Marina in Rünthe und die Wasserstadt Haus Aden.
Eine andere Herzensangelegenheit des Bürgermeisters war die Entwicklung von Städtepartnerschaften. Kurz vor Weihnachten 2025 beteiligte sich Roland Schäfer noch an einer Bürgerreise nach Hettstedt. Die Stadt in Sachsen-Anhalt hatte ihn 2021 zum Ehrenbürger ernannt wegen seiner Verdienste. Bergkamen hatte nach der Wiedervereinigung Hettstedt bei der Reorganisation der Verwaltung massiv unterstützt. Weitere partnerschaftliche Beziehungen wurden in den ersten Jahren seiner Amtszeit als Stadtdirektor mit Wieliczka in Polen, Gennevilliers in Frankreich und Tasucu (heute Silifke) gegründet.
Als weitere Schwerpunkte seiner Arbeit nannte Roland Schäfer die Kommunalisierung der Versorgung mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Telekommunikation und Trinkwasser durch die GSW und die Kommunalisierung der Straßenreinigung und der Abfallentsorgung durch Gründung des EBB, die Verbesserung der Wohnungssituation und Erhöhung von Bürgerorientierung und Servicequalität der Verwaltung.
Dass ihm dies weitestgehend gelungen ist, zeigt auch die große Anteilnahme, nach dem die Nachricht von seinem Tod die Runde am Neujahrstag durch Bergkamen machte. Ein weiteres Indiz ist sein hoher Stimmenanteil bei den drei Wiederwahlen 2004, 2009 und 2014. Nur bei der ersten Direktwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister musste er am 1. Oktober 1999 in die Stichwahl.
Als Roland Schäfer 2020 in den wohlverdienten Ruhestand ging, sagte er neckisch, er werde jetzt seine freie Zeit nutzen, Leserbriefe zu schreiben. Das tat er natürlich nicht. Zwar verfolgte er, soweit es möglich war, jede Sitzung des Bergkamener Stadtrats, öffentlich vernehmbare Kommentare gab es darüber aber nicht von ihm.
Roland Schäfer hinterlässt eine Lebenspartnerin und zwei Kinder. Bergkamen trauert mit ihnen. (Mehr über Roland Schäfer ist auf seine Homepage zu erfahren: http://www.schaefer-bergkamen.de)
EBB: Zusätzlie Papierabfuhr am Samstag in den Straßen Grimberg und Unter den Telgen
Aufgrund einer Änderung eines Papierabfuhrbezirks führt der EntsorgungsBetrieb Bergkamen (EBB) am 03.01.26 eine zusätzliche Leerung der Papierbehälter in folgenden Straßen durch:
- Grimberg
- Unter den Telgen
Für diese Straßen gibt es zum Jahreswechsel eine Änderung vom Papierbezirk Nr. 9 zur Nr. 6, so dass bei regulärer Abfuhr nach dem neuen Abfallkalender der Zeitraum zur letzten Leerung 6 Wochen anstatt der üblichen 4 Wochen betragen würde.
Die Betriebsleitung des EBB bittet alle Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Straßen darum, die Papierbehälter dementsprechend rechtzeitig zur Leerung bereitzustellen.
Hettstedt im Advent: Bergkamener Bürgerinnen und Bürger auf Entdeckungstour in der Partnerstadt
Eine Gruppe von 43 Bürgerinnen und Bürgern unternahm vom 18.bis 21.12.2025 eine spannende Reise in Bergkamens Partnerstadt Hettstedt. Der mehrtägige Besuch führte die Teilnehmer nicht nur in die weihnachtlichen Kupferhöfe im Advent, sondern bot ein abwechslungsreiches Programm wie die Besichtigung der Stadt Quedlinburg und die einzigartige Umgebung.
Beim Ritteressen mit Programm an der Burg Falkenstein wurde gemeinsam gesungen und gelacht. Neben dem Besuch des ErlebnisZentrums Bergbau Röhrigschacht und einer Safaritour durch das Wildgehege Nordmann krönte die Besichtigung des Mansfeldmuseums den Abschluss der Reise. Bei einem herzlichen Empfang wurde zudem durch das Homboldschloss geführt.
„Hettstedt und Umgebung hat die Teilnehmenden mit seiner Vielfalt beeindruckt“, resümierte Städtepartnerschaftsbeauftrage Natalja Wilde. Die nächste Reise befindet sich in der Planungsphase. Der genaue Termin wird voraussichtlich im Frühjahr bekannt gegeben.
Geflügelpest in Hamm: Bergkamen gehört zur Überwachungszone mit Stallpflicht
In einem Putenmastbetrieb in Hamm wurde der Verdacht auf Geflügelpest am Freitag, 26. Dezember 2025, amtlich festgestellt. Der Verdacht wurde vom Chemischen Veterinär Untersuchungsamt (CVUA) Arnsberg am Samstag bestätigt und die Proben wurden zur weiteren Abklärung zum Referenzlabor (FLI) versendet. Rund 8.000 Puten sind am Samstag bereits getötet worden.
Um den betroffenen Betrieb richtet das Veterinäramt Kreis Unna, das auch für das Stadtgebiet Hamm zuständig ist, mit einem Radius von 3,1 Kilometern eine Schutzzone und einem Radius von zehn Kilometern eine Überwachungszone ein. Sie werden per Amtsblatt am Montag, 29. Dezember, erlassen. Sie betreffen den Kreis Unna, das Stadtgebiet Hamm und den Kreis Soest.
Regeln in den Zonen
Im Amtsblatt des Kreises Unna werden auch die zwingend einzuhaltenden Regelungen veröffentlicht, die Geflügelhalter in der Schutz- und Überwachungszone einhalten müssen. Klar ist: Für alle Geflügelbestände oder in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten gilt dann die Stallpflicht.
Wer Vögel hält, muss dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Tiere unter Angabe ihrer Nutzungsart melden. Das Veterinäramt ist unverzüglich über unklare Krankheits- oder Todesfälle bei Geflügel zu informieren und die Tiere sind schnellstmöglich auf Geflügelpest untersuchen zu lassen.
Außerdem herrscht ein Transportverbot: Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand gebracht werden. Außerdem gelten für Betriebe in den Zonen besondere Hygieneanforderungen.
Wachsam bleiben
Die Veterinärbehörde des Kreises Unna appelliert an alle Geflügelhalter, auch außerhalb der Restriktionszonen, Vorsicht und Achtsamkeit walten zu lassen. Die Geflügelpest ist hochansteckend und für Hühner und Puten meist sehr schnell tödlich. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch vergehen in der Regel nur wenige Stunden bis Tage.
In Deutschland ist bisher kein Fall einer Übertragung auf den Menschen bekannt geworden. Bürgerinnen und Bürger sollten jedoch wachsam sein: „Gehäufte Funde toter Wildvögel, insbesondere Wasser- und Greifvögel, sollten den zuständigen Ordnungsämtern und außerhalb der Dienstzeit der Leitstelle des Kreises Unna und der Stadt Hamm unter Angabe des genauen Fundortes gemeldet werden“, so Dr. Kirschner vom Veterinäramt. „Bürger sollten kranke oder verendete Vögel sowie Wildtiere generell nicht anfassen.“ Ansonsten ist das Veterinäramt unter tiergesundheit@kreis-unna.de oder Tel. 0 23 03 27 15 39 ansprechbar. Außerdem sind alle Geflügelhalter verpflichtet, ihre Tiere bei der Tierseuchenkasse NRW zu melden.
Unter www.lave.nrw.de sind unter dem Suchwort „Geflügelpest“ auch Merkblätter für Halterinnen und Halter zu finden. PK | PKU
Geflügelpest Schutz- und Überwachungszone
Ina Scharrenach löst Marco Morten Pufke an der Spitze des CDU-Kreisverbandes ab

Am 17. Dezember führte der CDU-Kreisverband Unna seinen turnusgemäßen Kreisparteitag mit Vorstandswahl durch. Über 100 Delegierte aus allen zehn Kommunen des Kreises Unna trafen sich im Lüner Hansesaal, um eine lange Tagesordnung abzuarbeiten.
Marco Morten Pufke, der den Kreisverband zwölf Jahre lang als Vorsitzender geprägt hat, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sein langjähriges Engagement wurde von den Anwesenden mit stehenden Ovationen gewürdigt.
Die Wahlgänge leitete Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Lünen. Als neue Kreisvorsitzende wählten die Delegierten Ina Scharrenbach MdL aus Kamen. In ihrer Bewerbungsrede ging die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung auf die Herausforderungen für die ehrenamtliche Politik ein. „Wir wollen als Christdemokratie im Kreis Unna hör- und sichtbar sein. Engagierte CDU-Wahlkämpferinnen und CDU-Wahlkämpfer in diesem Jahr haben deutlich gemacht: Es ist wieder Zeit, politisch Farbe zu bekennen. Unsere Demokratie ist ein Schatz, den es gut zu behüten und zu beschützen gilt. Das erfordert unsere ganze Tatkraft,“ sagte Scharrenbach MdL.
Scharrenbach wird von fünf stellvertretenden Kreisvorsitzenden unterstützt: Mit Annika Brauksiepe (Werne), Annette Droege-Middel (Lünen) und Dr. Tilman Rademacher (Bönen) wurden drei Stellvertretende Kreisvorsitzende wiedergewählt. Vera Volkmann (Unna) und Jon Lennart Wulff (Schwerte) wurden neu als Stellvertretende Kreisvorsitzende gewählt.
Zum neuen Kreisschatzmeister wurde Stephan Wehmeier aus Bergkamen gewählt. Claudia Mors-Böckenbrink (Selm) bleibt Schriftführerin. Ihre Stellvertreterin wurde – neu – Susanne Melchert (Fröndenberg/Ruhr). Die Positionen des Mitglieder- und des Digitalbeauftragten bleiben unverändert mit Marcal Zilian (Holzwickede) und Tim Helge Stohlmann (Werne) besetzt.
Den Vorstand komplettieren 16 Beisitzer aus den zehn CDU-Stadt- und Gemeindeverbänden:
Tobias Hindemitt, Martina Plath (beide Bergkamen), Dieter Senker (Fröndenberg/Ruhr), Nele Buckemüller (Holzwickede), Marco Korte (Kamen), Antje Bellaire, Klaus Bernemann, Dr. Christian Klicki (alle Lünen), Peter Dörner, Marianne Pohle (beide Schwerte), Herbert Krusel, Nils Hillner (beide Selm), Niko Dahlhoff, Laura Rousek (beide Unna), Christian Lang, Markus Rusche (beide Werne)
Außerdem wurden Delegierte zu den Bundes-, Landes- und Bezirksparteitagen gewählt.
Im Laufe des Abends ging Thomas Kufen, CDU-Bezirksvorsitzender und kürzlich wiedergewählter Oberbürgermeister von Essen, in einem Impulsvortrag auf die Themen Sicherheit, Clankriminalität und Alkohol im öffentlichen Raum ein. Er betonte, dass die Bundesregierung die Reformagenda im kommenden Jahr vorantreiben müsse, um so die Probleme der Menschen durch geeignete politische Entscheidungen zu lösen und auf diese Weise Vertrauen zurückzugewinnen.


