Briefwahl nur noch bis Freitag – Wahlaufruf des Bürgermeisters

Von den rund 36.000 Wahlberechtigten der Stadt Bergkamen haben zwischenzeitlich rund 7.000 Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Bei der letzten Landtagswahl 2017 waren es insgesamt 4.300 Briefwähler. Briefwahlanträge können nur noch bis zum kommenden Freitag, 18.00 Uhr angenommen werden. Zu diesem Zweck hat das Wahlamt ausnahmsweise an dem Freitag bis 18.00 Uhr geöffnet. Sollte also jemand noch an diesem Tage Briefwahl beantragen, so wird er gebeten, sich direkt bei der Stadtverwaltung zu melden.

Wichtig: Alle Wahlbriefe müssen am Wahltag bis spätestens um 18.00 Uhr im Rathaus eingegangen sein. Daher werden alle kurzfristigen Briefwähler gebeten, diese persönlich im Rathaus vorbeizubringen oder vorbeibringen zu lassen.

Bürgermeister Bernd Schäfer appelliert an alle Wahlberechtigten, von ihrem staatsbürgerlichen Recht, ihrem Wahlrecht, Gebrauch zu machen und damit zu einer überzeugenden Wahlbeteiligung aktiv beizutragen. „Nur wer zur Wahl geht, bestimmt mit, wer das Land Nordrhein-Westfalen in den nächsten fünf Jahren repräsentiert und regiert“.

Am Wahlabend wird es wieder ein öffentliches Wahlstudio geben. Der Zugang zum Wahlstudio erfolgt unter Beachtung der 3-G Regelung mit Maskenpflicht. Auch besteht wieder die Möglichkeit, über das Internet die bei der Stadtverwaltung eingehenden Ergebnisse live mitzuverfolgen. Unter www.bergkamen.de werden die aus den Wahllokalen gemeldeten Ergebnisse sofort eingestellt.

 




Info-Stand der SPD Weddinghofen Heil vor dem Netto mit Landtagskandidatin Silvia Gosewinkel

Silvia Gosewinkel

Am kommenden Samstag, 14. Mai, von in der Zeit 10-12.30 Uhr bietet die SPD Weddinghofen-Heil wieder einen Infostand zur Landtagswahl vor dem örtlichen Netto an der Schulstraße in Weddinghofen an.

Die SPD-Landtagskandidatin Silvia Gosewinkel wird ebenfalls für Gespräche mit den Weddinghofer*innen vor Ort sein, um über aktuelle Themen und Informationen zur Landtagswahl am kommenden Sonntag mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen.




Frauentag 2022 mit Comedy und viel Begegnung

Comedytheater „Lennhardt + Lennhardt“

Die Vorbereitungen zum Bergkamener Frauentag im August sind vielversprechend: Ein zweites Mal traf sich jetzt das Bergkamener Frauentagsteam gemeinsam mit Martina Bierkämper, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, und schnürte ein Veranstaltungspaket mit Theater und viel Zeit für Gespräche.

Besondere Akzente wird zum Frauentag am Sonntag, 28. August, das Comedytheater „Lennhardt + Lennhardt“ aus Witten mit einer Mischung aus komischen Szenen, Stand up und Musik setzen. Zudem räumt das Frauentagsteam den Gästen im Anschluss viel Zeit zum Austausch und gemeinsame Gespräche ein.

„Begegnungen sind ein großes Thema dieses Frauentages“, sagt Martina Bierkämper. „Immerhin haben wir mehr als zwei Jahre darauf gewartet, wieder gemeinsam und in dieser Form den Frauentag feiern zu können. Das ist eine lange Zeit und ich hoffe, dass die Matinée einmal mehr auf Gegenliebe stößt.“ Ab 11 Uhr erwartet die Besucherinnen des Treffpunkts am 28. August neben dem Programm zudem ein „Frauengedeck“ und eine kleine Überraschung.

Bereits zum Internationalen Frauentag am 8. März gab es eine Wiederauflage der Postkarten aus dem Vorjahr. Während auf der Vorderseite Astrid Lindgren auch in diesem Jahr dazu auffordert „frech, wild und wunderbar zu sein“ gibt es auf der Rückseite zusätzlich unter dem Stichwort „Save the date“ weitere Angaben zum Bergkamener Frauentag im August – inklusive QR-Code. Alle Neuigkeiten rund um den Frauentag können hier nachgelesen werden.




Wieder Juniorwahl zur Landtagswahl NRW am Städt. Gymnasium

Am Donnerstag, 12. Mai, findet am Städtischen Gymnasium Bergkamen von 8 bis ca. 13 Uhr die Juniorwahl zur Landtagswahl NRW statt. Dafür wird das PZ der Schule wieder zum Wahlraum. Die Stimmen werden anschließend von der Wahlleitung ausgezählt und gemeldet. Am Sonntag, 18 Uhr, werden die Ergebnisse dann auf der Homepage der Schule veröffentlicht.

Organisiert wird die offizielle Wahlsimulation für die Jahrgänge sieben bis Q1 diesmal erstmals federführend durch die Schülervertretung des SGB, die unterrichtliche Anbindung erfolgt wie gewohnt über die Fächer Wirtschaft-Politik & Sozialwissenschaften.

Weitere Informationen zum Projekt: www.juniorwahl.de




Bürgerbüro bietet künftig auch Hausbesuche für bewegungseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger an

Auf Antrag der CDU-Fraktion steht das Thema „Bürgerkoffer“ auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung. Mit diesem „Bürgerkoffer“ können Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter unter anderem Hausbesuche machen, bei denen bewegungseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Angelegenheiten des Bürgerbüros erledigen können, ohne zum Rathaus kommen zu müssen.

Hier war die Veraltung offensichtlich schneller. Bestellt wurde ein Bürgerkoffer bereits im Januar. Im April kam dann die Nachricht von er Bundesdruckerei, dass es erhebliche Lieferschwierigkeiten gebe, teilte Beigeordnete Christine Busch in einer Vorlage für die nächste Ratssitzung mit. Ausgestattet ist der Bürgerkoffer mit Notebook, Flachbett-Scanner, Ink-Jet-Drucker, Unterschriftenpad, LTE-Router, Änderungsterminal, Webcam und Transport Trolley. Genutzt werden kann er zum Beispiel für die Ausstellung von Melde- oder Lebensbescheinigungen, für die An- und Abmeldung von Hunden, die Beantragung von Führungszeugnissen und insbesondere für die Beantragung von Ausweisdokumenten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel erklärt in dem Antrag, bzw. in der Begründung, dass der Bürgerkoffer auch bei regelmäßigen Sprechstunden des Bürgerbüros außerhalb des Rathauses etwa im Stadtmuseum eingesetzt werden soll.




Bernd Schäfer erkrankt: Trotzdem findet die Veranstaltung „Bürgermeister vor Ort“ auf dem Bergkamener Stadtmarkt heute wie angekündigt statt

Trotz einer kurzfristigen Erkrankung von Bürgermeister Bernd Schäfer findet die Veranstaltung „Bürgermeister vor Ort“ auf dem Bergkamener Stadtmarkt heute wie angekündigt statt. Von 10 bis 12 Uhr werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen, Anregungen und Kritik zur Verfügung stehen. Eingeladen sind darüber hinaus die Ortsvorsteher und ein Vertreter der Kreispolizeibehörde Unna.




Protesttag für mehr Inklusion und Barrierefreiheit

Inklusionsbeauftragte Jennifer Schmandt macht auf den Protesttag aufmerksam. Foto: Max Rolke, Kreis Unna

Am 5. Mai 2022 findet zum 30. Mal der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ statt. Das diesjährige Motto: „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“. Darauf weist die Inklusionsbeauftragte des Kreises Unna hin. Denn: An vielen Stellen muss umgedacht werden.

„Gleichstellung bedeutet Gleichbehandlung und eine Angleichung der Lebenswelten an die verschiedenen Bedürfnisse, die mit unterschiedlichen Arten der Behinderung einhergehen“, so Jennifer Schmandt. „Der diesjährige Fokus auf das Thema ‚Barrierefreiheit‘ verdeutlicht, dass wir noch an einigen Stellen Verbesserungsbedarf haben und wir gesellschaftlich noch vieles um- und weiterdenken müssen. In den vergangenen 30 Jahren hat sich zwar schon einiges verändert aber auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist noch vieles zu tun. Die Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung müssen daher sichtbar gemacht werden. Für eine barrierefreie Zukunft für alle.“

30 Jahre Protesttag
Initiiert wurde der Protesttag erstmalig im Jahr 1992 durch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL). In ganz Europa soll an diesem Tag ein Zeichen dafür gesetzt werden, dass nicht nur alle Menschen gleich sind, sondern sich auch die Lebensverhältnisse so (schnell wie möglich) ändern müssen, damit jeder Mensch barrierefrei leben kann.

Deshalb findet der Protesttag jährlich am 5. Mai statt. Dieses Datum wurde nicht zufällig gewählt. Am 5. Mai ist der Europatag des Europarates. Hierdurch soll die Gleichstellung aller Menschen in Europa zum Ausdruck gebracht werden. In ganz Europa finden an diesem Tag Aktionen statt, um auf die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Neben vielen kleineren und größeren Veranstaltungen, innerhalb Deutschlands, wird es auch eine große Demonstration in Berlin geben.

Mehr Informationen zu Veranstaltungen in der Region und Materialien zum Herunterladen gibt es unter www.aktion-mensch.de. PK | PKU




Info-Stand der SPD Weddinghofen-Heil vor dem Netto an der Schulstraße

Am kommenden Samstag, 7. Mai, von 10-12.30 Uhr wird die SPD Weddinghofen-Heil mit einem Infostand zur Landtagswahl vor dem örtlichen Netto an der Schulstraße vor Ort sein. Mit dabei sein werden die lokalen Rats- und Kreistagsabgeordneten der SPD Weddinghofen-Heil, um über aktuelle Themen und Informationen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen.




Angebot zur Berufsorientierung: Jugendliche entdecken ihre Stärken in der Eishalle Bergkamen

Kooperationspartner und Projektteam (von links): Oliver Strecker (vom Projektträger Sinus), Thomas Helm (Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hamm), Landrat Mario Löhr, Martina Bier (Kommunale Koordinierung Kreis Unna), Schuldezernent Thorsten Göpfert, Anja Seeber (Leitung Fachbereich Schulen und Bildung) Katharina Klein und Silke Nagel (Kommunale Koordinierung). Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna

„Was will ich, was kann ich?“ Das fragen sich viele Jugendliche gegen Ende der Schulzeit. Helfen könnte das zum fünften Mal kreisweit veranstaltete Projekt „komm auf Tour“. Es richtet sich an rund 2.000 Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen aller weiterführender Schulformen. Es läuft bis zum 13. Mai und findet in der Eissporthalle in Bergkamen statt. Landrat und Schirmherr Mario Löhr hat heute den Startschuss gegeben.

23 Schulen mit insgesamt 79 Klassen aus dem Kreis Unna nehmen in den 14 Veranstaltungstagen daran teil. Dabei absolvieren die Schülerinnen und Schüler einen innovativen Parcours: Es geht mit Tempo durch die vier Stationen „Sturmfreie Bude“, „Zeittunnel“, „Bühne“ und „Labyrinth“. Gefragt sind dabei im Leben hilfreiche Fähigkeiten wie Orientierungssinn, Verantwortungsgefühl, Improvisationstalent oder auch Teamwork. Die teilnehmenden Jugendlichen entdecken im Laufe des Erlebnisparcours ihre Stärken. Das soll ihnen helfen, sich selbst besser kennenzulernen und einzuschätzen.
 
Landrat eröffnet Veranstaltung
Landrat und Schirmherr der Veranstaltung Mario Löhr und Thomas Helm, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hamm, begrüßten die Schülerinnen und Schüler vor Ort.

„Bei den Möglichkeiten heutzutage, ist es eine Herausforderung, den richtigen Weg für sich zu finden“, so Landrat Löhr. „Als ich mit der Schule fertig war, war das noch anders. Die Möglichkeiten waren begrenzt – und so vielfältige Beratungsangebote wie heute gab es damals auch nicht. Deshalb nutzt die Gelegenheit, dass ihr bei ‚komm auf Tour‘ eure Stärken noch besser kennenlernen könnt. Es hilft euch bei der richtigen Berufswahl.“

„Wir sehen in der Neuauflage dieses Projekts zur Berufsorientierung die besonderen Chancen der Stärkenorientierung“, so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. „Die Jugendlichen werden frühzeitig und professionell an die vielfältigen Berufswahlmöglichkeiten eines Ausbildungsmarktes mit nahezu 150 Berufen in Hamm herangeführt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel in einzelnen Branchen ist es wichtig, dass die Ausbildungssuchenden das Spektrum der für sie infrage kommenden Berufe erweitern.“

Zusammenarbeit wird gefördert
Über den Erlebnisparcours hinausgehend fördert „komm auf Tour“ eine Zusammenarbeit von Schulen, Eltern sowie außerschulischen Partnern der Berufsorientierung und Lebensplanung. Mütter und Väter der teilnehmenden Jugendlichen erfahren bei einem Informationsabend im Erlebnisparcours, wie sie ihre Kinder bei dem Prozess der Zukunftsentscheidungen bis zum Schulabgang konkret unterstützen können. Die Lehrkräfte erhalten Anregungen, um die Themen in der Schule nachhaltig zu vertiefen.

Das Angebot zur Berufsorientierung und Lebensplanung steht unter Schirmherrschaft von Landrat Mario Löhr und ist ein Kooperationsprojekt des Kreises Unna, der Agentur für Arbeit Hamm und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). PK | PKU




„Wo drückt der Schuh?“ Einladung zum Gespräch mit Bürgermeister Bernd Schäfer auf dem Wochenmarkt

Der direkte Kontakt zur Bevölkerung ist Bürgermeister Bernd Schäfer ein besonderes Anliegen. Nach den Herausforderungen durch Corona ist es Bürgermeister Bernd Schäfer sehr wichtig nach und nach in den „Alltag“ zurückfinden und den Bürgerinnen und Bürgern ein direktes Kontaktangebot zu machen. Dazu lädt Bernd Schäfer alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 5. Mai, in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr auf den Stadtmarkt in Bergkamen-Mitte ein.

Zu dieser Veranstaltung sind ebenfalls die Ortsvorstehenden sowie ein/e Bezirksbeamtin/er von der Polizeidienststelle Bergkamen eingeladen.

Das bewährte Gesprächsangebot „Bürgermeister vor Ort“ bietet die Chance Fragen, Ideen und Kritik unmittelbar an den Bürgermeister zu richten oder dem Bürgermeister einfach mal zu erzählen, was im Augenblick beschäftigt bzw. ob und wo der Schuh gerade drückt. Der Bürgermeister hat für alle Anliegen ein offenes Ohr. Bernd Schäfer: „Ich kann nicht bei allen Problemen Abhilfe schaffen, aber ich möchte persönlich ansprechbar sein, Anregungen entgegen nehmen und Hilfestellungen geben.“

Gerade unter den aktuellen Bedingungen sind Bürgermeister Bernd Schäfer der direkte Dialog und Austausch besonders wichtig. Die Mitarbeiter der Stadt Bergkamen – und auch der Bürgermeister selbst – sind auch im Rathaus über vielfältige Wege zu erreichen. „Seit Beginn der Corona-Pandemie wenden sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger per E-Mail oder webApp an die Stadtverwaltung, doch es gibt regelmäßig Anliegen, die sich einfach viel leichter und besser im direkten Austausch vorbringen und besprechen lassen“, ist sich Bürgermeister Bernd Schäfer ganz sicher und freut sich auf viele persönliche Gespräche.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen sind während der Öffnungszeiten persönlich im Rathaus und in den Nebenstellen und auf folgenden Wegen erreichbar:

  • alle Beschäftigten – auch der Bürgermeister selbst – sind per Telefon oder E-Mail erreichbar (Rufnummer der Telefonzentrale: 02307/965-0)
  • die offizielle Internetseite der Stadt Bergkamen bergkamen.de wird kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt, sodass sich nach und nach immer mehr Fragen und Anliegen online beantworten lassen
  • für Anregungen und Beschwerden ist zudem das Bürgertelefon im Rathaus unter 02307 / 965-444 geschaltet
  • außerdem besteht die Möglichkeit, ganz unbürokratisch Kontakt über die WebApp „Dein Bergkamen – Meinungen, Anregungen, Lob & Kritik“ https://www.bergkamen.de/buergerservice-buergerportal/dein-bergkamen/ aufzunehmen
  • auch die Kontaktaufnahme per Facebook(-Messenger) ist möglich https://www.facebook.com/stadtverwaltungbergkamen



Emanzipatorische Arbeit für Frauen und Mädchen mit internationaler Geschichte: Stark und trotzdem zwangsverheiratet

Treffen der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna im Bergkamener Rathaus.

Sevgi Kahraman-Brust, engagiert in der Mädchen- und Frauenpolitik beim Kommunalen Integrationszentrum im Kreis Unna (KI), setzt bei Zwangsheirat und Gewalt in der Familie mehr denn je auf Prävention. Gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna plante die Koordinatorin des Netzwerks „Wegen der Ehre“ die zukünftige inhaltliche Arbeit und gemeinsame Veranstaltungen.

Die Gleichstellungsbeauftragten bekräftigten während ihres Treffens im Bergkamener Rathaus ihr großes Interesse an der Zusammenarbeit mit der Netzwerkkoordinatorin. Das setzt sich aktiv für Selbstbestimmung und gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie ein. „Gewalt gegen junge Mädchen und Frauen darf nicht verschwiegen werden und allen Mädchen und Frauen muss das Menschenrecht auf freie Partner*innenwahl zu teil werden“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper.

Eine gezielte Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit ist wichtig: „Schule ist für Mädchen und junge Frauen häufig der einzige Ort, wo sie von Lehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen in einer Notsituation angesprochen werden können und diese um Hilfe bitten können. Und deshalb benötigen sie Kompetenzen und eine professionelle Herangehensweise“, appellierte Sevgi Kahraman-Brust.

Aktuell befürchtet das Netzwerk einen Anstieg von Frühehen und Zwangsverheiratungen wegen der Corona-Pandemie. So werden nach Recherchen von Terrre des Femmes immer noch die Ferien und Urlaubszeiten in den Heimatländern genutzt, um minderjährige Töchter gegen ihren Willen zu verheiraten

„Umso wichtiger ist es, dass Präventionsarbeit an Schulen geleistet und über das Thema und Hilfsmöglichkeiten, insbesondere direkt vor den Sommerferien, gesprochen wird,“ betonte Sevgi Kahraman-Brust. Das KI ist seit 2007 Koordinierungsstelle des Netzwerks „Wegen der Ehre. Auch die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper, ist im Netzwerk engagiert.