Bergkamen trauert um Ehrenbürgermeister Roland Schäfer

Diese Nachricht hat Bergkamen erschüttert: Am Neujahrstag ist Bergkamens Ehrenbürgermeister Roland Schäfer im Alter von 76 Jahren plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Über 31 Jahre hatte er zunächst als Stadtdirektor und danach als hauptamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Stadt geprägt.

Dabei war sein Start in Bergkamen alles andere als einfach. Die Auswirkungen der Machenschaften um die damalige „Bergkamener Berufsausbildungsgesellschaft“ drohte die Stadt finanziell zu ruinieren. Es wurden Rückforderungen vonj Fördermitteln in Millionenhöhe erhoben.

Dass es dann nicht ganz so schlimm kam, war auch Schäfers Verdienst, der am 8. Dezember 1988 durch den Rat zum Stadtdirektor einstimmig bei zwei Enthaltungen gewählt wurde. Der gleiche Stadtrat hatte vorher seinen Vorgänger wegen der „bbg-Affäre“ abgewählt.

Die Wahl Schäfers war im Nachhinein betrachtet ein ausgesprochener Glückgriff. Dabei brachte er hervorragende Voraussetzungen mit. Bei der Bezirksregierung in Arnsberg war der Volljurist als Dezernent tätig gewesen, bevor er am 16. Februar 1988 zum Innenministerium des Landes NRW in Düsseldorf als Referent in der Kommunalabteilung wechselte. Offen ist, warum es ihn nur rund 10 Monate später ausgerechnet nach Bergkamen zog. Vielleicht spielte hier Klaus Mathiesen eine Rolle. Der SPD-Politiker war damals nicht nur der hiesige Landtagsabgeordnete, sondern auch Minister für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft in der Landesregierung von Johannes Rau.

Die zweite große Herausforderung für Schäfer und die Stadt Bergkamen waren die Auseinandersetzungen um die geplante Schließung der drei Schachtanlagen. Über 10.000 Bergbauarbeitsplätze standen auf dem Spiel. Die Reaktion waren massive Proteste der Bergleute und der Bergkamener Bürgerinnen und Bürger, die den Niedergang des Bergbaus zwar etwas verlangsamte, aber nicht aufhalten konnte.

Immerhin gab und gibt es Fördermittel für die Gestaltung des Strukturwandels, an der sich Roland Schäfer mit aller Kraft beteiligt hatte. Beispiele für diese Projekte sind die Marina in Rünthe und die Wasserstadt Haus Aden.

Eine andere Herzensangelegenheit des Bürgermeisters war die Entwicklung von Städtepartnerschaften. Kurz vor Weihnachten 2025 beteiligte sich Roland Schäfer noch an einer Bürgerreise nach Hettstedt. Die Stadt in Sachsen-Anhalt hatte ihn 2021 zum Ehrenbürger ernannt wegen seiner Verdienste. Bergkamen hatte nach der Wiedervereinigung Hettstedt bei der Reorganisation der Verwaltung massiv unterstützt. Weitere partnerschaftliche Beziehungen wurden in den ersten Jahren seiner Amtszeit als Stadtdirektor mit Wieliczka in Polen, Gennevilliers in Frankreich und Tasucu (heute Silifke) gegründet.

Als weitere Schwerpunkte seiner Arbeit nannte Roland Schäfer die Kommunalisierung der Versorgung mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Telekommunikation und Trinkwasser durch die GSW und die Kommunalisierung der Straßenreinigung und der Abfallentsorgung durch Gründung des EBB, die Verbesserung der Wohnungssituation und Erhöhung von Bürgerorientierung und Servicequalität der Verwaltung.

Dass ihm dies weitestgehend gelungen ist, zeigt auch die große Anteilnahme, nach dem die Nachricht von seinem Tod die Runde am Neujahrstag durch Bergkamen machte. Ein weiteres Indiz ist sein hoher Stimmenanteil bei den drei Wiederwahlen 2004, 2009 und 2014. Nur bei der ersten Direktwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister musste er am 1. Oktober 1999 in die Stichwahl.

Als Roland Schäfer 2020 in den wohlverdienten Ruhestand ging, sagte er neckisch, er werde jetzt seine freie Zeit nutzen, Leserbriefe zu schreiben. Das tat er natürlich nicht. Zwar verfolgte er, soweit es möglich war, jede Sitzung des Bergkamener Stadtrats, öffentlich vernehmbare Kommentare gab es darüber aber nicht von ihm.

Roland Schäfer hinterlässt eine Lebenspartnerin und zwei Kinder. Bergkamen trauert mit ihnen. (Mehr über Roland Schäfer ist auf seine Homepage zu erfahren: http://www.schaefer-bergkamen.de)




EBB: Zusätzlie Papierabfuhr am Samstag in den Straßen Grimberg und Unter den Telgen

Aufgrund einer Änderung eines Papierabfuhrbezirks führt der EntsorgungsBetrieb Bergkamen (EBB) am 03.01.26 eine zusätzliche Leerung der Papierbehälter in folgenden Straßen durch:

  • Grimberg
  • Unter den Telgen

Für diese Straßen gibt es zum Jahreswechsel eine Änderung vom Papierbezirk Nr. 9  zur Nr. 6, so dass bei regulärer Abfuhr nach dem neuen Abfallkalender der Zeitraum zur letzten Leerung 6 Wochen anstatt der üblichen 4 Wochen betragen würde.

Die Betriebsleitung des EBB bittet alle Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Straßen darum, die Papierbehälter dementsprechend rechtzeitig zur Leerung bereitzustellen.




Hettstedt im Advent: Bergkamener Bürgerinnen und Bürger auf Entdeckungstour in der Partnerstadt

Foto: Stadt Bergkamen

Eine Gruppe von 43 Bürgerinnen und Bürgern unternahm vom 18.bis 21.12.2025 eine spannende Reise in Bergkamens Partnerstadt Hettstedt. Der mehrtägige Besuch führte die Teilnehmer nicht nur in die weihnachtlichen Kupferhöfe im Advent, sondern bot ein abwechslungsreiches Programm wie die Besichtigung der Stadt Quedlinburg und die einzigartige Umgebung.

Beim Ritteressen mit Programm an der Burg Falkenstein wurde gemeinsam gesungen und gelacht. Neben dem Besuch des ErlebnisZentrums Bergbau Röhrigschacht und einer Safaritour durch das Wildgehege Nordmann krönte die Besichtigung des Mansfeldmuseums den Abschluss der Reise. Bei einem herzlichen Empfang wurde zudem durch das Homboldschloss geführt.

 

„Hettstedt und Umgebung hat die Teilnehmenden mit seiner Vielfalt beeindruckt“, resümierte Städtepartnerschaftsbeauftrage Natalja Wilde. Die nächste Reise befindet sich in der Planungsphase. Der genaue Termin wird voraussichtlich im Frühjahr bekannt gegeben.




Geflügelpest in Hamm: Bergkamen gehört zur Überwachungszone mit Stallpflicht

In einem Putenmastbetrieb in Hamm wurde der Verdacht auf Geflügelpest am Freitag, 26. Dezember 2025, amtlich festgestellt. Der Verdacht wurde vom Chemischen Veterinär Untersuchungsamt (CVUA) Arnsberg am Samstag bestätigt und die Proben wurden zur weiteren Abklärung zum Referenzlabor (FLI) versendet. Rund 8.000 Puten sind am Samstag bereits getötet worden.

Um den betroffenen Betrieb richtet das Veterinäramt Kreis Unna, das auch für das Stadtgebiet Hamm zuständig ist, mit einem Radius von 3,1 Kilometern eine Schutzzone und einem Radius von zehn Kilometern eine Überwachungszone ein. Sie werden per Amtsblatt am Montag, 29. Dezember, erlassen. Sie betreffen den Kreis Unna, das Stadtgebiet Hamm und den Kreis Soest.

Regeln in den Zonen
Im Amtsblatt des Kreises Unna werden auch die zwingend einzuhaltenden Regelungen veröffentlicht, die Geflügelhalter in der Schutz- und Überwachungszone einhalten müssen. Klar ist: Für alle Geflügelbestände oder in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Arten gilt dann die Stallpflicht.
Wer Vögel hält, muss dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Tiere unter Angabe ihrer Nutzungsart melden. Das Veterinäramt ist unverzüglich über unklare Krankheits- oder Todesfälle bei Geflügel zu informieren und die Tiere sind schnellstmöglich auf Geflügelpest untersuchen zu lassen.
Außerdem herrscht ein Transportverbot: Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand gebracht werden. Außerdem gelten für Betriebe in den Zonen besondere Hygieneanforderungen.

Wachsam bleiben
Die Veterinärbehörde des Kreises Unna appelliert an alle Geflügelhalter, auch außerhalb der Restriktionszonen, Vorsicht und Achtsamkeit walten zu lassen. Die Geflügelpest ist hochansteckend und für Hühner und Puten meist sehr schnell tödlich. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch vergehen in der Regel nur wenige Stunden bis Tage.
In Deutschland ist bisher kein Fall einer Übertragung auf den Menschen bekannt geworden. Bürgerinnen und Bürger sollten jedoch wachsam sein: „Gehäufte Funde toter Wildvögel, insbesondere Wasser- und Greifvögel, sollten den zuständigen Ordnungsämtern und außerhalb der Dienstzeit der Leitstelle des Kreises Unna und der Stadt Hamm unter Angabe des genauen Fundortes gemeldet werden“, so Dr. Kirschner vom Veterinäramt. „Bürger sollten kranke oder verendete Vögel sowie Wildtiere generell nicht anfassen.“ Ansonsten ist das Veterinäramt unter tiergesundheit@kreis-unna.de oder Tel. 0 23 03 27 15 39 ansprechbar. Außerdem sind alle Geflügelhalter verpflichtet, ihre Tiere bei der Tierseuchenkasse NRW zu melden.
Unter www.lave.nrw.de sind unter dem Suchwort „Geflügelpest“ auch Merkblätter für Halterinnen und Halter zu finden. PK | PKU

Geflügelpest Schutz- und Überwachungszone




Ina Scharrenach löst Marco Morten Pufke an der Spitze des CDU-Kreisverbandes ab

Der neue CDU-Kreisvorstand. Foto: Tim Helge Stohlmann

Am 17. Dezember führte der CDU-Kreisverband Unna seinen turnusgemäßen Kreisparteitag mit Vorstandswahl durch. Über 100 Delegierte aus allen zehn Kommunen des Kreises Unna trafen sich im Lüner Hansesaal, um eine lange Tagesordnung abzuarbeiten.

Marco Morten Pufke, der den Kreisverband zwölf Jahre lang als Vorsitzender geprägt hat, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sein langjähriges Engagement wurde von den Anwesenden mit stehenden Ovationen gewürdigt.

Die Wahlgänge leitete Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Lünen. Als neue Kreisvorsitzende wählten die Delegierten Ina Scharrenbach MdL aus Kamen. In ihrer Bewerbungsrede ging die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung auf die Herausforderungen für die ehrenamtliche Politik ein. „Wir wollen als Christdemokratie im Kreis Unna hör- und sichtbar sein. Engagierte CDU-Wahlkämpferinnen und CDU-Wahlkämpfer in diesem Jahr haben deutlich gemacht: Es ist wieder Zeit, politisch Farbe zu bekennen. Unsere Demokratie ist ein Schatz, den es gut zu behüten und zu beschützen gilt. Das erfordert unsere ganze Tatkraft,“ sagte Scharrenbach MdL.

Scharrenbach wird von fünf stellvertretenden Kreisvorsitzenden unterstützt: Mit Annika Brauksiepe (Werne), Annette Droege-Middel (Lünen) und Dr. Tilman Rademacher (Bönen) wurden drei Stellvertretende Kreisvorsitzende wiedergewählt. Vera Volkmann (Unna) und Jon Lennart Wulff (Schwerte) wurden neu als Stellvertretende Kreisvorsitzende gewählt.

Zum neuen Kreisschatzmeister wurde Stephan Wehmeier aus Bergkamen gewählt. Claudia Mors-Böckenbrink (Selm) bleibt Schriftführerin. Ihre Stellvertreterin wurde – neu – Susanne Melchert (Fröndenberg/Ruhr). Die Positionen des Mitglieder- und des Digitalbeauftragten bleiben unverändert mit Marcal Zilian (Holzwickede) und Tim Helge Stohlmann (Werne) besetzt.

Den Vorstand komplettieren 16 Beisitzer aus den zehn CDU-Stadt- und Gemeindeverbänden:

Tobias Hindemitt, Martina Plath (beide Bergkamen), Dieter Senker (Fröndenberg/Ruhr), Nele Buckemüller (Holzwickede), Marco Korte (Kamen), Antje Bellaire, Klaus Bernemann, Dr. Christian Klicki (alle Lünen), Peter Dörner, Marianne Pohle (beide Schwerte), Herbert Krusel, Nils Hillner (beide Selm), Niko Dahlhoff, Laura Rousek (beide Unna), Christian Lang, Markus Rusche (beide Werne)

Außerdem wurden Delegierte zu den Bundes-, Landes- und Bezirksparteitagen gewählt.

Im Laufe des Abends ging Thomas Kufen, CDU-Bezirksvorsitzender und kürzlich wiedergewählter Oberbürgermeister von Essen, in einem Impulsvortrag auf die Themen Sicherheit, Clankriminalität und Alkohol im öffentlichen Raum ein. Er betonte, dass die Bundesregierung die Reformagenda im kommenden Jahr vorantreiben müsse, um so die Probleme der Menschen durch geeignete politische Entscheidungen zu lösen und auf diese Weise Vertrauen zurückzugewinnen.




Planfeststellungsverfahren: Beschluss für den Ausbau der A1 ist rechtskräftig

Die Bezirksregierung Arnsberg hat das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Bundesautobahn A1 zwischen dem Autobahnkreuz Kamen und der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne erfolgreich abgeschlossen. Mit der Einstellung der Klageverfahren ist der Planfeststellungsbeschluss vom 10. Juli 2025 nun rechtskräftig. Der rund zehn Kilometer lange Abschnitt kann somit sechsstreifig ausgebaut werden.
Der Ausbau der A1 ist zwingend notwendig, um den Verkehr wieder sicherer und leichter fließen zu lassen. In diesem Abschnitt wird der Verkehrsfluss durch auf- und abfahrende Fahrzeuge gestört und kann dem hohen Verkehrsaufkommen aktuell nicht mehr gerecht werden. Zudem ist in der Zukunft mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs zu rechnen.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss wurde das Verfahren formell beendet. Gegen diesen Beschluss wurden Mitte September 2025 fristgerecht zwei Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erhoben. Diese hatten jedoch keine aufschiebende Wirkung, da der Beschluss per Gesetz sofort vollziehbar ist und keine Anträge auf Aussetzung der sofortigen Vollziehung gestellt wurden. In der Folge konnten sich die Autobahn GmbH des Bundes als Trägerin des Vorhabens und die beiden Kläger außergerichtlich einigen, woraufhin beide Klagen zurückgenommen und die entsprechenden Klageverfahren durch das Bundesverwaltungsgericht eingestellt wurden. Mit der Rechtskräftigkeit des Planfeststellungsbeschlusses verfügt die Autobahn GmbH des Bundes über das vollständige Baurecht für das Vorhaben.

Neben dem eigentlichen Ausbau der Autobahn regelt der Planfeststellungsbeschluss unter anderem die Errichtung von Lärmschutzanlagen, wasserwirtschaftliche Maßnahmen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen des landschaftspflegerischen Begleitplans. Darüber hinaus beinhaltet die Genehmigung die notwendigen Folgemaßnahmen an Verkehrswegen und Anlagen Dritter.




Verschiebung der Abfuhrtage zu Weihnachten – Montagsbezirke bereits am Samstag

Die Abfuhrtage für Restabfall und Wertstofftonne verschieben sich, wie bereits im Abfallkalender dargestellt, in der gesamten Weihnachtswoche in allen Bezirken.

Die Abfuhr der Montagsbezirke findet bereits am Samstag, den 20. Dezember statt. Die Dienstags-, Mittwochs- und Donnerstagsbezirke werden einen Tag früher als üblich abgefahren. Die Freitagsbezirke verschieben sich um einen Tag nach hinten auf den 27.12.2025.

Im Einzelnen erfolgt die Abfuhr an folgenden Tagen:

Wochentag Restabfall   Wertstoffe
Samstag, 20.12.25 12.20 Bezirke 1+2 Bezirk 6
Montag, 22.12.25   1.12.20
Bezirke 3+4   Bezirk 7
Dienstag, 23.12.25  2.12.20
Bezirke 5+6   Bezirk 8+Wertstoffcontainer B
Mittwoch, 24.12.25  3.12.20   23.12.20 Bezirke 7+8   Bezirk 9
Samstag, 27.12.25 Bezirke 9+10   Bezirk 10

 

Die Betriebsleitung des EBB bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, diese Verschiebung der Abfuhrtage zu beachten.

Der EBB wünscht allen Bergkamener Bürgerinnen und Bürgern eine Frohe Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2026!




Landrat besucht ADAC Luftrettungsstation „Christoph 8“: „Danke für den Einsatz“

Von hinten links nach rechts vorne: Landrat Mario Löhr, Stefan Unterbusch (Leitender Hubschraubernotarzt), Holger Gutzeit (Dezernent Kreis Unna), Priv.-Doz. Dr. Christine Meyer-Frießem (Teamchefin und Chefärztin der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin), Julia Alexandra Schütte (Geschäftsführerin St. Marien Hospital), Thomas Kade (Stationsleiter Christoph 8), Kim Kristin Friedel (diensthabende Notärztin Christoph 8), Michael Gilbert (Regionalbeauftragter Luftrettung ADAC Luftrettung gGmbH), René Wauro (Kreisbrandmeister Kreis Unna) und Dr. Erik Lipke (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Unna). Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Kreis Unna. Traditionell besucht Landrat Mario Löhr das Team des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 8“ in Lünen am St. Marien Hospital kurz vor den Feiertagen und dankt für ihren Einsatz im vergangenen Jahr. So auch am Freitag, 12. Dezember. „Sie leisten wichtige Arbeit hier im Kreis Unna und darüber hinaus und versorgen Patienten mit schwersten Verletzungen“, so Landrat Löhr. „Das ist kein einfacher Job. Umso wichtiger ist es mir, dafür danke zu sagen.“

Gerufen wird der Hubschrauber bei bestimmten Einsatzstichworten – in der Praxis sind das beispielsweise Unfälle auf Autobahnen, Reit- und Mountainbike-Unfälle oder Motorradunfälle. In diesem Jahr blickt das Team auf bislang 922 Einsätze zurück. Dabei machten Unfallverletzungen mit rund 54,2 Prozent erneut den größten Anteil aus, gefolgt von internistischen Notfällen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit rund 12,3 Prozent. Durchschnittlich rückte die Crew der EC135 damit fast drei Mal pro Tag aus, um schnelle Hilfe aus der Luft zu bringen.

Der „Christoph 8“, der gemeinnützigen ADAC Luftrettung bringt seit über 50 Jahren auf dem schnellsten Weg Hilfe von Lünen in die Region und darüber hinaus – innerhalb von 20 Minuten kann der Helikopter in 70 Kilometer entfernte Orte fliegen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich bis ins Münsterland, das Sauerland, an den Rhein und bis zum Teutoburger Wald. Anfliegen kann er dann direkt entsprechend spezialisierte Krankenhäuser – das kann etwa auch das Krankenhaus im niederländischen Enschede sein.
Landrat Löhr wünschte der Crew zum Jahresende alles Gute und „allzeit sicheren Flug“.

Weitere Informationen zum Christoph 8 sind unter https://luftrettung.adac.de/stationen/christoph-8/ zu finden. Mehr zum Standortkrankenhaus gibt es unter www.klinikum-luenen.de.

Hintergrund
Da Rettungshubschrauber luftgebunden unterwegs sind, können diese mit ca. 70 Kilometer je Standort viel größere Einsatzradien als beispielsweise ein normaler Rettungswagen abdecken. Daher fast das Land NRW im Luftrettungserlass Kreise und kreisfreie Städte zusammen, die dann die jeweiligen Rettungshubschrauber gemeinsam Tragen und in deren Bereich dieser Hubschrauber dann bei Verfügbarkeit als erster Zugriff eingesetzt wird. Da der Rettungshubschrauber Christoph 8 im Kreis Unna stationiert ist, hat der Kreis Unna als Kernträger mit der Kreisleitstelle auch die Aufgabe der hubschrauberführenden Leitstelle, von der der Hubschrauber dann disponiert wird. PK | PKU




SPD Weddinghofen-Heil unterstützt Weihnachtsmarkt auch 2025

Die SPD Weddinghofen-Heil unterstützt den Weihnachtsmarkt in Weddinghofen auch im Jahr 2025 und leistet damit erneut einen Beitrag zum Gelingen dieser wichtigen Veranstaltung im Stadtteil. Mit ihrer Unterstützung würdigt die SPD die engagierte Arbeit der beteiligten Vereine und stärkt zugleich das ehrenamtliche Engagement vor Ort.
„Die Vereine in unserem Stadtteil leisten einen unschätzbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Weddinghofen und Heil. Sie schaffen Begegnung und Zusammenhalt. Mit unserer Unterstützung möchten wir Dankbarkeit ausdrücken und die aktive Mitgestaltung des Weihnachtsmarktes fördern“, erklärt der Vorsitzende der SPD Weddinghofen-Heil, Jens Schmülling.
Der Beitrag der SPD soll dazu beitragen, die Vereinsarbeit von Wir in Weddinghofen zu würdigen, die Organisation künftiger Veranstaltungen zu unterstützen und den Weihnachtsmarkt auch weiterhin als festen Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. Zugleich unterstreicht die SPD Weddinghofen-Heil damit ihre enge Verbundenheit mit dem ehrenamtlichen Engagement und dem lebendigen Gemeinschaftsleben im Stadtteil.



Verabschiedung von Heike Sohn nach über drei Jahrzehnten im Dienst der Stadt Bergkamen

Die Stadt Bergkamen verabschiedet zum 01. Januar 2026 Frau Heike Sohn in den wohlverdienten Ruhestand. Mit ihrem Renteneintritt endet eine über drei Jahrzehnte währende, engagierte und verlässliche Tätigkeit im Dienste der Stadtverwaltung.

Frau Sohn begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zur Kommunalen Angestellten, die sie vom 01.08.1978 bis zum 31.01.1981 absolvierte. Am 01.06.1991 trat sie ihren Dienst bei der Stadt Bergkamen an. Dort war sie zunächst bis zum 31.12.1999 im Bereich StA 23 „Liegenschaften“ tätig. Ab dem 01.01.2000 arbeitete sie im StA 33 / Sachgebiet 32 Sicherheit und Ordnung und prägte mit ihrer fachlichen Kompetenz und Zuverlässigkeit in den Bereichen Landeshundegesetz, Kirmes, Psychisches Krankengesetz, Pandemieregelungen und Reisegewerbe die Arbeit des Teams. Am 12.12.2013 konnte Frau Sohn ihr 25-jähriges Arbeitsjubiläum feiern.

Die Stadt Bergkamen dankt Frau Heike Sohn herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihren wertvollen Beitrag zur Verwaltungsarbeit.




Geplante Erhöhungen von Steuern und Elternbeiträgen wurden vertagt

Die von Kämmerin Sandra Diebel vorgeschlagenen Erhöhungen bei den Steuern sowie bei den Kita- und OGS-Elternbeiträgen haben am Donnerstag für gut gefüllte Zuschauerränge des großen Ratssaals gesorgt. Kontroverse Diskussionen gab es allerdings nicht bei den entsprechenden Tagesordnungspunkten. Sie wurden zurückgezogen. Die Debatten und die Entscheidungen darüber wurden verschoben, wahrscheinlich auf die Ratssitzung Mitte Februar.

Richtig aufatmen können die betroffenen Eltern und Steuerzahler nicht. Die neuen Sätze für die Kita-Gebühren sollten ohnehin erst am 1. August 2026 mit Beginn des neuen Kindergartenjahres in Kraft treten. Für die Steuern wird es laut Ankündigung von Sandra Diebel zwei Bescheiden: die erste Ende Januar / Anfang Februar vermutlich mit den bisherigen Hebesätzen und dann noch einmal bis Anfang Mai mit den neuen Hebesätzen und den dann fälligen Nachzahlungen.

Neben den Wahlen fast aller Ausschussvorsitzenden sowie der Entsendung von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt in diverse Gremien sowie der Ernennung von Ex-Bürgermeister Bernd Schäfer, Ex-SPD-Fraktionschef Dieter Mittmann, Ex-Grünen-Fraktionsvorsitzende Thomas Grziwotz, Dirk Haverkamp, und Manuela Veit zu Ehrenratsmitgliedern stand die Einbringung des Entwurfs des Haushaltsplans für 2026 durch Kämmerin Sandra Diebel im Mittelpunkt des Interesses.

Sie zeichnete ein düsteres Bild von der Finanzlage der Stadt. Sie sei strukturell unterfinanziert. So würden beispielsweise die Schlüsselzuweisungen des Landes an die Kommune fast vollständig über die Kreisumlage in die Kasse des Kreises Unna fließen. Für 2026 rechnet Sandra Diebel mit Einnahmen ihn Höhe von 194 Millionen Euro. Dem stehen Ausgaben von 207 Millionen gegenüber. Die Differenz von 13 Millionen Euro soll durch eine Entnahme aus der sogenannten Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden. Neben den bereits angestoßenen Einsparungen der Verwaltung seien die von ihren vorgeschlagenen Erhöhungen der Elternbeiträge und der Steuern eigentlich unumgänglich.

Bis Mitte Februar haben jetzt die Fraktionen Zeit, den Haushaltsplanentwurf zu beraten und eigen Vorschläge zu entwickeln.

Der Entwurf der Haushaltssatzung nebst Anlagen liegt ab dem 22.12.2025 im Rathaus der Stadt Bergkamen, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen, aus. Alle Einwohner und Abgabepflichtigen haben die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Auslegungsfrist Einwendungen bei der vorgenannten Stelle zu erheben, über die der Rat in öffentlicher Sitzung zu beraten und zu beschließen hat.