Bündnis für Demokratie und Vielfalt hält Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach: Bürgermeister legt Kranz nieder

Kranzniederlegung an der Gedenkstätte an Lentstraße in Schönhausen.

Das Bergkamener Bündnis für Demokratie und Vielfalt hatte am Dienstag zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus eingeladen. Seit 1996 ist der 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee, auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der offizielle gesetzlich verankerte Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

Wie im Vorjahr fand die Bergkamener Gedenkveranstaltung in Form eines Spaziergangs statt. Startpunkt war diesmal das Bergkamener Rathaus. Dort hatte der Bergkamener Arbeitskreis Stolpersteine einen Gedenkstein für Hermann Völkel verlegt, weil er Obdachlos war und seine letzte Wohnadresse in der Altgemeinde Bergkamen unbekannt ist. Am 6. November 1942 wurde Hermann Völkel im KZ Gusen, einem Außenlager des KZ Mauthausen ermordet. Über sein Schicksal und das vieler andere in Bergkamen berichtete am Dienstag Manuel Izdebski vom Arbeitskreis.

Weitere Gedenkansprachen hielten während des Spaziergangs über den ehemaligen Kommunalfriedhof Bergkamen-Mitte zur Gedenkstätte an der Lentstraße ein Vertreter des jüdischen Vereins Stern e.V. und Bürgermeister Thomas Heinzel. Am Eingang des ehemaligen Wohlfahrtsgebäudes der früheren Zeche Grimberg I/II an der Lentstraße erinnert schon seit vielen Jahren eine Inschriftentafel daran, dass die Nationalsozialisten in diesem Gebäudekomplex von März bis Oktober 1933 vorübergehend ein provisorisches Sammellager für politische Gegner eingerichtet hatten, um die Häftlinge mit Folter, Misshandlung und Drohungen einzuschüchtern oder sie von dort aus in größere KZ-Lager im Emsland (Papenburg), nach Oranienburg nahe Berlin oder auch nach Dachau bei München zu verlegen.

Aus organisatorischen Gründen endete am Dienstag der Spaziergang in der Friedenkirche. Dort sorgten die Gitarrengruppe Oberaden sowie Schülerinnen und Schüler des Städt. Gymnasiums und der Willy-Brandt-Gesamtschule für einen würdevollen Abschluss des Gedenkveranstaltung.




Gedenkveranstaltung am 27.01.26 – Tag der Befreiung des KZ Auschwitz

Historisches Foto vom Wohlfahrtsgebäude an der Lentstraße in der Siedlung Schönhausen, , das von März bis Oktober 1933 von den Nazis als Konzentrationlager genutzt wurde. Später diente es als Gemeindehaus der Friedenskirchengemeinde und heute als Gemeindezentrum der Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen.

Das Bündnis für Demokratie und Vielfalt lädt zu einem Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Es findet in Form eines Spaziergangs am 27.01.26 in der Zeit von 16-ca 18 Uhr statt. An drei Stationen werden Reden von Vertretern der  Stadt, dem jüdischen Verein Stern e.V.  und dem Arbeitskreis Stolpersteine gehalten . Beginn ist um 16 Uhr am Rathaus. Der Weg führt über den Friedhof zum Gedenkstein an der Lentstrasse. Den Abschluss gestalten die Gitarrengruppe Oberaden und SchülerInnen des Gymnasiums und der Gesamtschule in Bergkamen in der Friedenskirche in Bergkamen, Schulstr.156

Wer mag, kann eine Blume zum Niederlegen am Gedenkstein mitbringen. Das Gemeindezentrum in der Lentstraße hat einen konkreten historischen Bezug zum Anlass des Gedenkens. Am Eingang des ehemaligen Wohlfahrtsgebäudes der früheren Zeche Grimberg I/II erinnert seit vielen Jahren eine Tafel daran, dass sich an dieser Stelle von März bis Oktober 1933 ein provisorisches Sammellager befand. Dieses Lager hatten die Nationalsozialisten eingerichtet, um politische Gegner zu inhaftieren, zu foltern und einzuschüchtern. Manche der misshandelten Häftlinge wurden anschließend in größere KZ-Lager im Emsland (Papenburg) oder nach Oranienburg nahe Berlin oder auch nach Dachau bei München verlegt.Auf Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog wurde der 27. Januar – der Jahrestag des 1945 befreiten Konzentrationslagers Auschwitz – 1996 offiziell zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt und seither als solcher begangen.

Mehr Informationen zum ehemaligen Konzentrationslager Schönhausen gibt es hier: https://bergkamen-infoblog.de/vor-80-jahren-begann-der-nazi-terror-im-kz-schonhausen/




Leitbildentwicklung Bergkamen: Weitere Stadtteilveranstaltungen stehen an!

Im Rahmen der Leitbildentwicklung der Stadt Bergkamen haben bereits drei Stadtteilveranstaltungen erfolgreich stattgefunden. In den bisherigen Terminen wurde engagiert und konstruktiv diskutiert. Dabei sind viele interessante und wertvolle Beiträge zur zukünftigen Entwicklung Bergkamens zusammengekommen.

Nun stehen die letzten drei Veranstaltungen dieser ersten Veranstaltungsreihe an. Diese finden jeweils ab 17:30 Uhr statt

am 27. Januar in Weddinghofen im Städtischen Gymnasium,
am 28. Januar in Overberge in den Räumlichkeiten der Feuerwehr sowie
am 28. Januar in Heil in der Ökologiestation / Umweltzentrum.

Alle Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Stadtteile sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, ihre Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Ideen für die Zukunft ihres Stadtteils und für Bergkamen insgesamt zu entwickeln.

 

Stadtteil 1. Termin 2. Termin Uhrzeit Ort Adresse
           
Mitte 14. Januar 25. Februar 17:30 bis 20:30 VHS  Lessingstraße 2, 59192 Bergkamen
Rünthe 20. Januar  04. März 17:30 bis 20:30 Mensa Regenbogenschule  Rünther Str. 80, 59192 Bergkamen
Oberaden 21. Januar 10. März 17:30 bis 20:30 Stadtmuseum Jahnstraße 31, 59192 Bergkamen
Weddinghofen 27. Januar 24. März 17:30 bis 20:30 Städtisches Gymnasium Hubert-Biernat-Straße 1, 59192 Bergkamen
Overberge 28. Januar 03. März 17:30 bis 20:30 Feuerwehrgerätehaus Hansastraße 61, 59192 Bergkamen
Heil 29. Januar 25. März 17:30 bis 20:30 Ökologiestation / Umweltzentrum Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

 




GSW-Gremien für fünf Jahre neu besetzt: Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung haben sich gebildet

Der neue GSW-Aufsichtsrat.

Konstituierende Sitzung: Nach den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr haben sich die Gremien der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen nun neu gebildet. Die Mitglieder wurden für die kommenden fünf Jahre in den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der GSW berufen.

In der ersten Aufsichtsratssitzung mit den neuen Mitgliedern wurde der Vorsitz neu gewählt. Vorsitzende ist nun Elke Kappen, Bürgermeisterin der Stadt Kamen. Erster stellvertretender Vorsitzender ist Thomas Heinzel, Bürgermeister der Stadt Bergkamen. Zweiter stellvertretender Vorsitzender ist Nils Böckmann, Bürgermeister der Gemeinde Bönen. Dritter stellvertretender Vorsitzende ist Kevin Derichs (Fraktionsvorsitzender der SPD in Bergkamen), vierter stellvertretender Vorsitzende Jörg Böttcher (Arbeitnehmervertreter). Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung hat Elke Kappen inne.

Im Zuge der Neubildung der Gremien wurden die ehemaligen Mitglieder aus dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung verabschiedet. GSW-Geschäftsführer Alexander Loipfinger dankte den scheidenden Gremienmitgliedern für ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mitglieder des GSW-Aufsichtsrates: Elke Kappen (Vorsitzende), Thomas Heinzel (1. stellv. Vorsitzende), Nils Böckmann (2. stellv. Vorsitzender), Kevin Derichs (3. stellv. Vorsitzender), Jörg Böttcher (4. stellv. Vorsitzender), Denis Aschhoff, Mandy Bayer, Harald Brückner, Daniel Heidler, Sandra Heinrichsen, Sven Holtsträter, Wilhelm Kemna, Simon Knaack, Dirk Krampe, Dirk Lampersbach, Ralf Langner, Jens Moellmann, Marco Morten Pufke, Tilman Rademacher, André Rocholl, Stephan Wehmeier

Mitglieder der GSW-Gesellschafterversammlung: Elke Kappen (Vorsitzende), Klaus-Dieter Grosch, Christiane Klanke, Johannes Söder, Christian Völkel, Dietmar Wünnemann, Nils Böckmann, Thorsten Leyer, Ralf Maczkowiak, Klaus Viertmann, Sandra Diebel, Christopher Nawroth, Jens Schmülling, Kay Schulte, Martin Strunk




Elternbeiträge für Kita und OGS: Die Linke lädt zum Bürgerdialog in den Ratssaal ein

Oliver Schröder.

Zum Ende des vergangenen Jahres sind mit den ersten Details zum Haushaltsentwurf 2026, insbesondere zur Wiedereinführung von Elternbeiträgen für Kita und OGS, heftige Diskussionen entfacht worden.

„Wir Linke halten die geplante Mehrbelastung für Bergkamener Haushalte mit Kind(ern) für sozial ungerecht und verantwortungslos, weshalb wir diese entschieden ablehnen!
Gemeinsam mit betroffenen Eltern möchten wir Meinungen bilden und ggf. Kompromisse erarbeiten“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Oliver Schröder.

Aus diesem Grund lädt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bergkamen zu einem Bürgerdialog ein:
• am Montag, den 26.01.2026
• um 18:00 Uhr
• im Ratssaal




Bürgermeister Thomas Heinzel zu Gast beim Neujahrsempfang in Hettstedt

Thomas Heinzel mit Dirk Fuhlert (r.)

Am vergangenen Freitag folgte Thomas Heinzel, Bürgermeister der Stadt Bergkamen, der Einladung zum Neujahrsempfang in die Partnerstadt Hettstedt. Es war sein erster offizieller Besuch in Hettstedt seit seinem Amtsantritt.

Die Veranstaltung wurde von einem kleinen, abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Schulchor des Humboldt-Gymnasiums Hettstedt und trug mit seinem Auftritt zu einer festlichen Atmosphäre bei.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Dank an den Bürgermeister der Stadt Hettstedt Dirk Fuhlert, der sein Amt als amtierender Bürgermeister Ende Januar niederlegen wird. Wegbegleiter richteten persönliche Worte an ihn und würdigten seine Unterstützung sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit während seiner Amtszeit.

Der Neujahrsempfang bot eine schöne Gelegenheit für Austausch, Begegnungen und erste Gespräche über zukünftige gemeinsame Projekte und Planungen im Rahmen der Städtepartnerschaft.




Willy-Brandt-Medaille für Gerd Kampmeyer – Dank und Anerkennung für ein politisches Lebenswerk

Gerd Kampmeyer (3.v.r.) wurde mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet.

Es war ein Moment der Dankbarkeit, des Stolzes und der großen Anerkennung: Die SPD hat den langjährigen Bergkamener Kommunalpolitiker Gerd Kampmeyer mit der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, geehrt. Die Verleihung fand im Rahmen der Jubilarehrung statt und würdigte ein politisches Lebenswerk, das eng mit der Entwicklung der Stadt Bergkamen verbunden ist.

Über Jahrzehnte hinweg hat Gerd Kampmeyer die Kommunalpolitik in Bergkamen mitgeprägt – verlässlich, sachlich und mit großem Verantwortungsbewusstsein. Sein politischer Weg begann bereits Ende der 1970er-Jahre als sachkundiger Bürger und führte ihn über viele Wahlperioden hinweg in den Rat der Stadt. Dort übernahm er Aufgaben in zahlreichen Ausschüssen und Gremien, unter anderem in den Bereichen Schule, Sport, Kultur, Finanzen sowie Stadtentwicklung und Strukturwandel.

Besonders in Zeiten des Wandels war Kampmeyer ein Politiker, der den Blick für das Ganze behielt: für die Stadt, ihre Menschen und für tragfähige Lösungen. Sein Stil war nie laut, sondern geprägt von Ausgleich, Klarheit und einem tiefen Verständnis dafür, „wie Bergkamen tickt“. Genau das machte ihn über Parteigrenzen hinweg zu einem geschätzten Ansprechpartner.

Auch innerhalb der SPD übernahm Gerd Kampmeyer große Verantwortung – unter anderem als Stadtverbandsvorsitzender und über viele Jahre als Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Bergkamen. Für viele war er dabei nicht nur politischer Gestalter, sondern auch Ratgeber und verlässlicher Wegbegleiter.

Die Auszeichnung wurde von der Bürgermeisterin der Stadt Lünen, Martina Förster-Teutenberg, sowie dem Ehrenbürgermeister der Stadt Bergkamen und ebenfalls Träger der Willy-Brandt-Medaille, Wolfgang Kerak, vorgenommen. In ihren Ansprachen würdigten sie Kampmeyers außergewöhnliches Engagement und seine tiefe Verwurzelung in der kommunalen Demokratie. Gerd Kampmeyer betonte, dass diese Ehrung für ihn nicht nur persönliche Anerkennung, sondern vor allem Ausdruck gemeinsamer Arbeit und gelebter Solidarität ist – ein Moment, der ihn demütig und dankbar zurückblicken ließ auf viele Jahrzehnte im Dienst der Stadt und ihrer Menschen.

Rund 50 Gäste dankten dem Geehrten mit stehenden Ovationen – ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für ein jahrzehntelanges Engagement.

Jens Schmülling, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Weddinghofen-Heil, brachte es in seiner Würdigung auf den Punkt:
„Gerd Kampmeyer ist eine der prägendsten Persönlichkeiten der Bergkamener Politik. Er steht für Verlässlichkeit und klare Kante und wusste dabei immer, wie Bergkamen tickt. Solche Persönlichkeiten sind selten geworden.“

Mit der Willy-Brandt-Medaille sagt die SPD Danke für ein politisches Wirken, das von Haltung, Augenmaß und großem persönlichen Einsatz getragen war – und das Bergkamen nachhaltig geprägt hat.




Jubilarehrung bei der SPD Weddinghofen-Heil: 1.200 Jahre gelebte Sozialdemokratie

Jubilarehrung bei der SPD Weddinghofen-Heil.

Wenn politische Überzeugung Ausdauer hätte, dann säße sie an diesem Abend reihenweise im Saal: Bei der Jubilarehrung der SPD Weddinghofen-Heil wurden Mitglieder geehrt, die zusammen auf rund 1.200 Jahre Parteizugehörigkeit kommen. Ein Abend voller Dankbarkeit, Stolz – und der Erkenntnis, dass Engagement für Demokratie offenbar ein sehr langlebiges Projekt ist.

Geehrt wurden langjährige Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unter anderem für 50, 55 und 60 Jahre Mitgliedschaft. Menschen, die nicht nur Parteibücher gefüllt, sondern über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen, diskutiert, gestritten und gestaltet haben – stets mit dem Blick auf das Wohl der Ortsteile Weddinghofen und Heil.
Eine besondere historische Note brachte Christel Flüß in den Abend ein. Als Schwiegertochter des ersten Weddinghofer Bürgermeisters nach dem Zweiten Weltkrieg steht sie sinnbildlich für eine Zeit, in der der Wiederaufbau nicht nur aus Ziegeln bestand, sondern vor allem aus Haltung, Zusammenhalt und sozialdemokratischen Werten.
Mit Wolfgang Kerak wurde zudem ein echtes politisches Schwergewicht geehrt: Ehrenbürgermeister der Stadt Bergkamen und selbst Träger der Willy-Brandt-Medaille. Sein Name ist untrennbar mit der Entwicklung der Stadt verbunden – und seine Anwesenheit ein lebendiges Stück kommunaler Geschichte.
Für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft wurde unter anderem Gerd Kampmeyer ausgezeichnet, einer der prägenden Köpfe der Bergkamener Politik. Über Jahrzehnte hinweg hat er als Ratsmitglied, Ausschuss- und Fraktionsvorsitzender Verantwortung getragen – verlässlich, sachlich und mit dem sprichwörtlichen Gespür dafür, wie Bergkamen „tickt“.
Ein ganz besonderer Applaus galt Ute Scheunemann aus Heil, die seit 55 Jahren Mitglied der SPD ist und vielen als das „Gesicht des Ortsteils Heil“ gilt. Seit Jahrzehnten kümmert sie sich mit Herz, Ausdauer und einem offenen Ohr um die Anliegen der Menschen im kleinsten Bergkamener Stadtteil – oft leise, aber stets wirkungsvoll.
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Weddinghofen-Heil, Jens Schmülling, zeigte sich sichtlich stolz:
„Wenn Menschen über fünf oder sechs Jahrzehnte dabeibleiben, dann ist das kein Zufall. Diese Jubilare stehen für Verlässlichkeit, Engagement und eine tiefe Verbundenheit mit ihren Ortsteilen. Als SPD sind wir dankbar und stolz, solche Persönlichkeiten in unseren Reihen zu wissen.“
Die Jubilarehrung machte eindrucksvoll deutlich: Sozialdemokratie vor Ort lebt von Menschen, die dranbleiben – manchmal ein Leben lang. Und genau das wurde an diesem Abend gefeiert.

Alle geehrten Jubilare der SPD Weddinghofen-Heil:

60 Jahre:

Christel Flüß

Wolfgang Kerak

55 Jahre:

Ute Kerak

Ute Scheunemann

50 Jahre:

Horst Hiddemann

Gerhard Kampmeyer

Mareike Lambertz-Boden

Brigitte Naujokat

45 Jahre:

Bruno Dolch

Erich Gailat

Dagmar von Popowski

Klaus Weiß

40 Jahre:

Thomas Hennig

35 Jahre:

Brigitte Grünschloss

Ismail Koc

Marion Korte-Rahn

Thomas Leitmann

30 Jahre:

Devrim Karaoglu

Münevver Karaoglu

Dirk Haverkamp

Ute Korte

Klaus Petrat

Daniel Scheunemann

Reinhard Schmidt

25 Jahre:

Sven Meier

20 Jahre:

Siegfried Dumke

Jörg Kutzka

10 Jahre:

Heinz Sommerfeldt

Günter Witkowski




Vollsperrung der Straße Am Römerberg ab Montag zur Herstellung eines Kanalanschlusses

Ab Montag, den 19.01.202 bis einschließlich Samstag, den 31.01.2026 wird die Straße Am Römerberg im Bereich der Einmündung Jahnstraße / Am Römerberg vorübergehend voll gesperrt. In diesem Zeitraum ist ein Einfahren in die Straße Am Römerberg nicht möglich. Eine Umleitung wird eingerichtet und ausgeschildert. Fußgänger sind von der Sperrung nicht betroffen. Grund der Maßnahme ist die Herstellung eines Kanalanschlusses für das angrenzende Baugrundstück.




100 Jahre Lippeverband: Seseke spielt in dieser Geschichte eine Hauptrolle

Ein blauer Fluss mit grünen Ufern: die Seseke nach der Renaturierung, hier in Bergkamen. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Der Lippeverband feiert in wenigen Tagen sein 100-jähriges Bestehen: Am 19. Januar 1926 erfolgte der Erlass des Lippe-Gesetzes – es gilt als die Geburtsstunde des Lippeverbandes. Eines der bekanntesten Projekte des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmens ist die Renaturierung der Seseke in Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen. Die Seseke spielt ohnehin eine wesentliche Rolle in der Geschichte des Lippeverbandes: Hervorgegangen ist dieser 1926 aus der Sesekegenossenschaft, die 1913 nach Vorbild der bereits 1899 entstandenen Emschergenossenschaft gegründet worden war. Die Renaturierung der Seseke wiederum diente später als Vorbild für den größeren Umbau der Emscher… Im Jahr 2026 steht die Asphaltierung des Seseke-Weges auf einer Länge von 13 Kilometern an!

Seit 100 Jahren nimmt der Lippeverband in der Region – und für die Menschen in der Region – unverzichtbare Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge wahr. Dazu gehören unter anderem die Abwasserentsorgung sowie der Hochwasserschutz. Darüber hinaus gehen die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen des Lippeverbandes immer auch mit einer städtebaulichen Entwicklung der Quartiere entlang der Gewässer einher. Mit dieser Verzahnung von Wasserwirtschaft und Städtebau verfolgt der Lippeverband im Schulterschluss mit seinen Mitgliedskommunen eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung in der Region. Der Betrieb von modernen Abwasserkanälen, Pumpwerken, Kläranlagen und Hochwasserschutzeinrichtungen bildet den Dreh- und Angelpunkt einer sozial-ökologischen Transformation: „Die Renaturierung von einst technisch überformten Flüssen und Bächen ermöglicht die Rückkehr von blaugrünem Leben in diese Gewässer sowie eine verbesserte Erleb- und Erfahrbarkeit dieser neuen Naherholungsorte für die Menschen. Unser Selbstverständnis als Infrastrukturdienstleister für unsere Mitglieder hat sich in den vergangenen 100 Jahren nicht geändert. Das Wohl der Allgemeinheit steht dabei für uns nach wie vor an erster Stelle“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Das Wirken des Lippeverbandes an der Seseke

Die Seseke vor der Renaturierung: technisch überformt und stark begradigt (hier in Lünen). Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV

Anno 1913 wurde die Sesekegenossenschaft als Vorläufer des Lippeverbandes gegründet. Den Anlass gaben die zunehmende Verschmutzung und Abflussstörungen von Seseke, Körne und Nebenbächen, die eine umfassende Lösung verlangten. Die Sesekegenossenschaft baute die Gewässer der Region aus, um das damals Vorrangige zu erreichen: Schutz vor ständigen Überschwemmungen ganzer Stadtteile durch verschmutztes Wasser – d.h. „trockene Füße“ für eine ganze Region.

Um 1910 waren Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen noch ausgesprochen ländlich geprägt. Doch die Auswirkungen der Industrialisierung nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die ersten Zechen in der Region, die Schächte Massen und Kurl, verschmutzten seit etwa 1860 den Körnebach. Rasch kamen weitere Schachtanlagen hinzu. Die nicht seltenen Überschwemmungen im Umland der Seseke wirkten sich durch die Beimengung von Abwässern und abgepumptem Grubenwasser schädlich auf überflutete Wiesen, Weiden und Felder aus. Hinzu kam, dass durch zunehmende Bodensenkungen – ebenfalls eine Folge des Bergbaus – immer größere Gebiete überschwemmt wurden.

Emschergenossenschaft lieferte den Plan

Auf Vorschlag der Bezirksregierung in Arnsberg erarbeitete im Jahr 1911 der Vorsteher des Bauamtes Dortmund der Emschergenossenschaft, Regierungsbaumeister E. Jöhrens, einen Entwurf für die Entwässerung des Seseke-Gebietes. Für die Umsetzung seiner Pläne ging Jöhrens von der Vorstellung einer wasserwirtschaftlichen Genossenschaft nach dem Vorbild der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft aus. Denn die Situation an der Seseke war mittlerweile mit den Zuständen in der Emscher-Zone vergleichbar. Denn inzwischen hatten sich Überschwemmungen und unhygienische Zustände weiter verschärft, sodass die Gemeinden dringend nach Abhilfe verlangten.

Die Gründung der neuen „Sesekegenossenschaft“ ließ nicht lange auf sich warten. Am 22. Januar 1912 trafen sich die Gründungsmitglieder aus Kommunen, Industrie und Verwaltung zu einer ersten Sitzung in Dortmund. Am 5. Juni 1913 trat schließlich das im preußischen Landtag beschlossene Seseke-Gesetz in Kraft. Der neu gewählte Vorstand übertrug der Emschergenossenschaft die Geschäftsführung und damit die Verantwortung für die Regulierung der Gewässer.

Zuerst war der Braunebach dran

Als erste Arbeit der Genossenschaft wurde der Braunebach in Kamen-Methler ausgebaut. Das Bachwasser wurde noch landwirtschaftlich genutzt, wurde aber bereits durch die von der Harpener Bergbau AG gebaute Bergmannskolonie Kaiserau verschmutzt. Die Bewohner selbst litten unter den Verhältnissen, denn in der Kolonie gab es keine Kanalisation.

Die Genossenschaft verlegte dort ein Kanalnetz, leitete die Abwässer in den Braunebach, der von Schlamm geräumt, vertieft und mit Betonsohlschalen ausgebaut wurde. Knapp vor dem Ersten Weltkrieg wurde man damit fertig, während der ähnlich konzipierte Ausbau des Heerener Mühlbaches in Kamen, der die Abwässer der Zeche Königsborn in Unna zur Seseke transportierte, erst nach dem Krieg abgeschlossen werden konnte. Entsprechende Bauentwürfe für Seseke und Körne wurden früh aufgestellt, die „landespolizeiliche Prüfung“ zog sich aber kriegsbedingt bis 1920 hin. Darin war u. a. vorgesehen, den Oberlauf der Körne in Dortmund zwischen Scharnhorst und Kurl auf die Südseite der Bahnlinie Dortmund-Hamm zu verlegen, um ein künftiges großes Senkungsgebiet zu umgehen.

Im Körne-Gebiet hatte sich die Lage mittlerweile dramatisch verschärft: Der Verkehr auf der Straße von Brakel nach Scharnhorst war ständig unterbrochen, weil Flächen unter Wasser standen. Bei Hochwasser mussten die Anwohner auf Brettersteigen ihre Häuser verlassen. In Scharnhorst eröffnete an einem durch Bergbau entstandenen Senkungssee sogar ein Ruderverleih.

Technischer Ausbau der Seseke

Der eigentliche (technische) Ausbau der Seseke begann 1921, der trockene Sommer ermöglichte es, die Arbeiten von der Mühle bis Kamen abzuschließen. Innerhalb von Kamen war die Seseke schon damals durch Häuser eingeengt. Durch Vertiefung, Begradigung und Ausbau mit Ziegelsteinen gelang es, die Abwässer aus der Stadt halbwegs hygienisch abzuleiten. Dann aber ging durch die Inflation der frühen 1920er-Jahre der Genossenschaft das Geld aus, Kredite waren kaum zu bekommen. Auch an der Körne musste man sich darauf beschränken, den Wasserlauf an der seit Jahren unter Wasser stehenden Kreisstraße in Dortmund-Kurl zu regulieren. Danach war wegen der Inflation Pause. Erst Mitte der 1920er-Jahre konnten die wichtigsten Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Erste Kläranlagen

Parallel dazu liefen schon die Vorbereitungen für einen Ausbau des Kuhbaches in Bergkamen, des Rexebaches in Bönen und des Massener Baches in Unna. Die Stadt Unna hatte auf Veranlassung der Sesekegenossenschaft bereits eine Kläranlage gebaut – eine der ersten, die mit dem biologischen Tropfkörper-Verfahren arbeitete. Eine weitere, allerdings einfach gehaltene Kläranlage, regte die Genossenschaft für den Ortsteil Dortmund-Wambel an, auch diese wurde schon in den 1920 Jahren realisiert. Ihre Wirkung konnten diese Anlagen allerdings erst richtig entfalten, nachdem – zum Teil Jahre später – die nachfolgenden Wasserläufe tiefer gelegt worden waren. Denn nur so konnte das geklärte Abwasser unter Bergsenkungsbedingungen störungsfrei abfließen.

Genossenschaft ging im Lippeverband auf

Unterdessen liefen bereits die Vorbereitungen für die Gründung des Lippeverbandes im Januar 1926, in dem die Sesekegenossenschaft aufging. Auch der Lippeverband wurde nach dem Vorbild der Emschergenossenschaft konzipiert, nachdem deutlich wurde, dass die Nordwanderung des Bergbaus nicht nur im Sesekegebiet die Lippe erreicht hatte, sondern auch in Dorsten und Hamm.

Anders als bei der Emscher konnte allerdings der technische Ausbau der gesamten Lippe vermieden werden; und so beschränkte man sich auf Hochwasserschutzdeiche in den Bergbauzentren. Der Ausbau der Seseke und ihrer Nebenläufe ging dagegen unter der Federführung des Lippeverbandes weiter und wurde im Laufe der 1930er-Jahre im Wesentlichen abgeschlossen.

Auslaufen des Bergbaus und Renaturierung der Gewässer

Mit dem Auslaufen des Bergbaus in der Region in den 1980er-Jahren wurden zum ersten Mal die kanalisierte Form der Gewässer und die offene Abwasserführung in Frage gestellt. Bis dahin hatte es dazu keine echte Alternative gegeben. Geschlossene, unterirdische Kanäle für das Schmutzwasser wären durch anhaltende Bergsenkungen immer wieder beschädigt worden – die Verseuchung des Grundwassers und die Schwierigkeit, Reparaturen durchzuführen, hätten alle anfänglichen Vorteile zunichte gemacht.

Als klar wurde, dass die bergbaubedingten Bodensenkungen durch die Einstellung der letzten Schachtanlagen abklingen würden, entwickelte der Lippeverband ab 1984 das Seseke-Programm, das mit Rückendeckung des damaligen NRW-Umweltministers Klaus Matthiesen Realität wurde. Erst jetzt konnte auch wieder der Natur zu ihrem Recht verholfen werden. Die naturnahe Umgestaltung der Gewässer blieb allerdings noch auf Jahre in der Warteschleife, weil der Lippeverband zunächst an sämtlichen, zu offenen Schmutzwasserläufen umfunktionierten Bächen unterirdische Kanäle verlegte – der langwierigste und aufwändigste Teil des Seseke-Programms.

Die Seseke als Vorbild für die Emscher

Zwischen dem Ende der 1980er-Jahre und 2014 hat der Lippeverband mit dem Bau von vier modernen Kläranlagen und rund 73 Kilometern an geschlossenen Abwasserkanälen eine neue abwassertechnische Infrastruktur im Einzugsgebiet der Seseke geschaffen. Die neuen unterirdischen Kanäle wurden an Massener Bach, Süggelbach, Lüserbach, Körne und weiteren Seseke-Nebenläufen verlegt, bis 2005 war auch im Seseke-Hauptlauf die Abwasserfreiheit erreicht. In Kanäle und Kläranlagen wurde der weitaus größte Teil des Projektbudgets von einer halben Milliarde Euro investiert.

Seitdem fließt nur noch gereinigtes Wasser in der Seseke und ihren Nebenläufen. Das Schmutzwasser wird durch die parallel zu den Gewässern – und tief in der Erde – verlaufenden Kanälen zu den Kläranlagen in Bönen, Kamen, Dortmund-Scharnhorst sowie Lünen geführt und dort gereinigt in die Seseke sowie ihre Zuflüsse Rexebach und Körne eingeleitet.

Nach der Befreiung von der Abwasserfracht konnte endlich mit der ökologischen Verbesserung der Seseke und ihrer Nebenläufe begonnen werden, wobei die kleineren Zuläufe an erster Stelle standen. Bis 2006 konnte der Lippeverband auch die Umgestaltung der Körne abschließen, die als größter Nebenlauf der Seseke den Nordosten von Dortmund entwässert und bei Kamen in die Seseke mündet. Im Zuge der Renaturierung wurden die Betonsohlschalen aus dem Flussbett entfernt, die Böschungen abgeflacht sowie Flachwasserzonen und Rückhalteflächen eingerichtet. Zudem erhielt das Gewässer seinen natürlichen geschwungenen Flusslauf zurück. Durch Initialpflanzungen sowie das Einsetzen von Jungfischen wurden darüber hinaus Flora und Fauna angeregt, sich ihre Lebensräume zurückzuerobern.

Mittlerweile sind an den Ufern die typischen Auen mit ihren Eschen, Erlen und Weiden entstanden, während sich in den trockenen Zonen Gehölze und Hochstaudenflure bilden. All das ist bereits ein deutliches Indiz für die ökologische Qualität der Seseke. Über 500 Millionen Euro hat der Lippeverband in den Umbau der Seseke investiert. Die Seseke samt ihren Zuflüssen wurde ein Vorzeigefluss mit ökologischem und städtebaulichem Potenzial und Mehrwerten für die an ihr liegenden Städte wie Lünen, Bergkamen, Kamen und Bönen. Rad- und Fußwege, Rastplätze, Kunstinstallationen und andere Einrichtungen an den renaturierten Gewässern laden heute zur Erholung am Wasser ein. Das Projekt gilt damit auch als Vorbild für die größere Renaturierung des Emscher-Systems.

Hochwasserschutz und Artenvielfalt gehen Hand in Hand

Angesichts des Klimawandels wird die Sorge vor Hochwasser immer drängender. Der Lippeverband baute dafür ein Hochwasserrückhaltebecken in Bönen, das mit einer Fläche von 29 Hektar rund 340.000 Kubikmeter Wasser fassen kann. Dabei schützt das Becken nicht nur die Bevölkerung vor Überschwemmungen, sondern ist schon längst zu einem Hotspot für die Artenvielfalt mutiert. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben sich hier angesiedelt und die Fläche am Schwarzen Weg in Bönen zu einer Oase der Biodiversität verwandelt.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde der Umbau der Seseke durch das von Billie Erlenkamp kuratierte Projekt „Über Wasser gehen“ künstlerisch begleitet und der Fluss so wieder näher ins öffentliche Bewusstsein gerückt. An verschiedenen Standorten in Lünen, Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Dortmund sind dabei neben einigen temporären auch zahlreiche dauerhafte Kunstobjekte am und im Fluss entstanden, die sich mit dem Wandel von Natur und Landschaft auseinandersetzen.

25 Kilometer langer Seseke-Weg

Von Bönen bis Lünen hat der Lippeverband außerdem einen Fuß- und Fahrradweg – den 25 Kilometer langen Seseke-Weg – angelegt, der dazu einlädt, den neuen Erlebnis- und Naherholungsraum zu entdecken. 13 Kilometer des Seseke-Weges befinden sich auf Flächen des Lippeverbandes. Um den Fahrkomfort zu verbessern, plant der Lippeverband die Asphaltierung des Seseke-Weges auf seinen verbandseigenen Flächen. Aktuell befindet sich der Wasserwirtschaftsverband noch in der Ausschreibungsphase. Mit einer Vergabe des Bauauftrages wird noch im ersten Quartal gerechnet, so dass die ersten Arbeiten rund um Ostern starten könnten. Wenn die Witterung es zulässt, sollen die Asphaltierungsarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Info: Der Lippeverband

Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum von Lippborg bis Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.




Gesundheitsamt und Techniker Krankenkasse: Projekte zur Gesundheitsförderung ab 20. Januar förderfähig

Benedict Bösing (TK), Nikolaj Salzmann (TK), Jasmin Meichsner und Thekla Pante (beide vom Fachbereich Gesundheit Kreis Unna), Carina Ewens (Fachbereichsleitung Gesundheit) und Dezernent Sven Brüggenhorst bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Foto Lea Malzer – Kreis Unna.

Das Gesundheitsamt des Kreises Unna baut seine Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung weiter aus und setzt im Jahr 2026 verstärkt auf bedarfsgerechte und niedrigschwellige Angebote.

Eine neue Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) schafft dafür die Grundlage: Beide Partner haben am Mittwoch, 7. Januar, einen Kooperationsvertrag zum sogenannten TK‑Verfügungsfonds unterzeichnet. Dieser ermöglicht die Förderung vielfältiger Gesundheitsprojekte im gesamten Kreis Unna.

Förderung lokaler Gesundheitsprojekte startet am 20. Januar
Ab dem 20. Januar können Einrichtungen, Initiativen und Vereine im Kreis Unna Projektmittel aus dem Verfügungsfonds der TK über das Gesundheitsamt beantragen. Gefördert werden insbesondere stadtteil- und zielgruppenbezogene Mikroprojekte, die die Gesundheitschancen der Bevölkerung vor Ort verbessern.

Im Fokus stehen Vorhaben aus den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung, Stressreduktion und Entspannung, Medienkompetenz sowie Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln.

Antragsberechtigt sind lokale Einrichtungen, Vereine, freie Träger sowie städtische Institutionen. Nicht gefördert werden Projekte für Kitas, Schulen und Pflegeheime, da es für diese Einrichtungen grundsätzlich ein eigenes Förderverfahren gibt.

Digitale Informationsveranstaltung am 20. Januar
Um Interessierte umfassend über Förderbedingungen, Antragsverfahren und Beispiele aus anderen Kommunen zu informieren, laden das Gesundheitsamt und die Techniker Krankenkasse zu einer Online‑Informationsveranstaltung am 20. Januar 2026 von 16.30 bis 18 Uhr ein.
Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter https://www.kreis-unna.de/Mikroprojekte-Anmeldung.
Ausführliche Informationen zum Förderprogramm gibt es unter https://www.kreis-unna.de/Mikroprojekte-Info.
Ansprechperson für Fragen ist Jasmin Meichsner. Sie ist zu erreichen per Mail an jasmin.meichsner@kreis-unna.de oder per Fon unter 0 23 03 / 27 33 52. PK | PKU