Ratssaal in orangefarbenes Lichtermeer getaucht: Für eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen

Ein orangefarbenes Kerzenlicht am Platz eines jeden Ratsmitgliedes erinnerte zur jüngsten Sitzung an einen ganz besonderen Tag: Den 25. November, seit 1991 internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Und ein Tag, zu dem seit sieben Jahren weltweit im Zeichen des „Orange Day“ repräsentative Stätten in der Farbe Orange beleuchtet werden.

Mit der leuchtenden Aktion zur aktuellen Ratssitzung setzte die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Schäfer und den Kommunalpolitiker*innen ein individuelles Zeichen zum Gedenktag in Bergkamen. „Das Orange symbolisiert eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen“, sagt die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte. „Wir fordern dazu auf, die Augen nicht zu verschließen und sich gegen Gewalt in jeglicher Form einzusetzen.“

In Deutschland ist statistisch jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von häuslicher Gewalt betroffen. Der diesjährige Slogan  #TrautesHeimLeidAllein – gemeinsam gegen häusliche Gewalt! – von der Organisation „Terres des femmes“ ausgerufen – soll deutlich machen, dass Gewalt direkt in der Nachbarschaft oder im Bekannten- und KollegInnenkreis geschieht und hinter einer Fassade vom „trauten Heim“ versteckt wird.

Seit 1991 ist der 25. November offiziell als internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen in den Vereinten Nationen anerkannt. Der Gedenktag geht auf den Todestag der drei Schwestern Mirabel im Jahr 1960 zurück, die aufgrund ihres Widerstands gegen Diktator Trujillo in der Dominikanischen Republik ermordet wurden.

„Auch wir nehmen diesen Tag zum Anlass, Gewalt gegen Frauen in den Fokus zu rücken, das Schweigen zu brechen: Im Rahmen der Statement-Aktion im Ratstrakt der Stadt Bergkamen erinnern wir, gemeinsam hinzusehen und eben auch zu handeln“ betonen  Bürgermeister Bernd Schäfer und die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper.

Zudem mahnt die traditionelle Fahnenaktion der Organisation „Terres des femmes“ am Rathaus am Freitag, 25. November, eine gewaltlose Zukunft für Frauen an. Die mehrteilige Online-Fortbildungsreihe des Bergkamener Mädchen- und Frauen-Netzwerkes am Dienstag, 22. November, schließt mit einem vorerst letzten Vortrag zur „Digitalen Gewalt in Paarbeziehungen“ den Themenkreis.




VHS Bergkamen hat noch Plätze im Vortrag „Frauen im Rechtsextremismus“ frei

Am Dienstag, 22. November, findet in der VHS Bergkamen ab 18.00 Uhr der entgeltfreie Vortrag „Frauen im Rechtsextremismus“ statt.

In diesem interessanten, brisanten und in der heutigen Zeit auch leider aktuellen Vortrag wird die vielfach unterschätze und oft als unbedeutend angesehene Rolle der Frau in rechtsextremistischen Parteien, Vereinen und Gruppierungen beleuchtet. Was sind ihre Motive? Wie ist ihr Wirken innerhalb der verschiedenen Ansammlungen? Wie tragen gerade sie zur Festigung rechtsextremer Verbindungen bei? Wie schaffen sie den Ausstieg aus der Szene?

Die Dozentin Cassandra Speer hat an der Ruhr-Universität Bochum ein Masterstudium in Germanistik und katholischer Theologie absolviert. Neben vielen anderen Themenfeldern in der Erwachsenenbildung doziert sie über aktuelle, kunst- oder zeitgeschichtliche Themen u. a. in Volkshochschulen, Familienbildungsstätten oder der Auslandsgesellschaft Dortmund.

Anmeldungen sind bequem online möglich über www.vhs.bergkamen.de oder per Mail an vhs@bergkamen.de. Selbstverständlich nimmt das Team der VHS Anmeldungen gerne telefonisch unter 02307-284952 oder 284954 und persönlich während der Bürozeiten der VHS Bergkamen entgegen.




EAK wählt neuen Kreisvorstand: Elke Middendorf als stellvertretende Vorsitzende betätig

Von links: Peter Bednarz, Elke Middendorf, Ministerin Ina Scharrenbach MdL, Pfarrer Hartmut Marks, Annika Brauksiepe und Wilfried Feldmann. Foto: Sibylle Weber

Die Jahreshauptversammlung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU fand 9.11.2022 im Evangelischen Kreiskirchenamt in Unna statt. Der EAK ist beim letzten Bundesparteitag der CDU von einem Arbeitskreis zu einer Vereinigung ernannt worden. Damit verbunden ist ein größeres Mitspracherecht z.B. bei ethischen Entscheidungen.

Als Vorsitzender wurde Hartmut Marks aus Werne einstimmig wiedergewählt. Ebenso seine Stellvertreterin Elke Middendorf aus Bergkamen. Als Beisitzer fungieren Peter Bednarz (Schwerte, Heide Willimek, Annika Brauksiepe (beide Werne) und Wilfried Feldmann aus Schwerte.

Im Anschluss fand der „Bericht aus Düsseldorf“ von der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau, und Digitalisierung Ina Scharrenbach MdL statt. Die Ministerin berichtete über die Schwierigkeiten, die angestrebte Zahl an Wohnungen angesichts gestiegener Preise und fehlender Materialen fertigstellen zu können. Daran werde aber mit Nachdruck gearbeitet.

Ein Hindernis sei auch die überbordende Bürokratisierung. Hemmnisse müssten abgebaut werden. Die Digitalisierung, ihr neues Ressort, müsse dringend forciert werden. Das sei ihr ein ganz wichtiges Anliegen.




Oliver Kaczmarek: Bund verlängert Förderung der Sprach-Kitas um ein halbes Jahr – dann sind die Länder gefordert

Oliver Kaczmarek

Die Ampel-Koalitionäre haben sich darauf verständigt, für ein weiteres halbes Jahr insgesamt 109 Millionen Euro für das befristete Bundesprogramm Sprach-Kitas zur Verfügung zu stellen. Damit wird sichergestellt, dass die Strukturen des Programms über den 31.12.2022 hinaus erhalten bleiben und keine Lücke entsteht, bevor die Bundesländer die Arbeit in den Sprach-Kitas über das KiTa-Qualitätsgesetz oder aus Landesmitteln weiter finanzieren können.

„Wir wissen, wie wichtig sprachliche Bildung für den weiteren Lebensweg von Kindern ist. Sprache ist das Fundament für Teilhabe und für gerechte Bildungschancen von Anfang an. Mit der von uns gebauten Brücke für Sprach-Kitas erhalten die Fachkräfte endlich das lang erhoffte Signal, dass sie ihre wichtige Arbeit weiter fortführen können und wir schaffen ebenso Klarheit für die Familien und Träger,“ erklärt Oliver Kaczmarek, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Unna 1.

Auch zukünftig wird der Bund die Länder bei ihrer Aufgabe unterstützen, die Qualität in der frühkindlichen Bildung weiter zu verbessern. Dazu wird das Gute-KiTa-Gesetz im Rahmen des KiTa-Qualitätsgesetzes weiterentwickelt.

„Wichtig ist, dass die Länder die Brücke bzw. die Zeit jetzt auch nutzen, um schnellstmöglich dafür zu sorgen, die Sprach-Kitas zu sichern. Dafür fordern wir alle Länder nachdrücklich auf, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, um die geschaffenen Strukturen der Sprach-Kitas nahtlos fortsetzen zu können,“ so Kaczmarek weiter.




Zukunft gestalten: Land NRW fördert das Engagement von Vereinen, Stiftungen und Initiativen mit 2.000 x 1.000 Euro –

Der Kreis Unna nimmt erneut am Landesprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ teil – Antragsstart ist der 1. Januar 2023. Dann können engagierte, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen im Kreis Unna wieder einen Antrag auf Förderung stellen. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2023 insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Doch auch für das laufende Jahr gibt es noch die Chance, eine Förderung zu beantragen.

Der Kreis Unna erhält 2023 aus dem Programm 39.000 Euro Fördermittel. Das Schwerpunktthema des Förderprogramms lautet im kommenden Jahr „Zukunft gestalten – nachhaltiges Engagement leben“. Landrat Mario Löhr: „Nachhaltigkeit ist im Moment das Thema schlechthin – deshalb trifft es genau den Nerv der Zeit. Ich hoffe, dass wir viele Projekte aus dem Kreis Unna so finanziell unterstützen können.“

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind neben Vereinen und Stiftungen beispielsweise auch Initiativen. Darin unterscheidet sich das Programm von anderen. So können auch Nachbarschaftsinitiativen, die etwas für die Gemeinschaft im Stadtteil initiieren möchten, einen Antrag einreichen.

Die Antragstellung ist über das Portal www.engagementfoerderung.nrw ab dem 1. Januar 2023 möglich.

Im Kreis Unna steht Marten Schneider vom Steuerungsdienst des Kreises Unna als Ansprechperson zur Verfügung. Erreichbar ist er unter Fon 0 23 03 / 27 – 41 10 oder per E-Mail an marten.schneider@kreis-unna.de.

Anträge auch für 2022 noch möglich

Übrigens: Aktuell läuft noch das Programm 2022. Thema derzeit ist „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“. „Vereine, Stiftungen oder auch Nachbarschaftsinitiativen, die etwas für die Gemeinschaft im Stadtteil initiieren möchten, können noch einen Antrag einreichen, wenn die Maßnahme noch in diesem Jahr durchgeführt wird“, so Marten Schneider vom Steuerungsdienst.

– Max Rolke –




Jetzt doch Windkraft- oder Photovoltaikanlagen auf den Bergehalden? – Gemeinsamer Antrag von fünf Fraktionen des Stadtrats

Beim Sprecher des Aktionskreises „Wohnen und Leben Bergkamen“ Karlheinz Röcher und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern mögen jetzt die Sektkorken knallen – zumindest ein bisschen. Jahrelang haben sie sich für den Bau von Windkraftanlagen auf den Bergkamener Bergehalden ausgesprochen. Die Resonanz beim größeren Teil der Ratsfraktionen war bisher zurückhaltend bis ablehnend. Das hat sich angesichts von Energie- und Klimakrise geändert.

Gemeinsam legen die Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und die Linke dem Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 17. November einen Antrag vor, in dem der Regionalverband Ruhr (RVR) aufgefordert wird, geeignete Standorte für Windkraft- und oder Photovoltaikanlagen auf den Halden zu benennen. Eine Voraussetzung gibt es aber für die Fraktionen: Diese Standorte müssen „ein verträgliches Mit- oder Nebeneinander von Anlagen zur Energieerzeugung, Naherholung, Freizeit und Tourismus sowie Natur- und Umweltschutz ermöglichen“.

Weiter heißt es in dem Antrag: „Weiterhin sollen die weiteren Planungsschritte in enger Abstimmung zwischen dem RVR, dem Rat und der Verwaltung der Stadt Bergkamen erfolgen. Ebenso sollen die GSW Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen bei einer konkreten Planung und Umsetzung einbezogen werden.“

Dieser Satz mag dem Aktionskreis nicht so ganz schmecken: Eine „Bürgerbeteiligung“ wird in dem Antrag nicht erwähnt. Die soll nach den Plänen des Aktionskreises über eine „Bürger-Energiegenossenschaft“ hergestellt werden. Geplant ist, diese Genossenschaft Anfang kommenden Jahres zu gründen.

Vorab hatte der RVR eine Potentialanalyse für seine Bergehalden als mögliche Standorte für Windkraft- und Photovoltaikanlagen veröffentlicht. Die Bergkamener Halden gelten seitdem als denkbare Kandidaten. Als Hinderungsgrund nannte ein Vertreterin des RVR, die in Bergkamen die Ergebnisse der Untersuchung in einer Veranstaltung des Aktionskreises im September den Widerstand der Kommunalpolitik gegen diese Planungen. In Bergkamen hat sich dies offensichtlich gründlich geändert.




Bürgersprechstunde der SPD-Landtagsabgeordneten Silvia Gosewinkel in Bergkamen

Silvia Gosewinkel. Foto: Susie Knoll

Die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel bietet eine Bürgersprechstunde am Donnerstag, den 17. November 2022, auf dem Markt am Nordberg in Bergkamen-Mitte an.

Am kommenden Donnerstag, 17. November. ab 10 Uhr, lädt Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel zu einer Bürgersprechstunde auf dem Markt am Nordberg in Bergkamen-Mitte ein. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen ihre Anliegen oder Anregungen mit ihr zu teilen. „Auf einen regen persönlichen Austausch vor Ort in Bergka-men freue ich mich sehr. Unsere Demokratie lebt vom Austausch. Des-halb ist mir der Kontakt zu den Menschen in meinem Wahlkreis wichtig und liegt mir sehr am Herzen. Sprechen Sie mich deshalb gerne vor Ort persönlich an“, sagt Gosewinkel.

Über die stattfindende Bürgersprechstunde hinaus ist die SPD-Landtags-abgeordnete per Mail unter kontakt@silvia-gosewinkel.de erreichbar.




Aufruf zur gemeinsamen Aktion anlässlich des Weltklimatags in Bergkamen

Anlässlich des Weltklimatags am kommenden Samstag, 12. November,  hat sich auf Initiative der Gruppe Bergkamen/Ruhr-Ost der Umweltgewerkschaft (www.umweltgewerkschaft.org) eine Aktionseinheit gebildet.

Ihr gemeinsamer Aufruf221103-Flyer-Umweltkampftag, der auch breit an die Jugend der weiterführenden Schulen verteilt wurde, titelt: Für Frieden – kein Rollback im Umweltschutz! – Jetzt 100 % erneuerbare Energien durchsetzen! In einer Mitteilung der Organisatoren heißt es: „Die Konzentration der am meisten klimaschädlichen Gase (CO2, Methan, Lachgas) ist so hoch wie seit Millionen Jahren nicht mehr und steigt aktuell weiter an. Im Eiltempo gehen wir einer „Heißzeit“ entgegen, die das Leben auf der Erde in Frage stellt. Ungeachtet dessen sollen nun die größten Dreckschleudern – Braun-und Steinkohlekraftwerke – weiterlaufen. Auch das in Bergkamen! Angeblich „wegen Putin“! Oder eher wegen RWE, E.ON, MIBRAG, Rheinbraun und Co? Folgerichtig wird gefordert: Jetzt 100 % erneuerbare Energien durchsetzen – STOP Fracking und LNG! Nein zur Unterordnung des Umweltschutzes unter die Kriegspolitik! Raus aus der Kohleverbrennung bis 2030! Lützerath muss bleiben!
Auch die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen sowohl von Seiten Russlands als auch der NATO wird angegriffen, weil dies unzählige Menschenopfer und eine Umweltkatastrophe größten Ausmaßes bedeuten würde, die ganze Menschheit in den Abgrund stürzen könnte.
Da die Verfasser kein Vertrauen mehr in die inzwischen 27. Umweltkonferenz der Regierungsvertreter haben, wird besonders die Jugend angesprochen:
DIE ERDE VOR DEM KOLLAPS RETTEN! DAS GEHT NUR DURCH GEMEINSAMEN WIDERSTAND!

Deshalb sind alle Menschen, denen wirksamer Umweltschutz am Herzen liegt, aufgefordert: Macht mit bei einer gemeinsamen Aktion am weltweiten Umwelt-Kampftag am 12.11.2022, ab 11 Uhr am neuen Nordberg-Center (beim REWE Getränkemarkt).“

Die Kundgebung ist bei der Kreispolizeibehörde Unna ordnungsgemäß angemeldet.




Kreis fördert Streuobstwiesen:106 Bäume werden verteilt

Obstbäume prägen die Landschaft und sind gut für den Naturhaushalt. Deshalb fördert der Kreis auch in diesem Jahr das Anlegen und Erhalten von Streuobstwiesen im Kreisgebiet. Konkret erhalten 15 Grundeigentümer rund 106 hochstämmige Obstbäume von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises.

Es handelt sich um Apfel-, Birn-, Pflaumen- und Kirschbäume, aber auch Walnüsse und Quitten sind dabei. Dazu gibt es die nötigen Befestigungsmaterialien wie Pfosten und Gurte. Die Bäume und Materialen werden kostenfrei am Donnerstag, 17. November an die bereits informierten Grundeigentümer ausgegeben. Die meisten Bäume (31 Stück) gehen nach Schwerte. Zudem gehen viele noch nach Selm, Werne, Bergkamen, Bönen, Holzwicke und Unna. Dieses Jahr werden nicht viele neue Obstwiesen angelegt, sondern vor allem bereits vorhandene und alte Wiesen ergänzt.

Anträge für 2023
Anträge auf Förderung von Streuobstwiesen können bereits ab jetzt bis Ende Juli von Privatleuten, Naturschutzverbänden, aber auch anderen Vereinen und Gruppen gestellt werden. Gefördert werden freiwillige Pflanzmaßnahmen in der freien Landschaft, am Ortsrand oder auf größeren zusammenhängenden Flächen innerhalb einer Ortschaft, die langfristig nicht anderweitig genutzt werden sollen. Dabei sollte die für die Obstbäume zur Verfügung stehende Fläche mindestens 2.500 Quadratmeter betragen und das Einverständnis der Grundeigentümer vorliegen.

Ansprechpartner ist Matthias Nüsken unter Tel. 0 23 03 / 27-22 70 oder per E-Mail an matthias.nuesken@kreis-unna.de. Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen und eine kostenfreie Broschüre zum Thema Streuobstwiesen (Anpflanzung, Verbissschutz, Pflege, Sortenwahl) gibt es bei ihm und in der der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Unna, Edisonstr. 1a in Bönen. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchwort „Landschaft“). PK | PKU




Neues Team bei der WFG koordiniert 5-StandorteProgramm zum Strukturwandel

WFG-Geschäftsführer Sascha Dorday (2. v. r.) begrüßte jetzt Timm Helten-Hildwein (r.), André Müller (l.) und Dr. Alexander Nolte (2. v. l. ). Foto: WFG (Lehrke)

Spätestens 2038 werden in Deutschland alle Steinkohlekraftwerke vom Netz genommen. Im Kreis Unna sind mit zweien in Lünen, einem in Werne und einem in Bergkamen gleich vier Kraftwerksstandorte mit mehr als 1.000 Beschäftigten betroffen. Die potenziellen Wertschöpfungs- und Beschäftigungsverluste müssen aufgefangen werden, um den mit dem Ende der Steinkohleverstromung einhergehenden Strukturwandel zu meistern.

Der Bund stellt über das 5-StandorteProgramm für den Kreis Unna und die Städte Hamm, Herne, Duisburg und Gelsenkirchen bis zu 662 Mio. Euro für Strukturstärkungsprojekte zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen innovative Vorhaben auf den Weg gebracht werden, um neue Perspektiven für die fünf Wirtschaftsstandorte zu schaffen.

Mit Förderung des Bundes und Kofinanzierung des Landes NRW ist bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) nun ein Programmbüro eingerichtet worden, das das 5-StandorteProgramm in der Region implementiert. „Ziel ist es, die Kommunen und Unternehmen einerseits bei der Ideenfindung und andererseits im komplexen Verfahren der Beantragung von Fördermitteln zu unterstützen“, erklärt WFG-Ge-schäftsführer Sascha Dorday die Aufgaben. „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, ein multiprofessionelles Team für das Projektbüro zu gewinnen, das nun bei sämtlichen Fragen rund um das 5-StandorteProgramm kompetent und serviceorientiert weiterhilft“, so Sascha Dorday weiter.

Bisher ist es gelungen, eine Reihe von Projekten auf Kreisebene zu qualifizieren und im Strukturstärkungsrat des Landes NRW vorzustellen. Diese Projekte müssen sich nun im 5-Standorte-Prozess auf Landesebene gegenüber anderen Projekten aus den übrigen vier Städten behaupten. Das neue Team der WFG Kreis Unna arbeitet zudem an der Identifizierung weiterer innovativer Projektideen und macht das 5-StandorteProgramm in der Region bekannt.

„Wir verstehen uns als Prozesslotsen und begleiten von der ersten Projektidee über die Beantragung bis hin zur Bewilligung und Bekanntmachung eines Projekts. Wir möchten mit überzeugenden und innovativen Vorhaben möglichst viele Fördermittel in den Kreis Unna holen. Der Ausstieg aus der Steinkohleverstromung und die damit einhergehende Förderung ist für die Städte und Gemeinden im Kreis Unna eine echte Chance, um die Wirtschaft zu stärken, weiterzuentwickeln und den Standort noch lebenswerter und attraktiver zu machen,“ erklärt der Leiter des Projektbüros Timm Helten-Hildwein.

Der Diplom-Pädagoge ist von Bonn in den Kreis Unna gezogen und hat zuvor Förderprogramme für das Bundesbildungsministerium betreut und im Bundesinstitut für Berufsbildung als stellvertretender Leiter der Koordinierungsstelle zur „Nationalen Dekade Alphabetisierung und Grundbildung“ gearbeitet.

Das Team des 5-StandorteProgramms in der WFG Kreis Unna besteht weiterhin aus dem Diplom-Biologen André Müller und dem Wirtschaftsökonom Dr. Alexander Nolte.

Der Werneraner André Müller ist stellvertretender Leiter des Projektbüros und war in der biophysikalischen Forschung und als Produktmanager für ein weltweit führen-des Biotechnologieunternehmen tätig.

Der Unnaer Dr. Alexander Nolte ist Projektmanager im 5-StandorteProgramm. Er hat Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Accounting & Finance an der Technischen Universität Dortmund studiert und dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung gearbeitet.




DIE LINKE lädt ein zum Filmabend

Der Ortsverband Kamen / Bergkamen der Partei DIE LINKE lädt ein zum Filmabend. Am Donnerstag, 10. November, um 18.00 Uhr wird ein Dokumentarfilm über Mondargon CC gezeigt. Dabei handelt es sich um die größte Genossenschaft Spaniens und eines der größten Unternehmen des Landes. Im Anschluss soll es die Möglichkeit zur Diskussion geben!
Die Veranstaltung findet im Kamener Parteibüro (Oststraße 32, 59174 Kamen) statt.