Warnstreik am Dienstag und Donnerstag: Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna bleibt geschlossen

Unter Verweis auf die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften Verdi und Komba Warnstreiks im Kreis Unna angekündigt. Für Dienstag, 21. März, und Donnerstag, 23. März, sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Da davon auszugehen ist, dass auch Beschäftigte des Kreises dem Aufruf folgen, bleibt die Straßenverkehrsbehörde mit Zulassungsstelle und Führerscheinstelle an beiden Tagen und an beiden Standorten in Unna und Lünen für den Publikumsverkehr geschlossen. Bereits vereinbarte Termine werden abgesagt.

Alle anderen Bereiche sind zuversichtlich, ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können. Insofern erfolgt mit Ausnahme der Straßenverkehrsbehörde keine generelle Schließung der Dienststellen. PK | PKU




Earth Hour 2023: Gemeinsam für mehr Klimaschutz – trotz Krise!

Am 25. März 2023 folgt die Stadt Bergkamen wieder dem Aufruf des WWF Deutschland und unterstützt die „Earth Hour“, die Stunde der Erde. Traditionell wird bei der Earth Hour die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden und/oder Denkmälern ab 20.30 Uhr für eine Stunde ausgeschaltet. Aufgrund der Energiekrise bleiben in Bergkamen bereits seit November ab 22.00 Uhr die Lichtkunstwerke dunkel – was jedoch kein Grund ist, nicht an der weltweiten Earth Hour teilzunehmen.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren werden die vier Stelen des Kunstwerks „Bergkamen setzt Maßstäbe“ der Gebrüder Maik und Dirk Löbbert  sowie die Medienskulptur von Andreas M. Kaufmann „no agreement today, no agreement tomorrow“ beim ZOB für eine Stunde ausgeschaltet.

Die Earth Hour ist eine regelmäßig stattfindende, große Klima- und Umweltschutzaktion, die der WWF ins Leben gerufen hat. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Einmal im Jahr schalten Millionen Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Auch viele tausend Städte machen mit und hüllen ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit. Auch Bergkamen ist dabei. Ziel ist es, gemeinsam ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Wir zeigen so, dass wir uns besser um unseren Planeten kümmern müssen. Daher kommt auch der Name Earth Hour. Es ist die Stunde der Erde.

Allgemeine Information zur Earth Hour 2023

Wann:             Samstag, 25. März 2023, 20:30 – 21:30 Uhr
Hashtags:       #Lichtaus #EarthHour
Webseite:       www.wwf.de/earthhour

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Elterngeldstelle des Kreises Unna stellt sich breiter auf

Dienstgebäude Hansastraße 4

Die Elterngeldstelle des Kreises Unna stellt sich mit einem neuen Erreichbarkeitskonzept breiter auf. Neben der aktuell nur telefonisch stattfindenden Beratung, werden auch wieder persönliche Beratungstermine angeboten. Eine Beratung per Videochat ist ab sofort ebenfalls möglich.
Konkret bedeutet das, dass das Beratungsangebot nun aus drei Säulen besteht:
1.Telefonische Erreichbarkeit für Kurzanliegen: Dieses Angebot richtet sich an Eltern, die Rückfragen und keinen Beratungsbedarf haben. Diese Fragen können zum Beispiel sein, ob der Antrag eingegangen ist oder ob ein Verständnisproblem in einem Schreiben erklärt werden kann. Die telefonische Erreichbarkeit richtet sich nach den Öffnungszeiten der Elterngeldstelle.

montags: 8 bis 12.30 Uhr
dienstags 13 bis 16 Uhr
mittwochs: 8 bis 12.30 Uhr
donnerstags: 12.30 bis 16 Uhr
freitags: 8 bis 11.30 Uhr

2. Persönliche oder telefonische Beratungstermine: Diese Termine richten sich an Eltern, die komplexe Anliegen oder Fragen zur Erstbeantragung des Elterngeldes haben. Die Beratungszeiten sind online buchbar über www.kreis-unna.de/Terminvereinbarung. Die Beratungszeiträume sind:

montags: 14 bis 15 Uhr
dienstags: 8.30 bis 9 Uhr und 12 bis 12.30 Uhr
mittwochs: 14.30 bis 16 Uhr
donnerstags: 7.30 bis 10 Uhr

3. Zusätzliches Angebot von Beratung per Telefon oder Videochat am Abend: Das neue Format richtet sich vor allem an berufstätige Eltern, die sich ab sofort vierzehntägig donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr telefonisch oder per Videochat beraten lassen können. Auch diese die Termine sind online buchbar über kreis-unna.de/Terminvereinbarung.
„Wir erwarten uns hierdurch, für Elterngeldbezieher zukünftig ein optimales Beratungsangebot anbieten zu können und erhoffen uns eine hohe Bürgerzufriedenheit“, sagt Christine Anetsberger, Sachgebietsleiterin Kindertagesbetreuung und wirtschaftliche Hilfen. „Außerdem eröffnet sich für die Mitarbeitenden der Elterngeldstelle die Möglichkeit, das Beratungsangebot auch aus dem Home-Office anbieten zu können.“
Zur Abrundung des neuen Konzepts werden zukünftig ein- bis zweimal im Jahr Informationsveranstaltungen für werdende Eltern angeboten. Der erste Termin ist Dienstag, 16. Mai, ab 17.30 Uhr in der Aula des Hellweg-Berufskollegs in Unna, Platanenallee 18. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten per Mail an elterngeld@kreis-unna.de. PK | PKU




tet die Aktion „Sauberes Bergkamen-Mitte“

An diesem Wochenende wird der Ortsteil Mitte wieder vom Müll befreit. Zu einem Frühjahrsputz lädt der SPD-Ortsverein Bergkamen-Mitte alle Bürgerinnen und Bürger und Vereine ein. Am kommenden Samstag, 18. März 2023, 10.00 Uhr,  findet die traditionelle Müllsammelaktion statt. An diesem Tage sollen wieder der Stadtpark und das Nordfeld gesäubert werden. Treffpunkt am oberen Teil des Marktplatzes Bergkamen-Mitte ist um 10.00 Uhr. Nach der Veranstaltung sind alle fleißigen Helfer zum Dank für Ihre Teilnahme zu einer deftigen Erbsensuppe eingeladen.

Vorsitzender Kay Schulte hofft, dass auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger zu dieser gemeinsamen Veranstaltung kommen werden.




Bürgersprechstunde der SPD-Landtagsabgeordneten Silvia Gosewinkel am Kiosk Im Sundern

Silvia Gosewinkel. Foto: Susie Knoll

Die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel bietet eine Bürgersprechstunde am Freitag, den 17. März 2023, vor dem Kiosk Im Sundern in Bergkamen an.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel lädt am kommenden Freitag, den 17. März 2023 ab 15 Uhr zu einer Bürgersprechstunde vor dem Kiosk Im Sundern 14 in Bergkamen ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Problemen, Fragen und Anregungen direkt in einem persönlichen Gespräch an Gosewinkel wenden.

Über die stattfindende Bürgersprechstunde hinaus ist die SPD-Landtagsabgeordnete per Mail unter kontakt@silvia-gosewinkel.de erreichbar.




Energiepauschale für junge Menschen in Ausbildung: SPD-Bundestagsabgeordneter Kaczmarek begrüßt Antragsstart für 200 Euro Einmalzahlung

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek begrüßt den Antragsstart für die 200 Euro Einmalzahlung. Er erklärt dazu: „Wir behalten Menschen in Ausbildung im Blick und entlasten auch sie in der Krise. Nach der Energiepreispauschale und zwei Heizkostenzuschüssen können deshalb jetzt alle Studierenden sowie Fachschüler:innen 200 Euro digital beantragen.“ Wer das Geld beantragt habe, so Kaczmarek weiter, müsse es dann aber schnell ausgezahlt bekommen. Das sei wichtig, weil viele mit wenig Geld auskommen müssten und sonst keine Unterstützung erhielten.

Der Abgeordnete äußert auch Kritik am Verfahren: „Versprochene Entlastungen wie die Einmalzahlung müssen schneller ankommen. Ein halbes Jahr nach Ankündigung hat der Antragsstart zu lange gedauert. Zudem ist die Antragsstellung aufwendig. Das zeigt, dass wir hier besser werden müssen und auch für unsere Verwaltungsstrukturen ein neues Deutschlandtempo brauchen.“

Die Einmalzahlung können ab dem 15. März alle Studierenden beantragen, die zum 1. Dezember 2022 an einer deutschen Hochschule immatrikuliert waren. Das sind derzeit etwa 2,95 Millionen. Anspruchsberechtigt sind auch 450.000 Fachschüler:innen sowie Berufsfachschüler:innen in Bildungsgängen mit dem Ziel eines mindestens zweijährigen berufsqualifizierenden Abschlusses. Die Einmalzahlung kann online über www.einmalzahlung200.de beantragt werden. Nötig sind dafür ein BundID-Konto sowie die Funktion des Online-Ausweises oder ein Elster-Zertifikat.




Landesweiter Probealarm: Drei Sirenen haben in Bergkamen versagt

Der gestrige stadtweite Sirenen-Probealarm anlässlich des ersten landesweiten Warntags im Jahr 2023 ist abgeschlossen. 17 der insgesamt 20 Bergkamener Sirenen haben bestimmungsgemäß um 11.00 Uhr, um 11.06 Uhr und um 11.12 Uhr ausgelöst und somit funktioniert. Die Sirenen, welche nicht ausgelöst werden können, werden schnellstmöglich überprüft. Die Mitteilung per Cell Broadcast wurde ebenfalls erfolgreich ausgeführt.

Hintergründe:

Großbrände, Hochwasser, Stromausfälle oder andere akute Gefahren können dazu führen, dass viele Menschen gleichzeitig gewarnt werden müssen. Über Radio, Internet oder das Fernsehen wird eine Vielzahl von Menschen erreicht, aber lange noch nicht alle.

Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung entschieden, weitere Alarmsysteme zu nutzen: Sirenen und Lautsprecherdurchsagen!

Damit jeder weiß, wie Sirenen klingen, werden seit 2018 landesweit an jedem zweiten Donnerstag im März und September eines Jahres Probealarme durchgeführt:

11.00 Uhr      einminütiger durchgehender Sirenenton (= Entwarnung)

11.06 Uhr      auf und abschwellende Sirenenton (= Warnung)

11.12 Uhr      einminütiger durchgehender Sirenenton (= Entwarnung)

In einem echten Alarmfall kann so die Bevölkerung schnell gewarnt werden.

Im Echtfall heißt es dann: Ruhe bewahren und – besonders wichtig – RADIO einschalten!




Blindgänger im künftigen Jubläumswald: Evakuierungen und Sperrungen im Bereich der Industriestraße / Overberger Straße sowie der Unteren Erlentiefenstraße

Am Dienstag, 14. März, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg auf dem Gelände des zukünftigen Jubiläumswaldes an der Overberger Straße voraussichtlich zwei Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Die Arbeiten sollen in der Zeit von 10.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr stattfinden. Zum Schutz der Bevölkerung ist es erforderlich, in einem Umkreis von 250 m um die Bombenfundorte alle Personen zu evakuieren und alle Straßen zu sperren.

Die Stadt Bergkamen hat die von der Entschärfung betroffenen Anwohner bereits am heutigen Tage durch Handzettel über die Einzelheiten und den Ablauf der Evakuierung informiert. Personen, die für die Dauer der Maßnahme ein Ausweichquartier benötigen – zum Beispiel weil sie ihre Wohnung nicht aus eigner Kraft verlassen können oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – stellt die Stadt Bergkamen den Jugendraum der Sporthalle an der Hansastraße als Sammelstelle zur Verfügung. Die Betreuung vor Ort übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. Wenn Anwohner Ihre Wohnung nicht aus eigener Kraft verlassen können oder aber Hilfe benötigen, um zur Sammelstelle zu gelangen, sollen sich die Betroffenen bitte bis spätestens zum 13. März mit dem Ordnungsamt in Verbindung und wichtige Kontaktdaten wie Name und Anschrift durchgeben. Auch für andere Fragen zur anstehenden Evakuierung ist das Ordnungsamt während der Dienstzeiten unter den Rufnummern

0 23 07 / 965-238 und 0 23 07 / 965-255

Von den Sperrungen ist die ganze Untere Erlentiefenstraße betroffen. Darüber hinaus die Overberger Straße von den Hausnummern 93 bis 107 sowie die Industriestraße. Der Verkehr der Industriestraße wird über die Werner Straße und den Ostenhellweg umgeleitet.

Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind aufgerufen, den Bereich am Dienstagvormittag weitläufig zu umfahren.

Die Sperrungen nehmen die Polizei und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen ab ca. 10 Uhr vor. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) wird die betroffenen Buslinien umleiten. Nach erfolgter Entschärfung erfolgt eine Entwarnung über die Webseite der Stadt Bergkamen, die lokalen Medien – darunter auch Antenne Unna – sowie die Warn-App NINA.




Probealarm am 9. März: Cell Braodcast (Alarmierung übers Handy) inklusive

In der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna laufen alle Fäden zusammen. Foto: Linda Peloso

Im Kreis Unna und in ganz NRW werden am Donnerstag, 9. März um 11 Uhr die Sirenen heulen. Das Land NRW ruft an jedem ersten Donnerstag im März und September den landesweiten Probealarm aus. Damit soll auf die Bedeutung der Warnsignale hingewiesen werden und die Warnmittel getestet werden. Diesmal klingeln auch die Handys – das Land NRW steuert sie über das neue Warnmittel „Cell Broadcast“ an.

Wird es ernst, setzten die Bevölkerungsschützer auf das Modulare Warnsystem (MoWaS). Darin enthalten sind Warnmittel wie Sirenen, Warn-Apps wie etwa NINA, Cell Broadcast, Radio- und Fernsehdurchsagen oder Einblendungen auf öffentlichen, digitalen Hinweistafeln.

Diese Warnmittel kommen beim Probealarm zum Einsatz:

Rund 170 Sirenen im Kreis Unna, gesteuert von der Leitstelle Kreis Unna
Warn-App NINA, gesteuert von der Leitstelle Kreis Unna
Cell Broadcast, gesteuert vom Land NRW

Sirenen
Hauptziel ist, die Bevölkerung für die Töne der Sirenen zu sensibilisieren: Mit dem Heulen der Sirenen wird die Bevölkerung auf großen Schadenslagen und Katastrophen aufmerksam gemacht. Dann sollen sie sich aktiv informieren – über das Radio, das Internet und das Handy. Quelle sind beispielsweise die Internetseiten der Städte und Gemeinden sowie deren die Social Media-Kanäle. Beim Kreis Unna werden solche Informationen unter www.kreis-unna.de/warnungen gesammelt.

Möglich ist die Warnung der Bevölkerung über Sirenen in allen Städten im Kreis Unna. Je nach Ausbaustufe des Sirenennetzes werden aber nicht überall im Kreisgebiet die Sirenen zu hören sein – im ländlichen Bereich etwa kann es sein, dass Sirenen nicht zu hören sind. Deshalb ist wichtig, auch alternative Warnmittel zu nutzen. Daher steuert die Rettungsleitstelle des Kreises auch eine entsprechende Meldung über die Warn-APP NINA. Sie wird zeitgleich mit dem Start des Probealarms Informationen auf die Smartphones liefern.

Cell Broadcast
Auch auf das Handy kommen Informationen vom Land NRW über Cell Broadcast. Das Handy gibt dann einen Warnton ab und auf dem Display erscheint eine Meldung zum Probealarm – dafür benötigen die Handys nicht mal eine Internetverbindung. Sie müssen nur empfangsbereit sein. Mehr zum Cell Broadcast-System ist unter bbk.bund.de zu finden.

Signalfolge des Probealarms und Bedeutung ab 11 Uhr

Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung
An- und abschwellender Ton, eine Minute lang, Bedeutung: Warnung! Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Informationen über das Internet einholen.
Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung

Informationen zum Probealarm gibt es auf der vom Land geschalteten Internetseite www.warnung.nrw und unter www.kreis-unna.de/warnungen und in den Social Media-Kanälen des Kreises (www.facebook.com/KreisUnnawww.twitter.com/kreis_UN). PK | PKU




Mehr als Vermessen: Freie Ausbildungsplätze in der Vermessungstechnik beim Kreis Unna

Die beiden Azubis Miguel Marques dos Santos (l.) und Julius Firzlaff (r.) bei der Arbeit. Foto: Peter Heinrichsmaier – Kreis Unna

Vermessungstechnik ist sowohl im Innendienst als auch im Außendienst ein vielseitiger Beruf. So haben zwei Azubis das Museum Haus Opherdicke in 3D fotografiert und bearbeitet. Wer auch mit neuster Technik an interessanten Projekten im Bereich der Vermessung mitarbeiten möchte: Die Kreisverwaltung bietet noch für dieses Jahr zwei Ausbildungsplätze für zukünftige Vermessungstechniker und Vermessungstechnikerinnen an.

Azubi-Projekte der Vermessungstechnik
Während im Außendienst Daten durch Lage- und Höhenvermessungen im Gelände erfasst werden, werden im Innendienst diese gewonnen Daten ausgewertet und anschließend Karten oder Lagepläne erstellt. Ebenso können auch 3D-Modelle von Gebäuden oder Straßen erstellt werden.

So haben die Auszubildende des dritten Lehrjahres Julia Nolte und Florian Heßler ein 3D-Projekt haben die zum Museum Haus Opherdicke erstellt. Hierfür haben sie zunächst ein Drohnenflug geplant, um Bilder für das 3D-Modell aufzunehmen. Die Bilder wurden anschließend ausgewertet, geordnet und zusammengefügt, um einen schöneren Gesamteindruck zu erhalten. Das Projekt ist im 3D- und Schrägluftbildviewer vom Kreis Unna unter https://kreis-unna.virtualcitymap.de/ veröffentlicht.

Die Beiden Auszubildenden des ersten Lehrjahres Miguel Marques dos Santos und Julius Firzlaff haben das Projekt ergänzt und einen virtuellen Rundgang durch das Haus Opherdicke erarbeitet. Sie sind mit einer 360°-Kamera durch die Räume gegangen, haben die Bilder sortiert und zu einer Tour zusammengesetzt. Die Tour soll Besuchern bereits im Vorfeld einen detaillierten Eindruck vom Museum verschaffen. Zu finden ist die Tour auf der Internetseite des Kreis Unna unter www.kreis-unna.de/rundgang-haus-opherdicke.

Freie Ausbildungsplätze
Wer sich auch vorstellen kann, mit neuster Technik tolle Projekte zu erarbeiten: Zwei freie Ausbildungsplätze in der Vermessungstechnik sind noch zu besetzten. Start der Ausbildung ist noch im August 2023. „Die Ausbildung beim Kreis Unna ist durch die Projekte abwechslungsreich und vielseitig“, so Julius Firzlaff, Azubi im ersten Lehrjahr.
Interessierte können sich auf dem Karriere-Portal des Kreises Unna online Bewerben: www.kreis-unna.de/Ausbildung. Bewerbungsschluss ist am Sonntag, 16. April. PK | PKU




Vorstoß für kreisweite Sozialberichterstattung: Armut im Mittelpunkt der SPD-Sozialpolitiker im Kreis Unna

Die sozialpolitischen Sprecher:innen der SPD im Kreis Unna trafen sich bei der Werkstatt im Kreis Unna zum Austausch.

Auf Einladung von Angelika Chur, SPD-Kreistagsmitglied aus Bergkamen und Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Inklusion und Familie, kamen am vergangenen Samstag die sozialpolitischen Sprecher:innen der Ratsfraktionen zu einem Austausch in Unna zusammen. In den Räumen der Werkstatt im Kreis Unna stand das Thema Armut im Mittelpunkt.

Werkstatt-Geschäftsführer Herbert Dörmann (1. v. r.) stellte das Modellprojekt „KoBrA“ vor. Zwar habe der Sozialstaat viele Hilfen, die Betroffene aber oft nicht erreichen und somit auch nicht aus der Not befreien würden. Das Modellprojekt beschritt daher von Juli 2020 bis Ende 2022 neue Wege im Kreis Unna. Unter Federführung der Werkstatt im Kreis Unna arbeiteten die AWO (für das Quartier Kamen „Lüner Höhe“), IN VIA (für das Quartier Unna „Gartenvorstadt“), die Umwelt-Werkstatt (für Lünen Brambauer), das Jobcenter Kreis Unna, sowie die Städte Kamen, Lünen und Unna unter der Devise „Kooperative Bearbeitung regionaler Armut“ (KoBrA) zusammen. Rund 1,5 Mio. Euro flossen aus Mittel des Bundes und des Europäischen Sozialfonds in das Projekt.

Aufsuchende Arbeit und Vernetzung als „Erfolgsfaktoren“
„Wir sind aktiv und gleichermaßen behutsam auf die Armutsbetroffenen zugegangen und zwar dort, wo sich ihr Leben abspielte“, erläuterte Herbert Dörmann. Das waren zum Beispiel die Kindertageseinrichtungen oder Schulen. Da sind Eltern mit mangelnden deutschen Sprachkenntnissen, die von Formularen überfordert sind. Andere kennen mögliche Hilfsangebote einfach gar nicht. Zum Beispiel bei Eltern, die einen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket hatten – und damit z. B. auf das kostenfreie Mittagessen. Hier konnten die Berater:innen bei der Antragsstellung und vor allem beim Umgang mit Jobcenter und kommunalen Stellen unterstützten. „Entscheidend war, dass alle Beteiligten in den Ämtern und Behörden mitwirken.“, betont Herbert Dörmann. Oft stünden hier aber Vorschriften und Zuständigkeiten im Weg. „Vom Betroffenen, vom Hilfesuchenden her zu denken, das braucht klare Vereinbarungen der Verantwortlichen in den Behörden, es braucht eine ganze Portion „Vertrauen“ der Helfer*innen untereinander und abgestimmte Arbeitskonzepte.“

Welche Lehren werden aus dem Projekt gezogen? Für Herbert Dörmann ist klar, dass der aufsuchende Ansatz in den Quartieren, die verbindliche Fallverantwortung und das fachübergreifende Arbeiten in den Kommunalverwaltungen wesentliche Garanten für eine gute Beratung und Unterstützung der Betroffenen sind.

„Das Projekt KoBrA zeigt, dass eine integrierte und strategische Sozialplanung immer wichtiger wird. Uns ist aber auch deutlich geworden, dass man dafür eine gute Grundlage braucht. Das ist aus unserer Sicht ein Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Lage im Kreis Unna.“, resümiert Angelika Chur den Vortrag. Die SPD-Kreistagsfraktion Unna hat daher einen Antrag auf den Weg gebracht, die den Landrat bittet, im Rahmen der Bürgmeister:innen-Konferenz sowie der Sozialdezernent:innen-Konferenz ein Stimmungsbild abzufragen, inwieweit ein Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Lage im Kreis Unna erstellt werden kann. Ziel soll es sein, kreisweit ein gemeinsam getragenes Konzept für eine einheitliche Berichterstattung über die verschiedenen Betrachtungsräume (Kreis, Kommune, Sozialräume) zu erstellen und damit einhergehend auch gemeinsame integrierte Handlungsstrategien zu entwickeln.

Bei einer möglichen Umsetzung könnte auch die G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH) eingebunden werden, die als landeseigene Gesellschaft die Kommunen bei der kleinräumigen Sozialberichterstattung und der Entwicklung von ressort- und institutionsübergreifenden Arbeitsstrukturen unterstützt.