Mahnmarsch gegen die Grubenwasser-Pläne der RAG – in Bergkamen
Der Vortrag der RAG (ehemals Ruhrkohle AG) Anfang September zu den Plänen des Konzerns im Umgang mit dem „Grubenwasser“ stieß im Bergkamener Umweltausschuss und bei den Gästen auf der gut besetzten Tribüne auf massiven Widerspruch.
Nun ruft der „Arbeitskreis Grubenwasser – keine Bergbaugifte in die Natur“ für kommenden Freitag, 29. September, zu einem Mahnmarsch gegen die Pläne der RAG auf. „Der Weltkonzern will künftig jährlich ca. 14 Millionen Kubikmeter des mit dem Ultragift PCB, mit Schwermetallen und Salzen belasteten Grubenwassers wieder ungefiltert in die Lippe pumpen. Dazu will die RAG den Grubenwasserspiegel nun sogar bis auf -380 m NHN ansteigen lassen. Dies stellt nach Ansicht des Arbeitskreises und zahlreicher Experten eine zusätzliche Gefahr für Grund- und Trinkwasser im ganzen Ruhrgebiet dar“ heißt er in einer Erklärung des Arbeirskreises.
Der angemeldete Mahnmarsch beginnt um 17.00 Uhr am Rathaus in Bergkamen-Mitte (Parkplätze sind am Ratshaus-Center vorhanden) Alle an einer sauberen Umwelt interessierten, demokratisch gesinnten Menschen, Jung und Alt, gleich welcher Herkunft, sind aufgefordert, an dem Mahnmarsch teilzunehmen.
Dabei soll auch breit eingeladen werden für eine Veranstaltung zum selben Thema mit dem Umwelt- und Wasserexperten Dr. Harald Friedrich am 18.10.23 um 18:30 Uhr in der Mensa der Regenbogenschule in Bergkamen-Rünthe, Rünther Straße 80. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
IHK-Wirtschaftsgespräch Bergkamen: Digitalisierung und KI im Fokus
IHK-Wirtschaftsgespräch Bergkamen (v. l. n. r.): Bernd Schäfer (Bürgermeister Bergkamen), Dr. Georg Pietrek (Geschäftsführer Conciso GmbH), Reinhard Middendorf (ehemaliger Vorsitzender der Kreisjägerschaft Unna, in Vertretung für Gastgeber Markus Milewski, Geschäftsführer Schießzentrum Unna-Hamm GmbH), Juliane Golz (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unna mbH), Lara Willberg (Fachberaterin IHK), Dr. Dieter Heinz (Standortleiter Werk Bergkamen der Bayer AG), Wulf-Christian Ehrich (stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer), Dominik Stute (IHK Regionalbetreuer Bergkamen). Foto: IHK zu Dortmund/ Oliver Schaper
Digitalisierung und künstliche Intelligenz waren die beherrschenden Themen beim diesjährigen IHK-Wirtschaftsgespräch Bergkamen am 26. September. Gastgeber war diesmal die Schießzentrum Unna-Hamm GmbH.
Wo steht Bergkamen – sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die Digitalisierung? Was kann die Digitalisierung dazu beitragen, um Herausforderungen in puncto Fachkräftemangel und Klimaschutz zu begegnen? Und was sollten Unternehmen beachten, die sich mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinandersetzen? Beim diesjährigen Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) gingen mehrere Expertinnen und Experten diesen Fragen nach – und gaben den rund 60 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zugleich eine Reihe wertvoller Anregungen und Tipps.
Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, brachte einige aktuelle Zahlen mit und ordnete sie ein. Demnach konnte laut einer bundesweiten IHK-Umfrage fast jeder zweite Betrieb nicht alle Ausbildungsplätze besetzen, und mehr als jeder dritte Betrieb habe nicht einmal eine Bewerbung erhalten. In Bergkamen sei jedoch insgesamt ein stabiles Niveau erkennbar. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Ausbildungszahlen im Vergleich zum Vorjahr zwar um 2,3 Prozent zurückgegangen. Doch: „Wenn wir das in Relation zu 2019 setzen, sehen wir ein Plus von 9,6 Prozent. Die Ausbildungszahlen in Bergkamen sind also insgesamt betrachtet recht gut.“ Ausdrücklich dankte Ehrich den Unternehmen vor Ort, die jungen Leuten einen Ausbildungsplatz bieten, und verband diesen Dank mit einer Bitte: „Zeigen Sie weiter ein solches Engagement, denn genau das brauchen wir!“
Digitalisierung der Verwaltung
Dass die Stadt auf gutem Weg sei, hob Bürgermeister Bernd Schäfer hervor. Die Arbeitslosenquote sei um 0,5 Punkte auf 8,1 Prozent gesunken (Stand August 2023) und die Digitalisierung schreite voran. „Bereits 2018 haben wir erkannt, dass die Digitalisierung ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor sein wird und haben daher Kooperationen mit der Privatwirtschaft gesucht, um den Ausbau voranzutreiben. Dominik Stute, IHK-Regionalbetreuer für Bergkamen und Moderator des Wirtschaftsgesprächs, fragte daraufhin, wie es diesbezüglich aktuell um die Stadtverwaltung bestellt sei. „Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen“, antworte Schäfer – dies gelte auch in Bezug zum Aspekt Sicherheit, der ihm besonders am Herzen liege. Man arbeite nun daran, den Bürgerinnen und Bürgern sukzessive mehr Dienstleistungen digital anzubieten. Gleichzeitig räumte Schäfer ein, dass es noch einiger Anstrengungen bedürfe. „Wir sind auf dem Weg, doch es liegt noch ein ordentliches Stück vor uns.“ Der öffentliche Sektor könne sich jedoch nicht leisten, hier nachzulassen, da bis 2030 voraussichtlich jede fünfte Stelle im öffentlichen Dienst nicht mehr besetzt sei.
Bayer: Kontrollmechanismen zur Innovationssteigerung
Wie die Digitalisierung auch der Wirtschaft nutzt, machte Dr. Dieter Heinz deutlich, Standortleiter Werk Bergkamen der Bayer AG, und Mitglied der IHK-Vollversammlung. „Wir stellen pharmazeutische Erzeugnisse her, und dabei fallen sehr viele Daten an. Diese Daten helfen uns nicht nur dabei, die hohen Qualitätsstandards beizubehalten, die wir erfüllen müssen und für die wir als Hersteller einstehen, sondern auch, unsere Produktivität zu erhöhen.“ Dies, so Dr. Heinz, geschehe zum Beispiel über digitale Kontrollmechanismen, mit deren Hilfe jederzeit Einblick in den Stand der Produktion gegeben sei.
Da hakte Stute nach: Ob diese Kontrollmechanismen nicht die Gefahr mit sich brächten, Druck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuüben. Heinz erwiderte, es stecke nicht der Gedanke dahinter, den Beschäftigten permanent über die Schulter zu blicken und Druck zu erzeugen, sondern der Wunsch, Innovation zu fördern: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich diese Daten gezielt anzuschauen. Und sie können selbst am besten erkennen, an welchen Stellschrauben man drehen könnte, Prozesse zu optimieren.“
Nutzen und Gefahren Künstlicher Intelligenz
Prozessoptimierung mithilfe künstlicher Intelligenzen war ein weiteres Thema an diesem Abend. Dr. Georg Pietrek gab hier zunächst Entwarnung: Bei der Frage, ob die Gefahr bestehe, KI könne einst „die Weltherrschaft“ an sich reißen, schüttelte der IT-Experte lächelnd den Kopf. „Nicht, wenn wir ihr keine Möglichkeit geben, entsprechend wichtige Steuerungsprozesse zu regeln.“ Der Geschäftsführer der Conciso GmbH – ein IT-Beratungsunternehmen in Dortmund – betonte das immense Potenzial künstlicher Intelligenz, mahnte jedoch auch zur Vorsicht: „Eine KI weiß nicht, was richtig und was falsch ist. Sie will primär eine Aufgabe lösen, und sie agiert anhand von Berechnungen und Wahrscheinlichkeiten. Daher sollten Ergebnisse, die sie liefert, geprüft werden.“ Zudem verfüge eine KI aktuell über kein Datenschutzkonzept, deswegen sollten Unternehmen sehr sorgfältig abwägen, welche internen Daten sie preisgeben: „Denn eine KI ist kein großer Festplattenspeicher, in dem Daten nachträglich wieder gelöscht werden können.“
Lara Willberg, bei der IHK zu Dortmund Fachberaterin für Digitalisierung, Technologietransfer und Wissenswirtschaft, wies in diesem Zusammenhang auf die Angebote der IHK zum Thema KI hin: „Das Thema findet großen Anklang, und wir stehen ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung“. Für den 15. November ist ein weiterer kostenloser IHK-Workshop für Unternehmen geplant.
Abgerundet wurde der Abend durch zwei weitere Kurzvorstellungen. Zum einen von Juliane Golz, Projektmanagerin Unternehmensservice bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unna mbh, die den Gästen das Netzwerk EDIH-DO vorstellte, das Unternehmen nach eigenen Worten fit machen möchte für die digitale Zukunft. Zum anderen Alexander Krooß, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer Institut Materialfluss und Logistik IML, der mehrere Angebote umriss, mit denen das Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL Unternehmen unterstützen will.
Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel empfängt Besuch aus Bergkamen
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen aus Bergkamen besucht die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel.
Mit großer Freude begrüßte die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel eine Gruppe von Besucherinnen der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen aus Bergkamen im Landtag.
Der Besuch begann mit einer Führung durch das Landtagsgebäude, bei dem die Besucherinnen einen Einblick in den parlamentarischen Alltag erhielten. Im Anschluss hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich mit der Landtagsabgeordneten Gosewinkel auszutauschen. Gosewinkel berichtete von ihrer Arbeit im Landtag und beantwortete Fragen der Gäste. Die Besucherinnen zeigten ein lebhaftes Interesse an verschiedenen Themen. „Die Diskussion haben wir unter anderem für die Vernetzung der schulpolitischen Themen genutzt“, so Gosewinkel. „Ich habe mich sehr über den Besuch im Landtag sehr gefreut“, sagt Gosewinkel weiter.
Gästeführung am Sonntag: Bergkamen im Nationalsozialismus
Auf dem Ehrenfriedhof in Bergkamen-Mitte haben zahlreiche zivile Opfer des Bomberangriffs vom 11. September 1944 ihre letzte Ruhestättegefunden
Nicht nur in seinen „Vorzeigestädten“ Berlin, München oder Nürnberg hat der Nationalsozialismus sein Unwesen getrieben und Spuren hinterlassen, sondern er reichte bis in die kleinsten Orte des Deutschen Reichs, auch nach Bergkamen. Widerstand gegen diese Diktatur wurde auch hier zeitweilig im ortseigenen Konzentrationslager bestraft und gebrochen. SA und SS agierten ungehemmt.
Unterernährte Zwangsarbeiter gingen regelmäßig in bewachten Kolonnen von ihren schäbigen Lagerbaracken zu ihren Zechen-Arbeitsplätzen auf Grimberg 1/2, 3/4 und Haus Aden und fuhren zur Schwerstarbeit in die Grube ein. Sie hatten für die Kohleverflüssigungsanlage der Chemischen Werke Bergkamen den Rohstoff Kohle herbeizuschaffen. Irgendwann kam auch der von der deutschen Luftwaffe begonnene Bomberkrieg nach Deutschland, sogar bis Bergkamen zurück und brachte Tod und Zerstörung. Die Rückblende in die Zeit des totalitären deutschen Faschismus zeigt auch die Schandstätten des deutschen Faschismus in Bergkamen nicht aus. Ebenso werden die Auswirkungen des Faschismus im Alltag der „einfachen“ Leute und die Veränderung und Auswirkungen von der kriegsvorbereitenden Zeit hin zum 2. Weltkrieg aufgezeigt.
Udo Nüsken vom Gästeführerring Bergkamen nimmt alle Interessierten mit auf einen ca. zweieinhalbstündigen Spaziergang.
Termin: Sonntag, 1. Oktober 2023
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Haupteingang Rathaus, Rathausplatz 1, Mitte
Kosten: € 3,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
Mindestteilnehmerzahl: 5
Leitung: Udo Nüsken
Für diese Führung gilt, wer mitwandern möchte, sollte witterungsangepasste Bekleidung tragen.
Bürgermeisterkonferenz in Berlin – Hauptthema: Kommunale Finanzen
Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Kreis Unna mit Landrat Löhr (Mitte r.) und Mdb Kaczmarek (Mitte l.). Foto: Alexander Heine – Kreis Unna
Gut 400 Kilometer Luftlinie liegen das Kreishaus in Unna und das Reichstagsgebäude in Berlin voneinander entfernt. Politik bringt die Entscheidungsträger hier und dort ungleich näher.
Landrat Mario Löhr sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden tauschten sich in der vergangenen Woche auf Initiative des SPD-Wahlkreisabgeordneten Oliver Kaczmarek mit Entscheidungsträgern der SPD als Kanzlerpartei über drängende Themen der Kommunen aus – natürlich ging es dabei insbesondere um die kommunale Finanzausstattung.
Hochrangige Gesprächspartner
Gesprächspartner waren hochranginge Vertreter aus Fraktion und Ministerien. SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich nahm sich genauso die Zeit wie sein Stellvertreter Dr. Matthias Miersch. Mit dem Abgeordneten Bernhard Daldrup saß auch der kommunalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion mit am Tisch. Und: Mahmut Özdemir als Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern und für Heimat.
Entsprechend groß war die Bandbreite der Themen: Klimaschutz und Energiepolitik, Gesundheitsversorgung und Krankenhausfinanzierung, Situation von Geflüchteten und insbesondere Unterstützung der Kommunen sowie soziale Wohnraumförderung, klimagerechter sozialer Wohnungsbau, soziale Eigenheimförderung und Städtebauförderung.
Finanzen im Blick
Herzensthema von Landrat sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aber war natürlich die kommunale Finanzausstattung – und damit verbunden die Auswirkungen der Bundesgesetzgebung auf kommunale Haushalte. Sie warben deshalb für mehr formale Beteiligung und Mitsprache der Kommunen einerseits, für ein größeres Verständnis für Auswirkungen bundespolitischer Entscheidungen auf die Städte und Gemeinden andererseits. Es sei wichtig, noch viel mehr mit den kommunalen Spitzenverbänden ins Gespräch zu kommen und sie formal und offiziell zu beteiligen. Und: Es brauche einen Konnexitätsgedanken auf Bundesebene – was in Berlin beschlossen werde, müsse auch finanziert werden.
Die Gesprächspartner der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister machten allesamt deutlich, an der Seite der Kommunen zu stehen. Ein regelmäßiger Austausch wie dieser sei gut und wichtig. Landrat sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister verabredeten deshalb, ein solches Format sowohl in Düsseldorf als auch in Berlin regelmäßig durchzuführen – und zwar ausdrücklich überparteilich. PK | PKU
Marco Morten Pufke als CDU-Kreisvorsitzender im Amt bestätigt
Der neue CDU-Kreisvorstand. Foto: Torsten Goetz
Gleich zwei Versammlungen führte der CDU-Kreisverband am Donnerstagabend, 21. September, durch. Im Bürgerhaus in Kamen-Heeren stand zunächst die Vorbereitung der Europawahl im Juni 2024 auf der Tagesordnung. Anschließend eröffnete Marco Morten Pufke als Kreisvorsitzender den regulären Kreisparteitag der CDU. In seinem Bericht über die vergangenen zwei Jahre ging Pufke u.a. auf die Ergebnisse der überregionalen Wahlen ein: „Mit Hubert Hüppe haben wir eine starke Stimme im Bundestag. Ina Scharrenbach ist Landtagsabgeordnete, Chefin des wichtigen Kommunalministerministeriums sowie stellvertretende Landesvorsitzende und Mitglied des Präsidiums unserer Bundespartei. Wir haben einen direkten Draht nach Berlin und Düsseldorf.“ Darüber hinaus berichtete Pufke über die verschiedenen Veranstaltungen des Kreisverbandes.
Pufke wurde nach der einstimmigen Entlastung des Gesamtvorstandes mit großer Mehrheit von den Delegierten wiedergewählt. Er erhielt 89 von 104 abgegebenen Stimmen. Ehe die weiteren Vorstandsmitglieder sich zur Wahl stellten, verabschiedete Pufke einige verdiente Mitstreiter. Kreisschatzmeister Wolfgang Barrenbrügge (Unna) trat nach 26 Jahren nicht erneut an. Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Jörg Schindel (Schwerte), Schriftführer Helge Meiritz (Bönen), der stellvertretende Schriftführer Wilhelm Jasperneite (Werne) sowie die vier teils langjährigen Beisitzerinnen Helga Pszolka (Kamen), Ursula Schmidt, Annette Weber (beide Unna) und Annabell Vagedes (Selm) wurden mit Worten des Dankes, kleinen Präsenten und viel Applaus bedacht.
Im folgenden Wahlmarathon formierten die über 100 Delegierten aus den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna ein deutlich verjüngtes Team. Stellvertretende Kreisvorsitzende bleiben Annika Brauksiepe (Werne), Annette Droege-Middel (Lünen) und Ina Scharrenbach MdL (Kamen). Neu hinzu kommen Sascha Enders (Schwerte) und Dr. Tilman Rademacher (Bönen). Zur neuen Kreisschatzmeisterin wurde Vera Volkmann (Unna) gewählt. Die Schriftführerin heißt Claudia Mors (Selm) und ihr Stellvertreter Martin Cyperski (Werne). Marcal Zilian (Holzwickede) übt weiter das Amt des Mitgliederbeauftragten aus, während Tim Helge Stohlmann (Werne) sich um Social Media kümmert.
16 Beisitzer komplettieren den CDU-Kreisvorstand: Annette Adams (Bergkamen), Antje Bellaire, Klaus Bernemann (beide Lünen), Nele Buckemüller (Holzwickede), Niko Dahlhoff (Unna), Peter Dörner (Schwerte), Sarah Grüneberg (Kamen), Nils Hillner (Selm), Herbert Krusel (Selm), Christian Lang (Werne), Susanne Melchert (Fröndenberg/Ruhr), Marianne Pohle (Schwerte), Laura Rousek (Unna), Markus Rusche (Werne), Dieter Senker (Fröndenberg/Ruhr), Stephan Wehmeier (Bergkamen)
Während die an dem Abend geforderten Stimmzähler die Wahlgänge auszählten, berichtete Regierungspräsident Heinrich Böckelühr unter anderem zur Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik. Hubert Hüppe fand zu Arbeit und Außenwirkung der Ampel-Bundesregierung deutliche Worte.
Das neue Team wird den CDU-Kreisverband in die nächsten Wahlen führen. Dazu Pufke: „Wahlen werden immer vor Ort gewonnen. Deshalb kommt es besonders auf unsere Stadt- und Gemeindeverbände und auf unsere Ortsunionen an. Dort haben wir viele engagierte Ehrenamtliche, die den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern pflegen. Von unserem Parteitag geht ein starkes Signal der Entschlossenheit und Geschlossenheit aus. Wir blicken deshalb voller Zuversicht auf die Europawahl im nächsten Jahr und auch auf die Bundestags- und Kommunalwahlen im Jahr 2025.“
DIE LINKE: Bündnis für ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen stellt sich vor
Der Ortsverband Kamen/Bergkamen der Partei DIE LINKE. hat für seine nächste Ortsversammlung am Mittwoch, 4. Oktober, ab 18.30 Uhr in der Gaststätte Kuhbachstuben, Pfalzstraße 82, in Weddinghofen das Bündnis für ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen eingeladen.
Das Bündnis ist aus der Volksinitiative für gesunde Krankenhäuser in NRW hervorgegangen, für das DIE LINKE. während der Corona-Pandemie im gesamten Kreisgebiet Unterschriften gesammelt hatte. “Nun, nach zwei weiteren Jahren, ohne eine wirkliche Verbesserung des Gesundheitswesen, wollen wir uns wieder mit dem Bündnis zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. Dabei werden uns die Vertreter:innen des Bündnisses auch ihre aktuellen Forderungen und Ideen vorstellen”, so OV-Sprecherin Ramona Bornemann.
„Für DIE LINKE ist die Forderung nach einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung, die auf die Gesundheit der Menschen und nicht auf die Profite der Krankenhausgesellschaften immer noch eine besonders wichtige Forderung. Gesundheit darf dabei keine Ware sein“, betont der Ortsverband. Außerdem stehen die Forderungen nach Entlastungen für das Pflegepersonal für die LINKE
im Vordergrund.
DIE LINKE: „Es kann nicht sein, dass die Pflegenden selbst so hart an der Belastungsgrenze arbeiten, dass sie fast selbst nicht mehr können.“
Die Veranstaltung dient der parteiinternen Bildungsarbeit, dennoch sind alle Bürger:innen herzlichst zu der Veranstaltung eingeladen. Nach dem Vortrag durch zwei Mitarbeiter:innen des Bündnisses wird es Zeit zur Diskussion geben. Ein direkter Austausch mit dem
Ortsverband Kamen/Bergkamen der Partei DIE LINKE. wird direkt vor Ort möglich sein.
Bildung eines Jungendkreistages: Kreistag beschließt Konzept
Das Konzept zur Bildung eines Jungendkreistages im Kreis Unna wurde im Kreistag einstimmig beschlossen. Foto Max Rolke Kreis Unna
Im Dezember hatte der Kreistag beschlossen, einen Jugendkreistag im Kreis Unna zu bilden. Durch das Büro Landrat, Kreistag, Gleichstellung wurde ein Konzept zur Umsetzung, Einrichtung und Arbeitsweise des Jugendkreistages erarbeitet. Dieses Konzept wurde in der Kreistagssitzung am Dienstag, 19. September, einstimmig beschlossen.
Das Konzept sieht vor, das Jugendliche aus allen kreisangehörigen Kommunen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren dem Jungendkreistag angehören können. Die Jugendlichen werden auf verschiedenen Wegen über die Bildung des Jugendkreistages des Kreises Unna informiert. Zu Beginn des Jahres 2024 (im Anschluss an die Weihnachtsferien) wird es ein Anschreiben an die weiterführenden Schulen, die Schülervertretungen der Schulen, die Ortsjugendringe des Kreises sowie den Ring politscher Jugend geben.
Einteilung in Fraktionen und Gruppen
Der Prozess des Jugendkreistages startet mit einem Auftakttreffen. Zu diesem werden neben den interessierten Jugendlichen Vertreter der Fraktionen und Gruppen im Kreistag sowie der Verwaltung eingeladen. Im Rahmen des Auftakttreffens werden die Jugendlichen zudem darüber informiert, dass es sich bei dem Jugendkreistag um ein verkleinertes Abbild des Kreistages handeln soll und aufgrund dessen eine Einteilung der Jugendlichen in Fraktionen und Gruppen angestrebt wird.
An das Auftakttreffen schließen sich Workshops an, die zuvor benannte Themenschwerpunkte fokussieren. Zu den Workshops werden Vertreter der Kreisverwaltung hinzugezogen, um die Themen mit den Jugendlichen fachlich aufzubereiten. Die Jugendlichen können sich je nach Interessenlage selbstständig den einzelnen Workshops zuordnen.
Empfehlungen werden an den Kreistag formuliert
Die erste Sitzung des Jugendkreistages findet im Anschluss an die Workshops statt, voraussichtlich im Frühjahr 2024. Die Jugendlichen haben in der Sitzung des Jugendkreistages die Möglichkeit, konkrete Themenschwerpunkte und Problemlagen auf Basis des von ihnen erarbeiteten Fachwissens zu diskutieren, daraus Anregungen zu formulieren und darüber abzustimmen. Die beschlossenen Anregungen werden sodann in den thematisch zuständigen Fachausschüssen des Kreistages des Kreises Unna beraten und diskutiert.
Der Fachausschuss hat sodann die Möglichkeit, sich die Anregung des Jugendkreistages zu eigen zu machen und eine entsprechende Empfehlung an den Kreistag zu formulieren und zu beschließen. Die finale Beratung und Beschlussfassung der Empfehlung finden in der Sitzung des Kreistages statt, da diesem die Entscheidungskompetenz obliegt. PK | PKU
Beifall von der IGA-Geschäftsführung für positiven Beschluss des Bergkamener Stadtrats
So könnten die Bergwelten auf dem Bergkamener Kanalband aussehen. Grafik: Greenbox
Die IGA-Geschäftsführung, Horst Fischer und Nina Frense, brachten ihre Freude zum Ausdruck über den Beschluss des Rates der Stadt Bergkamen, der sich in einer Sitzung am 14. September für die touristische Entwicklung des Haldenstandortes im Rahmen der IGA 2027 ausgesprochen hat.
„Mit der Zustimmung zu einem höheren Eigenanteil steht der Entwicklung des Standortes in Bergkamen nun nichts mehr im Weg“, meint Fischer. Die Entscheidung ebne den Weg, um Bergkamen als Tourismusdestination langfristig zu entwickeln und ins Freizeit- und Tourismuskonzept der Ruhr Tourismus GmbH einzubinden mit attraktiven Angeboten, die auch weit über 2027 hinaus positiv wirken werden. Die Planung seitens der Stadt für die investiven und dauerhaft wirkenden Maßnahmen werde nun weiter konkretisiert, um rechtzeitig in die Umsetzung gehen zu können. Die IGA gGmbH wird ihrerseits die Ausstellunginhalte und den Event für 2027 vorbereiten.
Frense betont die Bedeutung des Zukunftsgarten-Standortes in Bergkamen und Lünen für das Gesamtkonzept der IGA 2027: „Das geplante Talwunder- und Bergwelten-Konzept mit dem Motto „Landschaft in Bewegung“ an dem Standort ergänzt das dezentrale Konzept der IGA in der Metropole Ruhr. Dieses Dekadenprojekt mit internationaler Strahlkraft wird Bergkamen und Lünen mit der Marina Rünthe, der Halde „Großes Holz“ und dem Horstmarer Seepark als touristische Top-Ziele auch überregional bekannt machen.“
Zudem gibt es positive Nachrichten aus Düsseldorf: Am Mittwoch hatte die Landesregierung in einem Bericht an den Umweltausschuss des Landtags weitere Förderungen in Aussicht gestellt. So heißt es in dem Bericht: „Der dem Landtag vorliegende Entwurf des Haushaltsplans 2024 sieht demgemäß eine Erhöhung der Festbetragsfinanzierung für die IGA vor.“ Dies betrifft die eintrittspflichtigen Standorte in Gelsenkirchen, Duisburg und Dortmund.
Bürgerversammlung am Montag zum neuen SEB-Verwaltungsgebäude im Logistikpark
Der Rat der Stadt Bergkamen hat in seiner Sitzung am 8. Juni 2022 beschlossen, den Bebauungsplan Nr. WD 116 „Logistikpark A2“ zu ändern. Damit sollen die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung eines Verwaltungsgebäudes für den Stadtbetrieb Entwässerung (SEB) geschaffen werden. Parallel dazu ist die Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Bergkamen erforderlich, der für diesen Bereich bisher eine „Fläche für Wald“ darstellt. Die Verwaltung des SEB befindet sich derzeit noch im Rathaus und wird nach Fertigstellung des Neubaus in den Logistikpark verlagert.
Die Pläne werden am kommenden Montag, den 18. September, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal im Ratstrakt des Rathauses, Rathausplatz 1, vorgestellt. Für alle Interessierten besteht dort Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anregungen für die weitere Planung einzubringen.
Darüber hinaus werden alle relevanten Planunterlagen ab nächsten Dienstag (19.09.) bis einschließlich 4. Oktober 2023 auf der Internetseite http://www.stadtplanung-bergkamen.de unter „aktuelle Beteiligung“ zur Einsicht bereitgestellt. Auch hier können Stellungnahmen zu den Plänen abgegeben werden.
Ergänzend hierzu können die Planunterlagen beim Amt für Stadtplanung, Straßen und Grünflächen während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr, mittwochs von 8.00 Uhr bis 14.30 Uhr und freitags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr in Zimmer 518 im Rathaus eingesehen werden. Hierfür ist im Vorfeld ein Termin unter der Rufnummer 02307 / 965-327 oder der E-Mail-Adresse b.thoms@bergkamen.de zu vereinbaren. Auch hier besteht Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung und Abgabe von Stellungnahmen.
Mobilitätskonzept in Bergkamen und Lünen: Weitere Fördermittel für die IGA 2027 zugesagt
So könnten die Bergwelten auf dem Bergkamener Kanalband aussehen. Grafik: Greenbox
Bekanntlich wollen die Städte Bergkamen und Lünen durch ihre Teilnahme an der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 die Entwicklung eines zukunftsfähigen Freizeit- und Tourismusstandortes hin zu einer vielfältigen Erlebnisachse an Lippe und Datteln-Hamm-Kanal vorantreiben. Am Mittwoch hat die Bezirksregierung Arnsberg grünes Licht für einen weiteren Förderzugang zur IGA 2027 gegeben.
Gemeinsam mit der Stadt Lünen hat die Stadt Bergkamen die vorläufige Zusage der Bezirksregierung Arnsberg erhalten, ein Konzept für nachhaltige Mobilität anlässlich der IGA 2027 zu entwickeln. Die Erstellung des Konzeptes wird mit einer attraktiven Förderquote von 80% bezuschusst und kann an ein externes Fachbüro vergeben werden, sodass die beiden Kommunen unter Einsatz geringer finanzieller und personeller Mittel diesen wichtigen Schritt zur Realisierung der IGA umsetzen können. Im Vordergrund des Konzeptes stehen die regionale, interkommunale und kommunale Anbindung des IGA 2027-Zukunftsgartens und die verträgliche Abwicklung der Besucherverkehre innerhalb des Stadtgebiets. „Auch hier zeigt sich der langfristige Nutzen der Teilnahme an der IGA 2027 für Bergkamen.“, so der Technische Beigeordnete Jens Toschläger. „Denn es gilt, das gesamte Kanalband mit Wasserstadt Aden, „Bergwelten Bergkamen“ und Marina Rünthe langfristig und nachhaltig besser in die verschiedenen Verkehrsnetze einzubinden.“