4a und 4b der Overberger Grundschule nehmen am Mal- und Bastelwettbewerbs des Landtags teil: Abgeordnete übernimmt den Transport
Die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel übernimmt einen wichtigen Botengang für die Klasse 4a und 4b der Overberger Grundschule und alle fühlen sich bereits als Gewinner.
Nach dem Motto „Mein Land Nordrhein-Westfalen: Malt oder bastelt, was für Euch Heimat bedeutet“ lobt der Landtagspräsident in diesem Schuljahr einen Mal- und Bastelwettbewerb für die vierten Klassen der nordrheinwestfälischen Grundschulen aus. „Als die Lehrerinnen anfragten, ob ich den Transport übernehmen könne, haben ich nicht gezögert. Schließlich fahre ich wöchentlich zum Landtag“ führt Gosewinkel die Motivation aus. Bei der Gelegenheit stellte sich die Landtagsabgeordnete selbst den Klassen vor und ließ sich die Kunstwerke mit deutlichem Heimatbezug erklären. „Heimat prägt und mich freut, dass die Kinder einen ähnliche Sehenswürdigkeiten erfasst haben, die ich auch mit Bergkamen in Verbindung bringe. Der Besuch in der Schule war ein Gewinn für mich und ich drücke den Kindern alle Daumen, dass sie die Jury überzeugen.“ Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Sachkundeunterricht mit dem Thema NRW beschäftigt und erstellten je Klasse ein gemeinschaftliches Bild über ihre Heimat.
„Präsidium macht Schule“ – Gelebte Demokratie am Städt. Gymnasium Bergkamen
Der Vizepräsident des NRW-Landtags Rainer Schmeltzer (mit Mikro rechts) stellte sich im PZ den Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Am Donnerstag konnten zirka 100 Schüler:innen des Städtischen Gymnasium Bergkamen ihre Fragen zu den Themenbereichen Bildung, Infrastruktur und Öffentliche Verkehrsmittel, Digitalisierung und Klimaschutz mit Landtagsvizeprädient Rainer Schmeltzer diskutieren. Dieser war im Rahmen des Programms „Präsidium macht Schule“ zu Gast am SGB und freute sich über die zahlreichen, durchaus auch kritischen Fragen der Schüler:innen. Einige Fragen gab Schmeltzer an die Landtagsabgeordnete Siliva Gosewinkel und den stellvertretenden Bürgermeister Marco Morten Pufke weiter, die sich ebenfalls die Zeit genommen hatten, die Veranstaltung zu begleiten.
In ihrer Begrüßung hob Schulleiterin Dr. Mirja Beutel hervor, dass sie sich über die aktive Partizipation der Schüler:innen an den demokratischen Prozessen innerhalb der Schule sehr freue. „Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die heutige Veranstaltung auf Initiative unseres Schülersprechers Alexander Höll an die Schule geholt wurde“, so Beutel. Für die Organisation der Veranstaltung bedankte sie sich bei der stellvertretenden Schulleiterin Maria von dem Berge, die den Vorschlag der Schülervertretung als Mitglied der Fachschaft Sozialwissenschaften gerne aufgegriffen hatte. Nach den Grußworten des stellvertretenden Bürgermeisters Marco M. Pufke gab Herr Schmeltzer mit Hilfe eines Kurzfilms eine Einführung in die demokratischen Prozesse der Landespolitik. Schmeltzer ermunterte die Schüler:innen Demokratie aktiv mitzugestalten. „Mischt euch ein, nutzt die Gremien, um euren Anliegen Gehör zu verschaffen“, so Rainer Schmeltzer.
Nach der Einführung gab Rainer Schmeltzer die Moderation an Alexander Höll ab, der souverän durch die Veranstaltung führte. Er nutzte die zuvor erhobenen Ergebnisse einer Onlinebefragung der Oberstufenjahrgänge, um anhand der dort gestellten Fragen zu Themen der Landespolitik die Diskussion mit den Gästen zu gestalten. Dabei blieb immer wieder Zeit für Zwischenfragen, die je nach Themengebiet von den Gästen in ihrem jeweiligen Fachgebiet ausführlich beantwortet wurden.
Neben den oben genannten Themengebieten, wurde auch das Erstarken der AfD in den letzten Landtagswahlen thematisiert. Herr Schmeltzer machte klar, das rechtsextreme Positionen eine Demokratie bedrohen können und dass Veranstaltungen wie diese, wo man miteinander in Gespräch komme, eine Möglichkeit seien, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Die dringend notwendigen finanziellen Mittel für die Renovierung und den Umbau des Schulgebäudes wurden nicht nur zu Beginn von Frau Dr. Beutel, sondern auch von den Schüler:innen vor Ort wiederholte Male angesprochen. Um bei diesen und anderen Aspekten, zu denen ein weitergehendes Diskussionspotenzial erkannt wurde, miteinander in Kontakt zu bleiben, schlug Herr Pufke eine weitere Diskussionsrunde mit den kommunalen Vertretern und ggf. Frau Gosewinkel vor.
SPD Weddinghofen-Heil ehrte langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Partei
Am vergangenen Freitag ehrte der SPD-Ortsverein Weddinghofen-Heil im Rahmen einer Feierstunde im Vereinsheim des Kleingartenvereins Krähenwinkel 30 Jubilarinnen und Jubilare. Dabei waren die Geschichten und Entscheidungen der Jubilare die sie zum Teil am Abend im Rahmen der Ehrung verrieten, welche einst Anlass für den Eintritt in die SPD waren sehr unterschiedlich. Je nach Lebensalter nannten die Anwesenden Gründe wie Großvater im Widerstand gegen die Nazis, Flucht aus der DDR, Willy Brandt, Irak-Krieg ohne deutsche Soldaten oder Helmut Schmidt.
Hartmut Ganzke MdL und Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion war als Ehrengast und Laudator aus Unna-Massen nach Weddinghofen gekommen, um die Ehrungen von beinahe 1.200 Mitgliedsjahren vor Ort durchzuführen. Hierbei bedankte er sich ausdrücklich für die jahrzehntelange Treue der Jubilare zur ältesten Partei in Deutschland– auch in schwierigen Zeiten. Nach einem ausgiebigen Abendessen klang der Abend sehr gemütlich und mit vielen Geschichten aus auch 1.200 Lebensjahren aus. Aus unterschiedlichen Gründen war nicht alle Jubilarinnen und Jubilare zur Feier gekommen.
Geehrt wurden:
65 Jahre: Brunhilde Voigt
60 Jahre: Friedrich-Wilhelm Grundmann, Bodo Hilsmann
55 Jahre: Klaus Bommer, Dieter Naujokat, Willi Schumacher
50 Jahre: Heino Baues Heino, Elmo Deuse
45 Jahre: Eleonore Derbot, Murtaza Karaoglu, Jürgen von Popowski, Gerd Glesmann Siegfried Heyne, Dirk Thiemann
40 Jahre: Unger Mario, Frank Pollklaesener, Ingo Pollklaesener, Ralf Bartsch, Ralph Klose,
35 Jahre: Brigitte Kampmeyer, Andreas Lappe
30 Jahre: Rosemarie Korte, Heinz-Georg Schiele
25 Jahre: Frank Bartsch, Julian Deuse
20 Jahre: Dominik Jander, Ulrich Godawa
15 Jahre: Simone Leuthold-Haverkamp
10 Jahre: Jens Schmülling, Peggy Lucas Peggy
Bergkamener Michael Prill als Fischereiberater im Amt bestätigt
Landrat Mario Löhr dankte Michael Prill (M.) für sein Engagement als Fischereiberater und damit als kundiger Berater für Nicole Drawe von der Unteren Fischereibehörde. Foto Leonie Joost Kreis Unna
Michael Prill bleibt Fischereiberater des Kreises Unna. Der Bergkamener wurde jetzt von Landrat Mario Löhr erneut in diesem Amt bestätigt. Damit kann Prill erneut für vier Jahre den Kreis und somit die Untere Fischereibehörde in Sachen „Fisch und Angeln“ beraten.
Prill verfügt über langjährige Erfahrungen im Fischereiwesen. Er ist seit 1989 Ausbilder für die jährliche Fischereiprüfung und seit 2010 Beisitzer im Fischerprüfungsausschuss des Kreises. In der Zeit von 2002 bis 2023 war er amtlich verpflichteter Fischereiaufseher des Kreises. Im November 2009 zunächst zum stellvertretenden Fischereiberater des Kreises berufen, wurde Prill im Oktober 2011 erstmals der offizielle Fischereiberater des Kreises. Zuletzt wurde er im Oktober 2019 im Amt bestätigt.
Als Fischereiberater des Kreises ist Michael Prill vor allem in fischereifachlichen Entscheidungen zu hören, unter anderem hinsichtlich der Gestaltung der gemeinschaftlichen Fischereibezirke, bei der Genehmigung für den Abschluss und die Änderung von Fischereipachtverträgen oder bei der Festlegung von Zugangswegen zu einem Gewässer.
Mehr zum Thema Fischen im Kreis Unna gibt es unter www.kreis-unna.de unter dem Suchwort „Fischereiwesen“. PK | PKU
SPD lud zur Bürgerversammlung ein: Zukunft des Albert-Schweitzer-Haus bleibt offen
Der Technische Beigeordnete Jens Toschläger war am Mittwochabend Gast des SPD-Ortsvereins Weddinghofen-Heil.
An der Nahversorgungssituation im Stadtteil Weddinghofen und auch am Bestand des Geländes am Albert-Schweitzer-Haus wird sich so schnell nichts ändern. Diese wichtige Erkenntnis nahmen am Mittwochabend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informationsveranstaltung des hiesigen SPD-Ortsvereins im Restaurant „Olympia“ mit nach Hause.
Zwar gibt es einen Interessenten, der das ehemalige Schulgebäude abreißen will, um dort neu zu bauen, möglicherweise als neuer Standort für einen Netto. Doch Bergkamens Technischer Beigeordnete Jens Toschläger erklärte in der Versammlung, dass er nichts von solch einem „Schnellschuss“ hält. Sicher ist aber für ihn, dass selbst solch eine Turbolösung rund vier Jahre in Anspruch nehmen wird bis zum Beginn der Neubauphase. Er sprach sich dafür aus, sich mehr Zeit zu nehmen und sich genau zu überlegen, was auf dem einzigen verbliebenen freien städtischen Grundstück im Stadtteil Weddinghofen passieren soll.
Toschläger betonte, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Verwaltung noch keinen Auftrag erhalten habe, sich um die Zukunft des Geländes zu kümmern. Immerhin haben sich seine Mitarbeiter den Baumbestand genau angesehen. Im hinteren Teil des Grundstücks, dort gab es mal einen Schulgarten, stehen ein in seinen Augen 78 unbedingt erhaltenswerte Bäume und im vorderen Bereich am ehemaligen Schulhof an der Schulstraße müssten wohl einige der insgesamt 23 Bäume weichen, weil sie erkranken könnten. Seine Überlegung ist, den Baumbestand mit dem benachbarten Ernst-Flüß-Platz zu verbinden.
Das ehemalige Schulgebäude hat der Gutachterausschuss des Kreises Unna unter die Lupe genommen. Nach seiner Auffassung habe das Gebäude mit den bebaubaren Grundstücksteil einen Wert von 1,91 Millionen Euro. Eine Sanierung des Gebäudes hält Toschläger für unwirtschaftlich. Hauptmanko ist ein vernässter Keller mit Schimmelbefall. Eine frühzeitige Sanierung sei wegen der Finanznot der Stadt nicht erfolgt. Immerhin scheint es keine gesundheitlichen Gefahren für den Kindergartenkinder zu geben. Allerdings war vor Jahren auch geplant gewesen, diese Kita nach dem Neubau an der Berliner Straße an dieser Stelle aufzugeben. Offensichtlich werden aber die Kita-Plätze an der Schulstraße wegen der Bevölkerungszunahme der Stadt Bergkamen weiterhin gebraucht.
Doch selbst eine Totalsanierung des Altgebäudes wollte Toschläger am Mittwochabend nicht ausschließen, wenn es so die Politik beschließen sollte. Ob bei all diesen Planungen letztendlich noch Platz für einen neuen Netto sei, sei völlig offen, betonte der Beigeordnete. Eine frühere Planung für einen neuen Netto am Häupenweg sei vom Investor aufgegeben werden.
Die weitere Diskussion über die Zukunft des Albert-Schweitzer-Hauses dürfte spannend bleiben. Ortsvereinsvorsitzender Jens Schmülling versprach am Mittwochabend, noch vor den Eintritt in die parlamentarische Debatte zu einer weiteren Info- und Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema einzuladen.
Jubilarehrung der SPD Weddinghofen-Heil um 18Uhr im Vereinsheim des KGV Krähenwinkel
Am kommenden Freitag, 20. Oktober, ehrt der SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil seine seine Jubilare im feierliche Rahmen. Diese findet ab 18 Uhr im Vereinsheim der Kleingartenanlage Krähenwinkel (Töddinghauser Str. 48) in Bergkamen statt. Angemeldet haben sich rund 45 Personen. Der Laudator ist der SPD Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion, Hartmut Ganzke.
Info-Veranstaltung zum Thema Grubenwasser mit Dr. Harald Friedrich in der Mensa der Regenbogenschule
Der „Arbeitskreis Grubenwasser – keine Bergbaugifte in die Natur“ lädt am 18. Oktober um 18.30 Uhr zu einer Informations- und
Diskussionsveranstaltung mit Dr. Harald Friedrich in die Mensa der Regenbogenschule, Rünther Straße 80, ein.
Dazu schreibt der Arbeitskreis: „Die NRW-Landesregierung bestätigte durch ihre Messungen, dass die RAG (ehemals Ruhrkohle AG) jahrzehntelang PCB-belastetes Grubenwasser unbehandelt in die Lippe einleitete. PCB ist ein Ultragift und seit der Stockholmer Konvention von 2004, die von 186 Staaten unterzeichnet wurde, komplett verboten.
Deshalb forderte der Rat der Stadt Bergkamen bereits 2021 in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung das Unternehmen RAG auf, „unmittelbar den Bau einer effektiven PCB-Eliminierungsanlage auf Haus Aden“ in Angriff zu nehmen, damit diese „bei der Fortsetzung der Einleitung von Grubenwasser in die Lippe“ fertig gestellt ist. Die RAG ignoriert dies bis heute und verharmlost die Gefahr.
Nun konnte der ‚Arbeitskreis Grubenwasser‘ den Dr. Harald Friedrich gewinnen, – einen Experten, der sich jahrelang an verantwortungsvoller Position mit dem Thema befasste, in Bergkamen zu dem Thema zu referieren. Um im Interesse von Mensch und Natur den Dialog zu beleben, laden wir alle demokratischen Kräfte in NRW, gerade auch die Lippe-Anrainer, zu der Veranstaltung ein.
Nach dem Referat besteht allgemeines Rederecht.“
Programm des NRW-Landtags: „Präsidium macht Schule“ im Bergkamener Gymnasium
Das Städtische Gymnasium Bergkamen wird in Kooperation mit dem Landtag NRW am Donnerstag 19. Oktober, von 10:05 bis 11:45Uhr im Pädagogischen Zentrum des SGB die Veranstaltung „Präsidium macht Schule“ ausrichten.
Die Schülervertretung hatte sich für das Programm des nordrhein-westfälischen Landtags beworben und sie freut sich Herrn Schmeltzer (Vizepräsident des Landtags) sowie weitere Gäste begrüßen zu dürfen.
Nach einer kurzen Einführung zur Organisation und zu den Aufgaben des Landesparlaments folgt eine längere Diskussionsrunde, in der die Schülerinnen und Schüler vor Ort zu Fragen zu verschiedenen politischen Themengebieten mit den Gästen in Austausch gehen können.
SPD-Bundestagsabgeordneter Kaczmarek: Betreuung von unter 25-Jährigen bleibt bei den Jobcentern
Eine Frage, die in den vergangenen Wochen in den Kommunen sehr kontrovers diskutiert worden ist, wird nun mit einem Kompromiss aufgelöst: Die Betreuung von Arbeitssuchenden unter 25 Jahren in der Grundsicherung (SGBII) bleibt bei den Jobcentern vor Ort. Damit kommt Arbeitsminister Hubertus Heil dem Wunsch der SPD-Bundestagsfraktion und vielen Akteuren aus der Praxis nach. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche konstruktive Gespräche geführt, in denen Beteiligte fachliche Bedenken am Vorschlag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erhoben haben. Am Ende stand die Bitte, eine gangbare Alternative zu suchen.
Als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung und im Hinblick auf die Kindergrundsicherung hatte das BMAS eine Regelung in das Haushaltsfinanzierungsgesetz eingebracht, mit der die Verantwortlichkeit zur Aktivierung und Eingliederung in den Arbeitsmarkt von unter 25-jährigen von den Jobcentern auf die Agenturen für Arbeit übertragen werden soll. Damit wäre auch die Kostenträgerschaft auf den Rechtskreis SGB III übergegangen.
Jetzt liegt als gangbare Lösung der Vorschlag auf dem Tisch, stattdessen die Aufgaben der Weiterbildung und der Rehabilitation an die Bundesagenturen für Arbeit zu übertragen. Alle Leistungsberechtigten jeden Alters bleiben in der Integrationsverantwortung der Jobcenter und werden dort ganzheitlich betreut. Soweit das Jobcenter einen Weiterbildungs- oder Rehabilitationsbedarf erkennt, verweist es aber an die Arbeitsagentur.
Oliver Kaczmarek, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Unna, begrüßt den neuen Vorschlag ausdrücklich: „Die Jobcenter vor Ort haben die beste Expertise und längste Erfahrung, um junge Menschen schnell und nachhaltig in gute Arbeit zu bringen. Es freut mich, wenn auf der Grundlage des neuen Vorschlags von Arbeitsminister Heil gemeinsam mit allen Beteiligten eine gute Lösung gesucht und gefunden wird.”
SPD: „Kein Schnellschuss bei der Zukunft des Albert-Schweitzer-Hauses in Weddinghofen“
Platz am Albert-Schweitzer-Haus in Weddinghofen. Foto: Andreas Worch
„Wie wird die Zukunft des Albert-Schweitzer-Hauses in Weddinghofen aussehen?“ Das ist aktuell eine der meistdiskutierten Fragen im betroffenen Bergkamener Ortsteil. „Leider kursieren sehr viele Gerüchte und Falschmeldungen, auch über den Beratungsstand innerhalb der Politik“, erklärt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Weddinghofen – Heil, Jens Schmülling. Der Ortsverein nehme daher aus Gründen der Transparenz Stellung zur aktuellen Situation und bereitee darüber hinaus eine Bürgerinformationsveranstaltung am 18.10.2023 um 18 Uhr im Saal der Gaststätte Olympia/Zur alten Post in Weddinghofen vor. Hier werde der zuständige Baudezernent der Stadt Bergkamen, Jens Toschläger, berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.
In dieser Stellungnahme heißt es:
„Das sind die Fakten:
Das Gelände des Albert-Schweitzer-Hauses mit Gebäuden, Platz und Umgebung hat insgesamt eine Fläche von 10.082 qm.
Eigentümerin ist die Stadt Bergkamen.
Auf dem Gelände sind die AWO KiTa, das Ortsvorsteherbüro und 6 Wohneinheiten sowie das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Unna beheimatet.
Das KI möchte seinen Standort aufgeben und sucht aktuell einen neuen Standort.
Die Gebäudesubstanz aller Gebäude auf dem gesamten Areal ist in die Jahre gekommen. Die vorhandenen Gebäudegrundrisse fordern von den aktuellen Nutzern bereits jetzt Kompromisse und sind für langfristige, nachhaltige Nutzungen nicht mehr geeignet.
Eine Sanierung erscheint aufgrund der maroden Bausubstanz unwirtschaftlich.
Der jetzige IST-Zustand kann nicht weiter fortbestehen. Es besteht umfassender Handlungsbedarf.
Auf dem Gelände ist ein prägender Baumbestand von 91 Bäumen vorhanden (63 besonders erhaltenswerte Linden und 28 gemischte Exemplare, welche zum Teil ebenfalls als besonders erhaltenswert eingestuft sind).
Besonderheit der Fläche:
Es handelt es sich um die letzte Fläche dieser Größenordnung in Weddinghofen, welche sich in städtischem Eigentum befindet und welche baurechtlich überplant werden könnte, um beispielsweise auch (nicht nur) eine neue lokale Nahversorgung in Weddinghofen zu realisieren.
Der Vorplatz und das angrenzende Gelände des Ernst-Flüß-Platzes werden in besonderer Weise durch wiederkehrende Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte und weitere größere Veranstaltungen für die Stadtgesellschaft genutzt.
Bei sämtlichen Entscheidungen über die Zukunft des Areals Albert-Schweizer-Haus besteht also eine besondere Verantwortung gegenüber der Natur, den Bürgerinnen und Bürgern, den Mieterinnen und Mietern, den Vereinen und dem gesamten Stadtteil Weddinghofen.
Deswegen setzt sich die hiesige SPD für ein offenes Verfahren ein, welches sämtliche aufgeführten Punkte als besonders relevant und schützenswert einstuft. Wir fordern die Verwaltung und die im Rat der Stadt Bergkamen vertretenen Parteien auf, alle o. g. Punkte bei sämtlichen Entscheidungen zu berücksichtigen. Wir wollen nicht, dass ein Interesse gegen ein anderes Interesse ausgespielt wird. Auch akzeptieren wir keine schnellen und vermeintlich „einfachen“ Lösungen.
Die SPD Weddinghofen-Heil fordert ein sorgfältig abgewogenes Konzept, bei dem
1. die Bedürfnisse und Schutzziele aller Personengruppen herausgearbeitet werden und in einem transparenten Prozess mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden, damit möglichst alle Belange Berücksichtigung finden können,
2. möglichst alle besonders erhaltenswerten Bäume an ihrem angestammten Platz bleiben und nicht gefällt werden,
3. der öffentliche Vorplatz in gewohnter Weise für Veranstaltungen und Feste dauerhaft für die Stadtgesellschaft nutzbar bleibt,
4. es weiterhin einen Ort und eine Örtlichkeit (Raum) für Vereinstreffen etc. geben wird,
5. Ortsvorsteher und Knappschaftsälteste weiterhin ein Büro vor Ort haben,
6. für die Mieterinnen und Mieterinnen im nahen Umfeld alternative Wohnungen angeboten werden bzw. ihnen im Idealfall vor Ort neuer Wohnraum angeboten werden kann,
7. im Falle eines ein Investorenmodells nicht nur der Verkaufspreis das entscheidende Kriterium sein darf; vielmehr muss Wert auf soziale, ökologische und ökonomische Aspekte gelegt werden,
8. zu prüfen ist, ob eine Realisierung und Ansiedlung von Nahversorgung beispielsweise durch Geschossbau in ein Gesamtkonzept des Areals möglich ist.“
Veranstaltung gegen Rechtsextremismus: Gegenstrategien sollen diskutiert werden
Immer wieder ist zu beobachten, wie rechte Parteien ihre Kampagnen auf die Straßen und die sozialen Medien tragen. Der Bundestrend macht auch vor dem Kreis Unna nicht Halt: Grund genug für das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) am 11. Oktober im Kreishaus Gegenstrategien zu diskutieren.
„Die Feinde der Demokratie werden selbstbewusster und zeigen mehr Präsenz“, so Sevgi Kahraman-Brust vom KI, die sich seit Jahren engagiert für Demokratie und gegen Rassismus einsetzt. Im Laufe der Zeit brachte sie viel auf den Weg und viele Partner zusammen. Einer dieser Partner ist die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus der Bezirksregierung Arnsberg. Die Experten gehören zu den Referenten am Mittwoch, 11. Oktober im Kreishaus an der Friedrich-Ebert-Straße 17. Im Sitzungstrakt C.002-C.003 geht es um 18.30 Uhr los. Ende ist gegen 20 Uhr geplant.
Anmeldung erforderlich
Wer teilnehmen möchte, kann sich anmelden. Der 5. Oktober ist Anmeldeschluss. Anmeldungen mit Namen, E-Mail-Adresse und Institution sind per E-Mail an Sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de oder telefonisch bei ihr unter Fon 0 23 07 71 98 98 74 möglich. PK | PKU