SPD-Stadtverband hat einen fast komplett neuen Vorstand

Nicht weniger als einen kompletten Generationswechsel gab es am vergangenen Dienstag bei der SPD Bergkamen. Nach rund 9 Jahren schied André Rocholl aus dem Amt als Vorsitzender der hiesigen Sozialdemokratie in der Nordbergstadt aus. Auf ihn folgt mit Julian Deuse kein Neuling im politischen Raum.

Deuse war Vorsitzender der SPD in Weddinghofen, stellv. Vorsitzender des SPD Stadtverbandes und ist aktuell stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergkamen. Mit Gökhan Kabaca (Mitte) und Nicole Czyzmowski (Oberaden) wurden dem 39 jährigen Deuse zwei motivierte und kreative junge Köpfe als Stellvertreter:in zur Seite gewählt.

Der Vorstand wird komplettiert durch Nico Sprenger (Weddinghofen), Eva Knöfel (Rünthe), Linda Römke-Krumme (Overberge) und Martina Eickhoff (Mitte) sowie Andrea und Christian Blom (Oberaden). Julian Deuse dankte in seiner Antrittsrede den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für Ihre Arbeit und ihren Dienst für die Stadt Bergkamen und die örtliche Sozialdemokratie. “Wir wissen das in den letzen Jahren nicht alles optimal bei uns gelaufen ist und wir manches Mal auch nicht so gut entschieden und kommuniziert haben, wie wir es uns selbst gewünscht hätten. Mit der heutigen Wahl und einem neuen Team werden wir ab sofort Stein für Stein umdrehen und gemeinsam daran arbeiten weiterhin die starke sozialdemokratische Kraft in Bergkamen zu sein, auf die sich die Menschen verlassen dürfen. Dies gilt für die kleinen Themen genauso, wie für die großen Projekte in dieser Stadt, an der es leider aktuell zu viele Baustellen gibt. Das erwarten die Menschen zu recht von uns und darum werden wir uns auch als Partei wieder stärker in die politischen und gesellschaftlichen Debatten einmischen”, so Julian Deuse.




Rausgehen und zuhören: Kaczmarek auf Tour im Wahlkreis

Oliver Kaczmarek

„Zukunft schaffen wir. Gemeinsam vor Ort.“ – unter diesem Motto veranstaltet die SPD-Bundestagfraktion vom 26. Juni bis 2. Juli eine Themenwoche, an der sich auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek mit verschiedenen Aktionen in seinem Wahlkreis beteiligt. Im Fokus stehen dabei Gesprächsangebote zu den Themen, die die Menschen in ihrem Alltag bewegen, und Besuche, die zeigen sollen, wo es beim Umbau zur klimaneutralen Wirtschaft noch Verbesserungsbedarf gibt.

Los geht es am Dienstag, 27. Juni, um 11 Uhr mit der „AnsprechBar“: Während des Markttags in Kamen möchte Kaczmarek im Gespräch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und offene Fragen klären. Auch bei „Tür zu Tür“-Besuchen am Mittwoch, 28. Juni, in Schwerte spricht der Bundestagsabgeordnete die Menschen direkt an. Am Donnerstag, 29. Juni, steht der Besuch beim Bergkamener Umweltkontor auf dem Programm, das auf die Aufbereitung und Aufwertung von Altholz spezialisiert ist. Am Freitag, 30. Juni, schließlich besichtigt Kaczmarek energieautarke Mehrfamilienhäuser der UKBS in Unna-Königsborn, die künftig dank Photovoltaik und Infrarot-Deckenheizungen mehr Strom erzeugen sollen als sie verbrauchen.

„Was die Ampelkoalition in den letzten Monaten für den Bund beschlossen hat, hat Auswirkungen im ganzen Land. Konkret wird es vor Ort, in der Heimat, dort, wo man sich sicher und zuhause fühlt“, weiß Kaczmarek. Deshalb gehe er raus und spreche mit den Menschen vor Ort über anstehende Veränderungen und sozialdemokratische Antworten auf wichtige Zukunftsfragen.




Julian Deuse soll neuer Vorsitzender des SPD-Stadtverbands werden

Julian Deuse

Der SPD-Stadtverband wird am Dienstag, 20. Juni, ab 18 Uhr im Treffpunkt an der Lessingstraße einen neuen Vorstand wählen. Der SPD wird sich personell fast vollständig neu aufstellen. Neben den amtierenden Vorsitzenden, der seit 2014 der SPD Bergkamen vorsteht, werden auch Dieter Mittmann als stellv. Vorsitzender sowie weitere verdiente Mitglieder des Vorstands wie Monika Wernau, Dagmar Henn, Susanne Turk, Brigitte Matiak und Sebastian Kulok  nicht mehr antreten.

Der nun erarbeitete Vorschlag des scheidenden Vorstands wurde, anders als 2014, gut vorbereitet und wird von allen Seiten und Ortsvereinen getragen.

Vorgeschlagen wird als neuer Vorsitzender des Stadtverbandes Julian Deuse, der bereits bis 2014 als stellv. Vorsitzender dem Gremium angehörte und aktuell auch stellv. Fraktionsvorsitzender der Fraktion im Rat der Stadt Bergkamen ist.

Aus dem Ortsverein Bergkamen-Mitte wird als stellv. Vorsitzender Herr Gölhan Kabaca sich in die Arbeit des Gremiums einbringen. Insgesamt soll jeder Ortsverein und Gruppierung gut vertreten sein. Vor allem soll die Arbeit des Gremiums zukünftig auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Aufgabe des neuen Stadtverbandes ist weiterhin die Verbesserung der parteiinternen Zusammenarbeit sowie die Vorbereitung der Kommunalwahl 2025.

Neben der Neuwahlen wird der ehemalige Bürgermeister der Stadt Bergkamen Roland Schäfer mit der höchsten Auszeichung der SPD geehrt.




Ökologiestation Bergkamen: Neubau Besucherzentrum und Maschinenhalle kann starten

Dass die abgebrannte Maschinenhalle und ein Besucherzentrum neu gebaut werden sollten, war in der Kreispolitik unumstritten. Das Besucherzentrum soll Interessierten die breit gefächerte Arbeit der Ökologiestation für Umwelt- und Klimaschutz anschaulich machen. Vor allem mit Blick auf die dynamische Entwicklung bei Umwelt- und Klimaschutzthemen, soll hier zukünftig der Austausch und Diskurs noch stärker gefördert werden.

Mit drei Millionen Euro hatten der Kreis Unna und der Regionalverband Ruhr den Bau ursprünglich kalkuliert; die Kosten sollten hälftig getragen werden. Bedingt durch die Coronapandemie und insbesondere durch den Ukrainekrieg sind die geplanten Kosten auf rund 4,7 Millionen Euro gestiegen. Die Verwaltung hat daher nach Einsparmöglichkeiten gesucht, um den Kostenrahmen in Höhe von 4,1 Millionen einhalten zu können. Darunter fallen unter anderem eine andere Außendämmung oder der Wegfall der Kühlung. Dem stimmte der Kreistag unter anderem mit den Stimmen der SPD jetzt zu. Andere Fraktionen übten Kritik an den Einsparungen, weil ihrer Ansicht nach Nachhaltigkeit so nicht gegeben sei.

„Auch mit den geänderten Planungen bleibt das Vorhaben eine Leuchtturm-Investition mit Blick auf die Ökologie und Nachhaltigkeit.“, stellte Norbert Enters als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion fest.  Wichtig sei es nun, zeitnah in die Umsetzung zu kommen, besonders mit Blick auf bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter:innen der Biologischen Station.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Ganzke ergänzte, man solle das Projekt nicht schlecht reden. Hier entstehe mit 4,1 Millionen Euro ein mindestens landesweit einmaliges Gebäude und verbinde in finanziell herausfordernden Zeiten die Ökologie mit der Ökonomie.




Highspeed-Internet: Bergkamen, Kamen und Bönen sollen ein flächendeckendes Glasfasernetz erhalten

Pressekonferenz zum Glasfaserausbau im Kamener Rathaus.

Die Deutsche GiGa Netz GmbH will bis 2026 Bergkamen, Kamen und Bönen flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen versorgen. Das wird von den drei Räten begrüßt. Sie haben am Donnerstag in gleichzeitig laufenden Ratssitzungen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen beschlossen.

Die DGN GmbH mit Hauptsitz in Hamburg arbeitet bereits mit Kommunen und Landkreisen zusammen, um den Glasfaserausbau voranzubringen. Auch in NRW gibt es bereits laufende Projekte z.B. in Soest, Voerde und Mönchengladbach. Auch die DGN GmbH benötigt für den eigenwirtschaftlichen Ausbau ein Mindestkontingent (in der Regel 40% der Versorgungspunkte), um den Ausbau wirtschaftlich darstellen zu können. Der Ausbau erfolgt als FTTH Anschluss, also mit einem Anschluss bis ins Haus. Im Haus können weitere Glasfaserkabel verlegt werden, es ist aber auch möglich, die vorhandenen Kupferkabel zu nutzen. Schon dies bringe einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil, erklärte Bürgermeister Bernd Schäfer.

Dieser Erstanschluss in der Ausbauphase ist für die Bürgerinnen und Bürger ohne weitere Kosten verbunden. Bei der Nutzung entstehen Beiträge, die je nach gewählter Geschwindigkeit von 44,90 bis 79 Euro kosten. Die aktuellen Konditionen erfahren Sie hier: https://deutsche-giganetz.de/internet-telefon/

Um den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu ermöglichen, wird das Unternehmen in Kürze in den Kommunen eine Nachfragebündelung starten und für den Glasfaseranschluss werben. Auf der Grundlage der am Donnerstag gebilligten Kooperationsvereinbarung werden die Städte Bergkamen und Kamen sowie die Gemeinde Bönen das Unternehmen dabei unterstützen.

Dieses Projekt stellten am Donnerstag in einer Pressekonferenz Bürgermeister Bernd Schäfer, Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen und GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl vor. Sie betonten, dass die Kommunen allein die Investitionssumme von 80 bis 100 Millionen Euro hätten nicht finanzieren können. Außerdem sehen sie darin eine Chance, das kommunale Telekommunikationsunternehmen Helinet, an dem die GSW beteiligt sind, zukunftssicher zu machen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten.




DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit den streikenden Apotheker:innen

Am Mittwoch haben die Apotheken gestreikt. Nicht überall gab es dafür Verständnis. Allerdings erklärt sich DIE LINKE Kamen/Bergkamen mit den Apothekerinnen und Apotheke solidarisch.

Dazu hat der Ortsverband folgende Erklärung abgegeben:

„Viel Geld und viel Verständnis für die Krankenkassen, aber wenig Geld und wenig Verständnis für die streikenden Apotheker:innen. So sieht es aktuell in der politischen Landschaft in Deutschland aus. Während private Großkrankenkassen genügend Geld haben, um ihren Aktionären Dividenden auszuschütten, werden die kleinen Apotheken, die einen so wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Deutschland leisten, vergessen.

Und dies ist nur ein Grund, aus dem die Apotheker:innen streiken: Bürokratie, Personalmangel und Medikamentenmangel und dadurch eine gefährdete Gesundheitsversorgung sind weitere schwerwiegende Punkte, auf die die Streikenden aufmerksam machen. Aktuell liegt der Apothekenzuschlag bei 8,35€, außerdem fehlen
hunderte von Medikamenten- das kann nicht angehen!

Die Bundespolitik reagiert darauf weitgehend mit Unverständnis, sie nimmt schon seit Langem die Probleme der Apotheken nicht ernst, ein weiterer Grund, der zu Streiks führt. DIE LINKE. Kamen/Bergkamen solidarisiert sich mit allen streikenden Apotheker:innen und bedankt sich ganz herzlich bei den vielen Apotheken in Kamen und Bergkamen, die einen tollen Job machen und damit einen äußerst wichtigen Beitrag dafür leisten, dass es uns allen
gut geht.

Wir fordern weiterhin die Bundesregierung auf, endlich einzuschreiten und die Gesundheitsversorgung nicht mehr dem Markt zu überlassen, sondern sie in öffentliche Hand zu übertragen. Dazu zählen:
eine öffentliche und demokratisch kontrollierte Krankenkasse, die durch die
Allgemeinheit finanziert, kontrolliert und genutzt wird,
die Erhöhung des Apothekenzuschlags und eine auskömmliche Bezahlung für alle
Apotheker:innen,
Abbau von Bürokratie, Erleichterung des Zugangs zu Medikamenten,
Einsatz der Bundesregierung für die Aufhebung von Patenten im Einzelfall, um die
Herstellung von kostengünstigen Medikamenten zu gewährleisten,
Investitionen in Ausbildung von jungen Menschen, die ihre Zukunft im
Gesundheitswesen sehen, Unterstützung von Apotheken bei der Ausbildung neuer
Apotheker:innen.

Nur so kann es eine gute, flächendeckende Gesundheitsversorgung der Menschen geben.
Deshalb genießen die Apotheken unsere volle Solidarität!!!“




Gestattungsvertrag unterzeichnet: GSW darf im gesamten Stadtgebiet ihr Fernwärmenetzt ausbauen

Die GSW wollen ihr Wärme-Netz sukzessive ausbauen.Foto: GSW

Bergkamens Heizungszukunft liegt größtenteils in der Fernwärme. Der erste Schritt dazu, ist ein Gestattungsvertrag, der es den GSW erlaubt, für den Ausbau ihres Fernwärmenetzes städtische Grundstücke in Anspruch zu nehmen. Bei diesen Grundstücken geht es vor allem um Straßen und Gehwege. Den Vertrag haben jetzt Bürgermeister Bernd Schäfer und GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl unterzeichnet. Einen ähnlichen Vertrag für die Nachbarstadt hat Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen unterschrieben.

Derzeit werden im Bergkamener Stadtgebiet lediglich der Bereich der „Alten Kolonie“ und die in den 70er Jahren erstellten Teile des neuen Stadtzentrums westlich, südlich und nördlich des Rathauses durch die GSW mit Fernwärme versorgt. Zwei weitere private Betreiber im Stadtgebiet beliefern die Hans-Böckler-Siedlung in Oberaden sowie die Heidesiedlung in Weddinghofen.

Bisher bezogen die GSW ihre Wärme vom EON-Biomassekraftwerk. Die Wasserstadt und das Neubaugebiet Jahnstraße / Hermann-Stehr-Straße, das sogenannte Erdbeerfeld, sollen mit Wärme versorgt werden, dass das Grubenwasser von Haus Aden liefert. EON und GSW sprechen jetzt über eine weitere Zusammenarbeit. Weitere Wärmequellen wie etwa Geothermie wollen die GSW in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut im Stadtgebiet aufspüren.

Damit wäre ein wichtiger Schritt zur kommunalen Wärmeplanung erreicht, die nach dem Entwurf zum Gebäude-Energiegesetzes bis 2028 notwendig wird. Klar ist, dass nicht alle Gebäude in Bergkamen mit Fernwärme versorgt werden können. Wenn die kommunale Wärmeplanung vorliegt, werden aber die Hauseigentümer wissen, wo eine andere Technik jenseits von Gas, Öl und Kohle notwendig wird. Schon jetzt teure Wärmepumpen einbauen zu lassen, ist deshalb sicherlich nicht sinnvoll. Hauseigentümer sollten die Ruhe bewahren und abwarten.

Klar ist aber auch, dass es auch künftig auf Bergkamener Straßen viele Baustellen für die Verlegung der Fernwärmerohre geben wird, über die sich Anlieger und Verkehrsteilnehmer ärgern werden.




Umbau der nördlichen Ebertstraße beginnt am Montag

Die Stadt Bergkamen wird die Ebertstraße im Bereich zwischen Hubert-Biernat-Straße und Karl- Liebknecht- Straße umfassend sanieren. Insbesondere der Einmündungsbereich mit der Hubert-Biernat-Straße wird aufgeweitet. Ferner wird der vorhandene Fahrbahnbelag aufgenommen und der Straßenkörper von der Trag- bis zur Deckschicht vollständig neu aufgebaut. Zudem werden die Gehwege und Bordanlagen sowie die Straßeneinläufe saniert und die bestehenden Parkplätze neu geordnet. Auf der Ebertstraße wird künftig der Radverkehr auf eigenen Radfahr-Schutzstreifen geführt.

Die Baumaßnahme beginnt am kommenden Montag, den 12.06.2023 und wird voraussichtlich 5 Monate andauern. Entsprechende Umleitungen für Autos und Linienbusse der VKU werden eingerichtet und beschildert; Fußgänger, Radfahrer und Anlieger können die Baustelle passieren und auch die Ladenlokale bleiben erreichbar.

Insgesamt investiert die Stadt Bergkamen für diese umfassende Sanierung rund 600.000 Euro.




SPD-Ortsverein Weddinghofen-Heil wählt Delegierte und hört Halbzeitbilanzen

Der SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil trifft sich am Dienstag, 6. Juni. um 19 Uhr zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung in den Räumlichkeiten der Alevitischen Gemeinde Kreis Unna e.V. an der Buchfinkenstraße 8. Auf der Tagesordnung stehen u.a. Delegiertenwahlen und Berichte. Als Gäste haben Landrat Mario Löhr sowie Bürgermeister Bernd Schäfer zugesagt. Beide werden zur Hälfte ihrer Amtszeit ihre „Halbzeitbilanz“ vorstellen und über aktuelle Projekte in Kreis und Stadt berichten.




Die Faire Metropole Ruhr feiert zehnjähriges Bestehen – Bergkamen ist dabei

Als Fairtrade-Town setzt sich die Stadt Bergkamen seit 8 Jahren für den fairen Handel ein. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zum Titel „Faire Metropole Ruhr“ als erste Fairtrade-Region überhaupt, dessen Mitglied auch die Stadt Bergkamen ist, montiert Bürgermeister Bernd Schäfer symbolisch das neue Ortseingangsschild, mit dem er sein Engagement für gerechten Handel weltweit in der Öffentlichkeit besonders ausschildert.

In diesem Jahr wurde der Stadt Bergkamen durch die Prüfkommission von Fairtrade Deutschland für weitere zwei Jahre der Titel „Fairtrade-Town“ verliehen.

„Die Titelerneuerung ist eine schöne Bestätigung für Bergkamen. Der Titel ist eine gemeinsame Auszeichnung, die ohne das große Engagement der vielen Aktiven nicht möglich wäre. Insbesondere möchte ich der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe meinen Dank aussprechen“, so Bürgermeister Bernd Schäfer.

Faire Metropole Ruhr

2013 erhielt die Faire Metropole Ruhr die Auszeichnung zur Fairen Region von Fairtrade Deutschland zum ersten Mal und als erste Region überhaupt. Dies war nur möglich, weil sich unzählige Menschen in den Kommunen des Ruhrgebiets für Fairen Handel einsetzen und sich mit unterschiedlichsten Aktionen, Veranstaltungen und ehrenamtlichem Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen und für gerechte Lebensbedingungen in Produktionsländern weltweit stark machen. Heute leben in der Fairen Metropole Ruhr bereits über 4,8 Mio. Menschen in insgesamt 39 Fairtrade-Towns bzw. zwei Fairtrade-Kreisen.

Die Faire Metropole Ruhr ist ein Netzwerk von zivilgesellschaftlichen, kirchlichen und kommunalen Aktiven im Ruhrgebiet. Das Netzwerk bündelt seit über einem Jahrzehnt die Aktivitäten rund um das Eine-Welt-Engagement und den Fairen Handel, um die Ideen des Fairen Handels und der Fairen öffentlichen Beschaffung stärker im Ruhrgebiet zu verankern.

Das aktuelle Projekt wird durch Engagement Global mit ihrer „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die „Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen“ unterstützt.

Mit dieser ruhrgebietsweiten Ortsschilderaktion zeigen die Städte, Gemeinden und Kreise ihre Zugehörigkeit zur fairen Metropolregion und zu den gemeinsamen Projekten wie der „Charta Faire Metropole Ruhr 2030“, der Fairfassung für das Ruhrgebiet. https://www.faire-metropole-ruhr.de/charta.html. Diese haben mittlerweile 11 Kommunen unterzeichnet. Dazu gehört auch die Stadt Bergkamen.

Fairtrade-Towns vernetzen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Die Kampagne Fairtrade-Towns vernetzt Aktive aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Für den Titel müssen die Städte insgesamt fünf Kriterien erfüllen:

  • einen formellen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels,
  • die Bildung einer Steuerungsgruppe, welche alle Aktivitäten steuert,
  • eine Auswahl lokaler Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die Produkte aus fairem Handel anbieten,
  • öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchen, die Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairem Handel organisieren sowie
  • Medien, die über den fairen Handel und über das Engagement der Stadt berichten.

Bergkamen ist eine von über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland. Neben Deutschland ist die Kampagne in insgesamt 35 Ländern weltweit vertreten. www.fairtrade-towns.de Träger ist der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland e.V. Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet Bergkamen einen wichtigen Beitrag.

Das Engagement in Bergkamen ist vielfältig: Infoveranstaltungen, Organisation des Verkaufs von fair gehandelten Bio-Orangen, Quiz und Spiele zum Thema sowie Ausschank von Fairtrade-Kaffee bei verschiedenen Festen. Im September ist eine Kleidertauschbörse mit Musik und Infos zur Herstellung von Fair-Fashion geplant. Wer sich gemeinsam mit der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe engagieren möchte, melde sich gerne unter organisation@bergkamen.de




Medizinstipendium Kreis Unna: Förderung für angehende Ärzte

Der Kreis Unna bietet angehenden Medizinern ein Stipendium an: Mit 500 Euro im Monat unterstützt die Kreisverwaltung Studierende, um einem möglichen Ärztemangel rechtzeitig zu begegnen. Im Gegenzug verpflichten sich die angehenden Ärzte, nach dem Studium fünf Jahre im Kreis Unna zu arbeiten oder eine Weiterbildung zum Facharzt im Kreis Unna zu absolvieren. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis September.

Im Jahr 2019 ist das Stipendien-Programm erfolgreich gestartet. Zum neuen Wintersemester 2023/2024 will der Kreis erneut drei jungen Menschen die Förderung zukommen lassen.

Bewerbung noch bis 30. September
Wer Humanmedizin studiert und eines der drei Stipendien erhalten möchte, kann sich ab sofort (und noch bis zum 30. September) bewerben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist unter anderem das bestandene Physikum, also der erste erfolgreich absolvierte theoretische Teil des Studiums.

Angehende Mediziner, die sich um ein Stipendium bewerben, müssen neben dem Antragsformular auch einen Lebenslauf, eine Kopie vom Physikum-Zeugnis (falls noch nicht vorhanden: Anmeldebescheinigung zur Prüfung) und eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung an den Kreis Unna senden:

Kreis Unna
Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz
Platanenallee 16
59425 Unna

Ansprechpartnerin ist Thekla Pante. Sie nimmt die Bewerbungen auch per E-Mail an medizinstipendium@kreis-unna.de entgegen. Ausführliche Informationen, Antragsformular und weitere Bedingungen sind unter www.kreis-unna.de/medizinstipendium zu finden. PK | PKU