Kontrolle auf dem Trödelmarkt: Ordnungsamt deckt Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz auf
Das Ordnungsamt der Stadt Bergkamen hat am vergangenen Sonntag bei einer gezielten Kontrolle auf dem Trödelmarkt am Globus-Baumarkt 69 Bildträger – DVDs und Blu-Rays mit Filmen und Spielen – sichergestellt, die gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Drei davon stehen zudem auf dem Index jugendgefährdender Medien der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz und unterliegen somit besonderen Verbreitungsverboten. Gegen die betroffenen Händler wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Bei nachgewiesener Verbreitung jugendgefährdender Medien wird darüber hinaus Strafanzeige erstattet.
Die sichergestellten Bildträger waren ungekennzeichnet oder mit dem Hinweis „Keine Jugendfreigabe“ bzw. „ab 18“ versehen und somit nicht für Kinder und Jugendliche freigegeben – weder durch die zuständige Landesbehörde noch durch anerkannte Einrichtungen wie die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) oder die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Sie dürfen Kindern und Jugendlichen weder angeboten noch überlassen werden. Zudem ist ihr Verkauf außerhalb von Geschäftsräumen, wie in diesem Fall auf einem Trödelmarkt, generell untersagt.
Die Stadt Bergkamen appelliert an alle privaten und gewerblichen Händler, gesetzliche Vorgaben zum Jugendschutz strikt einzuhalten. Verstöße werden konsequent verfolgt, weshalb es weiterhin regelmäßig Kontrollen auf Trödelmärkten und vergleichbaren Veranstaltungen geben wird. Bürgerinnen und Bürger, die auf solchen Märkten Filme oder Spiele ohne Jugendfreigabe oder Kennzeichnung entdecken, werden gebeten, dies dem Ordnungsamt mitzuteilen. Kontakt: Frau Nowak, Telefon: 02307/965-364, E-Mail: j.nowak@bergkamen.de
Vier Verabschiedungen bei der Stadt Bergkamen
von links: Andrea Kollmann, Ramona Kirch, Sabine Boden, Thomas Hartl, Helga Müller, Christian Hinske, Bürgermeister Bernd Schäfer, Sabine Ostrowski. Foto: Stadt Bergkamen
Aus Anlass der Eintritte in den Ruhestand von Helga Müller, Sabine Boden, Christian Hinske und Sabine Ostrowski erfolgte eine Ehrung im Rahmen einer Feierstunde durch Bürgermeister Bernd Schäfer, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, stellv. Gleichstellungsbeauftragte Ramona Kirch und Personalratsvorsitzende Andrea Kollmann.
Im Januar 2000 begann Helga Müller ihre Beschäftigung bei der Stadt Bergkamen. Zunächst war Helga Müller als Sekretärin in der Preinschule tätig, bevor sie im November 2005 zu den Zentralen Diensten wechselte. Seitdem war Helga Müller für verschiedenste Aufgaben zuständig, zuletzt u.a. für Versicherungsangelegenheiten, für den Einsatz und der Unterhaltung von städtischen Dienstfahrzeugen, für das Rechnungswesen im Bereich der Organisation sowie für die Beschaffung, Regelung und Lagerhaltung von Büromaterialien.
Sabine Boden begann im März 1990 ihre Beschäftigung bei der Stadt Bergkamen. Zu Beginn war Sabine Boden für vier Jahre als hauptamtliche Jugendleiterin im Jugendheim „Yellowstone“ tätig. Danach wechselte Sabine Boden als Adoptionsvermittlerin zu dem Jugendamt der Stadt Bergkamen. Hier war sie u.a. für die Eignungsprüfung von Bewerbern der Pflegefamilien, der Koordinierung, Begleitung und Beratung bezüglich der Kontaktanbahnung zwischen Pflegefamilien und den Kindern sowie der weitergehenden Beratung und Betreuung von Adoptivfamilien zuständig.
Im September 1991 begann Christian Hinske seine Beschäftigung bei der Stadt Bergkamen. Seitdem war Christian Hinske in der Stadtbibliothek der Stadt Bergkamen tätig und u.a. für die Ausleihverbuchung, das Wiedereinordnen der Medien, das Führen und Verwalten am Zeitschriftenbestand sowie für die Ausstattung und Ordnung in der Ausleihtheke zuständig.
Sabine Ostrowski begann im April 1989 ihre Beschäftigung bei der Stadt Bergkamen. Zunächst war Sabine Ostrowski als Gleichstellungsbeauftragte tätig, bevor sie im September 1994 die Sachgebietsleitung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit übernahm. Hier war sie maßgeblich im Rahmen des damaligen Projektes „Ab in die Mitte“ im Jahr 1999 an der erstmaligen Durchführung des „Hafenfestes“ sowie an der erstmaligen Durchführung des „Lichtermarktes“ im Jahr 2000 beteiligt. Zuletzt wechselte Sabine Ostrowski im März 2006 zur Volkshochschule (VHS) der Stadt Bergkamen und übernahm hier die Leitung. Zu ihrem Aufgabengebiet gehörte u.a. die Gesamtverantwortung der VHS insbesondere in Bezug auf die Bereiche der pädagogischen Weiterbildung nach dem Weiterbildungsgesetz sowie die konzeptionelle und zeitgemäße Weiterentwicklung des Weiterbildungsangebotes.
Für die langjährige Unterstützung und die außergewöhnliche Verbundenheit mit der Stadt Bergkamen möchte ich mich ausdrücklich bedanken, drückte Bürgermeister Bernd Schäfer seine Wertschätzung aus.
Bergkamener LINKER Oliver Schröder kandidiert für den Deutschen Bundestag
Oliver Schröder Kandidiert für den Bundestag.
Die Versammlung des Wahlkreises 143 hat am Freitag Oliver Schröder zum Direktkandidaten zum Deutscher Bundestag gewählt. Er erhielt 100% der abgegebenen Stimmen. Oliver Schröder ist Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bergkamener Stadtrat.
Außerdem wählte DIE LINKE anschließend in eine Kreisversammlung die Delegierten für die Landesvertreterersammlung, die im Januar die #Landesliste von DIE LINKE. NRW wählen. Gewähklt wurden: Ramona Bornemann, Katja Wohlgemuth, Peter Weyers und Till Peters
Glasfaserausbau in Gewerbegebieten hat begonnen: Erster Spatenstich in Bergkamen
Von links: Andrei Khlebin (aconium GmbH, Fördermittelverwaltung Bund), Markus Naeve (Projektleiter Heli NET), Jochen Baudrexl (Geschäftsführung GSW), Bernd Schäfer (Bürgermeister Stadt Bergkamen), Jens Toschläger (technischer Beigeordneter Stadt Bergkamen, Betriebsleiter BBB)
Zum Symbolischen Spatenstich in das Gewerbegebiet „Am Schlagbaum“ hatte der Breitbandbetrieb Bergkamen (BBB) am Donnerstag geladen. Der BBB ist für den geförderten Glasfaserausbau sowohl in Bergkamen als auch in Kamen und Bönen zuständiger Eigenbetrieb der Stadt. Es handelte sich um den Startschuss zum Ausbau der Glasfasernetze in den Gewerbegebieten der drei Kommunen. Mit dem Ausbau beauftragt wurden die Unternehmen GSW und HeLi NET. In Bergkamen werden nun 74 Betriebe an das Glasfasernetz angeschlossen.
Zum ersten von drei Spatenstichen kamen der Bergkamener Bürgermeister Bernd Schäfer und sein Baudezernent Jens Toschläger, Jochen Baudrexl (Geschäftsführung GSW), Markus Naeve (Projektleiter HeLi NET) sowie Andrej Khlebin (aconium GmbH – Projektträger Bund) zusammen. Jens Toschläger, als Betriebsleiter des BBB direkt am Ausbaugeschehen beteiligt, stellte dabei heraus, wie wichtig die Infrastrukturmaßnahme für die Zukunft der lokalen Wirtschaft ist: „Für fast alles braucht es heutzutage hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Wer da technologische Anforderungen nicht erfüllt, ist raus aus dem Geschäft.“
In den kommenden Monaten werden sukzessive die Standorte in den Gewerbegebieten an ein leistungsfähiges Glasfasernetz angeschlossen. Viele Eigentümer der Betriebe erwarten den Anschluss bereits sehnlich, weiß Bürgermeister Bernd Schäfer zu berichten: „In den vergangenen Monaten wurde ich von unterschiedlichen Betrieben immer wieder auf die Notwendigkeit, hohe Datenmengen verarbeiten zu können, hingewiesen. Nun folgen auf meine Gespräche auch Taten. Das halte ich für ein positives Signal in Richtung unserer Unternehmerschaft. Wir als Stadt tun mit unserem Eigenbetrieb BBB da etwas.“
Der Breitbandbetrieb Bergkamen (BBB) bezuschusst die Investitionen der Projektpartner GSW und HeLi NET im Namen der drei Kommunen mit Fördermitteln von Bund und Land. Für den Ausbau in den Bergkamener Gewerbegebieten zahlen Bund und Land insgesamt 1.224.791,75 Euro. Einen Eigenanteil von 10 Prozent zahlt die Stadt Bergkamen.
Doch auch für den Ausbau in unterversorgten privaten Bereichen, den sogenannten Weißen Flecken, beschafft der BBB die nötigen finanziellen Mittel bei Bund und Land und ist interkommunaler Glasfaser-Bauherr. „Wir bauen in den Weißen Flecken bereits seit Juni und das Projekt schreitet gut voran.“, berichtet Timm Jonas, stellvertretender BBB-Betriebsleiter, vom Ausbaugeschehen in Bönen. „Auch in Kamen und Bergkamen legen wir nun los!“
Störfallinspektion bei Bayer: Gemeinsam auf Nummer sicher gehen
Von links: Malte Jona Schrewe (Immissionsschutz Bezirksregierung Arnsberg), Thomas in der Weide (Bayer AG, HSE-Site-Lead Bergkamen), Ines Dirks (Störfall-Team Bezirksregierung Arnsberg), Mike Feische (Störfall-Team Bezirksregierung Arnsberg), Jasmin Scheffner (Störfall-Team Bezirksregierung Arnsberg), Luis Nachtwey (Katastrophen- und Zivilschutz Kreis Unna), Marina Meister (Störfall-Team Bezirksregierung Arnsberg) und Julian Egger (Bayer AG, Betriebsleiter). Foto: Kreis Unna
Das Werk der Bayer AG in Bergkamen ist eins von 13 sogenannten Störfallanlagen im Kreis Unna. Dort ist der Umgang mit gefährlichen Chemikalien Alltag. Weil ein Brand oder eine Schadstofffreisetzung schnell zu einer Gefahr für Umwelt und Menschen werden können, werden solche Betriebe regelmäßig auf Sicherheit von den Behörden kontrolliert. Eine solche Inspektion fand kürzlich statt.
Federführend ist dabei die Bezirksregierung Arnsberg als in NRW zuständige Behörde nach Störfall-Verordnung. Sie muss kontrollieren, ob der Betrieb – in diesem Fall Bayer – die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung von Störfällen sowie zur Begrenzung von Störfallauswirkungen umsetzt. Dazu werden stichpunktartig die technischen, organisatorischen und managementspezifischen Schutzmaßnahmen geprüft und die Ergebnisse dann im Nachgang mit den Verantwortlichen besprochen.
Kommt es doch zum Ernstfall, ist es wichtig, dass im Rahmen der Notfallplanung alle Partner gut zusammenarbeiten: etwa die Werkfeuerwehr der Bayer AG, die öffentliche Feuerwehr Bergkamen und die Katastrophenschutzbehörde des Kreises Unna
„Weil wir auch im Ernstfall eng zusammenarbeiten und alle Abläufe dann Hand in Hand übergehen, haben wir die Inspektion mit dem Störfall-Team der Bezirksregierung Arnsberg gemeinsam durchgeführt“, so Luis Nachtwey, der für den Katastrophen- und Zivilschutz des Kreises vor Ort war. PK | PKU
Mahnende Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November: „Wir brechen das Schweigen“
Mit dem Hissen der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ der Organisation „Terre des Femmes“ zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Montag, 25. November, setzt die Stadt Bergkamen erneut ein Zeichen.
Häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu und sie betrifft alle Arten familiärer Beziehungen und soziale Klassen. Mit dem Hissen der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ der Organisation „Terre des Femmes“ zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Montag, 25. November, setzen die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper und Bürgermeister Bernd Schäfer erneut ein Zeichen.
Im Hintergrund der Aktion stehen auch die sieben orangefarbenen Bänke, die im Vorjahr zum internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt im Stadtgebiet aufgestellt wurden. „Bergkamen sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ steht auf der Rückenlehne, zudem sind eine Plakette mit Logo und Rufnummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ sowie lokale Hilfsangebote (Frauenforum) und entsprechende QR-Codes auf einer Plakette angebracht.
„Wir möchten das Hilfetelefon mit seiner Rund-um-die-Uhr-Erstberatung unter der Nummer 116 016 noch bekannter machen“, erklärt die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte. Denn wie in jedem Jahr ruft „Das Hilfetelefon“ zur Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen!“ auf. Mit dem Ziel, Menschen zur Solidarisierung mit gewaltbetroffenen Frauen einzuladen und Betroffenen Mut zu machen, den ersten Schritt aus der Gewalt zu gehen.
Seit 1991 ist der 25. November internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zudem sind an diesem Tag weltweit viele repräsentative Gebäude in der Farbe Orange beleuchtet – auch in Bergkamen leuchtet der Eingangsbereich im Rathaus und Ratstrakt wieder orange.
AfD braucht den Treffpunkt nicht: Direktkandidatin für den Bundestag gewählt
Der AfD-Kreisverband benötigt den Treffunkt an der Lessingstraße nicht mehr als Versammlungsort. Auf ihrer Facebook-Seite vermeldet sie, dass Kreissprecherin Friederike Hagelstein zur Direktkandidatin für den Bundestag im Wahlkreis Unna I, zudem auch Bergkamen gehört, sowie sieben Delegierte für die Landeswahlkonferenz gewählt wurde.
Wann und wo diese Wahlen stattfanden, hat der Kreis Unna offengelassen. Zuvor hatte er bei allen Städten und Gemeinden im Kreis Unna versucht, den jeweiligen Ratssaal als Versammlungsstätte zu bekommen. Dies hatte Bürgermeister Bernd Schäfer zwar abgelehnt, aber gleichzeitig den Treffpunkt für diese Veranstaltung angeboten. Er befürchtete, dass die Stadt vor den Verwaltungsgerichten verlieren könnte.
Die AfD hat von Anfang an erklärt, dass sie sehr kurzfristig zu ihrer Wahlversammlung einladen wolle. Der Grund: Es sollten so Protestaktionen verhindert werden.
Diesen Protest hätte es in Bergkamen mit Sicherheit am Treffpunkt gegeben. Erste Vorbereitungen dafür gab es bereits beim jüngsten Treffen des Bündnisses für Demokratie und Vielfalt Bergkamen.
„Schweigen brechen“: Aktionstag gegen Gewalt an Frauen
Auch in diesem Jahr wird das Kreishaus Unna wieder orange beleuchtet. Foto: Kreis Unna
2023 gab es beinahe jeden Tag einen Femizid in Deutschland. Insgesamt 938 Mädchen oder Frauen wurden 2023 Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten. Seit 40 Jahren setzen sich Menschenrechtsorganisationen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – dem 25. November – für Frauen ein. Auch der Kreis Unna beteiligt sich dieses Jahr wieder an verschiedenen Aktionen, um auf den Tag aufmerksam zu machen.
„Es herrscht dringender Handlungsbedarf”
Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna kämpfen schon lange gemeinsam gegen jegliche Gewalt an Frauen. Über 70 Prozent aller Gewaltopfer sind weiblich, geschlechtsspezifische Gewalt ist ein strukturelles Problem. Leonie Engelhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Unna, hat eine klare Meinung zu den aktuellsten Zahlen des Bundeskriminalamtes über geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten.
„Die Zahlen sind seit Jahren auf einem hohen Niveau und steigen weiter an. Das ist sehr besorgniserregend. Gewalt ist eine Menschenrechtsverletzung. Auch wenn im Kreis Unna viele Aktionen zu diesem Tag stattfinden und auch unterjährig bereits eine gute Zusammenarbeit stattfindet, fehlt auf allen föderalen Ebenen derzeit eine Antwort darauf, wie diesem riesigen Thema begegnet werden soll. Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (geschlechtsspezifischer Gewalt) darf nicht der schwierigen Haushaltslage zum Opfer fallen,” so Engelhardt.
Ab dem 25. November finden im Kreis noch viele weitere Aktionen statt: Zum Beispiel wird – wie schon jedes Jahr seit 2001 – in einigen Kommunen und auch am Kreishaus in Unna die Fahne gegen Gewalt an Frauen von UN Women gehisst. Sie soll neben dem Aktionstag auch auf Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene hinweisen, wie beispielsweise die Frauenberatungsstelle des Frauenforums, die unter Tel. 0 23 03 / 8 22 02 zu erreichen ist oder auf das rund um die Uhr erreichbare Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, welches dieses Jahr mit der Kampagne „Schweigen brechen” auf das Thema aufmerksam macht.
Der Fokus der Kampagne liegt auf der aktiven Kommunikation über das Thema und der Nicht-Stigmatisierung von Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Als bundesweites Angebot ist das Hilfetelefon an 365 Tagen im Jahr unter Tel. 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de erreichbar – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 15 Sprachen.
„Orange your City“
Auch die orangene Beleuchtung öffentlicher Gebäude am 25. November ist ein bekanntes Zeichen gegen Gewalt an Frauen. „Orange your City“ ist ein Projekt der Union deutscher Zonta Clubs und schließt sich damit der weltweiten UN-Aktionstage „Orange the World“ an. Auch im Kreis Unna werden in der Aktionswoche öffentliche Gebäude orange beleuchtet.
PK | PKU
„Markt der Möglichkeiten“: Kreisweite Aktion im Rahmen der Gewaltschutzwoche für Frauen und Mädchen
Die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna eröffnet erstmals ihren „Markt der Möglichkeiten“ am Donnerstag, 28. November, um 10 Uhr im Studienzentrum Unna, Heinrich-Werner-Platz 1, 59427 Unna. Anlässlich des alljährlichen Gedenk- und Aktionstages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November erwartet die BesucherInnen von 10 bis 15 Uhr ein praxisnahes Empowerment vor dem Hintergrund eines gewaltfreien und selbstbestimmten Lebens.
Im Rahmen der Gewaltschutzwoche laden die Gleichstellungsbeauftragten und das Frauenforum an und mit der Hochschule in Unna gemeinsam mit dem Mädchen- und Frauennetzwerk Bergkamen zur kreisweiten Aktion mit vielen Impulsvorträgen und Workshops zu den unterschiedlichsten Themen. Eingeladen sind Studierende der Hochschule, SchülerInnen und vor allem auch interessierte BürgerInnen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der kreisweite Dialog- und Aktionstag bietet neben ausführlicher Information und Beratung an den jeweiligen Ständen der Institutionen zudem viele Vorträge und Workshops. Während ExpertInnen im Rahmen von Vorträgen unter anderem über Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und die Gleichstellung im Sport berichten, werden beispielsweise Netzwerkarbeit und Sexualpädagogische Bildungsarbeit und auch Frauenselbstbehauptung in Workshops thematisiert.
„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam den „Markt der Möglichkeit“ mit so vielen interessanten und wichtigen Themen und Aspekten beschicken können und sind gespannt auf möglichst viele interessierte BesucherInnen.“, sagt Britta Buschfeld, geschäftsführende Vorständin des Frauenforums im Kreis Unna stellvertretend für ihre Mitstreiter. Eingeladen sind Studierende der Hochschule, SchülerInnen und vor allem auch interessierte BürgerInnen.
Der „Markt der Möglichkeit“ ist entstanden in Kooperation mit dem Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk und seinen zahlreichen Institutionen, dem Bündnis AG Frauen Schwerte, dem Bündnis Familie des Kreises Unna, der Bundesagentur für Arbeit, HR Coaching, dem Jobcenter im Kreis Unna, dem Kreissportbund (KSB), dem Mobilen Gesundheitskiosk des Kreises Unna sowie dem Weißen Ring, Zonta Unna/Hamm und der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport, Studienzentrum Unna.
Ideen für den neuen Treffpunkt „b3“ in und an der Stadtbibliothek
Foto: Stadtbibliothek Bergkamen
In Bergkamen fehlen Treffpunkte für Vereine, Initiativen und die Freizeitgestaltung. Das will die Stadtbibliothek mit dem Projekt „b3“ ändern. Die ersten Ideen zu dem Treffpunkt gibt es schon.
In allen Stadtteilen von Bergkamen haben Gruppen, Vereine aber auch einzelne Bürger kaum noch einen Ort, an dem sie sich treffen können. Gaststätten und ihre Säle gibt es kaum noch. Die Stadtbibliothek will mit dem Projekt „b3“ einen Treffpunkt schaffen und bekommt dafür wahrscheinlich Mittel vom Land NRW aus dem Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“.
Das Projekt wird möglich, weil an der Stadtbibliothek künftig viel mehr Platz als bisher zur Verfügung steht: Sie kann die etwa 200 Quadratmeter große Fläche der ehemaligen Volksbank-Filiale unterhalb der Bibliothek nutzen. Außerdem soll die Marktsatzung so geändert werden, dass ein Teil des Stadtmarktes direkt vor der Fensterfront der Stadtbibliothek künftig für Freiluft-Veranstaltungen zur Verfügung steht.
Ideen, wie der neue Treffpunkt aussehen könnte, wie er organisiert und welches Programm er haben könnte, wurden auf einem Treffen am vergangenen Samstag in der Stadtbibliothek entwickelt. Gekommen waren rund 35 Menschen: unter anderem Vertreter von Selbsthilfegruppen, den Kirchengemeinden, des Bergkamener Familienbüros, aber auch etliche Bürger, die sich für das Projekt interessieren.
Betreut wurden sie von Sonja Bücker von der Agentur „Stadtbox“ und Juri Schneidemesser von der Agentur „pro loco“, die Projekte unterstützen, die aus Landesmitteln gefördert werden sollen.
Das Programm, dass sich die Beteiligten für den „Dritten Ort“ in Bergkamen vorstellen können, reicht von einer Geschichtswerkstatt, die sich mit der Geschichte Bergamens beschäftigt über die Kino-Initiative, einem Carrera-Bahn-Treff bis zum gemeinsamen Singen, Kreativwerkstätten, Ausstellungen und Veranstaltungen. Das „b3“ soll tolerant und offen für neue Ideen sein.
Diese Ideen könnten möglicherweise Jugendliche und junge Erwachsene beitragen, die bei der Veranstaltung am Wochenende praktisch noch nicht vertreten waren. Bibliotheksleiter Jörg Feierabend überlegt, sie zu einer gesonderten Veranstaltung einzuladen, bei der sie ihre Ideen zum „b3“ entwickeln können.
Die Teilnehmer an dem ersten Treffen schlugen vor, die ehemalige Volksbank als Raum für Aktionen und als Treffpunkt für Gruppen zu nutzen. Die Bibliothek soll dem stillen Arbeiten vorbehalten sein und möglichst einen Aufzug bekommen, um auch die Räume im Obergeschoss barrierefrei nutzen zu können. Die Fläche auf dem Stadtmarkt soll unter anderem einen Regenschutz bekommen und eine Ausstattung für Veranstaltungen.
Bis Ende des Jahres soll das Konzept für das b3 fertig sein, das dem Kulturausschuss und dem Rat der Stadt Bergkamen vorgelegt wird. Auf seiner Basis muss die Stadt bis zum 31. März 2025 einen Förderantrag beim Land stellen, um Fördermittel für den „Dritten Ort“ in Bergkamen zu bekommen. Im Raum stehen insgesamt bis zu 560.000 Euro, von denen die Stadt ein Fünftel, also ca. 115.000 Euro selbst tragen müsste. Die Umsetzung des Projekts soll am 1. August 2025 starten. Die Mittel sind für insgesamt drei Jahre vorgesehen.
Der Begriff „Dritter Ort“ wurde in den 80er Jahren von dem amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg geprägt. Der Dritte Ort ist ein Ort der Begegnung im Gegensatz zum „Ersten Ort“, dem eigenen Zuhause mit der Familie und dem „Zweiten Ort“, dem Arbeitsplatz. Das Projekt „b3“ hat daher auch seinen Namen: Das „B“ steht für Bergkamen und die „3“ für den Dritten Ort.
Solche Treffpunkte sollen für jeden ohne große Schwellen offen stehen und einen Ausgleich zu Familie und Beruf bieten.
c/o Michael Dörlemann, engagierter Bürger b3
Auch eine Folge des IGA-Ausstiegs: LINKE sagt Gespräch mit der RAG ab
Der Ausstieg der Stadt Bergkamen aus der IGA 2027 und dessen Folgen zeigt jetzt auch Auswirkungen in einem anderen Bereich: Die Fraktion DIE LINKE hat jetzt ihr ursprünglich geplantes Gespräch mit der RAG zum Thema Grubenwasser abgesagt. Dazu schreibt die Fraktion:
„Ursprünglich haben wir beabsichtigt uns bei der RAG aus erster Hand über den Anstieg des Grubenwassers, der Erhöhung des Wasserpegels unter Tage sowie der zukünftigen Einleitung des Grubenwassers in die Lippe zu erkundigen. Die kapitalistische Haltung der RAG im IGA-Chaos, was schlussendlich zur überfälligen Absage der Stadt Bergkamen und einem Minus von 4,5 Millionen € in der Stadtkasse geführt hat, hat uns dazu bewogen von dem anvisierten Gespräch Abstand zu nehmen.
Nicht nur durch den Bergbau, der zwar über viele Jahrzehnte tausende Arbeitsplätze in die Stadt gebracht und ebenso lange für Wohlstand der Stadt Bergkamen gesorgt hat, sondern insbesondere durch die daraus resultierenden Spätfolgen, hat die RAG wenig Gutes in der ehemals größten Bergbaustadt Europas hinterlassen. Konsequenzen oder Ähnliches muss und musste der Konzern, anders als die Stadt Bergkamen sowie die Bürgerinnen und Bürger, dagegen nicht befürchten. Wir halten dies für falsch!
Die IGA 2027 ist in Bergkamen nicht nur durch den RVR und dem Land NRW gescheitert, die dieses Projekt – anders als angekündigt – nicht konsequent unterstützt haben, sondern vor allem durch die kapitalistische Haltung der RAG auf dem Rücken der Stadt Bergkamen. Wir fordern daher: • Den Ausgleich des städtischen Verlustes von 4,5 Millionen € durch die RAG und • eine attraktive Gestaltung der Bergehalde „Haus Aden 1“ auf Kosten der RAG sowie • eine garantierte Fertigstellung und Eröffnung für die Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2027!“