Stadtrat gibt „grünes Licht“ für neuen Aldi-Standort

Grünes Licht hat jetzt der Stadtrat für den Neubau des Aldis an der Geschwister-Scholl-Straße gegeben. Dagegen stimmte lediglich die Fraktion BergAUF.

Ihr Fraktionsvorsitzender Werner Engelhardt verwies dabei auf die Stellungnahmen des Bunds Naturschutz und Umwelt Deutschland im Rahmen des Beteiligungsverfahrens. Der BUND lehnt die Verlagerung des Aldi-Standorts ab, weil dadurch zusätzlich Freifläche versiegelt werde. Stattdessen sollte der bisherige Standort vom Eigentümer ertüchtigt werden.

SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer betonte hingegen, dass Aldi den alten Standort nicht mehr nutzen wollen. Auch von den Kunden habe es wegen der beengten Parkplatzsituation Kritik gegeben. Die Verlagerung zur Geschwister-Scholl-Straße leiste einen Beitrag, den Nahversorgungsschwerpunkt nachhaltig zu stärken.




Hundezählung zeigt Wirkung: bereits 119 Vierbeiner neu angemeldet

Die Hundesteuerbestandsaufnahme in Bergkamen, die am 15. September, gestartet wurde, zeigt Wirkung. 119  Vierbeiner sind seitdem bei der Stadt von ihren Haltern angemeldet worden. Das berichtete Kämmerer Holger Lachmann am Donnerstag den Mitgliedern des Stadtrats.

Hunde29Immerhin bringt ihm diese Aktion bisher 11.424 Euro zusätzlich in die Stadtkasse ein. Dieser Betrag dürfte sich noch bis zum Ende der Bestandsaufnahme erhöhen. Offiziell gemeldet sind in Bergkamen etwas mehr als 4000 Hunde. Die Erfahrungswerte sagen, dass 15 Prozent nicht ordnungsgemäß angemeldet sind. Für sie wird dann auch keine Hundesteuer gezahlt.

Durchgeführt wird die Erhebung von einer Privatfirma, der Adler-Kommunalservice Deutschland GmbH. Etwas auseinander gingen im Stadtrat die Bewertung dieser Aktion. BergAUF-Fraktionsvorsitzender Werner Engelhardt sprach von einem „Hinterherschnüffeln“. CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel berichtete, dass er von einem „sehr freundlich“ auftretenden Mitarbeiter dieser Firma lediglich gefragt worden sei, ob dem Haushalt auch ein oder mehrere Hunde angehören.

Treffen die Mitarbeiter niemanden an, hinterlassen sie einen Zettel mit Hinweisen, wie Hunde bei der Stadt angemeldet werden können. Werde bereits die Hundesteuer gezahlt oder gebe es keinen Hund im Haushalt, dann habe sich die Sache erledigt, heißt es da.




Erneute Diskussion über die Zukunft des Nordberg-Einkaufszentrums

Die Bergkamener Politik und Verwaltung will einen erneuten Versuch unternehmen, der Nordberg-Fußgängerzone auf die Beine zu helfen. Anstoß ist der Antrag der CDU-Fraktion für den Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr, auch den Rest der Fußgängerzone für den Kfz-Verkehr freizugeben. Die Präsidentenstraße solle dann eine Einbahnstraße in Süd-Nord-Richtung werden.

Wie kann der Nordberg belebt werden und welche Aufgaben soll die Fußgängerzone künftig wahrnehmen? Anworten darauf sollen bis zum Frühjahr 2015 gefunden werden.
Wie kann der Nordberg belebt werden und welche Aufgaben soll die Fußgängerzone künftig wahrnehmen? Antworten darauf sollen bis zum Frühjahr 2015 gefunden werden.

Diese Idee ist nicht neu. 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters und Planungsamtschef Thomas Reichling präsentierten dem Ausschuss eine Strukturzeichnung, die die Wünsche der CDU widergibt und aus dem Jahr 2007 stammt.

Sowohl die Verwaltung als auch die SPD-Fraktion wandten sich gegen eine Schnellentscheidung jetzt. Vorher sollten die Gewerbetreibenden, die Anlieger und auch die Bürgerinnen und Bürger befragt werden. Hier wird ein entscheidender Punkt die Frage sein: Welche Funktion nimmt die „Bummelzone“ ein  – erfüllt sie gesamtstädtische Versorgungsaufgaben oder ist sie eher ein Stadtteilzentrum wie etwa die Jahnstraße in Oberaden?

Dies alles soll nun bis zum Frühjahr im Dialog mit allen Beteiligten geklärt werden. Der Ausschuss hat einen entsprechenden Arbeitsauftrag an die Verwaltung erteilt. Zwar kam ihr ursprünglicher Antrag nicht zum Zuge, doch letztlich zeigte sich die CDU damit zufrieden, dass die Zukunft des Nordbergeinkaufszentrums wieder einmal zum politischen Thema geworden ist.




Alttextilien werden jetzt auch mit der Sperrmüllabfuhr abgeholt

Mit einem neuen Angebot bei der Sperrmüllabfuhr wartet der EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) ab dem 1. Oktoner auf:  In Zusammenarbeiut mit der kreiseigenen Abfallgesellschaft GWA erhalten die Bergkamener  als erste im Kreis Unna die Möglichkeit, im Rahmen der Sperrmüllabfuhr auch Alttextilien entsorgen zu können.

Bei der Sperrmüll-Beantragung im Bürgerbüro Bergkamen, am Wertstoffhof und EBB / Bau­betriebshof erhält der Kunde bis zu drei durchsichtige Kunst­stoffsäcke für die Textilentsorgung. Eine Kontrolle findet durch die EBB-Mitarbeiter bei der Abfuhr statt um erhöhte Entsorgungskosten für die Gesamtheit der Bergkamener Gebührenzahler zu verhindern.

Die Entsorgung der Alttextilien ist im Rahmen der Sperrmüllabfuhr kostenfrei.

Erster Beigeordneter und EBB-Betriebsleiter Dr.-Ing. Peters: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der GWA einen oft geäußerten Kundenwunsch nunmehr erfüllen können. Ich bin überzeugt, dass dieses neue Angebot gut angenommen wird.“




Oberadener Realschüler verbrachten einen Abend im Bundestag

Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek besuchte am Dienstag eine Gruppe der Realschule Oberaden den Bundestag in Berlin.
Am Abend trafen die Schülerinnen und Schüler Oliver Kaczmarek zu einem einstündigen Gespräch, um mehr über seine Arbeit und seinen Alltag als Bundestagsabgeordneter zu erfahren.

Eine Schülergruppe der Realschule Oberaden besuchte den Abgeordneten Oliver Kazcmarek im Berliner Bundestag.
Eine Schülergruppe der Realschule Oberaden besuchte den Abgeordneten Oliver Kaczmarek im Berliner Bundestag.

Auch zu später Stunde zeigten sich die Jugendlichen alles andere als politikmüde und es entwickelte sich schnell eine spannende Diskussion. Vor allem die aktuellen internationalen Krisen, ob in Syrien, im Irak oder in der nahen Ukraine beschäftigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Nach dem Gespräch ging es noch weiter zu einem Informationsvortrag auf die Besuchertribüne des Bundestages. Den Abschluss bildete ein Besuch auf der Reichstagskuppel mit einem Blick über das nächtliche Berlin.

„Ich freue mich immer darüber Gruppen im Bundestag zu begrüßen und vor allem mit jungen Leute aktuelle politische Themen zu diskutieren. Das Interesse der jungen Menschen an Politik ist groß. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis erfahren, was in Berlin passiert und wie ich als Abgeordneter ihre Interessen vertrete.




Jahrhundertregen: Stadt informiert über Schutzmaßnahmen

Über vorbeugende Maßnahmen gegen die Folgen des nächsten Jahrhundertregens in Bergkamen wird die Stadt Bergkamen in mehreren Veranstaltungen informieren. Bauausschussvorsitzender Marco Morten Pufke (CDU) wohnt selbst in einem Schwerpunktgebiet der Überschwemmungen in der Nacht zum vergangenen Freitag. Dem Haus sei nichts passiert, erklärte er. Das Rückstauventil im Hausanschluss hatte das Eindringen von Wasser über die Kanalisation verhindert.

Zurzeit ist die Industriestraße noch gesperrt.
Mehrere Tage war die Industriestraße nach dem jüngsten Jahrhundertregen gesperrt gewesen. Foto: Ulrich Bonke

Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters schränkte allerdings in der Sitzung des Gremiums am Montag ein, dass in diesen Info-Veranstaltungen lediglich allgemeine Schutzmaßnahmen vorgestellt werden könnten. Wer konkret aktiv werden möchte, sollte zunächst das Haus von einem Fachmann begutachten lassen. Danach müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob sich solch eine Investition lohnt.

Gegen den inzwischen zweiten „Jahrhundertregen“ in der Nacht zum 19. September war offensichtlich kein Kraut gewachsen. Das Kanalsystem in Bergkamen sei DIN-gerecht ausgebaut und auch die abermalige Überprüfung des sanierten Kanals In der Dille in Rünthe habe ergeben, dass er in einem einwandfreien Zustand sei. Auch die Pumpen des Bergbaus und des Lippeverbands hätten mit einer Ausnahme  ordentlich gearbeitet: An der Hüchtstraße in Overberge habe ein Blitzeinschlag für einen Ausfall von rund 15 Minuten gesorgt.

Nach den sintflutartigen Regenfällen in der Nacht zum 19. September ging es vor allem um Schadensbegrenzung. Hier bedankte sich Peters bei der Bergkamener Feuerwehr und dem THW, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz waren. Insbesondere wies der Erste Beigeordnete auf den Bau einer provisorischen Rohrleitung hin, die verhindert hatte, dass die Senke der Industriestraße zwischen Erlentiefenstraße und Hansastraße nicht mit noch mehr Wasser gefüllt wurde.

Eine ähnliche Situation gab es auch auf der Jahnstraße im Bereich der Kuhbachtrasse. Auf dem See, der sich dort gebildet hatte, dümpelten sogar Mülltonnen herum, die die Anlieger an den Straßenrand gestellt hatten. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, berichtete Ausschussmitglied und erfahrener Feuerwehrmann Dieter Kress.

Wasser gab es reichlich durch diesen erneuten „Jahrhundertregen“. So fielen in Bergkamen bis zum 90 Liter pro Quadratmeter pro Stunde. Hier hat es sich nicht um ein normales Gewitter gehandelt, das relativ schnell wieder weiterzieht. Es hielt sich  über vier Stunden. Zudem war der Boden durch die vorausgegangenen Regenfälle kaum noch aufnahmefähig gewesen. „Petrus hat es mit Bergkamen nicht gut gemeint“, stellte Peters fest.




Aktionstag gegen Fracking

Die Fraktion BergAUF Bergkamen lädt am Dienstag, 30. September, um 18 Uhr im Saal II des Ratstraktes ein zu einem Vorbereitungstreffen anlässlich des weltweiten Fracking-Aktionstag am 11. Oktober ein. Es soll über eine Aktion in Bergkamen/Kamen beraten werden.

Wörtlich heißt es in dem Einladungsschreiben der Fraktion:

Fracking nach Öl und Gas ist vom Prinzip her umweltzerstörend.  Entgegen aller Beteuerungen der am Fracking interessierten Konzerne und Banken steht fest:

  • ein umweltverträgliches Fracking kann es nicht geben. Denn: Fracking vergiftet Wasser und Erdreich, weil Biozide zur Abtötung von Mikroorganismen unverzichtbar sind, die auch Mensch und Tier gefährden.
  • Fracking zerstört die Erdkruste und erzeugt Erdbeben, weil bis in 5000 Tiefe zahlreiche senkrechte und horizontale Bohrungen niedergebracht und sehr hohen Drücken ausgesetzt werden.
  • Fracking ruiniert ganze Landschaften und lässt „verbrannte Erde“ zurück, auf der keine Landwirtschaft mehr möglich ist.
  • Fracking verpestet die Luft mit Quecksilber, feinsten Quarzsanden und radioaktiven Stäuben und erhöht so das Krebsrisiko, vor allem bei Bohrarbeitern und Anwohnern.
  • Fracking vergiftet Menschen und Tiere, weil es bisher keine Möglichkeit zur sichern Entsorgung des hochgiftigen Rückflusses gibt, der meist ins Erdreich verpresst wird.
  • Fracking beschleunigt die Klimazerstörung, weil dabei riesige Mengen von Methan frei werden mit einem extremen hohen Treibhauseffekt.

Deshalb bedeutet Fracking eine allseitige und umfassende Zerstörung wichtiger Lebensbereiche im Interesse der internationalen Großkonzerne und Banken! Wir lehnen die Multi-Millionen-Dollar-PR-Kampagne ab, die von großen Öl-und Gasunternehmen veranstaltet wird, um der Bevölkerung Fracking schmackhaft zu machen und setzen uns ein für ein weltweites Verbot von Fracking ein – ohne Wenn und Aber!“

 

Fracking nach Öl und Gas ist vom Prinzip her umweltzerstörend.  Entgegen aller Beteuerungen der am Fracking interessierten Konzerne und Banken steht fest:

ein umweltverträgliches Fracking kann es nicht geben. Denn: 

Fracking vergiftet Wasser und Erdreich, weil Biozide zur Abtötung von Mikroorganismen unverzichtbar sind, die auch Mensch und Tier gefährden.

Fracking zerstört die Erdkruste und erzeugt Erdbeben, weil bis in 5000 Tiefe zahlreiche senkrechte und horizontale Bohrungen niedergebracht und sehr hohen Drücken ausgesetzt werden.

Fracking ruiniert ganze Landschaften und lässt „verbrannte Erde“ zurück, auf der keine Landwirtschaft mehr möglich ist.

Fracking verpestet die Luft mit Quecksilber, feinsten Quarzsanden und radioaktiven Stäuben und erhöht so das Krebsrisiko, vor allem bei Bohrarbeitern und Anwohnern.

Fracking vergiftet Menschen und Tiere, weil es bisher keine Möglichkeit zur sichern Entsorgung des hochgiftigen Rückflusses gibt, der meist ins Erdreich verpresst wird.

Fracking beschleunigt die Klimazerstörung, weil dabei riesige Mengen von Methan frei werden mit einem extremen hohen Treibhauseffekt.

 

Deshalb bedeutet Fracking eine allseitige und umfassende Zerstörung wichtiger Lebensbereiche im Interesse der internationalen Großkonzerne und Banken! Wir lehnen die Multi-Millionen-Dollar-PR-Kampagne ab, die von großen Öl-und Gasunternehmen veranstaltet wird, um der Bevölkerung Fracking schmackhaft zu machen und setzen uns ein für ein weltweites Verbot von Fracking ein – ohne Wenn und Aber!

 




Hannelore Kraft von der Arbeit des Geschichtskreises begeistert

Hannelore Kraft wird den Geschichtskreis in guter Erinnerung behalten. Dafür sorgen auch die beiden Geschenke, ein Geleucht Und ein Bild von Haus Aden, dass ihr Oberadens IGBCE-Vorsitzender Willi Null (r.) und REVAG-Dozent Wagner überreichten.
Hannelore Kraft wird den Geschichtskreis in guter Erinnerung behalten. Dafür sorgen auch die beiden Geschenke, ein Geleucht Und ein Bild von Haus Aden, dass ihr Oberadens IGBCE-Vorsitzender Willi Null (r.) und REVAG-Dozent Wagner überreichten.

Hannelore Kraft trägt sich ins Gästebuch des Geschichtskreises ein.
Hannelore Kraft trägt sich ins Gästebuch des Geschichtskreises ein.

Anfang Mai hatte Hannelore Kraft die Einladung angenommen. Am Donnerstagmorgen besuchte die SPD-Landesvorsitzende den Bergkamener IGBCE/REVAG-Geschichtskreis, den Aden Stollen und die doch sehr wuchtigen Erinnerungsstücke an den untertägigen Steinkohlenbergbau im Außengelände.

Die Landespolitikerin war sehr angetan von der Arbeit des Geschichtskreises. Das schrieb sie auch in dessen Gästebuch: „Vielen Dank für Euren Einsatz zum Wohle unseres Landes. Unsere Bergbau-Kultur müssen wir erhalten und weitertragen. Dabei seid Ihr eine wichtige Säule. Macht bitte alle so weiter! Glück Auf, Eure Hannelore Kraft“.

Hannelore Kraft im Stollen
Hannelore Kraft im Stollen




Thomas Semmelmann bleibt Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses

Der Bergkamener Jugendhilfeausschuss hat in seiner ersten Sitzung nach den Kommunalwahlen Thomas Semmelmann (SPD) in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Seine Wiederwahl erfolgte wie die seines Stellvertreters Thomas Heinzel (CDU) einstimmig.

Thomas Semmelmann bleibt Vorsitzender des Bergkamener Jugendhilfeausschusses.
Thomas Semmelmann bleibt Vorsitzender des Bergkamener Jugendhilfeausschusses.

Ein der wichtigsten Aufgaben des Jugendhilfeausschusses in den kommenden Jahren ist nach Ansicht Semmelmanns die Prävention. Insbesondere nannte er hier das Landesprogramm „Kind Kind zurücklassen“, das vor rund zwei Jahren aufgelegt wurde. Die Umsetzung sei bisher eher theoretische gewesen. Jetzt müsste  die Praxis folgen. „Für meinen Geschmack hat das Programm bisher noch keinen praktischen Nutzen gebracht.“

Als weiteres wichtiges Thema nannte der neugewählte Vorsitzende die Inklusion. Die Diskussion sei hier bisher vor allem auf den schulischen Bereich beschränkt gewesen, dabei sei sie viel umfassender. Der dritte Arbeitsschwerpunkt des neuen Jugendhilfeausschusses müsse laut Semmelmann die Erweiterung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen sein.




Banken zeigen der BergGalerie die kalte Schulter

Die Banken machen offensichtlich CharterHaus erhebliche Schwierigkeiten, die ehemaligen Turmarkaden in Bergkamen in die neue BergGalerie umzuwandeln. Bisher verliefen die Finanzierungsgespräche der Geschäftsführerin Brigitte van der Jagt ergebnislos.

Vom westlichen Teil des Platzes der Partnerstädte ist der Wohnturm hinter den ehemaligen Turmarkaden nicht zu sehen. Das gibt Hoffnung, dass der Umbau in die geplante BergGalerie klappen wird.
Vom westlichen Teil des Platzes der Partnerstädte ist der Wohnturm hinter den ehemaligen Turmarkaden nicht zu sehen. Das gibt Hoffnung, dass der Umbau in die geplante BergGalerie klappen wird.

Zwei Gründe seien ihr dabei immer wieder genannt worden: die geringe Kaufkraft der Bergkamener und der demografische Wandel der Stadt, erklärte sie am Dienstag den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses.

Dem hat die Geschäftsführerin stets zwei Argumente entgegengehalten: der starke Investor, der mit dem notwendigen Eigenkapital hinter diesem Projekt steht, und das Rege Interesse von künftigen Mieter, unter anderem Edeka, und den Verbliebenen wie C&A, Deichmann und die Firma Family, die wiederkommen will.

Allerdings hat sie noch nicht mit allen infrage kommenden Banken gesprochen. Und es zeichnet sich ab, dass sie in Kürze auf weitere überzeugende Argumente zurückgreifen kann. 1,. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters kündigte an, dass Brigitte van der Jagt mit der Baugenehmigung in einigen Tagen rechnen kann. Das ist dann für sie die Grundlage, die ersten Mietverträge zu unterschreiben.

BergGalerie wir im Computer „vorgebaut“

So könnte sie aussehen, die BergGalerie in Bergkamen
So könnte sie aussehen, die BergGalerie in Bergkamen

Mit dem Baustart des ersten Bauabschnitts rechnet sie nun im Frühjahr 2015. Diese Verzögerung gegenüber der ursprünglichen Planung ein Dreivierteljahr ist auch in der komplexen Planung dieses Umbauprojekts begründet. Insbesondere der ältere Teil macht den Architekten doch erhebliche Schwierigkeiten.

Um hier unliebsame Überraschungen zu verhindern, greifen die Architekten auf ein computergestütztes Planungsinstrument zurück, das in Deutschland noch relativ neu ist. „Wie bei neuen Automodellen bauen wir die BergGalerie per Computer zunächst als 3D-Modell“, erklärte sie dem Ausschuss. Dadurch sollen Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden. Ist der Bau erst mal gestartet, können solche Änderungen sehr teuer werden.

Dieses computergestützte 3D-Modell will CharterHaus bei der Immobilienmesse „Expo Real“ vom 6. Bis 8. Oktober in München präsentieren. Dann gebe es bei dieser Messe auch ein bisschen Werbung für Bergkamen, sagte Brigitte van der Jagt.




Eine Million Kubikmeter Bodenaushub für die Wasserstadt

Die Oberadener müssen bis zum Ende dieses Jahrzehnt mit dem starken Lkw-Verkehr, insbesondere auf der Jahnstraße leben. Rund eine Million Kubikmeter Bodenaushub werden ab 2016 bis 2019 zur Wasserstadt Aden geschafft.

So könnte einmal die Wasserstadt Aden aussehen. Hier ein Blick von der Nordseite des Datteln-Hamm-Kanal.
So könnte einmal die Wasserstadt Aden aussehen. Hier ein Blick von der Nordseite des Datteln-Hamm-Kanal.

Immerhin soll es keine Zunahme des Lkw-Verkehrs geben, verspricht Projektleiter Dieter A. Wahlen. Dem sind schon „natürliche“ Grenzen gesetzt. Die Kapazitäten der Transportunternehmen sind voll ausgeschöpft. Außerdem lassen sich nach den Erfahrungen der Aufschüttung auf den Bergkamener Bergehalden  jährlich nicht mehr als 350.000 Kubikmeter Bodenaushub in der Region akquirieren, wie der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters gegenüber dem „Bergkamen-Infoblog“ erklärte.

Das bedeutet übrigens auch, dass die Schüttungen auf der Bergehalde längstens bis Ende kommenden Jahres dauern werden.

Notwendig ist diese große Menge an Bodenaushub zur Modellierung des Kernstücks der Wasserstadt, des Adensees. Der größte Teil des Bereichs des ehemaligen Bergwerksgeländes liegt unterhalb des Wasserspiegels des Datteln-Hamm-Kanals. Für den See muss deshalb entlang der Hamm-Osterfelder-Bahnlinie ein breiter Damm errichtet werden. Dafür reichen die Bodenmassen, die auf dem Haus-Aden-Gelände bewegt werden können längst nicht aus.

Erster Spatenstich im Frühjahr 2016

Nach dem jüngsten Zeitplan soll der erste Spatenstich im Frühjahr 2016 erfolgen. Die Vermarktung der Grundstücke beginnt 2017. Die ersten privaten Häuser können ab 2019 errichtet werden.

Wie Dieter A. Wahlen am Dienstag dem Stadtentwicklungsausschuss gegenüber erklärte, hat es auch b ei ihm bereits eine Reihe von Gesprächen mit Bauwilligen gegeben, die nicht nur bereits sind den Grundstückpreis zu zahlen, sondern auch dort auch ein Haus mit einer ansprechenden Architektur zu errichten.

Eine Folge dieses regen Interesses ist, dass der Projektentwickler sich die Möglichkeit offen lassen m möchte, auch im zweiten Bauabschnitt große Baugrundstücke entlang der Gracht zu verkaufen. Hier hatten sich auch Bauträger gemeldet.

Losgehen soll es mit der Errichtung des Adensees. Er sei der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Projekts, betont Dieter A. Wahlen. Gleichzeitig setzt Dr. Hans-Joachim Peters darauf, dass synchron zu den Arbeiten auf dem Gelände der Wasserstadt 2017 auch der schienengleiche Bahnübergang durch eine Brückenanlage samt Zufahrt zur Wasserstadt ersetzt wird. Die jüngsten Signale vom Land, bzw. von Straßen NRW lassen ihn darauf hoffen.

Wasserstadt 2