Gutachter gibt bei Jahnschule Entwarnung – Start mit drei Eingangsklassen ins neue Schuljahr

Das Gebäude der Jahnschule in Oberaden befindet sich in einem einwandfreien Zustand, wenn von der leichten Schieflage der Decke eines Klassenraums abgesehen wird. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters in Auftrag gegeben hatte und dessen Ergebnis ihm seit Dienstag vorliegt.

Das Schulgebäude kann, wie Schuldezernentin Christine Busch am gleichen Tag im Schulausschuss mitteilte, uneingeschränkt genutzt werden. Das war eine Nachricht, die insbesondere Schulleiterin Susanne Fahrnert beruhigte. Beim Start ins neue Schuljahr mit dann drei Eingangsklassen wird es keine organisatorischen Probleme geben.

Das Gebäude verfüge über eine hohe normgerechte Standfestigkeit, berichtete Christine Busch. Einziger Makel sei allein die leichte Schieflage. Die konnte sie sich nur dadurch erklären. Dass die Bauarbeiter damals, als sie den Beton für die Decke gegossen hatten, nicht ganz akkurat gearbeitet hatten. Ein Makel, der aber wegen der intakten Stahlarmierung keine Rolle spiele.

Das Ergebnis entspannt nicht nur die Organisation des Schulalltags an der Jahnschule, sondern auch für die Stadt die Neuorganisation der Grundschulstandorte in Oberaden bis 2017. Bekanntlich wird es bis dahin neben der Alisoschule noch zwei weitere Schulgebäude (Albert-Schweitzer-Schule und ehemalige Burgschule) geben, die nicht mehr als Standorte für Förderschulen benötigt werden. Für die beiden Grundschulen mit insgesamt fünf Zügen könnten dann die Schulgebäude ausgesucht werden, die sich in einem guten Zustand befinden und in die sich Investitionen lohnen. Die Gebäude müssten aber auch genügend Platz für die Offenen Ganztagsschulen bieten. Das Gebäude der Jahnschule sei jetzt nach dem Ergebnis des Gutachtens in jedem Fall in dieser Auswahl.




Tobias Hindemitt neuer Vorsitzender der JU Bergkamen

Bei ihrer Mitgliederhauptversammlung am Freitagabend wählten die Mitglieder der Jungen Union Bergkamen einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist der 22-jährige Student Tobias Hindemitt aus Bergkamen-Heil, der das Amt vom langjährigen Vorsitzenden Stefan Rennhak übernimmt.

Der neue Vorstand der JU Bergkamen.
Der neue Vorstand der JU Bergkamen.

Rennhak steht dem neuen Vorstand von nun an als stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung. Zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Cimbaly-Clara Cirkel gewählt. Geschäftsführer ist weiterhin Christoph Goerdt, zu dessen Vertretern André Miska und Jonas Schirrmacher gewählt wurden. Das Amt der Schriftführerin übernimmt künftig Alina Poddig, ihr Stellvertreter ist Maximilian Hellmich.

Der neue JU-Vorsitzende Tobias Hindemitt.
Der neue JU-Vorsitzende Tobias Hindemitt.

Nach einem Rückblick auf die vergangenen Jahre, die neben politischen Schwerpunkten, von Exkursionen und vor allem von der Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahl geprägt waren, wurde der alte Vorstand entlastet. Besonderer Dank wurde hierbei Stefan Rennhak zu Teil, der die Junge Union Bergkamen 5 Jahre lang geführt hat.

Isabel Haas ist künftig mit der Betreuung der Internetseite, als Internet- und Medienbeauftragte, beauftragt. Die Pressearbeit übernimmt Stefan Cramer.

Als organisatorische Neuerung soll es Ansprechpartner für bestimmte Bereiche geben, die sich nicht nur mit Themen auseinandersetzen, sondern auch Vorschläge für Veranstaltungen entwickeln. „Auch in Zukunft möchten wir mit den anderen Vereinigungen der CDU zusammenarbeiten und uns für die Interessen der jungen Generation in Bergkamen einsetzen,“ so der neu gewählte Vorsitzende Tobias Hindemitt.

Eigens zur Vorbereitung von Fahrten und Besichtigungen, die immer wieder für Abwechslung im politischen Alltag sorgen, wird der Vorstand um einen Exkursionsbeauftragten erweitert. Dieses Amt übernimmt in Zukunft Martin Alois Pogoda, seine Stellvertreterin ist Daline Eisenhuth.

Komplettiert wird der Vorstand durch Jennifer Miska, Kinga Golomb, Gianluca Michels und Matthias Meschede, die als Beisitzer dem Vorstand beratend zur Seite stehen werden.

Neben dem Beachvolleyballturnier am Nordbergstadion am 29. August (www.beach-bergkamen.de), soll es auch wieder eine Bildungsfahrt geben sowie eine Fortsetzung der Gesprächsreihe „JU im Gespräch mit…“, in der die Junge Union Gäste zur Diskussion in ihre Mitte begrüßt.

Politisch interessierte Jugendliche können jederzeit die regelmäßigen Treffen der Jungen Union besuchen und sich unter www.ju-bergkamen.de oder bei Facebookwww.facebook.com/jubergkamen informieren.

 




180 Arbeitsplätze bei Caterpillar in Lünen und Hamm bedroht: Stadtrat solidarisch mit der Belegschaft

Der Bergkamener Stadtrat wird dem Betriebsrat des Bergbau-Zulieferfirma Caterpillar am Samstag eine Solidaritätsadresse schicken. Akut sind bei Caterpillar in Lünen 120 Arbeitsplätze bedroht und in Hamm weitere 60. Ein Betriebsratsmitglied hatte den Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag auf die prekäre Lage der Belegschaft aufmerksam gemacht.

Die IG Metall hat wegen der geplanten Vernichtung von Arbeitsplätzen in den beiden Nachbarstädten am Samstag, 20. Juni, zu einem Aktionstag aufgerufen. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr am Werkstor von Caterpillar in Lünen, Willi-Melchers-Str./Ecke Industriestr. 1 in Lünen. Von dort geht es in einem Demonstrationszug zu einer Kundgebung an der Persiluhr in der Lünener Innenstadt.

Bürgermeister Roland Schäfer erklärte am Donnerstag, dass sich Bergkamen natürlich solidarisch zeige. Bereits in den Jahren, als in Bergkamen um den Erhalt der Schachtanlagen ging, habe er immer wieder erklärt, dass deren Schließung zwangsläufig auch Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie kosten werden.

In einer Erklärung der IG Metall heißt:

„Die Belegschaft der Caterpillar Global Mining Europe GmbH hat mit Entsetzen von der Geschäftsführung erfahren, dass der Stahlbau kurzfristig nach China verlagert werden soll. Davon sind 120 Arbeitsplätze betroffen!

Darüber hinaus sollen im Jahr 2016 die Ausbaumontage, der Prototypenbau und die Prototypentests ebenfalls nach China verlagert werden. Der Betrieb in Hamm soll zum Ende dieses Jahres komplett geschlossen werden.

Die IG Metall, die Vertrauensleute und die Betriebsräte haben sich zum Ziel gesetzt, um die Arbeitsplätze in Lünen und Hamm zu kämpfen! Die Beschäftigten bei Caterpillar brauchen eine Zukunftsperspektive mit sicheren Arbeitsplätzen in ihrer Stadt!“




Staus sind unhaltbar: Reparierte Ampelanlage Buckenstraße wird nochmals nachgebessert

Die Ampelanlage Lünener Straße/Buckenstraße wurde vor einer Woche endlich repariert. Doch schnell wurde klar, dass das Ergebnis aus Bergkamener Sicht mehr als unbefriedigend ist. Straßen NRW will jetzt nach massiven  Protesten der Stadt, der Polizei und der VKU in der nächsten Woche nachbessern. Das kündigte der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters in der Ratssitzung am Donnerstagabend an.

Auch die VKU hat sich bei Straßen NRW über die "reparierte" Ampelanlage Lünener Straße/Buckenstraße beschwert, weil sie oft zu Verspätungen der S30 von Bergkamen nach Dortmund führt.
Auch die VKU hat sich bei Straßen NRW über die „reparierte“ Ampelanlage Lünener Straße/Buckenstraße beschwert, weil sie oft zu Verspätungen der S30 von Bergkamen nach Dortmund führt.

Bekanntlich hatte ein Unbekannter eine der Fußgängerampeln bei der Einfahrt in die Buckenstraße „umgenietet“ und dadurch die gesamte Ampelanlage lahmgelegt. Wie sich kurz nach der Reparatur herausstellte, hatten die Experten einer Spezialfirma in den Schaltkasten eine Technik eingebaut, die als veraltet gilt.

Die Ampelphasen werden zurzeit nicht wie vorher nach Bedarf durch einen Computer gesteuert, sondern in einem fest eingestellt Rhythmus. Ergebnis ist: Die Ampel lässt in der sehr kurzen Grünphase von der Buckenstraße maximal zwei bis drei Fahrzeuge nach links in Richtung Autobahnzufahrten fahren. Die Folge sind stets lange Staus.

Da die Ampelanlage in Richtung Autonahn nur zwei, maximal drei Fahrzeuge durchlässt, führt das zu einem Stau auf der Buckenstraße.
Da die Ampelanlage in Richtung Autobahn nur zwei, maximal drei Fahrzeuge durchlässt, führt das zu einem Stau auf der Buckenstraße.

Die Verwaltung hat inzwischen  bei Straßen NRW interveniert. Wie Dr. Peters berichtete, hat er Mitarbeiter mit Video- und Fotokameras zur Kreuzung geschickt und die Bilder an Straßen NRW in Bochum übermittelt. Bei einer zwanzigminütigen Telefonkonferenz mit dem zuständigen Abteilungsleiter der Straßenbaubehörde  sei dann schnell in Bochum klar geworden, dass dieser Zustand untragbar sei, so Peters.

In der kommenden Woche soll nun die angestaubte Technik durch eine zeitgemäße bedarfsabhängige Steuerung ausgetauscht werden. Verbunden damit ist sicherlich bei vielen Nutzern der Buckenstraße, dass der neue Computer schneller als bisher merkt, wenn sich auf der Buckenstraße ein langer Stau trotz der angeblich „intelligenten“ Technik gebildet hat.




Roland Schäfer neuer Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

Der Hauptausschuss des Deutschen Städte- und Gemeindebundes wählte am Dienstag, 16. Juni, in Bonn den Bergkamener Bürgermeister Roland Schäfer mit Wirkung vom 1. Juli 2015 zum neuen Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

“ Es ist übrigens jetzt das 5. Mal, dass ich in dieses Ehrenamt gewählt wurde“, erklärt Schäfer seinen „Freunden“ auf seiner Facebook-Seite. Er wird dieses Amt zweieinhalb Jahre führen. Er löst Christian Schramm (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Bautzen ab. Schäfer war bisher 1. Vizepräsident. Zum neuen 1. Vizepräsidenten wählte der Hauptausschuss den Norderstedter Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote.

Grote gehört der CDU an, Schäfer der SPD. Bisher gab es von Amtsperiode zu Amtsperiode jeweils einen Wechseln an der Spitzen zwischen SPD und CDU.




Sommerfest von BergAUF

Am Sonntag, 13. Juni, ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr lädt das überparteiliche Wahlbündnis BergAUF Bergkamen um 15.30 Uhr zum Sommerfest am Hofgelände des BergAUF-Treffs in der Jahnstraße 93 in Bergkamen-Oberaden ein.

BergAUF - SommerfestWillkommen ist jeder.  Für Speisen und Getränke werden Selbstkostenpreise erhoben, Kuchen- und Salatspenden sind willkommen. Beginn ist um 15:30 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Anschließend findet die Preisverleihung für die Kinder statt, deren Ballons am 1. Mai  beim BergAUF-Luftballonwettbewerb am weitesten geflogen sind und die eine Rückantwort erhalten haben. Sie wurden bereits vom Vorstand informiert.

Bei Leckereien vom Grill und gut gekühlten Getränken bietet das Sommerfest auch Gelegenheit, über das eine oder andere kommunalpolitische Thema zu sprechen und mehr über das überparteiliche Wahlbündnis zu erfahren.




Uwe Reichelt weiter 1. Vorsitzender der SPD Overberge

Uwe Reichelt ist in der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Haus Schmülling als 1. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Overberge wiedergewählt worden. Er  zeigte sich besonders stolz darauf, dass im Vorstand mit Linda Römke, Karsten Quabeck, Carsten Scheer und Christoph Kühling wieder junge Genossinnen und Genossen sich in den Ortvereinsvorstand haben wählen lassen. Reichelt ist deshalb sicher, dass die Arbeit in diesem kleinen Ortsverein desdhalb auch in Zukunft auf
soliden Beinen steht.

Der neuen Vorstand der SPD Overberge (v.l.): Bernd Schäfer, Linda Römke, Frank Menzel, Silvia von Depka, Christoph Kühling, Uwe Reichelt. und als Gast Rüdiger Weiß, MdL.
Der neuen Vorstand der SPD Overberge (v.l.): Bernd Schäfer, Linda Römke, Frank Menzel, Silvia von Depka, Christoph Kühling, Uwe Reichelt. und als Gast Rüdiger Weiß, MdL.

Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis: 1.Vorsitzender Uwe Reichelt, stellv. Vorsitzender Willi Muche, Hauptkassierer Rainer Bartkowiak, stellv. Hauptkassierer  Frank Menzel, Schriftführer Christoph Kühling, stellv. Schriftführer Carsten Scheer, Bildungsobfrau Linda Römke sowie als Beisitzer Silvia von Depka, Bernd  Schäfer und Karsten Quabeck. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.




Endausbau der Straße Buchweizenkamp soll noch in 2015 erfolgen

Der Ausbau der Straße „Buchweizenkamp“ im Bereich des Bebauungsplanes „An der Dorndelle“ in Oberaden soll voraussichtlich noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Am kommenden Dienstag, dem 16. Juni, wird der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr in seiner Sitzung um 14 Uhr über den Endausbau entscheiden.

Von Seiten der SPD-Fraktion wird der Ausbau ausdrücklich begrüßt und unterstützt. „Da inzwischen ein Großteil der Flächen bebaut ist, sollte der Endausbau der Straße möglichst rasch erfolgen. Wir hoffen, dass die erforderlichen Arbeiten noch in diesem Jahr durchgeführt werden können. Lange genug haben die Anwohnerinnen und Anwohner auf den Endausbau gewartet.“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer.

Im Jahr 2012 wurden Teile des Baugebietes neu geplant, indem der Bereich des zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhandenen Rotebaches ebenfalls als Baufläche zur Verfügung gestellt wurde.
Uwe Reichelt, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr ist sich sicher: „Die erforderlichen Mittel stehen bereit. Die konkreten Ausbauplanungen stehen und nahezu alle Flächen sind inzwischen bebaut. Einem Ausbau in diesem Jahr steht nun nichts mehr im Wege. Entsprechend werden wir in der kommenden Sitzung votieren.“ Die Kosten für den Ausbau werden voraussichtlich rund 400.000,00 Euro betragen.




Rüdiger Weiß zum stellvertretenden Vorsitzenden der SGK gewählt

Der Vorstand des Kreisverbandes Unna der sozialdemokratischen Kommunalpolitik ist wieder komplett. Unter dem Vorsitz von Hartmut Ganzke (Unna) bestimmten die Vertreter aus den 10 Städten und Gemeinden den Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden.

Hartmut Ganzke, Dr. Michael Dannebom(WfG Kreis Unna), Landrat Michael Makiolla und Rüdiger Weiß
Hartmut Ganzke, Dr. Michael Dannebom(WfG Kreis Unna), Landrat Michael Makiolla und Rüdiger Weiß

Rüdiger Weiß gehört seit 22 Jahren dem Rat der Stadt Bergkamen an und ist Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung. Er folgt dem 2014 verstorbenen Unnaer Fraktionsvorsitzenden Michael Hoffmann nach. Michael Hoffmann gehörte seit 1994 dem Vorstand des Kreisvorstandes der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik(SGK) an. Gast der SGK war Kreiswirtschaftsförderer Dr. Michael Dannebom, der über aktuelle Entwicklungen in der Region sprach.




Bürgermeister: Bei Streik keine Erstattung von Kita-Beiträgen in Bergkamen

Eine Reihe von Kita-Eltern, die jetzt bin der vierten Woche vom Streik der Erzieherinnen und der Sozialarbeiter betroffen sind, wollen am Mittwochmorgen im Rathaus vorstellig werden. Sie fordern ein Ende des Streiks und wollen auch wegen entgangener Leistungen bereits gezahlte Kita-Beiträge zurückerstattet haben.

Streikende kommunale Mitarbeiter in Kita und den sozialen Diensten auf dem Platz der Partnerstädte vor dem Bergkamener Rathaus.
Streikende kommunale Mitarbeiter in Kita und den sozialen Diensten auf dem Platz der Partnerstädte vor dem Bergkamener Rathaus.

Dazu haben sich die Eltern in der Bergkamener Facebook-Gruppe verabredet. Dort hatte Bürgermeister Roland Schäfer bereits angekündigt, dass er wegen anderer Verpflichtungen die Eltern nicht selbst empfangen kann. Deshalb hat er am Dienstagnachmittag ebenfalls über Facebook eine Erklärung abgegeben.

Diese Erklärung im Wortlaut:

„In der städtischen Satzung über die Erhebung von Elternbeiträgen ist in Paragraf 3, Absatz 3, Satz 2 geregelt : „Die Beitragspflicht wird durch Schließzeiten der Einrichtung … nicht berührt.“ Diese vom Stadtrat beschlossene Regelung ist für die Verwaltung bindend d.h. das Jugendamt darf in Bergkamen keine Beiträge erstatten. Sorry. Die Satzung ist auf der Homepage der Stadt nachlesbar. Wer’s nicht glaubt, müsste einen schriftlichen Erstattungsantrag stellen und könnte dann die Ablehnung gerichtlich überprüfen lassen.
Anders sieht es aus bei erfolgten Zahlungen für Mittagessen, hier wird es eine Erstattung geben.
Im übrigen scheint mir in Bergkamen das Problem nicht so ganz dramatisch zu sein:
Von den 21 KiTas in Bergkamen sind 18 in Trägerschaft von AWO und Kirchen, also vom Streik gar nicht betroffen. Von den 47 städtischen Erzieherinnen sind z. Z. 10 im Streik (plus einige Sozialarbeiter). Bei den drei städtischen KiTas läuft Mikado in Mitte ohne jede Einschränkung, in Oberaden gibt es zwei Notgruppen, in Overberge eine. Nach meinem Wissen werden alle Kinder, deren Eltern beruflich darauf angewiesen sind, auf Wunsch in den KiTas betreut.
Noch zwei Fakten: gut 35 % der Eltern zahlen null Beiträge. Die tatsächlich gezahlten Beiträge decken weniger als 15 % der Kosten.W“




BergAUF-Infoveranstaltung „Kein Fracking in Bergkamen und anderswo“

„Kein Fracking in Bergkamen, Herbern, Hamm und anderswo!“Das ist der Titel einer Veranstaltung des überparteilichen Kommunalwahlbündnisses BergAUF Bergkamen am 2. Juni in der Mensa der Hellwegschule in Rünthe, Rünther Straße 80. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

„Wir als BergAUF“, so der Vorstandssprecher von BergAUF, Richard Bauer, „setzen uns seit Jahren gegen diese Methode der ‚unkonventionellen Gasförderung‘ ein, weil es eine Hochrisikotechnologie ist und wir zudem das Gas nicht brauchen, sondern eine rasche Abkehr von den fossilen Brennstoffen“.

Das Argument der Befürworter, Fracking gäbe es schon seit 50 Jahren, will Bauer nicht so stehen lassen. „Wenn wir heute von Fracking sprechen“, sagt er, „dann geht es um die Gasgewinnung mit horizontal abgelenkten Bohrungen. Dabei wird ein Cocktail aus riesigen Mengen Wasser, Tonnen von Sand und chemischen Stoffen unter sehr großem Druck ins Erdreich gepresst. Das ist mit dem seit Jahrzehnten betriebenen einfachen Aufbrechen von Bohrungen bei der konventionelle Erdgasförderung nicht zu vergleichen.“ Die Folge seien Vergiftung des Grundwassers, Erdbeben, erhöhte Radioaktivität, eine Ruinierung ganzer Landstriche und vieles Mehr.

Zurecht sei die Bevölkerung aufgebracht, in Umfragen lehnen große Mehrheiten diese Art der Gasförderung ab, überall entwickelt sich Gegenwehr.

Auf der Veranstaltung wird Werner Engelhardt, der nicht nur Stadtrat in Bergkamen ist, sondern auch Mitglied im Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft, sach- und fachkundig über das Thema „Fracking“ referieren. Danach gibt es ausreichend Gelegenheit zur Diskussion.

Dabei wird es sicher auch um die Frage gehen, ob ab September auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Radbod in Hamm Fracking-Methoden zum Einsatz kommen, wenn dort nach Gas gebohrt werden soll.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!