Stadt bringt mit dem Bundesgeld vor allem Schulen auf Vordermann
15 städtische Gebäude, vor allem Schulen, werden in den nächsten drei Jahren mithilfe der 5,2 Mio. Euro Bundesmittel energetisch saniert. Sie erhalten unter anderem neue Fenster, Wärmeschutz an den Außenwänden und auf den Dächern oder effektivere Elektro-Anlagen.
Mithilfe der Bundesmittel soll auch die Turnhalle der Pfalzschule energetisch saniert werden.
Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Gymnasium. Rund 2 Mio. Euro sollen hier von 2016 bis 2018 investiert werden. Im kommenden Jahr werden die Handwerker auch in die Realschule Oberaden, in die Turnhallen der Willy-Brandt- und der Pfalzschule und ins Feuerwehrgerätehaus Mitte einziehen.
Für 2017 steht die Preinschule mit 675.000 Euro auf dem Investitionsplan. Ob es tatsächlich diese Oberadener Schule sein wird, steht aber erst dann genau fest, wenn der Schulentwicklungsplan für diesen Stadtteil festgezurrt ist. Bekanntlich wird die Albert-Schweitzer-Schule aufgelöst und auch die ehemalige Burgschule wird freigezogen. Sicher ist wohl nur, dass es wie bisher zwei Grundschulstandorte in den Stadtteil geben wird, noch nicht klar ist, wo. In Overberge ist die Lage wesentlich einfacher. Hier wird die Grundschule mit neuen Fenstern ausgestattet.
Ein weiterer Schwerpunkt für 2017 liegt in der Kultur. So soll das studio theater energetisch saniert werden. Außerdem steht der Umbau des Zwischentrakts des Stadtmuseum nach dem Auszug der Druckerei an. Hier soll zusätzliche Ausstellungsfläche geschaffen werden. Im gleichen Jahr erhält das Feuerwehr-Gerätehaus Weddinghofen neue Fenster, eine neue Heizung und ein saniertes Dach.
Im letzten Jahr der Förderung sind die Turnhalle an der Lessingstraße, Pausenhalle der Gesamtschule, die Schillerschule und die Ketteler-Schule dran. Vorgesehen ist auch, dass der Treffpunkt eine Behindertentoilette erhalten soll.
Insgesamt werden in diesen drei Jahren 5,76 Mio. Euro investiert. 576.000 Euro trägt davon die Stadt aus eigenen Mitteln.
Entwurf für den Doppelhaushalt: Grundsteuer bleibt stabil
2016 will die Stadt Bergkamen erstmals seit vielen Jahren in ihrem Haushalt unterm Strich eine „schwarze Zahl“ stehen haben. Das will Kämmerer Holger Lachmann, wie er am Donnerstabend im Stadtrat erklärte, trotz der neuen finanziellen Belastungen, etwa durch die rund 600 hier lebenden Flüchtlinge, erreichen. Anders als manche skeptische Bürger es in den vergangenen Wochen befürchtet haben, wird es auch keine Anhebung der Grundsteuer geben.
Holger Lachmann bei seiner „Jungfernrede“ zur Einbringung seines ersten Haushaltsentwurfs in den Bergkamener Stadtrat
Der Wermutstropfen: Der kräftige Dreh an der Steuerschraube vor gut einem Jahr soll nach der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 nicht zurückgenommen werden – sie wird aber auch nicht angezogen.
Hauptgrund für die „Schwarze Null“ für 2016 sind nicht die Einsparungen innerhalb der Verwaltung. Die Ausgaben liegen mit 127,6 Mio. Euro um 1,3 Mio. höher als die Einnahmen. Ein Plus macht der Kämmerer vor allem bei den Finanzerträgen und den geringeren Aufwendungen für Zinsen. Unterm Strich sollen 215.506 Euro Ende 2016 übrig bleiben.
Eine große Unwägbarkeit sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Nach dem Tiefstand in 2014 mit 9,2 Mio. Euro kommen nach bisherigem Stand der Dinge 13,3 Mio. Euro in die Stadtkasse. Mit 13 Mio. Euro rechnet Lachmann dann auch im nächsten Jahr. Doch dass sich solche eine Rechnung leicht in Luft auflösen kann, hat Bergkamen oft genug erlebt. Das finanzielle Hauptproblem der Stadt sei, dass es kaum größere mittelständische Unternehmen gebe. 80 Prozent der Gewerbesteuerzahlungen stammten von wenigen Großbetrieben. Gerät nur ein dieser Großbetriebe ins Trudeln, wirke sich dies auch negativ auf die Gewerbesteuereinnahmen aus, erklärte Lachmann.
Einer der ganz dicken Brocken bei den Ausgaben ist die Kreisumlage. Hier wird Bergkamen 2016 rund 33 Mio. Euro nach Unna überweisen. Der größte Teil dieser Einnahmen wird vom Kreis für die Begleichung der Sozialausgaben benötigt.
Trotz aller Sparbemühungen will die Stadt auch 2016 investieren. 1,6 Mio. Euro sind zum Beispiel für den Kauf von Flächen für ein neues Gewerbegebiet im kommenden Jahr vorgesehen. „Bergkamen hat kaum noch nennenswerte Gewerbeflächen“, betonte Lachmann. Die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets befinde sich aber noch im Suchstadium.
Es war übrigens die erste Haushaltsrede von Holger Lachmann im Bergkamener Stadtrat. Und sie war die mit rund 10 Minuten Redezeit die kürzeste seit Jahrzehnten. Wer sie nachlesen möchte, findet sie hier: Haushaltsrede DHH 2016
Könnes kämpft … gegen PCB und andere Giftstoffe unter Tage
„Könnes kämpft“ heißt eine beliebte Sendereihe des WDR-Fernsehens. Spätestens seit Dienstag hat Dieter Könnes auch den Kampf gegen gesundheitsgefährdende Stoffe aufgenommen, die in den zurückliegenden Jahren der Bergbau unter Tage zurückgelassen hat und jetzt an die Erdoberfläche kommen oder kommen könnten. Am Dienstag besuchte der engagierte Journalist mit seinem Team den Bergkamener Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr.
Dieter Könnes (m.) mit seinem Team im großen Ratssaal
Anlass war der Vortrag von Dr. Harald Friedrich. Der Umweltexperte hatte im Auftrag des Ehepaars Schulze-Bergcamen die Antrags- und Genehmigungsunterlagen für die Verbringung hochgiftiger Filterstäube unter Tage auf Grillo 4 in Overberge in den 90er Jahren untersucht. Sein Ergebnis: Diese Reststoffe hätten nie in die ausgekohlten Flöze gepresst werden dürfen, weil die Gefahr zu groß sei, dass sie in das Grundwasser eindringen könnte. Das war auch der Grund, dass die Bundesregierung 2002 diese Praxis verboten hatte.
Die Ergebnisse aktueller PCB-Messungen des Grubenwasser von Haus Aden sind laut Harald Friedrich besorgniserregend.
Eine derartige Entsorgungspraxis gab es in den 90er Jahren auch auf anderen Bergwerken des Ruhrgebiets. Bergkamen habe den Vorteil, dass das Bergwerk noch „trocken“ sei, also noch nicht geflutet wurde. „Hier kann man noch nachschauen, was tatsächlich unter Tage gebracht wurde“, erklärte Friedrich im Ausschuss. Dafür will er sich auch als Mitglied einer Gutachtergruppe der Landesregierung stark machen, das das weitere Vorgehen in Sachen Giftstoffe in Bergwerken begleitet.
Probleme machen hier nicht nur die Filterstäube, sondern auch das mit dem krebserregenden PCB durchsetzte Hydrauliköl. Rund 12.000 Tonnen sollen sich noch in den Ruhrgebietsbergwerken unter Tage befinden. Über das Grubenwasser, das ständig abgepumpt wird, gelangt es auch in die Lippe. Das haben laut Friedrich Messungen des Landesumweltamts und auch der RAG ergeben.
Hierbei handelt es sich zwar um kleinste PCB-Mengen. Doch sie gelangen laut Friedrich über die Nahrungskette bis zum Menschen. Sie lagern sich dort im Fettgewebe ab und werden nicht abgebaut. Er fordert deshalb, dass das Grubenwasser noch unter Tage gereinigt wird.
Eine längere Diskussion kam im Ausschuss nach dem Vortrag von Harald Friedrich nicht auf. Technischer Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters erinnert daran, dass die Resolution des Stadtrats zur Untertagedeponierung immer noch gelte. Darin wird nicht nur eine lückenlosen Aufklärungen durch die Landesregierung gefordert, sondern auch alle Maßnahmen, die zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger dienen
Filmaufnahmen durften Dieter Könnes und sein Team während der Ausschusssitzung nicht machen. Ein Ausschussmitglied hatte sich dagegen ausgesprochen – und das reicht. Den Filmbeitrag wird man vermutlich erst im nächsten Jahr sehen können, wie Dieter Könnes erklärte. Bis dahin werden die Themen Untertagedeponierung und PCB-haltiges Hydrauliköl mit Sicherheit aktuell bleiben.
Weitere Infos zur Sendereihe „Könnes kämpft“ gibt es hier.
Info-Veranstaltung zum Neubau der Lippebrücke B 233 – Behelfsbrücke kommt
Die Pläne für den Neubau der Lippebrücke (B 233) auf der Stadtgrenze Bergkamens zu Werne werden am kommenden Dienstag, 17. November, ab 18.30 Uhr in einer Informationsveranstaltung im großen Bergkamener Ratssaal der Öffentlichkeit vorgestellt. Wichtiges Detail ist hierbei, dass während der Bauzeit der Straßenverkehr über eine Behelfsbrücke geleitet wird.
Die Behelfsbrücke soll zwischen die alte Lippebrücke und die ehemalige Zechenbahnbrücke gesetzt werden.
Gegen solch eine Ersatzbrücke hatte sich zunächst Straßen NRW aus Kostengründen gesperrt. Bauausschussvorsitzender Marco Morten Pufke (CDU) wertete das Umschwenken der Behörde als einen Erfolg, der erreicht worden sei, weil alle Betroffenen sich laut für eine Ersatzbrücke ausgesprochen hätten. Dass eine Vollsperrung nicht möglich sein wird, wurde aber schon während der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange klar. Die Rettungswege würden dadurch viel zu lang, erklärten sie. Jüngstes Beispiel: Beim Brand eines Mehrfamilienhauses an der Feldstraße in Rünthe hätte die Drehleiter der Feuerwehr Werne nicht so schnell zur Hilfe kommen können.
Pufke Aufruf zur Geschlossenheit zielte offensichtlich auch auf einen anderen Tagesordnungspunkt, bei dem die Ortsumgehung L 821 n im Mittelpunkt stand. Er berichtete, dass das Land 2016 nur 32 Mio. Euro für den Straßenbau zur Verfügung stellen wird. Ob damit die L 821n finanziert wird, werde erst mit der Verabschiedung des Landeshaushalts fürs kommende Jahr entschieden.
Der Landesbetrieb Straßenbau NRW plant die Erneuerung der Lippebrücke im Verlauf der B233 auf den Stadtgebieten von Werne und Bergkamen. Die über 70 Jahre alte Brücke hat erhebliche Schäden, welche durch Instandsetzungsmaßnahmen nicht mehr behoben werden können.
Vorgesehen ist die Erneuerung des Bauwerks in alter Lage mit einem breiteren Querschnitt, um den vorhandenen Linksabbiegestreifen von der B233 in die L736 zu verlängern. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes optimiert und somit die Staubildung reduziert. Durch das neue Brückenbauwerk wird sich außerdem die Gewässersituation für die Lippe verbessern.
An der Imo-Waschstraße darf weiter gebaut werden
An der Imo-Waschstraße an der Werner Straße in Bergkamen-Mitte darf lauf Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen von Dienstag weiter gebaut werden. „Es besteht praktisch Baurecht“, erklärte der Leiter des Bergkamener Rechtsamts Bernd Roreger, der am Dienstag den Mitgliedern des Bergkamener Bau- und Umweltausschusses das aktuelle Urteil des Verwaltungsgerichts vorstellte.
Laut Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen dürfen die Bauarbeiter wieder zur Imo-Waschanlage an der Werner Straße anrücken.
Genauer gesagt waren es zwei Urteile, die in Gelsenkirchen gefasst wurden. Bei der Klage eines Nachbarn gegen die ursprüngliche Baugenehmigung schlossen sich die Richter dem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster aus dem Januar 2015 an. Seitdem liegt die Baustelle für die Waschanlage still.
Die zweite Klage gegen die zweite Baugenehmigung auf der Grundlage durch Imo nahgebesserten Bauantrag wie das Verwaltungsgerichts allerdings ab. Nach den Antragsunterklagen will Imo die Waschanlage mit einer leiseren Technik betreiben, die Schallschutzwand soll höher werden, auf eine Anlage zum Ausklopfen von Matten wird verzichtet. Außerdem werden die Öffnungszeiten von montags bis samstags von 7 bis 19 Uhr beschränkt.
Gegen dieses Urteil habe der klagende Nachbar jetzt noch die Möglichkeit, eine Zulassungsbeschwerde einzureichen, erklärte Roreger.
Energieverbrauch gesenkt: Stadt investiert jetzt kräftig ins Gymnasium
Über 5 Mio. Euro erhält die Stadt Bergkamen an zusätzlichen Bundesmitteln. Das Geld soll wie schon in den Vorjahren in die energetische Sanierung städtische Gebäude investiert werden, kündigte Bürgermeister Roland Schäfer bei der Vorstellung des Energieberichts 2015 an. Ein Schwerpunkt wird hier die Sanierung des Städtischen Gymnasiums sein.
Geld vom Bund! Das Gymnasium wird jetzt auf Vordermann gebracht.
Das Gymnasium gehört mit seinen zwei Sporthallen, die auch von Vereinen genutzt werden, zu den Großverbrauchern unter den Schulen. Was solch eine energetische Sanierung bringt, erläuterte der Energiefachmann der Stadtverwaltung Wilhelm Becker, am Beispiel der Willy-Brandt-Gesamtschule. Rund 2,7 Mio. Euro sind dort in die Abteilung 5-7 in den zurückliegenden drei Jahren investiert worden.
Ergebnis ist eine Verringerung der Heizenergie um 34 Prozent und jährliche Einsparungen bei den Heizkosten von 28.630 Euro. Um 43 Tonnen wurde der Ausstoß des Klimakillers CO2 reduziert.
Vorausgegangen war die Sanierung der Abteilung 8 bis 10 aus Mitteln des Konjunkturpakets. Hier ging der Verbrauch an Heizenergie sogar um 71 Prozent und die Kosten um 58 Prozent zurück.
Größter Energieverschwender ist nach wie vor, und das nicht nur wegen seiner sieben Stockwerke, das Bergkamener Rathaus. Eine energetische Sanierung würd hier nach Preisen von 2011 rund 8 Mio. Euro kosten. Hinzu kommt eine Million Euro für Container, in die die Veraltung während der Arbeiten umziehen müsste.
Dieses Geld hat die Stadt Bergkamen nicht. Deshalb heißt es „Warten auf die nächsten Bundesmittel“. Die müssten aber noch deutlich höher ausfallen als bisher. Immerhin hat das Rathaus inzwischen im Keller eine neue Heizungsanlage erhalten. Allein dadurch verringerte sich der Verbrauch an Heizenergie um ein Drittel. Das bringt eine jährliche Ersparnis von rund 27.700 Euro.
Den Energiebericht kann man zum Beispiel in der Stadtbibliothek einsehen oder in ein paar Tagen von der städtischen Homepage herunterladen. Er solle auch ein Anstoß für private Hausbesitzer sein, in ihre Gebäude zu investieren, damit der Energieeinsatz und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden, betonte Bürgermeister Roland Schäfer und Wilhelm Becker.
Schulpflegschaft des Gymnasiums diskutiert mit Rüdiger Weiß über drängende Schulprobleme
Die Schulpflegschaft des Städtischen Gymnasiums Bergkamen lädt am Mittwoch, 18. November, um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ins Pädagogische Zentrum (PZ) der Schule ein. Thema ist die „Aktuelle Schulsituation aus Sicht der Schüler, Eltern und Lehrer“. Zu Gast wird Rüdiger Weiß, Mitglied des Landtags NRW, sein. Rüdiger Weiß ist im Ausschuss für Schule und Weiterbildung zuständig für die parlamentarische Behandlung von Rechtsvorschriften mit Regelungswirkung für den Schul- und Weiterbildungsbereich. Das Podium wird komplettiert durch Vertreter des Kollegiums, der Eltern und der Schülerschaft.
Durch die gemeinsame Diskussion erhofft sich die Schulgemeinde, dass die tatsächlich gelebte Realität in diesen Landtagsausschuss getragen und auf bestehende Missstände besser aufmerksam gemacht werden kann, um merkbare Verbesserungen für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Die Schulpflegschaft geht davon aus, dass es nicht nur Handlungsbedarf am Städtischen Gymnasium Bergkamen gibt, sondern auch an anderen Schulen des Kreises. Daher sind auch Vertreter anderer Schulen eingeladen worden.
Gesucht: Gute Ideen zur Rettung der Eissporthalle
Die drei Bergkamener Eissportvereine ziehen alle Register zur Rettung ihrer Eissporthalle am Häupenweg. Jetzt hatten sie die WDR-Lokalzeit zu Gast. Gesendet wurde der Beitrag am Mittwochabend. Dabei ist auch Bürgermeister Roland Schäfer zu Wort gekommen. Gesucht werden Nutzungsmöglichkeiten für die Eissporthalle in den Monaten April bis September.
Ausschnitt aus dem Bericht der Lokalzeit Dortmund über die Bergkamener Eissporthalle
Schäfer forderte vor laufender Kamera dazu auf, dass sich diejenigen melden, die eine gute Idee für eine Nutzungsmöglichkeit außerhalb der Eislaufsaison haben. Einzige Bedingung sei, sie müsse zusätzliche Einnahmen bringen. Wer eine gute Idee hat, kann sich zum Beispiel an das Bürgertelefon der Stadt Bergkamen wenden, Tel. 02307/965 444, oder schreibt eine Mail an buergermeister@bergkamen.de.
Bürgermeister Roland Schäfer stand der Lokalzeit Rede und Antwort.
Natürlich könnten möglicherweise die Einnahmen auch während der Eislaufsaison gesteigert werden. In der guten Zeit zählte man in der Eissporthalle rund 90.000 zahlende Besucher. Damals galt die Eissporthalle als „Bergkamens größte Jugend-Freizeitstätte“. Laut Gutachter ist die Besucherzahl aktuell auf 30.000 gesunken. Viel zu wenig, wie er meint. Die 500.000 Euro, die die Eishalle jährlich als Zuschuss erfordert, sei ein Luxus, den sich eine Stadt in der Größenordnung Bergkamens eigentlich nicht leisten kann.
Dringend notwendig wäre ein Marketingkonzept. Auch spielt, wie der Gutachter ebenfalls feststellt, die Eissporthalle bei den Bergkamener Schulen nur eine untergeordnete Rolle. Hinzu kommt, dass die Präsenz der drei Eissportvereine in der Öffentlichkeit stark verbesserungswürdig ist. Mit dem Argument als Beispiel, dass Bundesliga-Eishockey längst nicht so zuschauerträchtig sei wie bei den Männern, sollte man sich nicht abfinden.
Das größte Problem für die Vereine ist, das ihnen jetzt die Zeit wegrennt. Die Gutachteraussagen zur Eissporthalle sind eine Art Nebengutachten zum Bädergutachten. Wie es mit Hallen- und Wellenbad in Bergkamen weitergeht, soll bis zum Jahresende feststehen. Vielleicht lässt sich ja das Problem „Eissporthalle“ noch ausklammern. Ob dies möglich ist, wird sich bereits in wenigen Wochen zeigen. Dann nämlich, wenn Kämmerer Holger Lachmann seinen Entwurf für den nächsten Doppelhaushalt 2016/17 vorlegt. Dann werden wir wissen, wie dringend die Stadt Bergkamen auf die 500.000 Euro angewiesen ist.
Immerhin trifft es sich gut, dass das Stadtmarketing und der EC Bergkamen am kommenden Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr zur nächsten Station der Reihe „Werde Entdecker“ in die Eissporthalle einladen.
Stadtbahn Dortmund-Bergkamen-Hamm wird wieder ein Thema
Bleibt die Stadtbahn Dortmund-Bergkamen-Hamm ein Traum? Mag sein, doch die Stadt Bergkamen lässt nicht locker. Sie will jetzt dieses Zukunftsprojekt für den neuen ÖPNV-Bedarfsplan NRW ab 2017 anmelden.
So könnte es in Zukunft an Rathaus und Busbahnhof aussehen: Die Stadtbahn rollt ein. (Fotomontage: Kreis Unna)
Die Bezirksregierung hatte die Kommunen aufgefordert, Vorschläge für diesen Bedarfsplan zu entwickeln. Das soll jetzt für die Stadtbahn Dortmund-Unna-Hamm geschehen. Sollte hier der Regionalrat und das Landes-Verkehrsministerium positiv zustimmen und ihn in die Stufe 1 befördern, heißt das allerdings nicht, dass in zwei Jahren Baustart ist. Der neue Bedarfsplan hat eine Laufzeit bis 2030.
Hier glaubt aber die Stadt, gute Argumente auf ihrer Seite zu haben. In der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 3. November steht das Projekt Stadtbahn auf der Tagesordnung. Hierzu heißt es in der Vorlage:
„Das Projekt ist für Bergkamen aufgrund der derzeit fehlenden Schienenanbindung für den Personenverkehr von grundsätzlicher Wichtigkeit. Darüber hinaus hat das Projekt gegenüber der früheren IGVP-Anmeldung durch die Lage benachbart zur Wasserstadt Aden weiter an Bedeutung gewonnen. Zudem hat die RegionalStadtBahn bereits textlich und zeichnerisch Eingang in verschiedene Planwerke gefunden. Neben einer Darstellung im gültigen Regionalplan (Gebietsentwicklungsplan (GEP) Regierungsbezirk Arnsberg, Teilabschnitt Oberbereich Dortmund, westlicher Teil (Dortmund – Kreis Unna – Hamm)) ist der Trassenverlauf in den 2014 beschlossenen und von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigten Flächennutzungsplan der Stadt Bergkamen aufgenommen worden und damit Ziel der Stadtentwicklung. Aus diesen Gründen soll es erneut für den neuen ÖNPV-Bedarfsplan gemeldet werden.“
Endausbau Buchweizenkamp bringt Querungshilfe auf Erich-Ollenhauer-Straße
Die Stadt Bergkamen beabsichtigt, ab Anfang November den Endausbau des Buchweizenkamps im Stadtteil Oberaden durchzuführen. Nachdem ein Großteil der anliegenden Grundstücke bebaut und die umliegenden Straßen durch private Erschließungsträger hergerichtet sind, können die städtischen Flächen nun ohne Gefahr der Beschädigung durch Bautätigkeiten Dritter ebenfalls endausgebaut werden.
Die Gestaltung des Straßenraums orientiert sich an den bereits fertig gestellten Abschnitten des Buchweizenkamps. Der gesamte Straßenquerschnitt wird niveaugleich ausgebaut, d. h. ohne Bordsteine. Der mittlere Teil erhält eine Oberflächenbefestigung aus Asphalt, die Seitenbereiche werden gepflastert und mit Grünbeeten und Stellplätzen aufgelockert.
Im Zuge dieser Baumaßnahme wird zusätzlich der Einmündungsbereich Erich-Ollenhauer-Straße – An der Dorndelle umgestaltet. Dort wird eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer über die Erich-Ollenhauer-Straße angelegt.
Das Dezernat für Bauen und Stadtentwicklung geht davon aus, dass die Bauarbeiten rund sechs Monate andauern werden. Die Stadt bittet die Anlieger und Verkehrsteilnehmer für die während der Bauzeit entstehenden Beeinträchtigungen um Verständnis und versucht diese so gering wie möglich zu halten.
Bürgermeister Schäfer zeichnet Bergkamener mit Silbermedaillen, Ehrennadeln und Ehrenamtskarten aus
Im feierlichen Rahmen hat am Freitagnachmittag Bürgermeister Roland Schäfer im Veranstaltungssaal des Bayer-Werks zahlreiche Bergkamener Bürgerinnen und Bürger für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt. Sie alle haben sich im besonderen Maß um die Stadt und um ihre Mitmenschen verdienst gemacht, betonte Schäfer.
Bürgermeister Roland Schäfer zeichnete diese Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrennadel aus.
Verleihung der Silbermedaille der Stadt Bergkamen in 2015
Verleihung der Silbermedaille (v.l.): Bürgermeister Roland Schäfer, CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel, Horst Weischenberg, SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer, Uwe Frickenstein und Grünen-Fraktionschef Jochen Wehmann.
Mit der Silbermedaille werden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich um die Stadt Bergkamen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, sozialem oder sportlichem Gebiet verdient gemacht haben.
Dazu gehören Uwe Frickenstein, Engagement für die IG BCE Oberaden / Kameradschaftsnothilfe Haus Aden, Renate Sudhaus, Engagement für den Frauenchor Overberge, und Horst Weischenberg, Engagement für den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen – Kreis 32 Unna-Hamm
Verleihung der Ehrennadel der Stadt Bergkamen in 2015
Mit der Ehrennadel werden Bürgerinnen und Bürger geehrt, die auf eine mindestens 15-jährige aktive ehrenamtliche Mitarbeit in Bergkamener Vereinen, Verbänden und Organisationen zurückblicken können. Darüber hinaus können Personen, die sich durch uneigennützigen Einsatz oder persönliche Hilfeleistung innerhalb und außerhalb der Stadt Bergkamen im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich verdient gemacht haben, durch die Verleihung der Ehrennadel geehrt werden.
Rainer Bartkowiak (Seifenkistenverein „Immer auf Achse“), Gabi Güldenhaupt (Seifenkistenverein „Immer auf Achse“), Klaus Bergbauer (Knappenverein „Glück-Auf-Germania 1889“), Hans Jürgen Schulz (Knappenverein „Glück-Auf-Germania 1889“), Petra Dähne (Kleingartenverein Immergrün e.V.), Heidi Hausner (Kleingartenverein Immergrün e. V.), Gerda Scherer (Kleingartenverein Immergrün e.V.), Norbert de West (Kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth), Ursula Eggenstein (Verein der Freunde u. Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e. V.), Arno Winterholler (Verein der Freunde u. Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e. V., Reinert Gosewinkel (Schützenverein Ostenfeldmark-Overberge 1892 e. V.), Wolfgang Grothaus (FC TuRa Bergkamen), Norbert Gruchot (NABU Kreisverband Unna e. V.), Jutta Keding (Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Bergkamen), Kunibert Klima (Sozialverband SoVD), Monika Simon (Sozialverband SoVD Weddinghofen), Gerhard Seidel (Sozialverband SoVD Weddinghofen), Bettina Limanski (Schreberjugend Bergkamen), Michael Ludwig (Kleingartenverein „Im Krähenwinkel“), Rainer Rönne (Jukuren Karate-Do Club),
Verleihung der Ehrenamtskarte NRW in 2015
Mit der Ehrenamtskarte NRW können Personen ausgezeichnet werden, die sich langjährig und überdurchschnittlich für das Bergkamener Gemeinwohl einsetzen. Darüber hinaus können auch Bergkamener Bürgerinnen und Bürger geehrt werden, die sich außerhalb der Stadt Bergkamen ehrenamtlich engagieren.
Dazu gehören Elke Brückner (Sozialverband Deutschland SoVD), Svenja Enkelmann (SuS Oberaden, Volleyball), Joachim Felgenhauer (SuS Oberaden, Leichtathletik), Manfred Heinz (SuS Oberaden, Handball), Wolfgang Schneider (SuS Oberaden, Tischtennis), Petra Knippschild (SuS Oberaden, Jugendabteilung), Anna Katharina Fenzl (Friedenskirchengemeinde Bergkamen), Marie Zeruch (Friedenskirchengemeinde Bergkamen), Robin Franke (Martin-Luther-Kirchengemeinde), Timo Güldenhaupt (Martin-Luther-Kirchengemeinde), Nils Orlowski (Martin-Luther-Kirchengemeinde), Kristina Oesterling (Martin-Luther-Kirchengemeinde), Sayder Günes (Alevitische Gemeinde Krs. Unna e. V.), Isilay Isilar (Alevitische Gemeinde Krs. Unna e. V.), Volkan Kaya (Alevitische Gemeinde Krs. Unna e. V.), Miriam Czarnitzki (Karnevalsgesellschaft Rot-Gold), Jutta Keding (Karnevalsgesellschaft Rot-Gold), Lisa Kirsch (Schreberjugend Bergkamen), Jana Krabs (Ev. Kinder- u. Jugendzentrum „John“), Denny-Maurice Lange (Ev. Kinder- u. Jugendzentrum „John“), Merle Lukas (Ev. Kinder- u. Jugendzentrum „John“), Saskia Voß (Ev. Kinder- u. Jugendzentrum „John“), Mona Wunderlich (Ev. Kinder- u. Jugendzentrum „John“), Rainer Rönne (Jukuren Karate-Do Club Rünthe e. V.), Nicole Scheerer (Amb. Kinder- und Jugendhospizdienst), Werner Turk (TuRa Bergkamen, Abtlg. Tennis), Wilma Zaulich (Tageseinrichtung „Tausendfüßler).
Die neuen Inhaber der Ehrenamtskarte.
Einige Geehrte mussten vor den offiziellen Fotos die Veranstaltung verlassen. Einige Geehrte konnten an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen und werden deshalb in einem anderen Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet.