Eishockey-Torwart der Grizzlys will die Bergkamener Eissporthalle retten

Bei den Bergkamener Grizzlys versucht Martin Brodde möglichst lange das Tor sauber zu halten, jetzt ist der Eishockey-Torwart angetreten, mit einer Reihe von Unterstützern die Eissporthalle am Häupenweg in Weddinghofen zu retten. Dass ihm dies gelingen kann, davon zeigte sich am Dienstag die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses und des Sportausschusses überzeugt, die in gemeinsamer Sitzung im großen Ratssaal tagten.

Martin Brodde erläuterte am Dienstag im Ratssaal sein Konzept für die Bergkamener Eissporthalle.
Martin Brodde erläuterte am Dienstag im Ratssaal sein Konzept für die Bergkamener Eissporthalle.

Sie beschlossen einstimmig, dem neuen Eishallenbetreiber pro Jahr 65.000 Euro als städtischen Zuschuss zu gewähren und auch weiterhin die Eintrittsgelder zu bezahlen, wenn Bergkamener Schulklassen am Häupenweg auf dem Eis Schlittschuh fahren wollen. Die endgültige Entscheidung fällt in der nächsten Sitzung des Stadtrats.

Es ist aber nicht zu erwarten, dass die Stadtverordneten anders entscheiden werden. Immerhin spart die Stadt durch die Übernahme der Eissporthalle rund 400.000 Euro, die bisher als Verlustausgleich pro Jahr an die GSW gingen. Unter den Tisch fallen dann auch die Abrisskosten, falls die Eissporthalle ganz aufgegeben werden müsste.

Martin Brodde
Martin Brodde

Nach Broddes Überzeugung kann die Eissporthalle ohne weitere Verluste geführt werden. Und das wird die Freizeit-Eisläufer freuen: ohne eine Anhebung der Eintrittsgelder. Allerdings benötigt er Sponsoren für die fälligen Renovierungsarbeiten sowie den geplanten Änderungen bei der Gastronomie und im Eingangsbereich. Die hat er auch gefunden. Am Dienstag nannte er die Namen einiger bekannter Firmen, die bisher auch den Eissport in Bergkamen unterstützt haben. Und was auch wichtig ist: Er hat die Eissporthalle mit Fachleuten inspiziert. Der Befund: Das Gebäude an sich und die Technik befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand

Zusätzliche Einnahmen sollen unter anderem durch eine bessere Nutzung der Halle in der Sommersaison generiert werden. Denkbar wäre hier etwa, einen großen überdachten „Spielplatz“ anzubieten. Dazu soll die Gastronomie attraktiver werden. Geplant ist, sie nach außen mit einem Biergarten zu öffnen. Dabei spielt ihm in die Hände, dass eine Stunde vorher der Gutachter für den Bau des neuen benachbarten Kombibads vom Betrieb einer eigenen Gastronomie dringend abgeraten hat.  (Siehe auch den gesonderten Bericht).

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung des neuen Eishallenbetreibers basiert auf einer Besucherzahl von 30.000 pro Jahr. Doch er will mehr, wie er im Ratssaal betonte. Dafür sollen die Öffnungszeiten attraktiver werden und er will durch ein gezieltes Marketing in der Region neue Eislauffans gewinnen. In ihrer Blütezeit wurden in der Eissporthalle nahezu 100.000 Kufenflitzer pro Jahr gezählt. Sie galt als „größte Jugendfreizeitstätte“ Bergkamens




Ortsverband der Grünen lädt interessiert Bürgerinnen und Bürger ein

Der Ortsverband Bergkamen von Bündnis 90/Die Grünen lädt am 10.11.2016 um 18:30Uhr interessierte Bürgerinnen und Bürger in das Restaurant Olympia, Im Alten Dorf 1, in Weddinghofen ein, um sich über grüne Politik auszutauschen, sowie sich über grüne Politik vor Ort zu informieren.




IHK sieht Bergkamen auf einem guten Weg

Das Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund fand in diesem Jahr im „Skippertreff“ des Hotels und Restaurants Neumann´s Nauticus am 2. November statt. Hier begrüßte Vollversammlungsmitglied Dr. Stefan Klatt, Werksleiter der Bayer Pharma AG am Standort Bergkamen, rund 50 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Das IHK-Wirtschaftsgespräch in Bergkamen am 2. November 2016 (v. l.): Wulf-Christian Ehrich, Dr. Stefan Klatt, Jochen Baudrexl, Thorsten Hülsmann, Stefan Schreiber und Roland Schäfer. Fotos: IHK zu Dortmund/Stephan Schütze
Das IHK-Wirtschaftsgespräch in Bergkamen am 2. November 2016 (v. l.): Wulf-Christian Ehrich, Dr. Stefan Klatt, Jochen Baudrexl, Thorsten Hülsmann, Stefan Schreiber und Roland Schäfer. Fotos: IHK zu Dortmund/Stephan Schütze

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber sieht Bergkamen auf einem guten Weg. Er machte dieses an dem Anstieg der Unternehmenszahlen fest, die zum Stichtag 1. September im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 68 auf 1.972 gestiegen seien. Dies bedeute einen Anstieg von 3,6 Prozent. Auch die gestiegene Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr mache Mut. Hier könne Bergkamen einen Anstieg von knapp vier Prozent verzeichnen. Wie im gesamten IHK-Bezirk sinke auch in Bergkamen die Arbeitslosenquote. Mit -2,6 Prozent liegt sie zum Stichtag 30. September bei 10,4 Prozent. Schreiber zeigte sich zuversichtlich, dass im nächsten Jahr die Zehn-Prozent-Marke unterschritten werde. Schreiber appellierte an die anwesenden Unternehmer vor Ort, nicht nachzulassen. Gut ausgebildete Fachkräfte seien der Garant für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Unternehmen.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, sollte unbedingt über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt nachgedacht werden. Schreiber zitierte hierzu die jüngste Umfrage der IHK zu dieser Thematik. Danach bieten immer häufiger Unternehmen aus der IHK-Region Flüchtlingen eine Chance, ins Berufsleben einzusteigen. Fast 13 Prozent der befragten Unternehmen geben an, mit einem Flüchtling einen Ausbildungsvertrag geschlossen zu haben.

Im Vorjahr waren es 2,5 Prozent. Fast 15 Prozent bieten einen Praktikumsplatz an und jedes zehnte Unternehmen hat einen Flüchtling fest eingestellt. Mittlerweile können sich deutlich mehr als 80 Prozent der Unternehmen vorstellen, einem Flüchtling den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Das seien erfreuliche Werte. Dagegen wenig erfreut zeigte er sich über die Entwicklung beim Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Freier Handel sei die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.

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IHK Wirtschaftsgespräch im Nauticus.

Thorsten Hülsmann, Geschäftsstellenleiter Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0, sprach über die vielfältigen Angebote des neuen Kompetenzzentrums in Dortmund. Dieses stehe insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region beim Thema Digitalisierung als kompetenter Partner und Ratgeber seit dem Frühjahr zur Seite. Er forderte insbesondere die klein- und mittelständischen Unternehmen auf, sich dem Thema Digitalisierung zu stellen. Auch für sie würde die Digitalisierung große Chancen bieten.

An der anschließenden Diskussionsrunde „Ist der Wirtschaftsstandort Bergkamen fit für die Zukunft?“ beteiligten sich, unter Moderation von Wulf-Christian Ehrich, stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer, Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer, Jochen Baudrexl, Geschäftsführer des lokalen Energieversorgers und -dienstleisters GSW, und Dr. Stefan Klatt.

Dabei betonte Schäfer, dass die Entwicklung und Vermarktung des Logistikparks gezeigt habe, dass erst mit der Bereitstellung planungsrechtlich gesicherter Flächenpotenziale neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Bergkamen sind durch den Wegfall der Bergbaustandorte Flächen in der Größenordnung von über 70 ha für die gewerblich-industrielle Entwicklung verloren gegangen. Vor dem Hintergrund der nach wie vor erheblichen strukturellen Probleme sei die Ausweisung weiterer gewerblicher Bauflächen unabdingbare Voraussetzung für den weiteren Strukturwandel. Schäfer: „Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur ist in Bergkamen mit zwei Autobahnanschlüssen, dem Datteln-Hamm-Kanal sowie der Hamm-Osterfelder-Bahn im Vergleich mit anderen Kommunen ausgezeichnet.“ Neben einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur spiele heute die Telekommunikationsinfrastruktur eine immer größere Rolle.

Zahlreiche Ausbaumaßnahmen, insbesondere in den Gewerbestandorten, seien in den letzten Jahren von der Stadt und ihren Kooperationspartnern realisiert worden. Aktuell sei eine umfassende Bestandsanalyse für das Stadtgebiet mit der Zielsetzung durchgeführt worden, sogenannte weiße Flecken mittelfristig bis Ende 2018 zu beseitigen.

Dr. Klatt unterstrich: „Als forschungsorientiertes Unternehmen lebt Bayer von Innovationen. Um das Innovationspotenzial hierzulande voll auszuschöpfen, bedarf es einer umfassenden Innovationsstrategie. Sie sollte sich auf drei Bereiche konzentrieren: Bessere politische Rahmenbedingungen, gezielte Förderung von Spitzenforschung und Förderung einer Innovationskultur durch Dialog und bessere Bildung.“

Jochen Baudrexl legte den Fokus auf Themen wie den Infrastrukturausbau von Breitbandtechnik und E-Mobilität. Am Beispiel des gemeinsam mit dem Tochterunternehmen der GSW HeLiNET realisierten Breitbandcluster im Gewerbe- und Industriegebiet in Bergkamen-Rünthe wurde verdeutlicht, wie kommunale Unternehmen und deren Gesellschafterkommunen in Zusammenarbeit einen Wirtschaftsstandort entwickeln können. Braudrexl betonte die Vorteile einer regionalen Rekrutierung und innerbetrieblichen Qualifizierung der Mitarbeiter sowie die Bedeutung der Ausbildung im Unternehmen und die Möglichkeiten von Kooperationen zwischen ortsansässigen Unternehmen und den örtlichen Schulen.




„Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“ – Eine Lesung mit  Mo Asumang in der Stadtbibliothek

Am Donnerstag, 17. November, liest die Schriftstellerin und Filmemacherin  Mo Asumang  auf Einladung des Jugendamtes, der Gleichstellungsstelle der Stadt Bergkamen  und des KI des Kreises Unna  um 18:00 Uhr im Lese-Café der Stadtbibliothek Bergkamen, Am Stadtmarkt 1, aus ihrem Buch: „Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“

Mo Asumang 
Mo Asumang list am 17. November in der Stadtbibliothek Bergkamen.

Die Lesung findet in Kooperation mit dem Arbeitskreis Demokratie, Schule ohne Rassismus und der Stadtbibliothek Bergkamen statt. Sie richtet sich an  Akteure der örtlichen Initiativen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie, sowie  an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Mo Asumang kennenlernen und mit ihr diskutieren wollen

Die Veranstaltung ist kostenfrei.  Zur besseren Planbarkeit sowie begrenzter Plätze wird um eine namentliche Voranmeldung zur Teilnahme an der Lesung unter 02307/ 983500 gebeten.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu dieser Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch. „Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben. Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen“, so Mo Asumang. Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen.

Vita

Mo Asumang, 1963 als Kind einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geboren, wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin (»Liebe Sünde«). Seitdem arbeitet Asumang als Moderatorin, Filmemacherin (»Roots Germania« und »Die Arier«, beide Grimme-Preis nominiert), Dozentin und Schauspielerin. Die Morddrohung einer Neonazi-Band veranlasste Asumang, sich »face to face« mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen.

Mitglied / Patin / Mentorin

Mo Asumang ist Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Mo Asumang ist Mitglied des „Berliner Ratschlag für Demokratie“  Mo ist Botschafterin für das „Netzwerk für Courage“  Mo Asumang ist seit 2006 Patin für  „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“ des Alexander S. Puschkin Gymnasiums in Hennigsdorf, Brandenburg  Mo Asumang ist Unterstützen der Ustinov Stiftung Mo Asumang ist Unterstützen des Opferfonds CURA




CDU-Landtagskandidat Marco Morten Pufke auf Platz 16 der Reserveliste

Zufrieden ist der CDU-Kreisverband Unna mit der Nominierung seiner drei Landtagskandidaten auf der Landesreserveliste der Christdemokraten.

Marco Morten Pufke
Marco Morten Pufke

Beim Bezirksparteitag der CDU-Ruhrgebiet am vergangenen Freitag in Duisburg wurde die heimische Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach (Kamen) auf Platz zwei hinter dem Spitzenkandidaten der Ruhr-CDU, dem Haltener CDU-Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der RVR-Verbandsversammlung, Josef Hovenjürgen (Haltern), gewählt. Der Kreisvorsitzende der Union im Kreis Unna und Landtagskandidat im Nordkreis, Marco Morten Pufke (Bergkamen) schaffte es auf Platz 16 und die CDU-Kandidatin Bianca Dausend (Schwerte), die im Südkreis Unna antritt, auf Platz 30 der 36 Plätze umfassenden Vorschlagsliste.

Die endgültige Landesreserveliste der NRW-CDU für die Landtagswahl am 14. Mai kommenden Jahres wird von einer Landesvertreterversammlung aufgestellt, die am 26. November in Mönchengladbach zusammentreten wird.

Der Landesreserveliste kommt insoweit eine Bedeutung zu, da Bewerber um ein Landtagsmandat, die nicht im Wahlkreis direkt gewählt werden, über die Platzierung auf der Landesliste nach dem Wahlergebnis der jeweiligen Partei noch in Düsseldorfer Landtag einziehen können.




Halbstundentakt der S30 erhält eine Gnadenfrist

Der Halbstundentakt der S30 erhält eine Gnadenfrist. Der Bus vom Bergkamener Busbahnhof nach Dortmund soll nur noch jede Stunde fahren. Das hat inzwischen auch der Kreistag beschlossen.

Die S30 in Richtung Dortmund an der Ampel Buckenstraße/Lünener Straße.
Die S30 in Richtung Dortmund an der Ampel Buckenstraße/Lünener Straße.

Doch diese ursprünglich für Anfang Januar geplante Änderung kann die VKU nach eigenem Bekunden nicht umsetzen. Grund seien Personalengpässe sowie die Umstellung auf eine neue Software, teilte das Nahverkehrsunternehmen jetzt der Stadt Bergkamen mit. Die Umstellung solle jetzt mit dem Fahrplanwechsel am 17. Juli 2017 in Kraft treten.

Für die Ausdünnung des Fahrplans bei der S30 soll ab Mitte 2017 ein neues Alternativangebot mit einer neuen Schnellbuslinie zum Kamener Bahnhof kommen. Offen ist weiterhin noch, was in Oberaden geschehen soll. Hier hatte der Stadtrat Mitte dieses Jahres wesentliche Verbesserungen des Linienbusverkehrs in diesem Stadtteil gefordert. Darüber soll nun laut Kreistagsbeschluss erst in einer weiteren Fortschreibung des Nahverkehrsbedarfsplans für den Kreis Unna ab 2017 gesprochen werden.




Studie über das neue Bergkamener Kombibad liegt vor

Dass am Häupenweg in Weddinghofen ein neues Kombibad gebaut wird, steht fest. Doch welche Größe soll es haben, welche Angebote gibt es und inwieweit können Teile des bestehenden Wellenbads in das Konzept eingebunden werden, ohne den Kostenrahmen zu sprengen? Diese Fragen soll eine Studie beantworten, die am 7. November dem Aufsichtsrat der GSW und einen Tag später in der gemeinsamen Sitzung von Stadtentwicklungsausschuss und des Sportausschusses auch der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Wellenbad Weddinghofen
Vielleicht bleibt das Wellenbecken auch nach dem Neubau des Kombibads am Häupenweg in Weddinghofen erhalten.

Dabei gibt es einen Fixpunkt bei der konkreten Standortwahl: Die Eissporthalle wird nicht abgerissen. Das neue Kombibad wird deshalb aller Voraussicht nach dahinter auf dem Gelände des Wellenbads errichtet.

Die Studie wird am 8. November in der gemeinsamen Ausschusssitzung, Beginn 16.30 Uhr, vorgestellt. Damit wird die politische Beratung über den Bau des Kombibads eröffnet. Nach dem bisherigen Zeitplan soll dann der Stadtrat am 15. Dezember die endgültige Entscheidung treffen.




Das ist eine gute Nachricht: Privatperson will Eissporthalle übernehmen und weiterbetreiben

Die Bergkamener Eissporthalle scheint gerettet zu sein. In der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses und des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung am 8. November stellt die „Spiel- und Eissport GmbH“, die die Eishalle übernehmen möchte, ihr Betreiberkonzept vor.

Eissporthalle Weddinghofen. Foto: GSW
Eissporthalle Weddinghofen. Foto: GSW

Hinter dieser GmbH steckt offensichtlich eine Privatperson, die sich im Laufe der Diskussion um den Erhalt der Eissporthalle bei den GSW und im Bergkamener Rathaus gemeldet hatte. Anschließend hatte der Interessent gemeinsam mit den Eissportvereinen eine Konzeption entwickelt, wie er in einer Gesellschaft die Eishalle betreiben kann. Im Ergebnis stellt der mögliche Betreiber fest, dass die Eishalle entwicklungsfähig ist und schon durch Renovierungsarbeiten, weitere Freizeitangebote und veränderte Öffnungszeiten deutlich attraktiver wird.

Dabei unterstellt der Interessent eine unveränderte Anmietung von Eiszeiten durch die Stadt Bergkamen für die Bergkamener Schulen und Vereine im Wert von ca. 34.000 bis 39.000 €. Auf der Grundlage der jetzigen Kostenschätzung und der jetzigen Besucherzahlen benötigt die Betreibergesellschaft außerdem einen kommunalen Zuschuss in Höhe von 65.000 Euro pro Jahr. Die Mittelgewährung soll in 2017 zunächst außerplanmäßig erfolgen.

In der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse wird sich der Betreiber mit seiner Konzeption vorstellen. „Damit wird der inhaltliche Beratungsprozess eröffnet; eine Beschlussfassung wird für die Sitzung des Rates am 17.11.2016 angestrebt. Mit dieser zeitlichen Abfolge ist einerseits die Beratung in den Fraktionen gewährleistet, andererseits wird mit der Beschlussfassung im November den Vereinen Planungssicherheit für die nächste Saison gegeben“, heißt es in der Vorlage, die jetzt den Ratsmitgliedern sowie den Mitgliedern beider Ausschüsse zugegangen ist.




RVR will die Halde Großes Holz in Bergkamen touristisch noch attraktiver machen

Der Regionalverband Ruhr will einige seiner 36 Halden im Ruhrgebiet noch attraktiver machen. Dazu gehört auch die Halde Großes Holz in Bergkamen. „Halden.Erlebnis“ heißt das Projekt. Damit will sich der RVR um Fördermittel von Bund und Land in einer Gesamthöhe von 1,8 Mio. Euro im Rahmen des „Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms NRW“ bemühen.

Im Unterstand lässt es sich gut ausharren, wenn man auf einer Haldenwanderung von Regen überrascht wird.
Im Unterstand lässt es sich gut ausharren, wenn man auf einer Haldenwanderung von Regen überrascht wird.

Ziel ist es, die Halden auch für Menschen interessant zu machen, die nicht im Revier wohnen. Zu den Maßnahmen könnten zum Beispiel Toiletten gehören, eine bessere Ausschilderung oder Spielmöglichkeiten für Kinder. Es wird sogar über eine Haldengastronomie nachgedacht.

Außerdem möchte der RVR auch Wochenend-Arrangements anbieten, etwa der Besuch mehrerer Halden plus einer Städtetour, die mit einem Theaterbesuch verknüpft ist.

Was der RVR konkret für die Halde Großes Holz in Planung hat, wir ein Vertreter des Regionalverbands am Dienstag, 8. November, ab 18.30 Uhr im Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung erläutern.




JU Bergkamen erkundet die Bundeshauptstadt Berlin

Auf Einladung des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe erkundeten Mitglieder der Jungen Union Bergkamen drei Tage lang die Bundeshauptstadt Berlin.

ju berlinNachdem die Gruppe auf der Besuchertribüne über die Abläufe einer Bundestagssitzung informiert wurden, freuten sich die jungen Leute direkt mit Hubert Hüppe ins Gespräch zu kommen, der sich trotz sitzungsfreier Woche für das Treffen auf den Weg nach Berlin gemacht hatte. Viele Mitglieder kannten Hüppe bereits von anderen Veranstaltungen, aber dieses Mal wurden viele persönliche Fragen beantwortet. „Im Gegensatz zu den meisten Kollegen übernachte ich in den Sitzungswochen im Hotel, weil für mich mein Zuhause eindeutig in meiner Heimat und bei meiner Familie ist. Nebenbei hat es auch den Vorteil, dass ich nicht Fensterputzen oder mein Bett machen muss“, so Hüppe lachend.

Anschließend nahm sich der Abgeordnete noch die Zeit für eine Führung durch das Reichstagsgebäude. Dabei erkundeten die jungen Bergkamener nicht nur die Kuppel, sondern auch viele Gänge und Räume, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Beeindruckt waren sie von der Größe des Reichstagsgebäudes.

Während der dreitägigen Reise machte die Gruppe ebenfalls eine Stadtrundfahrt und besuchte die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege“, die die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland aufzeigt. Trotz des vollen Programms war auch Zeit, die Stadt auf eigene Faust kennen zu lernen. „Ich war schon ein paar Mal in Berlin und auch bereits im Bundestag, aber jedes Mal erfährt und sieht man wieder was Neues“, so eine Teilnehmerin abschließend.




Was sind 13 AfD-Mitglieder gegenüber 1500 ehrenamtlichen Helfern – 25 Jahre Flüchtlingsrat im Kreis Unna

Der Sitz und die Geschäftsführung des Flüchtlingsrats im Kreis Unna befindet sich in Bergkamen, genauer gesagt im Albert-Schweitzer-Haus an der Schulstraße in Weddinghofen. Die bevorstehende Feier zum 25-jährigen Bestehen hat Landrat Michael Makiolla zum Anlass genommen, sich nochmals bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement zu bedanken. 1500 seien es zwischen Selm und Schwerte, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Was seien da die 13 Mitglieder des Kreisverbands Unna der AfD, betont Makiolla.

Landen zur Jubiläumsfeier des Flüchtlingsrats im Kreis Unna ein (v.l.): Anne Nikbin, Michael Makiolla, Gertrud Sändker und Ulrich Bangert.
Landen zur Jubiläumsfeier des Flüchtlingsrats im Kreis Unna ein (v.l.): Anne Nikbin, Michael Makiolla, Gertrud Sändker und Ulrich Bangert.

Vorläufer des Flüchtlingsrats, in dem heute auf Kreisebene 14 Gruppen aus allen Städten und Gemeinden des Kreises Unna zusammenarbeiten, war der „Arbeitskreis Asyl“ der Diakonie und der Caritas, erinnern sich der Sprecher des Flüchtlingsrats Ulrich Bangert, die Geschäftsführerin Anne Nikbin und Gertrud Sändker, eine Frau der ersten Stunde. Dieser AK Asyl beschloss nach einigen Jahren, seine Basis zu verbreitern und sich dem Flüchtlingsrat NRW anzuschließen.

Die konstituierende Sitzung des neuen „Flüchtlingsrats im Kreis Unna“ am 23. April 1991 war verbunden mit einer Podiumsdiskussion „Die neue Flüchtlingspolitik vor dem Hintergrund weltweiter Fluchtbewegungen – Anspruch und Wirklichkeit“. Das klingt auch heute 25 Jahre später noch sehr aktuell. Damals kamen die Flüchtlinge hauptsächlich aus den Bürgerkriegsgebieten des ehemaligen Jugoslawien. Bis zu 4500 seien im Kreis Unna aufgenommen worden. Hinzu gekommen seien weitere 20.000 Spätaussiedler. Die Bevölkerungszahl des Kreises sei von einst unter 400.000 in diesen wenigen Jahren auf 430.000 gestiegen, berichtete Landrat Makiolla.

Die damals gesammelten Erfahrungen und die kontinuierliche Arbeit des Flüchtlingsrats sowie die enge Zusammenarbeit von Flüchtlingsrat und Kreisverwaltung hätten es einfacher gemacht, mit der aktuellen Situation fertig zu werden. Schließlich lebten zurzeit auch nur rund 3500 Flüchtlinge im Kreis Unna.

Ganz stolz sind Ulrich Bangert, Anne Nikbin und Gertrud Sändker darauf, dass es dem Flüchtlingsrat im Kreis auch einmal gelungen ist, in entscheidend in die Landespolitik einzugreifen. Auf seine Initiative hin wurde das bis 1997 bestehende Schulrecht für Flüchtlingskinder in eine Schulpflicht in Nordrhein-Westfalen umgewandelt. Eine grundlegende Schulausbildung gilt auch heute als eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Integration von Flüchtlingen.

Der Flüchtlingsrat im Kreis Unna hat zwar seinen Sitz in Bergkamen, gefeiert wird aber das Ju7biläum am Freitag, 28. Oktober, ab 18.30 Uhr in der Aula des Hellweg-Berufskollegs Unna. Dort fand auch vor 25 Jahren die konstituierende Sitzung des Flüchtlingsrats mit 300 engagierten Frauen und Männern statt. Beim „Markt der Möglichkeiten“ während der Jubiläumsveranstaltung stellen die 14 aktiven Initiativen ihre Arbeit vor. Dazu gehört auch der Bergkamener Flüchtlingshelferkreis.