Für Windenergie gibt es keine Vorranggebiete in Bergkamen
Für Windenergie ist Bergkamen offensichtlich kein gutes Pflaster. So lässt sich das Ergebnis eines weiteren Gutachtens zu möglichen Windvorranggebieten in Bergkamen auf einen kurzen Nenner bringen. Dieses Gutachten haben Barbara Thiede und Heiko Busch aus dem Planungs- und Umweltamt erarbeitet und in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt.
Mehr als ein Windrad ist laut Gutachten auf dem Galgenberg nicht möglich.
Ergebnis ist, dass es im Stadtgebiet nur zwei relativ kleine Flächen gibt, eine in Overberge in Nachbarschaft zum bestehenden Windrad und in Heil am Westenhellweg gegenüber dem Kraftwerk, die theoretisch mehrere Windräder aufnehmen könnten. Praktisch sei dies aber nicht möglich. Beispielsweise befindet sich die Fläche in Heil im Überschwemmungsgebiet der Lippe. Der Bau von Windrädern dort würden umfangreiche teure Gründungsmaßnahmen notwendig machen, die sich nach Ansicht von Heiko Busch wirtschaftlich nicht rechnen würden.
Möglich ist allerdings der Bau von einzelnen Windrädern in Bergkamen an rund einem halben Dutzend Standorten. Allerdings haben Barbara Thiede und Heiko Busch nicht untersucht, ob hier Belange des Natur- und Landschaftsschutzes Ausschlusskriterien seien könnten. Hierauf wird ohnehin der Kreis Unna achten. Der Kreis Unna wäre dann auch Genehmigungsbehörde für den Bau der Anlage.
Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses nahmen das Gutachten zunächst nur zur Kenntnis. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, soll nun in den Fraktionen beraten werden.
Letztes Grundstück im Logistikpark ist verkauft – Es wird aber kein neues Gewerbegebiet in Bergkamen geben
Auch das letzte Grundstück im Logistikpark A2 ist an einen Investor verkauft. Das war denn auch die letzte frohe Botschaft, die der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses am Nikolaustag überbringen konnte. Denn auf nicht absehbare Zeit werden die Ansiedlungen von großen Betrieben wie die Herbert Heldt KG oder das WMF-Warenverteilzentrum die letzten gewesen sein.
Das Kraftwerksgelände in Heil ist zurzeit der einzig denkbare Standort für ein neues Gewerbegebiet in Bergkamen.
Noch vor wenigen Wochen hatten die Bergkamener Wirtschaftsförderer geglaubt, mit dem Hofgelände Schulze-Elberg westlich der A1 ein ähnliches Kleinod in den Händen zu haben wie der Logistikpark. Es sollte zusammen mit der Stadt Hamm und mit der Unterstützung des Kreises Unna zu einem interkommunalen Gewerbegebiet entwickelt werden.
Dies alles ließ sich auch gut an, bis vor zwei Wochen die beiden Chefplaner des Regionalverbandes Ruhrgebiet Peters und seinen Begleiter in einer Veranstaltung auf Kreisebene erklärten, dass die Chancen für eine Realisierung des Gewerbegebiets kleiner als ein Prozent seien. Hauptgrund für diese Absage sei ein Fachgutachten des Landesamts für Natur Umwelt und Verbraucherschutz. Das attestiert dem Gelände eine besondere Schutzwürdigkeit.
Parallel dazu ist für den Kreis Unna ein zweiter Gutachter tätig geworden. „Ihm haben wir gesagt, er solle besonders kritisch sein“, berichtete Peters. Sein Ergebnis lautet, dass es zwischen Ostenhellweg und Kanal einige besonders wertvolle Bereiche gebe, möglich sei dort aber immer noch ein Gewerbegebiet in einer Größenordnung von 32 Hektar.
Was Peters ärgert, ist, Dass nach seinen Worten der RVR das LANUV-Gutachten nicht herausrücken will. „Wir können jetzt gar nicht feststellen, was der LANUV anders sieht als unser Gutachter.“ Insgesamt hält Peters das Verfahren zur Ausweisung weiterer Gewerbegebiete im Ruhrgebiet durch den RVR für wenig geeignet, den notwendigen Strukturwandel voranzutreiben.
Für Bergkamen bedeutet dies, dass es kein weiteres Gewerbegebiet geben wird. Die einzige Chance sieht Dr. Peters darin, irgendwann einmal das Kraftwerksgelände in Heil für die Ansiedlung neuen Gewerbes zu nutzen. Bevor er dies im Stadtentwicklungsausschuss am Nikolaustag erklärte, hatte Peters sowohl mit der Werksleitung als auch mit dem Betriebsrat des Heiler Kraftwerks gesprochen. Es soll dort nicht der Verdacht aufkommen, dass die Stadt Bergkamen diesen Kraftwerksstandort in Zweifel ziehen würde.
Umweltminister Remmel: Lippe ist der Vorzeigefluss für das Land Nordrhein-Westfalen
Das Land NRW und der Lippeverband wollen beim Lippe-Programm weiter eng zusammenarbeiten. Das wurde aus den Worten von NRW-Umweltminister Johannes Remmel deutlich, der am Mittwoch erstmals auf der Lippeverbandsversammlung in Kamen sprach. Dr. Uli Paetzel, seit Februar Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, nannte in seinem Bericht konkrete Schritte.
Landesumweltminister Johannes Remmel bei der Verbandsversammlung des Lippeverbands am Mittwochmorgen in der Kamener Stadthalle.
„Im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen werden wir die Lippe zu einem Vorzeigefluss weiter entwickeln“, sagt Dr. Paetzel, „dabei geht es keineswegs nur um Ökologie: Gerade an der immer attraktiver werdenden Lippe spielt mehr und mehr der Ausgleich vielfältiger Interesse eine wichtige Rolle: Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Gewässerökologie, Natur- und Artenschutz sowie die steigenden Ansprüche an Naherholung, Freizeitgestaltung und Tourismus müssen in Einklang gebracht werden“.
Genau in der Funktion, unterschiedliche Interessen auszugleichen, sieht der neue Vorstandsvorsitzende die Rolle des Lippeverbandes. In einer persönlichen „Vision von der Lippe 2030“ machte Dr. Paetzel dies an den vier Begriffen „Wasser, Wildnis, Wege und Wirtschaft“ deutlich. Auf der Grundlage einer soliden Bewirtschaftung, die für sauberes Wasser in Flüssen und Bächen sorgt, lässt sich eine artenreiche und naturnahe „wilde“ Lippe entwickeln. Für die Menschen muss es Wege ans Wasser geben, um die neu entstandene Natur zu erleben. Industrie und Landwirtschaft sind wichtige Partner, um die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung zu schaffen.
Lippeverband legt strenge Maßstäbe an die Wirtschaftlichkeit
Beim Bau und Betrieb von Kläranlagen, Kanälen und weiteren Anlagen legt der Lippeverband strenge Maßstäbe an die Wirtschaftlichkeit an, denn letztlich müssen diese Investitionen von den Mitgliedern – darunter die 45 Städte und Gemeinden in der Region und ihre Bürger – über die Beiträge finanziert werden. So bleibt der Lippeverband bei der so genannten „vierten Reinigungsstufe“ zur Behandlung von Spurenstoffen im Abwasser zurückhaltend: „Diese aufwändige und kostenintensive Technik einzusetzen ist nur dann sinnvoll, wenn sie auch nachweislich zur Verbesserung der Gewässerqualität beiträgt“, so Dr. Paetzel.
Genau solch eine vierte Reinigungsstufe hält Umweltminister Johannes Remmel für notwendig. Nach jüngsten Untersuchungen würden in einem normalen Haushalt bis zu 5000 unterschiedliche Stoffe verwandt. Sie müssten so gut es geht aus dem Abwasser entfernt werden, um so ein sauberes Lippewasser und auch Grund- und Trinkwasser zu garantieren. Als ein Beispiel für die zunehmenden Belastungen des Wassers nannte er den Medikamentenverbrauch, der wegen des demografischen Wandels steigend sei. Grundsätzlich müssten nach Remmels Überzeugung in diesem Prozess die Hersteller stärker in die Verantwortung genommen werden.
Auffallend für die Beobachter der Verbandsversammlung war, dass Remmel die Einleitung von Grubenwasser in die Lippe wie in Bergkamen überhaupt nicht thematisierte.
Kleiner Dreh zurück an der Gebührenschraube: Mustermanns sparen im kommenden Jahr 41,10 Euro
Die sogenannte „zweite Miete“ wird in Bergkamen nach den Vorstellungen der Verwaltung etwas günstiger werden. Nachdem die GSW bereits angekündigt hatten, den Gaspreis zu senken und den Strompreis stabil zu halten, präsentierte am Dienstag der 1. Beigeordnete Dr. Hans Joachim Peters seine Planungen für die Müll-, Abwasser- und Straßenreinigungsgebühren.
Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters (l.) und der Leiter des Baubetriebshofs Stefan Polplatz.
Demnach gibt die berühmte Bergkamener vierköpfige Familie Mustermann, die in einem Einfamilienhaus wohnt, 180 Kubikmeter Frischwasser verbraucht, eine versiegelte Fläche von 120 Quadratmeter abrechnet und über eine jeweils 120-Liter fassende grüne und graue Tonne verfügt, hierfür im kommenden Jahr 41,10 Euro oder 2,07 Prozent weniger aus. Zusammen mit der Grundsteuer ist das insgesamt immer noch ein stolzer Betrag von 1943,65 Euro.
Im Einzelnen: Die Müllgebühren bleiben für die grüne und graue Tonne stabil bei 339,50 Euro. Die Straßenreinigungsgebühr sinkt um 3,53 Prozent. Wie Dr. Peters und der Leiter des Baubetriebshofs Stefan Polplatz erklärten, seien dafür der milde Winter und der günstige Preis für Diesel verantwortlich.
Eine Senkung um 3,92 Prozent gibt es auch bei den Abwassergebühren. Mit 970,80 Euro im kommenden Jahr für die Familie Mustermann gehört Bergkamen aber immer noch zu den Teuersten in NRW. Hauptgrund für die Senkung der Abwassergebühr ist die „Abwassergebührenhilfe“ des Landes, die rund 60 Städten und Gemeinden zukommt. Bergkamen erhält aus diesem Topf in diesem Jahr rund 333.000 Euro und im kommenden Jahr 366.000 Euro.
Das letzte Wort wird hier allerdings der Bergkamener Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Dezember haben, der die Gebühren noch beschließen muss.
Angela Merkel wird wiedergewählt: Zwei Bergkamener sind dabei
Der CDU-Kreisverband Unna reist am Dienstag mit sechs Delegierten zum Bundesparteitag in Essen. Zwei von ihnen kommen aus Bergkamen: der CDU-Kreisvorsitzende Marco Morten Pufke und der Kreisvorsitzende der Jungen Union Stephan Wehmeier.
„Orientierung in schwierigen Zeiten – für ein erfolgreiches Deutschland und Europa“ lautet das Motto des 29. Parteitages der CDU Deutschlands in Essen. Die 1.001 Delegierten aus ganz Deutschland treffen sich in der Grugahalle auf dem Essener Messegelände zu einem zweitätigen Parteikonvent, bei dem es um die Neuwahl des Bundesvorstandes unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie der Verabschiedung eines Leitantrages als Grundlage für die im September kommenden Jahres anstehende Bundestagswahl gehen wird. Der heimische CDU-Kreisverband Unna wird mit sechs Delegierten bei diesem Bundesparteitag vertreten sein. „Für eine gute Zukunft unseres Landes zu arbeiten war schon immer und ist bis heute Selbstverständnis christlich-demokratischer Politik“, betont CDU-Kreisparteichef Marco Morten Pufke zum Auftakt des Essener Parteitages der Union, „wir werden in Essen die Weichen für die Erfolge von morgen stellen.“
Am 29. Bundesparteitag in Essen nehmen als Delegierte teil: Hubert Hüppe MdB, Wilhelm Jasperneite (beide Werne), Ina Scharrenbach MdL (Kamen), Marco Morten Pufke, Stephan Wehmeier (beide Bergkamen) und Heinrich Böckelühr (Schwerte).
Kampfkandidatur gegen Volker Beck gewonnen: Friedrich Ostendorff wieder auf Platz 12 der Grünen-Landesliste für die Bundestagswahl 2017
Nach dem ersten Tag der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen am Freitag beherrscht ausgerechnet ein Bergkamener die Schlagzeilen: Friedrich Ostendorff. In einer Kampfabstimmung gewann der agrarpolitische Sprecher der aktuellen Bundestagsfraktion mit rund 70 Prozent der Stimmen den 12. Platz der NRW-Liste für die Bundestagswahl im September 2017. Sein Gegenkandidat Volker Beck hatte das Nachsehen.
Friedrich Ostendorff
Beck führte bei der letzten Bundestagswahl zusammen mit Bärbel Höhn die NRW-Landesliste der Grünen an. Der umstrittene Grünen-Politiker bewarb sich in Oberhausen nicht mehr um einen der beiden Spitzenplätze. Bärbel Höhn wird im September den Bundestag verlassen. Bei der Bundestagswahl 2013 zog die Liste der Grünen bis zum Platz 13. Damals kam Friedrich Ostendorff wie auch am Freitag in Oberhausen auf den 12. Platz.
Hier nun die Liste der Grünen für die ersten 14 in Oberhausen platzierten Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2017:
Tobias Laaß wird neues Vorstandsmitglied bei er Sparkasse Bergkamen-Bönen
An der Spitze der Sparkasse Bergkamen-Bönen gibt es jetzt einen Wechsel. Das bisherige Vorstandsmitglied Martin Weber wird die Sparkasse zum Jahresende verlassen. Der Verwaltungsrat hatte seinen Vertrag nicht noch einmal um fünf Jahre verlängert.
Wechsel im Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen (v. l.): Martin Weber, Tobias Laaß, Beate Brumberg und Roland Schäfer.
Dies sei eine rein strategische Entscheidung gewesen, betonte am Freitag der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Bürgermeister Roland Schäfer bei der Vorstellung von Webers Nachfolger Tobias Laaß. Es solle vermieden werden, dass in diesen für alle Banken schwierigen Zeiten in fünf Jahren die Sparkasse kein erfahrenes Vorstandsmitglied haben könnte. Dann nämlich, wenn sich die Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg und auch gleichzeitig Weber aus dem Geschäft zurückziehen würde.
„Noch ist alles im grünen Bereich. Unsere Sparkasse steht gut da“, betonte Schäfer. Doch das sich in fünf Jahren geändert haben, sodass zum Beispiel Verhandlungen über eine Fusion mit einer anderen Sparkasse anstünden. Dann sei es, gut, wenn bei diesen Gesprächen ein Vorstandsmitglied dabei wäre.
Bürgermeister Roland Schäfer und Beate Brumberg betonten am Freitag, dass solche eine Fusion aktuell kein Thema sei. Und damit es auch auf Dauer so bleibt, dafür soll auch das neue Vorstandsmitglied Tobias Laaß sorgen, der ab 1. Januar 2017 die Bereiche Markt/Vertrieb übernehmen wird. Die Sparkasse müsse künftig in Zeiten von Selbstbedienung und Onlinebanking wesentlich stärker als bisher auf die Kunden zugehen, um mit ihnen ins Geschäft zu kommen, sagte Beate Brumberg.
Tobias Laaß war zuvor acht Jahre Leiter Vertrieb mit direkter Vorstandsunterstellung bei der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld. Im Jahr 2013 wurde er dort zum Verhinderungsvertreter des Vorstandes bestellt. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, deren zwei Kindern und ihrem Golden Retriever hat er inzwischen in Rünthe eine neue Wohnung gefunden.
Martin Weber begann im Jahr 2005 als Abteilungsleiter für den Bereich Kredit- Marktfolge seine Laufbahn bei der Sparkasse. Seit dem 1. Januar war er 10 Jahre Vorstandsmitglied. Bürgermeister Roland Schäfer dankt als Vorsitzendes Mitglied des Verwaltungsrates für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünscht Martin Weber für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.
Martin Weber und seine Frau haben sich in den zurückliegenden 12 Jahren so gut in Bergkamen eingelebt, dass sie hier auch weiterhin wohnen werden. Was der 56-Jährige künftig beruflich machen werde, sei für ihn noch offen, erklärte Weber am Freitag.
Versorgung mit Linienbussen in Oberaden: VKU verschickt Fragebogen an Ratsfraktionen – niemand will sie ausfüllen
Die VKU hat an die Bergkamener Ratsfraktionen einen Fragebogen zur Erschließung des Stadtteils Oberaden mit Buslinien geschickt und erntet dort nur verwundertes Kopfschütteln. Nicht sie sollte das Nahverkehrsunternehmen befragen, sondern ihre Kunden in Oberaden, lautet der Tenor. Die wüssten schließlich am besten, wo Verbesserungen vorgenommen werden sollten. Ausgefüllte Fragebogen wird die VKU jedenfalls nicht zurückerhalten.
Aufgefordert werden die Fraktionen, Schulnoten zur lokalen Erschließung, zu den Fahrzeiten oder zur Erreichbarkeit von Bergkamen-Mitte und den Nachbarstädten zu vergeben. Dann sollen sie sagen, ob diese Punkte unbedingt verbessert werden müssten oder eher unwichtig sind.
Zuletzt will die VKU noch wissen, ob die Fraktionen bereits sind, für Verbesserungen bei den Busverbindungen in Oberaden zusätzlich Geld auszugeben. Diese Frage verwundert, weil bisher die Stadt Bergkamen für die Erfüllung von Sonderwünschen immer draufzahlen musste. Dazu gehören zum Beispiel die Nachtbusse nach Dortmund oder Spezialverkehre für Mitarbeiter von Firmen, die in Gewerbegebieten außerhalb Bergkamens ansässig sind. Nicht zuletzt wurde der Stadt die Schaffung einer neuen Schnellbuslinie von Bergkamen-Mitte zum Kamener Bahnhof dadurch schmackhaft gemacht, dass die Kosten dafür durch Einsparungen bei der S30 (Halbierung des Fahrtakts) ausgeglichen würden.
Übrigens: Unter den aktuellen Bergkamener Stadtverordneten ist bisher niemand als ausgesprochener Vielnutzer der VKU aufgefallen. Die meisten kommen mit dem Auto und einige wenige mit dem Fahrrad. Bekanntlich befindet sich das Rathaus direkt neben dem Busbahnhof.
CDU setzt L821n wieder auf die Tagesordnung: „Die Bagger hätten schon längst anrollen können“
Seit über 35 Jahren wird über die L821n diskutiert und gestritten. Jetzt will die Bergkamener CDU-Fraktion den Bau der Ortsumgehung für Oberaden und Weddinghofen auf die Tagesordnung setzen – und zwar am 14. Dezember im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr.
Aufforderung zum Bau der L 821n an der Kampstraße in Weddinghofen.
„Die Bagger hätten für die L821n schon längst anrollen können“, ärgert sich Bauausschussvorsitzender Marco Morten Pufke. Denn 2015 wollte der RVR dieses Straßenneubauprojekt zwischen der Lünener Straße im Süden und der Erich-Ollenhauer-Straße im Norden auf die Ausbaubauliste des Landes NRW für 2016 setzen. Doch vorher winkte das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ab. Es verwies auf die hohen Kosten und auf das Signal aus Bergkamen, dass die Schul- und die Jahnstraße auf anderen Wegen entlastet werden könnten. In einem gemeinsamen Antrag forderten SPD und Grüne die Bergkamener Verwaltung auf, ein entsprechendes Konzept anzufertigen, weil ihrer Auffassung nach das Land die L821n nicht bauen werde.
Knackpunkt dieses Konzepts war, dass die zu dem Zeitpunkt vorliegenden offiziellen Zahlen von Straßen NRW eine rückläufige Verkehrsbelastung für die beiden Ortszufahrten dokumentierten. Das wollte die CDU nicht glauben und forderten im Frühjahr 2016 eine erneute Verkehrszählung durch die Stadt.
Diesen Antrag legte die CDU-Fraktion auf Eis, weil es in diesem Jahr eine aktuelle Verkehrszählung durch Straßen NRW geben sollte. Die Ergebnisse liegen nach den Pufkes Kenntnis inzwischen bei der Bezirksregierung vor, sind aber noch nicht bis zum Bergkamener Rathaus gelangt.
In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr will die CDU den zuständigen 1. Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peter auffordern, sich umgehend die Zahlen der Verkehrszählung zu besorgen. Sei dies nicht möglich, werde die Fraktion ihren Antrag aus dem Frühjahr dieses Jahres wiederaufleben lassen, eine eigene Verkehrszählung durchzuführen, kündigte Pufke an.
Er rechnet fest damit, die aktuelle Verkehrszählung die Forderung der CDU nach Bau der L821n untermauern wird.“
Trotz aller Schwierigkeiten soll die Partnerschaft mit Silifke in der Türkei gepflegt und ausgebaut werden
Zurzeit hält sich eine kleine Delegation aus der türkischen Partnerstadt Silifke in Bergkamen auf. Das freut Bürgermeister Roland Schäfer und die zuständigen Mitarbeiter der Stadt Bergkamen besonders. Aufgrund der bekannten Situation in der Türkei waren vorher diverse Besuchsvorhaben gescheitert. „Mit viel Geduld und Durchhaltevermögen ist es unseren türkischen Freunden trotz aller Schwierigkeiten schließlich gelungen, Bergkamen noch im Jubiläumsjahr einen Besuch abzustatten“, so die Partnerschaftsbeauftragte Angelika Joormann-Luft.
Bürgermeister Roland Schäfer und Thomas Hartl mit der kleinen Delegation aus Silifke auf dem „Platz von Tasucu“. Tasucu ist heute ein Stadtteil von Silifke.
Der Kulturbeauftragte Üstün Zayim sowie der Leiter des Bürgermeisterbüros Cengiz Gümüş reisten bereits in der vergangenen Woche an. Schwerpunkt ihres Aufenthaltes ist der Austausch auf Verwaltungsebene sowie eine mögliche Ausweitung der Partnerschaft im kulturellen Bereich.
Besuch der türkischen Delegation im Römerpark – hier mit Museumsleiter Mark Schrader in „Dienstkleidung“. Auch die Partnerstadt Silifke hat eine römische Vergangenheit.
Neben der Zusammenkunft auf Arbeitsebene und der inhaltlichen Schaffung von möglichen Synergien gehört auch das touristische Kennenlernen der Partnerstadt Bergkamen und der Region zum Programm. Aber bereits vor dem Ende des Besuches steht auf beiden Seiten fest, dass die Städtepartnerschaft zwischen Bergkamen und der türkischen Stadt Silifke trotz der Komplikationen weiter gepflegt und gefestigt werden soll.
Die letzte Maßnahme des Bergkamener Partnerschaftsprogramms im Ausland war der Besuch des Weinmarkts der Partnerstadt Genne-villiers in Frankreich, der in der Zeit vom 18. bis 20. November 2016 durchgeführt wurde.
Die Bergkamener, die mit einer 8-köpfigen Delegation – angeführt vom Amtsleiter Zentrale Dienste Thomas Hartl und der Städtepartnerschaftsbeauftragten Angelika Joormann-Luft – in die Nähe von Paris gereist waren, präsentierten dieses Mal deutsche Weine.
Eine kleine, aber feine Auswahl an deutschen Weinen wurde zum Probieren und Verkauf angeboten. Überzeugt von der deutschen Qualität, fand der Wein großen Absatz. Gleichzeitig wurde der Besuch genutzt, um die gemeinsam ausgearbeiteten Projekte für das kommende Jahr abschließend zu besprechen.
Die letzte Begegnung in Bergkamen, die Bürgermeister Roland Schäfer sowie die zuständigen Mitarbeiter der Stadt Bergkamen besonders freut, ist der Besuch einer kleinen Delegation aus der türkischen Partnerstadt Silifke.
Aufgrund der bekannten Situation in der Türkei waren diverse Besuchsvorhaben gescheitert. Mit viel Geduld und Durchhaltevermögen ist es unseren türkischen Freunden trotz aller Schwierigkeiten schließlich gelungen, Bergkamen noch im Jubiläumsjahr einen Besuch abzustatten.
Der Kulturbeauftragte Üstün Zayim sowie der Leiter des Bürgermeisterbüros Cengiz Gümüş reisten bereits in der letzten Woche an. Schwerpunkt ihres Aufenthaltes ist der Austausch auf Verwaltungsebene sowie eine mögliche Ausweitung der Partnerschaft im kulturellen Bereich.
Neben der Zusammenkunft auf Arbeitsebene und der inhaltlichen Schaffung von möglichen Synergien gehört auch das touristische Kennenlernen der Partnerstadt Bergkamen und der Region zum Programm.
Aber bereits vor dem Ende des Besuches steht auf beiden Seiten fest, dass die Städtepartnerschaft zwischen Bergkamen und der türkischen Stadt Silifke trotz der Komplikationen weiter gepflegt und gefestigt werden soll.
Abgeordnete informieren sich beim Jobcenter
Die Mitglieder des Bundes- und Landtags aus der Kreisregion Unna folgten der Einladung des Jobcenter-Geschäftsführers Uwe Ringelsiep und besuchten die Behörde für einen Informationsaustausch.
Bundes- und Landtagsabgeordnete der Kreisregion informieren sich im Jobcenter Kreis Unna über den aktuellen Sachstand der Arbeitsergebnisse. Quelle: Jobcenter Kreis Unna, Katja Mintel
Gemeinsam mit Torsten Göpfert, Sozialdezernent des Kreises Unna, Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, und Christian Scholz, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, berichtete Ringelsiep zum aktuellen Sachstand der Arbeitsergebnisse und den Planungen für das kommende Jahr. Besonderes Interesse galt dabei den Themen „Senkung der Jugendarbeitslosigkeit“, „Integration von geflüchteten Menschen“ und dem Thema „Berufliche Bildung für Arbeitsuchende“.
„Ein solcher Informationsaustausch ist enorm wichtig für uns“, so Ringelsiep. „Denn Ziel solcher Gespräche ist es, eine größtmögliche Transparenz zu allen Akteuren des Arbeitsmarkts herzustellen.“ Arbeitsagentur-Chef Helm ergänzt: „Letztendlich ist das gute Integrationsergebnis dieses Jahres auch auf eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Politik zurückzuführen. Um erfolgreich eine schnelle berufliche Integration zu erzielen, sind kurze Wege und funktionierende Netzwerke absolut erforderlich.“ Sozialdezernent Göpfert sieht das ebenso und spricht sich daher für ein weiteres Zusammentreffen mit den Beteiligten im kommenden Jahr aus.