Rolf Humbach neuer Vorsitzender der Bergkamener Grünen

Der Ortsverband Bergkamen von Bündnis 90/ Die Grünen traf sich am Dienstag zur Mitgliederversammlung und wählte Rolf Humbach zum neuen Ortsverbandsvorsitzenden.

Die neue Spitze der Bergkamener Grünen (v. l.): Oliver Schröder, Irina Ehlermann und Rolf Humbach. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Die neue Spitze der Bergkamener Grünen (v. l.): Oliver Schröder, Irina Ehlermann und Rolf Humbach. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Der Ortsverbandsvorstand mit Irina Ehlermann (Ortsverbandsvorsitzende) und Oliver Schröder (Geschäftsführer) ist somit wieder komplett, nachdem der bisherige Amtsinhaber vor Monaten zurückgetreten ist. Rolf Humbach wurde bereits im vergangenen Jahr als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Die Grünen gehen deshalb davon aus, dass die Vorstandsarbeit nahtlos ohne  Vorlaufzeiten fortgesetzt werden können.




Overberger Grundschule muss zwei Lernanfänger abweisen

427 Bergkamener Mädchen und Jungen werden nach den Sommerferien ihre Schulkarriere starten. Dabei gibt es zwei Besonderheiten. Die Leiterin der Overberger Grundschule Melanie Ludwig wird zwei bei ihr angemeldeten Kinder abweisen müssen. Und die Gerhart-Hauptmann-Grundschule wird eine Anfängerklasse mehr bilden, als ihr zurzeit nach den Anmeldezahlen zustehen.

Der Grund für die beiden Abweisungen ist, dass die zwei 1. Klassen zusammen nur 56 Kinder aufnehmen können, angemeldet wurden allerdings 58. Zwar muss die Schulleitung die Abweisungen aussprechen, dabei muss sie sich aber nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog halten. Die wichtigsten Kriterien sind die Frage nach Geschwisterkinder an der Schule, nach der Länge des Schulwegs und nach dem Besuch einer Kita in der Nähe der Schule.

Die Bildung einer dritten Eingangsklasse ist in Overberge nicht möglich. Anders sieht es an der Gerhart-Hauptmann-Schule aus. Dort gibt es mit zurzeit 56 Anmeldungen eine Punktlandung für zwei 1. Klassen. Doch die Verwaltung geht davon aus, dass nach den Erfahrungen vergangener Jahre weitere I-Dötzchen hinzukommen werden.

Möglich werde es dann, an der Gerhart-Hauptmann-Schule drei kleine Klassen mit jeweils rund 20 Kindern zu bilden. Dies sei auch dringend notwendig, betont die Verwaltung, weil 76,4 Prozent der Kinder an dieser Schule aus Familien mit Migrationshintergrund kommen. 50 Kinder sind zu dem „Go-In“-Schüler. Das heißt: Sie leben erst kurze Zeit mit ihren Familien in Bergkamen und beherrschen kaum Deutsch. Viele kommen übrigens aus dem EU-Ausland und sind keine Flüchtlinge.

Kleine 1. Klassen gibt es in Bergkamen außerdem nur an der Preinschule in Oberaden und an der Freiherr-on-Ketteler-Schule in Rünthe. Ähnlich große Lernanfängerklassen wie in Overberge gibt es auch an der Schillerschule in Bergkamen-Mitte




Neuer Service im Bürgerbüro des Kreises: Passfoto für Führerschein am Automaten

Ohne Passbild kein Führerschein. Fast jeder weiß, dass für das Plastik-Kärtchen ein Foto nötig ist, und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Führerschein-Anwärter ohne biometrisches Lichtbild – so heißt es ganz korrekt – im Bürgerbüro des Kreishauses ankommen.

Christoph Funke (Leiter der Führerscheinstelle), Marcel Zenker (Mitarbeiter der Führerscheinstelle und für die Technik zuständig) und Lena Frieg (Mitarbeiterin der Führerscheinstelle) testen den neuen Automaten. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Christoph Funke (Leiter der Führerscheinstelle), Marcel Zenker (Mitarbeiter der Führerscheinstelle und für die Technik zuständig) und Lena Frieg (Mitarbeiterin der Führerscheinstelle) testen den neuen Automaten. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Ab sofort muss niemand mehr ein zweites Mal den Weg zur Führerscheinstelle machen, sollte er das Bild vergessen haben. Im Fachbereich Straßenverkehr steht ein Selbstbedienungsterminal der Bundesdruckerei zur Verfügung, an dem nicht nur das biometrische Foto gemacht wird, sondern auch die für den Führerschein erforderliche Unterschrift geleistet werden kann.

„Damit kommen wir Wünschen der Kunden nach, die uns immer mal wieder gefragt haben, ob sie ihr Foto nicht direkt im Bürgerbüro machen lassen können“, berichtet der Leiter der Führerscheinstelle, Christoph Funke. Das können sie ab sofort für eine kostendeckende Gebühr in Höhe von 6 Euro tun.

Das Terminal arbeitet selbstständig und justiert beispielsweise die Kamera ganz von allein. „Außerdem prüft die Software nach der Aufnahme automatisch, ob das Foto den Anforderungen entspricht und ob auch die Unterschrift geeignet ist“, erläutert Funke.

Anschließend werden das digitale Lichtbild und Unterschrift nach den Anforderungen der Bundesdruckerei aufgearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Führerscheinstelle können diese Daten dann bei der Bestellung des Kartenführerscheins verwenden. Nach der Bestellung wird das hinterlegte Lichtbild gelöscht. Mit nach Hause nehmen kann man es also nicht.

Beim internationalen Führerschein gelten übrigens andere Vorschriften: Hierfür und für die Fahrerkarte müssen Antragsteller nach wie vor ein Lichtbild mitbringen.

Gekostet hat das Selbstbedienungsterminal den Kreis nichts. Die Bundesdruckerei hat den Automaten zur Verfügung gestellt und rechnet mit dem Kreis über die gemachten Fotos ab. (PK)




Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für Nazi-Opfer: Freiheit und Demokratie müssen wieder verteidigt werden

In Erinnerung an die Opfer des Nazi-Regimes legte am Freitagnachmittag Bürgermeister Roland Schäfer an der Gedenktafel am heutigen Gemeindehaus der Freikirchlichen Gemeinde an der Lentstraße mit Vertretern der Stadtratsfraktionen einen Kranz nieder.

Bürgermeister Roland Schäfer legte mit den VBertretern der Ratsfraktionen am Freitag an der Gedenkstätte für die Opfer des Nazi-Regimes einen Kranz nieder
Bürgermeister Roland Schäfer legte mit den Vertretern der Ratsfraktionen am Freitag an der Gedenkstätte für die Opfer des Nazi-Regimes einen Kranz nieder

1996 hatte der damalige Bundespräsident den 27. Januar zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Vor genau 72 Jahren hatte die Armee der damaligen UdSSR das Vernichtungslager Auschwitz befreit.

In dem Gebäude des Gemeindehauses hatten die lokalen Nazi-Führer von Frühjahr bis Herbst 1933 ihr eigenes Konzentrationslager mitten in der Bergarbeitersiedlung Schönhausen eingerichtet. In dieser Zeit durchliefen es über 900 Männer und Frauen, vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter und andere Menschen, die gegen das NS-Regime opponierten. Viele blieben n dort nur wenige Tage und wurden in andere größere Konzentrationslager und Haftanstalten weitergeleitet.

Die heutige Generation trage keine persönliche Verantwortung für das, was damals geschah, für die Etablierung des Terrorregimes, für die Verfolgung und Tötung von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen und Behinderten, betonte Bürgermeister Roland Schäfer. Die heutige Generation trage aber Verantwortung für die Geschichte und dafür, dass sich das Schreckliche, was damals geschah, nicht wiederhole.

Die Freiheit und die Demokratie müssten durch jeden Einzelnen, aber auch durch einen starken Staat verteidigt werden. Die größten Gefahren sieht Schäfer hier durch den islamistischen Terror und durch die Rechtsextremisten, dich auch nicht vor Gewalt zurückschreckten.




Mini-Praktikum erleichtert Berufswahl: Was mache ich nach der Schule?

Das Schulende naht, die berufliche Orientierung fehlt? Dann könnte die Berufsfelderkundung helfen. Klingt etwas kompliziert, hilft aber den Jugendlichen hier im Kreis, die (noch) nicht wissen, was sie werden wollen.

Das Mini-Praktikum ist ein Baustein im Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Aktuell stehen 500 Praktikumsplätze in 25 Betrieben zur Verfügung. Wer wissen will, was genau im Angebot ist oder einen Platz in seinem Unternehmen beisteuern möchte, kann sich durchs Internetportal www.kreis-unna.de/berufsfelderkundung klicken.

Bereits Plätze angeboten werden von international agierenden Unternehmen mit Standbein im Kreis, Energieversorgern, Handelsketten, dem Handwerk und sozialen Einrichtungen bis hin zur Kreisverwaltung Unna. Alle eint die Erkenntnis: Qualifizierter Nachwuchs ist nicht leicht zu finden.

Abhilfe schafft da unter anderem das einheitliche und standardisierte Berufsorientierungssystem von KAoA. Inzwischen machen alle weiterführenden Schulen im Kreis mit. Im ersten Schulhalbjahr 2016/17 nahmen 4.000 Schüler der achten Klassen an Potenzialanalysen teil. Bei praxisorientierten Aufgaben ging es um Teamgeist, motorisches Geschick, Ausdauer, Konzentration und Kommunikationsfähigkeit.

Im zweiten Schulhalbjahr steht die Berufsfelderkundung an. Dabei lernen die Achtklässler bis zu drei Berufsfelder an jeweils einem Tag kennen. Die Idee ist ebenso einfach wie naheliegend: Betriebe stellen sich und ihre Arbeitsfelder vor. Schüler sehen, ob ein Beruf zu ihren Fähigkeiten und Neigungen wirklich passt und welches Schülerpraktikum in der Klasse 9 oder 10 angesteuert werden sollte.

Wer einen Platz anbieten möchte, kann sich auch mit Monika Lewek-Althoff in Verbindung setzen (monika.lewek-althoff@kreis-unna.de.)




Gymnasium: Hubert Hüppe spricht mit Schülern über Kinderrechte

Hubert Hüppe, CDU-Bundestagsmitglied, wird am kommenden Dienstag, 31. Januar, um 9 Uhr für eine Politikstunde am Städtischen Gymnasium Bergkamen zu Gast sein. Dann wird er mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 7d zum Thema „Kinderrechte“ ins Gespräch kommen. „Die Klasse freut sich schon sehr auf den Besuch von Hubert Hüppe und hat sich im Unterricht über den Aktionstag hinaus mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Schülerinnen und Schüler werden die Gesprächsrunde mithilfe bereits vorbereiteter Fragen auch selbst moderieren“, sagt Politiklehrer Jan Groesdonk.

Der Kontakt zu Hüppe entstand durch ein Angebot des MdB im Zusammenhang mit einem UNICEF-Projekt zu Kinderrechten im Herbst 2016.

 




CDU-Ruhrgebiet nominiert Hubert Hüppe und Sylvia Jörrißen für Bundestagswahl 2017

Auf gute Platzierungen auf der Reserveliste der NRW-CDU für die Bundestagswahl im September können die heimischen Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (Wahlkreis Unna I) und Sylvia Jörrißen (Wahlkreis Unna II/Hamm) hoffen. Eine erste wichtige Weichenstellung gab es auf dem Bezirksparteitag der CDU im Ruhrgebiet am vergangenen Freitag in Bochum.

Strahlende Gesichter bei CDU-Kreisvorsitzenden Marco Morten Pufke (links) und den beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen und Hubert Hüppe nach der Nomi-nierung auf dem CDU-Bezirksparteitag in Bochum.
Strahlende Gesichter bei CDU-Kreisvorsitzenden Marco Morten Pufke (links) und den beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen und Hubert Hüppe nach der Nomi-nierung auf dem CDU-Bezirksparteitag in Bochum.

Hubert Hüppe MdB (Werne) wurde mit 91,2 Prozent der Delegiertenstimmen auf Platz sechs der Vorschlagsliste und Sylvia Jörrißen MdB (Hamm) mit 96,6 Prozent auf Platz elf gewählt. Insgesamt umfasst die Vorschlagsliste der CDU-Ruhr für die nächste Bundestagswahl, die voraussichtlich am 24. September stattfinden wird, 19 Kandidatinnen und Kandidaten. Die endgültige Landesreserveliste der CDU-NRW zur Bundestagswahl 2017 wird bei der Landesvertreterversammlung aufgestellt, die am 18. Februar in der Stadthalle Bad Sassendorf zusammen tritt.

„Unser primäreres Ziel ist es, dass unsere beiden Bundestagskandidaten ihren Wahlkreis direkt holen“, gibt CDU-Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke (Bergkamen) die Marschrichtung für den Bundestagswahlkampf vor. „Mit dem Vertrauensvorschuss der Delegierten des CDU-Bezirksparteitages können wir zuversichtlich sein, dass Hubert Hüppe und Sylvia Jörrißen auch dem nächsten Deutschen Bundestag angehören werden.“
Bei der letzten Bundestagswahl stand der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe auf Platz 19 und Sylvia Jörrißen, die 2013 erstmals kandidierte, auf Platz 42 der Landesreserveliste der CDU-NRW.

Am CDU-Bezirksparteitag in Bochum haben als Delegierte teilgenommen: Hubert Hüppe MdB, Wilhelm Jasperneite (beide Werne), Friedhelm Schroeter (Lünen), Jörg Schindel (Schwerte), Ina Scharrenbach MdL (Kamen), Marco Morten Pufke, Stephan Wehmeier (beide Bergkamen), Frank Lausmann, Frank Markowski (beide Holzwickede), Wolfgang Harwardt (Fröndenberg) und Magda Aksamit (Junge Union).




Kreativwettbewerb für Jugendliche: Was tun gegen Hass und Hetze?

Populistische Strömungen, gezielte Falschmeldungen, die Verbreitung von Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken – Phänomene unserer Zeit, die zunehmend das gesellschaftliche Miteinander beeinflussen. Aber wie damit umgehen? Was können wir alle tun, um die Demokratie und die demokratische Kultur zu stärken? „Diese Fragen nimmt die SPD-Bundestagsfraktion zum Anlass für einen jährlichen Kreativwettbewerb für Jugendliche“, teilt der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek mit.

Solidarität, Respekt vor der Meinung anderer und Achtung der Menschenwürde – all das sind Werte, auf denen das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft und die Stabilität unserer Demokratie beruhen. Doch in letzter Zeit scheinen diese Werte im öffentlichen Diskurs und im gesellschaftlichen Miteinander immer öfter in den Hintergrund zu rücken.

Wie schaffen wir es, den Zusammenhalt und das respektvolle Miteinander in unserer Gesellschaft wieder zu stärken – und warum ist das so wichtig? Die SPD-Bundestagsfraktion möchte im Rahmen des Otto-Wels-Preises für Demokratie 2017 von jungen Menschen erfahren, welche Ideen, Gedanken und Antworten sie auf diese Frage haben. Es geht um unser derzeitiges und zukünftiges Miteinander und um unsere demokratische Kultur. „Gerade für die junge Generation besteht die Chance, das gesellschaftliche Leben und den Umgang miteinander wesentlich mitzuprägen“, erklärt Kaczmarek.

Unter dem Titel „Miteinander statt Ausgrenzung“ ruft die SPD-Bundestagsfraktion junge Menschen auf, ihre Ideen und Gedanken dazu in kreativen Beiträgen zu verarbeiten.

Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Drei Wettbewerbsaufgaben stehen zur Auswahl. Die Jugendlichen können beispielsweise eine Kampagne gegen Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken entwerfen oder sich mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus auseinandersetzen. Bei der Umsetzung der Aufgabe können unterschiedliche Darstellungsformen wie Reden, Grafiken oder Videos gewählt werden.

„Die Gewinnerinnen und Gewinner laden wir im März zur Preisverleihung nach Berlin ein“, kündigt Kaczmarek an. Für die drei besten Arbeiten winken attraktive Preise.

Ausschreibung und Teilnahmeformular sind unter http://www.spdfraktion.de/themen/otto-wels-preis-demokratie-2017 abrufbar. Einsendeschluss ist der 1. März 2017.

Die SPD-Bundestagsfraktion verleiht 2017 zum fünften Mal den „Otto-Wels-Preis für Demokratie“. Anliegen dieses Preises ist es, die Erinnerung an die Schrecken der Nazi-Herrschaft wachzuhalten und das gesellschaftliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Grundlagen unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie des friedlichen Zusammenlebens immer wieder erneuert und gefestigt werden müssen.

 




Fraktioinsvorsitze begutachten Cabrio-Dach fürs neue Bergkamener Kombibad

Bergkamen bekommt am Häupenweg ein neues Kombibad. Wie es ausgestattet werden soll, steht allerdings noch nicht fest. Eine Möglichkeit wäre, es mit einem sogenannten Cabrio-Dach zu bauen, das sich bei schönem Wetter öffnen lässt. Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen unternahmen am Mittwoch einen Ausflug nach Lippstadt, um dort solch ein Cabrio-Dach genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Besuch im CabrioLi (v. l.): Werner Engelhardt - BergAUF, Thomas Heinzel - CDU, Dr. Christian Kuhn - DSBG, Jochen Wehmann – Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Lohmann-Begander - FDP, Bernd Schäfer – SPD. Foto: privat
Besuch im CabrioLi (v. l.): Werner Engelhardt – BergAUF, Thomas Heinzel – CDU, Dr. Christian Kuhn – DSBG, Jochen Wehmann – Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Lohmann-Begander – FDP, Bernd Schäfer – SPD. Foto: privat

In der Ratssitzung am 8. November 2016 wurde das von den GSW beauftragte Gutachten zur Errichtung und zum Betrieb eines Kombibades vorgestellt.

Dieses Gutachten beinhaltet u.a. verschiedene Ausbaualternativen mit den sich daraus ergebenden Investitions- und Betriebskosten. Aufgabe aller Verantwortlichen der Verwaltung und der Politik ist es nun, den aus kommunaler Sicht optimalen Konzeptvorschlag zu entwickeln und letztlich auch zu beschließen.

Was genau soll ein Kombibad eigentlich sein? Wie funktional ist ein Cabriodach? Wie sind die Bedarfe und was soll langfristig das Angebot in Bergkamen sein?  Was macht ein Bad attraktiv?

Um sich dazu weiter zu informieren haben Vertreter aller Fraktionen im Rat der Stadt Bergkamen  mit Vertretern der Stadtverwaltung am Mittwoch das „Cabrio Lippstadt Kombibad – cabrioLi“ besichtigt und sich von dem Geschäftsführer Dr. Christian Kuhn (DSBG Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co.KG) sowohl technische wie auch betriebliche Aspekte erläutern lassen.

Weitere Infos übers CabrioLi gibt es im Netz hier: http://www.cabrioli.de/.

 




Umweltgewerkschaft stellt ihr neues Programm vor

Die Erde vor dem Kollaps retten“ ist das Motto, unter dem die Umwelt­gewerkschaft im Jahr 2015 gegründet wurde. Nun stellt die Regionalgruppe Ruhrge­biet Ost, die in Bönen, Bergkamen, Ka­men, Lünen und Werne aktiv ist, das neue Programm der interessierten Öf­fentlichkeit vor und bietet die Möglich­keit, darüber zu diskutieren. Eingeladen wird für den Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr in den BergAUF-Treff in Bergkamen-Oberaden, Jahn­straße 93,

Der inzwischen als gemeinnützig aner­kannten bundesweiten Organisation geht es dabei nicht darum, den täglichen Ka­tastrophenmeldungen in Sachen Um­weltzerstörung weitere hinzuzufügen. Sie will vor allem Wege aufzeigen, Vor­schläge machen, die Erde als einen für die Menschheit bewohnbaren Planeten zu bewahren. Dafür wurde im letzten Jahr nach einem basis-demokratischen Prozess in Berlin ein Programm verabschiedet, das der drohenden Umweltkatastrophe und deren Hauptverursachern den Kampf ansagt. Es werden mögliche Lösungswege vor­geschlagen, die auch Veränderungen von jedem Einzelnen fordern.




Bergkamen CDU eröffnet mit Neujahrsempfang das „Superwahljahr 2017“

Mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang auf der Ökologiestation startete am Sonntagmorgen die Bergkamener ins „Superwahljahr 2017“. Passend dazu hatten die Christdemokraten Ina Scharrenbach aus Kamen eingeladen. Sie tritt im hiesigen Wahlkreis im Mai bei der Landtagswahl an.

Stoßen aufs neue Jahr an (v. l.): Bürgerm4eister Roland Schäfer, Heils Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt, die stellv. Landrätin Elke Middendorf, Ina Scharrenbach, Marco Morten Pufke und Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel.
Stoßen aufs neue Jahr an (v. l.): Bürgermeister Roland Schäfer, Heils Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt, stellv. Landrätin Elke Middendorf, Ina Scharrenbach, Marco Morten Pufke und Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel.

Der erneute Einzug der stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden scheint sicher zu sein, denn Ina Scharrenbach ist hervorragend auf der Landesliste ihrer Partei abgesichert. Ähnliches gilt offensichtlich auch für den heimischen Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe. Die Ruhr-CDU hat ihn inzwischen prominent auf ihrem Vorschlag für die NRW-Landesliste zur Bundestagswahl im kommenden September platziert.

Dass es trotz aller Bundes- und Landespolitik auch einiges über Bergkamen zu bereden gibt, verdeutlichte Stadtverbandsvorsitzender Marco Morten Pufke. Dazu gehört zum Beispiel der Dauerbrenner „L 821n“, für die nach Überzeugung des Stadtverbandsvorsitzenden die Bagger hätten schon längst rollen können. Aktuell fehlen hier für eine erneute Beratung im Bergkamener Stadtrat und seinen Ausschüssen die Zahlen aus der jüngsten Verkehrszählung im vergangenen Jahr, deren Veröffentlichung durch die Bezirksregierung immer noch nicht freigegeben worden ist.

Das Bleckbläserquartett der Bergkamener Musikschule gestaltete den musikalischen Rahmen für den Neujahrsempfang der CDU.
Das Bleckbläserquartett der Bergkamener Musikschule gestaltete den musikalischen Rahmen für den Neujahrsempfang der CDU.

Kein Verständnis zeigte Pufke für das Scheitern der Pläne, auf dem Gelände des Hofs Schulze-Elberg in Rünthe ein interkommunales Gewerbegebiet zu schaffen. Einen Riegel hatte hier die Landesplanung Ende vergangenen Jahres vorgeschoben, die in diesem Bereich große Potentiale zur Entwicklung der Natur sieht. Umweltschutz sei zwar wichtig, schaffe aber keine der dringend benötigten Arbeitsplätz, betonte der Stadtverbandsvorsitzende.

Auch die Folgen der Zinsderivatgeschäfte werden die Bergkamener Politik weiterverfolgen. Rund 31 Mio. Euro hat der Vergleich mit der Nachfolgerin der ehemaligen WestLB gekostet. Nach Pufkes Überzeugung werden die Bürgerinnen und Bürger die Folgen spätestens dann zu spüren bekommen, wenn die Zinsen wieder steigen.

Aus der Sicht der Landtagskandidatin Ina Scharrenbach sind Bergkamen und der Kreis Unna ohnehin das „Armenhaus des Ruhrgebiets“. Den Familien der Nordbergstadt stünden lediglich 19.400 Euro pro Jahr an Einkommen zur Verfügung. Im Landesdurchschnitt seien es 25.600 Euro. Die Kommunen des Kreises sollten sich nicht nur um die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Stadt“ bemühen, sondern auch um das Prädikat „Mittelstandsfreundliche Kommune“.

Sie empfahl, den Kreis Unna noch stärker als Logistikstandort auszubauen. Eine Voraussetzung sei, das Internet durch den Ausbau der Breitbandverkabelung wesentlich schneller zu machen. Auch hier hinke das Land NRW weit hinterher.

„Nordrhein-Westfalen vor der Wahl – worauf es jetzt ankommt“ lautete das Thema ihres Festvortrags. Neben der Wirtschaftsförderung ging Ina Scharrenbach vor allem auf die Schulpolitik und die innere Sicherheit ein, mit denen die CDU bei der kommenden Landtagswahl vor allem punkten will. Deutlich wurde, dass die CDU sich auch bei den potentiellen Anhängern der AFD als wirkliche politische Alternative anbieten will. Inwieweit diese Anhänger diesen Argumenten zugänglich sind, bleibt allerdings abzuwarten.