Landrat stellt vor: Neue Positionen – neue Führungskräfte im Kreishaus

Bekannte Gesichter in neuen Positionen: Ferdinand Adam, Sengül Ersan, Katja Schuon, Sandra Waßen und Peter Driesch (v.l.) freuen sich mit Landrat Michael Makiolla und Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke (3.v.r.) auf neue Aufgaben. Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna

Nichts ist so gewiss wie die Veränderung – das gilt auch für die Kreisverwaltung Unna. Dort wechseln fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Position. Sie übernehmen neue Führungsaufgaben im Steuerungsdienst, im Fachbereich Umwelt und Natur, im Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie in der Stabsstelle Landrat, Kreistag, Gleichstellung.

Landrat Michael Makiolla und Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke wünschten den Mitarbeitern viel Erfolg bei der Erledigung den künftigen Aufgaben und ein geschicktes Händchen im Umgang mit Herausforderungen.

Ferdinand Adam, seit 2015 Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung, übernimmt zum 1. März die Leitung des Steuerungsdienstes als Nachfolger von Heinz Appel. Adam startete seine Laufbahn bei der Kreisverwaltung 1983. Stationen waren u.a. das damalige Hauptamt, der Bevölkerungsschutz und das Controlling. Im Steuerungsdienst war Adam bereits von 2006 bis 2015 als Leiter eines Sachgebietes und stellvertretender Fachdienstleiter.

Peter Driesch übernimmt die Leitung des Fachbereichs Natur und Umwelt. Er tritt damit die Nachfolge von Ludwig Holzbeck an, der Dr. Detlef Timpe als Dezernent gefolgt war. Driesch kam 1997 als Leiter der Unteren Landschaftschutzbehörde zur Kreisverwaltung. Nach einer vierjährigen Zwischenstation als Dezernent bei der Bezirksregerung Arnsberg kehrte er 2016 zum Kreis zurück und übernahm erneut die Leitung der (inzwischen umbenannten) Unteren Naturschutzbehörde.

Die Lünerin Sengül Ersan leitet ab Januar die Stabsstelle Landrat, Kreistag, Gleichstellung. Die Juristin ist seit 2009 bei der Kreisverwaltung. Sie arbeitete erst in der Stabsstelle Rechtsangelegenheiten und war dann mehrere Jahre als Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung tätig. Seit 2014 war Sengül Ersan Referentin für Angelegenheiten des Landrates und Bürgerbeauftragte.

Sengül Ersans Vorgängerin, Katja Schuon, wird neue Leiterin des Fachbereichs Familie und Jugend, der u.a. als Jugendamt für Bönen, Fröndenberg und Holzwickede agiert. Die gebürtige Schwerterin ist seit mehr als 25 Jahren beim Kreis. Stationen waren u.a. die Ausländerbehörde und der Presse- und Sitzungsdienst. Seit vier Jahren leitete Schuon das Landrats- und Kreistagsbüro.

Die gebürtige Lünerin Sandra Waßen kennt ebenfalls alle Facetten der Kreisverwaltung und wird nun Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Seit 1987 im Haus tätig, arbeitete sie nach der Ausbildung u.a. in der Ausländerbehörde, war stellvertretende Pressesprecherin, später dann Ausbildungsleiterin und schließlich Leiterin des Landratsbüros, ehe sie als erste Verwaltungsfrau einen Fachbereich – Familie und Jugend – in der Kreisverwaltung übernahm. PK | PKU




Landrat Michael Makiolla: Grußwort zur Jahreswende 2018/2019

Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso, Kreis Unna

2018 war ein bewegtes Jahr. Viele richten den Blick zurück und erinnern an die wichtigsten Ereignisse. Ich möchte Ihren Blick jedoch nach vorn, auf ein zentrales Thema im kommenden Jahr lenken.

Vor 100 Jahre endeten der Erste Weltkrieg und das Kaiserreich. Damit wurde der Weg frei für die Demokratie und ein neues Weltbild. Vor 70 Jahren, nach einem zweiten, schrecklichen Krieg, trat das Grundgesetz in Kraft. Es soll uns vor einem erneuten Willkürstaat schützen, es ist der zentrale Pfeiler unseres gesellschaftspolitischen Denkens und Handelns – es ist unverzichtbar.

In den vergangenen 100 Jahren hat sich unsere Demokratie weiterentwickelt. Der Prozess war und ist nicht einfach, er geht immer weiter, er verlangt uns einiges ab – aber er ist alternativlos.

Demokratie leben: Das bedeutet auch, Visionen zu haben, einen langen Atem und vor allem Respekt vor dem Gegenüber – insbesondere dann, wenn seine Ansichten als inakzeptabel empfunden werden. Wer die kontroverse Diskussion ablehnt, sich also entzieht, verneint die Idee des Grundgesetzes. Die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten, Lebensformen und Weltanschauungen ist die Urkraft der Demokratie – das macht sie aus, das stärkt sie.

Der Kreis Unna wird 2019 gemeinsam mit vielen Partnern daran erinnern, dass der vor 100 Jahren begonnene Prozess der Demokratie in Deutschland immer auch ein Streiten um Werte, ein in Frage stellen von Rechten, ein Hinterfragen von Meinungen, ein Einbeziehen von neuen Ideen war.

Demokratie ist kein Naturgesetz – also unumstößlich. Sie braucht vielmehr Menschen, die entschlossen für sie eintreten, die sie (vor-)leben, nach vorn bringen.

Wir nehmen bei unseren Veranstaltungen zum Demokratiejahr 2019 insbesondere die jüngere Generation in den Blick. Nur wenn wir sie für die Demokratie tatsächlich begeistern können, wenn sie den Staffelstab von uns übernehmen, hat die Demokratie auch in den kommenden Jahren Fürsprecher, Kämpfer und damit eine Überlebenschance.

Michael Makiolla
Landrat des Kreises Unna




Schnelles Internet durch Breitbandausbau: Zukünftiger Netzbetreiber HeLi NET erhält Zuschlag

Rund 1000 Haushalte, die in den Bergkamener „weißen Flecken“ (rot umrandet und blau schraffiert) wohnen, sollen die Möglichkeit für einen Breitbandanschluss erhalten.

Mehr als 1000 Adressen aus Kamen, Bönen und Bergkamen werden sehr bald mit immobilieneigenen Glasfaseranschlüssen ausgestattet werden können. Den Zuschlag für den Netzbetrieb des Glasfasernetzes in den sogenannten Weißen Flecken erhält das in Hamm ansässige Telekommunikationsunternehmen HeLi NET Telekommunikation GmbH & Co. KG. Das gibt der kommunale Eigenbetrieb „BreitBand Bergkamen“ der Stadt Bergkamen bekannt, die sich federführend um die operative Projektabwicklung kümmern wird.

Im Januar 2019 wird der Pachtvertrag zwischen dem Eigenbetrieb „BreitBand Bergkamen“ und der HeLi NET feierlich unterschrieben werden. In einem nächsten Schritt wird es um die EU-weiten Ausschreibungen für Feinnetzplanung, Netzbau und Bauüberwachung gehen. Sobald „BreitBand Bergkamen“ die Zuschläge für diese Maßnahmen erteilt hat, und ein endgültiger Bewilligungsbescheid vorliegt, beginnt der Bau des neuen Glasfasernetzes. In diesem Zuge wird HeLi NET auf die Bürgerinnen und Bürger dieser Weißen Flecken zugehen und den Bedarf nach einem immobilieneigenen Glasfaseranschluss abfragen.

Für den im Jahr 2019 beginnenden Breitbandausbau verständigten sich die Kommunen Kamen, Bönen und Bergkamen auf das Betreibermodell: Der Eigenbetrieb „BreitBand Bergkamen“ baut die passive Infrastruktur – das sind die Kabel im Boden – selbst auf und verpachtet diese anschließend an den Betreiber HeLi NET. Realisiert werden wird ein hochwertiges FTTB-Netz, dessen Glasfaserkabel bis in die Gebäude führen werden. Die Privatkunden der Weißen Flecken werden Tarife mit den Datenübertragungsgeschwindigkeiten 50, 100, 200 und 400 im Up- und Downstream, Geschäftskunden mit bis zu 1000 Mit/s buchen können. In den Weißen Flecken befindet sich derzeit ein Kupfernetz, das Datenübertragungsgeschwindigkeiten von maximal bis zu 30 Mbit pro Sekunde zulässt. Das dämpfende Material Kupfer wird im neuen Glasfasernetz keine Rolle mehr spielen.

Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen, betont: „Für die Zukunftssicherung unserer Städte und Gemeinden ist eine stabile, schnelle Internetversorgung mit innovativen Glasfasertechniken ein wichtiger wirtschaftlicher und sozialer Standortfaktor. Die Entscheidung potenzieller Neubürger und Neubürgerinnen sowie Unternehmen, sich in unseren Kommunen dauerhaft niederzulassen, hängt maßgeblich von einer flächendeckenden Versorgung mit hohen Bandbreiten ab. Mit der Beauftragung der Firma HeLi NET ist ein erster wichtiger Meilenstein erreicht.“ In dieser Bewertung ist er sich einig mit den beiden Bürgermeistern der kooperierenden Nachbarstädte, Elke Kappen aus Kamen und Stephan Rotering aus Bönen.

Marc Alexander Ulrich, Kämmerer der Stadt Bergkamen und Leiter des Eigenbetriebs „BreitBand Bergkamen“, ist sich sicher: „Mit der HeLi NET haben wir einen kompetenten Netzbetreiber gefunden und sind damit unserem Ziel, die Kommunen Kamen, Bönen und Bergkamen mithilfe des symmetrischen Glasfaserausbaus digital zukunftsfähig zu machen, ein gutes Stück näher gekommen.“
Auch Ralf Schütte, Geschäftsführer der Firma HeLi NET, blickt der zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb „BreitBand Bergkamen“ positiv entgegen: „Als regionales Telekommunikationsunternehmen setzen wir uns für den Breitbandausbau unserer Region ein. Umso mehr freut es uns, dass wir uns im Vergabeverfahren erfolgreich durchsetzen konnten und nun den Zuschlag für dieses bedeutende Projekt erhalten.“

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch eine Kofinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Weitere Informationen gibt es unter www.bergkamen.de/breitbandausbau-bergkamen.html. Unter www.helinet.de können Bürgerinnen und Bürger aus Kamen, Bönen und Bergkamen einsehen, ob ihr Anschlussort in einem Weißen Fleck liegt und mit einem Glasfaserzugang ausgestattet werden können wird.




Grüße vom Bürgermeister zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel: Es tut sich viel in Bergkamen

Liebe Bergkamener Bürgerinnen und Bürger,

angesichts des Ende des Steinkohlebergbaus zum 31.12.2018 möchte ich mein Grußwort zum Jahreswechsel 2018/2019 all denjenigen widmen, die hier in Bergkamen so viele Jahrzehnte im und für den Bergbau tätig waren.

Wenn auch heute nicht mehr unbedingt allen bekannt, war es der Bergbau, der diese Stadt ab dem Jahre 1890 sprunghaft wachsen und in den 1980/90er Jahren sogar zur größten Bergbaustadt Europas werden ließ.

Und auch heute noch – fast 20 Jahre nach der Schließung der letzten Zeche in Bergkamen im Jahre 2001 – sind die stillgelegten Bergwerke und Zechentürme an vielen Stellen im Stadtgebiet markant zu sehen. Sie erinnern an eine Zeit voller industrieller Neuerungen, Aufschwung, aber auch an harte Arbeit und leider auch an Schicksalsschläge.

Daher gilt mein besonderer Dank zum Ende des Steinkohlebergbaus in 2018 all den Menschen, die im und für den Bergbau tätig waren! Sie alle haben einen großen Beitrag zu unserer Stadt geleistet!

Ich persönlich wünsche mir, dass wir die Geschichte dieser Stadt schätzend oder, wenn nötig, auch mahnend in Erinnerung behalten, während wir ausdauernd daran arbeiten, die Zukunft zu gestalten.

Die Welt steht nicht still!
In meiner langjährigen Dienstzeit in Bergkamen bin ich sowohl Zeuge der „alten“, wie auch der „neuen“ Geschichte dieser Stadt.
Und wir alle wissen, dass Bergkamen eine Stadt im Strukturwandel ist.

Ich bin mir bewusst, dass nicht alle mit dem Begriff „Wandel“ unmittelbar etwas Gutes verbinden. Und gewiss lässt sich darüber streiten, was gut ist und was nicht.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht!“ (Franz Kafka)

Wir werden immer wieder Wandel erleben und immer wieder diskutieren müssen, wie wir uns daran anpassen möchten.
Und Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen.

Das Jahr 2019 wird angesichts einer Vielzahl demokratischer Jubiläen ganz im Fokus des Themas „Demokratie“ stehen. Allein aus diesem Grund haben wir uns auch als Stadtverwaltung das Ziel gesetzt, das Thema „Demokratie“ noch einmal mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Und ich freue mich sehr darauf, mit Ihnen und den von Ihnen demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertretern in der Politik das Jahr 2019 in Angriff zu nehmen.

Es tut sich viel in Bergkamen und insbesondere auch auf den ehemaligen Bergbauflächen.
Neben der Fertigstellung der Brückenbauarbeiten an der Jahnstraße, beginnen Anfang 2019 die Bodenarbeiten auf dem Gelände der Wasserstadt Aden und können von der vor kurzem eingeweihten Aussichtsplattform beobachtet werden.
Der Schacht III wird nachhaltig wiederbelebt.

Die ehemalige Bergbauberufsschule – jetzt „FAKT Campus“ – stellt sich als Aus- und Weiterbildungszentrum neu auf.
Und auch die Neubauten auf der ehemaligen Fläche der Zeche Grimberg I/II (Fitnessstudio und Autohaus) werden in 2019 beendet sein.
Aber auch andere, längerfristige Projekte werden der Stadt Bergkamen in der Zukunft ein neues, modernes Gesicht geben.
Mit dem Umbau des Stadtmuseums im Stadtteil Oberaden wird unsere Stadtgeschichte in einem noch würdigeren Rahmen dargestellt und Ihnen allen noch besser zugänglich gemacht werden können.

Die Stadtmitte erhält einen hochwertigen „Anstrich“ durch den Weiterbau des Stadtfensters der Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH (UKBS) sowie den Abriss der Turmarkaden und den für 2020 geplanten Neubau eines Einkaufscenters durch die Firma INTERRA.

Im Stadtteil Overberge wird Mitte 2019 das Jagd- und Schießsportzentrum der Kreisjägerschaft fertiggestellt.
Im Stadtteil Rünthe wird Anfang 2019 das neue Verkaufsgebäude der Firma Kaufland eröffnet sowie die komplette Zufahrtsstraße saniert.

Die Diskussionen um ein neues Freizeitbad im Stadtteil Weddinghofen werden zum Abschluss kommen.
Und parallel zu all diesen großen Projekten finden in 2019 an vielen Stellen im Stadtgebiet sowohl Bauarbeiten für neue Wohngebiete als auch für neue Kindertageseinrichtungen statt, die dem anhaltenden Wohn- sowie Betreuungsdruck entgegenwirken werden.

Nicht zu vergessen, die zurzeit laufenden Planungen für neue Gewerbegebiete, mit denen neue Arbeitsplätze realisiert werden können.

Zug um Zug geht es voran und wir werden alles daran setzen, den Strukturwandel erfolgreich zu meistern.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen sowie Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ich verabschiede mich mit einem herzlichen „Glück Auf“!

Ihr Bürgermeister

Roland Schäfer




Neue Abfallkalender für 2019 – keine Veränderungen bei der Tourenplanung

Weitgehend abgeschlossen ist die Verteilung des neuen Abfallkalenders 2019 für das Stadtgebiet Bergkamen.

Seitens der Deutschen Post war zugesagt, dass bis zum 15. Dezember jeder Haushalt in Bergkamen einen Abfallkalender erhalten haben sollte. Nun stellte sich jedoch heraus, dass einige Straßen im Stadtteil Oberaden (z. B. Stormstraße und Kantstraße) noch keinen Abfallkalender erhalten haben. Nach Auskunft der Deutschen Post sollen die bisher nicht berücksichtigten Straßen bis zum 31.12.18 noch beliefert werden.

Die Tourenplanung hat sich im Vergleich zum Jahr 2018 nicht geändert.

Neben dem Abfallkalender besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit sich die individuellen Abfuhrtermine online unter http://www.gwa-abfallkalender.de/ erstellen zu lassen.

Auf der Homepage der Stadt Bergkamen unter
http://www.bergkamen.de/abfallentsorgung-abfuhrtermine-gebuehren-gefaessgroessen.html
sind die Abfuhrtermine – auch als Ausdruck – dann zusammengefasst.

Der EBB wünscht allen Bergkamener Bürgerinnen und Bürgern eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das Jahr 2019!




Enormer Kundenandrang: Zulassungsstellen vergeben keine Termine mehr

Der Andrang in den Zulassungsstellen in den Kreishäusern in Unna und in Lünen ist enorm. Die Folge: sehr lange Wartezeiten. Die Vergabe neuer Termine ist deshalb nicht mehr möglich. Der Kreis rät allen, die Geschäfte rund ums Fahrzeug möglichst ins neue Jahr zu verlegen.

Die Zulassungsstellen sind ab Mittwoch, 2. Januar wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten finden sich unter www.kreis-unna.de. PK | PKU




SPD Ortsverein spendet Erlös des Weihnachtsmarkts an „Wir in Weddinghofen“

Spendenübergabe (v. l.): Simone Leuthold-Haverkamp, Christian Weischede, Brigitte Matiak und Jens Schmülling. Foto: privat

Von Beginn an ist der SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil fester Bestandteil des jährlichen Weihnachtsmarktes in Weddinghofen. So auch in diesem Jahr.

„Das wir unseren Überschuss auch in diesem Jahr an den „Verein Wir in Weddinghofen“ spenden ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, freut sich Jens Schmülling bei der Übergabe des Umschlags an den Vorsitzenden von „Wir in Weddinghofen“, Christian Weischede. Zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen Brigitte Matiak und Simone Leuthold-Haverkamp überreichten die SPD Vertreter aus Weddinghofen insgesamt 250 EUR. Wir in Weddinghofen wird mit dem Erlös des Weihnachtsmarktes in diesem Jahr eine Spende an „Die Tafel“ leisten. Eine wirklich gute Idee, befanden die Politiker aus Weddinghofen nach der Übergabe.




Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Unna: Halbierung bis 2020 bleibt Ziel

V.l.n.r.: Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep, Martin Wiggermann, Landrat Michael Makiolla und Thomas Helm ziehen Bilanz für das Vorhaben, die Jugendarbeitslosigkeit zu halbieren. Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna

Die Jugendarbeitslosigkeit soll bis 2020 in jeder Stadt und Gemeinde im Kreis halbiert werden. Dafür macht sich ein kreisweites Bündnis seit Ende 2014 stark. Definierte Zwischenziele wurden 2016 und 2017 aber verfehlt. Das ist auch 2018 der Fall. Dennoch sind die Bündnispartner sicher: „Wir schaffen das.“

Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2020. Das heißt in absoluten Zahlen: von 1.728 Arbeitslosen im Jahr 2013 unter 25 Jahren im Jahr 2013 runter auf 864 im Jahr 2020. Das Ergebnis im November 2018 lautet: 1.125 junge Arbeitslose und damit knapp 105 mehr als für das nun endende Jahr als Zielmarke definiert wurde. Der in den Vorjahren entstandene Rückstand konnte aber in diesem Jahr deutlich reduziert werden, waren es im vergangenen Jahr noch etwa 160 Arbeitslose mehr als erwartet.

Helm: Wir müssen einfach ein paar Hürden mehr nehmen
Die Flüchtlingsbewegungen war bei Abschluss der Vereinbarung Ende 2014 nicht erkennbar, dient den Verantwortlichen aber nicht als Entschuldigung. Im Gegenteil: „Wir müssen jetzt einfach ein paar Hürden mehr nehmen“, so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. Dabei seien sich die Verantwortlichen sowohl der Risiken als auch der Chancen der Situation bewusst. Insgesamt ist Helm aber „guter Dinge“.

Wiggermann: Zusätzliche Stellen im Jobcenter
Der Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Unna, Martin Wiggermann, schlägt in die gleiche Kerbe und verweist auf einen Kreistagsbeschluss vom 12. Dezember 2017. Der macht bis 2020 den Weg für zusätzliche Stellen im Jobcenter frei. Die Aufgabe der künftigen Stelleninhaber: jeweils 20 Arbeitslose unter 25 Jahre im Jahr in Arbeit zu bringen. Wiggermann zeigt sich optimistisch und hat keine Zweifel, dass das Ziel bis 2020 realisiert wird.

Landrat Michael Makiolla, ein Motor des kreisweiten Bündnisses, weiß sich mit seinen Partnern auch einig bei der Frage, was denn nun zu tun sei. „Die Unternehmen müssen mehr Ausbildungsplätze als bislang bereitstellen“, appelliert er an die regionale Wirtschaft. Er hat dabei die Schräglage zwischen Angebot und Nachfrage im Blick, denn im Kreisschnitt kommen auf einen Bewerber etwa 0,8 Stellen.

Landrat: Matching zwischen Stellen und Bewerbern klappt nicht
„Das ‚Matching‘ nach dem Motto ‚Gesucht – gefunden‘ klappt nicht richtig“, benennt Landrat Makiolla ein Problem. Hier wiederum soll unter anderem mit Angeboten zur Berufsorientierung, mit Berufs- und Ausbildungsmessen, mit auf die Ausbildung vorbereitenden Klassen oder der engeren Verzahnung der Berufseinsteigerbegleiter der Arbeitsagentur mit den Schulen gegengesteuert werden.

Die aktuellen Entwicklungen lassen aber auch den Landrat zuversichtlich auf das Ziel 2020 blicken: „Auf dem Ausbildungsmarkt hat sich etwas getan. Natürlich ist es noch nicht optimal, aber ich betrachte das Glas als halbvoll – und es wird immer voller“, beschreibt Michael Makiolla die Lage. „Die Arbeitslosigkeit geht spürbar zurück, deswegen glaube ich, dass wir auf einem guten Weg sind.“ PK | PKU




Retter aus der Luft: Landrat dankt Team rund um „Christoph 8“

Landrat Makiolla (3.v.l.) überreichte Prof. Dr. Wilhelm (l.) und dem fliegenden Rettungsteam von „Christoph 8“ einen Präsentkorb als Dankeschön für die auch 2018 geleistete Hilfe aus der Luft. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

Bei seinem traditionellen Weihnachtsbesuch dankte Landrat Michael Makiolla dem Team von „Christoph 8“ für die engagierte, fachkundige und oft genug lebensrettende Hilfe aus der Luft.

Bis Mitte Dezember absolvierte der Rettungshubschrauber fast 1.170 Einsätze, davon rund 400 im Kreis Unna. Im kompletten Jahr 2017 waren es nach der Statistik der Rettungsleitstelle des Kreises genau 1.361 (572) Einsätze gewesen. Darin enthalten sind allerdings auch Fälle, in denen der Rettungshubschrauber angefordert wurde, letztlich aber doch nicht in die Luft gehen musste.

Landrat Makiolla würdigte am Hubschrauberstandort am St. Marien Hospital in Lünen die Arbeit des Einsatzteams. Zu der Mannschaft gehören insgesamt 15 Ärzte, sieben Piloten und zwei Notfallsanitäter.

ADAC und Lüner Hospital stellen Rettungsteam
Einen Einsatz fliegen jeweils ein Pilot und ein Notfallsanitäter der ADAC Luftrettung. Der Notarzt wird von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am St. Marien Hospital unter Leitung des Ärztlichen Direktors und Chefarztes Prof. Dr. Wolfram Wilhelm gestellt.

„Ausdrücklich möchte ich mich auch bei der Lüner Bevölkerung bedanken, die „Christoph 8″ als Teil ihrer Stadt wahrnimmt, aber natürlich auch die Vielzahl der Starts und Landungen und damit den Lärm mitbekommt“, unterstrich Landrat Makiolla.

„Christoph 8“ stellt die Luftrettung im Großraum „östliches Ruhrgebiet“ mit angrenzenden Teilen des Münster- und Sauerlandes (Kreis Coesfeld, Ennepe-Ruhr-Kreis, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Recklinghausen, Kreis Soest, Kreis Warendorf, Kreis Unna und die kreisfreien Städte Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm, Herne) sicher. Der Kreis Unna ist Kernträger des Rettungshubschraubers. PK | PKU




Bürgermeister zeichnet verdiente Stadtverordnete aus – Werner Engelhardt verlässt den Stadtrat

Abschied und Ehrungen (v. l.): Thomas Heinzel, Angelika Lohmann-Begander, Werner Engelhardt und Bürgermeister Roland Schäfer.

Bürgermeister Roland Schäfer zeichnete zu Beginn der Sitzung des Stadtrats zwei Stadtverordnete für ihre langjährige kommunalpolitische Tätigkeit aus. Angelika -Lohmann-Begander (FDP) gehört dem Rat seit 10 Jahren an. Sie erhielt dafür die Silbermedaille der Stadt Bergkamen.

Wesentlich länger im kommunalpolitischen Geschäft ist CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel – nämlich 25 Jahre. Allerdings ist dafür kein besonderes Ehrenzeichen vorgesehen. Stattdessen erhalten Politikerinnen und Politiker dann eine Armbanduhr als Geschenk vom Bürgermeister.

Verabschiedet wurden aus dem Rat der Fraktionsvorsitzende von BergAUF Werner Engelhardt, der dem kommunalen Parlament seit 14 Jahren angehört. Der 67-Jährige räumt seinen Sessel im Ratssaal für eine Jüngere, für Claudia Thylmann, die in der ersten Sitzung des Stadtrats im neuen Jahr verpflichtet wird.

Werner Engelhardt wird sich allerdings nicht ganz aus der Kommunalpolitik verabschieden. Er wird Fraktionsgeschäftsführer von BergAUF.




SPD-Mehrheit im Stadtrat segnete die Anhebung der Abwassergebühren um 5,28 Prozent ab

Kämmerer Marc Alexander Ulrich

Die „Opposition“ hatte sich zwar dagegengestemmt, doch der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr die Steuern und Gebühren so beschlossen, wie es die Verwaltung vorgeschlagen hatte. Die durchschnittliche vierköpfige Bergkamener Familie Mustermann wird im kommenden Jahr 63,60 Euro oder 3,29 Prozent mehr zahlen müssen.

Der größte Teil der zusätzlichen Belastungen kommen von den Abwassergebühren, die mit einer Anhebung von 51,60 Euro oder 5,28 Prozent zu Buche schlagen. Sowohl die CDU als auch Bündnis 90/Die Grünen hatten zur Ratssitzung Anträge gestellt, den sogenannten kalkulatorischen Zins deutlich zu senken. 2017 sind auf dieser Grundlage vom Stadtbetrieb Entwässerung fast sechs Millionen Euro in die Stadtkasse geflossen.

Kämmerer Marc-Alexander Ulrich betonte, dass die Stadt weiterhin auf Zahlungen in dieser Größenordnung angewiesen sei. Zurzeit schreibe sie, obwohl es ihr finanziell besser gehe, eine „schwarze Null“. Die Anhebung der Abwassergebühren begründete er mit gestiegenen Kosten bei der Abwasserbeseitigung. Negative Folgen habe die große Trockenheit in diesem Sommer gehabt. Da es kaum geregnet habe, hätten viele Kanäle durch Unternehmen gespült werden müssen, um Staus in der Kanalisation zu vermeiden.

Die Leerung der grünen und grauen Mülltonnen und die damit verbundene Beseitigung des Mülls kosten der Familie Mustermann im kommenden Jahr 336,60 Euro (plus 12 Euro oder plus 3,70 Prozent). Stabil bleiben hingegen laut Beschluss des Stadtrats die Straßenreinigungsgebühren und der Winterdienst sowie die Grundsteuern. Hier zahlen die Mustermanns 37,80 Euro bzw. 592,30 Euro.