Über 3000 Bergkamener fordern mit einem Einwohnerantrag: Stadtrat muss sich noch einmal mit der L821n beschäftigen

Mitglieder der BI „L821n Nein!“ überreichten am Donnerstag den Einwohnerantrag, der von mehr als 3000 Bergkamenerinnen und Bergkamener unterstützt wird.

Der Rat der Stadt Bergkamen wird sich wohl noch einmal mit dem Thema L821n beschäftigen müssen. Dies fordern mehr als 3000 Bergkamenerinnen und Bergkamener mit ihrer Unterschrift unter einen Einwohnerantrag, den am Donnerstag Vertreter der Bürgerinitiative gegen den Bau der umstrittenen Umgehungsstraße Bürgermeister Roland Schäfer überreichten. Ziel ist es, dass sich der Stadtrat dann gegen den Bau der L821n ausspricht.

„Die Rechtslage ist uns bekannt. Wir wissen, dass der Rat der Stadt Bergkamen rechtlich nichts zu entscheiden hat. Wir wissen aber auch, dass die Umsetzung zum Bau, laut Aussage von Minister H. Wüst nicht gegen den Willen der Kommune erfolgt. So hoffen große Teile der Bergkamener Bevölkerung auf die klare Entscheidung des Rates, auf ein klares politisches Signal gegen den Bau dieser Straße“, erklärte Rolf Humbach, einer der Initiatoren dieses Einwohnerantrags.

Möglicherweise wird sich der Stadtrat mit dieser Frage erst im Juni befassen können und möglicherweise sind dann schon die ersten Erdbewegungen für den Straßenneubau erfolgt. Früher könne der Antrag nicht auf die Tagesordnung des Stadtrats gesetzt werden, erklärte Bürgermeister Schäfer. Zwar dürfe die Verwaltung nichts verzögern. Doch es seien nun mal über 3000 Unterschriften. Und die müssten alle jetzt überprüft werden, ob die Unterzeichner tatsächlich in Bergkamen wohnen und das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Neues Plakat der BI mit einem Foto der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg (l.) und der Bergkamenerin Wiebke Lenz in Stockholm.

Schäfer geht allerdings schon jetzt davon aus, dass der Einwohnerantrag dem Paragraphen 25 der NRW-Gemeindeordnung entspricht. Demnach müssen sich 5 Prozent der Abstimmberechtigten für den Antrag ausgesprochen haben. Deshalb hätten etwas mehr als 2400 Unterschriften völlig ausgereicht.

Eine Einladung, sich am Sonntagsspaziergang der Bürgerinitiative am 24. März zu beteiligen, lehnte Bürgermeister Roland Schäfer übrigens ab. Er verwies auf den jüngsten Ratsbeschluss zu L821n. Der fiel in geheimer Abstimmung für den Bau der Umgehungsstraße aus. An diesen Beschluss fühle er sich gebunden.

Zumindest symbolisch haben die Gegner der L821n Unterstützung von der inzwischen weltbekannten 16-jährigen schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg erhalten. Mitglieder der Bürgerinitiative brachten zur Unterschriftenübergabe an den Bürgermeister Plakate mit, die ein Foto von Greta und der Tochter Wiebke der BI-Sprecherin Anja Lenz zeigen. Beide halten ein Pappschild in den Händen auf dem steht „L821n“. Wiebke hält sich zurzeit in Stockholm auf, sie spricht Schwedisch und hatte Kontakt zu Greta Thunberg aufgenommen.




Bezirksregierung Arnsberg genehmigt Wasserversorgungkonzept der Stadt Bergkamen

Die Versorgung der Bevölkerung mit gesundem Trinkwasser ist eine bedeutende Aufgabe der Daseinsvorsorge. In Bergkamen wird diese über einen Konzessionsvertrag zwischen Stadt Bergkamen und den GSW Gemeinschaftsstadtwerken Kamen, Bergkamen und Bönen gere-gelt. Die GSW Wasser-plus GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft der GSW und der Gelsenwasser AG, ist als Betreiber für die gesamte Wasserverteilung in Bergkamen zuständig.

„Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst. Gemeinsam mit unserm Partner der Gelsenwasser AG stellen wir ein professionelles Leitungsnetz, Mess- und Zähleinrichtungen, Hydranten, Schieber, Ventile und natürlich Manpower zur Verfügung. Damit können wir die Trinkwasserversorgung in Bergkamen hinsichtlich Verfügbarkeit, Bedarf, Qualität und Sicherheit heute und in Zukunft sichern “, so Jochen Baudrexl, Geschäftsführer der GSW.

Das hat in der vergangenen Woche auch die Bezirksregierung Arnsberg durch Genehmigung des ersten Wasserversorgungskonzeptes der Stadt Bergkamen bestätigt.
Der Schutz des Trinkwassers ist gesetzliche Aufgabe in Bundes- und Landesgesetzen. Neu ins Landeswassergesetz aufgenommen wurde 2016 die Verpflichtung der Städte und Gemeinden, für ihr Verwaltungsgebiet ein Wasserversorgungskonzept aufzustellen erstmals zu 2018. Anlass war die Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung vor dem Hintergrund des demografischen, industriellen und Klima bedingten Wandels. Auch Sicherheitsaspekte spielten eine Rolle.

Um dieser Verpflichtung nachzukommen, hat die Stadt Bergkamen die GSW Wasser-plus GmbH mit der Erstellung des Wasserversorgungskonzeptes beauftragt. Auf rund 70 Seiten wird dargestellt, woher das Trinkwasser stammt, wie es aufbereitet wird, auf welchem Weg es ins Versorgungsgebiet transportiert und in Bergkamen verteilt wird.

Die Wasserversorgung Bergkamens basiert auf Grundwasser aus geschützten Ressourcen. In zwei Wasserwerken im Ruhrtal erfolgt die Aufbereitung. Das gewonnene Trinkwasser entspricht in allen Punkten den strengen Anforderungen der deutschen Trinkwasserversorgung und kann bedenkenlos getrunken werden. Eine dezidierte Zustandsbeschreibung des Leitungsnetzes belegt, dass kein Investitionsstau besteht. Die technischen Regeln der Branche werden regelmäßig kontrolliert und zertifiziert. Das eingesetzte Personal ist qualifiziert. Für Notfälle stehen ein örtlicher Bereitschaftsdienst, eine überörtliche Ingenieurgemeinschaft und bei Bedarf ein Maßnahmenplan zur Verfügung.
„Wir machen den Wasserhahn auf und sauberes Trinkwasser steht zur Verfügung. Im Alltag machen wir uns keine Gedanken darüber, welcher technische und logistische Aufwand dahinter steht“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters. „Das Wasserversorgungskonzept führt uns dies deutlich vor Augen. Es zeigt auf, dass wir auch morgen unbedenklich das Trinkwasser genießen können. Mit der GSW Wasser-plus haben wir einen kompetenten Wasserversorger, der auch in Zukunft sicher und zeitgemäß die Wasserversorgung in Bergkamen betreiben kann.“

Das Wasserversorgungskonzept wird alle fünf Jahre, also das nächste Mal in 2024, fortgeschrieben.




Leserbrief der Bürgerinitiative BI „L821n Nein“

Heute Morgen hat sich die Bürgerinitiative für den Bau der L821n zu Wort gemeldet. Es hat nicht lange gedauert, bis die BI „L821n Nein“ darauf geantwortet hat. Wie immer gilt: Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion widergeben. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

„Die Zunahme des Straßenverkehrs ist Realität. Nicht ohne Grund kann die Bundesregierung die selbst gesteckten Klimaziele (CO² Reduktion) sehr wahrscheinlich nicht erreichen. Die steigende Verkehrsbelastung hat einen erheblichen Anteil daran.
Nun sollte jeder mal nachdenken und in sich gehen. Sind weitere Straßen und eine Verlagerung des Straßenverkehres eine Lösung?
Selbst wenn wir die Klimaproblematik ausblenden, den zusätzlichen CO² Ausstoß durch den Bau der Straße, die Flächenversiegelung, die Reduzierung von wichtigen Grünflächen und uns nur auf die Lärmbelästigung konzentrieren würden.
Denke Sie an die Anwohner der Lünener Straße, der Werner Straße, des Westenhellweges … oder die Anwohner in wirklichen Großstädten. Sind viele weitere Straßen und eine Verlagerung des Straßenverkehrs eine Lösung?

Es wird immer wieder davon ausgegangen, dass man die steigende Verkehrsbelastung hinnehmen muss und man an den Ursachen nichts ändern kann.
Auch die hiesigen Verkehrsbetriebe stellten unlängst fest, dass zu wenig Bürger auf die bestehenden Bus und Bahnverbindungen umsteigen. Ich selbst erlebe es täglich, dass das Fahrrad für viele Mitbürger keine Alternative, selbst für den täglichen Weg innerhalb des Stadtgebietes darstellt.
3000 PKWs pro Tag hat die BI „L821n Jetzt“ gezählt. Das ist erschreckend und bestätigt den allgemeinen Trend.

Wie viel mehr könnten wir erreichen, wenn wir gemeinsam mit den hiesigen Politikern der CDU, SPD und FDP an einer wirklichen Wende der Verkehrspolitik arbeiten würden, statt neue Straßen bauen zu wollen.
In Kopenhagen fahren 50% der Einwohner mit dem Rad zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Stadt …
Man stelle sich das für Bergkamen vor. Welch eine Steigerung der Lebensqualität, der Gesundheit und der Attraktivität Bergkamens. Es gibt so viele Beispiele, auch in der Nähe. In Münster benutzen ca. 100.000 Einwohner das Rad, täglich!
Es gibt so viele Ansätze zur Reduzierung des PKW und auch des LKW Verkehres. Lassen Sie uns doch einfach von anderen Städten lernen, die es uns vor machen.
Natürlich muss das Auto weiterhin seine Berechtigung behalten. Einige können aus gesundheitlichen Gründen nicht mit dem Rad fahren oder müssen auch mal viel Gepäck transportieren. Es regnet, das Wetter ist sehr schlecht. Es gibt viele Gründe, wo der Individualverkehr mit dem Auto weiterhin Sinn macht aber in einem erheblich geringeren Umfang.

Liebe BI „L821n Jetzt“, liebe Politiker der CDU, SPD und FDP, stellen Sie sich eine Schulstraße oder Jahnstraße vor, mit 50% weniger PKW Verkehr. Das wäre doch ein Ziel, ein ganz großer Beitrag zur Klimaproblematik, ein großer Beitrag für weniger Lärm durch Straßenverkehr in Bergkamen.

Ach, nur mal so am Rande. Dortmund hat es geschafft, dass auf einer Bundestraße (B1) in der Nacht keine LKWs fahren dürfen und ist jetzt dabei, dieses auch tagsüber durchsetzen.

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.
Bitte, bitte betrachten Sie den Bau von zusätzlichen Straßen nicht als Lösung für die steigende Verkehrsbelastung.

Wenn der Rat der Stadt Bergkamen einen Beschluss gegen den Bau der L821n fasst, hätten wir eine sehr gute Argumentation für den Entscheidungsträger in Düsseldorf (Minister Wüst). Er hat uns schriftlich versichert, dass er keine Straße gegen den Willen der Kommune bauen wird und daran müsste er sich öffentlich messen lassen.

Andreas Worch (Einer der Sprecher der BI „L821n Nein“)“




BI L821n jetzt! hat gezählt: Erhebliche Zunahme des Lkw-Verkehrs auf der Schul- und Jahnstraße

Lkw-Verkehr auf der Kampstraße. Foto: BI

Die Bürgerinitiative L821n jetzt! hat am vergangenen Montag Verkehrszählungen auf den Ortsdurchfahrten Schulstraße in Weddinghofen und Jahnstraße in Oberaden im Zeitraum 05:00 bis 22:00 Uhr durchgeführt. Ergebnis ist ein erheblicher Anstieg der Verkehrsbelastungen gegenüber den jüngsten offiziellen Verkehrszählungen aus den Jahren 2010 und 2010 durch Straßen.NRW.

Der Sprecher der Bürgerinitiative erklärt zu den Zählergebnissen für die Schulstraße: „Die Zählung am vergangenen Montag ergab einen Anstieg auf 428 Stk. Lkw/ 24 h. Die zuletzt erfassten Verkehrszahlen aus dem Jahr 2010 und 2015 wiesen für die Schulstr. 32 bzw. 195 Lkw aus. Bezogen auf die Lkw-Belastung aus 2010 ergibt sich zur aktuellen Zählung ein Zuwachs um 396 Stk., das entspricht einer Erhöhung von 1.237 %. Der Pkw-Verkehr hat sich aktuell mit rund 10.000 Pkw seit der amtl. Zählung 2010 verdoppelt.“

Und zur Jahnstraße: „Auf der Ortsdurchfahrt Jahnstr. in Oberaden hat trotz gesperrter Durchfahrt der L 821 zum Anschluss an die L 736 Westenhellweg, die aktuelle Zählung einen Anstieg der LKW Zahlen auf 184 Stk. ergeben. Auffällig ist ebenfalls die Zunahme der PKW Zahlen, die um rund 3.000 Stk./ 24 h, im Vergleich zu den Zahlen aus 2010 und 2015 zulegte. Der verkehrstechnische Einfluss der geplanten Wasserstadt in Oberaden wird zudem weiteren Verkehr mit sich bringen.“

Diese beiden sehr zeit- und personalintensiven Verkehrszählungen seien mit 15 Personen durchgeführt. Schauerte: „Wir legen größten Wert auf die Richtigkeit der Zahlen. Auch dieses Mal bieten wir denjenigen, die die Richtigkeit in Frage stellen an, gemeinsam mit uns eine weiter Zählung durchzuführen.“

Die BI Pro L821n jetzt! stellt mit diesen Zahlen noch einmal ganz deutlich die Zunahme des Straßenverkehrs dar: „Die L 821n wird eine erhebliche Entlastung für beide Ortsdurchfahren mit sich bringen. Dafür sind wir allen Beteiligten, die sich für die Realisierung eingesetzt haben, sehr dankbar. Wir als Anwohner an beiden Ortsdurchfahrten werden auch mit der L 821n weiter eine Verkehrsbelastung tragen, jedoch in einigermaßen „erträglicher“ Höhe.“




Auch Bergkamen-Mitte räumt am Samstag auf

Wie in vielen anderen Ortsteilen und Städten schon geschehen, wird an diesem Wochenende der Ortsteil Mitte vom Müll befreit. Zu diesem Frühjahrsputz lädt der SPD-Ortsverein Bergkamen-Mitte alle Bürgerinnen und Bürger ein. Am kommenden Samstag, 23. März, 10.00 Uhr, findet die schon traditionelle Müllsammelaktion statt. An diesem Tage sollen wieder der Stadtpark und das Nordfeld gesäubert werden. Treffpunkt am oberen Teil des Marktplatzes Bergkamen-Mitte ist um 10.00 Uhr. Nach der Veranstaltung sind alle fleißigen Helfer zum Dank für Ihre Teilnahme zu einer deftigen Erbsensuppe eingeladen.

Wie in den vergangenen Jahren haben eine Vielzahl von Vereinen und ihre Teilnahme zugesagt. Vorsitzender Kay Schulte hofft, dass auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger zu dieser gemeinsamen Veranstaltung kommen werden.

Bei Interesse können Einzelheiten beim Vorsitzenden Kay Schulte, Tel.: 02307/8 84 77, erfragt werden.




Müllsammelaktion „Sauberes Weddinghofen“ am 23. März

Die CDU Weddinghofen und die Siedlergemeinschaft An der Landwehr laden am Samstag, 23. März, zur Müllsammelaktion „Sauberes Weddinghofen“. Los geht es um 10 Uhr im Bereich der Pfalzschule, der ECA-Siedlung und der Kuhbachtrasse statt.

Treffpunkt der Helferinnen und Helfer ist der Parkplatz an der Pfalzschule Pfalzschule. Nach getaner Arbeit werden wie immer Getränke und Grillwürstchen gereicht.

Organisatoren dieser Aktion sind:

  • Rüdiger Hoffmann für die Siedlergemeinschaft an der Landwehr Tel. 02307 68295
  • Gerd Miller als Beisitzer der CDU Weddinghofen Tel. 02307 69400



Aktionskreis diskutiert über die Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises Unna

Der Aktionskreis Wohnen und Leben hat den Umweltdezernenten des Kreises Unna, Ludwig Holzbeck, als Referenten zum Thema „Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises Unna“ gewinnen können. Die öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. März, ab 19.30 Uhr in der Mensa der Regenbogenschule in Rünthe statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung wird in der anschließenden Diskussion Bürgern und Politikern die Gelegenheit zum Meinungsaustausch geben. Eingeladen worden sind u.a. alle Fraktionsvorsitzenden der im Stadtrat vertretenden Parteien. Aktuell sind in Bergkamen insbesondere drei Vorhaben in der Bevölkerung sowie bei den Rats-Parteien strittig: Umgehungsstr. L821n in Oberaden, Kiwitt-Park-Bebauung in Bergkamen-Mitte und das geplante neue Gewerbegebiet in Rünthe/Overberge.

„In allen Fällen stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit dieser Vorhaben“, erklärt der Sprecher des Aktionskreises Karlheinz Röcher. „Bei allen Projekten taucht auch die Frage auf: Können Bürger-Proteste die politischen Muster der Entscheidungsfindung aufbrechen? Kann es sein, dass Ratsmehrheiten auch schon mal irren?“

Unabhängig von diesen konkreten lokalen Beispielen führe das Thema auf die Frage nach der Verantwortung im Ringen um eine radikal zu ändernde Klimapolitik, die das Ziel habe, den nachfolgenden Generationen eine von Menschen, Tieren und Pflanzen „bewohnbare“ Erde zu hinterlassen. Röcher: „Einfach weitermachen wie bisher, wird nicht funktionieren.“




Bündnis 90 / Die Grünen und die BI L 821n Nein laden zum Sonntagsspaziergang gegen L 821n ein

Der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen in Bergkamen und die Bürgerinitiative L 821n Nein laden erneut am Sonntag, den 24. März 2019 ab 15.00 Uhr zum Protestmarsch gegen den Bau der L 821n ein. Treffpunkt ist die Brücke über den Kuhbach am Pantenweg neben der Realschule in Bergkamen-Oberaden.

Bei dieser Veranstaltung wird der geplante Trassenverlauf der L821n abgelaufen. An einigen Punkten werden Stopps eingelegt und Einzelheiten der Baumaßnahme besprochen. Hiermit soll ein Zeichen gesetzt werden gegen den überflüssigen und extrem klimaschädlichen Bau dieser Straße. Der Protestmarsch führt über die Kuhbachtrasse, vorbei am Parkfriedhof und durch die Felder. Dieser Spazierweg wird mit dem Bau der Straße versperrt.

Eingeladen und aufgerufen zur Teilnahme sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, egal welchen Alters, die mit ihrer Teilnahme ein Zeichen gegen den Bau der L821n setzen wollen. Auch Hundehalter sind herzlich willkommen, die bisher sehr zahlreich diese Wege nutzen.

Als Gastredner ist an diesem Veranstaltungstag erneut Friedrich Ostendorff MdB, agrarpolitischer Sprecher Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen eingeladen.

Des Weiteren sind alle Mitglieder und Vertreter weiterer Bürgerinitiativen gegen Gewerbegebiete und Flächenversiegelung in Bergkamen und Umgebung eingeladen, um ihre Anliegen vorzutragen und gemeinsame Kräfte zu bündeln.

Die Bewirtung in Form von Heiß- und Kaltgetränken und Grillwürstchen wird wieder von der BI L821n NEIN übernommen.




5 Hektar große Fläche im Herzen Oberaden soll eine Wohnbebauung erhalten

Zurzeit wird sie noch landwirtschaftlich genutzt, doch in Zukunft soll die rund 5 Hektar große Fläche im „Herzen Oberadens“ 5 nördlich der Jahnstraße und östlich der Hermann-Stehr-Straße in ein Wohngebiet umgewandelt werden.

Daran sind die Eigentümer interessiert. Inzwischen haben die beta Baulandentwicklungsgesellschaft mbh, Bergkamen, und das Büro Planquadrat aus Dortmund einen städtebaulichen Rahmenplan einen städtebaulichen Rahmenplan erarbeitet, der am 2. April in öffentlicher Sitzung den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt werden sollen.

Geplant ist eine Wohnbebauung mit Mehr-, Ein- und Zweifamilienhäusern in maximal zweigeschossiger Bauweise, die durch eine Grünachse gegliedert ist. „Aufgrund der umgebenden Bebauung ist die Fläche im Sinne der Innenentwicklung besonders gut für eine wohnbauliche Nutzung geeignet“, stellt die Verwaltung fest Und: „Die Fläche verfügt über ausgezeichnete Infrastrukturvoraussetzungen, da sie im Einzugsbereich der westlich gelegenen Sportanlagen, der neuen Kindertagesstätte an der Sugambrerstraße und des gut ausgestatteten Nahversorgungszentrums an der Jahnstraße liegt.“

Die Verwaltung empfiehlt, den Rahmenplan zu billigen und ein Bauleitplanverfahren einzuleiten sowie eine frühzeitige Bürgerbeteiligung zu dem Vorhaben durchzuführen.

So könnte das neue Baugebiet aussehen. Grafik: Stadt Bergkamen




Förderbescheid vom Land: Künftig mit der fahrtwind-App zum Fahrrad und zum VKU-Busticket

Landrat Michael Makiolla (2.v.r.) mit Sabine Leiße (Leiterin Stabsstelle Planung und Mobilität Kreis Unna, r.), Rainer Goepfert (AWO-Geschäftsführer, l.) und Hartmut Ganzke (Landtagsabgeordneter, 2.v.l.) mit dem Förderbescheid. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Einen großen Schritt in Richtung Zukunft – nicht weniger als das ermöglicht der Förderbescheid des Landes NRW über rund 157.000 Euro für das Projekt „FUN – Flexibel UNterwegs im Kreis Unna“. Damit sollen digitale Zugangssysteme zu allen acht Radstationen, zwei Radparkstationen und der Leihradflotte im Kreis Unna finanziert werden.

„Das Smartphone und unsere fahrtwind-App werden damit noch mehr der Schlüssel zu vielen Mobilitätsangeboten“, sagt Landrat Michael Makiolla beim Treffen mit den Beteiligten im Kreishaus. „Damit machen wir die Radstationen zukunftssicher und erhalten zudem 19 Arbeitsplätze sowie acht Personen, die über den sozialen Arbeitsmarkt mit dem Projekt beschäftigt sind.“

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kreises Unna, der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) und den Radstationen, die von der AWO-Tochter, der DasDies Service GmbH, betrieben werden.

Carsharing, Leihrad und mehr
Mit dem Eigenanteil des Kreises von rund 43.000 Euro stehen für die Digitalisierung im Bereich der flexiblen Mobilität dann insgesamt rund 200.000 Euro zur Verfügung.

„Im August 2019 wird es aus der fahrtwind-App nicht nur die Auskunft über Bus, Bahn, Leihrad, Carsharing, Taxi-Bus und Radstationen geben, sondern zudem direkt das E-Ticket samt Bezahlung per Smartphone“, erklärt Sabine Leiße, Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität der Kreisverwaltung.

Schon im vergangenen Jahr hatte das Land Fördermittel für die flexible Mobilität im Kreis Unna genehmigt. 150.000 Euro an ÖPNV-Mittel wurden der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna für die insgesamt 187.500 Euro teure Digitalisierung der verschiedenen Hintergrundsysteme und die Integration neuer Angebote in die fahrtwind-App bewilligt.

Mehr Komfort dank App
„Nachdem auch dieser Förderantrag genehmigt ist, werden wir zügig an die Umsetzung gehen“, verspricht Sabine Leiße. Noch in diesem Jahr soll der volle Komfort per fahrtwind für die Kunden umgesetzt sein. Mit dem Gesamtprojekt übernimmt der Kreis eine Vorreiterrolle in der Region und in Westfalen: „Einmal bei fahrtwind registrieren und alle Möglichkeiten umweltfreundlicher Mobilität bequem nutzen“, das ist das Ziel so Leiße. PK | PKU




Protestschild gegen ein neues Gewerbegebiet im Süden von Rünthe aufgestellt

Mitglieder des Aktionskreises Leben und Wohnen Bergkamen haben am Freitagmorgen dieses Protestschild gegen das geplante Gewerbegebiet aufgestellt.

Mit einer weiteren Aktion setzt sich der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen für den Erhalt der landwirtschaftlich genutzten Fläche südlich von Rünthe ein. Dieser Bereich könnte nach den Vorstellungen der Verwaltung ein neues Gewerbegebiet werden. Als Zeichen des Protest haben am Freitagmorgen ein großes Schild an der Einmündung der Straße „Am Romberger Wald“ in die Overberger Straße errichtet.

Am morgigen Samstag startet der Aktionskreis den ersten Stadtteilspaziergang „Regionaler Grünzug“. Los geht es am 16. März um 14 Uhr am ehemaligen Marktplatz in Rünthe. Die Wegstrecke beträgt zwischen 3 bis 4 km. Auf die Teilnehmer warten am Ende gegen 16 Uhr Kaffee & Kuchen sowie Grillwürste im dafür aufgebauten Pavillon vor dem Naturdenkmal.

Weitere Infos: https://www.aktionskreis-bergkamen.de/aktuelles/