Grüne Jugend Bergkamen feierte mit vielen Gästen ihre Gründung

Gratulation von Kay Schulte und Anita Greinke an den Vorstand: (l nach r): Yannik Kleinhans, Jessica Walter, Alina Bierwagen, Alisa Elsner

Die Grüne Jugend Bergkamen feierte am vergangenen Samstag in der Pfalzschule ganz groß ihre Gründung. Zahlreiche Gäste waren geladen und Hüpfburg, Kuchen- und Salatbuffet sowie Grillstand des VfK Weddinghofen luden zum verweilen ein.

Der stellvertretende Bürgermeister Kay Schulte und die Vorstandsvorsitzende des OV Bündnis90/Die Grünen Anita Greinke gratulierten dem Vorstand zu ihrer Gründung und wünschten alles Gute für die weitere Arbeit. Schulte freut sich deutlich über das Engagement der Jugendlichen „Ich begrüße jede Art von politischem Engagement, dass unsere Demokratie vertritt und gleichzeitig zu stärken versucht.“ Auch Friedrich Ostendorff (MdB) richtete seine Grußworte aus und warnte davor, die Staatsform der Demokratie als Selbstverständlichkeit anzusehen.

Neben dem politischen Rahmen der Veranstaltung gab es einen unterhaltsamen Auftritt der Schreberjugend sowie eine Yoga-Schnupperstunde. Abends folgte das jugendkonforme Programm mit bunt gemischten Bands und Solokünstlern. Über ihre Arbeit hält die Grüne Jugend via social media auf dem Laufenden. Demnächst sollen Müllsammelaktionen rund um Bergkamen stattfinden.




Ein Piep kann Leben retten: Kreisbrandmeister erinnert an Rauchmelderpflicht

Unscheinbar sorgt er für mehr Sicherheit: der Rauchmelder. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

In ganz Deutschland sind Rauchmelder vorgeschrieben. Doch in vielen Wohnungen fehlen die wichtigen Warnanlagen – oft sind die Batterien leer, wurden vergessen oder abmontiert, weil sie genervt haben. Ein Fehler, der schlimme Folgen haben kann, warnt Kreisbrandmeister Thomas Heckmann zum anstehenden Tag des Rauchmelders am Freitag, 13. September.

„Wenn der Rauchmelder Alarm schlägt, bleiben in der Regel nur 120 Sekunden, um sich und andere in Sicherheit zu bringen“, erklärt Kreisbrandmeister Thomas Heckmann. „Das ist schon wenig Zeit. Ohne einen Rauchmelder wird ein Feuer – wenn überhaupt – viel später erkannt.“

Schutz im Ernstfall
Vor Rauchentwicklung warnt nur ein Rauchmelder rechtzeitig und kann so das Leben retten. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nämlich nicht das Feuer, sondern der Brandrauch. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann bleibende Schäden verursachen.

Heckmann weiß nicht nur um die Bedeutung der Rauchmelder, sondern kennt auch die breite Angebotspalette: „Der Warnmelder sollte ein sogenanntes VdS-Zeichen vom Verband der Schadenversicherer – auch erkennbar am „Q“ – tragen. Das bestätigt, dass er geprüft wurde und zuverlässig funktioniert.“

Auf die Bedeutung der kleinen weißen Geräte weist auch die Brandschutzdienststelle des Kreises Unna hin. „Rauchmelder sind eine kostengünstige Lebensversicherung“, sagt Jens Bongers von der Brandschutzdienststelle. „Sie arbeiten wie eine feine Nase, schlafen aber nicht.“ PK | PKU




L821n Ortsumgehung Bergkamen: Erste Bürgersprechstunde vor Ort am Donnerstag

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr baut seit August 2019 die circa 1,8 Kilometer lange L821n Ortsumgehung in Bergkamen. Für interessierte Bürger findet am Donnerstag, 12. September, eine erste Bürgersprechstunde statt.

Mitarbeitende von Straßen.NRW informieren über die Baumaßnahme und stehen für Anregungen und Fragen zwischen 11:30 Uhr und 12:30 Uhr zur Verfügung. Die Bürgersprechstunde findet im Baucontainer im direkten Baustellenbereich an der Lünener Straße statt.

Auch außerhalb dieser Sprechstunde kann die Bauüberwachung vor Ort jederzeit angesprochen werden.




Bürgermeister lädt zum Neubürgerabend ein

Wie in den vergangenen Jahren lädt Bürgermeister Roland Schäfer auch in diesem Jahr die Neubürgerinnen und Neubürger zu einem Bürgerempfang ein.

Eine Einladung haben alle diejenigen erhalten, die im letzten halben Jahr in Bergkamen neu zugezogen sind. Darüber hinaus wurden auch die Neu-Eingebürgerten zum Informationsabend eingeladen. Eine Kinderbetreuung wird angeboten.

Der Neubürgerabend findet statt am Mittwoch, 11. September, um 18.30 Uhr im Gebäude der Volkshochschule „Treffpunkt“,
Lessingstraße 2, 59192 Bergkamen.




Melde-App fürs Handy gegen illegalen Müll im Stadtgebiet

So sieht es oft aus an den Wertstoffcontainern im Stadtgebiet.

Illegal entsorgter Müll im Stadtgebiet ist immer ein Aufreger. Einige machen ein Handy-Foto und posten es auf Facebook und andere schreiben eine Mail ans Rathaus (buergermeister@bergkamen.de). Künftig könnte eine App fürs Smartphone es in Bergkamen noch einfacher machen, solche Missetaten der Stadtverwaltung zu melden. Die Einführung solch einer Beschwerde-App möchte die SPD-Fraktion jetzt prüfen lassen und hat einen entsprechenden Antrag für die nächste Ratssitzung am 26. September gestellt, wie Fraktionschef Bernd Schäfer am Freitag erklärte.

„Mit Hilfe der App soll es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden, so unkompliziert wie möglich von Unterwegs Anregungen und Informationen an die Verwaltung zu melden – egal ob es sich dabei beispielsweise um ein Schlagloch, illegalen Müll oder auch Beschädigungen und Beschmutzungen im öffentlichen Raum handelt“, heißt es dazu in der Antragsbegründung. Die App sollte in der Lage sein, Beweisfotos, den Standort über GPS und einen kurzen Text an die Stadtverwaltung zu melden.

Solche Apps gibt es bereits. Zum Beispiel in Essen. Dort können die Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage der Stadt nachverfolgen, ob der Müll bereits beseitigt worden ist.

In Waltrop kann die App noch mehr. „Mit der App haben die Nutzer alle Stadt-News, Infos, Verwaltungs-Kontakte und Veranstaltungstermine in der Tasche“, heißt es dort auf der Homepage.




Probealarm im Bergkamener Stadtgebiet: Nur eine Sirene hat überhauptnicht funktioniert

Der heutige stadtweite Probesirenenalarm anlässlich des 3. landesweiten Warntags ist abgeschlossen. Das Ergebnis: 18 Sirenen haben einwandfrei funktioniert, eine Sirene hat eingeschränkt funktioniert (Heulton nicht ausgelöst) und eine  Sirene hat nicht funktioniert

Die Warn-App „Nina“ hat pünktlich ge- und entwarnt.

Bürgermeister Roland Schäfer ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Es zeigt sich, wie sinnvoll die wiederholten Probealarme sind. So können wir fehlerhafte Sirenen zeitnah erkennen und sind im Ernstfall gut aufgestellt. Die fehlerhaften Sirenen werden jetzt unmittelbar überprüft, damit sie schnellstmöglich wieder einwandfrei funktionieren“. so Schäfer. „Herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den unterstützenden Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie dem Kreis Unna als Koordinator der Probealarme. Auch möchte ich mich bei unserer Bürgerschaft für das entgegengebrachte Verständnis und die bewahrte Ruhe bedanken.“ so Bürgermeister Roland Schäfer weiter.

Ich bin mir bewusst, dass Alarmsignale – insbesondere durch Sirenen – sehr wohl Angst verbreiten können. Diese Signale sind immer ein Zeichen dafür, dass gerade etwas passiert, wovor sich die Bevölkerung schützen muss. Bleiben wir allerdings ruhig und halten uns an die Anweisungen, die uns in solchen Momenten gegeben werden, so ist das der beste Schutz. Und je häufiger die Bevölkerung übt, desto geringer das Risiko. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die nächsten landesweiten Warntage im März und September 2020 genauso routiniert meistern werden.“ so Roland Schäfer abschließend.

Hintergründe:

Großbrände, Hochwasser, Stromausfälle oder andere akute Gefahren können dazu führen, dass viele Menschen gleichzeitig gewarnt werden müssen. Über Radio, Internet oder das Fernsehen wird eine Vielzahl von Menschen erreicht, aber lange noch nicht alle.

Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung entschieden, weitere Alarmsysteme zu nutzen: Sirenen und Lautsprecherdurchsagen!

Damit jeder weiß, wie Sirenen klingen, werden seit 2018 landesweit 2 x (!!) im Jahr Probealarme durchgeführt. (Ab 2020 sogar bundesweit geplant)

In einem echten Alarmfall kann so die Bevölkerung schnell gewarnt werden. Dann heißt es: Ruhe bewahren und – besonders wichtig – RADIO einschalten.




Parlamentariergruppe Türkei des NRW-Landtags informiert sich über Bergkamens Partnerschaft mit Silifke

Besuch im Rathaus: Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, Bürgermeister Roland Schäfer, Landtagsvizepräsi-dentin Carina Gödecke, Ibrahim Celiktas – Mitarbeiter der Stadt Bergkamen und türkischer Dolmetscher.

Unter dem Vorsitz von Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke (MdL) engagieren sich in der Parlamentariergruppe Türkei Abgeordnete fraktionsübergreifend für die freundschaftlichen Kontakte zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden die deutsch-türkischen Städtepartnerschaften bzw. kommunalen Freundschaftsprojekte. Sie zu unterstützen, hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt.

In Nordrhein-Westfalen pflegen über 30 Kommunen partnerschaftliche Beziehungen zu türkischen Städten. Die Parlamentariergruppe Türkei besucht sukzessive diese Städte, um sich über den Entwicklungsstand der jeweiligen Partnerschaft zu informieren.

Bürgermeister Roland Schäfer berichtete über die langjährige Partnerschaft mit der Türkei, die ihren Anfang im Oktober 1994 mit der Stadt Taşucu nahm, jedoch dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform im März 2014 in die Kreisstadt Silifke eingemeindet wurde. Silifke unterstrich das Interesse an der Weiterführung der Partnerschaft mit einem neuen Vertrag, der im Oktober 2014 geschlossen wurde. Auch diese Verbindung ist von einem lebendigen Austausch geprägt.

„Angesichts der deutsch-türkischen Schwierigkeiten – so Bürgermeister Schäfer – wurde auch in Bergkamen sowohl verwaltungsintern wie auch interfraktionell intensiv diskutiert, wie man mit der Städtepartnerschaft umgehen will. Die einmütige Auffassung war, die Kontakte fortzusetzen, da das Ziel der Völkerverständigung durch Begegnungen zwischen den Menschen unabhängig von der politischen Großwetterlage weiterhin Bedeutung hat.“

Regelmäßige Bürgerreisen, institutionelle Begegnungen (Feuerwehr, Polizei, Verwaltung), Belegschaftsaustausch bei städtebaulichen Vorhaben, gemeinsamen Umweltkonferenzen oder Schulpartnerschaften wie z.B. mit der Willy-Brandt-Schule sind nur einige Projekte, die die Stadt Bergkamen erfolgreich mit ihren türkischen Partnern umsetzt.

Beeindruckt von der Begegnungsvielfalt in Bergkamen, versprach Landtagsvizepräsidentin Gödecke, sich zum Thema möglicher Förderprogramme für umweltrelevante Zukunftsprojekte auf europäischer Ebene stark zu machen.




Wiedereinzug scheint in vier Wochen an der Töddinghauser Straße möglich zu sein

In rund vier Wochen scheint ein Wiederbezug der beiden Häuser Töddinghauser Straße 135 und 137 möglich zu sein.

In rund vier Wochen können möglicherweise die 95 Bewohner der beiden Hochhäuser Töddinghauser Straße 135 und 137 in ihre Wohnungen wieder einziehen. Bis dahin sollen zumindest die drei gravierendsten Brandschutzmängel, die am 15. Mai zur Räumung der der beiden Gebäude geführt haben, nach Ansicht des Verwalters der Eigentümergemeinschaft Jörg Berchem und des Brandschutzgutachters Dirk Hagebölling beseitigt sein. Dies werde auch nicht Unsummen kosten. Berchem schätzt, dass sie mit etwa insgesamt 10.000 Euro zu Buche schlagen werden.

Gutachter Dirk Hagebölling.

Bei diesen drei gravierendsten Mängeln würde es sich um „Kleinigkeiten“ handeln, betonte Dirk Hagebölling am Mittwochmittag in einer Pressekonferenz im Bergkamener Rathaus. So wurden sie jedenfalls in einer Pressemitteilung im Namen des Krisenstabs der Eigentümergemeinschaft nach der Begehung am Dienstagnachmittag bezeichnet.

Zweck der Arbeiten, die Karl-Jörg Berchem bereits in Auftrag gegeben hat bzw. geben will, ist es, die Flure bei einem Brand in den Gebäuden möglichst rauchfrei zu halten. Bei einem Feuer dienen sie als Fluchtweg. Dazu müssen die Klappen der Müllschlucker, eine Reihe von Türen und auch die Sicherungskästen in den Fluren abgedichtet werden.

Bürgermeister Roland Schäfer und 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters betonten, dass es ihr oberstes Ziel sei, dass die 95 Bewohner der beiden Gebäude wieder so schnell wie möglich in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die beiden von den Eigentümern in Auftrag gegebenen Gutachten von Thomas Albrecht und Klaus-Jürgen Schäfern hätten längst nicht ausgereicht, die Räumungsverfügung wieder aufzuheben. Deshalb hätten sie einen unabhängigen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter gesucht und in Dirk Hagebölling aus Coesfeld gefunden.

Hagebölling bestätigte, dass die Eigentümer bereits eine Reihe von Mängeln beseitigt haben. Dies reiche aber nicht aus. Und auch nach dem Wiederzug müssten weitere Arbeiten zum Brandschutz erledigt werden.

Verwalter Jörg Berchem erklärte, dass die von ihm angestrebte Klage vor dem Verwaltungsgericht jetzt erstmal ruhen solle. Er gehe davon aus, dass der größte Teil der Eigentümer der jetzt gefundenen Lösung zustimmen werde. Sie hätten jetzt die Aussicht, dass die Wohnungen in absehbarer Zeit wieder bezogen werde.

Übrigens: Anfänglich hatte ein anderes von den Eigentümern in Auftrag gegebenes Gutachten von Sanierungskosten von rund 1,5 Millionen Euro gesprochen. Davon ist man jetzt weit entfernt.




Planfeststellungsverfahren: 6-streifiger Ausbau der A 1 vom Autobahnkreuz Kamen bis zur Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne

Die Bezirksregierung Arnsberg führt auf Antrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Münsterland vom 29. Juli 2019 das Planfeststellungsverfahren nach dem Bundesfernstraßengesetz für einen sechsstreifigen Ausbau der A 1 vom Autobahnkreuz Kamen bis zur Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne durch.

Dieser Planfeststellungsabschnitt erstreckt sich über ca. 10,4 km. Der Abschnitt liegt auf dem Gebiet des Kreises Unna (Werne, Bergkamen und Kamen) sowie der kreisfreien Stadt Hamm. Landschaftspflegerische Kompensationsmaßnahmen liegen auf dem Gebiet der Städte Hamm und Bergkamen sowie auf dem Gebiet der Gemeinden Ascheberg und Nottuln.

Die Fahrbahn wird auf insgesamt sechs Fahrstreifen plus Standstreifen ausgebaut, sodass sich der Querschnitt von einer Gesamtbreite von ca. 30 Metern auf künftig 36 Metern erhöht. Der Ausbau soll überwiegend in symmetrischer Weise erfolgen und sich daher an dem derzeitigen Achsenverlauf orientieren. Innerhalb dieses Abschnitts liegen 16 Brückenbauwerke, die entsprechend erneuert und angepasst werden. Besonders hervorzuheben sind die beiden Großbauwerke über das Gewässer „Lippe“ und den „Datteln-Hamm-Kanal“. Auf diesem Abschnitt stehen bislang vier unbewirtschaftete Rastanlagen zur Verfügung. Die Rastplätze „Fuchs-Eggen“ und „Haus Reck“ werden für den Schwerverkehr ausgebaut. Der Rastplatz „An der Landwehr“ wird lediglich angepasst und der Rastplatz „Overberger Busch“ wird aufgehoben. Neben mehreren Lärmschutzwänden wird zusätzlich fast die gesamte Fahrbahn mit einem lärmmindernden Fahrbahnbelag ausgeführt.

Die Planunterlagen werden in der Zeit von 16. September 2019 bis 15. Oktober 2019 einschließlich bei den Städten bzw. Gemeinden Ascheberg, Bergkamen, Hamm, Kamen, Nottuln und Werne zur allgemeinen Einsichtnahme ausliegen. Dies wird durch öffentliche Bekanntmachung in den einzelnen Kommunen bekannt gemacht.

Alle können bis spätestens einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist (bis einschließlich 15. November 2019) bei der Bezirksregierung Arnsberg oder bei den sechs Städten bzw. Gemeinden Einwendungen zu dem Vorhaben erheben.

Eingehende Einwendungen werden an Straßen.NRW, Regionalniederlassung Münsterland zur Gegenäußerung zugeleitet. Sollte im Anschluss daran ein Erörterungstermin anberaumt werden, wird dieser rechtzeitig bekannt gegeben. Sofern keine Planänderungen angestrebt werden, erstellt die Bezirksregierung Arnsberg anschließend unter Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen den Planfeststellungsbeschluss.




Töddinghauser Straße 135 und 137: Krisenstab der Eigentümer rechnet nach Begehung mit schnellem Wiedereinzug der Bewohner

Der Krisenstab der Eigentümergemeinschaft der beiden Hochhäuser Töddinghauser Straße 135 und 137 erwartet nach der jüngsten Begehung der beiden Gebäude am Dienstag,  dass die Stadt Bergkamen unverzüglich die Ordnungs- und Duldungsverfügung vom 15.05.2019 aufhebt und die Bewohner der Wohnungen wieder einziehen können. Fazit des von der Stadt hinzugezogenen Gutachters Dirk Hagebölling sei es gewesen, dass er einen schnellen Wiedereinzug für realistisch halte, da es sich nur noch um Kleinigkeiten bei der Mängelbeseitigung handeln würde.

Dies geht aus einer Presseerklärung hervor, die der Krisenstab in der Nacht zu Mittwoch per Email verschickt hat. Die Stadt Bergkamen will die Ergebnisse der Begehung und ihre Schlussfolgerung während einer Pressekonferenz heute Mittag präsentieren.

In dieser Presseerklärung erneuert der Krisenstab seine Vorwürfe an die Stadt, sie habe nach der Räumung der Gebäude eine „Blockadehaltung“ eingenommen. Erst nach der Einschaltung eines Rechtsanwalts sei Akteneinsicht gewährt worden. Auch ein früherer Prüftermin Anfang August sei von der Stadt nicht wahrgenommen worden.

Auffallend ist, dass in dieser jüngsten Presseerklärung des Krisenstabs der Vorwurf, die Ordnungs- und Duldungsverfügung vom 15. Mai 2019 wäre unrechtmäßig, nicht wiederholt wird. Wie bereits berichtet, hatte hier der Krisenstab eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen angekündigt. Unter anderem führte er Verstöße der Stadt gegen das Grundgesetz an (Unverletzlichkeit der Wohnung und das Recht auf Eigentum). In den Sozialen Medien waren deshalb Forderungen nach Schadenersatz laut geworden.

Hier nun die Pressemitteilung des Krisenstabs im Wortlaut, Hervorhebungen durch den Krisenstab:

Für den 03.09.2019 13:45 Uhr hatte die Stadt Bergkamen zu einer Begehung der Wohngebäude Töddinghauser Str. 135 / 137 geladen.

Mit 1 ¼  Stunden Verspätung haben sich folgende Personen der Stadtverwaltung am Objekt eingefunden:

  1. Heusner (Leiter Bauordnung), H. Schnurava (Bauordnung), H. Michallek (Brandschutztechniker / Uniformiert), H. Bongers (BSI Kreis Unna /Uniformiert), H. Kemke (Leiter der Feuerwehr / Uniformiert) und der BS-Gutachter H. Dr.-Ing. Hagebölling

Die Seiten der Eigentümer wurde vertreten von:

  1. Moskaluk (Beirat + Krisenstab), H. Krzonkalla (Beirat + Krisenstab), H. Suttrop (Krisenstab), H. Freund (Krisenstab), H. Keller (Krisenstab),  H. Berchem (Verwalter), H. Marcok(Hausmeister)

In der Zeit von 15:05 bis 15:22 Uhr wurde der Kellerbereich der Wohngebäude begangen
Beide Räume der ehemaligen Müllabwurfschächte begutachtet
Ergebnis:  ohne Beanstandung

Auch der Kellerflur unterhalb der Wohnebenen wurde durchsucht.
Ergebnis:  ohne Beanstandung

Um 15:22 Uhr wurden im Flur 1.OG/137  die Müllabwurfklappe und die Öffnungsklappe des Stromzählerkastens für die vier Wohnungen auf der Ebene begutachtet

Ergebnis:
Hier schlägt der Gutachter vor, dass die Öffnungsklappen der Stromzählerkästen auf allen Etagen mit einer umlaufenden Dichtung nachgerüstet werden sollten.
Des Weiteren schlägt der Gutachter vor, die Müllabwurfklappe zu verkleiden. Hierfür liegt bereits ein Angebot der Fa. Feuerschutz Stefan, Hamm vor, welches vom Krisenstab bereits für die Beauftragung freigegeben wurde.

In der Wohnebene 5.OG /137 wurde der Gutachter von Hr. Michallek darauf aufmerksam machte, dass am 10.05.  Brandrauch aus dem Abstellraum kam.
Da die Abstellräume zum privat Bereich der Bewohner gehören waren diese abgeschlossen und konnten nicht besichtigt werden.

Hinweis/Sachverhalt:
Wie bereits im Bericht vom der BS-Gutachter Albrecht ausgeführt, hat sich ein Mauerloch in der Schachtwand hinter dem Aufzug befunden. Dieses Mauerloch von einen Mauer verschlossen.

Ergebnis:
H. Michalek wird mit H. Albrecht hier eine Nachschau vereinbaren.

Um 15:41 Uhr auf dem Flur der Wohnebene 5 OG /137 wurde von H. Heusner gegenüber dem Gutachter der Einwand zur Länge der Rettungswege ausgesprochen und ob hier nicht ein Zwischenwände mit Brandschutztüren sinnvoll wäre. Dies wurde vom Gutachter verneint, der dazu meinte, dass dies eine Beeinträchtigung des Fluchtwegs darstellen würde.

Um 16:06 Uhr wurde die Dachfläche begangen, hier wurde von H. Heusner der  Einwand ausgesprochen, dass man aufgrund der Ausgangskappen erkennen könne, dass die Bäder keine separaten Entlüftungsanbindungen hätten und somit Rauch übertragen könnten. Dies wurde vom Gutachter verneint, da dies auf Aussage sich auf Vermutungen beruhen würde und man bereits zum jetzigen Zeitpunkt wisse, dass die Entlüftungsleitungen erst im 1. Wohngeschoss der Gebäude anfangen würden und keine Verbindungen zum Keller bestehen.

Um 16:16 Uhr bei der Flurbegehung  8. OG /135 kam von H. Heusner der Einwand, sich den Fahrstuhl genauer anzuschauen, welches vom Gutachter getan wurde.  Ergebnis:  ohne Beanstandung

Um 16:23 Uhr wurde vom Gebäudevorplatz  der Schacht für die Feuerwehrsteigleitung Haus 137 begutachtet.
Die Klappe wurde geöffnet und festgestellt, dass das große Loch zum Keller zugemauert wurde.

Fazit des Gutachter Hagebölling war, dass er einen schnellen Wiedereinzug für realistisch hält, da es sich nur noch um Kleinigkeiten bei der Mängelbeseitigung handeln würde.

Um 16:34 Uhr wurde die Begehung beendet.

Mehr als bestürzt und irritierend sind von der WEG die jüngsten Veröffentlichungen  -insbesondere vom SPD BM Schäfer-  aufgenommen worden, zumal nach einem sehr konstruktiven Gespräch am Mo 15.07.2019 einzig und allein durch die Stadtverwaltung eine Blockadehaltung eingenommen wurde, in welcher erst durch einschalten eines Rechtsanwalts eine Akteneinsicht zum 02.08.2019 gewährt wurde. Auch der erste Prüftermin am 05.08.2019 10:00 Uhr   -welcher am 15.07.2019 vereinbart wurde- wurde von der Stadt nicht wahrgenommen, E-Mail Anfragen von H. Suttrop dazu blieben bis heute ohne Antwort.

Zumal sich am 05.08.2019 die  Wohngebäude bereits in dem von heute  besichtigten Zustand befunden haben.

Die WEG erwartet nunmehr, nach der Begehung 03.09.2019, der Stellungnahme vom LtBD a.D. Schäfer und der Einschätzung von Hr. LtBD Dr.-Ing. Hagebölling, dass die Stadtverwaltung Bergkamen unverzüglich die Ordnungs- und Duldungsverfügung vom 15.05.2019 aufhebt und die Bewohner der Wohnungen wieder einziehen können.

Bergkamen, 03.09.2019

Der WEG – Krisenstab“




Erneuter Sirenenalarm im Stadtgebiet anlässlich des 3. landesweiten Warntags am Donnerstag

Am Donnerstag, 5. September, ertönen um 10 Uhr wiederholt alle 20 Sirenen im Stadtgebiet Bergkamen.

Nacheinander sind dann drei verschiedene Alarmstufen hören:

Dauerton – 1 Minute lang = Entwarnung
Heulton auf- und abschwellend – 1 Minute lang = Warnung
Dauerton – 1Minute lang = Entwarnung

An den Sirenenstandpunkten werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen positi-oniert, um zu ermitteln, ob die Sirenen einwandfrei funktionieren.

Keiner muss Angst haben! Hinhören gewünscht!
Es besteht kein Grund zur Sorge. Bei der Aktion handelt sich um einen landesweiten PROBE-Alarm. Die Bergkamener Bürgerinnen und Bürger haben somit nichts weiter zu tun. Sie sollen aber gerne hinhören, um sich die Töne zu merken. Da Sirenen laut sind, werden Eltern gebeten, geeig-nete Maßnahmen für ihre Kinder zu treffen. Gleiches gilt für Tierhalter/-innen.

Wer koordiniert den Probealarm = wer ist zuständig?
Der Kreis Unna ist für den Bevölkerungsschutz im Kreis zuständig und koordiniert das Verfahren. Die Bergkamener Ordnungsbehörde unterstützt vor Ort und leistet sogenannte Amtshilfe.

Was ist eine Sirene, wie hört sich der Alarm an und was ist im Alarmfall zu tun?
Fotos von Sirenen sowie die verschiedenen Alarmtöne und Verhaltenshinweise finden Sie hier:
www.warnung.nrw/sirenen

Verlinkung auf Homepage und Facebook der Stadt Bergkamen!
Wer sich über das Internet informieren möchte, kann dies über die Internetseite sowie den Facebook-Auftritt der Stadt Bergkamen tun. Dort wird auf die Seite des Kreises Unna verlinkt Weitere Infos finden Sie unter www.warnung.nrw.

Warn-App „NINA“ versendet landesweite PROBE-Warnmeldung und kann kostenfrei heruntergeladen werden!
Die Warn-App „NINA“ ((Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird am 05.09.2019 um 10 Uhr eine landesweite PROBE-Warnung versenden. Wer wissen möchte, wie diese Warnung aussieht ,kann sich die App kostenfrei herunterladen.

Übungen werden seit 2018 zwei Mal im Jahr (März / September) wiederholt!
Ab 2020 sogar bundesweit!
Die landesweite Warnung wird seit 2018 jedes Jahr 2 Mal geübt. Die Bevölkerung wird immer in-formiert. Ab 2020 soll die Warnung sogar bundesweit erfolgen.

Hintergründe:

Großbrände, Hochwasser, Bombenentschärfungen oder andere akute Gefahren können dazu füh-ren, dass viele Menschen gleichzeitig gewarnt werden müssen. Über Radio, Internet oder das Fern-sehen wird eine Vielzahl von Menschen erreicht, aber lange noch nicht alle.

Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung entschieden, weitere Alarmsysteme zu nutzen: Sirenen und Lautsprecherdurchsagen!

Damit jeder weiß, wie Sirenen klingen werden seit 2018 landesweit 2 Mal im Jahr PROBE-Alarme durchgeführt. Der nächste findet am 05.09.2019 um 10 Uhr statt. Dann ertönen erneut alle Sirenen im Stadtgebiet. In Bergkamen werden dann genau 20 Sirenen „losheulen“.

In diesem Jahr steht der „Warntag NRW“ unter dem Motto „Zusammen warnen“. Die Informations-broschüre des Landes Nordrhein-Westfalen erläutert aus diesem Grund das Zusammenspiel sowie die unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen der beteiligten Akteure.