Dämmerschoppen der SPD Weddinghofen-Heil auf dem Ernst-Flühs-Platz

Am kommenden Freitag, 30. August, um 17 Uhr veranstaltet der SPD-Ortsverein Weddinghofen-Heil seinen traditionellen Dämmerschoppen. Erstmalig nach seiner Benennung wird die Veranstaltung auf dem neu benannten Ernst-Flühs-Platz (Ecke Schulstraße / Goekenheide) stattfinden. Jener Platz, dessen Namensfindung vor genau 364 an gleicher Stelle öffentlich ausgerufen wurde.

Neben den Weddinghofer SPD Kreis- und Ratsvertretern stehen auch der heimische Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß in gemütlicher Atmosphäre für Gespräche zur Verfügung. Für das leibliche Wohl zu zivilen Preisen ist bestens gesorgt. Alle interessierten Bürgerinnen- und Bürger sind herzlich eingeladen.“

Nachdem der Ortsverein im vergangenen Jahr mit der Bürgerbefragung und Postkartenaktion zum heutigen Ernst-Flühs-Platz durchweg gute Erfahrungen sammeln konnte, hat sie die örtliche SPD in diesem Jahr wieder etwas neues ausgedacht. Im Rahmen der Veranstaltung wird der in 100 % Eigenregie hergestellte und streng limitierte Rezept- und Kochkalender des SPD Ortsvereins Weddinghofen-Heil für das Jahr 2020 präsentiert und für eine Schutzgebühr von 1,- EUR zu erwerben sein. Auf mehr als 12 Seiten verraten die Kommunalpolitiker aus Weddinghofen und Heil einige ihrer Lieblingsrezepte mit Bildern zum Nachkochen. Der Überschuss wird komplett in ein Projekt in Weddinghofen oder Heil reinvestiert.

„Wir werden am Dämmerschoppen hierüber mit unseren Gästen sprechen, vielleicht gibt es ja irgendwo ein Problem bei dessen Lösung wir helfen können, andernfalls haben wir im Vorstand bereits erste Ideen gesammelt“, kündigte der Vorsitzende Jens Schmülling im Rahmen einer Pressemitteilung an. „Uns geht es darum immer auch mal etwas neues zu probieren, wenn wir dadurch noch etwas gutes bewirken können, um so besser“, heißt es weiterhin. Der SPD Ortsverein freut sich auf viele Gäste bei gutem Wetter.




Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Heil: Schwimmbad bleibt gesperrt

Kurz vor den Sommerferien musste die Schwimmhalle der kreiseigenen Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule gesperrt werden. Am Beckenrand der Förderschule gibt es Beschädigungen, die repariert werden müssen. Vorsichtshalber hat die Schulverwaltung daher die Schwimmhalle eine Woche vor der offiziellen Sommerpause gesperrt. Erste Untersuchungen zeigen jetzt: Diese Schäden können nicht kurzfristig repariert werden.

Durch die Risse am Beckenrand ist das Chlorwasser aus dem Becken in das Fundament eingesickert. Wie groß der Schaden an dem Betonfundament ist, können die Gutachter aber erst sagen, nachdem sie die Ergebnisse der Proben ausgewertet haben.

Und alleine die Proben zu nehmen, ist sehr aufwendig. Entlang des gesamten Schwimmbeckens müssen Bohrungen vorgenommen und die Betonproben untersucht werden. Voraussichtlich liegen erste Ergebnisse der Proben im Herbst dieses Jahres vor. Erst dann können die Fachleute den Sanierungsaufwand abschätzen. Wann das Schwimmbad wieder öffnen kann, ist derzeit daher nicht absehbar. PK | PKU

Wegen der unbefristeten Schließung hat die CDU-Fraktion am Freitag eine Anfrage an den Bürgermeister gestellt: „Dieses Lehrschwimmbecken wird vom DRLG, TuRa Bergkamen – Schwimmabteilung und weiteren Vereinen, insbesondere zur Schwimmausbildung von Kindern, benutzt. Im Interesse der Nutzer bitten wir Sie zu klären, in wie weit die GSW in der Lage ist diese Belegungszeiten im Lehrschwimmbecken alternativ anzubieten oder andere Alternativen zu ermöglichen. Da nach den Sommerferien das Angebot weiter betrieben werden soll, bitten wir um kurzfristige Antwort.“




Verstärkung für Grundschulen – Auch Bergkamen erhält drei neue Pädagoginnen

Die Verstärkung für die Grundschulen wurde im Schulamt für den Kreis Unna begrüßt. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Grundschulen in Bergkamen, Bönen, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm und Unna bekommen Verstärkung: Insgesamt sieben neue Lehrerinnen und zehn sonderpädagogische Fachkräfte starten zum Ferienende in den Schuldienst. Vertreter der Schulaufsicht für Grundschulen und des Fachbereichs Schulen und Bildung begrüßten die „Neuen“ im Schulamt für den Kreis Unna.

Bevor es in die Klassenräume zum praktischen Unterricht geht, mussten die Pädagoginnen erst einmal Papierkram erledigen. Schließlich gab es Urkunden bzw. Arbeitsverträge, eine Vereidigung, Informationsmaterial über Rechte und Pflichten sowie zu den richtigen Anlaufstellen bei Fragen und Sorgen. Natürlich durften auch Informationen über den Kreis, in dem die neuen Pädagogen nun zumindest beruflich Zuhause sind, nicht fehlen.

Vor allem gab es bei der Willkommensfeier im Kreishaus Unna für alle Neuen eins: Viele Glückwünsche zur neuen Aufgabe und festes Daumendrücken für eine erfolgreiche Arbeit.

Ihre Arbeit werden die 17 Pädagoginnen in Lünen (Viktoriaschule, Wittekindschule (2), Overbergschule), in Bergkamen (Gerhart-Hauptmann-Schule (2), Pfalzschule), Schwerte (Friedrich-Kayser-Schule, Reichshofschule, Lenningskamp-Schule), in Kamen (Diesterwegschule, Astrid-Lindgren-Schule) sowie in Selm (Overberg-Schule, Schule auf den Äckern) sowie in Bönen (Goetheschule, 1), in Holzwickede (Dudenroth-Schule, 1) und in Unna (Schule am Friedrichsborn) aufnehmen. PK | PKU

Auch andere Bergkamener Schulen erhalten jetzt laut Mitteilung der Bezirksregierung Arnsberg personelle Verstärkung: an den Realschulen sind das ein Lehrer und eine Lehrerin sowie an der Willy-Brandt-Gesamtschule ein Lehrer und fünf Lehrerinnen.




Land fördert drei neue Elektrofahrzeuge der Stadt mit 52.000 Euro

Eine positive Würdigung erfuhren nunmehr die Bemühungen der Stadt Bergkamen im Rahmen des Klimawandels und der punktuellen Einführung von Elektrofahrzeugen.

Der Baubetriebshof hatte eine Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg für die Beschaffung von drei Elektrofahrzeugen und einer Doppelwallboxanlage für den Standort Bambergstraße beantragt. Beschafft wurde ein VW Golf (Rathaus), ein Peugeot Partner (Baubetriebshof / Magazin) und ein Streetscooter – Dreiseitenkipper (Baubetriebshof / Parkfriedhof). Die Gesamtkosten in Höhe von 132.828 € wurden nunmehr durch eine Landeszuwendung in Höhe von 52.080 € gefördert.

Der Zuwendungsbescheid bestätigt der Stadt Bergkamen den Abschluss der Prüfung und vermerkt „keinerlei Beanstandungen“. Erster Beigeordneter Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters: „Wir freuen uns, dass das Land NRW so die Klima-Bemühungen der Stadt Bergkamen in diesem Bereich unterstützt“. Auch Baubetriebshofleiter Stephan Polplatz ergänzt mit zufriedener Miene: „Die elektrobedingten Mehrkosten wurden durch die Landesförderung aufgefangen; bei den Unterhaltungskosten erwarten wir ein (teilweise) deutliches Einsparpotential, sodass sich dies auch von wirtschaftlicher Seite rentiert“.




Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Nr. BK 119 „Maiweg“

Für das Bauleitplanverfahren des Bebauungsplanes Nr. 119 „Maiweg“ wird der nächste Verfahrensschritt durchgeführt. Der Rat der Stadt Bergkamen hat in seiner Sitzung am 11.07.2019 die Durchführung der öffentlichen Auslegung beschlossen.

Ziel des Bebauungsplans ist es, eine Arrondierung des Ortsrandes in dem Bereich zwischen Maiweg, Heinrichstraße und Nordfeldstraße zu realisieren. Innerhalb des Plangebietes soll hierbei eine aufgelockerte Wohnbebauung entstehen, die im Süden einen sanften Übergang in die freie Landschaft schafft und sich in die umliegenden Wohnnutzungen einfügt. Vorgesehen sind ca. 53 Wohneinheiten, die überwiegend in Form von Einfamilienhäusern und Doppelhäusern sowie drei kleinen Mehrfamilienhäusern entstehen werden. Die Erschließung erfolgt über den Maiweg sowie über eine Anbindung an die Nordfeldstraße.

Der Entwurf des Bebauungsplanes, einschließlich der dazugehörigen Unterlagen, liegt in der Zeit vom 28.08.2019 bis einschließlich 27.09.2019 zur Einsichtnahme öffentlich aus.

Die Offenlegung erfolgt während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr, mittwochs von 8.00 bis 14.30 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr im Sachgebiet Stadtplanung, Demografie, Umwelt, Zimmer 515, Rathausplatz 1 in 59192 Bergkamen. Während dieser Auslegungsfrist können zum Entwurf des Bebauungsplanes insbesondere schriftlich sowie per Email Stellungnahmen vorgebracht oder im Sachgebiet Stadtplanung, Demografie, Umwelt der Stadt Bergkamen zur Niederschrift erklärt werden.

Zusätzlich zu der öffentlichen Auslegung im Rathaus können alle Unterlagen zur Auslegung sowie die ortsübliche Bekanntmachung auch auf der Internetseite http://www.stadtplanung-bergkamen.de unter „Planliste / Aktuelle Beteiligungen“ eingesehen werden. Hier besteht auch die Möglichkeit zur Abgabe von Stellungnahmen.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.




Überraschung im Rathaus: Straßen.NRW legt Umstufungskonzept auch für die Schulstraße vor

Die Hoffnungen der Anlieger von Schul- und Kampstraße sowie der Goekenheide in der Ortsdurchfahrt Weddinghofen weniger Belästigungen durch den Schwerlastverkehr könnten doch schneller Realität werden als bisher gedacht.

Denn die Landesregierung hat nicht in einer schriftlichen Antwort auf die Kleine Anfrage des Gründen-Landtagsabgeordneten Arndt Klocke von der Möglichkeit der Herabstufung dieser Straßen gesprochen. Jetzt liegt der Stadt Bergkamen sogar ein Schreiben von der Landesregierung vor, in dem sie erstmals ein Klassifizierungskonzept des Landesbetriebs Straßen.NRW noch „während des Baus der L 821 n“ ankündigt. Dieses Konzept soll mit den städtischen Fachabteilungen sowie mit dem Kreis Unna und der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt werden.

Das geht aus der Antwort des 1. Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peters auf einen offenen Brief des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Jochen Wehmann hervor. Post von Peters erhalten aber auch die anderen Fraktion, nämlich ein „Umstufungskonzept im Zuge der Ortsumgehung der L 821 Bergkamen einschließlich Umstufung der L 664“ von Straßen.NRW. Mit diesem Konzept leite Straßen.NRW auch zu Peters Überraschung noch vor einem geplanten Gesprächstermin mit der Straßenbaubehörde im September das formelle Beteiligungsverfahren nach § 8 (Abs. 3) des Straßen- und Verkehrswegegesetzes NRW einleitet. Kamp- und Schulstraße und die Goekenheide in Weddinghofen könnten somit wie die Jahnstraße in Oberaden schneller zu Kreis- oder Gemeindestraße werden als bisher gedacht. Tonnage- und Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie sie von den Anliegern seit Jahren gefordert werden, stünde damit nichts mehr im Weg.




Ehrenamtskarten-Inhaber*innen besichtigen die Hauptfeuer- und Rettungswache in Lünen


Im Rahmen eines Ortstermines bereiteten die Mitglieder des Arbeitskreises Ehrenamtskarte NRW den Besuch in der Hauptfeuer- und Rettungswache in Lünen vor: Josef Bone, Martin Thiel, Henriette Koll, Corinna König, Arber Aliu und Jochen Höinghaus (v.l.n.r.). Foto: Feuerwehr Lünen / Renert

Insgesamt 80 Inhaber/Innen von Ehrenamtskarten NRW werden am kommenden Freitag, 23. August 2019 die Hauptfeuer- und Rettungswache in Lünen besuchen. Dies ist das Ergebnis einer Abfrage in den Kommunen und eines Ortstermines zwischen den Organisatoren aus den Verwaltungen sowie den verantwortlichen Vertretern der Feuerwehr in Lünen.

Bekanntlich kooperieren seit vielen Jahren die Städte Werne, Bergkamen, Lünen, Selm sowie Lüdinghausen in Fragen rund um die Ehrenamtskarte NRW sehr eng miteinander. „Vor diesem Hintergrund ist die Teilnehmerzahl ein sichtbarer Beweis für die gelungene Vernetzung“, bewertet Corinna König, Leiterin der Stabsstelle des Bürgermeisterbüros und Ansprechperson für das Ehrenamt, die langjährige Zusammenarbeit.
Die beiden Feuerwehr-Vertreter Martin Thiel und Christopher Renert erläuterten den Arbeitskreis-Mitgliedern den Ablauf und den geplanten Rahmen des Besuches. Die Hauptfeuer- und Rettungswache an der Kupferstraße in Lünen wurde im Jahre 2012 fertiggestellt. Seitdem gehört sie zu einer der größten und modernsten Feuerwehrwachen im gesamten Kreis Unna.

Insgesamt vier Besuchergruppen werden gebildet und voneinander getrennt über das Gelände bzw. durch die Wache geführt. Der gemeinsame Abschluss bei einem Würstchen vom Grill und einer Auswahl an kalten Getränken führt alle Gäste wieder zusammen. In diesem Rahmen werden die ebenfalls geladenen Bürgermeister die Möglichkeit nutzen, den anwesenden Ehrenamtler*innen – stell-vertretend für alle Ehrenamtlichen– ihren Dank für das uneigennützige Engagement auszusprechen.

Alle angemeldeten Teilnehmer/Innen aus Bergkamen erhalten kurzfristig eine schriftliche Bestätigung mit detailliertem Ablauf der Veranstaltung sowie Parkmöglichkeiten.




Bündnis 90 / Die Grünen und die BI L 821n Nein laden am Sonntag zum Protestmarsch ein

Der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen in Bergkamen und die Bürgerinitiative L 821n Nein laden am Sonntag, 18. August, ab 15.00 Uhr zum Protestmarsch gegen den Bau der L 821n ein. Treffpunkt ist die Brücke über den Kuhbach am Pantenweg neben der Realschule in Bergkamen-Oberaden.

Bei dieser Veranstaltung wird der geplante Trassenverlauf der L821n abgelaufen. An einigen Punkten werden Stopps eingelegt und Einzelheiten der Baumaßnahme besprochen. Hiermit soll ein Zeichen gesetzt werden gegen den überflüssigen und extrem klimaschädlichen Bau dieser Straße. Der Protestmarsch führt über die Kuhbachtrasse, vorbei am Parkfriedhof und durch die Felder. Dieser Spazierweg wird mit dem Bau der Strasse versperrt.

Als Gastredner sind an diesem Veranstaltungstag Friedrich Ostendorff MdB, agrarpolitischer Sprecher Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen eingeladen, sowie Arndt Klocke MdL, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen im Landtag NRW.

Die Teilnehmer werden vom Vorsitzenden des OV Bündnis 90 / Die Grünen, Rolf Humbach, über alle Neuigkeiten rund um den Bau der höchst umstrittenen L 821n informiert, z. B. Reaktion der EU-Kommission und Einschaltung des Petitionsausschusses des Landtags NRW. Arndt Klocke wird u. a. über den Sachstand bezüglich der Kleinen Anfrage an das Verkehrsministerium berichten.

Auch der WDR wird wieder vor Ort sein und für die Lokalzeit eine Reportage anfertigen, da es schon einmalig ist, dass sich Verkehrsminister Hendrik Wüst mit dem Bau der L821n über den Willen der Kommune hinwegsetzt.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die BI L821n NEIN wieder alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem lockeren Informationsaustausch bei kalten und heißen Getränken und Kuchen ein. Musikalisch begleitet wird dieser Punkt von der Sängerin Janina Lawicki.




Liberale Runde trifft sich in der Gaststätte Europa

Am heutigen Donnerstag treffen sich die Mitglieder der FDP Bergkamen zu ihrer „Liberalen Runde“ um 19.30 Uhr in der Gaststätte Europa, an der Lünener Str.22 in Bergkamen-Oberaden. Gerne dazu kommen dürfen natürlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Bergkamen.

Ein letztes Mal in der Sommerpause sollen die Liberalen aus dem Rat und den Ausschüssen über die neuesten Entscheidungen informiert werden. Gerne können natürlich auch noch offene Beschlüsse aus dem Stadtgebiet diskutiert werden. Die Stadtverordnete der FDP wird berichten und offene Fragen beantworten.




Das „Starke-Familien-Gesetz” kommt: Für mehr Bildung und Teilhabe

Babyschwimmen, Stifte für den Schulunterricht oder das Mittagessen in der Kita – das kann über das Bildungs- und Teilhabepaket mitfinanziert werden, wenn die Familienkasse dafür nicht ausreicht. Zum 1. August 2019 hat der Gesetzgeber mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ Änderungen vorgesehen, die die Leistungen verbessern und den Zugang erleichtern.

„Wir möchten, dass mehr Kinder und Jugendliche an Bildungs- und Förderangeboten in der Schule oder in der Freizeit teilnehmen können“, sagt Norbert Diekmännken, Fachbereichsleiter Arbeit und Soziales. „Aber nur wer weiß, welche Leistungen und Ansprüche es gibt, kann sie auch beantragen. Deshalb informieren wir derzeit breit über das neue Angebot in den Schulen, Kitas und dem Jobcenter.“

Verbesserungen in der Übersicht
Viele Anträge für unterschiedliche Leistungen stellen – das soll es nicht mehr geben. Die Antragstellung wird vereinfacht. Künftig soll ein Antrag für mehrere Leistungen ausreichen. Außerdem: Das Schulbedarfspaket steigt von 100 Euro auf 150 Euro und das Mittagessen in der Schule, Kita und Kindertagespflege wird komplett übernommen. Auch für die Schülerbeförderung werden die vollen Kosten für Bus und Bahn übernommen.

Neu ist auch, dass eine Lernförderung auch dann beansprucht werden kann, wenn die Versetzung nicht unmittelbar gefährdet ist. Und für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft wird die monatliche Pauschale von bisher 10 Euro auf 15 Euro erhöht.

Weitere Informationen
Eine Übersicht und weitere Informationen zu den Verbesserungen, die das Starke-Familien-Gesetz mit sich bringt ist unter www.kreis-unna.de/but zu finden. Fragen von Personen, die Leistungen nach SGB II beziehen, beantworten die persönlichen Ansprechpartner beim Jobcenter. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung beantworten Fragen für alle anderen Leistungsbezieher (z.B. Wohngeld oder Kinderzuschlag). PK | PKU




Bürgermeister Roland Schäfer zieht sich nach der Kommunalwahl im September 2020 in den Ruhestand zurück

Roland Schäfer an seinem Arbeitsplatz. Der Schreibtisch, den er nutzt, gehört übrigens zur Erstausstattung des 1976 eingeweihten Bergkamener Rathauses.

Bürgermeister Roland Schäfer wird sich mit dem Ende seiner Amtsperiode am 31. Oktober 2020 aus dem Bergkamener Rathaus In den Ruhestand verabschieden. Dass er bei den Kommunalwahlen im September kommenden Jahres nicht wieder für die SPD als Bürgermeisterkandidat antreten wird, hatte er am Donnerstag zunächst in nicht öffentlicher Sitzung den Mitgliedern des Stadtrats und am Freitagmorgen per Rundmail auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung erklärt.

„Ich bin fit und gesund und auch nicht amtsmüde. Meine Arbeit macht mir weiterhin großen Spaß“, erklärte Schäfer in einem Pressegespräch. Doch irgendwann müsse es auch mal gut sein. Ende dieses Monats kann er seinen 70. Geburtstag feiern.
Mit der Aufgabe des Bürgermeisteramts entfallen automatisch viele weitere Ämter, unter anderem kann er nicht mehr Präsident des Städte- und Gemeindebundes sein. Im Ruhestand will er sich den vielen Dingen widmen, die unter der zeitlichen Belastung als Bürgermeister arg gelitten haben. So möchte er sich wieder am Sportabzeichen-Wettbewerb beteiligen, regelmäßig joggen und Rad fahren. Auch soll es regelmäßig in die Berge gehen zum Skifahren- Geplant ist außerdem, seine historischen und philosophischen Interessen mit einem Seniorenstudium an einer Universität zu vertiefen.

1989 wurde Roland Schäfer für rund neun Jahre Stadtdirektor der Stadt Bergkamen. Danach wählten ihn die Bürgerinnen vier Mal hintereinander direkt als Bürgermeister. In jedem Fall will er weiterhin in Bergkamen leben, in einer Stadt, die er als dynamisch und lebendig bezeichnet.

Bei einigen Frauen und Männern könne er sich vorstellen, dass sie seine Arbeit erfolgreich fortsetzen werden. Namen wollte er allerdings am Freitag nicht nennen. Die Bergkamener Parteien hätten nun ausreichend Zeit, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für Bürgermeisteramt zu finden.

Bei der Kommunalwal wird er lediglich als Wahlleiter fungieren. Die wird allerdings etwas anders ausfallen als bisher. Ein Stichwahl gibt es nicht mehr. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen kann. Zudem erhalten die Bürgerinnen und Bürger fünf statt vier Stimmzettel. Erstmals entscheiden sie auch über die Zusammensetzung der Versammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR).