An der Schillerschule ist doch eine offene Ganztagsgrundschule möglich
Planungsgespräch für die OGS an der Schillergrundschule.
Auf dem Weg zur offenen Ganztagsgrundschule am Standort der Schillerschule sind Verwaltung und Schulleitung nun einen Schritt weiter. Das beauftragte Architekturbüro hat im Wege einer Machbarkeitsstudie für die weiteren Planungen mehrere Optionen eröffnet, wie eine bauliche Erweiterung gestaltet werden kann.
Diese Möglichkeiten wurden in einer Gesprächsrunde mit der Schulleitung vorgestellt. Im nächsten Schritt wird nun die Schule selbst die Vorschläge diskutieren. Daraus wird sich ein Konzept entwickeln, welches der Verwaltung vorgelegt wird, damit dann miteinander die nächsten Planungen begonnen werden können.
Die für das Schulwesen zuständige Beigeordnete Christine Busch war über das Ergebnis der Machbarkeitsstudie erleichtert; schien es doch schwierig, die baulichen Gegebenheiten so optimieren zu können.
Bürgermeister Roland Schäfer zeichnet verdiente Komunalpolitiker aus
Dieser Stadtverordneten wurden mit der Ehren- oder Silbermedaille der Stadt Bergkamen ausgezeichnet.
Gleich zu Beginn der Sitzung des Bergkamener Stadtrats ehrte Bürgermeister Roland Schäfer eine Reihe von Stadtverordneten für ihr großes kommunalpolitisches Engagement. Rüdiger Weiß überreichte er den Ehrenring der Stadt Bergkamen, weil er sich für Bergkamen in besonderer Weise verdient gemacht hat.
Elke Middendorf, Dieter Mittmann und Kay Schulte erhielten traditionsgemäß eine Armbanduhr für ihre 25-jährigen kommunalpolitische Tätigkeit.
Die Ehrenmedaille für mindestens 15-jährige Zugehörigkeit zum Stadtrat ging an Rosemarie Degenhardt, Dirk Haverkamp, Michael Jürgens, Gerd Miller, Uwe Reichelt, Bernd Schäfer, Thomas Semmelmann, Manuela Veit und Hans-Joachim Wehmann.
Die Silbermedaille erhielten für mindestens zehnjährige Ratstätigkeit Julian Deuse, Thomas Eder, Martina Eickhoff, Sandra Hagen und Brigitte Matiak.
Bürgermeister Roöand Schäfer überreicht Rüdiger Weiß den Ehrenring der Stadt Bergkamen. Die Silberjubilare erhielten eine Armbanduhr für ihrer über 25-jährige Ratstätigkeit.
Neues Kombibad, neue Schule und die IGA 2027: Stadtrat verabschiedet Doppelhaushalt 2020/21 mit übergroßer Mehrheit
Mit übergroßer Mehrheit hat der Bergkamener Stadtrat am Donnerstagabend den neuen Doppelhaushalt 2020/21 beschlossen. Lediglich BergAUF und FDP verweigerte dem von Kämmerer Marc Alexander Ulrich vorgelegten Zahlenwerk die Zustimmung.
Mit seinem eindeutigen Votum hat der Stadtrat entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung der Stadt Bergkamen gestellt, die weit ins nächste Jahrzehnt hineinreichen. Dazu gehören beispielsweise die geplanten Neubauten des Kombibads am Häupenweg und der Jahnschule in Oberaden, die Modernisierung und der Umbau des Stadtmuseums und die Beteiligung der Stadt an der Internationalen Gartenbauausstellung 2027 (IGA). Hinzu kommen der Bau eines Bürgerradwegs an der Lünener Straße bis zur Grenze zu Beckinghausen, der von den Grünen beantragt wurde, die Verbesserung der Radverkehrssituation an den Hauptverkehrsstraße in den Stadtteilen und die stärkere materielle Würdigung des ehrenamtlichen Engagement der Bergkamener Feuerwehrleute. Die CDU hatte hier eine Art „Feuerwehrrente“ beantragt. Die Verwaltung soll nun mit der Wehrführung absprechen, welche Zuwendungen bereits im aktiven Feuerwehrdienst sinnvoll sind.
Eine Vorentscheidung ist auch für den Neubau des Bergkamener Rathauses gefallen. Beschlossen wurde am Donnerstag allerdings erst die Beauftragung eines Gutachters, der unter anderem aufzeigen soll, welchen Elemente ein modernes Verwaltungsgebäude benötigt und an welcher Stelle es sinnvollerweise gebaut wird.
Vorab fielen eine Reihe von Entscheidungen, die die Portmonees aller Bürgerinnen und Bürger betreffen. So bleibt die Grundsteuer stabil, die Müllabfuhr etwas teuer und für die Abwasserentsorgung ist 2020 weniger zu bezahlen. Insgesamt fällt die Belastung für eine vierköpfige Durchschnittsfamilie im nächsten Jahr um rund 40 Euro geringer aus.
Hubert Hüppe neuer Kreisvorsitzende der Senioren Union – Rosemarie Degenhardt aus Heil stellv. Vorsitzende
Der neue Kreisvorstand der Senioren-Union. Foto: Sibylle Weber
Mit einem Traumergebnis wurde der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) zum neuen Vorsitzenden der Senioren Union des Kreises Unna gewählt. Von den 51 anwesenden Mitgliedern stimmten 50 mit „ja“ und ein Mitglied enthielt sich. Der in Werne lebende Politiker löst damit den langjährigen Vorsitzenden Ernst-Dieter Standop ab, der in seinem Bericht darauf verweisen konnte, dass die Zahl der Mitglieder gegen den Trend in der Landes- und Bundes-Senioren Union, aber auch anders als in der Gesamtpartei, stetig weiter steigt.
Hüppe, der sich von seinem Ergebnis beeindruckt zeigte, machte in seiner Vorstellungsrede deutlich, dass das Gesellige in der Senioren Union weiter einen hohen Stellenwert habe, dass man aber auch politisch verstärkt mitreden will. „Wir gehören zur Union, aber wir wollen sie auch prägen“ so der neue Vorsitzende. So nannte er die Themen Pflege, soziale Sicherung im Alter, Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und innere Sicherheit.
Auch die Barrierefreiheit sei in allen Bereichen ein wichtiges Thema, damit Menschen im Alltag so lang wie eben möglich selbstbestimmt in ihrem Wohnumfeld an der Gesellschaft teilhaben könnten. Die Senioren Union werde sich aber in alle Themen in der Öffentlichkeit und in der CDU einmischen.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden mit sehr guten Ergebnissen die Vorsitzende des Stadtverbandes Bergkamen, Rosemarie Degenhardt, und der Vorsitzende von Unna, Franz Rottinger, gewählt. Beide sind kommunale Mandatsträger. Das zeige, so Hüppe, dass man auch im Alter Verantwortung übernehmen könne.
Schriftführerin wurde Elisabeth Piech (Schwerte). Zu Beisitzern wurden Marie-Lis Coenen (Lünen), Heide Willimek und Reinhard Hasler (Werne), Rudi Hölmer und Wilfried Ruberg (Fröndenberg), Wolfgang Maus (Unna), Jürgen Paul und Dieter Böhmer (Schwerte) und Dietmar Wünnemann (Kamen) gewählt.
Nach zahlreichen Delegiertenwahlen schloss der neue Vorsitzende die Versammlung mit dem Dank an Ernst-Dieter Standop für sein jahrelanges Engagement. Auf der konstituierenden Sitzung im Januar will der neugewählte Vorstand sich schon intensiv mit den Kommunalwahlen beschäftigen.
Über die Feiertage geschlossen: Betriebsferien der Kreisverwaltung
Der Kreis Unna erinnert an seine Betriebsferien: Vom 23. Dezember bis einschließlich 1. Januar 2020 bleibt die Kreisverwaltung mit allen Nebenstellen geschlossen. Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Notdienst-Erreichbarkeiten von Dienststellen des Kreises sind – wie auch an normalen Wochenenden oder Feiertagen – über die Rettungsleitstelle oder die Polizeidienststellen sichergestellt.
Kreis-Tierheim
Die Kreisverwaltung erinnert außerdem daran, dass das kreiseigene Tierheim bereits vom 20. Dezember bis einschließlich 1. Januar für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt.
Museum Haus Opherdicke
Eine andere Regelung gilt für die aktuelle Ausstellung des Kreises auf Haus Opherdicke in Holzwickede. Die Werke aus der Sammlung des Museum Arnhem und von Louise te Poele sind auch zwischen Weihnachten und Silvester vom 27. bis 29. Dezember zu sehen. Geschlossen bleibt die Ausstellung an den Weihnachtsfeiertagen (24. bis 26. Dezember), wie üblich am Montag, 30. Dezember, Silvester sowie Neujahr.
Bistro von Haus Opherdicke
Das Bistro-Team von Haus Opherdicke macht von 23. Dezember bis einschließlich 6. Januar Ferien. Davor und danach sind die gemütlichen Räumlichkeiten im kreiseigenen Gut dienstags bis sonntags jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Öffnungszeiten rund um Weihnachten und Silvester sind im Internet unter www.kreis-unna.de zu finden. PK | PKU
Bündnis 90 / Die Grünen und die BI L 821n Nein laden zum Protestmarsch ein
Der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen in Bergkamen und die Bürgerinitiative L 821n Nein laden am Sonntag, den 15. Dezember 2019 ab 15.00 Uhr zum Protestmarsch gegen den Bau der L 821n ein. Treffpunkt ist die Brücke über den Kuhbach am Pantenweg neben der Realschule in Bergkamen-Oberaden.
Bei dieser Veranstaltung wird der geplante Trassenverlauf der L821n abgelaufen. An einigen Punkten werden Stopps eingelegt und Einzelheiten der Baumaßnahme besprochen. Hiermit soll ein Zeichen gesetzt werden gegen den überflüssigen und extrem klimaschädlichen Bau dieser Straße. Der Protestmarsch führt über die Kuhbachtrasse, vorbei am Parkfriedhof und durch die Felder. Dieser Spazierweg wird mit dem Bau der Straße versperrt.
Als Gastredner ist an diesem Veranstaltungstag Friedrich Ostendorff MdB, agrarpolitischer Sprecher Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen eingeladen.
Die Teilnehmer werden vom Vorsitzenden des OV Bündnis 90 / Die Grünen, Rolf Humbach, über alle Neuigkeiten rund um den Bau der höchst umstrittenen L 821n informiert, z. B. Reaktion / bisherige Rückmeldungen der EU-Kommission, Antwort des Präsidenten des Landtags NRW bezüglich der Eingabe an den Petitionsausschuss und die neue Anfrage an die Bezirksregierung bezüglich der nach wie vor ungeklärten Frage der Entwässerung im zweiten Bauabschnitt.
Alle Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe der geplanten Trasse der L821n wohnen, sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, denn sie bekommen hier wichtige Informationen bezüglich der zu erwartenden wesentlich höheren Lärmbelastung, die von Straßen NRW bereits öffentlich kundgetan wurde. Anträge auf Lärmschutzmaßnahmen an den Gebäuden der Anwohner werden verteilt.
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die BI L821n NEIN wieder alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem lockeren Informationsaustausch bei kalten und heißen Getränken und Kuchen ein.
Die CDU fordert „Runter mit den kalkulatorischen Zinsen“ bei den Abwassergebühren
CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel
Die Bergkamener Bürgerinnen und Bürger werden im kommenden Jahr weniger für die Abwasserbeseitigung bezahlen müssen als 2019. Die durchschnittliche vierköpfige Familie spart dadurch 2020 rund 50 Euro. Die CDU-Fraktion möchte nun so ihr Vorsitzender Thomas Heinzel, dass die Gebührenzahler noch mehr entlastet werden.
Wie schon in den Vorjahren fordert sie die Senkung der sogenannten kalkulatorischen Zinsen, mit deren Hilfe mehrere Millionen Euro in die Stadtkasse fließen. 2019 liegt dieser Zinssatz bei 6 Prozent. Im nächsten Jahr soll er laut Vorschlag der Verwaltung bei 5,5 Prozent liegen. Die CDU fordert nun in der Ratssitzung am Donnerstag ihn auf 4,35 Prozent zu senken.
In der Begründung zu ihrem Antrag heißt es: „Im Jahr 2014 lag die Eigenkapltalverzinsung bei 4,35 %. Die gleichbleibend niedrige Zinssituation der Jahre 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 kann eine erhöhte Eigenkapltalverzinsung für das Jahr 2020 von 5,5 % nicht begründen.“
Sparkasse Bergkamen-Bönen startet mit neuem Vorstand in das neue Jahr
Bürgermeister Roland Schäfer (m.) präsentiert den neuen Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen: Tobias Laaß (r.) und Jörg Jandzinsky (l.).
Wie Bürgermeister Roland Schäfer als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Bergkamen-Bönen jetzt bekannt gab, übernimmt das bisherige Vorstandsmitglied Tobias Laaß zum 01.01.2020 den Vorsitz des Vorstands der Sparkasse und folgt damit auf die langjährige Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg. Nach über 17 Jahren im Vorstand der Sparkasse war sie bereits im Mai 2019 auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst ausgeschieden.
Neu als Mitglied des Vorstandes wird der 38-jährige Jörg Jandzinsky zum 01.01.2020 seine Tätigkeit aufnehmen und die Bereiche Gesamtbanksteuerung, Stab/Marktfolge und Interne Revision verantworten. Seine fachlichen und beruflichen Erfahrungen werden ihm einen guten Einstieg in die neue Aufgabe erleichtern.
„Im Spannungsfeld von niedrigen Zinsen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen bringt Jörg Jandzinsky genau die Stärken mit, die die Sparkasse benötigt“, so der Verwaltungsratsvorsitzende Roland Schäfer.
Jörg Jandzinsky begann seine Karriere bei der Sparkasse Dortmund und war nach Abschluss seines berufsbegleitenden Studiums fünf Jahre als Verbandsprüfer beim Sparkassenverband Westfalen-Lippe tätig. Seit 2015 leitet er die Abteilung Gesamtbanksteuerung der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.
Seinen Lebensmittelpunkt wird der gebürtige Dortmunder und zweifache Familienvater kurzfristig nach Bergkamen verlegen und freut sich auf die Rückkehr in seine Heimatregion.
Das neue Vorstandsduo wird sich mit einem gut ausgebildeten und motivierten Team den Herausforderungen der Zukunft stellen. Tobias Laaß und Jörg Jandzinsky erklärten abschließend, sie freuten sich auf die kollegiale Zusammenarbeit.
Oliver Kaczmarek gehört weiterhin dem SPD-Bundesvorstand an
Oliver Kaczmarek
Der Vorsitzende der SPD im Kreis Unna und heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek sitzt auch künftig im Bundesvorstand der SPD. Einen Tag nach dem Wechsel an der Parteispitze wurde er am vergangenen Samstag auf dem Bundesparteitag in Berlin auf Vorschlag der nordrhein-westfälischen SPD als Beisitzer wiedergewählt ins Gremium. „Ich danke den Delegierten für das Vertrauen und die Möglichkeit, weiterhin meine Erfahrung im Bundesvorstand einbringen und die Interessen des Wahlkreises vertreten zu können“, so Kaczmarek.
Oliver Kaczmarek ist 1988 als Schüler in die SPD eingetreten. Seit 1990 ist er Mitglied im Vorstand seines Heimat-Ortsvereins Kamen-Mitte und seit 2005 Vorsitzender der SPD im Kreis Unna. Den Wahlkreis Unna I vertritt Kaczmarek seit 2009 als direkt gewählter Vertreter im Deutschen Bundestag und ist dort bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.
Personalversammlung beim Kreis Unna am 9. Dezember: Geänderte Öffnungszeiten
Wegen einer Personalversammlung ändern sich die Öffnungszeiten der Kreisverwaltung am Montag, 9. Dezember. Die Ausländerbehörde des Kreises bleibt am Montag geschlossen, die anderen Dienststellen im Kreishaus Unna öffnen gegen 13 Uhr. Komplett geschlossen bleibt an dem Tag die Zulassungsstelle im Kreishaus Lünen.
Wegen der Personalversammlung am 9. Dezember entfällt auch die Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung in Kamen. Telefonisch ist die im Severinshaus in Kamen beheimatete Pflege- und Wohnberatung an diesem Tag ebenfalls nicht zu erreichen.
Die Übersicht aller Öffnungszeiten der Kreisverwaltung findet sich auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-unna.de. PK | PKU
Verwaltung plädiert für den Neubau des „Rathauses der Zukunft“ – Geschätzte Kosten: rund 40 Mio. Euro
Seit Jahren wird über den Zustand des Bergkamener Rathauses geklagt: Es sei eine Energieschleuder, die Arbeitsbedingungen in den Büros seien unzumutbar sind nur zwei Beispiele einer langen Liste. In der Ratssitzung am Donnerstag, 12. Dezember, schlagen nun Bürgermeister Roland Schäfer und der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters einen Neubau vor unter dem Titel „Rathaus der Zukunft“. Erste vorsichtige Schätzungen der Kosten belaufen sich auf 40 Millionen Euro.
Zunächst soll ein externes Gutachten alle Rahmenbedingungen klären. Dazu gehören Entwurf eines Raumprogramms in einem Neubau für Rat/Fraktionen sowie Verwaltung, städtebauliche und architektonische Umsetzungsentwürfe für den Rathausneubau, geeignete Standorte sowie die Möglichkeiten der öffentlichen Förderung.
Ausdrücklich heißt es in der Vorlage für die Ratssitzung, dass der Beschluss für dieses Gutachten noch kein Beschluss über den Neubau ist. Auch ist für solch ein Neubau-Projekt im neuen Doppelhaushalt kein Geld eingeplant. Das heißt, dass mehr als zwei Jahre ins Land gehen bis zum ersten Spatenstich.
Den Ist-Zustand von Rathaus und Ratstrakt beschreibt die Verwaltung so:
„Das Rathaus weist typische Baumerkmale der 1970er Jahre auf. Das betrifft insbesondere die verwendeten teils mangelhaften Materialien wie z.B. rappelnde Aluminiumfenster und Asbest im Fassadenaufbau oder ungedämmte Heizkörpernischen. Eine zeitgemäße Klimatisierung ist nicht möglich, worunter Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher gleichermaßen leiden. Im Sommer wird es in den Räumen zum Teil sehr heiß, im Winter durch die Zugluft undichter Fenster bleibt es kalt.
Das Rathaus weist eine äußerst schlechte Energiebilanz auf.
Die Gebäude (Ratstrakt und Verwaltungshochhaus) sind in vielen Bereichen nicht barrierefrei nutzbar. So können körperlich eingeschränkte Besucher*Innen sowie Rats- und Ausschussmitglieder nur mit Unterstützung Dritter an den Sitzungen teilnehmen, da sich die Zuschauertribüne und die Säle 1 und 2 im Obergeschoss und die Toiletten im Untergeschoss des Ratstraktes befinden. Die barrierefreie Erreichbarkeit der Stellplätze auf dem Parkdeck ist nur über unattraktive und gefährliche Wege innerhalb des Parkhauses bzw. durch die Flure des Einkaufszentrums möglich.
Es besteht daher ein erheblicher Sanierungsbedarf im Gesamtbestand z.B. hinsichtlich:
• Barrierefreiheit
• Klimaschutzanforderungen
• Energetische Sanierung
• Senkung der Betriebskosten
• Sanitäranlagen
• Brandschutz.
Zudem haben sich seit Ende der 1970er Jahren die Anforderungen an eine moderne Verwaltung sowie an Politik und bürgerschaftliches Engagement grundlegend geändert. Sie erfordern ein zusätzliches und zeitgemäßes Raumangebot.
Hier einige Beispiele:
• Bürgerbüro mit generationengerechten Wartezonen
• Digitalisierung der Verwaltungsabläufe
• Gestiegene Anforderungen an Datenschutz; z.B. Einzelberatung bei personenbezogenen Daten
• Fehlende Besprechungsräume für Gespräche mit externen Gästen (Investoren, Erschließungsträger …) und Amtsbesprechungen (Teamarbeit)
• Zusätzliche kommunale Aufgaben / Anstieg der Beschäftigtenzahl
• Sicherheitsanforderungen für Bürger*Innen und Beschäftigte
• Anstieg der Anzahl der im Rat vertretenen Parteien ist zu erwarten (Mehrparteiensystem)
• Umweltfreundliche Mobilität der Verwaltung und der Mitarbeiter*Innen (Fahrradstellplätze, Sharing-Angebote …)
• Kantine, Kaffeeküchen o.ä.“