Thomas Heinzel und Bernd Schäfer mit Sparkassenmedaille des Verbandes „Westfalen-Lippe“ ausgezeichnet

v.l. Roland Schäfer, Tobias Laaß, Stephan Rotering, Bernd Schäfer, Thomas Heinzel, Jörg Jandzinsky; es fehlt Detlef Pilz. Foto: Michael Krause

Aufgrund außerordentlicher Verdienste und der engen Verbundenheit mit der Sparkasse Bergkamen-Bönen wurde am vergangenen Freitag Mitgliedern des Verwaltungsrates der Sparkasse die Sparkassenmedaille des Verbandes „Westfalen-Lippe“ verliehen. Über viele Jahre hinweg haben sich die Vertreter für die Sparkassenidee eingesetzt und in den Gremien der Sparkasse Bergkamen-Bönen erfolgreich verwirklicht – ob im Verwaltungsrat oder im Risikoausschuss.

„Im Verwaltungsrat braucht es Köpfe, die gestalten können und gestalten wollen. Köpfe, die ihre vielfältigen Erfahrungen aus der Politik und der engen Verbindung zu weiten Kreisen der Bevölkerung in die Sparkassenarbeit einfließen lassen. Ihre Kenntnis um die Stärken und Schwächen der lokalen Wirtschaft, Ihr persönliches Netzwerk und Ihre enge Verbundenheit zur Region war für die Sparkasse Bergkamen-Bönen über all die Jahre unverzichtbar, um nah am Markt und bei den Kunden bleiben zu können“, so der Ehrenbürgermeister der Stadt Bergkamen und selbst langjähriges Mitglied des Verwaltungsrates Roland Schäfer, der die Laudatio hielt.

Folgende Personen wurden in einer feierlichen Stunde geehrt:

Stephan Rotering, ehemaliger Bürgermeister Gemeinde Bönen

Thomas Heinzel, amtierender Bürgermeister der Stadt Bergkamen

Bernd Schäfer, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bergkamen, zuletzt Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Detlef Pilz, zuletzt Vorsitzender des Risikoausschusses




Trecker im Lichterglanz: Route durch Werne und Bergkamen steht

Die Lichterfahrt der Landwirte 2025 unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ findet am 4. Advent, 21. Dezember, statt und führt von Werne nach Bergkamen. Start ist um 17 Uhr am Sandbochumer Weg in Werne Stockum. Laut Streckenplan soll die Lippebrücke in Rünthe gegen 19 Uhr überfahren werden. Von dort geht es durch Rünthe, Overberge, Bergkamen-Mitte bis zum Endpunkt auf dem großen Parkplatz am Häupenbad / Eishalle gegen 20.45 Uhr. Die Landwirte weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um Schätzzeiten handelt. Abweichung von bis zu 20 Minuten sind möglich.




SPD-Fraktion fordert transparente Übersicht zu Einsparpotenzialen im städtischen Haushalt

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergkamen fordert im Rahmen der Haushaltsplanberatungen von der Verwaltung eine umfassende und transparente Übersicht über alle möglichen Einsparpotenziale und Ausgabenreduzierungen im städtischen Haushalt. Ziel ist es, vor einer möglichen Erhöhung von Steuern und Gebühren sämtliche vertretbaren Potenziale zu prüfen und nachvollziehbar darzustellen.

Die Verwaltung wird aufgefordert, diese Übersicht kurzfristig zu erstellen und dem Rat sowie dem Haupt- und Finanzausschuss vorzulegen.

Dazu erklärt die SPD-Fraktion: „Die geänderten finanziellen Rahmenbedingungen – durch die Art der Umsetzung der Grundsteuerreform seitens des Landes NRW – dürfen nicht einfach 1:1 auf die Bürger übertragen werden, ohne dass zuvor jede erdenkliche Einsparmöglichkeit geprüft und bewertet wurde. Darüber hinaus ist es unabdingbar, verwaltungsseitige Prozesse auf Optimierung und Automatisierung zu überprüfen, Ausgaben konsequent zu reduzieren und alternative Einnahmequellen zu erschließen.

So wird ermöglicht, dass der Stadtrat und die Stadtgesellschaft nachvollziehen können, dass die Stadtverwaltung ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leistet und die Belastungen für die Menschen in Bergkamen so gering wie möglich gehalten werden. Diese Darstellung der Einsparpotenziale für den städtischen Haushalt soll, an die im Stadtrat vertretenen Fraktionen, Gruppen etc., bis zum 12.01.2026 erfolgen. Hierzu wird die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergkamen die notwendigen Schritte gegenüber der Stadtverwaltung kurzfristig einleiten.“




Stadt muss neu rechnen: Verwaltungsgericht kippt erhöhte Grundsteuer B für Nichtwohngrundstücke

Die Bergkamener Eigentümer und Mieter von Wohngrundstücken sind alles andere als begeistert über die geplante Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuer B. Das zeigen die zahlreichen Reaktionen auf unsere Berichterstattung. Leider können die finanziellen Belastungen 2026 noch höher ausfallen.

Grund ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 4. Dezember. Geklagt hatten Eigentümer und Eigentümerinnen von Nichtwohngrundstücken unter anderem aus Dortmund, Essen, Bochum und Gelsenkirchen gegen die Abgabenbescheide ihrer Städte. Sie waren bereits für das Jahr 2025 der Empfehlung des Landes NRW gefolgt und hatten, wie es Bergkamen ursprünglich geplant hatte, für Nichtwohngrundstücke wesentlich höhere Hebesätze beschlossen.

„Die höheren Hebesätze für die Besteuerung der Nichtwohngrundstücke in den Satzungen der Gemeinden verstoßen gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Steuergerechtigkeit. Sie benachteiligen die Eigentümer von Nichtwohngrundstücken ohne rechtlich tragfähigen Grund gegenüber den Eigentümern von Wohngrundstücken. Bei dem gleichen Steuergegenstand sind einheitliche Hebesätze steuergerecht. Abweichungen durch unterschiedliche Hebesätze sind zu rechtfertigen. Hierfür reichen rein fiskalische Gründe nicht aus“, erklärt das NRW-Justizministerium.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Kammer hat die Berufung bei dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen und die Sprungrevision bei dem Bundesverwaltungsgericht zugelassen.

Mit diesem Urteil hatte Bergkamens Kämmerin Sandra Diebel eigentlich nicht gerechnet. Sie hat deshalb eine Vorstellung ihres neuen Haushalts gegenüber der Presse von Montag auf Mittwoch verschoben. Der Verwaltungsvorstand will die Zeit für weitere interne Beratungen nutzen.

Rund 2 Millionen Euro sollte durch den geplanten höheren Hebesatz für Nichtwohngrundstücke 2026 zusätzlich in die Stadtkasse fließen. Wie der Verwaltungsvorstand um Bürgermeister Thomas Heinzel diese Finanzierungslücke schließen will, bleibt abzuwarten. Wenn diese Summe auf alle Grundsteuer B-Zahler umgelegt wird, wird es für alle noch teurer.




Grundsteuer B: Hebesatz für Wohngebäude soll auf 995 Prozent steigen

Stadtkämmerin Sandra Diebel

Die Finanzsituation der Stadt Bergkamen ist nicht rosig. Sie muss sparen. Kämmerin Sandra Diebel hält es außerdem für notwendig, die Hebesätze für Steuern zu erhöhen, um die Einnahmen zu verbessern.

Wie genau die Kassenlage der Stadt aus ihrer Sicht aussieht, wird ersichtlich, wenn sie am 11. Dezember dem Stadtrat ihren Haushaltsplanentwurf vorlegt. Verabschiedet werden soll er dann im Februar. Doch bereits am Donnerstag kommender Woche wird sich der Rat mit der Erhöhung von Steuern und Beiträgen beschäftigen.

So soll nach dem Vorschlag von Sandra Diebel der Hebesatz für die Grundsteuer B von zurzeit 670 Prozent auf 995 für Wohngebäude steigen. Hauseigentümer zahlen die Grundsteuer B direkt an die Stadtkasse, Mieter über die Mitnebenkosten. Diese Beträge sind Anfang dieses Jahres in vielen Fällen geringer ausgefallen, weil seit dem 1. Januar 2025 die Steuermessbeträge, die vom Finanzamt berechnet werden, für viele Wohngebäude geringer ausgefallen sind.

Vor einem Jahr rechnete Kämmerin Sandra Diebel mit einem Einnahmeverlust bei der Stadt durch die Grundsteuerreform von 1,4 Millionen Euro. Ein großer Teil wird durch die Bevorteilung von Gewerbegrundstücken bei der Reform verursacht. Ähnlich wie bei vielen anderen Städten soll jetzt der Verlust durch die Ausweisung einer Grundsteuer B für Nicht-Wohngrundstücke ausgeglichen werden. Sie schlägt dem Stadtrat hier einen Hebesatz 1962 Prozent vor. Hier besteht allerdings das Risiko, dass Gerichte die Zweiteilung der Grundsteuer B wieder „einkassieren“. Dieses Risiko hält sie aber für „überschaubar“.

Die Kämmerin geht davon aus, dass die Grundsteuer B bei den Wohngebäuden rund 10 Millionen Euro bringen wird und die Grundsteuer B für Nichtwohngebäude weitere 4 Millionen Euro.

Inwieweit die Bürgerinnen und Bürger durch die neuen Hebesätze zusätzlich belastet werden, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt vom konkreten Einzelfall ab. Denn auch hier gab es durch die Grundsteuerreform Gewinner und Verlierer.




Grüner. Gesünder. Gerechter: Forderung nach Umsetzung der 3-30-300-Regel

Oliver Wendenkampf

Das Umweltzentrum Westfalen fordert die Kreisverwaltung sowie die Städte im Kreis Unna auf, mit der Umsetzung der 3–30–300-Regel des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ein klares politisches Signal für mehr Klimaschutz, Lebensqualität und urbane Gerechtigkeit zu setzen – und zugleich die Strategie „Grüne Infrastruktur“ des RVR mit Leben zu füllen.

Der Klimawandel trifft Städte besonders hart. Hitzewellen, Versiegelung und der Mangel an wohnortnahem Grün beeinträchtigen Gesundheit, Umwelt und soziales Miteinander. Die Stadt Bergkamen sendet deshalb ein deutliches politisches Signal: Künftig soll die international anerkannte 3–30–300-Regel Leitlinie für kommunale Planungs- und Entwicklungsprozesse werden.

Diese Regel, entwickelt vom Forstwissenschaftler Prof. Dr. Cecil Konijnendijk, bietet eine klare, verständliche und sozial gerechte Orientierung für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Die 3–30–300-Regel im Überblick
• 3 – Jede Bürgerin und jeder Bürger soll mindestens drei Bäume von der eigenen Wohnung aus sehen können.
• 30 – Jedes Quartier soll eine Baumkronenabdeckung von mindestens 30 Prozent erreichen.
• 300 – Alle Menschen in Bergkamen sollen spätestens in 300 Metern Entfernung Zugang zu einer öffentlichen Grünfläche haben.

Ein politischer Schritt für mehr Lebensqualität

Mit der Einführung der 3–30–300-Regel könnten Kreis und Städte ein deutliches Zeichen für eine sozial ausgewogene und ökologische Stadtentwicklung setzen. „Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür – und genau dort sollte angesetzt werden“, erklärt Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des Umweltzentrums Westfalen. „Das Ziel sollte sein, die Städte im Kreis grüner, gesünder und widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Die 3–30–300-Regel ist dabei ein zentraler Baustein.“

Konkrete Maßnahmen könnten sein:
• Quartiersbezogene Grünanalysen, um Defizite zu identifizieren und gezielt gegenzusteuern
• Ausbau des städtischen Baumbestands, insbesondere in dicht bebauten Bereichen
• Entsiegelungsprogramme für Schulhöfe, Plätze und Wohnquartiere
• Grünachsen und Wegeverbindungen, die Parks besser erreichbar machen
• Politische Verankerung in neuen Bebauungsplänen sowie in der zukünftigen Stadtentwicklungsstrategie

„Wir wollen, dass alle Menschen in den Städten davon profitieren – unabhängig vom Stadtteil, Einkommen oder Alter“, ergänzt Wendenkampf. „Die 3–30–300-Regel stärkt Lebensqualität, Gesundheit und Teilhabe. Das ist gute, vorausschauende Kommunalpolitik.“

Nachhaltigkeit als Gemeinschaftsaufgabe

Dabei sollten die Städte auf eine breite Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, Vereinen, Wohnungswirtschaft und Unternehmen setzen. Für Bergkamen bietet das Umweltzentrum seine aktive Unterstützung an. Gemeinsame Pflanzaktionen, Hilfestellungen bei Förderprogrammen für private Grünflächen sowie Bildungsangebote können diesen Wandel stärken.

Als Anregung für den neuen Bürgermeister der Stadt Bergkamen merkt Oliver Wendenkampf an, das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbindet, noch stärker in den Fokus zu rücken. Auch bei der Entwicklung strategischer Maßnahmen bietet das Umweltzentrum seine Mitarbeit an, um die Kommune zukunftsfähig zu gestalten und die Lebensqualität für alle zu steigern.




Nachehrung engagierter Bürgerinnen und Bürger

Am 14. November, ehrte die Stadt Bergkamen ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger. Im Zuge der Nachehrungsveranstaltung wurden nun all diejenigen geehrt, die am ersten Termin verhindert waren.

Ein Bericht mit Fotos vom 14. November git es hier: https://bergkamen-infoblog.de/buergermeister-thomas-heinzel-lud-zur-ehrenamtsehrung-bei-bayer-ein/

 




Über die Feiertage geschlossen: Betriebsferien der Kreisverwaltung

Der Kreis Unna macht über Weihnachten Betriebsferien: Von Mittwoch, 24. Dezember 2025, bis einschließlich Freitag, 2. Januar 2026, bleibt die Kreisverwaltung mit allen Nebenstellen geschlossen. Notdienst-Erreichbarkeiten von Dienststellen des Kreises sind – wie auch an normalen Wochenenden oder Feiertagen – über die Rettungsleitstelle oder die Polizeidienststellen sichergestellt.

Ab Montag, 5. Januar, ist die Kreisverwaltung mit allen Nebenstellen wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für Bürgerinnen und Bürger erreichbar.
Das betrifft auch die Untere Jagd- und Fischereibehörde: Aufgrund der Betriebsferien, aber auch aufgrund technischer Anpassungen schließt die Behörde bereits am Montag, 22. Dezember bis einschließlich Freitag, 2. Januar.

Aufgrund von personellen Gründen bleibt das Bistro im Museum Haus Opherdicke am Dienstag, 30. Dezember geschlossen. An allen übrigen Tagen der Weihnachtszeit ist das Bistro wie gewohnt parallel zum Museum geöffnet. Auch die aktuelle Ausstellung „O Ihr Menschen“ kann weiterhin zu den Öffnungszeiten besucht werden.  PK | PKU




Bürgermeister Heinzel verabschiedet Andrea Brinkmann

Bürgermeister Thomas Heinzel, Thomas Hartl (Leiter ZD), Dominik Günsch (Personalrat) und Elke Neumann (Gleichstellungsbeauftragte) verabschieden Andrea Brinkmann (2.v.l.)

Die Stadt Bergkamen verabschiedet Andrea Brinkmann, langjährige Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen, in die Freizeitphase der Altersteilzeit.

Andrea Brinkmann begann ihre berufliche Laufbahn bei der Stadt Bergkamen am 15. Mai 2000 in der Familienberatungsstelle. Bereits am 1. Februar 2002 hatte sie die Position der stellvertretenden Leitung übernommen. Am 1. Dezember 2011 wurde sie schließlich zur Leiterin der Erziehungsberatungsstelle ernannt und prägte seitdem maßgeblich deren fachliche und organisatorische Weiterentwicklung.

Mit Beginn der Arbeitsphase der Altersteilzeit am 1. Dezember 2024 leitete Andrea Brinkmann den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt ein. Zum 1. Dezember 2025 startet nun die Freizeitphase der Altersteilzeit.

Ein besonderer Anlass konnte im vergangenen Jahr gefeiert werden: Am 15. Mai 2025 blickte Andrea Brinkmann auf 25 Jahre Dienstzeit bei der Stadt Bergkamen zurück.




BergAUF fordert Bau von hochwirksamen PCB-Eliminierungsanlagen auf Kosten der RAG

Zum Thema Grubenwassereinleitung in Lippe und Ruhr hat BergAUF Bergkamen folgende Presseerklärung veröffentlicht:

„Gift im Grubenwasser – eine große Gefahr für uns alle

RAG AG will nicht nur knapp 15 Millionen Kubikmeter hoch belastetes Grubenwasser in die Lippe einleiten. Gemäß einem neuen Antrag an die Bezirksregierung Arnsberg, soll die Einleitung in die Ruhr um knapp 50% von 31,1 auf 46 Millionen Kubikmeter jährlich erhöht werden.

Damit droht eine weitere Verschlechterung der Wasserqualität in Lippe, Ruhr und Rhein. Schon jetzt ist aber ein hoher und teurer technischer Aufwand notwendig, um Wasser aus der Ruhr für Millionen Menschen im Ruhrgebiet zum Trinkwasser aufzubereiten.

Nun behauptet Herr Roth, Fachbereichsleiter Grubenwassermanagement bei der RAG, das Grubenwasser würde vor der Einleitung gereinigt. Gleichwohl musste er öffentlich auf Nachfrage des BergAUF-Sprechers bei einer RAG-Werbeveranstaltung im Juni in Oberaden einräumen, dass das Ultragift PCB im Grubenwasser entgaltet ist. Das jedoch, davon zeugen die großen Schautafeln an der Straße „Am Rothenbach“ in Bergkamen Oberaden, willl RAG nicht aus dem Grubenwasser entfernen. Bestimmte Spuren von PCB, die  Eisenteilchen anhaften, sollen sogar mit den verbleibenden Eisenschlämmen einfach entsorgt werden. Dazu sollte man wissen:  Allein 12.000 Tonnen des Ultragifts PCB hat die RAG in den stillgelegten Stollen hinterlassen. Außerdem wurden in den frühen 1990er Jahren 1,6 Millionen Tonnen Sondermüll unter Tage verbracht, davon laut Bezirksregierung 75.600 t allein auf dem Bergwerk Haus Aden. In diesem Giftmüll-Cocktail sind 600.000 Tonnen Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen, die hochgiftige Stoffe wie Dioxine, Furane, Arsen, Quecksilber und Schwermetalle enthalten, auch Gießerei-Altsande sind enthalten.

Um Kosten zu sparen, will RAG nun das Grubenwasser auf -380 m NHN ansteigen lassen und  flutet so nach und nach alle stillgelegten Bergwerke. Schon heute gelangen all diese Stoffe kontinuierlich in unsere Flüsse. Richtig gefährlich wird es, wenn das verseuchte Grubenwasser bei weiterem Anstieg mit Grundwasser führenden Schichten in Berührung kommt.

Die RAG verweigert bis heute entsprechende Grubenwasserreinigungs- und PCB-Eliminierungs-anlagen zu bauen, obwohl dafür ausgereifte Verfahrens- und Analysetechnik zur Verfügung steht.

Das kommunale Wahlbündnis „BergAUF Bergkamen“ fordert gemeinsam mit der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“:

  • Die Erhöhung der Einleitungsmengen von Grubenwasser in die Ruhr darf nicht genehmigt  werden!
  • Sofortiger Bau und dauerhafter Betrieb von hochwirksamen PCB-Eliminierungsanlagen  auf Kosten der RAG!
  • Volle Transparenz und regelmäßiges enges Monitoring über die Inhaltsstoffe des Grubenwassers gegenüber der Bevölkerung!

Betroffene Bürger, und das sind praktisch alle Menschen im Ruhrgebiet, können noch bis Freitag 28.11.25 einen formlosen Einwand an die Bezirksregierung Arnsberg stellen. Einwände können per Mail geschickt werden an: Wasserwirtschaft-UnterTage@bra.nrw.de.




Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November: Rote Schuhe erinnern an Opfer

Von links: Ramona Kirch, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, Elke Neumann, Gleichstellungsbeauftragte und Bürgermeister Thomas Heinzel. Foto

Gewalt gegen Frauen geschieht täglich – und sie nimmt zu. Als Zeichen für die Opfer und um das Thema mehr ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken, hissen die Gleichstellungsbeauftragte Elke Neumann und Bürgermeister Thomas Heinzel zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Dienstag, 25. November, die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ der Organisation „Terre des Femmes.

„Leider erleben viele Frauen und Mädchen Gewalt, ein Teil von ihnen auch wiederholt“, sagt die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte. „Es ist mir wichtig, ihnen eine Stimme zugeben, sie wissen zu lassen, dass es professionelle Unterstützung gibt und diese eine große Hilfe sein kann.“ Im Rahmen ihrer Gleichstellungstätigkeit für die Stadt Bergkamen  arbeitet Elke Neumann eng mit den Kolleginnen aus dem Kreis zusammen. Diese erarbeiten alljährlich gemeinsam Projekte zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen.

In diesem Jahr wird am 25. November das Kunstobjekt „Zapatos Rojos“ mit roten ausgestellten Schuhen auf die weltweite Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Die Kunstinstallation „Zapatos Rojos“ wurde 2009 in Mexiko ins Leben gerufen. Sie besteht aus Hunderten von rot gefärbten Frauenschuhen – jedes Paar steht symbolisch für eine Frau, die Opfer eines Femizids wurde. Die roten Schuhe machen die Abwesenheit dieser Frauen sichtbar und rufen eindringlich dazu auf, hinzusehen, aufzuklären und zu handeln. Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises stellen am 25. November ebenfalls rote Schuhe vor dem Kreishaus auf.

In Bergkamen erinnern zudem nun schon seit zwei Jahren sieben orangefarbene Bänke, die 2023 zum internationalen Gedenktag im Stadtgebiet aufgestellt wurden, an die Opfer von Gewalt. „Bergkamen sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ steht auf der Rückenlehne, zudem sind  eine Plakette mit Logo und Rufnummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ sowie lokale Hilfsangebote (Frauenforum) und entsprechende QR-Codes auf einer Plakette angebracht.

„Gewalt gegen Frauen und Kinder hat viele Formen und ist, obwohl sie schon seit Jahren thematisiert und auf vielen Ebenen bekämpft wird, immer noch zu präsent“, sagt Bürgermeister Thomas Heinzel. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt. Das Hissen der Fahne ist mehr als ein Symbol. Es erinnert uns daran, hinzusehen, Hilfe anzubieten und wann immer möglich, zu handeln.“

Seit 1991 ist der 25. November internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Weltweit werden an diesem Tag weltweit viele repräsentative Gebäude in der Farbe Orange beleuchtet – auch Bergkamen setzt ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und beleuchtet den Eingangsbereich zum Rathaus und Ratstrakt in orange.