IHK-Wirtschaftsgespräch bei Bayer: Top-Werte vom Ausbildungsmarkt in Bergkamen

IHK-Wirtschaftsgespräch am 30. Oktober 2024 bei der Bayer AG in Bergkamen (v. l.): Stefan Schreiber, Dr. Dieter Heinz, Uwe Ringelsiep, Hubert Hüppe, Bernd Schäfer, Dr. Peter Gansow, Dr. Julian Egger, Denis Panknin und Wulf-Christian Ehrich. Foto: IHK zu Dortmund / Oliver Schaper

Zu Gast bei einem Weltkonzern: Das Wirtschaftsgespräch Bergkamen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund fand am 30. Oktober im Werk der Bayer AG statt. Mehr als 60 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren der Einladung von Dr. Dieter Heinz, Leiter Site Management & Infrastructure Services bei der Bayer AG und Mitglied der IHK-Vollversammlung, sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber mit großen Erwartungen gefolgt. Und diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn die Werksführung und späteren Ausführungen gaben einen hochspannenden Einblick in die regionalen und globalen Tätigkeiten des traditionsreichen Global Players.

Das Supply Center Bergkamen ist der größte Standort der Bayer AG zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe. Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen auf dem etwa 100 Hektar großen Werksgelände Steroidhormone, Kontrastmittel und Wirkstoffe für innovative Therapeutika, die weltweit nachgefragt werden. In seiner Begrüßung bekannte sich Dr. Heinz klar zur dualen Berufsausbildung vor Ort: „Unsere Wirtschaft braucht kluge Köpfe und die Fachkräfte von morgen.” Anfang September starteten 48 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn bei Bayer in Bergkamen.

Auch in der folgenden Podiumsrunde lag ein starker Fokus auf dem Thema Fachkräftesicherung. Moderator Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, bat Bürgermeister Bernd Schäfer, Stefan Schreiber und Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep um ihre Einschätzungen und befragte sie nach den aktuellen Entwicklungen. Dabei konnte Schreiber sehr gute Zahlen vom Ausbildungsmarkt präsentieren. So ist die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr in Bergkamen um mehr als neun Prozent (29. Oktober: 140 Neuverträge, vgl. 29. Oktober 2023: 128 Neuverträge) gestiegen. „Bergkamen liegt damit sogar über dem Vor-Corona-Niveau, das ist in unserer Region ein Top-Ergebnis“, freute sich der IHK-Hauptgeschäftsführer, der gleichwohl auf die zahlreichen Herausforderungen für Ausbildungsbetriebe in der Region hinwies.

Bürgermeister Schäfer erläuterte, dass „der Wettbewerb um Fachkräfte auch in der öffentlichen Verwaltung zugenommen hat”. Die Stadt Bergkamen bildet deshalb seit einiger Zeit über Bedarf aus, um vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch zukünftig personell gut aufgestellt zu sein. Einigkeit herrschte in der Runde angesichts der andauernden Rezession, dass die Wirtschaftspolitik auf Bundesebene dringend neue Impulse benötigt. Dass die Mehrheit der Unternehmen alles andere als zufrieden mit der Regierungskoalition ist, machte der IHK-Hauptgeschäftsführer deutlich, in dem er auf eine aktuelle IHK-Umfrage verwies. Nach dieser Befragung geben fast 56 Prozent der Betriebe der Bundesregierung die Note „mangelhaft”.

Bayer kombiniert Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit

Welche innovativen Wege die Bayer AG bei der Kreislaufwirtschaft geht, beleuchtete danach in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit als ökonomischer Faktor in industriellen Herstellungsprozessen“ Dr. Julian Egger, Cluster Lead Radiology & Solvents.

Weltweit bekannt und führend ist der Standort seit mehr als sechs Jahrzehnten für die Herstellung von hormonellen Wirkstoffen für Produkte der Empfängnisverhütung und der Frauengesundheit sowie für die Produktion von Kontrastmitteln. Das erste Kontrastmittel der Welt für die Magnetresonanztomografie wurde 1988 in Bergkamen produziert. Weil die Herstellung der Wirkstoffe sehr ressourcenintensiv ist und einen hohen Energiebedarf hat, setzt Bayer sehr stark auf Recycling sowie die Neu- und Wiederverwendung von Wasser, Lösemitteln und Wertstoffen.

Nachhaltige Wertschöpfung ist auch das Ziel des EcoTechHubs, der im Rahmen des 5-Standorte-Programms an den früheren Standorten von Kohlekraftwerken aus der Taufe gehoben wurde. Projektleiter Prof. Dr. Peter Hense vom Fachbereich Umwelttechnik der Hochschule Bochum stellte die Initiative vor, in der sich neben der Wirtschaftsförderung Kreis Unna und der IHK noch weitere Partner engagieren. Ziel des Projekts ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der Unternehmen, Wissenschaftler und Experten zusammenkommen, um innovative Lösungen im Bereich Umwelttechnik und Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Mit einem Imbiss und lockeren Netzwerken klang das von IHK-Regionalbetreuer Dominik Stute organisierte IHK-Wirtschaftsgespräch aus.




Wassersportzentrum auf ehemaligen Zechengelände: Stadt Werne legt die Pläne öffentlich aus

Die Pressemitteilung der Stadt Werne zum geplanten Wassersportzentrum wird viele Bürgerinnen und Bürger interessieren. Ihre befürchtung ist: Sollte das Wassersportzentrum Realität werden, hätte dies eine erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastung auf dem Westen- und Ostenhellweg sowie auf der Jockenhöfer-Kreuzung zur Folge. Während der Offenlegung vom 31. Oktober bis 6. Dezember können die Pläne eingesehen und Stellungnahmen abgegeben werden.

Hier ist die Pressemitteilung der Stadt Werne: „Die Stadt Werne plant die Umgestaltung des ehemaligen Zechengeländes im südlichen Stadtgebiet, um ein modernes Wassersportzentrum für den Surfsport zu errichten. Zusätzlich soll das Zentrum als Forschungsstandort für Wasser- und Wellenforschung genutzt werden. Die geplante Anlage wird westlich der Kamener Straße und südlich der Flöz-Zollverein-Straße entstehen. Zur optimalen Erschließung des Geländes wird die Haupteinfahrt von der Kamener Straße aus erfolgen. Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, die Schienentrasse der zukünftigen Stadtbahnlinie näher an das Stadtzentrum heranzuführen.

Um diese Planungen umzusetzen, wird ein Bebauungsplan benötigt und der zugrundeliegende Flächennutzungsplan muss geändert werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung der Stadt Werne hat in seiner Sitzung am 5. Mai 2023 den Entwurf zur 44. Änderung des Flächennutzungsplans samt Begründung, Umweltbericht und weiteren Gutachten zur Veröffentlichung freigegeben. Darüber hinaus hat der Ausschuss in seiner Sitzung am 08. Oktober 2024 beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans 4 gemäß § 3 Absatz 2 und § 4 Absatz 2 BauGB zu veröffentlichen.

Die vollständigen Planunterlagen, inklusive aller relevanten umweltbezogenen Informationen, sind ab dem 31. Oktober 2024 bis einschließlich 6. Dezember 2024 öffentlich zugänglich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen online einsehen:

  • Im Beteiligungsportal der Stadt Werne unter: https://www.o-sp.de/werne/liste
  • Über das zentrale Bauleitplanungsportal des Landes NRW: https://www.bauleitplanung.nrw
  • Zusätzlich liegen die Dokumente im Stadthaus Werne, Konrad-Adenauer-Platz 1, im Eingangsbereich des 1. Obergeschosses während der Dienstzeiten der Stadtverwaltung zur Einsicht aus.

Die Öffentlichkeit, Behörden sowie sonstige Träger öffentlicher Belange sind eingeladen, ihre Stellungnahmen während der Beteiligungsfrist abzugeben. Stellungnahmen können online über die genannten Portale oder per E-Mail an stadtplanung@werne.de eingereicht werden. Alternativ ist eine schriftliche oder mündliche Abgabe zur Niederschrift möglich. Auch Kinder und Jugendliche sind dazu aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen.

Hinweis: Verspätet eingereichte Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Werne.

Kontakt:

Ralf Bülte
Leiter Dezernat IV Planen und Bauen
r.buelte@werne.de
02389/71-690

www.werne.de
Facebook: @stadtwerne
Instagram: @stadt_werne“




Regionalverband Ruhr und Stadt: Gehölzrückschnitt im Norvember auf der Klöcknerbahntrasse

Die Stadt Bergkamen informiert über eine wichtige Aktion zur Pflege der öffentlichen Grünflächen. In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) wird im November 2024 ein Rückschnitt des Gehölzes durchgeführt. Diese Maßnahme findet vorrangig auf der ehemaligen „Klöcknerbahntrasse“ statt und ist von großer Bedeutung, um die Verkehrssicherheit des dort verlaufenden Fuß- und Radweges zu gewährleisten. Größere Bäume mit mehreren Metern Höhe sind von der Aktion jedoch nur dann betroffen, wenn diese bereits abgestorben sind und aufgrund von Pilzen oder anderen eklatanten Schäden nicht mehr als standsicher gelten.

Im Rahmen dieser Aktion werden kleinere Bäume und Gehölze, die seitlich des Weges gewachsen sind, auf gesamter Länge der Trasse zwischen der Stadtgrenze zu Werne und der Stadtgrenze zu Kamen, zurückgeschnitten. Dies ist notwendig, um sicherzustellen, dass das Gehölz entlang der Trasse nicht auf den Fuß- und Radweg hineinragt. Somit wird gewährleistet, dass zu Beginn der neuen „Radsaison“ im nächsten Frühjahr diese beliebte Wegestrecke weiterhin sicher begeh- und befahrbar ist. Darüber hinaus steht ein Teil der Gehölze in Entwässerungsgraben, dessen Funktion durch den Einwuchs beeinträchtigt wird.

Die gesamte Maßnahme wird voraussichtlich innerhalb weniger Tage im Monat November abgeschlossen sein. Während des Rückschnitts ist es jedoch möglich, dass es temporär zu Einschränkungen für den Fuß- und Radverkehr in diesem Bereich kommt.




Ehrung langjähriger Mitglieder des SPD-Ortsvereins Bergkamen-Mitte

Am vergangenen Sonntag hat sich der SPD-Ortsverein Bergkamen-Mitte im Vereinsheim von TuRa-Tennis bei seinen Mitgliedern bedankt, die im Jahr 2023 und 2024 ein rundes Jubiläum feiern konnten. Vorsitzender Kay Schulte begrüßte neben Bürgermeister Bernd Schäfer als Festredner auch Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek und Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel. Geehrt wurden:

Für 25 Jahre: Udo Ingwersen, Dirk Klitscher, Monika Lichtenhof, Gerd Lüders, Cornelia Schäfer, Matthias Schneider

Für 40 Jahre: Thomas Ahland, Ralf-Dieter Brauner, Jörg Hensel, Gisbert Klinger, Axel Ott, Elke Ott, Roland Schäfer

Für 60 Jahre: Friedrich Karl Fälker, Elfriede Findeisen, Brigitte Wolter

Für 70 Jahre: Renate Weirich




Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten lädt zur Podiumsdiskussion ein: Mehr Frauen in die Politik

Gleichstelungsbeauftragte werben düe die Podiumsdiskussion. Zweite von links Bergkamenes Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper. Foto: Kira Presch / WA

Die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna lädt für Freitag, 15. November, zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Mehr Frauen in der Politik“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Förderturm Bönen (Alfred-Fischer-Platz 1, 59199 Bönen).

Im Rahmen der Podiumsdiskussion werden erfahrene Bürgermeisterinnen und Politikerinnen über die Rolle von Frauen in der Politik sprechen. Trotz der Fortschritte in der Gleichstellung sind Frauen in politischen Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Ziel der Veranstaltung ist es, eine Plattform für die offene Diskussion dieser Thematik zu bieten und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln, um den politischen Wandel voranzutreiben.

Zu den Teilnehmerinnen der Diskussion gehören unter anderem die Bürgermeisterinnen der Städte Fröndenberg/Ruhr, Holzwickede und Kamen sowie weitere politisch aktive Frauen.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie politische Vertreterinnen und Vertreter sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung per E-Mail an gleichstellung@kreis-unna.de.

Über die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten: Die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der Durchführung dieser Podiumsdiskussion soll ein weiterer Schritt unternommen werden, um die Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen im politischen Bereich zu stärken.




Zwischenfall beim Lichtermarkt auf dem Stadtmarkt: „Alle Betroffenen sind wohlauf“

Feuerwerk vom Marktdach beim 22. GSW-Lichtermarkt. Foto: Stadt Bergkamen

Beim Feuerwerk auf dem Bergkamener Stadtmarkt hat es am vergangenen Freitag – wie bereits zuvor berichtet – einen  Zwischenfall gegeben. Aus noch immer ungeklärter Ursache sind insgesamt fünf Personen in Mitleidenschaft gezogen worden, von denen sich zwei vorsorglich in ärztliche Behandlung begeben hatten. „Mittlerweiler besteht Gewissheit darüber, dass alle wohlauf sind und niemand ernsthaft verletzt wurde“, stellt Bürgermeister Bernd Schäfer erleichtert fest. In diesem Zusammenhang dankt er dem DRK für die schnelle und professionelle Hilfe vor Ort.

Darüber hinaus stellt Schäfer klar, dass die Stadt das von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigte Sicherheitskonzept genau beachtet und sämtliche Auflagen für das Abbrennen des Feuerwerks eingehalten hat: „Sicherheitshalber wurde der abgesperrte Schutzbereich sogar etwas weiter ausgedehnt als vorgegeben, um für das Publikum einen zusätzlichen Sicherheitspuffer zu schaffen.“

Die Ursachenermittlung liegt jetzt allein in den Händen der Polizei, die dazu bereits am Freitag Ermittlungen aufgenommen hat. „Die Stadt unterstützt die Polizei und hat größtes Interesse daran, den Vorfall schnell und vollständig aufzuklären“, unterstreicht Schäfer. Ziel sei es, nach Klärung der Ursache die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen und das Sicherheitskonzept gegebenenfalls anzupassen, um eine Wiederholung des bedauerlichen Zwischenfalls beim nächsten Lichtermarkt sicher auszuschließen.




Mitgliederversammlung der SPD-Rünthe

Am kommenden Dienstag, den 29.10.2024 findet ab 18 Uhr in der Mensa der Regenbogenschule (Rünther Str. 78) eine Mitgliederversammlung der SPD-Rünthe zur Aufstellung der Rünther Wahlkreiskandidaten für die Kommunalwahl 2025 statt. Der Ortsverein lädt dabei alle seine Mitglieder herzlich ein und freut sich zudem Norman Raupach, den Klimaschutz-Beauftragten der Stadt Bergkamen, begrüßen zu können, der zu seiner aktuellen Arbeit referiert und den Anwesenden zu allen Fragen rund um die Themen Verkehr, Klima und Umwelt zur Verfügung steht.




Workshop gegen Stammtischparolen: Strategien für respektvolle und wirksame Konter

In Zeiten, in denen Begriffe wie „Sozialtourismus“ im Kontext von Fluchtbewegungen oder Phrasen wie „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ in Verbindung mit rassistischen Äußerungen zunehmend im privaten und beruflichen Umfeld zu hören sind, wird ein angemessener Umgang damit immer wichtiger. Doch wie reagiert man konstruktiv, ohne den Dialog zu gefährden?

Die Volkshochschule Schwerte und das Umweltzentrum Westfalen laden am Donnerstag, den 7. November 2024, von 18:00 bis 20:15 Uhr zu einem kostenlosen Online-Workshop ein, der genau diese Frage aufgreift. In diesem praxisorientierten Workshop werden anhand konkreter Beispiele Strategien erarbeitet und eingeübt, um auf „Stammtischparolen“ schlagfertig und gleichzeitig respektvoll zu reagieren. Ziel ist es, Teilnehmer*innen dabei zu unterstützen, auch in schwierigen Gesprächen sachlich und souverän zu bleiben.

Die Workshop-Leiterin Cassandra Speer bietet Raum für interaktive Übungen und Austausch, um das Erlernte direkt umzusetzen und zu vertiefen. Interessierte können sich auf der Webseite der Volkshochschule Schwerte anmelden: https://www.vhs-schwerte.de/programm/politik-gesellschaft-umwelt/kurs/online-Workshop-Argumentationstraining-gegen-Stammtischparolen/224-1110




Thementage Antifaschismus führt die JUSOS Kreis Unna auch nach Bergkamen

Hinsichtlich der Reichspogromnacht am 09. November 1938 veranstalten die Jusos Kreis Unna in der Zeit vom 02. bis 09. November 2024 die Thementage Antifaschismus, um die Thematik Erinnerungskultur in den Vordergrund zu rücken. Durch verschiedenste Veranstaltungen im Kreis Unna soll das Bewusstsein für vergangene schwerwiegende Taten der Nationalsozialisten gestärkt werden.

02. November (Sa), Stolpersteine reinigen, Schwerte (Treffpunkt: Marktplatz), Beginn 13 Uhr, keine Anmeldung erforderlich

05. November (Di), Antifaschistischer Stadtführer, Bergkamen (Treffpunkt: Rathaus), Beginn 16 Uhr, Anmeldung bis 31.10. unter info@jusos-kreis-unna.de

08. November (Fr), Stadttour, Unna (Treffpunkt: Am Esel), Beginn 18:30 Uhr, Anmeldung bis 04.11. unter info@jusos-kreis-unna.de

09. November (Sa), Kranzniederlegung, Unna (Treffpunkt: Bushaltestelle), Beginn 11:45 Uhr,

keine Anmeldung erforderlich

Alle Angebote sind kostenfrei und können von Mitgliedern und nicht-Mitgliedern wahrgenommen werden.




Stadt investiert mittleren fünfstelligen Eurobetrag in die Sanierung von Toilettenanlagen an der Gesamtschule

Toilettenbesichtigung

Sie strahlen im fast neuen Glanz und die üblen Gerüche sind aus ihren Toilettenanlagen auch verschwunden. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 werden nach den Herbstferien mit einem bisher nicht gekannten „Toilettengefühl“ in den Unterricht an der Willy-Brandt-Gesamtschule starten.

So sahen die Türen vor der Aufarbeitung aus. Hier mit Georgius Pitredis, der für die Stadt die Reinigungsleistung privater Firmen kontrolliert.

Einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag habe die Renovierung der Toilettenanlagen der Abteilung 5 – 7 und der Abteilung 8 – 10 gekostet, berichtete Bürgermeister Bernd Schäfer bei einer Ortsbegehung am Freitag. Hauptgrund für diese hohen Kosten ist für ihn die Zerstörungswut einiger weniger Schülerinnen und Schüler. Die Stadt werde nun das Gespräch mit der Schulleitung, der Schülervertretung und den Eltern suchen, damit die Toiletten möglichst lange in dem Zustand bleiben, wie sie jetzt sind.

Zerstörungen in den Toilettenanlagen sind fast ein Dauerthema an der Willy-Brandt-Gesamtschule. So wurden vor zig Jahren sogenannte 1-Euro-Kräfte als Aufsichtspersonal eingestellt. Diskutiert wurde damals sogar in der Elternschaft, von den Kindern und Jugendliche ein kleines Eintrittsgeld zu erheben.

Begleitet wurde der Bürgermeister unter anderen von Schülersprecherin Juliane Seibel. Sie berichtet. Wie Schäfer vermutet sie, dass Schülerinnen und Schüler, die sich während des Unterrichts für einen Toilettengang abmelden, für Zerstörungen verantwortlich sind. Konsequenz ist: Wer nicht bis zur nächsten Pause warten kann, wird in eine Liste notiert.

Bei diesem Rundgang war auch Georgius Pitredis dabei. Ihn hat die Stadt zum 1. Oktober eingestellt. Seine Hauptausgabe ist die Kontrolle der Reinigungsleistung der von der Stadt beauftragten Firmen. Zuständig ist er aber nicht nur für die Willy-Brandt-Gesamtschule, sondern für alle städtischen Gebäude, in denen Firmen reinigen. Ähnliche Aufgaben hatte er vorher für die TU Dortmund wahrgenommen.

Nicht nur in den Toilettenanlagen, sondern auch in der Mensa hat sich etwas in den Herbstferien getan: Die Mensa hat eine neue Spülstraße bekommen, mit der eine größere Menge Geschirr und Besteck in wesentlich kürzerer Zeit gereinigt werden kann. Denn inzwischen erhalten dort neben den Gesamtschüler 230 Kinder der OGS der benachbarten Gerhart-Hauptmann-Schule ein Mittagessen, wie Dirk Bläsing von Bergkamener Schulverwaltungsamt berichtet. Ab 1. 8. 2026 könnten es mit dem OGS-Rechtsanspruch noch mehr Mahlzeiten werden.




Unterstützer gesucht Wanderausstellung zu Euthanasiemorden im Kreis Unna geplant

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna plant eine Wanderausstellung zur sogenannten T4-Aktion, die umgangssprachlich auch als Euthanasiemorde bekannt ist. Ziel der Ausstellung ist es, die grausame Geschichte dieser Zeit aufzuarbeiten und Einzelschicksale von Opfern aus den Gemeinden des Kreises zu präsentieren.

Ein eigens dafür einberufener Arbeitskreis arbeitet eng mit Archiven aus dem Kreis zusammen und hat bereits konkrete Ansätze zur Identifizierung von Opfern durch Listen erarbeitet. Um die Ausstellung umfassend und informativ zu gestalten, sucht der Arbeitskreis interessierte Personen, die bei der Recherche und Ausarbeitung der Einzelschicksale behilflich sein möchten.

Alle, die sich in diesem wichtigen Projekt engagieren möchten, sind eingeladen, sich zu engagieren. Interessierte können sich direkt an Marijke Garretsen unter der E-Mail-Adresse Marijke.Garretsen@kreis-unna.de oder telefonisch unter 0 23 03 27 73 34 wenden.
„Gemeinsam wollen wir die Erinnerung an die Opfer wachhalten und ein Zeichen gegen das Vergessen setze“, erklärt Marijke Garretsen vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna.  PK | PKU