Roland Schäfer: Vom Bürgermeister zum Ehrenbrandmeister der Bergkamener Feuerwehr

Stadtbrandmeister Dirk Kemke ernannte Roland Schäfer am Ende seiner letzten Ratssitzung zum Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen.

Seine letzte Sitzung des Bergkamener Stadtrat und die Verabschiedung der ausscheidenden Ratsmitglieder hatte sich scheidende Bürgermeister Roland Schäfer am Donnerstagabend ganz anders, festlicher vorgestellt. Doch Corona hatte ihm hier einen kräftigen Strich durch die Rechnung gezogen. Den gemütlichen Teil nach der Ratssitzung hatte er schon vorher ausfallen lassen. Auch Ministerin Ina Scharrenbach, die eigentlich kommen wollte, musste letztendlich passen. Gleichzeitig tagte gestern das Landeskabinett: um die weitergehenden Corona-Schutzmaßnahmen in NRW zu beraten und festzulegen.

1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters (r.) überreichte Roland Schäfer die „Entlassungsurkunde“.

An ihrer Stelle hielt dann der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters die Laudatio auf den scheidenden Bürgermeister, der über 31 Jahre die Geschicke der Stadt Bergkamen mitbestimmte. Aus seinen Händen erhielt Roland Schäfer die vom Ehrenbürgermeister Wolfgang Kerak unterzeichnete „Entlassungsurkunde“. Eine richtige Überraschung gab es für Schäfer fast am Ende seiner letzten Ratssitzung.

Hartmut Ramin (m.) nimmt die Bürgermeisterkette von Roland Schäfer (r.) in Obhut und wird sie dem neuen Bergkamener Bürgermeister Bernd Schäfer (l.) in der konstituierenden Ratssitzung am Donnerstag umhängen.

Während die Fraktionsvorsitzenden zum Abschied meist lobende Worte an Schäfer richteten, waren die Feuerwehr und Beamtinnen und Beamte der Bergkamener Polizeiwache an der Schützenheide vorgefahren, in der diese Ratssitzung stattfanden. Blaulicht und Martinshorn waren für ihn das Zeichen, den Saal zu verlassen. Im Freien und bei Regen ernannte ihn Stadtbrandmeister Dirk Kemke zum Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen. Dazu gab es als äußeres Zeichen eine Feuerwehrmütze und die entsprechenden Kordeln. Als Ehrenbrandmeister wird Roland Schäfer nun zu jeder offiziellen Feuerwehrveranstaltung eingeladen. Nach Wolfgang Kerak ist er der Zweite, dem diese Ehrung zuteilwurde.

Ebenfalls in der Schützenheide findet auch die konstituierende Sitzung des neuen, nun 50 Mitglieder umfassen Bergkamener Stadtrat am kommenden Donnerstag statt. Egal, was das Land an künftigen Einschränkungen beschließen wird: „Bürgermeister und Stadtrat sind systemrelevant. Deshalb muss diese konstituierende Sitzung stattfinden“, betonte am Donnerstag Roland Schäfer.

Ganz zum Schluss legte er die silberne Amtskette mit Unterstützung seine Referentin Corinna Feldkamp ab. Bis Donnerstag wird der SPD-Stadtverordnete Hartmut Ramin die Kette in Verwahrung nehmen und in der konstituieren Ratssitzung Bergkamens neuen Bürgermeister Bernd Schäfer umhängen.

Der Stadtrat tagte am Donnerstag in der Schützenheide.




Opferschutz: Kooperation zwischen Ev. Kirchenkreis Unna und Kreispolizeibehörde Unna

Superintendent Dr. Karsten Schneider und Landrat Michael Makiolla bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.
Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ev. Kirchenkreis Unna und der Kreispolizeibehörde Unna wurde am Mittwoch (28.10.2020) die zukünftige Zusammenarbeit der Notfallseelsorge und dem polizeilichen Bereich Opferschutz vertraglich besiegelt.

Superintendent Dr. Karsten Schneider und Landrat Michael Makiolla unterschrieben ein Regelwerk, das die Zusammenarbeit und die Ausbildung polizeilicher Opferbetreuer beinhaltet – zu deren Aufgaben gehört es unter anderem, Angehörige von Opfern über belastende Ereignisse zu informieren. Dieser Auftrag wird in enger Abstimmung mit der Notfallseelsorge und den neu auszubildenden Opferbetreuern der Kreispolizeibehörde Unna erfüllt.




Auszeichnung im kleinen Kreis: Kreis Unna erhält Fairtrade-Urkunde

Freuen sich über die Zertifizierung als Fairtrade-Kreis (v.l.): Matthias Tresp (Fachbereich Natur und Umwelt Kreis Unna), Peter Driesch (Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis Unna), Klaus-Bernhard Kühnapfel (Bündnis 90/Die Grünen, Vertreter für die Kreispolitik), Umweltdezernent Ludwig Holzbeck (mit Fairtrade-Urkunde) und Jutta Eickelpasch (Verbraucherzentrale e.V. Kamen, für die Zivilgesellschaft – Sprecherin der Steuerungsgruppe). Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Im Sommer hatte TransFair e.V. bekannt gegeben, dass der Kreis Unna Fairtrade-Kreis wird. Jetzt fand die offizielle Auszeichnung statt – allerdings coronabedingt im kleinen Kreis. Im Rahmen einer Sitzung der Steuerungsgruppe wurde die Urkunde in Empfang genommen.

„Wir hätten diesen schönen Erfolg gern groß gefeiert“, unterstreicht Umweltdezernent Ludwig Holzbeck. „Schließlich steckt eine Menge Arbeit in der gelungenen Zertifizierung – und die gilt es zu honorieren.“ Doch die Pandemie macht nun einen Strich durch die Rechnung. Statt bei einer Feierstunde überreicht zu werden kam die Urkunde im Briefumschlag an. Die Freude bei allen Beteiligten war trotzdem groß.

Denn nachdem der Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen hatte, dass der Kreis Unna das Fairtrade-Siegel anstreben soll, galt es, ein ganzes Bündel an Kriterien zu erfüllen. Monatelang wurde akribisch an diesem Ziel gearbeitet.

Titel für zwei Jahre
Jetzt ist der Titel sicher: Der Kreis Unna darf sich offiziell Fairtrade-Kreis nennen und wird ins Städteverzeichnis von Fairtrade Deutschland aufgenommen. Damit honoriert TransFair e.V. die erfolgreiche Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen.

„Die Engagierten sind Vorreiter und Menschen, die etwas zum Positiven verändern möchten“, heißt es von TransFair e.V. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre. Dann ist eine Rezertifizierung möglich.

Großes Bündnis
Inzwischen gibt es deutschlandweit mit dem Kreis Unna übrigens 706 Fairtrade-Städte, Landkreise, Gemeinden und sogar eine Insel. „Was 2009 mit Saarbrücken als erster Stadt begann, hat einen Domino-Effekt ausgelöst“, sagt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair. „In der öffentlichen Beschaffung, im Stadtmarketing, in Gastronomie und Handel, in Schulen und Vereinen bringt die Kampagne neue Partner zusammen und entwickelt eine eigene Dynamik in der Kommune. Mit ihrem Engagement tragen die Fairtrade-Towns auch dazu bei, die Entwicklungsziele der UN in die Praxis umzusetzen“.

Weitere Infos unter www.kreis-unna.de/fairtrade. PK | PKU




SPD Weddinghofen-Heil: Keine Vorstandssitzung und keine AnsprechBar wegen CoVid 19

Der SPD-Ortsverein Weddinghofen-Heil wird seine für kommenden Dienstag, 3. November, geplante Vorstandssitzung im Restaurant Olympia aufgrund des CoVid 19-Infektionsgeschehens ausfallen lassen. Die gleiche Entscheidung gilt für die geplante AnsprechBar am 7. November an vor der Apotheke in Weddinghofen.

„Wir müssen in diesen Tagen alles dafür tun um persönliche Kontakte zu vermeiden und dadurch das die Gefahr von weiteren Infektionen mit dem Coronavirus in der Bevölkerung zu unterbinden, dies gilt selbstverständlich auch für uns“, teilte der Vorsitzende des Ortsvereins Jens Schmülling in einer Pressemitteilung mit. Sollte es ein aktuelles Anliegen geben welches einem Bürger auf den Nägeln brennt, darf er sich gerne jederzeit telefonisch oder per Social Media unter 01725363363 an den Vorsitzenden des Ortsvereins wenden.




Bürgermeister und Kämmerer: Schuldenabbau geht weiter

Bürgermeister Roland Schäfer sowie Beigeordneter und Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich sind sehr erfreut über die positive Entwicklung der Liquiditätskredite. Während zum Ende des Jahres 2017 ein Höchstbestand von 81 Mio. € erreicht wurde, konnte in den Folgejahren der Bestand an Liquiditätskrediten kontinuierlich abgebaut werden. Zum 31.12.2019 wird ein Bestand in Höhe von 54 Mio. € ausgewiesen.

Darüber hinaus soll eine weitere Kredittranche in Höhe von 12 Mio. € zum 28.10.2020 abgelöst werden. Es verbleibt somit ein Bestand an Liquiditätskrediten in Höhe von voraussichtlich 42 Mio. €. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2008. In einem Zeitraum von nur 3 Jahren ist es daher aufgrund einer positiven Haushaltsentwicklung möglich, den Bestand an Liquiditätskrediten annährend zu halbieren.

Die Entwicklung ist der nachfolgenden Grafik zu entnehmen:

* voraussichtlicher Stand zum Jahresende

Die Stadt Bergkamen befindet sich seit 2017 durch die positiven Jahresergebnisse in den Jahresabschlüssen nicht mehr in der Haushaltssicherung.

Im Finanzplanungszeitraum 2020 bis 2024 kann nur in der Ergebnisplanung 2020 kein positives Jahresergebnis dargestellt werden, das jedoch durch die Ausgleichsrücklage gedeckt werden kann. In den Folgejahren kann das Eigenkapital (Ausgleichsrücklage und allgemeine Rücklage) der Stadt Bergkamen durch die positiven Jahresergebnisse wieder aufgebaut werden, um mögliche Schwankungen in künftigen Haushaltsjahren, etwa bei den Schlüsselzuweisungen, kompensieren zu können.

Trotz der Corona-Krise bleibt die Stadt Bergkamen handlungsfähig und kann ihre beachtliche Investitionstätigkeit fortsetzen. Auch die Förderprogramme nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz sowie das Programm „Gute Schule 2020“ können voraussichtlich uneingeschränkt fortgesetzt werden.

Roland Schäfer und Marc Alexander Ulrich sind daher optimistisch, dass viele veranschlagte Investitionsmaßnahmen im Doppelhaushalt 2020/2021 wie geplant durchgeführt werden können.

Die Stadt Bergkamen trägt mit ihrer hohen Investitionstätigkeit in die kommunale Infrastruktur zur Unterstützung und Stärkung der heimischen Wirtschaft bei und leistet somit einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise.




Bayer, Stadt Bergkamen und Kreis Unna unterschreiben Vertrag über Feuerwehr-Kooperation

Unterzeichnung des Feuerwehr-Kooperationsvertrags

An einem Produktionsstandort hat Prävention eine besondere Bedeutung. Wenn kritische Situationen erst gar nicht entstehen können, ist das der beste Schutz von Mensch und Natur. Was aber tun, wenn es trotz umfangreicher vorbeugender Maßnahmen zu einem außergewöhnlichen Ereignis kommt? Dann sind schnelles Handeln und geschultes Personal gefragt. Für den Fall, dass sich ein derartiger Zwischenfall ereignet, haben Bayer-Werkfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr Bergkamen und Kreis Unna daher bereits vor Jahren eine enge Kooperation verabredet. Aufgrund einer Änderung im Brandschutzrecht ist die informelle Absprache jetzt erweitert und durch einen Vertrag ersetzt worden, der die Zusammenarbeit und die Einsatzleitung bei gemeinsamen Einsätzen auf dem Werksgelände der Bayer AG regelt.

„Wir tragen eine große Verantwortung gegenüber den Menschen an unserem Standort und in der Nachbarschaft“, betonte Martin Neumann, Leiter der Bayer-Werkfeuerwehr anlässlich der Unterzeichnung des Vertrags. Dieser wichtige Grund spreche ebenfalls dafür, die Zusammenarbeit detailliert zu regeln und schriftlich festzuhalten – auch mit Blick auf größere Einsatzlagen mit vielen Beteiligten. Positiv bewertete er darüber hinaus, dass der Vertrag die Interessen der Bevölkerung in starkem Maße berücksichtigt: „Wie allein die Warn-App NINA zeigt, nehmen die Anforderungen an eine schnelle und umfassende Information der Öffentlichkeit stetig zu.“ Auch dieser Aspekt ist Teil der Vereinbarung.

„Bei allem, was wir tun, gibt es nichts Wichtigeres als die Gesundheit der Bevölkerung“, machte Bürgermeister Roland Schäfer deutlich. Eine Zusammenarbeit, die diesem Ziel dient, unterstütze die Stadt daher gerne und stelle dafür auch ihre eigene Infrastruktur – genauer: die Freiwillige Feuerwehr und deren technische Ausstattung – zur Verfügung. Entscheidend sei, dass im Ereignisfall angemessene und schnelle Entscheidungen zum Schutz der Menschen getroffen werden. „Mit dem jetzt zwischen Stadt, Kreis und Unternehmen geschlossenen Vertrag haben wir eine wichtige Voraussetzung dafür erfüllt“, ist Schäfer überzeugt und dankt allen, die zu dem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben.

Dem kann Dirk Kemke, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen, nur zustimmen: „Wir freuen uns, die seit Jahren gelebte Kooperation auch für die Zukunft festzuschreiben. Gemeinsam können wir weiterhin einer vom anderen profitieren – zum Wohle aller.“ Und fügt hinzu: „Corona hat uns nicht gerade geholfen und manche Entscheidung verzögert. Umso schöner ist es, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen letztlich ausgezahlt haben.“




Gebühren 2021: Bergkamener zahlen weniger fürs Abwasser und mehr für den Restmüll

Die Entwässerungsgebühren werden im kommenden Jahr um jeweils 6 Cent bei der Schutzwasserentsorgung und beim Niederschlagswasser sinken. Nach den Berechnungen der Kämmerei bedeutet dies übers Jahr gesehen eine Entlastung 15,60 Euro für einen durchschnittlichen Bergkamener 4-Personen-Haushalt.

Diese Entlastung könnte größer werden, wenn der alte Bergkamener Stadtrat in seiner letzten Sitzung am Donnerstag einem Antrag der CDU-Fraktion folgen sollte, die sogenannten Kalkulatorischen Zinsen, die der SEB an die Stadtkasse zu zahlen hat, noch stärker zu senken als es im vergleich zu 2020 bereits vorgesehen ist. Hier schlägt Kämmerer Marc Alexander Ulrich vor, den Zinssatz auf 4,9 Prozent festzusetzen. Auf dieser Grundlage würden im kommenden Jahr 5.552.461 Euro in die Stadtkasse fließen.

Das ist für die CDU nicht genug. Sie fordert, die kalkulatorischen Zinsen auf nur noch 4 Prozent zu beschränken. 2014 habe der Zinssatz bei 4,35 Prozent gelegen. Die gleichbleibend niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt in den Folgejahren könne eine erhöhte Eigenkapitalverzinsung für das Jahr 2021 nicht begründen, argumentiert CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel.

Anders sieht es bei den Müllgebühren aus. Zwar wird die Leerung der Biotonne um 2,87 Prozent günstiger, dafür steigt die Gebühr für die Restmüllentsorgung um 9,43 Prozent. Bei der grauen 60-Liter-Tonnen sind dies zusätzliche 11,40 Euro.

Mehr werden die Bergkamener im kommenden Jahr auch für die Straßenreinigung bezahlen müssen. Wer an Straßen der Priorität 1 und 2 wohnt, dem werden künftig 2,89 Euro (plus 0,15 Euro) pro Meter in Rechnung gestellt. Bei den Straßen der Priorität 3 sind es 2,63 Euro (plus 0,11 Euro).




Pottsteine setzen ein Zeichen für Fairtrade in Bergkamen

„Kaum sind sie fertiggestellt – schon sind sie weg!“ stellt Angelika Molzahn, die Sprecherin der Fairtrade-Steuergruppe in Bergkamen schmunzelnd fest. Gemeint sind kleine, mit dem grün-blauen Fairtrade Logo bemalte flache Steine.

Diese „Pottsteine“ werden durch einige Mitglieder der Steuerungsgruppe bemalt und dann an öffentlichen Stellen in Bergkamen abgelegt.
Der Finder der Steine kann sich freuen: auf der Rückseite befindet sich eine kleine, faire Botschaft!

Mit dieser Aktion möchten Fairtrade Bergkamen sagen: Es geht auch anders!

„Was wäre, wenn …

… die Wirtschaft anders ticken würde? Wenn plötzlich das Wohl der Gemeinschaft im Mittelpunkt stünde und nicht mehr der Profit einiger weniger Firmen-Chefs und Konzerne? Wenn die Menschen sich mit ihrem Konsum an den ökologischen Grenzen unseres Planeten orientieren würden und nicht an dem, was im Moment maximal raus zu holen ist.

Der Faire Handel setzt sich für existenzsichernde Löhne und Einkommen, die Einhaltung von Arbeitsrechten, Schutz vor ausbeuterischer Kinderarbeit, Gleichstellung der Geschlechter, sowie Maßnahmen für mehr Umweltschutz und gegen den Klimawandel – kurz: für einen gerechteren Welthandel ein.“

„Wer einen fairen Pottstein findet kann uns gerne auf unserer Facebook-Seite (Fairtrade Bergkamen) ein Foto posten – und ihn dann auf einen neuen Platz legen oder „fair“schenken!“ erklärt die Sprecherin der Gruppe. Auf der Seite befinden sich weitere Informationen und Ansprechpartner.

Auch der frisch aufgelegte Flyer mit Infos für Bergkamen ist hier und auf der Internetseite der Stadt Bergkamen zu finden.
Also – Augen auf! Der nächste Fairtrade Pottstein liegt ganz in der Nähe!




Abschluss der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“: Fast jeden Tag 70 km hin und zurück

Bianca Kretschmer

Sportliches Engagement im Bergkamener Rathaus: Bürgermeister Roland Schäfer freut sich über den Einsatz der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei dem gemeinsamen Wettbewerb von AOK und ADFC „Mit dem Rad zur Arbeit“ 2020. 53 Radlerinnen und Radler der Stadt Bergkamen traten in der Zeit vom 1. Juni bis zum 30. September an mindestens 20 Tagen auf dem Weg zur Arbeit in die Pedale. Der gemeinsame Tacho zeigt zum Ende der Aktion insgesamt 22.004 Kilometer an.

Um dieses persönliche Fitnessprogramm zu unterstützen, hat Bürgermeister Roland Schäfer einmal mehr hausintern einen Wettbewerb ausgelobt. Die meisten Kilometer mit dem Rad sammelte – wie schon im Vorjahr – Bianca Kretschmer. Die 31-Jährige Mitarbeiterin im Bereich „Zentrale Dienste“ steigt, solange es ihre Termine erlauben, fast jeden Tag in den Sattel: Von der eigenen Haustür bis zum Bergkamener Rathaus sind es rund 35 Kilometer. Insgesamt kommt sie so auf stolze 3.335 Kilometer.

Die steigenden Spritpreise und der Wunsch, mehr Sport zu machen, waren für Bianca Kretschmer im vergangenen Jahr Grund genug, vom Auto aufs E-Bike umzusteigen. Anfangs zweimal pro Woche, mittlerweile nimmt sie fast jeden Tag das Rad, um damit zur Arbeit zu fahren. „Und inzwischen habe ich schon schlechte Laune, wenn das Wetter so schlecht ist, das ich tatsächlich nicht fahren kann“, sagt Bianca Kretschmer.

Anders als sonst entfällt die offizielle Preisverleihung für die sportlich aktiven Beschäftigten durch Bürgermeister Roland Schäfer. Sie erhalten die Anerkennung für ihr Engagement auf dem Rad wegen der Corona-Pandemie nun auf dem Postweg. Bergkamens Bürgermeister ist stolz auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich einmal mehr für eine gemeinsame Sache stark gemacht haben: „Ich freue und bedanke mich, dass so viele Kolleginnen und Kollegen engagiert in die Pedale getreten haben. Die Aktion ist nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern vor allem auch für die Radler selbst: Stress bleibt schnell auf der Strecke und die Bewegung hält fit.“




Corona-Pandemie: Bundeswehr verstärkt Team des Kreis-Gesundheitsamts

Gesundheitsdezernent Uwe Hasche (l.) und Fachbereichsleiter Josef Merfels (r.) begrüßten Andreas Schmidt (Kreisverbindungskommando) und Zugführer Bernhard Blumer im Dienstgebäude an der Platanenallee. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Das Kreis-Gesundheitsamt wird durch Soldaten der Bundeswehr verstärkt. Seit Donnerstag, 22. Oktober sind die ersten zehn Soldaten da und werden eingewiesen. In der nächsten Woche können sie die Arbeit aufnehmen und werden am 2. November von fünf weiteren Soldaten unterstützt, sodass der Kreis Unna auf 15 Soldatinnen und Soldaten bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung zählen kann.

Aufgrund der in den vergangenen Wochen drastisch gestiegenen Fallzahlen hatte die Kreisverwaltung die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Das Amtshilfeersuchen lief über die Bezirksregierung, das Kreisverbindungskommando und das Lagezentrum im Landesinnenministerium. „Wir danken der Bundeswehr sehr für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“, erklärt Landrat Michael Makiolla.

Nachverfolgung hat oberste Priorität
In den vergangenen Wochen waren zunächst zahlreiche Kolleginnen und Kollegen hausintern herangezogen worden, um bei der Infektionsnachverfolgung zu helfen. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Kontaktnachverfolgung.

„Leider haben wir so viele aktive Corona-Fälle, dass unser eigenes Personal nicht mehr ausreicht“, sagt Landrat Makiolla. Die 15 Soldaten des Versorgungsbataillons 7 aus Unna werden nun Seite an Seite mit den Kreis-Beschäftigten an der Eindämmung der Pandemie arbeiten. PK | PKU

Blick auf die Lage

In Bergkamen sind noch Testergebnisse der Grundschule offen.

In Lünen sind noch die Ergebnisse eines Altenwohnheims offen. Die rund 30 Ergebnisse der Kita sind mittlerweile da: Eine weitere Person hat sich infiziert, der Rest ist negativ. Weitere Tests sind nicht nötig.

In Unna sind am 16. Oktober 33 Fälle in einem Altenheim gemeldet worden. Hier waren nach Auftreten eines Falles insgesamt rund 350 Personen getestet worden. Ergebnisse weiterer Testungen stehen noch aus.

In Werne ist gestern an einer Kita zum zweiten Mal getestet worden. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

– Max Rolke –




Drei Fliegerbomben auf dem Nordberg erfolgreich entschärft

Die heute Vormittag freigelegten Kampfmittel konnten erfolgreich entschärft werden. Die Straßensperrungen sowie Evakuierung sind aufgehoben. Alle Bürgerinnen und Bürger können wieder zurück in ihre Wohnungen. Weder bei der Evakuierung der betroffenen Bereiche noch beim Einrichten der Straßensperrungen gab es besondere Vorkommnisse.

Bereits eine Stunde nach Beginn der Evakuierung konnte der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg mit seiner Arbeit beginnen. Auch hier verlief alles reibungslos, sodass schon jetzt Entwarnung gegeben werden kann. Die englische sowie die zwei amerikanischen fünf Zentner Fliegerbomben konnten zügig unschädlich gemacht werden.

Bürgermeister Roland Schäfer zeigt sich erleichtert: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihre gute Mitarbeit und das entgegenbrachte Verständnis. Mein Dank gilt ebenso allen Verantwortlichen sowie Helferinnen und Helfern. Gerade in so einem sensiblen Bereich müssen alle geplanten Maßnahmen exakt ineinander greifen. Einmal mehr zeigt sich, wie professionell die Vorbereitungen getroffen wurden.“