Auszubildende aus der Pflegefachschule Bergkamen zu Besuch im Deutschen Bundestag

Oliver Kaczmarek, MdB, empfing eine Gruppe von Auszubildenden der Pflegefachschule Bergkamen zum persönlichen Gespräch im Deutschen Bundestag. Die Auszubildenden und Kaczmarek tauschten sich über die Zukunft der Pflege aus. Kaczmarek dankte den Azubis für ihre wichtige Arbeit und betonte die Bedeutung des Pflegeberufs für unsere Gesellschaft.




Elke Neumann übernimmt ab Oktober: Neue Gleichstellungsbeauftragte in Bergkamen

Bergkamens neue Gleichstellungsbeauftragte Elke Neumann mit Bürgermeister Bernd Schäfer. Foto: Stadt Bergkamen

Bürgermeister Bernd Schäfer begrüßte heute offiziell die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen. Ab Oktober wird Elke Neumann die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadtverwaltung und darüber hinaus zu fördern.

Die gelernte Diplom-Verwaltungswirtin ist seit vielen Jahren in der Stadtverwaltung tätig und war zuletzt in der Bauverwaltung eingesetzt und übernimmt nun die Aufgabe von der langjährigen Gleichstellungsbeauftragten Martina Bierkämper.

Bürgermeister Bernd Schäfer betonte die Bedeutung der Position:
„Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten sind für unsere Stadt von großer Wichtigkeit. Sie trägt dazu bei, Chancengleichheit aktiv zu fördern und Diskriminierungen vorzubeugen. Ich freue mich die bisher immer konstruktive und positive Zusammenarbeit mit Frau Neumann fortzuführen.“




Briefwahlunterlagen zur Bürgermeister-Stichwahl sind unterwegs

Nachdem der Wahlausschuss der Stadt Bergkamen die Wahlergebnisse der Kommunalwahlen am 14. September gestern bestätigt hat, wurden unmittelbar danach die Briefwahlunterlagen zur Stichwahl des Bürgermeisters verschickt.

Rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung haben dafür gesorgt, dass die fast 7.000 Briefe ab heute in die Zustellung gehen. Die roten Wahlbriefe müssen dann spätestens am Wahltag der Stichwahl, 28.09.2025, um 16 Uhr im Rathaus angekommen sein. Das Briefwahlbüro im Ratstrakt des Rathauses ist ab sofort geöffnet.




So groß, wie noch nie: Neuer Stadtrat hat 56 Mitglieder plus Bürgermeister

56 Stadtverordnete werden in der neuen Legislaturperiode dem Bergkamener Stadtrat angehören. Bisher werden es 44. Hinzu kommt noch der Bürgermeister. Wer es wird, wird in der Stichwahl zwischen Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) am 28. September entschieden.

Ursache für die Zunahme der Sitze um 6 im neuen Stadtrat ist natürlich das Wahlergebnis. Vor allem der Umstand, dass der SPD eigentlich nur 15 Ratsmandate zugestanden hätte, tatsächlich wurden aber 18 Sozialdemokraten am 13. September direkt gewählt, führt dazu, dass bis auf die FDP alle anderen Fraktionen ebenfalls aufgestockt werden. Hinzu kommt, dass bei der Auslosung des Direktmandats für den Wahlkreis 121 in der Sitzung des Wahlausschusses am Mittwochdiesen Sitz Brigitte Matiak gewonnen hat. Die neue SPD-Fraktion hat demnach 19 Mitglieder. Verloren hat diese Auslosung Alexander Lange (AfD). Er gehört trotzdem neuen Stadtrat an, weil er auf dem Listenplatz 1 der AfD kandidiert hatte.

Die Fraktionsstärken sehen jetzt so aus:

SPD 19 Sitze

CDU 15 Sitze

AfD 12 Sitze

Bündnis 90/Die Grünen 4 Sitze

Die Linke 3 Sitze

BergAUF 2 Sitz

FDP 1 Sitz

Hier die Namen der neuen Stadtverordneten

SPD Turk, Christoph Direktmandat im Wahlbezirk 101

SPD Riller, Dennis Direktmandat im Wahlbezirk 102

SPD Eickhoff, Martina Direktmandat im Wahlbezirk 103

SPD Schulte, Kay Direktmandat im Wahlbezirk 104

SPD Rocholl, André Direktmandat im Wahlbezirk 105

SPD Pattke, Christina Direktmandat im Wahlbezirk 106

SPD Hagen, Sandra Direktmandat im Wahlbezirk 107

SPD Derichs, Kevin Direktmandat im Wahlbezirk 109

SPD Jürgens, Michael Direktmandat im Wahlbezirk 110

SPD Czyzmowski, Nicole Direktmandat im Wahlbezirk 111

SPD Klute, Ralf Direktmandat im Wahlbezirk 112

SPD Bartz, Werner Direktmandat im Wahlbezirk 113

SPD Höll, Alexander Direktmandat im Wahlbezirk 116

SPD Schäfer, Oliver Direktmandat im Wahlbezirk 117

SPD Knöfel, Eva Direktmandat im Wahlbezirk 118

SPD Meinberg, Alexandra Direktmandat im Wahlbezirk 119

SPD Deuse, Julian Direktmandat im Wahlbezirk 120

SPD Matiak, Brigitte Elke Direktmandat im Wahlbezirk 121

SPD Schmülling, Jens Direktmandat im Wahlbezirk 122

CDU Heinzel, Thomas Reservelistenplatz 1

CDU Wehmeier, Stephan Reservelistenplatz 2

CDU Plath, Martina Reservelistenplatz 3

CDU Slotta, Dirk Reservelistenplatz 5

CDU Adams, Annette Reservelistenplatz 7

CDU Hindemitt, Tobias Reservelistenplatz 8

CDU Cirkel, Sabine Reservelistenplatz 9

CDU Hellmich, Maximilian Reservelistenplatz 10

CDU Schauerte, Thomas Reservelistenplatz 11

CDU Grossmann, Dario Reservelistenplatz 13

CDU Gansen, Pascal Reservelistenplatz 14

CDU Strunk, Martin Reservelistenplatz 15

GRÜNE Kleinstäuber, Lucie Reservelistenplatz 1

GRÜNE Brückner, Harald Reservelistenplatz 2

GRÜNE Weber, Silvana Reservelistenplatz 3

GRÜNE Pandrick, Christian Reservelistenplatz 4

BergAUF Schewior, Claudia Reservelistenplatz 1

BergAUF Uyar, Fatma Reservelistenplatz 2

FDP Knuhr, Sebastian Reservelistenplatz 1

Die Linke Schröder, Oliver Reservelistenplatz 1

Die Linke Wohlgemuth, Katja Reservelistenplatz 2

Die Linke Schröder-Bungard, Nicole Reservelistenplatz 3

AfD Lange, Alexander Reservelistenplatz 1

AfD Thodte, Sylvia Reservelistenplatz 2

AfD Hudzicki, Lukas Reservelistenplatz 3

AfD Witkowski, Joachim Reservelistenplatz 4

AfD Moellmann, Jens Reservelistenplatz 5

AfD Hauswirth, Lars Reservelistenplatz 6

AfD Recke, Karl-Heinz Reservelistenplatz 7

AfD Ochozinski, Stefan Reservelistenplatz 8

AfD Tamme, Justin Reservelistenplatz 9

AfD Seibel, Jakob Reservelistenplatz 10

AfD Nawroth, Christopher Reservelistenplatz 11

AfD Schneider, Marvin Reservelistenplatz 12




Erster Spatenstich für die Umgestaltung des Schulhofs der Preinschule

Foto: Stadt Bergkamen

Bürgermeister Bernd Schäfer, der technische Beigeordnete Jens Toschläger und Thomas Budde aus dem Stadtamt Straßen und Grünflächen haben gemeinsam mit der Schulleitung der Preinschule den symbolischen ersten Spatenstich für die Umgestaltung des Schulhofs vorgenommen. Damit startet ein Projekt, das die Aufenthaltsqualität für die Schülerinnen und Schüler deutlich verbessern wird und zugleich einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaanpassung leistet.

Der Schulhof war bisher zu großen Teilen versiegelt. Insgesamt rund 1.700 Quadratmeter Asphaltfläche werden nun aufgebrochen, um Platz für ein modernes, grünes und bewegungsfreundliches Umfeld zu schaffen. Geplant ist die Anlage eines Vegetationsstreifens mit einer Fläche von 284 Quadratmetern, in dem 17 neue Bäume gepflanzt werden. Dabei handelt es sich um Linden und Zierkirschen, die in den kommenden Jahren nicht nur für Schatten sorgen, sondern auch das Mikroklima verbessern werden. Zusätzlich entsteht ein interaktives Spielgerät mit App-Anbindung auf 50 Quadratmetern. Dieses moderne Element verbindet digitale und analoge Spielerfahrungen und spricht besonders die Bedürfnisse heutiger Schülerinnen und Schüler an.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bewegung und motorischer Förderung. Dafür wird ein Kletterparcours mit einer Fläche von 224 Quadratmetern und zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen errichtet. Ergänzt wird die neue Gestaltung durch eine wasserdurchlässige Oberflächengestaltung mit Rasenwaben, die für ein ansprechendes Erscheinungsbild sorgt und zugleich die Versickerung von Regenwasser fördert. Darüber hinaus wird eine offene Mulde angelegt, um zusätzliche Flächen für die Regenwasserversickerung bereitzustellen und so einen Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf zu leisten.

Bürgermeister Schäfer hob beim symbolischen ersten Spatenstich die gute Zusammenarbeit zwischen dem Schulverwaltungsamt und dem technischen Dezernat hervor. Gemeinsam gelinge es, Schulen schrittweise zu modernen und nachhaltigen Lernorten zu entwickeln.




SPD fordert: 51.923.164 Euro für Bergkamen aus dem Bundes-Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen

Silvia Gosewinkel.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert 80 Prozent des Sondervermögens direkt an Städte und Gemeinden geben – Bönen, Kamen und Bergkamen sollen dadurch insgesamt rund 100 Millionen Euro erhalten. Nach dem SPD-Vorschlag würde das Geld über den bereits bekannten Verteilungsschlüssel des Gemeindefinanzierungsgesetzes weitergegeben. Das erlaubt eine schnelle und unbürokratische Auszahlung. Für Bönen wären das 13.259.203,97 Euro, für Kamen 33.733.976,54 Euro und für Bergkamen 51.923.164,15 Euro. Dieses Geld könnte so gezielt für wichtige kommunale Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt werden.

Aus dem Bundes-Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 100 Milliarden Euro erhält Nordrhein-Westfalen über den Länderanteil rund 21 Milliarden Euro. Die SPD-Landtagsfraktion will am kommenden Mittwoch, 17.09.25 durch einen Antrag, welcher unter Top 3 behandelt wird, sicherstellen, dass mindestens 80 Prozent dieser Mittel, insgesamt rund 16,8 Milliarden Euro in NRW direkt an die Städte, Gemeinden und Kreise weitergeleitet werden. Damit sollen auch Bönen, Kamen und Bergkamen gezielt profitieren, indem insgesamt hier rund 100 Millionen Euro aus dem Sondervermögen ankommen.

Hierzu erklärt die örtliche Silvia Gosewinkel, SPD-Landtagsabgeordnete:

„Die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen schultern jedes Jahr rund 80 Prozent der öffentlichen Investitionen von der Schulsanierung bis zur Straßeninstandhaltung. Sie brauchen jetzt finanzielle Planungssicherheit, um langfristig und verlässlich investieren zu können. Unsere Kommunen dürfen nicht länger auf klare Zusagen warten: Es ist Zeit, dass das Geld bei denen ankommt, die es vor Ort dringend brauchen. Ich möchte, dass auch Bönen, Kamen und Bergkamen zügig über ihre Anteile verfügen können. Dafür braucht es keine neuen Förderprogramme und keine Bürokratie, sondern einen klaren Verteilungsschlüssel über das Gemeindefinanzierungsgesetz – ein etabliertes und gerechtes Verfahren.“

Während andere Bundesländer bereits konkrete Zusagen gemacht haben, lässt die NRW-Landesregierung bisher offen, wie hoch der kommunale Anteil tatsächlich ausfällt. In offiziellen Äußerungen ist lediglich von „über 50 Prozent“ die Rede, ohne konkrete Beträge, ohne verbindliche Quoten.

„Diese Unklarheit gefährdet die Zukunftsprojekte in unseren Städten. Statt auf Zeit zu spielen, muss die Landesregierung Farbe bekennen. Unser SPD-Antrag gibt eine klare Richtung vor: 80 Prozent an die Kommunen – transparent, fair und rechtzeitig. Wenn wir wollen, dass aus dem Sondervermögen auch tatsächlich Investitionen entstehen, müssen die Mittel jetzt freigegeben und zielgerichtet verteilt werden.“

Nach dem SPD-Vorschlag würde das Geld über den bereits bekannten Verteilungsschlüssel des Gemeindefinanzierungsgesetzes weitergegeben. Das erlaubt eine schnelle und unbürokratische Auszahlung. Für Bönen wären das 13.259.203,97 Euro, für Kamen 33.733.976,54 Euro und für Bergkamen 51.923.164,15 Euro. Dieses Geld könnte so gezielt für wichtige kommunale Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt werden.

„Die Menschen vor Ort erwarten zurecht, dass ihre Städte handlungsfähig sind. Dieses Geld steht ihnen zu – und ich werde mich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass es nicht im Landeshaushalt versickert.“




Briefwahl zur Bürgermeister-Stichwahl am 28. September

Am 28. September findet die Stichwahl zwischen den Bürgermeisterkandidaten Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) statt. Es werden keine neuen Wahlbenachrichtigungen verschickt. Die Wahlbenachrichtigungen zur Kommunalwahl 14.09.2025 bleiben gültig. Sollte jemand seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr zur Verfügung haben, kann mit dem Personalausweis im Wahllokal gewählt werden.

Wer schon Briefwahl für die Wahl am 14. September beantragt hat, bekommt seine Briefwahlunterlagen automatisch zugesandt. Die Briefwahlunterlagen können allerdings frühestens ab dem kommenden Donnerstag, 18. September, verschickt werden, da zunächst der Wahlausschuss der Stadt Bergkamen tagen muss. Das Briefwahlbüro im Rathaus öffnet ebenfalls am kommenden Donnerstag.




So wählten die Bergkamener Stadtteile




SPD gewinnt die vier Bergkamener Direktmandate für den Kreistag

Bei den Wahlen zum Kreistag in Unna wurde die SPD am Sonntag mit 30,77 Prozent stärkste Kraft gefolgt von der CDU mit 27,23 Prozent, der AfD mit 17,04 Prozent und den Grünen mit 9,99 Prozent. In Bergkamen sicherte sich die SPD die vier Direktmandate für den Kreistag mit Marina Eickhoff, Angelika Chur, Jens Schmülling und Willi Null.

Weiterhin ziehen aus Bergkamen Marco Morten Pufke und Martina Platz für die CDU in den neuen Kreistag ein, für die AfD Justin Tamme und für die Linke Katja Wohlgemut und Timo Putzer.

Wegen der notwendigen Überhangmandate gehören jetzt 78 statt 60 Mitglieder dem Kreistag an. Sie verteilen sich auf 11 Parteien, darunter erstmals auch das BSW. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,63 Prozent.

Klar ging am Sonntag die Landratswahl. Hier siegte Mario Löhr (SPD) mit 56,75 Prozent. Zweiter wurde Marco Morten Pufke (CDU) aus Bergkamen mit 31,93 Prozent. Andreas Wette (FDP) erreichte 9,32 Prozent.




AfD erreicht aus dem Stand 21,91 Prozent – Stichwahl um das Bürgermeisteramt zwischen Schäfer und Heinzel

Vertreter aller Parteien warteten gespannt im Bergkamener Ratssaal auf die Ergebnisse aus den Wahllokalen.

Gegen 21 Uhr stand am Sonntagabend das Ergebnis  der Kommunalwahlen in Bergkamen fest. Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) müssen in zwei Wochen in die Stichwahl. Die SPD bleibt zwar weiter stärkste Kraft im neuen Stadtrat, sie musste allerdings erneut Federn lassen. Sie erreichte nur 34,25 Prozent der Stimmen. Aus dem Stand kam die AfD auf 21,91 Prozent. Auch alle anderen Ratsparteien mussten Federn lassen. Die CDU kam auf 27,28 Prozent, die Grünen auf 6,31 Prozent, Die Linke auf 5,40 Prozent, BergAUF auf 3,05 und die FDP auf 1,81 Prozent.

Jubel kam bei den Christdemokraten auf als feststand, dass sie bei dieser Wahl drei Direktmandate  gewonnen haben: zwei in Overberge und eins in Bergkamen-Mitte im Wahlbezirk Kita Mikado / Schillerschule. Ob in Weddinghofen Brigitte Matiak erneut einziehen wird, wird erst das Los entscheiden: Sie erhielt im Wahlbezirk Pfalzschule / AWO-Kita Springmäuse die gleiche Stimmenzahl wie der Kandidat der AfD. Fest steht demnach, dass die SPD Ortsvorsteher in Bergkamen-Mitte, Oberaden, Weddinghofen und Rünthe stellen wird und die CDU in Overberge und in Heil.

Nach dem bisherigen Stand sieht die Sitzverteilung im neuen Stadtrat so aus:

Immerhin konnten sich die Sozialdemokraten über das eindeutige Ergebnis bei der Landratswahl freuen. Hier ereichte in Bergkamen Mario Löhr auf 54,92 Prozent und der CDU-Kandidat Marco Morten Pufke trotz Heimvorteils auf nur 26,08 Prozent. Beide müssen in 14 Tagen nicht in die Stichwahl, weil Löhr aller Voraussicht nach klar gewonnen hat.




Kundgebungen auf dem Nordberg verliefen störungsfrei: Polizeitaktik aufgegangen

Die rund 200 Gegendemonstranten hatten sich letztlich auf dem Platz von Gennevieliers versammelt. Zwischen ihnen und den AfD-Leuten standen Beamte der Bereitschaftspolizei und Metallabsperrungen.

Mit einem Großaufgebot war am Freitagnachmittag die Polizei am Bergkamener Nordberg präsent. Der Grund: Die AfD hatte eine Kundgebung mit ihrer Bürgermeisterkandidatin und zwei weitere auswärtige Redner angemeldet, zu der sie rund 150 Teilnehmer erwartete. Als dies bekannt wurde, meldete die BergAUF-Fraktionsvorsitzende Claudia Schewior „als Privatperson“ eine Gegenkundgebung an.

Offensichtlich wollte die Polizei am Freitag auf „Nummer Sicher“ gehen. Sie drängte die beiden Kundgebungsleitungen dazu, die zunächst angekündigten Versammlungsorte zu tauschen. Die AfD fand sich letztlich dort wieder, wo sich die Gegendemonstranten eigentlich treffen wollten und umgekehrt.

Kundgebungsteilnehmer von der AfD.

Vor den Kundgebungen hatte die Kreispolizei Unna die Verkehrsteilnehmer über ihre Social-Media-Kanäle aufgefordert, den Bergkamener Nordberg weiträumig zu umfahren. Zusätzlich wurde bereits am Freitagvormittag ein großer Bereich des Parkplatzes am Nordberg-Center abgesperrt, damit dort Platz für die Fahrzeuge einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei geschaffen wurde. Eine weitere Maßnahme war, die Teilnehmer beider Kundgebungen mit Absperrungen und Bereitschaftspolizisten auf Distanz zu halten.

„Versammlungsverlauf aus polizeilicher Sicht insgesamt störungsfrei“, erklärte am Abend die Pressestelle der Kreispolizei. Bemerkenswert waren demnach zwei Vorfälle: Im Vorfeld der AfD-Kundgebung wurde eine Strafanzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gefertigt. Ein Platzverweis wurde ausgesprochen. Die Gegendemonstranten forderte die Polizei erfolgreich auf, die Lautstärke ihrer Verstärkeranlage zu reduzieren.

Auffallend war, dass beide Gruppen ihre Kundgebungen nicht öffentlich durch Pressemitteilungen angekündigt hatten. Die AfD mobilisierte unter anderem über die Facebook-Seite ihres Kreisverbands. Dort wurde die Kundgebung bereits am Freitagabend als Erfolg gefeiert. Kein Wort allerdings über die starke Polizeipräsenz und über die Gegenkundgebung.

Die Kreispressestelle der Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl bei der AfD auf 100 und bei den Gegendemonstranten auf 200. Die AfD-Gegner hatten hauptsächlich intern mobilisiert. Gekommen waren unter anderem Mitglieder der „Omas gegen Rechts“, der SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, Die Linke und BergAUF und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger.

Möglicherweise hatte ein Film-Beitrag der WDR-Lokalzeit am vergangenen Dienstag über Rechtsextreme in der AfD Kreis Unna zusätzlich mobilisiert. Berichtet wurde auch über einen Kandidaten bei der Kommunalwahl am Sonntag in Bergkamen. Gegen ihn ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft.

Frühzeitig wurde am Freitagmorgen auf dem Parkplatz des Nordberg-Centers ein großer Teil für die Einsatzfahrzeuge der Bereitschaftspolizei abgesperrt.