Bergkamen würdigt Städtepartnerschaften mit eine Videokonferenz und Film-Portraits auf der Homepage

Standfoto haus dem Stadtfilm von Gennevilliers.

Partnerschaftsurkunde mit Hettstedt.

Auf viele Jahre der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit seinen Partnerstädten kann Bergkamen bereits zurückblicken. Die Verbindungen kamen seinerzeit auf unterschiedlichste Weise zustande: Während persönliche Kontakte die Beziehungen zu Wieliczka in Polen und damals Taşucu in der Türkei hervorbrachten, entstand die Zusammenarbeit  mit Gennevilliers in Frankreich über eine sogenannte „Partnerschaftsbörse“. Mit Hettstedt in Sachsen-Anhalt verbindet uns eine langjährige Geschichte, die bereits im Jahre 1909 durch den Bergbau begann.

Besiegelt wurden diese Kontakte durch die entsprechenden Partnerschaftsverträge, die mit Gennevilliers am 7. Januar 1995, mit Hettstedt am 27. Oktober 1990 und mit Wieliczka am 29. März 1995 geschlossen wurden. Die Partnerschaftsvereinbarung mit Taşucu wurde am 29. Oktober 1994 unterzeichnet. Durch die kommunale Neugliederung in der Türkei im März 2014 wurde Taşucu in die Kreisstadt Silifke eingemeindet und dort entschloss man sich, die Zusammenarbeit mit Bergkamen weiterzuführen, was mit dem Vertrag vom 13. Oktober 2014 manifestiert wurde.

Eigentlich sollten diese Jubiläen bereits im Mai letzten Jahres mit entsprechenden Feierlich-keiten gewürdigt werden, was leider durch die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie nicht möglich war.

Da ein solcher Jahrestag aber auch einen wichtigen Meilenstein in der Zusammenarbeit darstellt, sollte die Würdigung nicht außer Acht gelassen werden und so entschloss sich Bürgermeister Bernd Schäfer, die Jubiläen in Form einer Online-Veranstaltung unter dem Motto „Aktive Partnerschaften = Europa gestern, heute und morgen“ durchzuführen.

Dementsprechend trafen sich am 21.06.2021 um 16:00 Uhr alle Partnerstädte im virtuellen Raum. Jeweils unterstützt von Ihren Mitarbeiter*innen nahmen Bürgermeister Dirk Fuhlert/Hettstedt, Bürgermeister Patrice Leclerc/Gennevilliers, Bürgermeister Sadık Altunok/Silifke sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Agnieszka Szczepaniak und der stellvertretende Bürgermeister Piotri Krupa/Wieliczka an diesem Meeting teil.

In seiner Rede zitierte Bürgermeister Bernd Schäfer den französischen Schriftsteller Antoine de Sainte-Exupery: „Es gibt keine Hoffnung auf Freude außer in menschlichen Beziehungen“ und so waren sich alle Stadtoberhäupter in Ihren Grußworten einig darüber, die langjährige Zusammenarbeit weiter fortzuführen bzw. noch zu intensivieren, um damit zur Völkerverständigung beizutragen.

Gefolgt wurde jede Rede von einem Film über die jeweilige Partnerstadt, so dass alle Anwesenden einen Eindruck von allen Bergkamener Partnerstädten bekommen konnten.

Eine weitere Komponente des virtuellen Jubiläumstreffens bildete die gemeinschaftliche Unterzeichnung einer Urkunde, in der jede Partnerstadt in der jeweiligen Landessprache bekräftigte, die Zusammenarbeit, die durch Achtung und Wertschätzung in vielen Jahren zu einer Freundschaft gewachsen ist, auch weiterhin mit Leben zu füllen und aktiv zu gestalten.

Die gezeigten Stadtfilme werden ab sofort auf der Homepage der Stadt Bergkamen unter „Bergkamen Aktuell“ und dem Titel „Lernen Sie die Bergkamener Partnerstädte kennen!“ zu sehen sein. Jeder kann sich durch einen einfachen Klick auf den virtuellen Weg dorthin begeben.




Umweltausschuss fordert von der RAG hochwirksame PCB-Reinigungsanlage fürs Grubenwasser

Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz des Rats der Stadt Bergkamen hat in seiner seiner jüngsten Sitzung  auf Antrag der Fraktion BergAUF einstimmig beschlossen, die RAG aufzufordern, den Bau von hochwirksamen Anlagen zur Entfernung des hochgiftigen PCB aus dem Grubenwasser auf Haus Aden zu bauen und diese fertig zu stellen, bevor die Einleitung von Grubenwasser wieder aufgenommen wird.

Zur Begründung erklärte Werner Engelhardt für die Fraktion von BergAuf: „Offenbar ist es in der Verwaltung und hoffentlich auch bei den anwesenden Ausschussmitgliedern und im Rat angekommen: Das Problem mit dem PCB im Grubenwasser ist nichts von BergAUF Erdachtes, um sich selbst zu profilieren oder die RAG zu ärgern, es ist vielmehr ein dringend zu lösendes Problem, das die Weltgesundheit gefährdet.

Trotzdem wurde es von RAG, Bezirks- und Landesregierungen unterschiedlichster Couleur über viele Jahre hinweg trotz unserer Warnungen ignoriert. Wir loben uns ja ungern selbst, aber man muss nüchtern feststellen: Wären wir vor vielen Jahren nicht initiativ geworden und gegen alle Widerstände und Diffamierungen hartnäckig am Ball geblieben, wären wir heute nicht so weit, diesen gemeinsamen Antrag verabschieden zu können.

Aber werfen wir nochmal einen kritischen Blick darauf, wie weit diese Gemeinsamkeit geht, wo es noch unterschiedliche Auffassungen gibt.
Einigkeit besteht offenbar darin, dass die RAG dafür verantwortlich ist, die Voraussetzungen zu schaffen, das Ultragift PCB im Grubenwasser bei Wiederaufnahme der Einleitung „weitestgehend“ zu entfernen und den Salzgehalt drastisch zu senken. Das sehen wir als bedeutenden Fortschritt!

Unterschiedliche Auffassungen gibt es wohl in der Einschätzung der RAG. Wir meinen, die Erkenntnisse aus der PCB-Pilotanlage auf Haus Aden sind nicht „weitergehend“, wie die Stadtverwaltung meint. Es sind Ergebnisse, die der RAG ursprünglich dazu dienen sollten, an den teuren, von IWW/Spiekermann skizzierten Anlagen vorbeizukommen. Insofern sind es zwar „weitere“, zusätzliche Erkenntnisse. Am weitestgehend ist aber bisher der Entwurf des PCB-Gutachtens, auch wenn das Ingenieurbüro Spiekermann nicht mehr an dem Projekt weiterarbeitet. Heißt konkret: ohne umfangreiche, großflächige Aktivekohle-Filterbecken wird eine Entfernung des PCB nicht möglich sein. Deshalb hätten wir gerne den Begriff „weitergehend“ durch „weitere“ ersetzt werden, um nicht der RAG ein Hintertürchen zu öffnen.
Die hochwertigen Anlagen sind zwar teuer, aber unendlich viele teurer wäre die weitere Ruinierung der Gesundheit der Eisbären, der Meeresbewohner und der Menschheit als Ende der Nahrungskette. Immerhin würde die Menge des in den Bergwerken schlummernden PCB rein rechnerisch ausreichen, um die gesamte Menschheit vieltausendfach tödlich zu vergiften.

Nun ist die RAG als Stiftung nicht irgendein Wohltätigkeitsverein, wie der Begriff Stiftung vermuten ließe. Es ist eher ein Versuch, „stiften zu gehen“, sich aus dem Staub zu machen, die Bergbau-Folgen hinter sich zu lassen, nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“.

So stimmt es sehr bedenklich, wie Prof. Melchers, Leiter der Abteilung „Nachbergbau“ an der Agricola-Uni Bochum sich zur Zukunft äußert. Ewig zu pumpen, meint er, käme aus wirtschaftlicher Sicht nicht in Betracht, ein völliges Aufstauen des Grubenwassers hielt er für eine Alternative, auch wenn dann etwa 50% des heutigen Ruhrgebiets in einer Giftbrühe untergehen würden.

(Quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/die-story/video-glueckauf-und-vorbei-das-ruhrgebiet-nach-der-kohle-100.html)

Und er legt sich fest, was für ihn Ewigkeit bedeutet: So etwa 25 Jahre. Das ist blanker Zynismus, Bergkamen gäbe es demnach in 25 Jahren zum größten Teil nicht mehr! Das könnte das eiskalte Kalkül eines nach Höchstprofit strebenden Unternehmens sein, der RAG-Stiftung, der nicht nur knapp 60% der EVONIK mit 32.000 Beschäftigten in über 100 Ländern gehören, sondern auch die VIVAWEST mit 117.000 Wohnungen und 2.200 Mitarbeitern. Zudem hat die Stiftung eine neue Holding gegründet, die Mehrheitsbeteiligungen an über 10 High-Tech unternehmen weltweit und etliche weitere Minderheitsbeteiligungen hält. Das Kapital der Stiftung beträgt derzeit 18,4 Mrd. €. Es gibt also absolut keinen Grund, die RAG, die ihr Imperium auf dem Rücken der Bergleute aufgebaut hat und uns nun die Scherbenhaufen hinterlassen will, irgendwie in Schutz zu nehmen. Im Gegenteil. Wir sollten sogar fordern, die Anhebung des Grubenwasserspiegels zu stoppen, weil dies weitere erhebliche Probleme für uns als Bewohner der Stadt mit sich bringen wird. Zumal, wie man hört, der Grubenwasserspiegel nun bis -320 m ansteigen soll, was eine zusätzliche enorme Bedrohung unseres Trinkwassers bedeuten würde. Auch wenn ich mich hier wiederhole: Wenn wir wirklich was erreichen wollen, müssen wir gemeinsam der RAG konsequent die Stirn bieten!“  




Ab Montag entfällt die Maskenpflicht auf den Pausenhöfen der Bergkamener Schulen

Ab kommenden Montag müssen auf Schulhöfen keine Masken mehr getragen werden, wohl aber in den Gebäuden. Unser Foto zeigt die Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums Bärbel Heidenreich (rechts) in Februar bei der Austeilung von FFP2-Masken. Foto: Fahling/SGB

Am Mittwoch hatte es Schulministerin Yvonne Gebauer verkündet, heute sind die Schulen offiziell per Mail informiert worden: Ab Montag, 21. Juni entfällt die Maskenpflicht im gesamten Außenbereich der Schulen, insbesondere auf Schul- und Pausenhöfen sowie auf Sportanlagen. Innerhalb von Gebäuden, also in Klassen- und Kursräumen, in Sporthallen, auf Fluren und sonstigen Verkehrsflächen sowie den übrigen Schulräumen besteht die Maskenpflicht weiter.

Weiter heißt es in der aktuellen Schulmail des Ministeriums: „Es bleibt allerdings jeder Schülerin und jedem Schüler sowie allen in Schule tätigen Personen unbenommen, im Außenbereich freiwillig eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Freiwilligkeit, auch im Außenbereich eine Maske zu tragen, bedingt, dass es für die Schulen weder eine infektionsschutzrechtliche noch eine schulrechtliche Handhabe gegenüber einzelnen Mitgliedern der Schulgemeinde gibt, verbindlich das Tragen einer Maske durchzusetzen.

Alle übrigen Hygienemaßnahmen (z.B. Handhygiene, Durchlüftung von Klassenräumen) gelten fort. Auch die Pflicht zur Testung zweimal in der Woche bleibt bestehen.

Im Zusammenhang mit dem Wegfall der Maskenpflicht ist der Mindestabstand von 1,50 m nur noch innerhalb von Gebäuden von Bedeutung, wenn dort wegen eines besonderen pädagogischen Bedarfs (z.B. Sport) oder beim zulässigen Verzehr von Speisen und Getränken vorübergehend keine Maske getragen werden muss.“




Ausbildungsplätze 2022 beim Kreis Unna: Bewerbung ab sofort möglich

Möglich ab 2022 für Azubis: Ein Arbeitsplatz im Kreishaus. Foto: Marcel Budinger / Kreis Unna

Der Kreis Unna hat am 10. Juni das Bewerberportal für angehende Azubis freigeschaltet. Ab sofort können sich alle Interessierten auf die Ausbildungsplätze beim Kreis Unna bewerben. Bis zum 30. September ist das Portal geöffnet. Zehn Ausbildungsberufe sind unter www.kreis-unna.de/ausbildung zu finden. Start der Ausbildung ist im Sommer 2022.

Im Angebot sind die folgenden Ausbildungsberufe (m I w I d):

Heilerziehungspfleger
Kreisvermessungsoberinspektoranwärter
Kreissekretäranwärter
Verwaltungsfachangestellter
Vermessungstechniker
Straßenwärter
Fachinformatiker (Fachrichtung Systemintegration)

Zudem sind drei duale Studiengänge im Angebot:

Kreisinspektoranwärter (Bachelor of Laws) (m I w I d)
Verwaltungsinformatik (Bachelor of Arts)
Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)

Die Bewerbung ist schnell mit wenigen Klicks online erledigt.

Kreis Unna als Arbeitgeber
Die Kreisverwaltung ist mit mehr als 1.400 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region. Durch den demografischen Wandel verabschieden sich auch hier in den nächsten Jahren viele Mitarbeitende in den Ruhestand. Nachwuchs wird also gesucht und ist herzlich willkommen.

Der Kreis Unna hat auch als Arbeitgeber einiges zu bieten: Künftige Azubis haben gute Aufstiegs- und Übernahmechancen, sie haben einen krisensicheren Arbeitsplatz, tun etwas Sinnvolles für die Gesellschaft, können sich auf flexible Arbeitszeiten freuen und werden fair nach Tarif bzw. Gesetz bezahlt. PK | PKU




REWE- und Getränkemarkt am Roggenkamp sollten durch Neubauten ersetzt werden

Plan der Architektin Regina Bieber für den Neubau des REWE- und Getränkemarkts am Roggenkamp.

In Weddinghofen gibt es Streit um den geplanten Neubau eine Lebensmittel- und Getränkemarkts. In Bergkamen-Mitte, genauer gesagt am Roggenkamp vollzieht sich ein ähnliches Projekt wesentlich geräuscharmer. Ein wesentlicher Grund: Der neue REWE-Markt wird mit dem neuen Getränkemarkt auf dem Grundstück realisiert, auf dem sich bereits die alten Märkte befinden.

Doch keine Bange: Versorgungsengpässe werden nach den Plänen der Architektin Regina Bieber aus Dortmund und des Eigentümers des Komplexes, der Albany & SIAG Gewerbe 1 GbR mit Sitz in Berlin nicht auftreten – jedenfalls nicht was Lebensmittel betrifft.

Denn zuerst soll der alte Getränkemarkt abgerissen und an seiner Stelle der neue rund 400 Quadratmeer größere REWE errichtet werden. Bis zu seiner Fertigstellung bleibt der alte Markt in Betrieb. Allerdings sind dann die Parkmöglichkeiten für die Kunden etwas begrenzt. Erst nach dem Umzug soll der alte Markt abgerissen und ein rund 700 Quadratmeter Getränkemarkt und das neue Gebäude angebaut werden.

Die vorhandenen Märkte sind laut Antragsteller in einem sehr schlechten baulichen Zustand, so dass eine umfangreiche Sanierung erforderlich würde. Der Bauherr beabsichtigt allerdings aus wirtschaftlichen Erwägungen keine Sanierung vorzunehmen, sondern den Ersatz der in die Jahre gekommen Märkte durch ein modernes Konzept mit Dachbegrünung, Photovoltaik und Wärmerückgewinnung.

Dieses Vorhaben steht am 22. Juni auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauen und Verkehr sowie am 24, Juni auf der Tagesordnung des Stadtrats. Dabei geht es um die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. BK 126 „Nahversorgungsstandort Am Roggenkamp“ mit gleichzeitiger Aufhebung des bisherigen Bebauungsplanes Nr. OV 95 für diesen Bereich und um die Billigung des Konzeptes.




Nächstes Anmeldeverfahren für den Kita-Besuch erfolgt in Bergkamen digital und online

Das Anmeldeverfahren für den Besuch einer Kita in Bergkamen wird zum Kindergartenjahr 2022/23 auf Online und Digital umgestellt. Darauf können sich insbesondere die Eltern freuen, die sich im kommenden Frühjahr auf die Suche nach einem Kita-Platz für ihren Nachwuchs begeben wollen. Vieles wird einfacher und geht auch schneller

Im Internet können sie sich anmelden. Sie bekommen dann online eine Liste, bzw. einen Stadtplan für Bergkamen, auf dem die Kita eingetragen sind. Es gibt dazu kurze Portraits der Einrichtungen mit Angabe der Entfernung von der Wohnadresse. Hier können sich die Eltern „ihre“ Wunsch-Kitas mit einer Priorisierung aussuchen.

Natürlich bleibt es den Eltern unbenommen, ihre Wunsch-Kitas persönlich zu besuchen. In jedem Fall soll es vor dem Start des Anmeldeverfahren „Tage der offenen Tür“ geben, hieß es in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses, der die „Digital-Pläne“ einhellig begrüßte.

Nach wie vor wird aber die Entscheidung darüber, welche Kinder aufgenommen werden, bei den Einrichtungen bzw. ihren Trägern bleiben. Danach soll es auch weiterhin persönliche Aufnahmegespräche geben. Ein wesentlicher Vorteil für die Eltern ist, dass sie Zeit und auch manchen Weg für ein Vorgespräch sparen.

Möglichst schnell sollen jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kitas mit dem neuen Aufnahmesystem vertraut gemacht werden. Das passierte Corona-bedingt bisher nicht, weil diese Fortbildungsveranstaltung persönlich und nicht als Video-Konferenz stattfinden sollten.

Das neue digitale Online-Anmeldeverfahren wird nicht nur per heimischen Computer oder Laptop, sondern auch per Smartphone und Tablet funktionieren. Eltern, die dabei Schwierigkeiten haben, sollten in den Kitas und auch im Rathaus Unterstützung erhalten.

Wichtig ist auch, dass die Chance für Kinder über drei Jahren einen Kita-Platz zu bekommen, in Bergkamen immer größer wird. Nach dem Entwurf des neuen „Jugendhilfeplans Tageseinrichtungen für Kinder“ ist in den Stadtteilen Bergkamen-Mitte, Oberaden/Heil und Overberge eine Vollversorgung bereits erreicht. Weddinghofen wird nachziehen, wenn die neue Kita im Pued gebaut und in Betrieb gegangen ist. Schwieriger scheint es in Rünthe zu sein, eine Vollversorgung zu erreichen. Die zuständige Beigeordnete Christine Busch berichtete im Ausschuss von Gesprächen mit den Trägern, die Zahl der Kita-Plätze durch Erweiterungen oder Neubau zu vergrößern.




Generationenwandel im Rechtsamt der Stadt Bergkamen gelungen

Generationenwechsel im Bergkamen Rechtsamt (v. l.): Kim Stratesteffen, Marc Alexander Ulrich, Bernd Roreger, Bürgermeister Bernd Schäfer.

Nach 36 Jahren im Dienste der Stadt Bergkamen verabschiedet sich Bernd Roreger, Leiter des Rechtsamtes, in den wohlverdienten Ruhestand.

Seine Nachfolge tritt zum 01.07.2021 die aus Hagen stammende Volljuristin Kim Stratesteffen an. Bereits seit November 2018 ist Frau Stratesteffen Teil des Rechtsamtes der Stadtverwaltung und bearbeitete neben Herrn Roreger Verfahren in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen. Ihr zweites Staatsexamen absolvierte Frau Stratesteffen im September 2018 im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm. Die Verwaltung blickt mit dieser Nachbesetzung auf eine gezielte Personalentwicklung.

Zukünftig ändert sich nicht allein die Zahl der weiblichen Führungskräfte im Bergkamener Rathaus, sondern auch die Ausrichtung des Rechtsamtes. So wird das Amt die Bezeichnung „Recht und Vergabe“ tragen und neben der Rechtsberatung und Prozessführung auch die neue Zentrale Vergabestelle beheimaten. Der Servicegedanke soll weiter in den Fokus der Tätigkeit des Amtes rücken.

Frau Stratesteffen blickt ihrer neuen Funktion mit Freude entgegen. Eine Vorstellung ist nach der „Sommerpause“ der Gremien geplant.

„Ich freue mich, dass wir durch langfristige Personalentwicklung mit Frau Stratesteffen eine engagierte und kompetente Volljuristin für diese Aufgabe qualifizieren konnten und das Amt für Recht und Vergabe weiter in guten Händen liegt“, so Rechtsdezernent Marc Alexander Ulrich.




Neue Integrationsmanagerin bei der Stadt Bergkamen

Bergkamens neue Integrationsmanagerin Hevidar Yildirim. Foto: Stadt Bergkamen

Das städtische Integrationsmanagement ist wieder voll besetzt: Hevidar Yildirim ist seit einigen Tagen für diese vielfältige Aufgabe bei der Stadtverwaltung zuständig.

Die Sozialarbeiterin hat zuvor sieben Jahre lang einen Stadtteiltreff in Bochum geleitet, zu dessen Schwerpunkten die interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit und die Integrationsarbeit im Stadtteil zählen. Beste Vorrausetzungen also für die Arbeit in Bergkamen.

Yildirims Arbeitsbereich ist umfangreich. Das aus der Kooperation mit vielen Bergkamener Ehrenamtlichen, Organisationen und Vereinen entstandene Projekt „Bergkamen for all“ soll bis zum Jahresende verstetigt werden. Nach einer Vereinsgründung soll dieser die Arbeit der engagierten Gruppe weiterführen. Hevidar Yildirim wird hier als eine Art Geschäftsführerin die Koordination und Organisation der Vereinsarbeit intensiv begleiten.

Bereits am zweiten Arbeitstag voll eingestiegen ist Yildirim in ein gemeinsames Sprachförderprojekt mit der AWO für Mütter mit Kindern aus Iran und Afghanistan. Das Projekt befindet sich gerade in der Abstimmungsphase und wird Ende Juni der Öffentlichkeit vorgestellt.

Yildirim übernimmt auch die Geschäftsführung für den noch jungen Integrationsrat, der bereits einige ehrgeizige Projekte geplant hat. Dazu zählen eine bessere Sichtbarkeit des Integrationsrats, ein Anti-Mobbing-Projekt an Schulen und die Gesundheitsvorsorge von Migrant:innen. Dem Integrationsrat steht hier mit Hevidar Yildirim eine erfahrene Projektmanagerin zur Seite.

Nach den Sommerferien sollen auch die Brückenprojekte (Spielgruppen) für Kinder aus Flüchtlingsfamilien wieder starten. Yildirim hat ähnliche Projekte bereits in ihrer alten Wirkungsstätte umgesetzt. Erste Kontakte zu den Akteuren der Bergkamener Integrationsarbeit hat sie bereits geknüpft, ist aber noch mitten in der Einarbeitungsphase. „Ich bin positiv überrascht, wie vielfältig sich die Integrationsarbeit in Bergkamen gestaltet“, so Yildirim, die gerade dabei ist sich einen Überblick zu verschaffen: „Das ist schon eine ganze Menge, aber ich freue mich auf die Herausforderung und die Arbeit mit den engagierten Bürger:innen in Bergkamen.“ Daher ist es nur konsequent, dass die Ansprechpartnerin für Bergkamener Organisationen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zum Thema Integration als Schnittstelle zur Verwaltung in Zukunft häufig in Bergkamen unterwegs sein wird. „Ich will die Stadt und ihre Menschen möglichst schnell kennen lernen“, so Yildirim.

Hevidar Yildirim ist im Rathaus (Zimmer 304) telefonisch unter 02307/965-132 und per E-Mail unter h.yildirim@bergkamen.de zu erreichen. Weitere Informationen zum Thema Integrationsmanagement in Bergkamen sind unter www.bergkamen.de/integration zu finden.




Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Unna seit fünf Werktagen unter 35: Weitere Lockerungen ab Samstag

Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Unna liegt heute seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 35. Das Land hat dies am Donnerstag, 10. Juni offiziell festgestellt. Damit treten ab Samstag, 12. Juni mit der Inzidenzstufe 1 weitere Lockerungen in Kraft.

Das Land regelt in der Coronaschutzverordnung, was erlaubt ist und was nicht. In drei Stufen soll gelockert werden. Bisher war der Kreis Unna in Stufe 2 und erreicht jetzt Stufe 1. Die greift bei einer stabilen Inzidenz unter 35. Auf einer Sonderseite erklärt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, was in Stufe 1 gilt: www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw.

Zentrale Punkte

  • Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt.
  • Innengastronomie ist ohne vorherige Tests möglich.
  • Veranstaltungen außen und innen, Theater, Oper, Kinos sind mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, sofern ein Sitzplan, ein negativer Test sowie eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster vorhanden sind.
  • Freibäder dürfen ohne vorherigen Test öffnen; Bordelle usw. dürfen mit negativem Test öffnen; Clubs und Diskotheken mit Außenbereichen dürfen für bis zu 100 Personen öffnen (negativer Test erforderlich).
  • Private Veranstaltungen sind außen mit bis zu 250 Gästen und negativen Tests möglich. Innen sind private Veranstaltungen mit bis zu 100 Gästen und negativen Tests möglich.
  • Partys sind außen mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen ohne Abstand möglich, sofern negative Tests vorliegen.

Die relevanten Inzidenzen für alle kreisfreien Städte und Kreise – auch für den Kreis Unna – werden vom Robert-Koch-Institut (RKI) unter www.rki.de/inzidenzen in einer Tabelle veröffentlicht. Alle Details sind auf der genannten Sonderseite des Ministeriums nachzulesen sowie in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW unter www.land.nrw/corona.

– Max Rolke / Kreis Unna –




Ausgabe von kostenlosen Luca-Schlüsselanhängern im Rathaus und in der Stadtbibliothek

Die Stadt Bergkamen gibt Luca-Schlüsselanhänger an Personen aus, die über kein eigenes Smartphone verfügen. Die Schlüsselanhänger sind an der Information im Foyer des Rathauses und in der Stadtbibliothek erhältlich.

Luca dient der schnellen und lückenlosen Kontaktrückverfolgung mit den Gesundheitsämtern. Auch das Gesundheitsamt des Kreises Unna ist angeschlossen und verfügt über eine entsprechende Schnittstelle zur verschlüsselten Datenübermittlung.

Mit Hilfe des freiwilligen Angebotes können sich Nutzerinnen und Nutzer ganz einfach mit Hilfe eines QR-Codes per Smartphone-App als Gast einchecken – sei es beim Einkaufen oder auch beim Gastronomiebesuch. Der Luca-Schlüsselanhänger ist das analoge Gegenstück zur Smartphone-App. Auf jedem Schlüsselanhänger ist ein individueller QR-Code aufgedruckt, welcher einmalig im Internet unter https://www.luca-app.de/schluesselanhaenger/ registriert wird und dann einer bestimmten Person zugeordnet ist. Die einmalige Registrierung kann durch Dritte, zum Beispiel durch Kinder, Enkel oder Freunde vorgenommen werden.

 




Elke Middendorf erneut Beisitzerin im EAK-Bundesvorstand: Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU tagte digital

Elke Middendorf. Foto: Annette Adams

Mit einem hervorragenden Ergebnis wurde Elke Middendorf in den Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) gewählt. Gut 97% der Delegierten stimmten für die engagierte Bergkamenerin und ehemalige stellvertretende Landrätin im Kreis Unna. Die EAK-Bundestagung fand erstmals digital mit anschließender Briefwahl statt.

Middendorf freut sich auf weitere zwei Jahre im EAK-Bundesvorstand mit dem ebenfalls wiedergewählten Vorsitzenden Thomas Rachel MdB, Düren: „Ich kann mich jetzt viel mehr auf diese Arbeit konzentrieren. Besonders intensiv will ich mich mit den Themen Umweltschutz, Erhalt der Schöpfung und Landwirtschaft befassen. Letztere muss in eine nachhaltige und von den Verbrauchern mitgetragene Wirtschaftsweise überführt werden.“

Darüber hinaus liegt Elke Middendorf die Familienpolitik am Herzen und hier besonders das Kindeswohl. Die Würde und Einzigartigkeit eines jeden Kindes müsse geschützt werden. Auch bei der Erarbeitung des neuen Grundsatzprogramms der CDU bringt sich Middendorf ein: “Als EAK haben wir anlässlich der Bundestagung noch einmal eine umfangreiche Stellungnahme zum anstehenden Grundsatzprogramm herausgegeben, die auf der Internetseite des EAK abrufbar ist.“

Das Kapitel „Die Partei, die Wir sein wollen“ hat Middendorf persönlich bearbeitet und ihre Vorstellungen von einer modernen CDU, die für Maß und Mitte und für das Zusammenführen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen steht, einfließen lassen. Ihr Standpunkt: „Christen wissen um ihre Begrenztheit und Fehlbarkeit. Das bewahrt uns vor Ideologie und Besserwisserei.“