Polizei sucht Zeugen: Wohnmobil in der Marina abgebrannt – hoher Sachschaden an Fitness-Studio
Foto: Feuerwehr Bergkamen
Am frühen Sonntagmorgen gegen 03:00 Uhr wurde der Feuerwehr und der Polizei ein Brand im Bereich der Marina Rünthe im Hafenweg gemeldet. Ein Wohnmobil brannte und das Feuer auch schon auf die Fassade eines angrenzenden Fitness-Studios übergegriffen hatte.
Der Brand wurde durch die Feuerwehr Bergkamen gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Brandursache dauern an. Brandstiftung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Der Sachschaden beläuft sich nach erster grober Schätzung auf insgesamt etwa 250.000 Euro. Davon entfallen etwa 90.000 Euro auf das vollständig zerstörte Wohnmobil.
Mögliche Zeugen, die Angaben zu dem Brandgeschehen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder unter 02303 921 0 zu melden.
Hilfe für Bergkamener Hochwasseropfer: Wertstoffhof auch am Montag geöffnet und Abfuhr von Sperrabfall im gesamten Stadtgebiet
Die kreiseigene Abfallgesellschaft GWA wird am Montag den Wertstoffhof Bergkamen an der Justus-von-Liebig-Straße in Bergkamen-Mitte außerplanmäßig öffnen. In der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr besteht insbesondere für hochwassergeschädigte Bergkamener Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Sperrmüll kostenfrei und schnell entsorgen zu können.
Bürgermeister Bernd Schäfer: „Ich danke ausdrücklich der GWA für diese schnelle Hilfe und freue mich über dieses positive Beispiel der interkommunalen Hilfestellung!“ Ebenfalls beginnt am Montag der EBB mit der zusätzlichen Sperrmüllabfuhr in Bergkamen-Oberaden und Heil. Sobald diese beiden Stadtteile abgearbeitet sind, erfolgt der Einsatz im restlichen Stadtgebiet. Insgesamt hat der EBB statt der üblichen zwei Sperrabfalltouren fünfzehn für die kommende Woche (einschließlich Samstag) eingeplant. Hier noch einmal die Kontaktmöglichkeiten:
Bürgertelefon: 0 23 07 / 9 65 – 4 44
Knut Bommer neuer SPD-Fraktionschef: Weniger Hierarchie, mehr Teamarbeit
Präsentation des neuen Fraktionsvorsitzenden (v. l.): Julian Deute, Knut Bommer, Dieter Mittmann, Monika Wernau, André Rocholl und Fraktionsgeschäftsführer Kevin Derichs.
„Weniger Hierarchie, mehr Teamarbeit.“ Unter dieses Motto hat der neue Vorsitzende der Bergkamener SPD-Ratsfraktion Knut Bommer die künftige Arbeit der 21 sozialdemokratischen Stadtverordneten gestellt. Das Konzept des 52-jährigen aus dem Ortsverein Weddinghofen-Heil hat sie offensichtlich überzeugt. Er wurde einstimmig in sein neues Amtsgewählt.
Bekanntlich hat sein Vorgänger Rüdiger Weiß seine politischen Ämter in Bergkamen niedergelegt, nachdem sein Brief mit Kopf des NRW-Landtags an eine Ferienhausagentur hohe Wellen geschlagen hatte. „Zwischen den Zeilen“ schimmerte bei der Vorstellung des neuen Chefs mit Bommers gleichberechtigten Stellvertretern, Monika Wernau, Dieter Mittmann und Julian Deuse, sowie mit dem Stadtverbandsvorsitzenden André Rocholl Kritik an der bisherigen Amtsführung von Weiß durch.
Ein Hinweis auf die vereinbarte neue Zusammenarbeit in der Fraktion ist, dass nicht Bommer als neuer Fraktionschef den Vorsitz des wichtigen Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung übernommen hat, sondern sein Stellvertreter Dieter Mittmann. Auch an der Außendarstellung soll sich etwas tun. „Wir haben viele Expertinnen und Experten in der Fraktion. Sie sollen jetzt stärker zu Wort kommen“, erklärte Bommer.
Grundsätzliche Änderungen in der inhaltlichen Arbeit der Fraktion wird es wohl nicht geben. Grundlage bleibe natürlich das Wahlprogramm, mit dem die SPD zur Kommunalwahl im September 2020 angetreten sei, betonte der neu gewählte Fraktionsvorsitzende. Schwerpunkte seien hier die Themen Klima, Mobilität und Arbeitsplätze.
Gemeindesprüfungsanstalt NRW: Bergkamen hat Vorreiterrolle beim Umgang mit Sponsoringleistungen
V.l.n.r.: Marc A. Ulrich (Kämmerer und Beigeordneter der Stadt Bergkamen), Bürgermeister Bernd Schäfer (Stadt Bergkamen), Heinrich Böckelühr (Präsident gpa NRW).
Die Stadt Bergkamen ist von der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen (gpaNRW) als „Beispiel für gute kommunale Praxis“ im Bereich „Regelungen im Umgang mit Sponsoring“ ausgezeichnet worden. gpa-Präsident Heinrich Böckelühr überbrachte Bürgermeister Bernd Schäfer und Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich die positive Nachricht persönlich. „Im Bereich Korruptionsprävention setzt Bergkamen damit Maßstäbe und die implementierte Prozessstruktur ist vorbildlich“, lobt gpa-Präsident Heinrich Böckelühr bei
seinem Besuch im Bergkamener Rathaus die Verwaltungsorganisation.
Seit 2003 prüft die gpaNRW in regelmäßigen Abständen alle 396 Kommunen in NRW. In Bergkamen wurde zuletzt im Jahr 2020 unter anderem das Segment Korruptionsprävention intensiv betrachtet. Das gpa-Prüfteam nahm schnell wahr, was nun zur Ehrung führte: Die Stadt verfügt über eine von der Kämmerei erarbeitete und von der Verwaltungsleitung erlassene detaillierte und passgenaue Dienstanweisung. Diese beschreibt grundlegend den Prozess einer Sponsoringleistung. Der hohe Detaillierungsgrad steigert die Rechtssicherheit des Verwaltungshandelns und unterstützt somit städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ein genauer Blick in die Dienstanweisung zeigt ihren Mehrwert sehr schnell. Verbindliche Rahmenbedingungen gelten für alle Organisationseinheiten der Stadtverwaltung sowie die kommunalen Eigenbetriebe bei der Inanspruchnahme von Sponsoringleistungen. Die Verträge mit Sponsoren bedürfen immer der Schriftform. Auch Änderungen oder Ergänzungen sind schriftlich zu fixieren. Zudem hilft den Beschäftigten ein Sponsoring-Mustervertrag. Dieser fördert zudem eine einheitliche Arbeits- und Vorgehensweise. Auch die Laufzeit ist in der Regel auf maximal zwei Jahre befristet.
„Besonders hervorzuheben ist das verbindliche Vier-Augen-Prinzip in den Organisationseinheiten. Hierdurch wird aktive Korruptionsprävention betrieben“, greift gpa-Präsident Heinrich Böckelühr einen sensiblen Punkt heraus, über den meist erst gesprochen und berichtet wird, wenn es zu spät ist. „Kluge Präventionsmaßnahmen können viel Schaden vom kommunalen Vermögen abhalten – Bergkamen hat im Bereich Sponsoring wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen“, analysiert Heinrich Böckelühr, der als langjähriger Bürgermeister der Stadt Schwerte ein kommunaler Praktiker ist.
Transparenz und Beteiligung sind weitere Begriffe, die von der Stadt Bergkamen im Bereich Sponsoring gelebt werden. Die Realisierung von Sponsoringaktivitäten wird in engem fachlichen Austausch mit der Kämmerei vorgenommen. Gemäß der städtischen Dienstanweisung erfolgt danach eine Kenntnisnahme der finalen Verträge durch das Rechtsamt, dem Rechnungsprüfungsamt und dem Beauftragten für Korruptionsprävention. Sobald ein Sponsoringvertrag unterzeichnet ist, wird er in das Zuwendungsregister Stadt Bergkamen eingetragen. Ein jährlicher Bericht über die Sponsoringleistungen wird von der Stadtverwaltung auf der Internetseite veröffentlicht und sorgt so für Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Bereich Sponsoring.
Bürgermeister Bernd Schäfer erklärt abschließend zu der Auszeichnung durch die gpaNRW: „Ich freue mich über die Auszeichnung der Stadtverwaltung Bergkamen und das Lob der gpaNRW im Umgang mit diesem sensiblen Thema. Mein Dank geht dabei an die Kolleginnen
und Kollegen in Kämmerei und Rechtsamt unter Leitung von Beigeordnetem und Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich.“
Info zur gpaNRW
Die gpaNRW ist Teil der staatlichen Aufsicht des Landes über die Kommunen und wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Herne. Ihr ist durch Gesetz und Gemeindeordnung die überörtliche Prüfung aller 396 Kommunen, der 30 Kreise sowie der Städteregion Aachen,
der beiden Landschaftsverbände und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) übertragen. Präsident der gpaNRW ist seit Oktober 2017 Bürgermeister a.D. Heinrich Böckelühr. Die gpaNRW veröffentlicht ihre Prüfberichte auf ihrer Homepage unter www.gpa.nrw.de.
Bürgersprechstunde der SPD Weddinghofen-Heil vor der Barbara-Apotheke
Am kommenden Samstag, 3. Juli, von 10.30 bis 11.30 wird der SPD-Ortsverein Weddinghofen-Heil wieder persönlich mit dem Format der „AnsprechBar“ eine Bürgersprechstunde vor der Barbara-Apotheke in Weddinghofen anbieten. Vor Ort wird u.a. Ratsmitglied Julian Deuse für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen. Die AnsprechBar ist ein guter Anlass, mit den heimischen Politikern ins Gespräch zu kommen und Anregungen oder Anliegen gegenüber der Politik zu äußern. Die nächste AnsprechBar wird am 07.08.21 an gleicher Stelle wieder stattfinden.
Kinder- und Jugendbüro feiert 25. Geburtstag: Jungen Bergkamerinnen und Bergkamenern eine starke Stimme geben
Das Bergkamener Kinder- und Jugendbüro wird 25 (v. l.): Arne Vogt, Jugendamtsleiter Ludger Kortendiek, Christine Busch und Christian Scharwey.
Ein Schülerparlament, wie es die Fraktion DIE LINKE in der jüngsten Sitzung des Stadtrats gefordert hat, wird es vorerst nicht geben. Gleichwohl wird die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am politischen Geschehen in Bergkamen ein wichtiges Thema bleiben. Das unterstrich die Beigeordnete Christine Busch am Freitag. Auf den Tag genau vor 25 Jahren nahm das Bergkamener Kinder- und Jugendbüro als zentrale Anlaufstelle für die jüngeren Bürgerinnen und Bürger seine Arbeit auf.
Dabei kommen es nicht nur auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an. Noch wichtiger sei, dass sie auch gehört werden, betonte die Beigeordnete. Oft habe sie erlebt, dass Kinder weniger herummäkeln wie die Erwachsenen, sondern zu einfachen und pragmatischen Lösungen kommen. Das ist auch die Erfahrung von Imke Vogt, Arne Vogt und Christian Scharwey, der aktuellen personellen Besetzung des Kinder- und Jugendbüros. Vor einigen Wochen haben sie unter den Kindern „Spielplatztester“ gesucht. (Dieses Aktion läuft noch weiter.) In kleinen Gruppen haben sie sich auf den Weg gemacht und einen Fragebogen abgearbeitet. Bisher sind viele Bögen wieder zurückgekommen mit Hinweisen, wo etwas verbessert werden kann. Eine Reihe dieser Spielplatzdetektive haben ihre Ergebnisse mit beeindruckenden Fotos belegt. Jetzt gilt es, nach Abschluss der Aktion auch Taten folgen zu lassen.
Eigentlich hätte der runde Geburtstag des Kinder- und Jugendbüros mit einem großen Fest gefeiert werden können, meinte Christian Scharwey. Aus bekannten Gründen ginge das aber nicht. Stattdessen hat das Kinder- und Jugendbüro zusammen mit einem Profi eine neue Internet-Seite „www.kijub-bergkamen.de“ geschaffen, die den jungen Nutzern Infos über Projekt, etwa in den Sommerferien, liefert und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, Wünsche und Forderungen zu äußern.
In den 25 Jahren seines Bestehens führte das Kinder- und Jugendbüro (kijub) zahlreiche Stadtteilkonferenzen mit jungen Menschen durch, initiierte Beteiligungsprojekte zur Wohnumfeldgestaltung und organisierte die politische Teilhabe der Schülervertretung in der Kommune. Viele Projekte wurden angestoßen, viele Ideen der Kinder und Jugendlichen aufgenommen und parteiisch in Entscheidungsprozesse eingebracht.
Unbürokratisch wurden so unter Mithilfe des kijub in den vergangenen Jahren die BMX-Strecke „Marina Trails“ in Rünthe, die Halfpipe in Oberaden, die drei überdachten Jugendtreffs und aktuell der Skatepark am Wellenbad umgesetzt.
Seit 25 Jahren organisiert das kijub auch die Kindertheaterreihe und die städtischen Ferienprogramme, Ferienfreizeiten und Ausflugsfahrten für Familien. Weiterhin beteiligt sich das Kinder- und Jugendbüro am Seifenkistenrennen und ist als Geschäftsführung des Stadtjugendrings e.V. in Veranstaltungen, wie das Theaterfestival oder den Weltkindertag, eingebunden. Zudem ist es für den Erzieherischen Jugendschutz in Bergkamen zuständig und bietet so Präventionsseminare, Veranstaltungen, Informationen und Workshops zu Themen wie Deeskalation von Gewalt, Rassismus, Mobbing, Sexualität und Sucht an.
Mit dem digitalen Beteiligungsprojekt „Oberaden jugendlich gestalten“ sammelte das kijub die Meinungen Jugendlicher zu den Angeboten und Möglichkeiten der Jugendarbeit im Stadtteil Oberaden. Dies soll dabei helfen, die dortige Jugendarbeit neu aufzustellen und adäquate Angebote für die jungen Menschen zu entwickeln. Gerade dieses Projekt hat den breiten Beteiligungswunsch junger Leute offengelegt und soll daher als Blaupause für die anderen Stadtteile dienen.
Die digitale Angebotspalette des Kinder- und Jugendbüros wurde im letzten Jahr stark erweitert. So entstand neben einem Facebookauftritt und einem eigenen Youtubekanal nun eine eigene Webpräsenz unter der Adresse www.kijub-bergkamen.de. Auf dieser Seite werden die Angebote des Kinder- und Jugendbüros vorgestellt, die sich an Kinder und Jugendliche, aber auch an Eltern, Erzieher:innen und Lehrer:innen richten. Weiterhin finden Kinder und Jugendliche hier gebündelt die sie betreffenden Informationen. Zukünftig wird so ein digitaler Kinderstadtplan als zentrales Element auf der Seite verankert.
Aktuell widmet sich die Arbeit vor allem der Initiierung von Beteiligungsprozessen bei den Kindern im Grundschulalter. Nachdem in den Herbstferien die Kinderstadt Oberaden erfolgreich an den Start gegangen ist – in der Bürgermeisterwahlen und Ratssitzungen täglich auf dem Programm standen – konnten sich Kinder in den Osterferien auf den Weg machen, im Projekt „Spielplatztest“ Bergkamener Spielplätze unter die Lupe zu nehmen. Diese werden nun mittels des neuen interaktiven Kinderstadtplans anderen Kindern vorgestellt und gegebenenfalls weiterempfohlen. Das Projekt „Magische Kinderorte“ startet pünktlich zum 25. Geburtstag. Hier können die Kinder anderen Kindern ihre Lieblingsorte näherbringen und dort ein zu suchendes Monster verstecken.
Ein besonderes Highlight gibt es zudem am Jugendzentrum Yellowstone. Dort gibt es neue große Graffitiwände, die bei den Geburtstagsfeierlichkeiten mit viel Kreativität und Farbe eingeweiht werden.
Abschließend startet in den Sommerferien das Projekt „kijub scout“, in dem Kinder im Rahmen einer einwöchigen Ausbildung für ihre Umwelt und ihre Bedürfnisse sensibilisiert werden. Sie werden in diesem Projekt darin bestärkt ihre Rechte wahrzunehmen und dabei zu helfen, Bergkamen zu einem guten Ort für Kinder zu machen.
Weitere Informationen gibt es beim Team des Kinder- und Jugendbüros Bergkamen unter 02307/965371.
Land NRW verlängert die Corona-Schutzverordnung um zwei Wochen
Das Land Nordrhein-Westfalen verlängert die Coronaschutzverordnung um zwei Wochen. Damit gelten die bereits Anfang der Woche in Kraft getretenen weitgehenden Aufhebungen hinsichtlich der Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Freien und anderen Reduzierungen von Schutzmaßnahmen einstweilen bis zum 8. Juli 2021. Mit der aktualisierten Coronaschutzverordnung erfolgen erste weitere Anpassungen etwa hinsichtlich der Maskenpflicht bei der Nutzung von Sitzplätzen in Bibliotheken oder bei der Aufhebung der Testpflicht bei Proben von Laienmusikern im Freien oder auf Ausflugsschiffen. Die Änderungen treten am Freitag, 25. Juni 2021, in Kraft.
Damit sind grundsätzlich fast alle Angebote und Tätigkeiten in Nordrhein-Westfalen weiterhin wieder zulässig. Dies gilt gerade auch für die wichtigen Freizeitangebote und etwa Jugendreisen und Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche in den kommenden Sommerferien. Die Grundregeln des Infektionsschutzes sind aber nach wie vor zu beachten. Und: Testpflichten bleiben bei bestimmten Angeboten bestehen, um die Öffnungen abzusichern.
Die Regelungen im Überblick:
Seit dem 21. Juni 2021 gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in Regionen der Inzidenzstufe 1 wie im Kreis Unna nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:
in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen
Nur für das Personal mit Kundenkontakt in gastronomischen Einrichtungen gilt weiterhin die Maskenpflicht auch im Außenbereich, weil hier beim Service regelmäßig Mindestabstände nicht eingehalten werden können.
In fast allen Fällen, in denen weiterhin Masken getragen werden müssen, ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden. Dies gilt ab 25. Juni 2021 auch für Sitzplätze in Bibliotheken.
Die bestehenden Testpflichten bleiben grundsätzlich bestehen, um die Öffnungsschritte abzusichern. Allerdings kann zusätzlich auch bei den auf Einzelpersonen begrenzten körpernahen Dienstleistungen, der Nutzung von Ausflugsschiffen etc. mit Einhaltung der Mindestabstände und Proben von Theatergruppen, Chören etc. im Freien künftig auf einen negativen Test verzichtet werden. Eine weitere kleinere Änderung betrifft den Betrieb von Freizeitparks und ähnlichen Einrichtungen, bei denen auf Basis eines genehmigten Hygienekonzeptes in der Inzidenzstufe 1 künftig mehr Personen in Innenräumen (1 Person je 10 statt bisher 20 qm) zugelassen werden können.
Alle Regelungen der aktuellen Coronaschutzverordnung sind unter dem diesem Link zu finden.
Digitalisierung: Kreis Unna soll „Smart Region“ werden
Die Zukunft ist digital: Mit dem Digitalen Masterplan 2019 – 2022 hat der Kreis Unna längst eine Strategie für den eigenen Umbau entwickelt. Jetzt soll diese in einen größeren Rahmen einfließen: In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden soll der Kreis Unna zu einer vernetzten Smart Region weiterentwickelt werden.
Praktisch bedeutet das, „Smart City“-Projekte innerhalb gemeinsamer Regeln abzustimmen und auch Fördermittel gemeinsam zu beantragen. Ziel ist es, den digitalen Wandel aktiv und nachhaltig im Sinne der Einwohner des Kreises zu gestalten.
Die Vorteile liegen auf der Hand und sind ganz konkret: Es geht unter anderem um mehr Lebensqualität, mehr Bürgerbeteiligung, ressourcenschonende Technologien und eine bessere Zukunftsfähigkeit.
Projektträger Stadt Schwerte
Im Kreis Unna hat die Stadt Schwerte bereits 2019 gemeinsam mit der Stadt Dortmund Projekte in Richtung „Smart City“ geplant, realisiert und an Förderprogrammen teilgenommen. Zur Umsetzung im gesamten Kreis Unna soll darum die Stadt Schwerte die Projektleitung für die Smart Region Kreis Unna übernehmen. Die Finanzierung läuft zentral über den Kreis Unna, wobei eine umfassende Finanzierung über Fördermittel geplant ist.
Drei Ziele der interkommunalen Zusammenarbeit sind bereits festgelegt: Im ersten Schritt sollen Lösungen, die in der Stadt Schwerte für eine „Smart City“ bereits erarbeitet wurden, auf Bedürfnisse einer kreisangehörigen Kommune abgestimmt werden. Weiterhin soll Schwertes „Smart City“ Strategie adaptiert und mittelfristig eine eigene kreisweite Strategie entwickelt werden. Das dritte Ziel ist die fortlaufende Akquise von Fördermitteln. Wichtig ist letzteres, um auch während der aufgrund von Corona angespannten Haushaltslage, neue, gemeinsame Projekte auf dem Weg zur „Smart Region Kreis Unna“ zu verwirklichen.
Diesen Plänen stimmte der Kreistag in seiner Juni-Sitzung zu. Jetzt sollen die nötigen Vereinbarungen zur interkommunalen Zusammenarbeit geschlossen werden und Fördermittel beantragt werden, damit auch der Start der Zusammenarbeit smart klappt. PK | PKU
Unesco-Welterbe: Kreis unterstützt Antrag aus dem Ruhrgebiet
Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur will mit der Industriekultur Unesco-Weltkulturerbe werden – und der Kreis Unna unterstützt diesen Plan. Ein entsprechendes Votum fasste der Kreistag jetzt mehrheitlich.
Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur fasst zusammen, was die Region so einzigartig macht: Das Ruhrgebiet hatte sich in den 1870er Jahren zur größten Region für den Abbau von Steinkohle und die Herstellung von Koks auf dem europäischen Festland entwickelt. Um 1900 war die Region der größte Stahlproduzent in Europa.
Zudem wies das Gebiet in jener Zeit das dichteste industrielle Verkehrsnetz in Europa auf und verfügte über eine der weltweit größten Entwicklungen von industriebedingten Wohnsiedlungen. Der Kreis Unna liegt am östlichen Rand dieser Region. Und er wurde durch den Bergbau geprägt wie kaum ein anderes Gebiet durch die linearen Verbindungen der Bahntrassen und die schiffbaren Wasserwege.
Internationale Strahlkraft
Im Land und im Ruhrgebiet erhofft man sich einiges vom Status Unesco-Welterbe. Internationale Strahlkraft als Wirtschafts- und Kulturstandort sowie weltweite Anerkennung der vorbildlichen Bewahrung und lebendigen Nutzung des industriellen Erbes – kurzum: Im Unesco-Welterbe können Potenziale liegen. Bis die gehoben werden – vorausgesetzt, alles läuft wie geplant – dauert es allerdings noch Jahre. Erst 2024 soll eine Liste mit Projekten aus ganz Deutschland bei der Unesco eingereicht werden. PK | PKU
BürgerInnen gegen Rechts Kamen/Bergkamen rufen zur Demo gegen Polizeigesetz NRW auf
Die BürgerInnen gegen Rechts Kamen/Bergkamen rufen zur Teilnahme an der von mehreren Organisationen getragenen Demonstration gegen das geplante Polizeigesetz NRW am 26. Juni ab 13 Uhr vor dem DGB-Haus in Düsseldorf auf. Bei der Anfahrt werden sie sich dem Werner Bündnis gegen Rechts anschließen.
Treffpunkt ist am Samstag um 10.55 Uhr der Bahnsteig im Bahnhof in Werne. Von dort geht es mit dem Zug um 11:05 Uhr erst nach Dortmund und von dort aus weiter nach Düsseldorf.
Mehr Personal gesucht: Neues Bündnis für Pflege
Landrat Mario Löhr (3.v.r.) überreicht den Förderbescheid an Ralf Plogmann (Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Unna) im Beisein von Sozialdezernent Torsten Göpfert (2.v.r.), Angelika Chur (Vorsitzende des Kreisausschusses für Arbeit, Soziales, Inklusion und Familie, r.), Sabine Marton (Leitung Gesundheitsdienste des Caritasverbandes, l.) und Projektleiter Jan Wandschneider (2.v.l.) Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Es entscheiden sich nicht genug (junge) Menschen für den Pflegeberuf, um den künftigen Bedarf an Pflegekräften zu decken und die Qualität in der Pflege aufrecht zu erhalten. Deshalb schließen sich AWO, Caritas, Der Paritätische, das Deutsche Rote Kreuz und die Diakonie als Akteure der freien Wohlfahrtspflege zusammen und starten das Projekt „Bündnis für mehr Pflegepersonal“.
Der Kreis Unna unterstützt das Projekt, das bis Mai 2023 laufen soll, mit insgesamt 80.000 Euro. Den Fördermittelbescheid überreichte Landrat Mario Löhr jetzt an Ralf Plogmann (Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Unna).
Das Projekt setzt sich zum Ziel, mehr (junge) Menschen im Kreis Unna zu einer Pflegeausbildung zu bewegen, als es in den vergangenen Jahren der Fall war, erklärt Dezernent Torsten Göpfert: „Es sollen Maßnahmen und Strukturen geschaffen werden, die die Personalakquise der Projektpartner möglichst dauerhaft erfolgreicher gestalten. Gelingen soll das darüber, junge Menschen in Kontakt mit dem Thema Pflege zu bringen sowie über Pflegebotschafter.“
Beruf erfahrbar machen
Die Ideen fußen auf der Erfahrung der Akteure aus der freien Wohlfahrtspflege. Sie berichten, dass viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter früh Kontakt zum Thema Pflege hatten. Um also neue Mitarbeitende zu gewinnen, macht es Sinn, junge Menschen früh in Berührung mit dem Thema zu bringen: über Praktika, Veranstaltungen oder eben Pflegebotschafter, die aus der Erfahrung von ihrem Job berichten.
Geplant ist auch eine breit angelegte Kommunikationsstrategie mit einer eigenen Webseite und Social-Media-Videos, um die Zielgruppe direkt erreichen zu können. Das Projekt soll bis 2023 laufen. Zu Beginn wird der Blick auf das gerichtet, was jetzt ist. Darauf folgt die Konzeption und Planung, die Durchführung und im Anschluss die Auswertung und Verstetigung. Zuschuss vom Kreis
Der Kreis Unna, der auch den Pflegebedarfsplan erstellt, hat schon früh erkannt, dass im Bereich Pflege in Zukunft ein großer Bedarf an Fachkräften entstehen wird. „Umso schöner ist es jetzt, dass wir das neue Bündnis unmittelbar finanziell unterstützen können und konkret messbare Erfolge in absehbarer Zeit haben werden“, so Göpfert. Insgesamt sind für das Projekt 101.050 Euro veranschlagt. 80.000 Euro übernimmt der Kreis Unna. PK | PKU