PCB im Grubenwasser und der Klimaschutz bleiben Themen des des Aktionskreises Wohnen und Leben Bergkamen
CDU verlangt Aufarbeitung der Starkregenereignisse im Kreis Unna
Die CDU-Fraktion im Kreistag des Kreises Unna bringt das Thema „Starkregenereignisse und Hochwasser: Bericht und künftige Maßnahmen“ auf die
Tagesordnung des Ausschusses für Natur, Umwelt und Klimaschutz am 06.09.2021.

Die Starkregenereignisse und das darauffolgende Hochwasser haben in Nordrhein-Westfalen Spuren der Verwüstung hinterlassen. Noch heute leiden viele Menschen unter den Folgen der Ereignisse. Dies gilt auch für Teile des Kreises Unna. „Eine Aufarbeitung der Ereignisse und das Aufzeigen möglicher künftiger Maßnahmen zur Prävention sind dringend erforderlich“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Marco Morten Pufke die Initiative seiner Fraktion.
Die CDU-Kreistagsfraktion fordert die Kreisverwaltung deshalb auf, einen Bericht zu den Überflutungen im Kreis Unna abzugeben und dabei mögliche Verbesserungen des Hochwasserschutzes aufzuzeigen. Insbesondere soll dargestellt werden, ob es ggf. Umstände gegeben hat, die die Auswirkungen des Starkregens potenziert haben. „Wir wollen wissen, ob beispielsweise nicht hinreichend freigeschnittene oder verstopfte Düker bzw. Entwässerungsgräben
die Lage zusätzlich erschwert haben“, verdeutlicht der umweltpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Carl Schulz-Gahmen.
In diesem Zusammenhang will sich die CDU-Kreistagsfraktion auch den Lippeumbau noch einmal im Fachausschuss vorstellen lassen. In eine der nächsten Sitzungen soll ein Vertreter des Lippeverbandes eingeladen werden, der darüber informieren soll, inwieweit die jüngsten Starkregenereignisse in den bestehenden Planungen des Lippeverbandes berücksichtigt sind.
„Artgerechte Tierhaltung, Landwirtschaft und Flächenverbrauch“ – eine Info-Veranstaltung von Bündnis 90 / Die Grünen am 31.08.2021 auf dem Biohof Ostendorff
Nicht erst der Skandal um die Fleischerei Mecke zeigt nach Überzeugung von Bündnis 90 / Die Grünen zeigt deutlich, dass sich die Bedingungen in der Nutztierhaltung und Fleischverarbeitung zwingend ändern müssen. Es ist noch gar nicht lange her, da standen die unhaltbaren Zustände in den Zerlege-Betrieben von Tönnies im Zentrum der Aufmerksamkeit. Und so ließe sich ein Missstand nach dem anderen aufzählen.
Warum sich in diesem Bereich so wenig und langsam zum Positiven ändert und welche Alternativen es gibt, darüber wird Fridrich Ostendorff, Biolandwirt und agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag informieren und zur Diskussion einladen.
Neben diesem Schwerpunkt werden weitere zentrale Themen der Landwirtschaft aufgegriffen – wie soll die Versorgung mit Lebensmitteln der Zukunft aussehen, welche Probleme bereitet die aktuell auf Größe und Masse ausgerichtete Agrarindustrie, aber auch, welche Rahmenbedingungen erschweren es Landwirten, ökologisch und nachhaltig zu wirtschaften? Dabei sein und mitdiskutieren wird auch Michael Sacher, der örtliche Wahlkreiskandidat der Gründen für die kommende Bundestagswahl.
Die Veranstaltung des Ortsverbands der Grünen in Bergkamen, beginnt um 18:00 Uhr am 31.08.2021 auf dem Biolandhof Ostendorff, Hanenstraße 5.
Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln; teilnehmen können alle, die vollständig geimpft, genesen oder aktuell getestet sind – bitte bringen Sie die entsprechenden Nachweise mit.
Neue Heimat der Aleviten in Weddinghofen bietet Platz für bis zu 500 Gäste
Für das interkulturelle Zentrum der Alevitischen Gemeinde im Kreis Unna gibt es durch verschiedene Gründe noch keinen konkreten Eröffnungstermin. Dies hielt die Vertreter des SPD-Ortsvereins Weddinghofen-Heil am vergangenen Donnerstag aber nicht davon ab, die neuen Räumlichkeiten an der Buchfinkenstraße in Weddinghofen im Rahmen einer Führung durch die Geschäftsführerin Silvana Horstmann zu besichtigen.Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr (IGA) 2027: Planungsauftrag für den Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen vergeben

Das Landschaftsarchitekturbüro Greenbox aus Köln wurde im März als Sieger des internationalen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs für den interkommunalen Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 von der Jury als Sieger bestimmt. Nun steht fest: Greenbox wird auch die weitere Planung der Kernstandorte erarbeiten. Das ist das Ergebnis des Vergabeverfahrens, das die Städte Bergkamen und Lünen sowie die IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH im Anschluss an den Planungswettbewerb durchgeführt haben. „Wir begrüßen, dass wir dieses hervorragende Konzept für unseren Zukunftsgarten zur Ausführung bringen können. Die Wettbewerbsideen von Greenbox haben uns sehr überzeugt und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Arnold Reeker, technischer Beigeordneter der Stadt Lünen.
Die Metropole Ruhr wird 2027 die erste dezentrale IGA ausrichten. Die Säulen dieses vielschichtigen Großevents bilden die Zukunftsgärten, die an fünf Standorten das Publikum anlocken sollen. Unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“ wird im nordöstlichen Ruhrgebiet einer von diesen Hauptstandorten entstehen. Die Besonderheit hierbei ist, dass er als interkommunaler Zukunftsstandort von den Städten Bergkamen und Lünen getragen wird. Als eintrittsfreier Standort wird er sowohl im Ausstellungsjahr als auch dauerhaft Aufmerksamkeit auf die beiden Nachbarstädte lenken.
Bis zum Veranstaltungsjahr der IGA 2027 werden als Kernstandorte des gemeinsamen Zukunftsgartens die „Haldenlandschaft am Kanal“ in Bergkamen und der Landschaftspark „Viktoria“ in Lünen entwickelt. Das Büro Greenbox hat seinen Wettbewerbsbeitrag unter den Arbeitstitel „Talwunder und Bergwelten“ gestellt. Während in Lünen die Angebote bewegt-entspannt als „Talwunder“ geplant werden, ziehen in Bergkamen die „Bergwelten“ mit hoch-aktiven Attraktionen Outdoor-Aktive an die neue Tourismusdestination.
Zu einem ersten Auftaktgespräch trafen sich nun die Projektbeteiligten aus Bergkamen und Lünen und von der IGA gGmbH sowie Planungsverantwortliche des Büros Greenbox in der Marina Rünthe, um sich über die Zielsetzung und den aktuellen Planungsstand auszutauschen. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Zukunftsgarten nun endlich mit der konkreten Planung beginnen können. Das Potenzial dieses Zukunftsgartens ist riesig und Greenbox hat es verstanden die Flächen in Ihrer Unterschiedlichkeit zu verbinden“, schwärmt Prof. Dr. Martina Oldengott, Projektleiterin bei der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH.
Bei der Planung der IGA steht auch die Einbindung der lokalen Akteure, Unternehmen und der Öffentlichkeit im Fokus. In den nächsten Wochen und Monaten wird, aufbauend auf dem Wettbewerbsergebnis, die Planung in einem Vorentwurf konkretisiert. „Bei dieser Planung können sich dann auch unsere Bürgerinnen und Bürger mit Ihren Vorstellungen und Ideen für den Zukunftsgarten einbringen“, betont Bergkamens Stadtkämmerer und Beigeordneter Marc Alexander Ulrich: „Die Stadt bekommt durch die IGA-Flächenentwicklung ein neues Erscheinungsbild und bietet für den Tourismus ein einzigartiges Ziel in der Region. Davon werden auch die Menschen hier vor Ort lange und stark profitieren.“

WFG Kreis Unna feiert 60-jähriges Bestehen: Im Mittelpunkt steht der Strukturwandel

1961 wurde die WFG Kreis Unna als eine der ersten Wirtschaftsförderungsgesellschaften in Deutschland gegründet. Am gestrigen Dienstag, 24. August, – dem offiziellen Gründungsdatum – feierte die Gesellschaft ihren 60. Geburtstag. Grund genug, um auf vergangene Erfolge zurückzublicken und einen Ausblick auf die Herausforderungen der Zukunft zu wagen. Mit dem durch die beginnende Bergbaukrise einhergehenden Strukturwandel mussten bereits kurz nach der Gründung neue Strategien entwickelt werden, um die Region zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.
So entstanden in vielen Teilen des Kreises Unna durch die Arbeit der WFG neue, voll erschlossene Gewerbegebiete. Der Indu-Park im Unnaer Süden war nicht nur einer der ersten Gewerbeparks in Deutschland überhaupt, sondern auch beispielgebend für weitere Projekte im Kreis Unna. Mit der Bereitstellung von Industrie- und Gewerbeflächen, bis heute eines der Kernthemen der WFG, wurden die Voraussetzungen für die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Expansion bestehender Betriebe geschaffen. So sind in den vergangenen sechs Jahrzehnten zehntausende sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in den zehn kreisangehörigen Kommunen entstanden.
Mit der beruflichen Weiterbildung und der Gründungsberatung kamen im Laufe der Jahre weitere Aufgaben für die WFG hinzu. Zudem erweiterte die Gesellschaft nach und nach ihr Dienstleistungsspektrum im Bereich der präventiven Fachkräftesicherung. Sowohl die Sensibilisierung der Betriebe für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Gewinnung weiblicher Nachwuchs- und Führungskräfte als auch die Begeisterung von Kindern und Jugendlichen für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik durch die Gründung des zdi-Netzwerk Perspektive Technik sind hier ebenso zu nennen wie regionale Hochschulkooperationen.
Die Innovationsförderung der WFG bietet Betrieben aus den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna seit 2018 Unterstützung bei der Teilhabe am Wissens- und Technologietransfer und bei der Bewältigung des digitalen Wandels. Jüngst, zu Beginn der Corona-Pandemie, etablierte die WFG ein interdisziplinäres Krisenteam. Es steht den Unternehmen aus dem Kreis Unna auch weiterhin beratend zur Seite.
„In sechs Jahrzehnten hat die WFG gemeinsam mit den regionalen Unter-nehmen, den Kommunen und dem Kreis viel geschafft, um die Region zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort zu entwickeln“, zieht WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom Bilanz. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass auch in der Zukunft noch viele Herausforderungen warten.
„Die Ausweisung von neuen, großen Gewerbegebieten stößt an ihre Grenzen. Künftig muss es vermehrt darum gehen, Altstandorte zu revitalisieren. Der Ausstieg aus der Steinkohleverstromung, von der der Kreis mit vier Kraftwerksstandorten massiv betroffen ist, stellt uns wie so oft in der Vergangenheit vor die Herausforderung, aus einem Strukturwandel einen Wandel des Wirtschaftens zu machen. Natur- und Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften, die erforderliche flächendeckende Möglichkeit zur Anbindung an ein Glasfaser- und 5G-Netz und die Positionierung des Kreises Unna als attraktiver Lebensmittelpunkt für Fach- und Führungskräfte sind Aufgaben, die das WFG-Team künftig weiter vorantreiben wird“, so Dannebom.
Gratuliert haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WFG bereits in einem Videogruß, der bei Facebook abrufbar ist. Auch die Jubiläumsbroschüre „60 Jahre WFG: Ein gutes Stück Wirtschaftsgeschichte für den Kreis Unna“ ist digital unter www.wfg-kreis-unna.de verfügbar.
SPD Dämmerschoppen in Weddinghofen
Briefwahlunterlagen können ab sofort beantragt werden
Zurzeit werden die Wahlbenachrichtigungen für die rund 36.500 Wahlberechtigten zur Bundestagswahl am 26. September verteilt. Somit können alle wahlberechtigten Personen, die an dem Wahltag verhindert sind, persönlich ins Wahllokal zu gehen, ab sofort die Briefwahlunterlagen beantragen. Wie schon bei der Kommunalwahl im letzten Jahr werden die Wahlbenachrichtigungen wieder als Brief verschickt.
Sollte jemand bis einschließlich 03. September keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, wird darum gebeten, sich kurzfristig mit dem Wahlamt der Stadt Bergkamen, Rathausplatz 1, in Verbindung zu setzen. Das Wahlamt ist telefonisch unter der Nummer: 02307/965-236 zu erreichen.
Hinsichtlich der Durchführung der Briefwahl bestehen folgende Möglichkeiten:
Von überall:
aufgedruckten QR-Code von der Wahlbenachrichtigung scannen und den Anweisungen folgen
- oder Briefwahlantrag unter www.bergkamen.de
- oder formlose E-Mail an organisation@bergkamen.de mit den persönlichen Daten und einer Telefonnummer für evtl. Rückfragen
- oder die ausgefüllte Rückseite des Wahlbenachrichtigungsbriefes in einem frankierten Briefumschlag an das Wahlamt schicken.
Die Briefwahlunterlagen werden dann unverzüglich an die gewünschte Adresse geschickt. Diese können sowohl an die Wohnungsanschrift als auch z.B. direkt in den Urlaubsort geschickt werden. Dazu muss nur die entsprechende Adresse angegeben werden.
Persönlich im Briefwahlbüro im Ratstrakt des Rathauses (gegenüber dem Haupteingang Rathaus):
Die Rückseite des Wahlbenachrichtigungsbriefs (=Wahlscheinantrag) muss hierzu ausgefüllt und persönlich unterschrieben sein. Zu den auf der Wahlbenachrichtigung genannten Öffnungszeiten können direkt die Stimmen abgegeben werden. Die Hygienehinweise für das Briefwahlbüro sind auf dem Wahlbrief eingedruckt.
Weitere Informationen zur Wahl gibt es auch im Internet unter www.bergkamen.de .
Baumfällaktion in der Siedlung Schönhausen vorerst gestoppt: Fledermäuse sind dort heimisch
Die Platanen in der Siedlung schönhausen erhalten eine Gnadenfrist. Gefällt werden kann frühestens Ende kommenden Jahres. Bis dahin soll ein weiteres Gutachten erstellt werden. Dabei geht es um Fledermäuse und schützenswerte Vogelarten, die den Platanen eine Heimat bieten.
Die Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Schönhausen Christel Gröhling hatte die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Unna das Fledermausaufkommen hingewiesen. Diese Behörde erklärte gegenüber der Stadt, dass jetzt ein Fachgutachten einzuholen sei. Bei einer Begehung mit einem externen Gutachter stellte sich heraus, dass neben Fledermäusen und Vogelnistplätzen und das Vorkommen anderer Wirbeltiere zu untersuchen. Um eine sorgfältige
Bestandsaufnahme zu gewährleisten sind dabei auch unterschiedliche Jahreszeiten zu berücksichtigen, sodass das Gutachten etwa im Oktober 2022 abgeschlossen werden könne.
Bei einem Gespräch mit der Siedlergemeinschaft, an dem auch Bürgermeister Bernd Schäfer und der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters teilnahmen wurde folgende Verfahrenseise abgestimmt:
- derzeit keine sofortigen Baumfällungen, da Gefahrenbäume derzeit nicht festzustellen sind
- Durchführung der vom Fachausschuss beschlossenen Bürgerbeteiligung erst nach Abschluss des zusätzlichen Gutachtens, also voraussichtlich im letztes Quartal 2022
- Abfrage bis Ende 2021 bei den Eigentümern durch Fragebogen der Verwaltung, welche „Problembäume“ aus Sicht der Anlieger besonders zu betrachten sind;
- Die daraus resultierende Liste soll in die abschließende Bewertung in 2022 einfließen und auch von der Baumkommsission begleitet werden.
- Bezüglich der zu fällenden Bäume: Antrag auf Befreiung nach dem Landesnaturschutzgesetzes (§41 Alleenschutz) beim Kreis Unna (UNB/ Naturschutzbeirat) einschließlich Darstellung der Ausgleichsmaßnahmen.