Internationale Garten-Ausstellung 2027 in Bergkamen: Stadt, RAG und RVR arbeiten jetzt eng zusammen

So könnten die Bergwelten auf dem Bergkamener Kanalband aussehen. Grafik: Greenbox

Diesmal sahen die Gesichter im Bergkamener Stadtentwicklungsausschuss wesentlich zufriedener aus als vor drei Jahren, als ein erster Entwurf für den gemeinsamen Beitrag der Städte Bergkamen und Lünen zu Internationalen Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet zur Diskussion stand. Damals riet der Landschaftsarchitekt Karsch unter anderem, auf die Spitze der Adener Höhe eine riesige rote Figur zu positionieren. Ohne die ginge gar nichts. Der „Pinn“, damit meinte er die Lichtstele der Löbbert-Brüder, könne Weg, erklärte er zur Verwunderung vieler Politikerinnen und Politiker

Davon war jetzt im Bergkamener Stadtentwicklungsausschuss überhaupt keine Rede mehr, als Hubertus Schäfer vom Kölner Büro Greenbox, das inzwischen auch mit den weiteren konkreten Planungen beauftragt worden ist, die Pläne noch einmal vorstellte. Während Karsch damals noch das gesamte Haldengebiet in den Blick nahm, beschränkt sich nun der Bergkamener Beitrag zur IGA allein auf das sogenannte Kanalband zwischen Kanal und Hamm-Osterfelder-Bahnlinie sowie den Radweg, der den Lünener und Bergkamener Beitrag verbindet. Die bereits gestaltete Adener Höhe bleibt so wie sie ist. Auch am östlichen Ende des Kanalband wird sich wohl aus Rücksicht auf das benachbarte Naturschutzgebiet nichts ändern.

Inzwischen ist auch klar, dass bei der Gestaltung des IGA-Beitrags die Stadt, der RVR und die Ruhrkohle AG gemeinsam an einen Strang ziehen werden. Die RAG muss noch einige Verpflichtungen aus dem Abschlussbetriebsplan einlösen. Die betreffen unter anderem Aufschüttungen und Bepflanzungen. Der RVR ist mit im Boot, weil er nach der IGA das Gelände übernehmen soll. Das macht vermutlich die Diskussion in der Kommunalpolitik über mögliche Folgekosten für die Stadt Bergkamen einfacher.

Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters setzt darauf, dass der IGA-Beitrag „Talwunder und Bergwelten“ Geld aus dem Topf des Landes Nordrhein-Westfalen für die Tourismusförderung erhalten wird. Bergkamen wird einen finanziellen Beitrag leisten müssen. Wie er sich darstellt, erarbeitet zurzeit Kämmerer Marc Alexander Ulrich bei der Aufstellung des nächsten Doppelhaushalts.

Nach wie vor sollen in Bergkamen und Lünen 2027 keine Eintrittsgelder erhoben werden. Allerdings wird es einige kostenpflichtige Attraktionen geben. Greenbox hat zum Beispiel einen Klettergarten eingeplant. Der wird aber nicht mit Fördermitteln finanziert. Gefragt sind hier private Investoren.

Alle Beteiligten rechnen mit einem großen Besucherzuspruch. Zumindest während der Zeit der IGA werden sie wahrscheinlich per Bahn anreisen können. Geplant ist, an der Hamm-Osterfelder-Bahnlinie einen temporären Bahnhof einzurichten. Und wenn so viele Menschen kommen, wird es wahrscheinlich auch eine Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten geben. Peters kündigte im Ausschuss an, sich darum zu kümmern.




Klimaschutzmanager für Bergkamen: Grubenwasser soll Neubau-Siedlungen und noch viel mehr erwärmen

Sorgen für ein besseres Klima in Bergkamen (v. l.): Dr. Hans-Joachim Peters, Swen Schmitz, Norman Raupach und der Leiter des Amts für Stadtplanung, Klimaschutz, Straßen und Grünflächen Thomas Reichling.

Dass die Gebäude der künftigen Wasserstadt Aden mithilfe von Grubenwasser erwärmt werden soll, ist eine ausgemachte Sache. Doch die GSW, die RAG und die Stadt planen noch mehr. In wenigen Jahren werden die GSW ihr gesamtes Fernwärmenetz von Haus Aden aus versorgen. Außerdem wird dieses Netz noch größer. Auch im neuen Baugebiet in Weddinghofen und an der Hermann-Stehr-Straße in Oberaden werden keine Gasversorgungsrohre verlegt.

Das erklärte der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters am Donnerstag, als er mit Swen Schmitz den frisch eingestellten Klimaschutzmanager der Stadt Bergkamen vorstellte. Eine seiner wichtigen Aufgaben ist es, bei den Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu werben, etwa durch Beratungsangebote zu den Themen Energiesparen im Alltag, energetische Sanierung und Photovoltaik.

Schmitz ist erstmal für zwei Jahre angestellt. In dieser Zeit wird sein Gehalt zu 70 Prozent vom Land gefördert. Am Ende müssen er und die Stadt Bergkamen gegenüber dem Land Rechenschaft ablegen über das Erreichte. Auf der Habenseite soll auch ein „energetisches Quartierskonzept“ stehen. Im Blick haben dabei der Klimaschutzbeauftragte und Peters die alten Zechenhäuser in Rünthe, für die noch eine Gestaltungssatzung gilt. Da verbietet sich zum Beispiel, die Fassaden mit einer Außenisolierung zu versehen. Trotzdem sei in Sachen Klimaschutz einiges möglich, betonte Peters. Was, das soll Schmitz mit den Bewohnerinnen und Bewohnern herausfinden. Schön wäre es, wenn sich die Ergebnisse auf andere Siedlungen in Bergkamen übertragen ließen.

Swen Schmitz sitzt mit dem Projektmanager Klima und Umwelt Norman Raupach in einem Büro. Beide sollen eng zusammenarbeiten. Zu Raupachs Aufgaben gehören unter anderem die Reduzierung des motorisierten Verkehrs durch verbesserte Angebote für Fußgänger und Radfahrer sowie Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Die Einstellung von Schmitz sei eine direkte Folge des neuen Bergkamen Klimaschutzkonzepts, betonte Peters. Bisher wurde auch dieser Bereich von Norman Raupach bearbeitet. Dies sei durch das neue Konzept von einer Person nicht mehr zu stemmen gewesen.




Bundestagswahl im Wahlkreis 144 Unna I: Live oder im Internet dabei

Am Sonntag wird es spannend: Dann hat Deutschland einen neuen Bundestag gewählt – doch wie es ausgegangen ist, zeigt sich erst im Laufe des Abends. Wer wissen möchte, wie es am 26. September im heimischen Wahlkreis gelaufen ist, ist im Wahlstudio im Kreishaus Unna willkommen.

Interessierte können dort „live“ dabei sein, wenn die Ergebnisse aus dem heimischen Wahlkreis 144 Unna I (Bergkamen, Bönen, Fröndenberg/Ruhr, Holzwickede, Kamen, Schwerte, Unna) an die Kreiswahlleitung übermittelt und zum vorläufigen amtlichen Endergebnis zusammengefasst werden.

Das Wahlstudio im Kreishaus Unna, Friedrich-Ebert-Straße 17, öffnet am Sonntag, 26. September um 18 Uhr. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wird ab 20.30 Uhr gerechnet.

Wichtige Hinweise
Neben den allgemein bekannten Auflagen im Sinne des Infektionsschutzes ist für Besucher Folgendes zu beachten:

Zutritt nur nach 3-G-Regelung (geimpfte, genesene, getestete Personen)
Die Immunisierung oder Testung ist nachzuweisen und wird beim Zutritt zum Kreishaus kontrolliert.

Wer dicht dran und doch woanders sein möchte, kann die Wahlergebnisse aus dem Wahlkreis 144 Unna I auch übers Internet unter https://wahlen.kreis-unna.de abrufen.

Hintergrundinformationen gebündelt im Internet
Informationen über Wahlberechtigte, Stimmbezirke, Kandidaten und mehr gibt es natürlich bereits im Vorfeld unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Bundestagswahl 2021).

Übrigens: Die kreisangehörigen Städte Lünen, Selm und Werne sind dem Wahlkreis 145 Hamm – Unna II zugeordnet. Kreiswahlleiter ist hier der Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Informationen aus diesem Wahlkreis gibt es unter https://wahlen.citeq.de/ergebnisse-1/05915000/.

Die bundesweiten Ergebnisse sind unter http://wahlen.votemanager.de abrufbar. PK | PKU




UKBS baut rund 40 Mietwohnungen auf Grimberg 3/4: Nachhaltig aus Holz und energieautark mit Solarstrom

Geschäftsführer Matthias Fischer und Prokurist Martin Kolander erläuterten am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss das UKBS-Bauvorhaben „Wohnen am Wald“,

Mit „Wohnen am Wald“ stellten am Dienstag UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer und Prokurist Martin Kolander ein überaus spannendes Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Grimberg 3/4 dem Bergkamener Stadtentwicklungsausschuss vor.

Zwischen dem künftigen PueD am Kleiweg und dem FAKT-Campus sollen 40 teilweise öffentlich geförderte Wohnungen in bis zu acht Reihenhäusern entstehen. Sie seien „nachhaltig“ und „energieautark“, erklärte Matthias Fischer, Nachhaltig deshalb, weil das Hauptbaumaterial aus Holz bestehe und deshalb CO2-neutral sei. Für Wärme und Strom sorgen dann die Photovoltaikanlagen auf den Hausdächern.

Bewusst werde auf eine hydraulische Wärmeversorgung über eine Heizungsanlage verzichtet. Das sei nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch wartungsintensiv. Für muckelige Wärme in den Wohnungen sind dann Infrarot-Strahler in den Wohnungen verantwortlich, die mit Strom vom Dach betrieben werden. Nach Fischers Auffassung wird dadurch auch die „zweite Miete“, die Nebenkosten, gedeckelt.

Wie schon bei dem gescheiterten Projekt „Wohnen am Kiwit“ will die UKBS in einem separaten kleineren Gebäude Gemeinschaftsräume zur Verfügung stellen, um das Gemeinschaftsgefühle der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken. Dort soll es auch für sie einen Waschsalon geben, eine Fahrradwerkstatt und die Möglichkeit, E-Bikes auszuleihen.

Geplant sind außerdem ein Mehrgenerationen-Spielplatz, private und gemeinschaftliche Gärten, Regenrückhaltung und kurze Wege.

Die ersten Schritte für die neue Siedlung sind bereits erledigt. Wie Matthias Fischer berichtete, hat die UKBS das fast 13.000 Quadratmeter große Grundstück von der FAKT AG gekauft sowie die Stadtbildplanung Dortmund mit der Konzeptplanung und B&O Bau Bochum mit der Generalplanung und Bauausführung beauftragt.




Rekordbeteiligung bei der Briefwahl – Wahlaufruf des Bürgermeisters

Dem Wahlaufruf des Kreiswahlleiters Mario Löhr „Wer wählt, bestimmt mit über den künftigen politischen Kurs“ schließt sich Bürgermeister Bernd Schäfer an: „Nach einem neuen Rekord bei den Briefwahlanträgen hoffe ich, dass auch die restlichen Bergkamenerinnen und Bergkamener das gute Wetter am Sonntag zu einem Spaziergang in ihr Wahllokal nutzen, um auch noch persönlich die beiden Stimmen für die Bundestagswahl abzugeben.“

Von den rund 36.500 Wahlberechtigten der Stadt Bergkamen haben zwischenzeitlich fast 10.000 Wählerinnen und Wähler – also 27 Prozent – die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Briefwahlanträge können nur noch bis Freitag, 18.00 Uhr angenommen werden. Zu diesem Zweck hat das Wahlamt ausnahmsweise an dem Freitag bis 18.00 Uhr geöffnet. Sollte also jemand noch an diesem Tage Briefwahl beantragen, so wird er gebeten, sich direkt bei der Stadtverwaltung zu melden. Nur wegen nachgewiesener plötzlicher Erkrankung besteht weiter die Möglichkeit, am Wahlwochenende Briefwahlunterlagen zu beantragen.

Wichtig: Alle Wahlbriefe müssen am Wahltag bis spätestens um 18.00 Uhr im Rathaus eingegangen sein. Daher werden alle kurzfristigen Briefwähler gebeten, diese persönlich im Rathaus vorbeizubringen oder vorbeibringen zu lassen. Der Einwurf in den Nachtbriefkasten am Rathaus rechts neben dem Haupteingang reicht aus.

Ein öffentliches Wahlstudio wird es auch bei der Bundestagswahl nicht geben. Es besteht allerdings die Möglichkeit, über das Internet die bei der Stadtverwaltung eingehenden Ergebnisse live mitzuverfolgen. Unter www.bergkamen.de werden die aus den Wahllokalen gemeldeten Ergebnisse sofort eingestellt.




Kreiswahlleiter ruft zur Stimmabgabe auf: Wer wählt, bestimmt mit

Kreiswahlleiter Mario Löhr ruft zur Stimmabgabe auf. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Rund 194.000 Wahlberechtigte können am Sonntag, 26. September im Wahlkreis 144 Unna I mit über die Zusammensetzung des neuen deutschen Bundestages entscheiden. Landrat Mario Löhr ruft als Kreiswahlleiter zur Stimmabgabe auf.

„Wer wählt, bestimmt mit über den künftigen politischen Kurs“, unterstreicht der Wahlleiter für den Wahlkreis 144 Unna I, zu dem neben Bergkamen auch Bönen, Fröndenberg/Ruhr, Holzwickede, Kamen, Schwerte und Unna gehören. Landrat Mario Löhr ruft daher auf: „Gehen Sie am Sonntag wählen und zeigen Sie damit, dass wir eine starke Demokratie sind.“

Als Direktkandidaten einer Partei treten im heimischen Wahlkreis neun Personen an, darüber hinaus geht eine Einzelbewerberin ins Rennen. Mehr zur Wahl gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Bundestagswahl 2021).

Übrigens: Die zum Kreis Unna gehörenden Städte Lünen, Selm und Werne sind bei der Bundestagswahl dem Wahlkreis 145 Hamm-Unna II zugeordnet. Kreiswahlleiter ist hier der Oberbürgermeister von Hamm. PK | PKU




Bergkamener Gymnasium beteiligt sich am Freitag wieder an der Juniorwahl

Was würden junge Leute am Sonntag wählen, die sich noch nicht an der Bundestagswahl beteiligen dürfen? Eine Antwort gibt die Juniorwahl, an die sich am Freitag, 24. September, das Städtische Gymnasium Bergkamen ab Klasse 7 bis zum Jahrgang Q2 beteiligen wird. Erstmals nahm die Schule im September 2020 bei der Juniorwahl zum Ruhrparlament erfolgreich an diesem Format teil.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll Begeisterung und Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement entstehen. Das Projekt zur politischen Bildung basiert auf zwei Hauptsäulen: die unterrichtliche Einbindung und eine originalgetreue Wahlsimulation.

Letztere erfolgt am Freitag im PZ der Schule, welches als Wahllokal umgestaltet wird. Klassen- bzw. kursweise erhalten die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben. Die Auszählung erfolgt im Anschluss und wird an das Juniorwahl-Team in Berlin übermittelt, die dann das Gesamtergebnis aller teilnehmenden Schulen ermittelt. Die Ergebnisse dürfen allerdings erst ab Sonntagabend (18 Uhr) veröffentlicht werden.




Torsten Goetz ist der Landtagskandidat der CDU für den Wahlkreis 117

Das Bild zeigt von links nach rechts: Wilhelm Kemna (Vorsitzender der CDU Kamen), Peter Scholz (Vorsitzender der CDU Herringen/Sandbochum), Torsten Goetz (Landtagskandidat, Vorsitzender der CDU Bönen), Hubert Hüppe (CDU-Bundestagskandidat), Marco Morten Pufke (Vorsitzender der CDU Kreis Unna und der CDU Bergkamen)

In der Schachthalle des Bönener Förderturms herrschte Einigkeit: Torsten Goetz ist der Landtagskandidat der CDU für den Wahlkreis 117 (Unna III – Hamm II). Dieser umfasst Bergkamen, Bönen, Kamen und Hamm-Herringen.

Der von den anwesenden CDU-Mitgliedern einstimmig zum Kandidaten Gewählte hat eine genaue Vorstellung davon, wie er ein Landtagsmandat ausfüllen will: „Transparenz in der Kommunikation und in der eigenen Handlung ist Grundvoraussetzung für bürgernahe Politik. Es ist wichtig, dass Themen ganzheitlich und mit Plan angegangen und nicht unüberlegt entschieden werden“, erläutert Goetz.

Seine Themen sind der Bürokratieabbau, die Forcierung der betrieblichen Ausbildung und der Arbeitsmarkt generell. Als Teamleiter bei der Agentur für Arbeit Lünen hat er tiefe Einblicke in die Problemlagen, die nicht zuletzt der Strukturwandel in der Region verursacht. „Forschung, Innovation und der Transfer von Technologie sind die Grundlagen für neue und qualifizierte Arbeitsplätze“, so Goetz.

Der 33-jährige wohnt in Bönen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Erst kürzlich wurde er zum Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Bönen wiedergewählt. Er war von 2016 bis 2020 in seiner Gemeinde sachkundiger Bürger. Seit der Kommunalwahl im letzten Jahr ist Goetz Mitglied des Gemeinderates und stellvertretender Bürgermeister.

 

Die Aufstellung der beiden weiteren CDU-Kandidaten ist im Südkreis am 04. Oktober und im Nordkreis am 10. Oktober geplant.

 




Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen: Multikulturelles Forum zeigt Film und spricht im Online-Talk mit Regisseur, Hinterbliebenen und Polizei-Expertin

Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov – sie alle starben am 19.02.2020 bei dem rassistischen Anschlag in Hanau. Auch über 19 Monate nach dem Anschlag sind die Umstände dieser Nacht nicht aufgeklärt, haben die Hinterbliebenen und Überlebenden viele Fragen. Diese sind Thema der Veranstaltung „Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen“, zu der das Multikulturelle Forum am 28. September ab 18:00 Uhr einlädt.

Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung ist der gleichnamige Dokumentarfilm von Regisseur Marcin Wierzchowski, der gleich am Tag nach der Tat nach Hanau fuhr und Überlebende und Hinterbliebene über einen langen Zeitraum begleitete. Der Film schildert die Geschehnisse, die eklatanten Versäumnisse von Polizei und Behörden sowie den strukturellen Rassismus aus ihrer Perspektive. Wierzschowski wird in der Online-Talkrunde ebenfalls zu Wort kommen wie Serpil Temiz Unvar, Mutter des getöteten Ferhat Unvar und Gründerin der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Hans-Peter Killguss, Leiter der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie Juristin und Polizeiforscherin Sarah Praunsmändel vom Projekt „ZuRecht – Die Polizei in der offenen Gesellschaft“ am Centre for Security and Society an der Universität Freiburg. Schwerpunkt der Diskussion sollen vor allem die Schlüsse und Lehren bilden, die nach dieser Nacht gezogen werden müssen. Die zentrale Frage lautet: Was muss geschehen, damit es nie wieder zu einer solchen Tat kommt? Moderiert wird die Veranstaltung von Çiler Fırtına.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Integrationsagentur Lünen/Bergkamen und dem Projekt „Muslime im Dialog“ statt. Interessierte können sich unter guengoer@multikulti-forum.de kostenlos für die Veranstaltung anmelden. Die Teilnahme erfolgt via Zoom; eine E-Mail mit den persönlichen Zugangsdaten erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn.




Ausbildung 2022 beim Kreis Unna: Bewerbung noch möglich

Bis Ende September können angehende Azubis sich noch beim Kreis Unna bewerben. Am 30. September schließt das Bewerberportal für die Mehrheit der Plätze. Alle Ausbildungsberufe sind unter www.kreis-unna.de/ausbildung zu finden. Start der Ausbildung ist im Sommer 2022.

Im Angebot sind die folgenden Ausbildungsberufe (m I w I d):

Heilerziehungspfleger
Kreisvermessungsoberinspektoranwärter
Kreisumweltoberinspektoranwärter
Kreissekretäranwärter
Verwaltungsfachangestellter
Vermessungstechniker
Straßenwärter
Fachinformatiker (Fachrichtung Systemintegration)
Tierpfleger

Zudem sind drei duale Studiengänge im Angebot:

Kreisinspektoranwärter (Bachelor of Laws) (m I w I d)
Verwaltungsinformatik (Bachelor of Arts)
Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)

Die Bewerbung ist schnell mit wenigen Klicks online erledigt. Für die Ausbildung zur Tierpflegerin oder -pfleger ist eine Bewerbung noch bis zum 13. Oktober möglich.

Neu: Kreisumweltoberinspektoranwärter
Für den Ausbildungsbeginn 2022 kommt noch ein weiterer Ausbildungsberuf für den umwelttechnischen Dienst beim Kreis Unna hinzu: Kreisumweltoberinspektoranwärter (m | w | d). Die Aufgaben in der unteren staatlichen Umweltverwaltung sind anspruchsvoll und abwechslungsreich. Es besteht ein starker Bezug zu aktuellen umweltpolitischen Fragestellungen, wie beispielsweise dem Schutz von Gewässern, dem verantwortlichen Umgang mit Ressourcen, der Reduzierung von Lärmbelästigung und Verbesserung der Luftqualität. Die Ausbildung dauert in der Regel 15 Monate und setzt einen Studienabschluss voraus. Das Bewerberportal ist hier noch bis zum 7. November geöffnet.

Kreis Unna als Arbeitgeber
Die Kreisverwaltung ist mit mehr als 1.400 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region. Durch den demografischen Wandel verabschieden sich auch hier in den nächsten Jahren viele Mitarbeitende in den Ruhestand. Nachwuchs wird also gesucht und ist herzlich willkommen.

Der Kreis Unna hat auch als Arbeitgeber einiges zu bieten: Künftige Azubis haben gute Aufstiegs- und Übernahmechancen, sie haben einen krisensicheren Arbeitsplatz, tun etwas Sinnvolles für die Gesellschaft, können sich auf flexible Arbeitszeiten freuen und werden fair nach Tarif bzw. Gesetz bezahlt. PK | PKU




Bürgerbüro und Standesamt sollen Mitte 2022 in das gegenüber liegende Stadtfenster umziehen

Zurzeit werden die Räume, die Bürgerbüro und Standesamt aufnehmen sollen, als Kunstgalerie genutzt. Bürgermeister Bernd Schäfer und UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer stellten die Umzugspläne vor.

Mitte kommenden Jahres werden das Bergkamener Bürgerbüro sowie das Standesamt mit dem Trauzimmer in das „Stadtfenster“ umziehen. Im Rathaus werden dann zusätzliche Büroflächen frei. Deren Nutzung steht allerdings noch nicht fest. Ein anderer Aspekt ist, dass so aus den Plänen, ein neues Verwaltungsgebäude zu bauen der Druck genommen ist. Bürgermeister Bernd Schäfer spricht davon, dass Bürgerbüro und Standesamt rund 10 Jahre im „Stadtfenster“ bleiben sollen.

Es geht nur um wenige Meter – doch die bedeuten einen erheblichen Unterschied. Das verdeutlichte Bürgermeister Bernd Schäfer, als er der Öffentlichkeit heute einen weiteren Schritt ankündigte, welcher den Servicegedanken der Stadtverwaltung unterstreicht: den für das erste Halbjahr 2022 geplanten Umzug des Bürgerbüros aus dem Rathaus in den gegenüberliegenden Gebäudekomplex „Stadtfenster“. Nach dem jüngst eingeführten System zur Online-Reservierung von Terminen ist dies eine zusätzliche Maßnahme, um die städtischen Dienstleistungsangebote noch nutzerfreundlicher zu gestalten.

Den aktuellen und den künftigen Standort des Bürgerbüros trennt lediglich der Busbahnhof, dennoch könnten die Unterschiede kaum größer sein. Hier ein sichtlich in die Jahre gekommenes Großraumbüro. Dort ein attraktiver Neubau, der höchste Anforderungen erfüllt und bereits auf den ersten Blick einladend wirkt. Dabei geht es keineswegs um Kosmetik. Für die Nutzer der Räumlichkeiten – speziell also für die Bergkamener Bürgerinnen und Bürger – ergeben sich durch den Umzug vielmehr handfeste Vorteile. Welche das sind? Einige!

Wer einen neuen Personalausweis, eine amtliche Beglaubigung oder eine Steuernummer benötigt, kann das nach dem Umzug des Bürgerbüros noch bequemer erledigen. Dann wird es möglich sein, direkt vor dem Stadtfester zu parken. Vier Stellplätze sind dort für Besucherinnen und Besucher reserviert – ein deutlicher Fortschritt insbesondere für Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus lässt sich am neuen Standort viel besser auf Diskretion achten. Statt eines weitgehend offenen Raums gibt es dort abgetrennte Bereiche, in denen Gespräche geschützt vor fremden Ohren verlaufen.

„Die Stadtverwaltung – und ganz besonders das Bürgerbüro – versteht sich als Dienstleister für die Menschen vor Ort. Diesen Servicegedanken bringt der neue Standort sehr deutlich zum Ausdruck“, ist Bürgermeister Bernd Schäfer überzeugt. Das bekräftigt Matthias Fischer, der als Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft quasi Hausherr des Stadtfensters ist: „Die für das Bürgerbüro vorgesehene Fläche von mehr als 300 qm befindet sich im Rohbau. Dadurch ist es möglich noch Änderungen vorzunehmen, um sie der künftigen Nutzung optimal anzupassen.“

Gemeinsam mit dem Bürgerbüro wird auch das Standesamt ins Stadtfenster umziehen. Auch Heiratswillige profitieren somit schon bald von den Vorzügen des neuen Standorts. Das gilt im Übrigen bereits seit geraumer Zeit für die Besucherinnen und Besucher des städtischen Kulturreferats. Dieses ist Mitte vergangenen Jahres aus dem Rathaus ausgezogen und war einer der ersten neuen Mieter im Stadtfenster. Bei all diesen Veränderungen ist dem Bürgermeister wichtig, dass die Stadtverwaltung als Einheit erhalten bleibt. Schäfer: „Die Nähe zum Rathaus muss gewährleistet sein. Aus Sicht der Verwaltung ist die Lage des Stadtfensters daher ideal.“