Auftakt der Interkulturellen Woche mit bunten Waffeln und Luftballon-Tieren

Buntes Treiben zwischen Rathaus und Ratstrakt zum Auftakt der Interkulturellen Woche in Bergkamen-

Mit einem bunten Umzug starteten am Dienstag die Bergkamener Aktivitäten im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche 2021. Die Initiative „Bergkamen for all“ lud an drei Stationen, HausFrieden auf dem Nordberg, Busbahnhof / Rathaus und VHS-Treffpunkt, zu Waffel-Essen ein. Beliebt bei den Kindern war der Clown, der vor ihren Augen aus Luftballons Tiere und auch Musikinstrumente schuf. Es gab außerdem zahlreiche Gespräche mit den Eltern zum Thema „Vielfalt in Bergkamen“.

Dicht umdrängt der Waffelstand.

Am Dienstagabend hatte das Multikulturelle Forum zu einem Online-Film mit anschließender Diskussion mit Experten ein. Die Macher des Dokumentarfilms „Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen“ begleitete Angehörige und Hinterbliebene des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020.

Was gibt es noch

Am heutigen Mittwoch ist von 14.00-16.00 Uhr die Stadtbibliothek am Marktplatz Schauplatz der Interkulturellen Woche. Unter dem Motto: „Bibliothek mal anders – Bücher auspacken, Schirmchen aufstellen und es gemütlich machen“ kommt das Book-Bike in bzw. vor die Stadtbibliothek (je nach Wetterlage) und bringt verschiedene Bilderbücher für Vor- und Grundschulkinder mit. Nach dem Lesen kann noch mit Straßenmalkreide gemalt oder auf gemütlichen Kissen entspannt werden.

Zur musikalischen Weltreise lädt der Verein der schönen Künste am Donnerstag ins Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6, ein. Ein Nachmittag des Austauschs voller Unterhaltung, Informationen, Tanz und Gesang erwartet die Besucher hier. Beginn ist um 16.00 Uhr, Ende gegen 20.00 Uhr.

Der Abschluss der Interkulturellen Woche in Bergkamen findet dann am Donnerstag, 1. Oktober, von 9 bis 11 Uhr in der AWO-Kita „Schatzinsel“, Marie-Juchacz-Straße 3, statt. Hier lädt das Team der Kita zu einem kostenlosen, türkischen Frühstück mit verschieden Spezialitäten wie Börek und Simit ein. Eine Anmeldung unter 02307/9246655 oder schatzinsel@awo-rle.de ist erwünscht.

Die Interkulturelle Woche bietet einen wichtigen Rahmen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen aufeinandertreffen. Ihr Grundanliegen lässt sich dabei an den drei Begriffen „Begegnung“, „Teilhabe“ und „Integration“ festmachen. Gerade in Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus setzt die Interkulturelle Woche ein Zeichen für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander. Sie ist die geeignete Plattform, um migrationspolitische Themen zu diskutieren und lebendig werden zu lassen.

Koordiniert durch das städtische Integrationsmanagement beteiligen sich in Bergkamen zahlreiche Bergkamener Vereine, Organisationen und Privatpersonen an der Gestaltung der Interkulturellen Woche vor Ort.




Sprachstandserhebung in der Kita: Pilotprojekt „DiVA“ gestartet

Projektleiterin Dorothée Schackmann (l.), Softwareentwickler Volker Sassenberg (Mitte) und Prof. Monika Kil (Wissenschaftliche Begleitung) stellten das Projekt vor. Foto: Pascal Sturm – Der Paritätische

Gute sprachliche Fähigkeiten sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Deshalb ist jetzt im Kreis Unna und in der Stadt Hamm ein Pilotprojekt gestartet, bei dem die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern im Vorschulalter mittels eines digitalen Verfahrens ermittelt werden. „DiVA“ heißt das Projekt, von dem sich Landrat Mario Löhr jetzt ein Bild machte.

Vorgestellt wurde das Projekt „DiVA – Digitales Verfahren zur mehrsprachigen Bildungs- und Sprachdiagnostik und nachhaltigen Anwendung“ auf der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen. Begonnen hat es bereits im August in einigen Kindertageseinrichtungen und integrativen Einrichtungen des Paritätischen NRW.

„Sprache ist nicht nur das Werkzeug zur Kommunikation und Verständigung, sondern auch wichtige Grundlage, um als Schulkind in allen Fächern mitarbeiten zu können“, unterstreicht Lisa Harhoff, beim Kreis Unna für Bildung integriert Kreis Unna (BiKU) zuständig. „Wer kein Deutsch sprechen und verstehen kann, kann nicht mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern sprechen und ist beim Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fächern schnell abgehängt.“

Sprachförderung wichtiger Baustein in der Kita
Die Grundlagen für sprachliche Fähigkeiten im Erwachsenalter werden bereits in der frühen Kindheit erworben. Daher gehört die Förderung sprachlicher Fähigkeiten von Kindern auch zum Bestandteil der Kindertageseinrichtung. „Weil die Kitas während der Corona-Zeit geschlossen waren, ist leider vielfach auch im Bereich der Sprachstandserhebung und Sprachförderung eine Lücke entstanden“, berichtet Projektleiterin Dorothée Schackmann. Sie ist Geschäftsführerin der Paritätischen Kreisgruppe Unna.

„DiVA“ soll nun die Sprachstandstests erleichtern. In den teilnehmenden Einrichtungen wird eine Software eingeführt, die den Test mobil und digital möglich macht. Genutzt werden bereits erprobte digitale Werkzeuge vom LOGmedia Institut für Digitale Bildung. Zu der Steuerungsgruppe gehören Leitungskräfte aus den Verwaltungen der Stadt Hamm und des Kreises Unna.

Weitere Informationen unter www.kreis-unna.de/biku.  PK | PKU




Bilanz des Impfzentrums des Kreises Unna: Fast eine halbe Million Impfungen im Kreis Unna

Von links: Holger Gutzeit, Leiter Service und Logistik, Landrat Mario Löhr, Katja Sträde (Koordination mobiles Impfen), Sandra Pflanz (Koordination Impfzentrum), Dr. Jürgen Wentzek (ärztliches Leitungsteam Impfzentrum) und Uwe Hasche (Gesundheitsdezernent Kreis Unna). Foto Max Rolke Kreis Unna

Am 30. September schließt das Impfzentrum Kreis Unna die Türen. Dann übernehmen die niedergelassenen Ärzte die Corona-Impfungen. Zeit, um auf die vergangenen acht Monate zurückzublicken, in denen Ärzte in der Kreissporthalle an der Platanenallee geimpft haben und Bilanz zu ziehen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit im Impfzentrum – gerade auch unter den Bedingungen. Denn die Lage war äußerst dynamisch. Vor allem dadurch, dass das Land in der Laufzeit des Impfzentrums immer wieder unsere Arbeitsgrundlage geändert hat“, so Dezernent Uwe Hasche. „40 Impferlasse gab es in der Zeit von Anfang Dezember 2020 bis September 2021, die uns immer wieder dazu zwangen, kurzfristig Abläufe anzupassen. Und an der Stelle muss ich mich bei unseren Mitarbeitern und allen, die mitgeholfen haben, das Mammut-Projekt zu stemmen, bedanken – sie haben hier einen super Job gemacht.“

Zu Spitzenzeiten arbeiteten pro Schicht (es gab zwei Tagesschichten) rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am reibungslosen Ablauf: von der Impfhotline über die Terminvergabe bis zur Anmeldung, Impfung, Nachbeobachtung bis hin zur Reinigung und dem Sicherheitsdienst.

Start im Februar
Die ersten Impfungen gab es am 27. Dezember 2020 für Seniorinnen und Senioren in drei Pflegeeinrichtungen in Lünen, Schwerte und Unna. Eröffnet wurde das Impfzentrum dann am 8. Februar – zunächst nach Impfpriorisierung für die über 80-Jährigen. Auf fünf Impfstraßen impften die Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sieben Tage in der Woche. Die Nachfrage nach Terminen war hoch, sodass die Kapazität zum 27. April zunächst auf sechs Impfstraßen und nach einem Umbau auch auf zehn Impfstraßen erhöht werden konnte.

Nach den 80-Jährigen rückten nach und nach weitere berechtigte Personengruppen auf, bis im Juni die Priorisierung ganz aufgehoben wurde. Durch das Gesundheitsamt wurden unter anderem auch die Impfungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Pflegediensten und Arztpraxen im Impfzentrum organisiert. Darüber hinaus wurden die Impfungen in den diversen Einrichtungen im Kreis Unna – unter anderem in Alten- und Pflegeheimen – durch das Gesundheitsamt koordiniert. Auch die Impfstoffbestellungen für diese Impfungen erfolgten durch das Gesundheitsamt.

Mitte Juli starteten dann die mobilen Impfungen – vor Ort sollten noch mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen. Anfang September ließ die Nachfrage nach dem Impfstoff dann stark nach, sodass die Öffnungszeiten eingeschränkt wurden. Jetzt schließt das Impfzentrum Kreis Unna wie alle Zentren in NRW am 30. September komplett.

Zahlen, Daten, Fakten
497.385 Impfungen sind insgesamt im Kreis Unna dokumentiert (Stand: 20. September). 211.017 davon im Impfzentrum, 218.852 in Arztpraxen, 14.244 im Krankenhaus und 53.272 durch mobile Teams. Insgesamt sind 248.329 Erstimpfungen, 235.411 Zweitimpfungen und 1.685 Booster-Impfungen verteilt worden. Komplett geimpft (inklusive Johnson&Johnson) gelten 247.371 Menschen im Kreis Unna. Das entspricht einem Anteil von 62,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (393.618).

Impfstärkster Monat war der Juni mit 112.528 Impfungen, als die Priorisierung aufgehoben wurde. Der mit Abstand am häufigsten verimpfte Impfstoff war der von BioNTech (rund 80 Prozent), gefolgt von AstraZeneca (rund 13 Prozent), Moderna (rund 5 Prozent) und Johnson&Johnson (rund 2 Prozent). Im Impfzentrum selbst (211.017 Impfungen) sieht es ähnlich aus: Am öftesten wurden die Spritzen mit dem Vakzin von BioNTech aufgefüllt (81,9 Prozent), gefolgt von AstraZeneca (8,9 Prozent), Moderna (8,7 Prozent und Johnson&Johnson (0,4 Prozent).

Zusätzlich fanden in den Kommunen von März bis Juni Impfaktionen statt – damals noch nach Priorisierung etwa für Beschäftigte in den Kitas und Schulen sowie für Vorerkrankte. „An der Stelle müssen wir uns bei allen zehn Kommunen im Kreis bedanken, die uns teils sehr kurzfristig, flexibel und unbürokratisch bei der Umsetzung der Impfaktionen vor Ort unterstützt haben“, so Dezernent Hasche. Rund 28.000 Personen haben durch die mobilen Teams eine Impfung erhalten. Im Juli startete dann der Impfbus und die mobilen Impfangebote vor Ort. 85 Stationen in allen zehn Städten und Gemeinden gab es – 7.520 Menschen erhielten so eine Impfung.

Weiternutzung der Halle
Genutzt wurde als Impfzentrum die neue Kreissporthalle II. In der alten Kreissporthalle I ist das Testzentrum sowie der Nachbeobachtungsraum untergebracht. Künftig soll das Testzentrum in eine Hälfte der neuen Kreissporthalle II transferiert werden. Die alte Kreissporthalle I soll dann wieder durch die Schulen genutzt werden können.

Kreis stellt COVID-Impfeinheit (KoCI) auf
Das Land hat einen Plan vorgelegt, wie es für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW weitergeht: Ab dem 1. Oktober 2021 sollen sogenannten Koordinierenden COVID-Impfeinheiten (KoCI) eingerichtet werden. Diese Einheit besteht aus zwölf Personen, die schon vorher im Impfzentrum und seit Monaten mit der Bekämpfung der Pandemie beschäftigt waren.

Sie sollen in Zukunft sicherstellen, dass jede interessierte Person in einem Pflegeheim eine Auffrischungsimpfung erhält. Zudem sind die KoCIs als Vermittler zwischen Impflingen und Ärzten tätig und sie organisieren niederschwellige Impfangebote – aktuell ist also geplant, die mobilen Aktionen vor Ort weiter fortsetzen zu können. PK | PKU




Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna: Neuer Geschäftsführer vorgestellt

V.l.: Landrat Mario Löhr mit den neuen Geschäftsführer Sascha Dorday und Dr. Michael Dannebom. Foto: Anika Wetzlar WFG

Es stehen mit dem Kohleausstieg wirtschaftlich große Herausforderungen im Kreis Unna an – ein Strukturwandel, den vor allem auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) gestalten soll. Eine große Aufgabe und viel Verantwortung für Sascha Dorday, den künftigen Geschäftsführer der WFG.

Dorday löst Dr. Michael Dannebom zum 1. Januar 2022 ab, der seit 31 Jahren die Gesellschaft führte. Landrat Löhr dankt ihm für seine Arbeit: „Dr. Dannebom hat die WFG von einer Projektgesellschaft zu einer modernden Dienstleistungsgesellschaft weiterentwickelt und die Entwicklung des Kreises Unna zum führenden Logistikstandort entscheidend mitgeprägt. Eine großartige Arbeit, für die ich mich bedanke.“ Dannebom verabschiedet sich in 2022 in den Ruhestand. Bis dahin begleitet er mit seiner Fachexpertise weitere Projekte im Zusammenhang mit der Wirtschaftsförderung im Kreis Unna.

Dorday übernimmt
Jetzt übernimmt Sascha Dorday. Er ist 1978 in Berlin geboren und hat an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster Geographie, Politikwissenschaften und Öffentliches Recht studiert. Er ist ausgebildeter Systemischer Business Coach und seit 2012 als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH und als Vorstandsmitglied der Stiftung Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen tätig.  Zuvor wirkte er mehrere Jahre als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungen in Schwelm sowie in Schmallenberg.

Er engagiert sich in der Lehre mit Lehraufträgen am Institut für Geographie der WWU Münster und als Lehrbeauftragter im Studiengang BWL-Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Am Technologiestandort Sindelfingen ist Sascha Dorday Treiber eines Gründungsökosystems mit besonderem Fokus auf die Diversifizierung der Wirtschaft. Seine Verbundenheit zu Nordrhein-Westfalen führt ihn nun zurück in seine Wahlheimat.

Strukturwandel ist auch eine Chance
„Der Kreis Unna steht insbesondere mit dem Strukturwandel in der Kohleindustrie vor großen Herausforderungen und damit besonderen Chancen, die ich anpacken will. Neben einer aktiven Gewerbeflächenentwicklung und der Ansiedlung innovativer Unternehmen sind mir die Zukunftsthemen grüne Energie, Digitalisierungskompetenz und Fachkräftesicherung besonders wichtig und geeignet, den Wirtschaftsstandort Kreis Unna zukunftsfest zu machen“, sagt Sascha Dorday und ergänzt: „Ich freue mich sehr darauf, an diesen Themen gemeinsam mit dem Team der WFG und unseren Partnern in Kommunen, Verbänden und Unternehmen zu arbeiten.“

Landrat Löhr wünscht dabei viel Erfolg: „Ich bin froh, dass wir mit Dorday einen so geeigneten Kandidaten gewinnen konnten und sich der Aufsichtsrat einstimmig für ihn entschieden hat. Ich wünsche ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg!“ PK | PKU




Wirtschaftsförderungsgesellschaft: Kreis Unna Neuer Geschäftsführer vorgestellt

V.l.: Landrat Mario Löhr mit den neuen Geschäftsführer Sascha Dorday und Dr. Michael Dannebom. Foto: Anika Wetzlar WFG

Es stehen mit dem Kohleausstieg wirtschaftlich große Herausforderungen im Kreis Unna an – ein Strukturwandel, den vor allem auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) gestalten soll. Eine große Aufgabe und viel Verantwortung für Sascha Dorday, den künftigen Geschäftsführer der WFG.

Dorday löst Dr. Michael Dannebom zum 1. Januar 2022 ab, der seit 31 Jahren die Gesellschaft führte. Landrat Löhr dankt ihm für seine Arbeit: „Dr. Dannebom hat die WFG von einer Projektgesellschaft zu einer modernden Dienstleistungsgesellschaft weiterentwickelt und die Entwicklung des Kreises Unna zum führenden Logistikstandort entscheidend mitgeprägt. Eine großartige Arbeit, für die ich mich bedanke.“ Dannebom verabschiedet sich in 2022 in den Ruhestand. Bis dahin begleitet er mit seiner Fachexpertise weitere Projekte im Zusammenhang mit der Wirtschaftsförderung im Kreis Unna.

Dorday übernimmt
Jetzt übernimmt Sascha Dorday. Er ist 1978 in Berlin geboren und hat an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster Geographie, Politikwissenschaften und Öffentliches Recht studiert. Er ist ausgebildeter Systemischer Business Coach und seit 2012 als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen GmbH und als Vorstandsmitglied der Stiftung Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen tätig.  Zuvor wirkte er mehrere Jahre als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungen in Schwelm sowie in Schmallenberg.

Er engagiert sich in der Lehre mit Lehraufträgen am Institut für Geographie der WWU Münster und als Lehrbeauftragter im Studiengang BWL-Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Am Technologiestandort Sindelfingen ist Sascha Dorday Treiber eines Gründungsökosystems mit besonderem Fokus auf die Diversifizierung der Wirtschaft. Seine Verbundenheit zu Nordrhein-Westfalen führt ihn nun zurück in seine Wahlheimat.

Strukturwandel ist auch eine Chance
„Der Kreis Unna steht insbesondere mit dem Strukturwandel in der Kohleindustrie vor großen Herausforderungen und damit besonderen Chancen, die ich anpacken will. Neben einer aktiven Gewerbeflächenentwicklung und der Ansiedlung innovativer Unternehmen sind mir die Zukunftsthemen grüne Energie, Digitalisierungskompetenz und Fachkräftesicherung besonders wichtig und geeignet, den Wirtschaftsstandort Kreis Unna zukunftsfest zu machen“, sagt Sascha Dorday und ergänzt: „Ich freue mich sehr darauf, an diesen Themen gemeinsam mit dem Team der WFG und unseren Partnern in Kommunen, Verbänden und Unternehmen zu arbeiten.“

Landrat Löhr wünscht dabei viel Erfolg: „Ich bin froh, dass wir mit Dorday einen so geeigneten Kandidaten gewinnen konnten und sich der Aufsichtsrat einstimmig für ihn entschieden hat. Ich wünsche ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg!“ PK | PKU




Ehrenamt: Stadt zeichnet wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger aus

Bürgermeister Bernd Schäfer wird am Freitag, 1. Oktober, von 15.30 Uhr – 17.00 Uhr, sowie von 18.00 bis 19.30 Uhr, im Ratstrakt, großer Ratssaal,engagierte Bürgerinnen und Bürger ehren, die sich durch ihren besonderen ehrenamtlichen Einsatz um die Stadt Bergkamen verdient gemacht haben.

Auch in diesem Jahr haben Vereine und Organisationen sowie die Ortsvorstehenden engagierte Personen zur jährlichen Ehrung vorgeschlagen.

Insgesamt werden in diesem Jahr sechs Silbermedaillen, 36 Ehrennadeln und 26 Ehrenamtskarten verliehen bzw. ausgegeben.




Bürgermeister dankt für Unterstützung der Bundestagswahl: „Wertvoller Dienst an der Gesellschaft“

Eine Demokratie braucht Menschen, die Wahlen als entscheidendes Element eines funktionierenden Gemeinwesens verstehen. Dazu gehört es, sich aktiv einzubringen und die Stimme abzugeben. Ebenso unverzichtbar ist es, den reibungslosen Ablauf einer Wahl sicherzustellen. „Die hohe Wahlbeteiligung und die perfekte Organisation zeigen, dass in Bergkamen beides funktioniert“, dankt Bürgermeister Bernd Schäfer den Wählerinnen und Wählern ebenso für die Unterstützung der Bundestagswahl wie den Helferinnen und Helfern.

Bei jeder Wahl ist die Beteiligung genauso wichtig wie die Ergebnisse der einzelnen Parteien. Und das aus gutem Grund. Entscheidet die Anzahl der Menschen, welche die Chance zur Stimmabgabe nutzen, doch über den Rückhalt der Gewählten in der Bevölkerung. „70,5 Prozent bedeuten zwar einen leichten Rückgang gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl 2017, sie sind aber immer noch ein respektabler Wert und ein starkes Signal“, zeigt sich Bürgermeister Bernd Schäfer erfreut von der großen Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern, die per Briefwahl oder im Wahllokal abgestimmt haben.

Zugleich erinnert Schäfer daran, dass jede Wahl ein organisatorischer Kraftakt ist. Schließlich gilt es, fast 60 Wahllokale einzurichten und mit allem auszustatten, was für den geordneten Ablauf erforderlich ist. Zusätzlich gibt es zehn Wahllokale, in denen die Stimmen der Briefwählerinnen und -wähler ausgezählt werden – diesmal mit knapp 10.000 so viele wie nie zuvor. „Um all das zu bewältigen, bedarf es vieler helfender Hände“, betont Schäfer. Den mehr als 400 Bürgerinnen und Bürgern, die sich dafür ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben, dankt er ausdrücklich: „Sie haben unserer Gesellschaft einen überaus wertvollen Dienst erwiesen. Ohne Ihren Einsatz wären Wahlen nicht durchführbar.“




Juniorwahl zur Bundestagswahl am Gymnasium: SPD, Grüne und FDP machen das Rennen

Juniorwahl am Bergkamener Gymnasium. Foto und Grafiken: SGB

Mit einer Wahlbeteiligung von 82 Prozent setzten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge sieben bis Q2 bei der Juniorwahl zum Bundestag ein klares Zeichen für die Wichtigkeit und die Bedeutung von bürgerlicher Beteiligung an Wahlen. Von 558 Wahlberechtigten nutzten 458 die Gelegenheit, um am Freitag im Wahllokal der Schule ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Der langjährige heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek (SPD) erhielt dabei 38,2 % der Erststimmen, gefolgt von Suat Gülden (FDP) mit 17,0% der Stimmen. Auf Michael Sacher (Die GRÜNEN) entfielen 15,7%, auf Hubert Hüppe (CDU) 12,7% und auf Andreas Meier (Die LINKE) 8,7% der Stimmen. Die AfD mit ihrem Kandidaten Ulrich Lehmann holte 3,5% der Stimmen.

Bei den Zweitstimmen fiel die Wahl der Kinder und Jugendlichen hingegen weniger eindeutig aus. Die SPD sicherte sich mit 24,0% die meisten Stimmen, die GRÜNEN und die FDP folgen mit 19,0% und 14,6 %. Die CDU erhielt 11,4% Prozent der Stimmen, die Partei die LINKE 9,0%. Ebenfalls den Sprung über die 5-Prozent-Hürde, die in der Regel für den Einzug einer Partei in den Bundestag entscheidet, schaffte am SGB die Tierschutzpartei mit 6,3 %. Die AfD (3,1 %), die PIRATEN und die PARTEI (je 2,4 %) wären an der Hürde hingegen gescheitert und wären, wenn es nach den Schülerinnen und Schüler des SGB ginge, nicht im Bundestag vertreten.

Im Vergleich zum Endergebnis der Bundestagswahl zeigen sich interessante Verschiebungen – das Ergebnis der SPD liegt knapp über dem Schulergebnis, GRÜNE, FDP und LINKE schneiden dagegen deutlich besser ab, die CDU und insbesondere die AfD hingegen deutlich schlechter.

Insgesamt nahmen knapp 1,4 Millionen Jugendliche an 4.500 Schulen teil und setzten sich in den letzten Wochen mit der Bundestagswahl auseinander und trafen schließlich ihre Wahlentscheidung.

Das Endergebnis der Juniorwahl zur Bundestagswahl ergab folgende Verteilung der Zweitstimmen: Wahlsieger wurden die GRÜNEN mit 20,6 %, gefolgt von der SPD mit 19,4 %, der FDP mit 18,5 %, der CDU/CSU mit 13,5 %, der LINKEN mit 7,6 %. Die AfD schaffte mit 5,1 % knapp den Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Wie auch am SGB scheint die FDP neben den GRÜNEN und der SPD die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Wahlprogramm jeweils besonders angesprochen zu haben. Die CDU/CSU hingegen auch bei der Juniorwahl ein schwaches Ergebnis hinnehmen.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll Begeisterung und Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement entstehen. Das Projekt zur politischen Bildung basiert auf zwei Hauptsäulen: die unterrichtliche Einbindung und eine originalgetreue Wahlsimulation. Insbesondere für einen Teil der Oberstufenschülerinnen und -schüler war die Juniorwahl die Generalprobe für die Bundestagswahl an diesem Sonntag, an der sie als Erstwählerinnen und -wähler teilnehmen durften.

Für den reibungslosen und korrekten Ablauf sowie die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln des Wahltages am SGB zeichnete sich der Q2-Grundkurs Sozialwissenschaften von Herrn Fahling verantwortlich. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten übernahmen auch die Wahlleitung und ermittelten das amtliche Endergebnis.




Auch Hubert Hüppe (CDU) und Michael Sacher (Grüne) ziehen in den neuen Bundestag ein

Sowohl bei der CDU als auch bei den Grünen wollte am Sonntagabend im kleinen Bergkamener Wahlstudio im Ratstrakt keine Stimmung aufkommen. Sie hatten sich doch für ihre Parteien bei der Bundestagswahl ein besseres Abschneiden erhofft.

Am Montagmorgen gab es dann für sie zumindest ein kleines Trostpflaster. Ihre gescheiterten Direktkandidaten Hubert Hüppe (CDU) und Michael Sacher (Bündnis 90 / Die Grünen) im Wahlkreis Unna I werden zusammen mit dem direkt gewählten Oliver Kaczmarek (SPD) dem neuen Parlament angehören. Bei beiden zog die jeweilige Landesliste bis genau zu ihrem Platz: 21 bei Hubert Hüppe und 28 bei Michael Sacher.

Sicher zog Oliver Kaczmarek in den neuen Bundestag ein. Er erhielt im Wahlkreis Unna I 40,79 Prozent der Erststimmen. Die meisten Zweitstimmen entfielen auf die SPD. Sie kam auf 36,40 Prozent.

Von den rund 194.000 Wahlberechtigten machten 148.082 (76,14 Prozent) im Wahlkreis Unna i von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

Mit Michael Thews gibt es dann noch einen Vierten aus dem Kreis Unna im neuen Deutschen Bundestag. Er gewann mit 40,57 Prozent den Wahlkreis Hamm – Unna II.

Kreiswahlausschuss tagt am Mittwoch

Das endgültige amtliche Endergebnis für denh Wahlkreis Unna I wird durch den Kreiswahlausschuss unter Leitung von Kreiswahlleiter und Landrat Mario Löhr festgestellt. Das Gremium tagt am Mittwoch, 29. September um 13 Uhr im Sitzungstrakt im Kreishaus Unna, Friedrich-Ebert-Straße 17.




Bergkamen bleibt SPD-Hochburg und Oliver Kaczmarek im Bundestag

Wahlleiter Bernd Schäfer präsentierte im großen Ratssaal die Ergebnisse aus den Wahllokalen. Gegen 20 Uhr stand das vorläufige Endergebnis für Bergkamen fest.

Bergkamen bleibt für die SPD und ihre Bundestagskandidaten Oliver Kaczmarek eine sichere Bank. 46,24 Prozent der Bergkamenerinnen und Bergkamen gaben ihre Stimme für den Vorsitzen des SPD-Unterbezirks Unna ihre Stimme ab. Auch auf Kreisebene sieht alles danach aus, dass Kaczmarek wieder in den neuen Bundestag einziehen wird. Für die SPD wurden in Bergkamen 41,51 Prozent der Zweitstimmen abgegeben.

Klar geschlagen geben muss sich der CDU-Kandidat Hubert Hüppe mit 21,83 Prozent der Erststimmen. Die Union kam auf 19,22 Prozent der Zweitstimmen. Dieses Ergebnis rief beim Bergkamen CDU-Fraktionsvorsitzen Thomas Heinzel natürlich keine Begeisterung hervor.

Grüne (9,59 %), FDP (9,19 %) und AFD (9,94 %) liegen bei den Zweitstimmen ziemlich eng beieinander.

Eine Premiere gab es am Sonntagabend für Bernd Schäfer. Zu ersten Mal war er auch Wahlleiter in Bergkamen. Kurz nach Schließung der Wahllokale gab er die Prognose ab, dass man gegen 20 Uhr mit dem vorläufigen Endergebnis rechnen könne und lag damit richtig.

Zwei Besonderheiten hatte diese Bundestagswahl Mit fast 10.000 gab es so viele Briefwähler wie noch nie. Deren Auszählung nahm dann auch fast zwei Stunden in Anspruch. Hinzu kommt, dass es diesmal mit 70,51 Prozent ein für Bergkamen ungewöhnlich hohe Wahlbeteiligung gab. Das hatte die Folge, dass in einigen Wahllokalen vorzeitig die Stimmzettel ausgingen. Sie wurden natürlich aus dem Rathaus nachgeliefert.




Klimaschutzkonzept des Kreises Unna: Treibhausgasbilanz liegt vor und Einsparpotenziale benannt

2019 wurde der Klimanotstand für den Kreis Unna ausgerufen – verbunden mit einem klaren politischen Auftrag: Es wird ein Klimaschutzkonzept erstellt. Seitdem hat sich eine Menge bewegt. Die Treibhausgasbilanz als zentrale Grundlage für das Klimaschutzkonzept wurde jetzt vorgelegt. In den kommenden Wochen geht es an die Weiterentwicklung mit der Erarbeitung ganz konkreter Maßnahmen.

„Wir fangen nicht bei Null an. Aber die vor uns liegenden Aufgaben, um unseren Teil dazu beizutragen, um das 1,5-Grad-Ziel erreichen zu können, sind enorm“, erklärt Kreis-Umwelt-Dezernent Ludwig Holzbeck. „Wir arbeiten mit Nachdruck daran, unseren Beitrag als Kreis zu leisten und die Erderwärmung durch Treibhausgase zu begrenzen“.

1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens
Die Rahmenbedingungen sind dabei so klar wie herausfordernd: Die von der Kreis-Politik im vergangenen Jahr verabschiedeten klimapolitischen Leitlinien bekennen sich zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens und werden im Zuge der Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hilfestellung bekommt der Kreis Unna dabei von der Firma Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft aus Essen, die die Erstellung des Konzepts fachlich begleitet und nun erste Ergebnisse und die Treibhausgasbilanz vorgelegt hat.

„Die Treibhausgasbilanz für den Kreis Unna ist natürlich eine Hochrechnung der jeweiligen Bilanzen der zehn Städte und Gemeinden im Kreis“, erläutert Klimaschutzmanagerin Dorothee Albrecht. Wurden im Kreis Unna im Jahr 1990 noch 4,7 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, waren es 2017 noch rund 3,5 Millionen Tonnen. „Dieses Minus von 27 Prozent ist durch die Reduzierung des Energieverbrauchs, aber auch auf eine zunehmende Abkehr von Kohle und Heizöl hin zu Erdgas oder erneuerbaren Energien zurückzuführen“, sagt Dorothee Albrecht. „Deren Emissionsfaktoren sind teilweise weitaus geringer.“

Potenzial bei den „Erneuerbaren“
Aktuell, berichtet die Diplom-Umweltwissenschaftlerin aus den Gertec-Zahlen, liegen die Treibhausgas-Emissionen pro Einwohner im Kreis Unna im Bundesschnitt. Der Anteil im Kreis Unna genutzter erneuerbarer Energien sei allerdings geringer als im Bundesschnitt. „Hier liegt Potenzial, und da ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden nötig, um das auszuschöpfen.“

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind übrigens bestens: In allen zehn Städten und Gemeinden arbeiten inzwischen Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager, die miteinander vernetzt sind.

Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
Denn allein, soviel ist klar, kann der Kreis nur wenig bewegen: Die ersten Ergebnisse der Firma Gertec weisen aus, dass die Kreisverwaltung unter anderem mit den kreiseigenen Gebäuden, Fuhrpark etc. für nur ein Prozent der Treibhausgas-Emissionen im Kreis verantwortlich ist. „Wir haben aber natürlich eine wichtige Vorbildfunktion“, unterstreicht Dezernent Ludwig Holzbeck. „Und es ist unser Anspruch, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir erkennen den dringenden politischen und praktischen Handlungsbedarf an, weil die Folgen des Klimawandels gravierend sind.“

Auch die Kreis-Politik will am Thema eng dranbleiben und die Aufstellung des Klimaschutzkonzepts mit einer Arbeitsgruppe begleiten. PK | PKU