Open Data: Bundestagswahl – Detaillierte Daten frei nutzbar

Open Data – das heißt frei zugängliche und nutzbare Daten für alle. Denn: Der Kreis Unna verfügt als Behörde über einen großen Datenschatz. Diese Daten bergen ein großes Potenzial für verschiedenste Zielgruppen und schaffen Raum für Innovationen. Eine Reihe von Datensätzen hat der Kreis Unna bereits veröffentlicht, z.B. zu Flurgrenzen, Radstationen, Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen. Jetzt ist ein neuer Datensatz in das Open Data Portal hochgeladen worden – die Ergebnisse der Bundestagswahl aus dem Kreis Unna.

Der Kreis Unna nutzt dazu das Open Data Portal des Regionalverbands Ruhr (RVR). Unter www.opendata.ruhr haben 22 Kreise, kreisfreie Städte und Organisationen ihre Daten für jedermann frei zugänglich gemacht – auch der Kreis Unna. Unter www.opendata.ruhr/organization/kreis-unna sind die Datensätze des Kreises zu finden. Die Daten werden automatisch auch an die Open-Data-Portale des Landes und des Bundes übertragen.

Neu: Ergebnisse der Bundestagswahl 2021
Wer also einen Graphen aus den Daten der Bundestagwahl erstellen will oder sie in einen Vergleich zu Wahl 2017 stellen möchte, erhält im Open Data die nötige Grundlage dazu. Die Daten aus dem Wahlkreis 144 Unna I stehen ab sofort als CSV-Datei zur Verfügung.

Darin enthalten sind alle erhobenen Daten zur Bundestagwahl von der Anzahl der Wahlberechtigten über die, die tatsächlich abgestimmt haben, ungültige Erst- und Zweitstimmen und für wen die Wähler gestimmt haben – heruntergebrochen auf jedes Wahllokal. Detaillierter geht es nicht. Einzige Voraussetzung für die Nutzung: Grundlagenkenntnisse in einem Tabellen-Programm, das CSV-Dateien auslesen kann.

Weitere Informationen und Links sind unter www.kreis-unna.de/digitalisierung zu finden. PK | PKU




Trassenplanung für den Glasfaserausbau: Messfahrzeug sammelt Daten für schnelles Internet in Bergkamen

Ein Messfahrzeug wird im Auftrag der Broadband Academy in der kommenden Woche Daten für die Feinnetzplanung des Glasfaserausbaus sammeln.

Sichtbarer Startschuss für die Netzplanung des Breitbandausbaus in Kamen, Bergkamen und Bönen: Das mit der Feinnetzplanung beauftragte Unternehmen Broadband Academy (BBA) kündigt für die kommende Woche, ab Montag, 11. Oktober, eine Befahrung der möglichen Trassen an.

Um die gewünschten Surfgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s nach dem Ausbau zu realisieren, ist eine umfangreiche Netzplanung erforderlich. Doch dazu müssen die BBA-Mitarbeiter zunächst keine Baupläne mehr wälzen und Straßen begehen: Einen Großteil der Arbeit übernimmt Trigis, ein Messfahrzeug, ausgestattet mit hochauflösender 360° Kamera und 3D-Lidar-Technik.

Trigis fährt Straßen, Wege und Anlagen ab und sammelt während dessen kontinuierlich Daten über Oberflächenbeschaffenheit, Bebauung und Umgebung. Die Bildaufnahmen erfolgen in einem Abstand von fünf Metern. Dabei tasten die Sensoren kontinuierlich das umliegende Gelände ab. „So ergibt sich eine lückenlose Rundum-Fotodokumentation und eine dichte und hochgenaue 3D-Punktwolke (dreidimensionales Modell) des Geländes und der Umgebung“, erklärt Jonas Müller, BBA-Geschäftsführer.

„Auf dieser Basis ist eine einfache und schnelle Vermessung von Punkten, Strecken und Flächen fast zentimetergenau möglich.“ Eine Genauigkeit, die der Verknüpfung verschiedener Sensoren geschuldet ist und eine hochpräzise örtliche und zeitliche Synchronisierung ermöglicht. Allerdings: Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, erfolgt die Befahrung bei hellem und trockenem Wetter.

Die Messungen liefern zur Trassenplanung eine exakte Grundlage von Straßen und Umgebung, so dass die Planer anhand der erstellten 3D-Modell gut erkennen können, wo beispielsweise Pflaster oder Asphalt verlegt ist oder aber ein Grünstreifen für nicht so aufwändige Verlegung genutzt werden kann.




Online-Vortrag; Fake Facts – Radikalisierungsbeschleuniger Verschwörungserzählungen

Am 8. Oktober findet die dritte Veranstaltung der Reihe „Nach den Rechten sehen…“ zu Aspekten rechter Praxis und Ideologie statt. Ab 19:00 Uhr referiert Katharina Nocun in dem Online-Vortrag zu Verschwörungserzählungen und deren Verbindung zur (extremen) Rechten. Die Reihe wird organisiert von den BürgerInnen gegen Rechts Kamen/Bergkamen und dem Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR) und findet in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg statt.
Verschwörungserzählungen sind für extrem rechte Gruppierungen ein wirkmächtiger Radikalisierungsbeschleuniger. Doch wie kommt es eigentlich dazu, dass Menschen an solche Mythen glauben und was sind die gesellschaftlichen Auswirkungen antisemitischer oder rassistischer Verschwörungserzählungen?
Katharina Nocun ist Bürgerrechtlerin, Publizistin, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin und Co-Autorin zweier Bücher („Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ und „True Facts. Was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft“), die sich mit Verschwörungserzählungen auseinandersetzen. Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet online statt. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine einfache Anmeldung beim WBgR unter werner-buendnis(at)riseup.net notwendig.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.



Siedlergemeinschaft Schönhausen lädt ein: „Bäume in der Stadt“

Die Siedlergemeinschaft Schönhausen lädt am Mittwoch, 6. Oktober, um 16.30 zu einer Informationsveranstaltung auf die Grünfläche zwischen der Hansemann und der Russelstraße ein. (Sollte es regnen, stehen große Zelter zur Verfügung).

Gast des Nachmittags ist Dr. Götz-Heinrich Loos. Er spricht zum Thema „Bäume in der Stadt“. Hintergrund der Veranstaltung ist der inzwischen stornierte Plan, ein Großteil der Platanen in der Siedlung zu fällen und sie durch andere Bäume zu ersetzen. Ein wesentlicher Grund für die Fäll-Aktion sind die Schäden, die die Wurzeln der Platanen an der Kanalisation und an Gebäuden anrichten.




Gute Tradition: Bürgermeister ehrte besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger

Ehrenamts-Ehrung Gruppe 1.

Es ist gute Tradition in Bergkamen, dass der Bürgermeister einmal im Jahr Bürgerinnen und Bürger auszeichnet, die sich besonders um die Stadt verdient gemacht haben. 68 sollte es sein, für die Bernd Schäfer am Freitagnachmittag im großen Ratssaal die Silbermedaille und Ehrennadel der Stadt Bergkamen sowie Ehrenamtskarten bereithielten.

Einige mussten absagen, weil sie krank oder verhindert waren. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeehrt werden. Ein paar haben solch eine öffentlichen Ehrung mit Namensnennung und Foto in der Presse bewusst abgelehnt. Sie engagierten sich allein für die Sache, erklärten sie. Medaille, Nadel oder Karte bekommen sie aber trotzdem.

Weil es so viele waren, nahm Bürgermeister Bernd Schäfer die Ehrungen in zwei Gruppen vor. Er betonte, dass das Ehrenamt in den unterschiedlichen Bereichen für die Gesellschaft eine besondere habe. Nicht zuletzt deshalb, weil die Geehrten ihre Aufgaben unentgeltlich absolvieren. Er wies auch darauf hin, dass die Stadt dieses Engagement durch Schulungen, kostenlose Bereitstellung städtischer Räume und durch finanzielle Hilfen bei der Jugendarbeit durch den Stadtjugendring und die Stadtsportgemeinschaft unterstütze.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Tim Schmiedner (Violine und Jazz Piano), Buck Wolters (Gitarre) und Uli Bär (Kontrabass).

Ehrenamts-Ehrung Gruppe 2.

Ausgezeichnet wurden:

Verleihung von Silbermedaillen der Stadt Bergkamen

Elke Brückner
Engagement im sozialen Bereich
Schatzmeisterin für den Sozialverband Deutschland NRW e. V. (SoVD)

Wilma Cramer
Engagement im sportlichen Bereich
2. Vorsitzende und Übungsleiterin beim TLV Rünthe 77 e. V.

Karl-Otto Goerdt
Engagement im sportlichen Bereich
Ring- bzw. Punktrichter mit Internationaler Lizenz, VFK Rünthe 55 Boxsport e. V.

Michaela Strunk
Engagement im sozialen Bereich
Geschäftsführerin der Behindertensportgemeinschaft

Beate Tebbe
Engagement im kulturellen Bereich
Geschäftsführerin des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen
(Museumsförderverein)

Verleihung von Ehrennadeln der Stadt Bergkamen 

Mehmet Ala: Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V.
Wolfgang Appel: KZV W339 Bergkamen „Züchterstolz“
Heinz Brückner: SoVD-Sozialverband Deutschland NRW, Ortsverband Bergkamen
Ulrike Dahlmann: Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V.
Wolfgang Dahlmann: Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V.
Melina Hachenberg: TLV Rünthe 77 e. V.
Hasan-Hüseyin Karadag: Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V.
Rasin Kaynar: Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V.
Martina Kops: TLV Rünthe 77 e. V.
Irene Köstens: Museumsförderverein
Hartmut Kubina: OGS Gerhart-Hauptmann-Grundschule
Ilse Lehning: 1.Bergkamener Seniorenband
Cornelia Löffler: Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen
Gerhard Löffler:Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen
Tino Lowak: TLV Rünthe 77 e. V.
Volker Marufke: Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V.
Petra Neumann: KG Narrenzunft Rot-Gold Bergkamen e. V.
Norbert Schäfer: Vorstandsmitglied im Siedlerbund „In der Dille“
Rainer Schmidt: Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V.
Jürgen Schulze: TLV Rünthe 77 e. V.
Inge Weitkunat: Freundeskreis Bergkamen im Blauen Kreuz
Michael Wind: Neuapostolische Kirche, Gemeinde B.-Oberaden

Verleihung von Ehrenamtskarten NRW

Recep Alkan: FC Overberge 1951 e. V.
Heinz Brückner : SoVD-Sozialverband Deutschland NRW, Ortsverband Bergkamen
Thomas Hahn: SuS Rünthe 08 e. V.
Susanne Isensee: SuS Rünthe 08 e. V.
Ilse Lehning: 1.Bergkamener Seniorenband
Cornelia Löffler: Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen
Gerhard Löffler: Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen
Lucas Polley: Wasserfreunde TuRa Bergkamen
Christina Schäfer: KG Narrenzunft Rot-Gold Bergkamen e. V.
Elke Wessel: Sound Celebration



Stadtrat diskutiert über das Unwetter Mitte Juli und die Folgen für Bergkamen

Hochleistungspumpe im Einsatz auf Velmede. Foto: Feuerwehr Bergkamen

„Bergkamen ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.“ Mit diesen Worten beendete am Donnerstag im Stadtrat Stadtbrandmeister Dirk Kemke seinen umfangreichen Bericht zu den Überflutungen, die Mitte Juli vor allem die Stadtteile Oberaden und Rünthe heimgesucht haben.

Seit 16.30 Uhr waren am 14. Juli in Bergkamen bis zu 318 Kräfte im Einsatz gewesen. Die Bergkamener Feuerwehr hatte Vollalarm ausgelöst. Bis zum Morgen des nächsten Tags wurde sie von Feuerwehrleuten aus Selm, Hamm, Bönen, Werne und Schwerte unterstützt, um überflutete Straßen und vollgelaufene Keller abzupumpen. In dieser Nacht sei die Feuerwehr auf über 300 Einsätze gekommen. Im Einsatz waren auch das THW Kamen-Bergkamen und das DRK.

Als die Feuerwehr glaubte, das Schlimmste sei überstanden, kam ein Notruf vom Gut Velmede. Dort stieg das Wasser unaufhörlich und bedrohte die denkmalgeschützten Gebäude. Der Einsatz dort endete erst am Samstag, 17. Juli, um 19 Uhr beendet. Insgesamt war die Feuerwehr rund 90 Stunden am Stück im Einsatz gewesen.

Ein wesentlicher Grund für den Wasseranstieg in Velmede war der Ausfall eines städtischen Pumpwerks in diesem Bereich. Dessen und die Reparatur eines weiteren Pumpwerks werde allein rund 50.000 Euro kosten, erklärte der Leiter des Stadtbetriebs Entwässerung Marc Alexander Ulrich. Er präsentierte dem Stadtrat beeindruckende Fotos von den Wassermassen im Stadtgebiet.

Doch es wird nicht bei diesen Reparaturen bleiben. Es müssen neue Rückhaltebecken gebaut und vorhandene optimiert werden. Was darüber hinaus noch zu erledigen sein wird, soll Anfang nächsten Jahres im Betriebsausschuss diskutiert werden. Dann wird auch feststehen, was der Lippeverband, der unter anderem für Seseke und Kuhbach zuständig ist, unternehmen wird.

Fest steht für Ulrich, dass sich solche Unwetterlagen wiederholen können. Davon geht auch der Lippeverband aus. Wären in seinem Verbandsgebiet ähnlich große Wassermengen niedergegangen wie zum Beispiel in Hagen, dann wäre hier die Schadensbilanz noch viel größer ausgefallen.

Der Hochwasserschutz muss also verbessert werden. Ulrich erinnerte daran, dass die Investitionen des Lippeverbands sich in der jährlichen Beitragsrechnung wiederfinden werden. Doch auch Bürgerinnen und Bürger könnten aktiv werden, indem Dächer begrünt und Flächen entsiegelt werden und indem man das Niederschlagswasser versiegen lässt und nicht in die Kanalisation leitet.




Impfen jetzt! Kreis-Kampagne: Damit das Leben weitergeht – auch auf dem Donnerstagmarkt am 7. Oktober

Landrat Mario Löhr zeigt eines der Motive der mehrsprachigen Impfkampagne. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Das Impfzentrum in Unna ist geschlossen. Damit enden die Bemühungen des Kreises Unna, mit Impfangeboten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, aber nicht: im Gegenteil. Mit einer Kampagne wirbt die Kreisverwaltung: Impfen jetzt! Damit das Leben weitergeht.

„Die Corona-Schutzimpfung ist für uns alle der Weg aus der Pandemie und zurück in ein normales Leben“, erklärt Landrat Mario Löhr. Es ist genug Impfstoff verfügbar und es ist einfach, eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen. Impfungen werden durch Hausärzte, Fach- und Betriebsärzte sowie bei Impfaktionen des Kreises Unna vor Ort durchgeführt. „Und auch wir bieten weiterhin Termine in unseren Städten und Gemeinden an“, sagt Landrat Löhr.

Großflächen-Plakate rufen zum Impfen auf
Damit jeder weiß, wann und wo er sich impfen lassen kann, wirbt der Kreis Unna jetzt kreisweit und großflächig fürs Impfen. Mit einer Impf-Kampagne auf mehr als 80 riesigen Plakaten, die ins Auge springen. Genutzt werden die „Wesselmänner“, auf denen bis vor kurzem Wahl-Werbung gemacht wurde. Aus den Kommunen im Kreis Unna kam schnell grünes Licht, dass die Stellflächen weiter genutzt werden dürfen.

Ziel der Kampagne ist es, in insgesamt elf Sprachen Unentschlossene über die Vorteile einer Impfung zu informieren. Hingewiesen wird außerdem auf die nächsten Termine vor Ort und die Internetseite www.kreis-unna.de/impfen. Hier finden sich die wichtigsten Informationen gebündelt und mehrsprachig.

„Alle, die vollständig geimpft sind, tragen dazu bei, dass zunehmend wieder eine weitgehend uneingeschränkte Nutzung von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten und Einrichtungen möglich wird“, unterstreicht Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche.

Diesen Beitrag haben im Kreis Unna auch schon die meisten Menschen geleistet: Mehr als 63 Prozent der Bevölkerung im Kreis Unna sind vollständig geimpft. Fachleute gehen aber davon aus, dass für eine Herdenimmunität, die auch diejenigen schützt, die sich nicht impfen lassen können (z. B. Kinder unter 12 Jahren), mehr als 80 Prozent nötig sind.

1.321 Impfungen am letzten Tag
Am letzten Tag im Impfzentrum wurden übrigens noch erfreulich viele Impfungen verabreicht: Insgesamt 1.321 Erst- und Zweitimpfungen wurden vorgenommen. Die allerletzte Impfung im Zentrum ging an einen jungen Mann, der am 29. September um 20 Uhr eintraf. „Eigentlich hatten wir schon geschlossen. Doch der Impfstoff war noch da, das erforderliche Personal auch – sodass er seine Impfung erhalten konnte“, berichtet die stellvertretende Leiterin des Impfzentrums, Sandra Pflanz.

Mit dem Impfbus vor Ort
Weitere Vor-Ort-Termine mit dem Impfbus stehen bereits fest. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson&Johnson:

Mittwoch, 6. Oktober:
Lünen-Süd, Treffpunkt Neue Mitte, Jägerstraße (10 bis 14 Uhr)

Donnerstag, 7. Oktober:
Bergkamen, Marktplatz zwischen Ebertstraße und Am Wiehagen Bergkamen  (7.30 bis 13 Uhr)

Impftermine in der Platanenallee
Im Oktober wird das ehemalige Impfzentrum an der Platanenallee übrigens vorübergehend an einigen Tagen als Impfstelle genutzt. Folgende Termine sind geplant:

Donnerstag, 14. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Freitag, 15. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Donnerstag, 21. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Freitag, 22. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Donnerstag, 28. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Freitag, 29. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)

Weitere Informationen rund ums Impfen finden sich unter www.kreis-unna.de/impfen. PK | PKU




Langjähriger Erster Beigeordneter verstorben: Stadt Bergkamen trauert um Berthold Linke

Die Stadt Bergkamen trauert um ihren ehemaligen Beigeordneten Berthold Linke, der kürzlich im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Nach vorherigen beruflichen Stationen am Landgericht Bochum und bei der Stadt Witten wurde Berthold Linke 1974 zunächst für zwölf Jahre zum Ersten Beigeordneten der Stadt Bergkamen gewählt und 1986 für weitere acht Jahre wiedergewählt.

Als Erster Beigeordneter führte Berthold Linke während seiner gesamten Dienstzeit bei der Stadt Bergkamen das Dezernat II, dem das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, das Personenstandsamt, das Amt für Umweltschutz, das Sozialamt sowie das Jugendamt zugeordnet sind. Früh erkannte Berthold Linke die Notwendigkeit, sich intensiver mit Fragen des Umweltschutzes zu befassen. Dazu gehörte unter anderem ein Berichtswesen, die Einführung der getrennten Sammlung von Müll und Wertstoffen und die Erstellung eines Altlastenkatasters in dem neu gebildeten Umweltamt. Unermüdlich setze er sich für sozial benachteiligte Menschen ein, mit dem besonderen Augenmerk auf das gesunde und beschütze Aufwachsen von Kindern. Besondere Herausforderungen stellten sich bei der Aufnahme der sog. Boatpeople aus Vietnam und Kriegsflüchtlingen während der Balkankrise. Berthold Linke füllte diese Aufgaben mit großer Leidenschaft und weit überdurchschnittlichem Engagement aus.

So setzte er sich unermüdlich für die Belange der Bergkamenerinnen und Bergkamener ein. Fest in den Grundsätzen und doch bereit zum Kompromiss, ausgleichend im Temperament und versöhnlich in der Sprache, so haben ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung kennengelernt und so werden sie Berthold Linke in Erinnerung behalten.

Bürgermeister Bernd Schäfer spricht den Angehörigen – ganz besonders seiner Frau Ingeborg sowie den Familien seiner drei Töchter – sein tief empfundenes Mitgefühl aus.




Endlich ist es soweit: 1. Spatenstich für das Gesundheitshaus mit Kita und Seniorenwohnung auf Grimberg 3/4

So soll das künftige Gesundheitshaus auf Grimberg 3/4 aussehen. Grafik: wohnvoll AG

Vor acht Jahren haben wir bereits über Pläne zum Bau eines Gesundheitshauses auf dem ehemaligen Grimberg 3/4-Gelände am Kleiweg / Ecke Schulstraße berichtet. Nach langem hin und her wird am kommenden Dienstag, 5. Oktober, um 11 Uhr der erste Spatenstich erfolgen.

Einladerin ist allerdings nicht die PueD-GmbH in Lünen, sondern die „wohnvoll AG“ mit Sitz in Berlin. Geblieben ist das Konzept für das Projekt in Bergkamen. Zum Gesundheitshaus gehören neben den medizinischen und pflegerischen Angeboten weiterhin Wohnungen für die „Generation 65 plus“ und auch der im Stadtteil dringend benötigte Kindergarten.

Die „wohnvoll AG“ will in diesem Jahr an zwei weiteren Standorten ähnlichen Angebote realisieren. Danach sollen es noch mehr werden. „Die Eröffnung des ersten wohnvoll village in Bergkamen ist für 2023 geplant. Ab 2023 werden 6-10 wohnvoll villages im Jahr eröffnet“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.

Gebaut werden diese Wohnanlage nach dem Baukastenprinzip, und zwar nachhaltig vor allem mit vorgefertigten Teilen aus Holz. Deshalb soll das Gesundheitshaus in Bergkamen nach nur maximal zweijähriger Bauzeit fertig gestellt sein.




Neue Coronaschutzverordnung ab Freitag: Wegfall der Maskenpflicht im Freien

Die Landesregierung passt die Coronaschutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen an. Danach gilt ab dem 1. Oktober 2021 unter anderem der Verzicht der Maskenpflicht im Freien, die Möglichkeit, einen PCR-Test durch kurzfristigen Schnelltests zu ersetzten sowie Erleichterungen für Gastronomen und Veranstalter.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei und wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten müssen. Aber die aktuellen Infektionszahlen und der Fortschritt bei den Impfungen ermöglichen uns weitere Schritte in Richtung Normalität. Zugleich appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger, mit den wiedergewonnenen Freiheiten nach wie vor verantwortungsvoll umzugehen.“

Weiterhin bleibt es wichtig, die Impfkampagne voranzutreiben. So sind beispielsweise bereits über 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahre in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Insgesamt sind über 67 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Gleichzeitig bleibt das Beibehalten wichtiger AHA+L-Standards im Alltag und die konsequente Anwendung der 3G-Regeln von Bedeutung. Damit konnte in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen weitestgehend Normalität im Alltag einkehren.

Die Coronaschutzverordnung gilt einstweilen bis zum 29. Oktober 2021.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick

Keine Maskenpflicht im Freien mehr
Die neue Coronaschutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war. Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden
Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen
Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig. Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellen, dass außerhalb der Plätze Masken getragen wird.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben
In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich; vielmehr wird die Einhaltung des Abstands oder Trennwände lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung finden Sie unter www.land.nrw/corona




Nach der SPD votiert auch die CDU für den neuen Netto plus Getränkemarkt am Häupenweg

Derr alte Netto-Standort in Weddinghofen an der Schulstraße.

Die GROKO in Berlin ist offensichtlich Geschichte, in Sachen „neuer Netto für Weddinghofen“ gab es im Bergkamener Ausschuss für Bauen und Verkehr am Dienstag eine kleine Wiederauferstehung, als es darum ging, die für dieses Projekt notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. WD 127 „Nahversorgungsstandort Häupenweg“ anzustoßen. Im bisherigen FNP ist die Fläche bisher für Wohnungsbau ausgewiesen. Sie soll nun eine Sonderfläche „Einzelhandel“ mit der Einschränkung „nur für die Nahversorgung“ werden. Neben Netto soll noch ein Getränkemarkt errichtet werden.

„Wir finden die Sache gut“, erklärte der Sprecher der CDU Thomas Eder. Die Union wolle hier den Schulterschluss mit der SPD eingehen. Die Ratsfraktion der Sozialdemokraten hatte in der vergangenen Woche ihre Zustimmung erklärt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass am Donnerstag der Stadtrat mit dieser Mehrheit für die beiden Aufstellungsbeschlüsse stimmen wird.

Das heißt aber nicht, dass der neue Netto und ein Getränkemarkt tatsächlich am Häupenweg gebaut werden könnte. Erstellten werden müssen verschiedene Gutachten. Auch werden die Bürgerinnen und Bürger zu diesem Projekt gefragt, bevor es zu einer Entscheidung im Stadtrat kommt.

Widerstand gegen den neuen Netto an dieser Stelle gibt es von Bündnis 90 / Die Grünen. Sie kritisierten unter anderem den erneuten Verbrauch von Freiflächen durch ein Bauprojekt. Auch vermissten sie die Prüfung von Alternativstandorten.

Die Prüfung sei erfolgt, erklärte 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters. Die aber mit negativem Ergebnis. Zu diesen Alternativen zählt auch die Grimberg 3/4-Fläche. Hierhin wolle Netto aber wegen der Abgeschiedenheit nicht umziehen, erklärte er. Ein anderer denkbarer Standort, das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule komme wegen der verkehrlichen Situation auf der Schulstraße nicht infrage