Grundsteuer B: Hebesatz für Wohngebäude soll auf 995 Prozent steigen

Stadtkämmerin Sandra Diebel

Die Finanzsituation der Stadt Bergkamen ist nicht rosig. Sie muss sparen. Kämmerin Sandra Diebel hält es außerdem für notwendig, die Hebesätze für Steuern zu erhöhen, um die Einnahmen zu verbessern.

Wie genau die Kassenlage der Stadt aus ihrer Sicht aussieht, wird ersichtlich, wenn sie am 11. Dezember dem Stadtrat ihren Haushaltsplanentwurf vorlegt. Verabschiedet werden soll er dann im Februar. Doch bereits am Donnerstag kommender Woche wird sich der Rat mit der Erhöhung von Steuern und Beiträgen beschäftigen.

So soll nach dem Vorschlag von Sandra Diebel der Hebesatz für die Grundsteuer B von zurzeit 670 Prozent auf 995 für Wohngebäude steigen. Hauseigentümer zahlen die Grundsteuer B direkt an die Stadtkasse, Mieter über die Mitnebenkosten. Diese Beträge sind Anfang dieses Jahres in vielen Fällen geringer ausgefallen, weil seit dem 1. Januar 2025 die Steuermessbeträge, die vom Finanzamt berechnet werden, für viele Wohngebäude geringer ausgefallen sind.

Vor einem Jahr rechnete Kämmerin Sandra Diebel mit einem Einnahmeverlust bei der Stadt durch die Grundsteuerreform von 1,4 Millionen Euro. Ein großer Teil wird durch die Bevorteilung von Gewerbegrundstücken bei der Reform verursacht. Ähnlich wie bei vielen anderen Städten soll jetzt der Verlust durch die Ausweisung einer Grundsteuer B für Nicht-Wohngrundstücke ausgeglichen werden. Sie schlägt dem Stadtrat hier einen Hebesatz 1962 Prozent vor. Hier besteht allerdings das Risiko, dass Gerichte die Zweiteilung der Grundsteuer B wieder „einkassieren“. Dieses Risiko hält sie aber für „überschaubar“.

Die Kämmerin geht davon aus, dass die Grundsteuer B bei den Wohngebäuden rund 10 Millionen Euro bringen wird und die Grundsteuer B für Nichtwohngebäude weitere 4 Millionen Euro.

Inwieweit die Bürgerinnen und Bürger durch die neuen Hebesätze zusätzlich belastet werden, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt vom konkreten Einzelfall ab. Denn auch hier gab es durch die Grundsteuerreform Gewinner und Verlierer.




Grüner. Gesünder. Gerechter: Forderung nach Umsetzung der 3-30-300-Regel

Oliver Wendenkampf

Das Umweltzentrum Westfalen fordert die Kreisverwaltung sowie die Städte im Kreis Unna auf, mit der Umsetzung der 3–30–300-Regel des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ein klares politisches Signal für mehr Klimaschutz, Lebensqualität und urbane Gerechtigkeit zu setzen – und zugleich die Strategie „Grüne Infrastruktur“ des RVR mit Leben zu füllen.

Der Klimawandel trifft Städte besonders hart. Hitzewellen, Versiegelung und der Mangel an wohnortnahem Grün beeinträchtigen Gesundheit, Umwelt und soziales Miteinander. Die Stadt Bergkamen sendet deshalb ein deutliches politisches Signal: Künftig soll die international anerkannte 3–30–300-Regel Leitlinie für kommunale Planungs- und Entwicklungsprozesse werden.

Diese Regel, entwickelt vom Forstwissenschaftler Prof. Dr. Cecil Konijnendijk, bietet eine klare, verständliche und sozial gerechte Orientierung für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Die 3–30–300-Regel im Überblick
• 3 – Jede Bürgerin und jeder Bürger soll mindestens drei Bäume von der eigenen Wohnung aus sehen können.
• 30 – Jedes Quartier soll eine Baumkronenabdeckung von mindestens 30 Prozent erreichen.
• 300 – Alle Menschen in Bergkamen sollen spätestens in 300 Metern Entfernung Zugang zu einer öffentlichen Grünfläche haben.

Ein politischer Schritt für mehr Lebensqualität

Mit der Einführung der 3–30–300-Regel könnten Kreis und Städte ein deutliches Zeichen für eine sozial ausgewogene und ökologische Stadtentwicklung setzen. „Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür – und genau dort sollte angesetzt werden“, erklärt Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des Umweltzentrums Westfalen. „Das Ziel sollte sein, die Städte im Kreis grüner, gesünder und widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Die 3–30–300-Regel ist dabei ein zentraler Baustein.“

Konkrete Maßnahmen könnten sein:
• Quartiersbezogene Grünanalysen, um Defizite zu identifizieren und gezielt gegenzusteuern
• Ausbau des städtischen Baumbestands, insbesondere in dicht bebauten Bereichen
• Entsiegelungsprogramme für Schulhöfe, Plätze und Wohnquartiere
• Grünachsen und Wegeverbindungen, die Parks besser erreichbar machen
• Politische Verankerung in neuen Bebauungsplänen sowie in der zukünftigen Stadtentwicklungsstrategie

„Wir wollen, dass alle Menschen in den Städten davon profitieren – unabhängig vom Stadtteil, Einkommen oder Alter“, ergänzt Wendenkampf. „Die 3–30–300-Regel stärkt Lebensqualität, Gesundheit und Teilhabe. Das ist gute, vorausschauende Kommunalpolitik.“

Nachhaltigkeit als Gemeinschaftsaufgabe

Dabei sollten die Städte auf eine breite Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, Vereinen, Wohnungswirtschaft und Unternehmen setzen. Für Bergkamen bietet das Umweltzentrum seine aktive Unterstützung an. Gemeinsame Pflanzaktionen, Hilfestellungen bei Förderprogrammen für private Grünflächen sowie Bildungsangebote können diesen Wandel stärken.

Als Anregung für den neuen Bürgermeister der Stadt Bergkamen merkt Oliver Wendenkampf an, das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbindet, noch stärker in den Fokus zu rücken. Auch bei der Entwicklung strategischer Maßnahmen bietet das Umweltzentrum seine Mitarbeit an, um die Kommune zukunftsfähig zu gestalten und die Lebensqualität für alle zu steigern.




Nachehrung engagierter Bürgerinnen und Bürger

Am 14. November, ehrte die Stadt Bergkamen ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger. Im Zuge der Nachehrungsveranstaltung wurden nun all diejenigen geehrt, die am ersten Termin verhindert waren.

Ein Bericht mit Fotos vom 14. November git es hier: https://bergkamen-infoblog.de/buergermeister-thomas-heinzel-lud-zur-ehrenamtsehrung-bei-bayer-ein/

 




Über die Feiertage geschlossen: Betriebsferien der Kreisverwaltung

Der Kreis Unna macht über Weihnachten Betriebsferien: Von Mittwoch, 24. Dezember 2025, bis einschließlich Freitag, 2. Januar 2026, bleibt die Kreisverwaltung mit allen Nebenstellen geschlossen. Notdienst-Erreichbarkeiten von Dienststellen des Kreises sind – wie auch an normalen Wochenenden oder Feiertagen – über die Rettungsleitstelle oder die Polizeidienststellen sichergestellt.

Ab Montag, 5. Januar, ist die Kreisverwaltung mit allen Nebenstellen wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für Bürgerinnen und Bürger erreichbar.
Das betrifft auch die Untere Jagd- und Fischereibehörde: Aufgrund der Betriebsferien, aber auch aufgrund technischer Anpassungen schließt die Behörde bereits am Montag, 22. Dezember bis einschließlich Freitag, 2. Januar.

Aufgrund von personellen Gründen bleibt das Bistro im Museum Haus Opherdicke am Dienstag, 30. Dezember geschlossen. An allen übrigen Tagen der Weihnachtszeit ist das Bistro wie gewohnt parallel zum Museum geöffnet. Auch die aktuelle Ausstellung „O Ihr Menschen“ kann weiterhin zu den Öffnungszeiten besucht werden.  PK | PKU




Bürgermeister Heinzel verabschiedet Andrea Brinkmann

Bürgermeister Thomas Heinzel, Thomas Hartl (Leiter ZD), Dominik Günsch (Personalrat) und Elke Neumann (Gleichstellungsbeauftragte) verabschieden Andrea Brinkmann (2.v.l.)

Die Stadt Bergkamen verabschiedet Andrea Brinkmann, langjährige Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen, in die Freizeitphase der Altersteilzeit.

Andrea Brinkmann begann ihre berufliche Laufbahn bei der Stadt Bergkamen am 15. Mai 2000 in der Familienberatungsstelle. Bereits am 1. Februar 2002 hatte sie die Position der stellvertretenden Leitung übernommen. Am 1. Dezember 2011 wurde sie schließlich zur Leiterin der Erziehungsberatungsstelle ernannt und prägte seitdem maßgeblich deren fachliche und organisatorische Weiterentwicklung.

Mit Beginn der Arbeitsphase der Altersteilzeit am 1. Dezember 2024 leitete Andrea Brinkmann den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt ein. Zum 1. Dezember 2025 startet nun die Freizeitphase der Altersteilzeit.

Ein besonderer Anlass konnte im vergangenen Jahr gefeiert werden: Am 15. Mai 2025 blickte Andrea Brinkmann auf 25 Jahre Dienstzeit bei der Stadt Bergkamen zurück.




BergAUF fordert Bau von hochwirksamen PCB-Eliminierungsanlagen auf Kosten der RAG

Zum Thema Grubenwassereinleitung in Lippe und Ruhr hat BergAUF Bergkamen folgende Presseerklärung veröffentlicht:

Gift im Grubenwasser – eine große Gefahr für uns alle

RAG AG will nicht nur knapp 15 Millionen Kubikmeter hoch belastetes Grubenwasser in die Lippe einleiten. Gemäß einem neuen Antrag an die Bezirksregierung Arnsberg, soll die Einleitung in die Ruhr um knapp 50% von 31,1 auf 46 Millionen Kubikmeter jährlich erhöht werden.

Damit droht eine weitere Verschlechterung der Wasserqualität in Lippe, Ruhr und Rhein. Schon jetzt ist aber ein hoher und teurer technischer Aufwand notwendig, um Wasser aus der Ruhr für Millionen Menschen im Ruhrgebiet zum Trinkwasser aufzubereiten.

Nun behauptet Herr Roth, Fachbereichsleiter Grubenwassermanagement bei der RAG, das Grubenwasser würde vor der Einleitung gereinigt. Gleichwohl musste er öffentlich auf Nachfrage des BergAUF-Sprechers bei einer RAG-Werbeveranstaltung im Juni in Oberaden einräumen, dass das Ultragift PCB im Grubenwasser entgaltet ist. Das jedoch, davon zeugen die großen Schautafeln an der Straße „Am Rothenbach“ in Bergkamen Oberaden, willl RAG nicht aus dem Grubenwasser entfernen. Bestimmte Spuren von PCB, die  Eisenteilchen anhaften, sollen sogar mit den verbleibenden Eisenschlämmen einfach entsorgt werden. Dazu sollte man wissen:  Allein 12.000 Tonnen des Ultragifts PCB hat die RAG in den stillgelegten Stollen hinterlassen. Außerdem wurden in den frühen 1990er Jahren 1,6 Millionen Tonnen Sondermüll unter Tage verbracht, davon laut Bezirksregierung 75.600 t allein auf dem Bergwerk Haus Aden. In diesem Giftmüll-Cocktail sind 600.000 Tonnen Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen, die hochgiftige Stoffe wie Dioxine, Furane, Arsen, Quecksilber und Schwermetalle enthalten, auch Gießerei-Altsande sind enthalten.

Um Kosten zu sparen, will RAG nun das Grubenwasser auf -380 m NHN ansteigen lassen und  flutet so nach und nach alle stillgelegten Bergwerke. Schon heute gelangen all diese Stoffe kontinuierlich in unsere Flüsse. Richtig gefährlich wird es, wenn das verseuchte Grubenwasser bei weiterem Anstieg mit Grundwasser führenden Schichten in Berührung kommt.

Die RAG verweigert bis heute entsprechende Grubenwasserreinigungs- und PCB-Eliminierungs-anlagen zu bauen, obwohl dafür ausgereifte Verfahrens- und Analysetechnik zur Verfügung steht.

Das kommunale Wahlbündnis „BergAUF Bergkamen“ fordert gemeinsam mit der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“:

  • Die Erhöhung der Einleitungsmengen von Grubenwasser in die Ruhr darf nicht genehmigt  werden!
  • Sofortiger Bau und dauerhafter Betrieb von hochwirksamen PCB-Eliminierungsanlagen  auf Kosten der RAG!
  • Volle Transparenz und regelmäßiges enges Monitoring über die Inhaltsstoffe des Grubenwassers gegenüber der Bevölkerung!

Betroffene Bürger, und das sind praktisch alle Menschen im Ruhrgebiet, können noch bis Freitag 28.11.25 einen formlosen Einwand an die Bezirksregierung Arnsberg stellen. Einwände können per Mail geschickt werden an: Wasserwirtschaft-UnterTage@bra.nrw.de.




Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November: Rote Schuhe erinnern an Opfer

Von links: Ramona Kirch, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, Elke Neumann, Gleichstellungsbeauftragte und Bürgermeister Thomas Heinzel. Foto

Gewalt gegen Frauen geschieht täglich – und sie nimmt zu. Als Zeichen für die Opfer und um das Thema mehr ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken, hissen die Gleichstellungsbeauftragte Elke Neumann und Bürgermeister Thomas Heinzel zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Dienstag, 25. November, die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ der Organisation „Terre des Femmes.

„Leider erleben viele Frauen und Mädchen Gewalt, ein Teil von ihnen auch wiederholt“, sagt die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte. „Es ist mir wichtig, ihnen eine Stimme zugeben, sie wissen zu lassen, dass es professionelle Unterstützung gibt und diese eine große Hilfe sein kann.“ Im Rahmen ihrer Gleichstellungstätigkeit für die Stadt Bergkamen  arbeitet Elke Neumann eng mit den Kolleginnen aus dem Kreis zusammen. Diese erarbeiten alljährlich gemeinsam Projekte zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen.

In diesem Jahr wird am 25. November das Kunstobjekt „Zapatos Rojos“ mit roten ausgestellten Schuhen auf die weltweite Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Die Kunstinstallation „Zapatos Rojos“ wurde 2009 in Mexiko ins Leben gerufen. Sie besteht aus Hunderten von rot gefärbten Frauenschuhen – jedes Paar steht symbolisch für eine Frau, die Opfer eines Femizids wurde. Die roten Schuhe machen die Abwesenheit dieser Frauen sichtbar und rufen eindringlich dazu auf, hinzusehen, aufzuklären und zu handeln. Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises stellen am 25. November ebenfalls rote Schuhe vor dem Kreishaus auf.

In Bergkamen erinnern zudem nun schon seit zwei Jahren sieben orangefarbene Bänke, die 2023 zum internationalen Gedenktag im Stadtgebiet aufgestellt wurden, an die Opfer von Gewalt. „Bergkamen sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ steht auf der Rückenlehne, zudem sind  eine Plakette mit Logo und Rufnummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ sowie lokale Hilfsangebote (Frauenforum) und entsprechende QR-Codes auf einer Plakette angebracht.

„Gewalt gegen Frauen und Kinder hat viele Formen und ist, obwohl sie schon seit Jahren thematisiert und auf vielen Ebenen bekämpft wird, immer noch zu präsent“, sagt Bürgermeister Thomas Heinzel. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt. Das Hissen der Fahne ist mehr als ein Symbol. Es erinnert uns daran, hinzusehen, Hilfe anzubieten und wann immer möglich, zu handeln.“

Seit 1991 ist der 25. November internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Weltweit werden an diesem Tag weltweit viele repräsentative Gebäude in der Farbe Orange beleuchtet – auch Bergkamen setzt ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und beleuchtet den Eingangsbereich zum Rathaus und Ratstrakt in orange.




CDU Bergkamen bestätigt Marco Morten Pufke einstimmig als Vorsitzenden

Der neue Vorstand der Bergkamener CDU.: v.l.n.r.: Pascal Gansen, Tobias Hindemitt, Susanne Eisenhuth, Stephan Wehmeier (Fraktionsvorsitzender), Martina Plath, Thomas Heinzel (Bürgermeister), Marco Morten Pufke (Vorsitzender), Dirk Slotta, Dilana Lisok, Dunja Boden, Christian Hoffmann, Ursula Gildenstern, Stefan Rennhak, Annette Adams (nicht auf dem Bild: Martin Strunk, Rosemarie Degenhardt, Mirja Osthoff)

Die CDU hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 20. November 2025 turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Die Mitglieder sprachen dabei dem bisherigen Vorsitzenden Marco Morten Pufke erneut ihr vollstes Vertrauen aus: Er wurde mit 100 Prozent der Stimmen als Vorsitzender bestätigt.

In seiner Rede blickte Pufke auf einen engagierten und erfolgreichen Kommunalwahlkampf zurück und betonte den großen Zusammenhalt innerhalb der CDU Bergkamen. Er hob besonders hervor, dass der gemeinsame Einsatz der Mitglieder maßgeblich zum Wahlerfolg beigetragen habe. Namentlich bedankt er sich bei Bürgermeister Thomas Heinzel.

An seiner Seite stehen künftig die stellvertretenden Vorsitzenden Stephan Wehmeier und Martina Plath.

Zum neuen Geschäftsführer wählte die Versammlung Tobias Hindemitt. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Geschäftsführern Stefan Rennhak und Pascal Gansen.

Martin Strunk wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Die Aufgabe der Schriftführerin übernimmt künftig Dilana Lisok, während Rosemarie Degenhardt weiterhin als Mitgliederbeauftragte tätig bleibt.

Kraft seines Amtes wird außerdem Bürgermeister Thomas Heinzel dem Vorstand angehören.

Abgerundet wird das Vorstandsteam durch die gewählten Beisitzerinnen und Beisitzer:
Annette Adams, Dunja Boden, Susanne Eisenhuth, Ursula Gildenstern, Maximilian Hellmich, Christian Hoffmann, Mirja Osthoff, Dirk Slotta.

In kurzen Grußworten berichtete der neue Fraktionsvorsitzende Stephan Wehmeier über die inhaltlichen Schwerpunkte der Fraktion für die kommenden Monate. Bürgermeister Thomas Heinzel gab zudem einen Einblick in seine ersten Wochen im Amt und skizzierte zentrale Vorhaben, die er in der Zusammenarbeit mit den Fraktionen des Rates der Stadt Bergkamen weiter voranbringen möchte.




Auch das gehört zu Heinzels neuen Bürgermeisteraufgaben: Kindern vorlesen am bundesweiten Vorlesetag

Auch das gehört zu den neuen Aufgaben von Bürgermeister Thomas Heinzel. Am Freitagmorgen, am bundesweiten Vorlesetag, zog es ihn zur Stadtbibliothek. Dort warteten Kinder der Klasse 3c der Schillerschule auf ihn. Natürlich hat er ihnen vorgelesen. Der Titel des Buches, das er den Mädchen und Jungen vorgestellt hat, ist wahrscheinlich nicht ganz ernst zu nehmen: „Ich mag keine Bücher .. niemals, nie“.




Adensee kurz vor der Fertigstellung – Verbindung zum Datteln-Hamm-Kanal kommt nächste Woche

Seit Juli 2023 führt die ARGE aus den Firmen Strabag und Stewering die Arbeiten zum Bau von Adensee und Gracht auf dem Gelände der Wasserstadt Aden aus. Nun steht das Bauwerk kurz vor der Fertigstellung.

Seit dem 10. November 2025 wird der See über eine Wasserentnahme aus dem Datteln-Hamm-Kanal befüllt. Aktuell sind Kanal und See noch voneinander durch das sogenannte Verschlussbauwerk getrennt. Diese Trennung wird nun aufgehoben und beide Gewässer werden erstmalig verbunden. Hierzu werden die für den Verschluss zuständigen Dammbalken mit einem Mobilkran aus dem Verschlussbauwerk gehoben, sobald der See denselben Wasserstand wie der Kanal erreicht hat.

Die Errichtung des Verschlussbauwerks ist eine Vorgabe aus der wasserrechtlichen Genehmigung für den Adensee. Es dient dazu, im Falle einer Havarie See und Kanal voneinander trennen zu können. Die Öffnung ist Teil der Fertigstellung und ist die Grundlage für den Wasserkreislauf zwischen der Wasserentnahme im Westen und der Seeeinfahrt im Osten.

Nach der Öffnung des Verschlussbauwerkes wird das Befahren des Adensees für die Allgemeinheit vorerst noch verboten sein. Private Boote auf dem Kanal werden hiervon durch Schilder sowie ein Absperrseil abgehalten. Der Adensee ist weiterhin Teil der Baustelle der Wasserstadt Aden, auf der voraussichtlich ab Frühjahr 2026 die Erschließung im Grundausbau beginnt. Der erste Bauabschnitt umfasst alle Flächen rund um den See und wird voraussichtlich 18 Monate Bauzeit in Anspruch nehmen.

Mit der Wasserstadt Aden entsteht in Zusammenarbeit der Stadt Bergkamen mit der RAG Montan Immobilien und mitfinanziert aus Mitteln der Städtebauförderung ein modernes, energieeffizientes Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet um den neuen und schiffbaren Adensee.




Martina Plath ist neue Vorsitzende der KPV im Kreis Unna

Von links nach rechts: Dr. Christian Klicki, Martina Plath, Frank Lausmann, Wilhelm Jasperneite. Foto: Vera Volkmann

Am vergangenen Freitag trafen sich die Mitglieder der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) im Kreis Unna zur turnusgemäßen Wahl eines neuen Kreisvorstandes. Der KPV gehören automatisch alle Rats- und Kreistagsmitglieder der CDU an; es gibt auch einige Einzelmitglieder, wobei es sich meistens um Wahlbeamte handelt.

Nach 11 Jahren im Amt des KPV-Kreisvorsitzenden trat Wilhelm Jasperneite, stellvertretender Landrat, nicht erneut an. Die Versammlung wählte einstimmig Martina Plath zu seiner Nachfolgerin. Die 49-jährige Juristin aus Bergkamen bringt viele Jahre kommunalpolitischer Erfahrung mit. Seit 1999 ist sie Kreistagsabgeordnete, seit 2014 gehörte sie dem Stadtrat in ihrer Kommune an. Seit der vorletzten Wahlperiode ist sie dort stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende.

„Durch diese Funktionen bin ich mit der Sicht der Kommunen und der Kreisebene

bestens vertraut“, so Plath „Hier wird Politik spürbar. Ob Kita-Plätze, Straßensanierungen, Vereinsförderung oder Digitalisierung der Verwaltung – wir entscheiden über Themen, die den Alltag vor Ort prägen. In den letzten Jahren habe ich erlebt, wie wichtig Vernetzung und Austausch zwischen unseren Kommunen, aber auch zwischen unseren Mandatsträgern im Kreis Unna sind. Ich möchte daher die KPV als Plattform für Austausch und Weiterbildung stärken. Darüber hinaus muss kommunalpolitische Arbeit wieder sichtbarer werden – auch in der Öffentlichkeit.“

Zu stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurden Frank Lausmann (Holzwickede) und Dr. Christian Klicki gewählt. Zehn Beisitzer komplettieren den Vorstand: Tim Adomat, Niko Dahlhoff (beide aus Unna), Andreas Heinz (Schwerte), Reinhard Jeschkeit (Fröndenberg/Ruhr), Wilhelm Kemna (Kamen), Helge Meiritz (Bönen), Claudia Mors-Böckenbrink (Selm), Thorsten Redeker (Lünen) und Markus Rusche (Werne).

Claudia Mors-Böckenbrink, bis vor kurzem Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Selm, wurde Anfang des Monats mit einem sehr guten Ergebnis außerdem in den Landesvorstand der KPV NRW gewählt.