Erfolgreicher Start nach der Corona-Pause für das Sinfonische Blasorchester Bergkamen „BOB“
Das Sinfonische Blasorchester Bergkamen „BOB“, eines der großen Ensembles der Musikschule Bergkamen, hat nach der zweieinhalbjährigen Coronapause erfolgreich seinen ersten Auftritt absolviert. Das Orchester unter Leitung von Thorsten Lange-Rettich war am vergangenen Sonntag (12. Juni) eingeladen, an einem großen Bläserkonzert in der Stahlhalle der DASA Arbeitswelt Ausstellung mitzuwirken. Die Musikschule Dortmund verabschiedete mit diesem Konzert den Dirigenten Kevin Godden, der die Dortmunder Blasorchester „Brass & Wind“, sowie die „Junior Winds“ viele Jahre geleitet und jetzt anlässlich seiner Pensionierung den Dirigentenstab an seine Nachfolgerin Kyung-Min Han weitergegeben hat.
Thorsten Lange-Rettich hatte bis zu seinem Wechsel an die Musikschule Bergkamen die beiden Dortmunder Orchester in Zusammenarbeit mit Kevin Godden betreut. In der Vergangenheit gab es schon mehrfach gemeinsame Konzerte ¬– im Jubiläumsjahr der Bergkamener Musikschule war das Dortmunder Ensemble zuletzt vor drei Jahren zu Gast im studio theater.
In der eindrucksvollen Kulisse vor dem gigantischen E-Ofen präsentierten die Bergkamener Musiker nun Teile ihres aktuellen Programms. Neben zwei Werken von Gustav Holst und Frank Erickson stand das „Sandpaper Ballet“ von Leroy Anderson auf dem Programm. In diesem Stück konnten die beiden Schlagzeuger des Orchesters als Solisten vor dem Orchester brillieren. Ausgestattet hatten sie sich dafür mit jeweils zwei Putzkellen mit Sandpapier. Der 12jährige Lucas Schatte und sein Vater Dietmar wechselten von der „Schießbude“ hinter dem Orchester ans Schmirgelbrett am Bühnenrand und konnten hier eine beeindruckende Kostprobe ihrer rhythmischen Fähigkeiten abliefern. Beide wurden mit viel Solistenapplaus vom Publikum belohnt.
Das Orchester war sichtlich zufrieden, nach langer und mehrfach unterbrochener Probenarbeit wieder einmal öffentlich auftreten zu können. Wer das Programm des BOB in Bergkamen hören möchte, hat dazu bereits am kommenden Samstag Gelegenheit, denn beim Pestalozzifest ist der Auftritt des Orchesters ab 14 Uhr der Auftakt zur vierstündigen Veranstaltung von Musikschule, Jugendkunstschule und Familientreff.
Kita-Mitarbeitende werden „Kreativ mit Musik“: Erste Präsenzveranstaltung mit Stimmkünstlerin Mascha Corman
im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems werden wieder Fortbildungen in Präsenz angeboten, darunter auch kostenfreie Seminare zum Thema „Kreativ mit Musik“ für Erzieher*innen. Unsere Bilder zeigen die ersten Absolvent*innen und Dozentin Masha Corman. Foto: AWO RLE
Blicke wandern durch den Stuhlkreis, eine leichte Unsicherheit macht sich breit unter den Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen und Sozialpädagog*innen, die den Workshop „Kreativ mit Musik“ bei Mascha Corman, Dozentin an der Landesmusikakademie, gebucht haben.
Im Raum verstreut liegen Instrumente. Nicht jeder fühlt sich wohl bei dem Gedanken, den Umsitzenden gleich eine Kostprobe seines musikalischen Könnens zu geben. „Deshalb beginne ich solche Workshops gerne mit Übungen, in die alle eingebunden sind. Die Teilnehmenden können dann ein Gefühl dafür entwickeln, und wenn alle mitmachen, ist
nichts peinlich“, erklärt die bekannte Stimmkünstlerin und Jazz-Musikerin, die mit diversen Projekten und Formation auftritt und die Improvisation liebt.
An diesem Tag fordert sie die Teilnehmenden zu einer Bodypercussion auf auf. Bei dieser Art der Inszenierung ist der eigene Körper Instrument und Hilfsmittel zugleich. Singend werden die einzelnen Körperteile benannt, die zeitgleich beklatscht oder beklopft werden. Schnell entsteht so mit simpelsten Mitteln eine kleine Performance. Und genau darum geht es Corman: „Ich gebe praktische Beispiele, die sich leicht in den Kitas und mit den Kindern umsetzen lassen. Und ich möchte dazu anleiten, selbst Instrumente herzustellen und zu erfinden. Wir erarbeiten Schablonen mit deren Hilfe man selbst aktiv werden kann.“ Zudem lernen die Teilnehmenden einfachste Instrumente kennen, erfahren mehr darüber, welche Instrumente für welches Alter geeignet sich und finden dabei spielerisch in Rhythmus und Melodie.
Mascha Cormans Angebot ist Teil des Projektes „Musik und Sprache“, das die AWO Ruhr-Lippe-Ems derzeit für die Mitarbeitenden von Sprach-Kitas verwirklichen kann. Stefanie Rieger, Fachberatung Sprach-Kitas bei der
Abteilung Kindertageseinrichtungen und Familienzentren der AWO RuhrLippe-Ems hat im Januar 2022 das Netzwerk Kitamusik NRW beauftragt, ein musikalisch-sprachförderndes Fortbildungspaket für die AWO RLE zu schnüren.
Insgesamt wurden sechs Online-Seminare, sechs Tageskurse, 25 Inhouse-Seminare und 25 Praxisprojekte beauftragt. Für die Teilnahme ist musikalisches Interesse erforderlich. Notenlesen oder die Beherrschung von Instrumenten wird nicht vorausgesetzt. Wegen Corona musste zunächst online geschult werden. Cormans Workshop ist der erste, der wieder in Präsenz stattfinden konnte. Zwei weitere Präsenzveranstaltungen, die in Räumen der AWO-Tochter Bildung + Lernen an verschiedenen Standorten im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems (Kreis Warendorf, Kreis Unna, Stadt kostenfrei, weil sie durch Bundesmittel finanziert werden kann.
Auskunft erteilt Vanessa Neubert, Telefon 02307/91221-938.
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Weitere Informationen
Sabine Fischer
Referentin Pre
Endlich wieder Kulturpicknick mit der Falknerei „Naturerlebnis Greifvogel“ und der Gruppe Fairytale
Fairytale. Foto: Fabian Reim
Der Sommer ist die richtige Zeit, um eine Open-Air-Veranstaltung zu besuchen: Die Sonne im Gesicht, ein kühles Getränk in der Hand und Künstler*innen auf der Bühne erleben – was gibt es besseres.
Am Freitag, 24. Juni, erwartet die Gäste eine Aufführung der Falknerei „Naturerlebnis Greifvogel“ gefolgt von der Gruppe Fairytale, die die Besucher*innen auf eine musikalische Reise von Märchen und Mythen mitnimmt. Das Kulturpicknick startet um 19.00 Uhr. Der Einlass beginnt ab 18.00 Uhr.
Mit selbst mitgebrachten Decken und Speisen können es sich die Besucher*innen auf der Wiese im Römerpark Bergkamen bequem machen – und sich mit einem Mix aus Musik, Kabarett, Varieté und Kleinkunst unterhalten lassen. So wird aus einem normalen Sommerabend mit Freunden etwas ganz Besonderes.
In dieser Saison benötigt das Kulturreferat keine Anmeldung für die Kulturpicknick-Veranstaltungen im Römerpark. Alle interessierten Besucher*innen können also ganz spontan an den Veranstaltungen teilnehmen.
Weitere Infos zu den Künstlern:
Falknerei Naturerlebnis Greifvogel
„Die Kunst der Falknerei ist mehr als 3.500 Jahre alt. Wie bei vielen anderen Formen des Immateriellen Kulturerbes wurden das Wissen und die Erfahrung über das Zähmen und Abrichten der Tiere von Generation zu Generation weitergegeben. Nur so konnte die Falknerei in ihren Grundprinzipien bis heute in fast unveränderter Form erhalten bleiben – auch wenn die Jagd-Praxis inzwischen dem modernen Tierschutzgedanken Rechnung trägt. Die Falknerei gehört zu jenen Traditionen und Bräuchen, die zeigen, dass Reichtum nicht allein in Wohlstand begründet liegt, sondern in der Vielfalt unserer Kultur.“
Seit 2014 ist die Falknerei im deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO eingetragen.
Tatsächlich haben sich die Grundbegriffe falknerischen Arbeitens seit der Zeit Friedrich des II. und dem von ihm in Auftrag gegebenen Werk „De arte venandi cum avibus – Von der Kunst mit Vögeln zu jagen“ nur dort verändert, wo sinnvolle Maßnahmen des Tierschutzes zuvor praktizierten Methoden entgegenstehen.
Gruppe Fairytale
Märchen, Mythen und Magie – Fairytale aus Hannover vereinen in ihren Songs Motive der keltischen Mythen- und Sagenwelt mit moderner Fantasy. Feenhafter Gesang in Kombination mit klassischen Instrumenten ist das Markenzeichen der im Jahre 2014 gegründeten Mystic-Folk-Band.
Bekannt sind die Musiker unter anderem durch ihre gemeinsamen Auftritte mit Blackmore’s Night, Corvus Corax, The Dublin Legends oder Moya Brennan (Clannad) sowie von zahlreichen Shows auf Festivals: So zum Beispiel dem Wave-Gothik-Treffen in Leipzig, dem Wacken Open Air, dem italienischen Triskell Celtic Festival oder dem Elfia Festival im niederländischen Arcen.
Ihr erstes Studioalbum „Forest of Summer“ veröffentlichten Fairytale 2015. Dem jahreszeitlichen Zyklus bleibt die Band treu und so brachten sie drei Jahre später „Autumn’s Crown“ heraus. Kurze Zeit darauf erschien unter der Mitwirkung des Produzenten und Regisseurs Karl-Heinz March das Fantasy-Musical „Der Elfen-Thron von Thorsagon“, das im November 2019 Premiere feierte.
Die Corona-Pandemie ging auch an Fairytale nicht spurlos vorüber, sodass die Besetzung der Band mehrfach wechselte. Neben den Gründungsmitgliedern Laura Isabel Biastoch (Gesang) und Oliver Oppermann (Gitarre/Irish Bouzoukis) sind Yasmine Rehmert (Geige), Saskia Schrand (Cello) und Christiane Bunk (Harfe) seit 2020 und 2021 Teil der zauberhaften Reise der Band.
Die Musiker und Musikerinnen bezeichnen ihre Musik als Mystic Folk. Auf ihrem neuen Album „Winter Tales“ verknüpft die Band zahlreiche Genres, so zum Beispiel Pop, Metal oder Irish Folk miteinander. Dabei erzählen sie uns in ihren neuen märchenhaften Songs kleine Geschichten aus dem tödlich-frostigen Reich der Elfenlande des hohen Nordens:
Während der Song „Timefall“ starke keltische Einflüsse hat und an frühe Clannad-Werke erinnert, ist das deutschsprachige Stück „Vor den Toren“ ganz klar dem Powermetal zuzuordnen. Leichtfüßig und verspielt sind Folk-Pop-Perlen wie „Cradle of Fae“ oder „Faunus Deum“, die verschiedene Aspekte des Winters und der Fabelwesen beleuchten. Ein Highlight für Fans der bekannten Folksängerin Joni Mitchell ist der Coversong „Both Sides Now“. Den Schluss des Albums bildet die kraftvolle Hymne „Skalden Lee“. So ist „Winter Tales“ eine wundervolle Reise – durch verschiedene Facetten des Folk und die magische Welt des Winters.
Auf der Bühne erwartet die Zuhörer mehr als nur ein Konzert: ein musikalisches Ereignis mit der für Fairytale typischen, unverwechselbaren Melange aus keltischer Märchenwelt und -mystik, Fantasy und vielen Theaterelementen mit ausgeklügelter Lichtshow, Kostümen und Bühnenbild … und einfach nur guter Musik.
Zusätzlich an diesem Wochenende ebenfalls im Römerpark Bergkamen:
24.06.-26.06.2022 Mittelalter im Römerpark / Mittelalterlager mit Escape Room
Kinder der Jugendkunstschule zu Besuch bei Künstlerin Thea Erdmann
Viel Freude hatten die Kinder des Jugendkunstschulkurses von Hannelore Nierhoff am vergangenen Mittwoch und Donnerstag.
Sie waren zu Besuch bei der Bergkamener Künstlerin Thea Erdmann, kunstwerkstatt sohle 1, um deren Marionetten und Puppenhäuser zu erkunden und ihren Malkurs im Garten zu begehen.
35 Kinder und dazu zeitweilig ihre Mütter waren der Einladung gefolgt. Thea Erdmann war über den lebhaften Besuch höchst erfreut
documenta fifteen: Kulturreferat bietet Bustour nach Kassel an
Anlässlich der documenta fifteen, die noch bis So., 25. Sept. 2022 läuft, lädt das Kulturreferat der Stadt Bergkamen am 29. Juli zu einem gemeinsamen Besuch in Kassel ein.
Zwei thematische WALKS unter der Führung von Dr. Ellen Markgraf und den KunstvermittlerInnen sobat-sobat gehören zum Programm. „Insgesamt gibt es 32 Standorte“, so Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, „die Hafenstrasse ist neuer interessanter Ausstellungsort und die documenta Halle obligatorisch. Damit gewinnen Gäste einen kompakten Eindruck in die documenta fifteen.“
ruangrupa ist die künstlerische Leitung der documenta fifteen. Die Arbeit des 2000 im indonesischen Jakarta gegründeten Kollektivs beruht auf einer ganzheitlichen sozialen, räumlichen und persönlichen Praxis, die stark mit der indonesischen Kultur verbunden ist, in der Freundschaft, Solidarität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft eine zentrale Bedeutung haben. „ruangrupa“ bedeutet frei übersetzt „Kunstraum“ oder „Raumform“. Das Kollektiv will eine global ausgerichtete, kooperative und interdisziplinäre Kunst- und Kulturplattform schaffen, die über die 100 Tage der documenta fifteen hinaus wirksam bleibt. Der kuratorische Ansatz zielt dabei auf ein anders geartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen. Die Arbeitsweise des Kollektivs beruht auf einem alternativen, gemeinschaftlich ausgerichteten Modell der Nachhaltigkeit in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht, bei dem Ressourcen, Ideen oder Wissen geteilt werden, sowie auf sozialer Teilhabe. Der Gedanke der Nachhaltigkeit wird auch bei der Ausstellungsplanung in all seinen Ausprägungen umfassend berücksichtigt.
Programm:
8.45 Uhr: Abfahrt mit dem Bus Richtung Kassel (Treffpunkt ZOB)
12.00 Uhr: Walks and Stories Hafenstraße 76, Dauer: 120 min
14.00 Uhr: Mittagspause
16.00 Uhr: Walks and Stories documenta Halle, Dauer: 120 min
18.00 Uhr: Rückfahrt (Ankunft ca. 20 Uhr)
Kosten: 59,- € inkl. Führungen ohne Mittagessen
Das Kulturreferat bittet um kurzfristige Anmeldungbis Freitag, 17. Juni: Katja Petersdorf, Tel. 02307/965-300 oder k.petersdorf@bergkamen.de. Eine Terminbuchung in Kassel ist erst nach der verbindlichen Anmeldung möglich.
Pestalozzifest bietet vielfältiges Programm für Kinder und Eltern: Familie hoch drei
Erstmals haben sich in Bergkamen mit dem Familientreff, der Musikschule und der Jugendkunstschule drei Partner zusammengeschlossen, um gemeinsam ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Familien auf die Beine zu stellen. Ergebnis ist das Pestalozzifest, zu dem am Samstag, 18. Juni, Kinder und deren Eltern herzlich auf das Gelände der alten Pestalozzischule eingeladen sind. Dort erwartet sie von 14 bis 18 Uhr eine umfangreiche Palette an Mitmach-, Kreativ- und Bewegungsangeboten.
Speziell an Kleinkinder (0-3 Jahre) richtet sich der Familientreff mit Übungen, die es den Jüngsten ermöglichen, ihre Freude an Bewegung auszuleben, ihre Umwelt wahrzunehmen und ihren Körper immer besser kennenzulernen. Währenddessen können sich die Älteren beim Kinderschminken und auf der Hüpfburg vergnügen. Auch Aktivitäten, die (Klein-) Kinder und Eltern gleichermaßen ansprechen, sind im Programm. Beispielsweise ein Kangatraining zum gemeinsamen Tanzen und Sport.
Wer es nach so viel Aktivität ruhiger angehen lassen möchte, hat dazu ebenfalls reichlich Gelegenheit. So bietet die Jugendkunstschule eine bunte Mischung aus Ausstellungen und kreativen Angeboten, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu anregen, selbst aktiv zu werden. Vom Malkarussell über einen Workshop im Manga-Zeichnen und den Urban Sketchers sind dem Gestalten mit Farben und Formen keine Grenzen gesetzt. Weitere Höhepunkte sind der NRW-Kulturrucksack und die Ergebnisse des Foto-Projekts „Mein Ding! – Bergkamen!“.
Ein vierstündiges Programm voller Attraktionen bietet auch die Musikschule. Auf der großen Bühne vor dem Pestalozzihaus präsentiert sie (fast) die ganze Welt der Klänge und Instrumente – große Ensembles wie das Blasorchester und die Big Band ebenso wie das Alphornduo. Nahezu alle Fachbereiche der Musikschule geben Kostproben ihres Könnens! Unterstützt werden sie von Kindern der Jahnschule, die das Programm mit einem eigenen Beitrag bereichern.
10 Jahres Kulturrucksack in Kamen und Bergkamen: Das wird groß am 17. und 18. Juni gefeiert
Foto: Stadt Bergkamen
Das Landesprojekt „Kulturrucksack NRW“ wird 10 Jahre alt und Kamen und Bergkamen sind im Verbund von Anfang an dabei. In dieser Zeit konnten durch die Landesförderung mehr als 100 kreative Workshops und Veranstaltungen kostenlos für die Zielgruppe der 10 bis 14jährigen angeboten werden. Das soll in beiden Städten gefeiert werden: Das „Jugend macht Kunst Festival“ findet am 17.06.22 in Kamen im Freizeitzentrum Lüner Höhe und am 18.06.22 in Bergkamen statt. In Bergkamen ist das Festival eingebettet in das erste gemeinsame Pestalozzifest der Jugendkunstschule, Musikschule und dem Familienbüro auf dem Gelände des Pestalozzihauses.
10 Jahre Kulturrucksack – Jugend macht Kunst Festival
Seit 10 Jahren nehmen die beiden Städte Kamen und Bergkamen gemeinsam im Verbund sehr erfolgreich an dem Projekt Kulturrucksack NRW teil. Durch die Projektförderung des Landes konnten bisher weit über 100 Projekte, Workshops und Veranstaltungen für Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren finanziert und erfolgreich umgesetzt werden.
Von Beginn an haben sich die beiden Kulturrucksackbeauftragten der Städte, Michael Wrobel (Kamen) und Gereon Kleinhubbert (Bergkamen) zum Ziel gesetzt, den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Begriff Kultur und den Zugang zur kreativen Eigentätigkeit durch zahlreiche Workshops und Veranstaltungen näher zu bringen und ihnen Angebote und Möglichkeiten zu bieten, sich in den unterschiedlichen Sparten: Kunst, Lichtkunst, Musik, Tanz, Literatur und Neue Medien, mit viel Spaß frei zu entfalten.
Seit 2012 können die Teens mit Hilfe von professionellen Künstlern an kostenlosen Kursen, wie Malerei, Manga zeichnen, Gestaltung mit verschiedenen Materialien, Theater, Moderation und Schwarzlichttheater, Trommeln, Schreibwerkstatt, Tanz oder Breakdance teilnehmen. Um auch am Puls der Zeit zu bleiben installierten die beiden Kulturrucksackbeauftragten zu Beginn, das Projekt Kultur-Schock und boten damit einen Kulturrucksack-Tag mit interaktiven Stellwänden und kleinen Workshops an vielen weiterführenden Schulen in Bergkamen und Kamen an. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder einen regen Austausch mit den Teens, aber auch mit MitarbeiterInnen der Jugend- und Kultureinrichtungen der beiden Städte, um gemeinsam neue Ideen auf den Weg zu bringen. Dadurch sind die Angebote innerhalb der Städte auch breitflächig verteilt.
In Kamen finden die regelmäßigen Aktionen in den Einrichtungen Freizeitzentrum, Bürgerhaus Methler und Ev. Jugendheim Heeren Werve statt. Hinzu kommen einzelne Veranstaltungen und Ferienangebote im Haus der Stadtgeschichte oder in der Stadtbücherei, in der Innenstadt oder in der Konzertaula.
In Bergkamen finden kreative Angebote in der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus, dem Jugendzentrum Balu, der Anlaufstelle der Streetwork und dem Stadtmuseum statt. Hinzu kommen Veranstaltungen in der Innenstadt oder dem Studiotheater.
Das jährliche Highlight für die Kids in beiden Städten war bisher immer die Teenage History, eine große Bühnenshow mit bis zu 100 jugendlichen AkteurInnen, die zum Jahresende mit Tanz, Musik und Literatur, im jährlichen Wechsel im studiotheater Bergkamen und in der Konzertaula Kamen zwischen 400 und 800 ZuschauerInnen begeisterte. Hier konnten sich die Jugendlichen einem großen Publikum präsentieren und bekamen prominente Unterstützung von Pop-Stars wie Loona, Bahar oder Daniele Negroni. Pandemiebedingt konnte diese Veranstaltung in den letzten Jahren nicht durchgeführt werden, soll aber ab 2023 wieder ein fester, wichtiger Bestandteil des Kulturrucksackprogramms werden.
Abgerundet wird das vielfältige Kulturrucksackprogramm in beiden Städten durch zusätzliche Ferienaktionen am Pestalozzihaus in Bergkamen oder am Haus der Stadtgeschichte in Kamen. Dort gibt es seit 2012 immer wieder wechselnde Kunstprojektwochen, wie z.B. „Alles Paletti“ (Möbel aus Palettenholz“, „Patio Colorido“ (Gestaltung mit Gips und Ton) oder „Visonary“ (Analoge Kunst – Digital präsentiert).
10 Jahre Kulturrucksack im Verbund ist natürlich auch eine tolle Gelegenheit, wieder eine ganz besondere Veranstaltung in beiden Städten auf die Beine zu stellen. Das Jugend macht Kunst Festival am 17.06.2022 am Freizeitzentrum Lüner Höhe in Kamen und am 18.06.2022 beim Pestalozzifest in Bergkamen bietet an den Nachmittagen zahlreiche Workshops für Kinder und Jugendliche und das natürlich kostenlos.
3D-Zeichen, Manga zeichnen, Sandmandala, Jonglage oder eigene Trickfilme erstellen, sind nur einige Workshops, an denen interessierte Kinder und Jugendliche
teilnehmen können.
Die Internetseiten des Freizeitzentrums Kamen und der Jugendkunstschule Bergkamen informieren in Kürze über jeweilige Uhrzeiten und Programmpunkte.
Überblick 10 Jahre Kulturrucksack: Kurse, Workshops, Veranstaltungen 2012 bis 2022
Kultur-Schock
Kulturrucksack-Tag mit interaktiven Stellwänden und kleinen Workshops an allen weiterführenden Schulen in Bergkamen und Kamen
Teenage-History
Bisher neun Mal, abwechselnd in Bergkamen und Kamen mit 400 bis 800 Zuschauern jährlich
Bis zu 100 TeilnehmerInnen aus den Sparten Tanz, Theater und Musik mit Untertsützung eines prominenten Gastes wie z.B. Loona, Bahar, Kevin O Neal, Daniele Negroni etc.
Image-Film
Jugendliche drehen Dokumentation über Kultureinrichtungen in Kamen und Bergkamen
Dance Area
Tanzfläche für Kids in den Innenstädten Kamen und Bergkamen für Tanzgruppen und spontane Kids
KulturCarePakete 2021
Insgesamt sind 400 KulturCarePakete für Kinder und Jugendliche in Coronazeiten gepackt und in beiden Städten verteilt worden.
2022
Jugend Macht Kunst Festival
17.06.2022 Freizeitzentrum Lüner Höhe
18.06.2022 auf dem Pestalozzifest mit Jugendkunstschule Bergkamen
10 Jahre Kulturrucksack NRW: Jubiläum mit Mittelerhöhung und sieben neue Kommunen
Der Kulturrucksack NRW knüpft an bestehende Programme wie zum Beispiel „Künstler in die Kita“, „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“, „Kultur und Schule“, „KulturScouts“ oder „Kulturstrolche“ an, die bereits in den Kindertageseinrichtungen und Schulen Nordrhein-Westfalens angeboten werden. Er wendet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Kommunen, in denen mehr als 3.500 junge Menschen in diesem Alter leben, können sich direkt beteiligen, kleinere Städte und Gemeinden können sich im Verbund mit anderen bewerben. Das Land unterstützt die Kulturrucksack-Kommunen seit 2022 mit jährlich 6.00 Euro pro Kind oder Jugendlichen in der genannten Altersgruppe.
Das Interesse am Kulturrucksack ist weiterhin ungebrochen, denn auch in diesem Jahr wächst das Landesprogramm weiter. Sieben weitere Städte und Gemeinden nehmen ab 2022 erstmals am Kulturrucksack NRW. Ab 2022 engagieren sich damit beim Landesprogramm 245 Kommunen an insgesamt 77 Standorten, die sich in 36 Einzelkommunen, 30 kommunalen Verbünden, 10 Kreisen, und einer Städteregion organisieren.
Im Jubiläumsjahr zum 10-jährigen Bestehen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW plant das Land zusammen mit der Koordinierungsstelle außerdem verschiedene Aktionen für die Zielgruppe der 10- bis 14-jährigen Kinder und Jugendlichen sowie die beteiligten Kommunen und freut sich auf ein vielfältiges Jubiläum.
Kleidung von der Steinzeit bis zur Antike: Grubenhaus-Eröffnung
Das Grubenhaus im Römerpark wird Pfingsten eröffnet.
Das Stadtmuseum Bergkamen lädt am Sonntag, 5. Juni, um 11.00 Uhr zur Entzündung des Grubenbrandes ein. Damit startet das Experiment „Germanischer Webstuhl für das Grubenhaus im Römerpark Bergkamen“. Im Grubenbrand werden die Webgewichte für den Webstuhl hergestellt. Am folgenden Tag, 6. Juni 2022, wird der Grubenbrand ausgeräumt und die Webgewichte an den Webstuhl angebracht und wissenschaftlich untersucht. Das wissenschaftliche Experiment ist eine Serienveranstaltung mit Einrichtung Webstuhl (Pfingsten), Inbetriebnahme (13.-14. August 2022) und einem Fachvortrag am 19. November 2022 im Stadtmuseum Bergkamen.
Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 12.00 – 17.00 Uhr sind Akteure aus unterschiedlichen Epochen vor Ort und zeigen modische und typische Kleidung seit der Steinzeit. Neben der Kleidung gibt es auch einen Einblick in die Stofffärbung und in die Ernährungsweisen der Germanen.
Ob man bereits in der antike vom Modebewusstsein sprechen kann, erklärt an dem Wochenende Kulturvermittlerin Ludwika Gulka-Höll gemeinsam mit der Archäologin Gisela Michel. Anhand von originalgetreu genähter antiker Gewandung zeigt sie, welche Stoffe, Farben und Schnitte die Römer bereits kannten. Wer sich von dem Tragekomfort überzeugen möchte, kann die historische Kleidung anprobieren. Auch die Legionärfans kommen auf ihre Kosten. Einzelne Teile einer Legionärsausrüstung liegen ebenfalls zum Ausprobieren bereit.
Kulturaktionen geben Antwort: Was macht Bergkamen zum eigenen Zuhause
„Natur“ und die „Beziehung zu anderen Menschen“ waren zwei der häufigsten Nennungen, als Bergkamener*innen 2020 und 2021 die Frage gestellt wurde: „Was ist „dein Ding“ in Bergkamen?“. Gestellt wurde diese Frage im Rahmen des Heimat-Fotowettbewerb „Mein Ding! Bergkamen“, bei dem insgesamt 119 Menschen der Stadt mit ihrem Porträt teilnahmen.
Stellten das Projekt „Mein Ding! Bergkamen 2022 vor (v. l.): die Kulturpädagogin Manuela Wenz, Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel und der Leiter der Jugendkunstschule Gereon Kleinhubbert.
Auf die beiden genannten Aspekte fokussiert sich nun die zweite Runde des Projektes, das vom Kulturreferat und der Jugendkunstschule der Stadt initiiert und gemeinsam mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW finanziert wird.
An folgenden Kultur-Aktionen beteiligen sich seit April 2022 Menschen aus allen Stadtteilen Bergkamens. Sie eint das Ziel, herauszufinden, was Bergkamen zum eigenen Zuhause macht. Das Sujet „Porträt“ ist das verbindende Element zwischen den vier Aktionen.
Kinder ab 8 Jahren inszenierten sich, begleitet von der Berliner Künstlerin Lucia Bachner, fotografisch in den Lippe-Auen in Heil beim LandArt Projekt der Jugendkunstschule. Außerdem erzählten die Kinder in dem Teilprojekt „Natürlich? Bergkamen!“ für was genau sie sich in der Natur begeistern.
Seit dem 31. Mai produziert die Medienexpertin Johanna Penzek einen zweiwöchentlich erscheinenden Podcast mit dem Namen „Inside Bergkamen“. Darin tritt sie in den Dialog mit Menschen wie du und ich und macht Bergkamen hörbar. Neugierige können ihn überall da hören, wo Podcasts veröffentlicht werden.
Bei der Mitmachaktion „Malkarussel“ begeistert die Künstlerin Astrid Halfmann auf öffentlichen Plätzen Menschen für gegenseitige Porträts. Bis zu zehn Staffeleien stehen für diese Aktion in einem Kreis. Einander zugewandt porträtieren sich Menschen gegenseitig und rotieren dabei nach Aufforderung der Künstlerin. So malt jede*r jede*n. Unter anderem auch die Frauen aus vielen Moscheegemeinden, Erwachsene, Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen.
30.04. Stadtteilfest in Weddinghofen
23.05. Bodelschwing-Schule in Heil
03.06. Bolzplatz Wierlingstraße in Rünthe
08.06. Ev. Friedenskirchengemeinde in Bergkamen-Mitte
17.06. Moscheegemeinden aus ganz Bergkamen
Immer mittwochs von 17:30 bis 19:30 Uhr ziehen die UrbanSketchers jeden Alters zusammen mit Guido Wessel los und porträtieren Bergkamen zeichnerisch. Alle Interessierten sind bei diesem Angebot herzlich willkommen. Jeder sorgt für sein eigenes Zeichenmaterial, alle unterstützen sich gegenseitig. So wird der eigene Blick auf das Gesicht der Stadt erweitert. Die Urban Sketchers wurden 2017 in den USA gegründet und sind inzwischen zu einer weltweiten Bewegung geworden. Die wöchentlichen Ergebnisse aus Bergkamen werden auf der Instagram-Seite der Jugendkunstschule Bergkamen veröffentlicht.
Weitere Ergebnisse der vier Aktionen und Workshops zum Ausprobieren werden am 18. Juni 2022 auf dem Pestalozzifest gezeigt und angeboten. Das Fest wird gemeinsam veranstaltet von der Jugendkunstschule Bergkamen, der Musikschule und dem Familientreff. Es findet zwischen 14 und 18 Uhr statt. Viele weitere attraktive Aktivitäten und Aufführungen warten dort auf Familien, Erwachsene, Kinder und Jugendliche.
Ansprechpartner für das Projekt in der Jugendkunstschule:
Halbzeit für das Figurentheaterfestival „Poco lässt die Puppen tanzen 2022“
Das Wodo Puppenspiel (Mühlheim a.d.R.) präsentierte das Stück: „Mama Muh und Krähe“
Bereits mehr als 12 Kindergärten haben in den vergangenen Wochen Besuch von unterschiedlichen Puppentheatern erhalten. Es wurde von strahlenden Kinderaugen berichtet und viele ErzieherInnen dankten für die Realisierung dieses Projektes.
Die Puppenspieler spielten nur für die Kinder in der jeweiligen Einrichtung und brachten ihnen mit kindergerechtem Einfühlungsvermögen die spannende Welt des Theaters nahe.
Organisiert wird das Figurentheaterfestival vom städtischen Kulturreferat, die Finanzierung übernehmen die Poco Einrichtungsmärkte. Die Kooperation von Stadt Bergkamen und Unternehmen findet in diesem Jahr zum 28. Mal statt.
In den nächsten Tagen werden weitere Kindergärten Besuch von Puppentheatern erhalten.
Die letzte Veranstaltung findet am 13.06.2022 statt.
Konzert „Im Theater ist was los“ für Menschen mit Demenz und Angehörige: Entspannte Stunde mit Salonmusik
Evelyn Werner (Gesang) und Burkhard Niggemeier (Klavier) gestalteten den musikalischen Nachmittag im studio theater.
Tolle Stimmung im Studiotheater: Rund 200 Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Musikfreunde waren der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und ließen sich vom dargebotenen Programm mit Highlights aus Operette und Musical inklusive wunderschöner Stimmen und einer tollen Bühnenpräsenz begeistern. „Das war wirklich klasse“, fassten viele Besucherinnen und Besucher den gelungenen Nachmittag zusammen und freuen sich schon jetzt auf das nächste Konzert im Jahr 2023.
„Musik kann Erinnerungen wecken, das Gefühl von Geborgenheit vermitteln und unmittelbar Emotionen hervorrufen. Sie eignet sich daher in besonderer Weise als Schlüssel zur inneren Welt von Menschen mit Demenz“, berichten die Organisatoren Anne Horstmann und Thomas Lackmann von der Stadt Bergkamen. Die positive Resonanz und die gesellige Stimmung bestätigten ihre Meinung: Das Konzert bot dem Publikum eine entspannte Stunde fernab des oft anstrengenden und belastenden Alltags – und damit auch ein Stück Lebensqualität.