Fußball-Ausstellung in der „sohle 1“ endet am Sonntag
Die Ausstellung „Kunst & Fußball – Fußballkunst“ in der Städt. Galerie
„sohle 1“ im Bergkamener Stadtmuseum endet am Sonntag, 16. November.
Dieser Siebdruck ohne Titel von Mel Ramos, den sich Michael Rummenigge genau anschaut, fällt fast jedem Besucher der aktuellen Ausstellung in der sohle 1 sofort ins Auge.
Nutzen Sie die letzte Gelegenheit, diese wirklich einmalige
Zusammenstellung – alle ausgestellten Werke zum Thema Fußball sind
Auftragsarbeiten von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern –
zu besuchen.
Öffnungszeiten der Städt. Galerie „sohle 1“:
Di bis Fr, 10.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Sa, 14.00 – 17.00 Uhr
So, 11.00 – 18.00 Uhr
Musikschulkonzert zum 200. Geburtstag des Erfinders des Saxophons
Saxophon-Ensemble der Musikschule Bergkamen gratuliert dem Erfinder des Saxophons Adolphe Sax zum 200. Geburtstag. Ein abwechslungsreiches Programm von festlicher Barockmusik bis zu einer Bach-Fuge im Swingstil bietet das Konzert des Fachbereichs Blasinstrumente der Musikschule Bergkamen am 18. November 2014 (Dienstag) um 19.00 Uhr in der Galerie „sohle 1“, Jahnstraße 31 in Bergkamen Oberaden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bergkamen gestalten an diesem Abend ein vielseitiges kammermusikalisches Programm. Es präsentieren sich sechs Bläsersembles der Musikschule mit Werken aus Barock und Jazz. Einen ganz besonderen Schwerpunkt des Konzertes bietet in diesem Jahr das Saxophon-Ensemble „Saxtones“ unter der Leitung von Karin Hatzel. Die jungen Musiker gratulieren mit drei Beiträgen zum 200. Geburtstag von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons.
Auf der Bühne werden Schüler aus den Instrumentalklassen Querflöte, Klarinette, Saxophon, Fagott und Posaune unterstützt von Lehrern der Musikschule ihr Können zeigen. Viele der Instrumentalisten sind feste Mitglieder musikschuleigener Ensembles, einige absolvieren gerade die studienvorbereitende Förderklasse.
„Für unser Fachbereichskonzert haben wir wieder ein spannendes musikalisches Programm zusammengestellt,“ berichtet Anne Horstmann, die den Fachbereich Blasinstrumente an der Musikschule leitet und das Konzert moderieren wird. „Das Publikum darf sich auf ungewöhnliche Klänge und eine große stilistische Bandbreite freuen.“ Dazu gehören neben einer Vivaldibearbeitung für Flötenensemble und einer Bach-Fuge mit Swingtönen für Klarinette auch barocke Posaunen-Duette und selten gehörte Saxophon-Klänge.
Freitag gibt’s harte Töne im Yellowstone
Am Freitag, 14. November, lädt das Jugendzentrum Yellowstone zum „No Freaks, No Beatdowns Festival“ ein. Auf dem Programm stehen dieses Mal eher harte Töne. Eingeladen wurden fünf Bands aus der Region, die in den Musikbereichen Alternative, Hardcore und Metal hin und her springen. Das Programm ist trotz des harten Rahmens sehr vielfältig.
Vergil ist am Freitag Headliner im Yellowstone.
Erstmalig als Headliner fungieren dabei Vergil, ehemals A Heritage of Vergil mit Metal, Black, Shred und Hardcore aus Dortmund, Lünen, Werne und Selm. Gerockt wird hier eine gute Mischung aus den verschiedensten Bereichen der aktuell angesagten Szene-Musik. Szenegrößen wie „As Blood Runs Black“ oder „All Shall Perish“ sind die Inspirationen für einen Soundtrack, welcher viel Wert auf zweistimmige Gitarrenriffs, Breakdowns und ruhige, melodiöse Teile legt. Bis auf ein paar Ausnahmen sind die Texte der Band sozialkritisch und handeln von sozialer Ungerechtigkeit, Rassismus, Ignoranz und ähnlichen Themen.
Glaciersbay aus Dortmund treten zum ersten Mal in neuer Besetzung an. Neuzugang Philipp Knäpper ist kein Unbekannter in der lokalen Szene und viele Besucher freuen sich auf diesen Auftritt und sind gespannt wie sich seine Stimme in den melodischen Hardcore integriert.
Die Musik von Fighting Chance ist eine Mischung aus „Core“ und Metal mir modernen Riffs und punkigen Drums. Eine neue Band mit Musikern von „May the Force be with you” und „A King`s Worthy Mustache”.
Gegründet im April 2014 sind Paragon of War die Frischlinge des Konzerts. Progressive, Metal und Hardcore wird von den Mitgliedern geboten. Die frisch formierte Gruppe strotzt vor Motivation, fundiert durch Erfahrung mit ehemaligen Bands, dessen Zuspruch und Erfolg auch über die lokale Ebene hinaus nachzuweisen ist. Voran gehen Demo-Songs, mit denen sie bereit sind die Bühne voller Elan zu erobern.
This Side Out, eine Hardcore/Melodic Band aus Dortmund, die 2012 gegründet wurde, kommen ebenfalls zum ersten Mal nach Bergkamen. Die Band hat fleißig geprobt und möchte vor dem Bergkamener Publikum ordentlich ihr Bestes geben.
Der Einlass ist um 19.00 Uhr. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 €.
Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär im studio theater
Die Kindertheatersaison 2014/15 des Jugendamtes wird am Montag, 8. Dezember, um 15 Uhr im studio theater mit der Aufführung „Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ vom Wittener Kinder- und Jugendtheater fortgesetzt. Und darum geht es: Hoch im Norden, am Polarkreis vergnügen sich Lars, der kleine Eisbär und Freund Robbi, die Robbe mit Eiskugelweitkullern, als zwei Eskimos mit einem Schlitten voller Tannenbäume eine Rast einlegen. Lars und Robbi belauschen die Menschen in sicherer Entfernung bis sie wieder verschwunden sind und finden einen Tannenbaum, der vom Schlitten gefallen ist. Das Abenteuer beginnt, als die Beiden beschließen, herauszufinden, was es mit dem Tannenbaum auf sich hat und was eigentlich Weihnachten ist. Nanuk, der kleine Schlittenhund, der in der Menschenstadt lebt, soll ihnen helfen. Bei aller Neugier scheinen die Beiden ganz zu vergessen, wie gefährlich es für sie in der Menschenstadt ist. Eine spannende, abwechslungsreiche Geschichte für die ganze Familie, mit Kostümen und Bühnenbild wie aus dem Bilderbuch und Liedern, die ins Ohr gehen. Beginn ist um 15.00 Uhr, die Aufführung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind ab sofort im Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 208) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381. Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab 3 Jahren bietet in der laufenden Saison außerdem noch folgende Stücke an:
„Gränsel & Hetel“ (Theater Kreuz & Quer) am 28.01.2015
„Räuber Hotzenplotz“ (Trotz-Alledem-Theater) am 25.02.2015
Die Eintrittskarten sind sechs Wochen vor der jeweiligen Aufführung im Vorverkauf erhältlich.
MittwochsMix in der sohle 1 mit Volker Weininger
Der Kabarettist Volker Weininger gastiert am Mittwoch, 12. Noovember, ab 19.30 Uhr in der städt. Galerie „sohle 1“ mit seinem neuen Programm „Euer Senf in meinem Leben„.
Volker Weininger kommt nach Bergkamen.
Wie die Zeit vergeht! Unversehens hat Volker Weininger die 40er-Schallmauer durchbrochen. Und wenn andere mit Mitte zwanzig schon ihre Autobiographie schreiben lassen, dann kann man ja selber auch mal vorsichtig über die Schulter zurück blicken. Was war denn bis jetzt? Pubertät, Studium, Stammhalter. Alles abgehakt. Aber ist damit der Platz im Leben wirklich schon gefunden oder liegt da immer noch ein Badetuch drauf? Das Leben ist aber auch ein kompliziertes Kerlchen! Von allen Seiten prasseln die Meinungen auf uns nieder und kein Rettungsschirm in Sicht: Experten, Eltern, Gesetze, Politik, Internet – alle geben ihren Senf dazu. Aber brauchen wir den wirklich?
Volker Weininger stellt lieber selber Fragen: Was verbindet Peter Scholl-Latour und die Perlweiß-Werbung? Warum hat ein Karnevalspräsident Angst vor Rating-Agenturen?
Was musst du als Mülleimer in Florida durchmachen? Warum gibt es Ballettschuhe für Säuglinge? Was macht Odysseus im Baumarkt? Was hat die Französische Revolution mit Krötentunneln zu tun? Und wie bringe ich das alles meinem Sohn bei?
„Euer Senf in meinem Leben“ (Regie: Ralf Lohr) ist Volker Weiningers bislang privatestes Programm, ein Programm von Menschen auf der Suche und vom ganz normalen Meinungswahnsinn um uns herum.
Eintritt: 12 Euro/9 Euro
Weitere Infos und Kartenvorbestellungen bei Andrea Knäpper, 02307/965464, im Bergkamener Kulturreferat.
Aus Jeki wird JeKits: Bergkamener Musiklehrer bangen um ihre Arbeitsplätze
Das Kulturhauptstadt-Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki) wird hoch gelobt. Alle Bergkamener Grundschulen beteiligen sich daran und geben so ihren Schülern die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen. Doch jetzt fürchten Lehrerinnen und Lehrer der Musikschule, die im Vormittagsbereich in den Grundschulen eingesetzt werden um ihre Arbeitsplätze.
Das Jeki-Stadtorchester ist noch ein kulturelles Aushängeschild für Bergkamen.
Aktuell hat die Landesregierung am Mittwoch einige gravierende Veränderungen verkündet, die ab dem Schuljahr 2015/16 in Kraft treten sollen. Dann soll das Projekt, das bisher aufs Ruhrgebiet beschränkt war, aufs ganze Land ausgeweitet werden. Hinzu kommt, dass neben dem Instrumentalunterrichtrich auch Singen und Tanzen Bestandteile des Programms sind. Folglich gibt es eine auch eine Namensänderung in „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“.
Was sich aber nicht ändert, ist der Zuschuss des Landes in Höhe von rund 10 Mio. Euro für dieses Projekt. Das heißt auf der anderen Seite, dass der Anteil der Kommune an den Personalkosten steigen wird. Bis Ende Januar hätten die Kommunen Zeit, ob sie sich auch an „JeKits“ beteiligen wollen, erklärte Kulturdezernent Holger Lachmann am Mittwoch gegenüber dem Kulturausschuss. Gleichzeitig kritisierte er, dass das Land bisher die Städte und Gemeinden noch nicht offiziell informiert hat. Er selbst liegt bisher nur die Pressemitteilung aus Düsseldorf zu diesem Thema vor.
An der Sitzung des Kulturausschusses nahmen auch einige Lehrerinnen und Lehrer aus dem Bergkamener Jeki-Projekt teil. Beruhigend war das nicht, was sie hörten. Neben der Tatsache, dass sich künftig mehr Kommunen den Zuschusstopf teilen werden, also jede Kommune weniger Mittel erhält, beunruhigt sie auch, dass sich die Grundschulen künftig für eines der drei Angebote, Instrumentalunterricht, Tanzen oder Singen, entscheiden müssen. Zudem könnten hier auch die Eltern ein entscheidendes Wort mitreden, denn für den Instrumentalunterricht ihrer Kinder sollen sie im 2. Jahr 23 Euro zahlen, fürs Tanzen 17 Euro und fürs Singen 12. Schließlich wird die Zahl der Kinder, die an den musischen Zusatzangeboten teilnehmen geringer. Hauptgrund ist die Begrenzung des Angebots auf nur noch zwei Jahre. Beim Start von Jeki waren es noch vier gewesen. Geblieben ist allerdings, dass das erste Jahr weiterhin für die Eltern Entgeltfrei bleibt.
Wirtschaftskabarett & Bürocomedy mit Hans Gerzlich im studio theater
Wirtschaftskabarett & Bürocomedy kommt am Freitag, 28. November, um 20.00 Uhr auf die Bühne des studio theaters bergkamen. Hans Gerzlich präsentiert sein aktuelles Programm „So kann ich nicht arbeiten!“.
Hans Gerzlich meint „So kann ich nicht arbeiten!“
Gestern brauchte man für eine steile Bürokarriere Fachkenntnisse und einen guten Draht zum Chef, heute benötigt man einen guten Draht zum Chef, Grundkenntnisse in Griechisch-Römisch und einen strammen Aufwärtshaken.
Diplom-Ökonom Hans Gerzlich hat sich in der Büro-Arena unter jene Gladiatoren gemischt, die ihren überfüllten Terminkalender mit einem erfüllten Leben verwechseln, deren Freizeit Rufbereitschaft heißt und auf deren Grabstein steht: Er brannte für seinen Job … aus. Staubtrocken und bleistiftspitz knöpft sich Hans Gerzlich DAS brandaktuelle Thema Nr. 1 unserer schönen neuen Arbeitswelt vor: Burnout! Mit cooler Ironie rechnet der Kabarett-Seiteneinsteiger mit der eigenen Berufsvergangenheit ab und präsentiert dem Publikum den geistig-moralischen Kontostand einer Schicksalsgemeinschaft. Feinsinnig in der Betrachtung, konsequent in der Bilanz. Kabarett heute eben!
Der Gelsenkirchener Schreibtischtäter seziert Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft, gewürzt mit Bonmots aus seinem früheren Leben, dem Büroalltag. Politisch. Polemisch. Komisch.
Wollen Sie wissen, was Ihr(e) Vorgesetzte(r) mit einem Imker gemein hat, weshalb Sie Stellenanzeigen wie Reiseprospekte lesen sollten und warum Ihre Einkommenshöhe von Ihrer Schuhgröße abhängt? Dann besuchen Sie Hans Gerzlich im studio theater bergkamen!
Aktuelle Informationen und Tourtermine gibt es unter www.gerzlich.de
Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse! Weitere Infos: www.bergkamen.de
Konzert zum 200. Geburtstags des Erfinders des Saxophones
Am kommenden Mittwoch wird die Vorspielreihe der Musikschule mit der nächsten Veranstaltung unter dem Namen „Bühne frei!“ in der Galerie „sohle1“ fortgesetzt.
Schülerinnen und Schüler der Musikschule haben hier die Gelegenheit das öffentliche Musizieren zu erproben. Entgegen der sonstigen Gewohnheit dieser Veranstaltungsreihe wird es in diesem Monat aus besonderem Anlass ein thematisches Konzert mit nur einer Intrumentenfamilie geben. Adolphe Sax, der Erfinder des Saxophons wurde am 6. November 1814 geboren, seinem 200. Geburtstag ist das musikalische Programm des Abends gewidmet. Den Zuhörern wird ein unterhaltsamer Mix mit Musik aus verschiedenen Epochen und Genres wie Klassik, Jazz und Pop in unterschiedlichen Besetzungen geboten. Es spielen Schüler der Saxophonklassen Karin Rescheleit-Hatzel und Philipp Sauer.
„Bühne frei!“ bietet die Gelegenheit für alle, die sich für die Arbeit der Musikschule interessieren, musikalisch inspirieren zu lassen. Der Eintritt zu der Veranstaltungen ist frei. Der genaue Termin ist Mittwoch, 5. November, um 19. 00 Uhr in der Galerie „sohle1“.
Musikschule macht „Fit für den Heiligen Abend“
Unter dem Motto „Fit für den Heiligen Abend“ bietet die Musikschule der Stadt Bergkamen am 29. November 2014 (Samstag) zwei Workshops für Erwachsene an, die früher Blockflöte oder Klavier gespielt haben und die jetzt ihre instrumentalen Fähigkeiten mit Weihnachtsliedern auffrischen wollen.
Unter sachkundiger Leitung können die Kursteilnehmer ihre Lieblingsweihnachtslieder einstudieren oder neue Lieder kennen lernen. Die Workshops eignen sich sowohl für Anfänger wie auch für fortgeschrittene Spieler. Das Notenmaterial wird von den Dozenten der Musikschule zur Verfügung gestellt. Beide Workshops finden in der Preinschule in Oberaden statt und kosten jeweils 25 Euro.
Der Samstagvormittag widmet sich von 10 bis 13 Uhr dem „Instrument der Engel“: Die neue Blockflötendozentin der Musikschule, Angela Waldmann-Kräher, studiert mit den Spielern weihnachtliche Flötentöne ein. Bei diesem Workshop sind alle Typen der Blockflötenfamilie, also auch Alt-, Tenor- und Bass-Blockflötenspieler, herzlich willkommen. Bei Bedarf stellt die Musikschule Interessierten eine Sopranblockflöte als Leihinstrument zur Verfügung.
Am Samstagnachmittag von 15 bis 18 Uhr heißt es dann: „Weihnachtslieder auf dem Klavier für Wiedereinsteiger“. Johannes Wolff, Leiter des Fachbereiches Tasteninstrumente der Musikschule, bietet diesen Kurs für Erwachsene an.
Die Teilnehmerzahl für beide Workshops ist begrenzt. Der Anmeldschluss ist der 21. November 2014. Anmeldungen sind ab sofort über die Musikschule der Stadt Bergkamen unter Tel. 02306 / 30 77 30 möglich.
„Rastrellis“: Celloquartett der Weltklasse im studio theater bergkamen.
Mit den „Rastrellis“ gastiert am Freitag, 14. November, um 20 Uhr ein russisches Celloquartett der Weltklasse im studio theater bergkamen.
Das Cello-Quartett „Rastrellis“ gastiert am 14. November im studio theater.
Vor zwölf Jahren gründeten drei hochbegabte junge Petersburger Cellisten gemeinsam mit ihrem weißrussischen Kollegen das Rastrelli Cello Quartett. Der Name des genialen italienischen Architekten Bartholomeo Rastrelli, der im 18. Jahrhundert die neue Hauptstadt Russlands erbauen sollte, steht Pate für das Rastrelli Cello Quartett, welches sich seiner Heimatstadt St. Pertersburg sehr verbunden fühlt.
Bis dahin war jeder einzelne Musiker von ihnen sehr erfolgreich als Solocellist, Orchester- und Kammermusiker und hatte dabei begehrte Auszeichnungen erworben. Als Quartett beweisen die vier nun, dass mit dem Cello jeder Musikstil, vom Barock bis zum Free Jazz, interpretiert werden kann. Zu diesem Zweck hat Sergio Drabkine, der kreative Senior des Ensembles, alle Stücke des Repertoires eigens für das Quartett arrangiert – denn keines davon wurde ursprünglich für vier Celli komponiert.
Geleitet wird das „Rastrelli Quartett“ von Kira Kraftzoff, der für sein extrem ausdrucksstarkes und wandlungsfähiges Spiel berühmt ist. Komplettiert wird das Quartett durch dessen ehemalige Schüler Mischa Degtjareff und Kirill Timofeev, ohne die diese große Bandbreite an Stilrichtungen und die Präsentation intensiven musikalischen Erlebens nicht möglich wäre.
Was die begeisterten Cellisten besonders reizt, ist die Verwandlung: Die Zuhörer sollen in Sokolovs „Melody“ ein Saxophon vernehmen, bei Piazzolla den Klang eines Bandeons und beim Ragtime den Klavierspieler vor der Stummfilmleinwand hören. Und das gelingt den Rastrellis bravourös. Wer miterleben möchte, mit welcher Hingabe die vier Musiker das Cello spielen, darf dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!
Die Tickets sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro oder an der Abendkasse.
Tickets: 15,- Euro, erm. 8,- Euro
Bucharest Tango erklingt im Trauzimmer der Marina Rünthe
Mit der Sängerin Oana C?t?lina Chi?u aus Rumänien wird die Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ am Montag. 17. November, um 20 Uhr im Trauzimmer der Marina Rünthe fortgesetzt. Zusammen mit ihrem Partner am Akkordeon Dejan Jovanovi? präsentiert sie ihr Programm „Bucharest Tango“.
Oana C?t?lina Chi?u und Dejan Jovanovi? spielen den Bucharest Tango im Trauzimmer der Marina Rünthe.
Ein kleiner Lotterie-Kiosk ihrer Tante im Stil der 1930er Jahre in der Nähe vom Gara de Nord (dem Hauptbahnhof) in Bukarest – das war der Ort, an dem Oana C?t?lina Chi?u als Kind Stunden verbrachte, um alte Platten zu hören und alten Geschichten zu lauschen. Dort entdeckte sie die musikalische Welt des alten Bukarests, u.a. die große Stimme der Maria T?nase, die sich in den 30er, 40er und 50er Jahren mit Tangos, Romanzen, Folksliedern, Balladen und Trinkliedern in die Herzen der Menschen sang.
Die expressive Sängerin Maria T?nase wird in Rumänien tief verehrt. Die meisten ihrer Plattenaufnahmen stammen aus den 1930er und 1950er Jahren. In den 1960er Jahren geriet sie allerdings mehr und mehr in Vergessenheit, denn ihre dramatischen Doinen (Stil rumänischer Melodien mit Wurzeln sowohl in der rumänischen Bauernmusik als auch in der Roma Musik) oder die orientalisch klingenden Lieder aus den mahala genannten Vorstädten passten nicht ins beschränkte Menschenbild einiger Parteifunktionäre. Maria T?nase war eine zu extravagante Diva und zu individualistische Künstlerin, um sich vereinnahmen zu lassen, oder sich auch nur einen Millimeter dem Mittelmaß anzupassen. Dennoch wurde sie im Juni 1963 wie eine Königin auf dem Bukarester Bellu Friedhof begraben. Hunderttausende Menschen säumten ihren letzten Weg. Die 1990er Jahre warfen dann ein neues, lang ersehntes Licht auf das musikalische Erbe von Maria T?nase – der Weg für eine Wiederentdeckung war nach dem Ende des Ceausescu-Regimesendlich frei.
Oana C?t?lina Chi?u wuchs im Nordosten Rumäniens auf; im kleinen Örtchen Humule?ti, aus dem auch der bekannte rumänische Autor Ion Creanga stammt. Nach dem Fall der Mauer und des Ceausescu-Regimes zog sie nach Berlin. Hier gründete sie mit dem serbischen Akkordeonisten Dejan Jovanovi? die Balkanband Romenca. Aber in ihr schlummerte die ewige Sehnsucht nach den rumänischen Liedern ihrer Kindheit und besonders nach der Stimme von Maria T?nase. Schließlich nahm sie den 100. Geburtstag der großartigen Sängerin 2013 zum Anlass für eine konzertante Hommage.
Oana C?t?lina Chi?u erstarrt angesichts des musikalischen Erbes Maria T?nases nicht vor Ehrfurcht. Vielmehr tritt sie in den Dialog mit dem Lebenswerk der rumänischen Legende, das in der rumänischen Musikszene aktuell keine Rolle spielt.
Ihre Neuinterpretationen haben eine romantisch-balladeske bis druckvoll-mitreißende Note und ihre warme kraftvolle Stimme wird dem Tango und seinen Stars von damals absolut gerecht. Dabei sind die Arrangements erfrischend und vom Klang doch der Tradition verbunden.
Lieder dieser Hommage sind auch im Programm „Bucharest Tango“ zu hören.
In den 1920er und 1930er Jahren erfreute sich der Tango nämlich nicht nur in seinem Heimatland Argentinien größter Beliebtheit, sondern auch in Europa. Dabei war der Austausch nicht nur einseitig. Es gab beispielsweise auch viele jüdische Tango-Musiker und Komponisten, die aus Polen, Russland und Rumänien nach Argentinien reisten und dort Zutritt zur argentinischen Tangoszene suchten und in den vielen Tango-Orchestern mitspielten.
Bukarest galt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen als eine der großen kulturellen Metropolen. Im Nachtleben des „staubigen Paris des Ostens“, wie die Stadt auch genannt wurde, fand auch der Tango seinen festen Platz.
So authentisch und trotzdem frei wie Oana C?t?lina Chi?u näherte sich bisher keine Sängerin der jüngeren Generation aus Rumänien den Tangos à la Romanesque. Rumänien ist ein Land mit reicher musikalischer Tradition, den Alltag jedoch dominiert seit der Revolution billiger, am Fließband gefertigter Pop, der die virtuose Vorstadtmusik in ein Nischendasein drängt. Erst neuerdings gibt es wieder ein wachsendes Interesse für die muzica lautareasca.
Oana C?t?lina Chi?u trifft damit den Nerv mehrerer Generationen – die alt gewordenen Aficionados und ein junges urbanes Publikum. Sie ist Teil einer schillernden Szene und ihre divenhafte Ausstrahlung erinnert an längst vergangene Zeiten, als sich in Bukarester Salons Bohemians und Intellektuelle trafen.
Begleitet wird sie von ihrem langjährigen Musikerfreund Dejan Jovanovi?, den sie kurz nach ihrer Ankunft in Berlin kennenlernte und mit dem sie seitdem künstlerisch zusammengearbeitet. Der vielfach preisgekrönte Akkordeonist kommt aus einer serbischen Musikerfamilie und hat nach intensiver Ausbildung in seiner Heimat (auch mit dem Schwerpunkt auf den Stilistiken traditioneller Musiken) ein Studium für klassisches Akkordeon an der Musikhochschule Hans Eisler in Berlin absolviert. Neben seinen vielen Bühnenaktivitäten, unterrichtet er Akkordeon und engagiert sich u.a. in Projekten mit Roma-Musikern.
Tickets sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!