Ex-Beigeordneter Bernd Wenske legt „Bergkamener Zeitreise“ über 300 Mio. Jahre vor

Wer schon immer mehr über die historischen Hintergründe der Nordbergstadt wissen wollte, kann jetzt das Buch „Bergkamener Zeitreise – von den Ursprüngen und durch die Geschichte der Stadt“ zur Hand nehmen. Geschrieben hat es der ehemalige Bergkamener Beigeordnete Bernd Wenske, das Vorwort stammt von Bürgermeister Roland Schäfer und Hilfen gab es vom Museumsleiter Mark Schrade und dessen Mitarbeiter Tossa Büsing.

Stellten am Dienstag im Rathaus die „Bergkamener Zeitreise“ vor (v. l.): Roland Schäfer, Bernd Wenske, Mark Schrader und Tossa Büsing

Es wurde im Din A 4-Format in der stadteigenen Druckerei hergestellt und kostet deshalb nur 4,50 Euro. Zu haben ist es ab sofort im Shop des Stadtmuseums in Oberaden und auch im Onlineshop des Museums.

Den ersten Anstoß, diese geschichtliche Zeitreise über 300 Millionen Jahre zu Papier zu bringen, bekam Bernd Wenske, als er als Bergkamener Kulturdezernent den Bau der Holz-Erde-Mauer im Oberadener Römerpark begleitete. Schnell stellte er fest, dass Bergkamen historisch und auch archäologisch viel mehr zu bieten hat als das Römerlager. Dazu gehört zum Beispiel die Bummannsburg in Rünthe, eine mittelalterliche Wallanlage, die es in dieser Form nur noch wenige gibt, wie auch Museumsleiter Mark Schrader bestätigte.

Nach seiner Pensionierung hatte dann Bernd Wenske viel Zeit, die er unter anderem für ein Seniorenstudium an der Uni Münster zum Thema „Steinzeit nördlich der Alpen“ nutzte. Er besuchte auch etliche Museen – „von Hamm bis Herne“, wie er am Dienstag bei der Buchvorstellung bemerkte. Er entdeckte dort in den Vitrinen und Archiven viele Fundstücke, die Archäologen irgendwann mal aus der Bergkamener Erde gegraben hatten. Diese Funde, die ein kontinuierliche Besiedlung des Stadtgebiets über mehrere tausend Jahre belegen, reichen bis in die Steinzeit zurück.

Ihn faszinieren aber auch andere Frage: Wo kommt die Kohle her, die Bergkamen zu der Stadt gemacht hat, wie wir sie heute kennen? Oder: Welche Einflüsse hatten die diversen Eiszeiten auf die Nordbergstadt.

Fraglich ist natürlich, ob sich eine Entwicklung über 300 Millionen Jahre auf etwas mehr als 100 Seiten, die zudem mit vielen Fotos und Grafiken ansprechend aufgelockert sind, auch nur annähernd umfassend abhandeln lassen. Das sicherlich nicht, doch es bietet dem Leser und schließlich auch Bernd Wenske selbst genügend Hinweise, sich tiefergehend mit der Geschichte Bergkamens zu befassen.




Yellowstone ist Talentschmiede für junge Musiker – Samstag kommt die lange Nacht der Jugendkultur

Seit vielen Jahres ist das Jugendzentrum Yellowstone in Oberaden eine Talentschmiede für junge Musikerinnen, Musiker und Bands; und deshalb nicht mehr aus dem Bergkamener Jugendkulturleben wegzudenken. Jüngstes Beispiel: Im August ist das Trio „Nuage & Das Bassorchester“ in der Kategorie Newcomer mit dem PopNRW-Preis ausgezeichnet worden. Julian Nowakowski und die Brüder Phillip und David Langenbach nutzen immer noch den Probenraum des Yellowstone.

„Petra Pan du Idiot“ sind am Samstag bei der Langen Nacht der Jugendkultur im Yellowstone zu hören. Foto: David Zolda

Dort unternahmen auch die Ska-Punk-Band „The Awesome Scampis“ vor über ihre 10 Jahren ihre ersten musikalischen Gehversuche. Inzwischen tourt sie quer durch NRW und darüber hinaus. Am 30. September gibt es aber wieder ein echtes Heimspiel bei der langen Nacht der Jugendkultur. „Taubenvergiften im Park“ oder „Dau“ klingen doch im Konzertraum des Yellowstone am schönsten.

David Jentsch besuchte ebenfalls vor zehn Jahren zum ersten Mal das Yellowstone – um Schlagzeug zu spielen. Zu hören ist er mit seiner Band „Petra Pan Du Idiot“ ebenfalls bei der langen Nacht der Jugendkultur. Wenn diese Veranstaltung, die seit der Kulturhauptstadt-Jahr jedes Jahr im Herbst stattfindet, am 30. September reibungslos zum 8. Mal über die Bühne geht, wird er sich noch aus einem ganz anderen Grund freuen. Er gehört zu einer Gruppe von 10 bis 15 jungen Leuten, die die Konzerte und Festivals organisieren – von der Auswahl der Bands über die Bereitstellung des Caterings für die Musiker bis zum Druck der Plakate.

Unterstützt wird diese Gruppe von David Zolda, der wie sein jüngerer Namensvetter seine ersten Gehversuche als Konzertveranstalter vor vielen Jahren im Yellowstone unternommen hatte. Inzwischen hat er sein anfängliches Hobby zum Beruf gemacht. So unterstützt er das Bergkamener Kulturreferat bei der Organisation des Sparkassen Grand Jams. Nebenbei betreibt er ein eigenes Plattenlable.

Neben den Scampis und Petra Pan treten am 30. September ab 19.30 Uhr die Bands Shirker und Traveller, die Rapper Area 44 sowie in den Umbaupausen der Bergkamener Singer/Songwriter auf. Der Eintritt ist auch diesmal wieder frei. Gefördert wird das Konzert in der langen Nacht der Jugendkultur erneut vom Land Nordrhein-Westfalen und der Landesarbeitsgemeinschaft kulturelle Jugendarbeit NRW.

Die Band Nuage & Das Bassorchester, David Jentsch und das Yellowstone-Team laden zur langen Nacht der Jugendkultur am kommenden Samstag ein.




Klangkosmos Weltmusik mit Balkansambel aus der Slowakei

Mit einer der bekanntesten und beliebtesten Blaskapellen der Slowakei startet der Klangkosmos Weltmusik in die neue Saison: Balkansambel ist am Montag, 9. Oktober, um 20.00 Uhr in der Marina Rünthe zu hören.

Die Band wird besonders für ihre Fähigkeit geschätzt, scheinbar unvereinbare musikalische Stile zu mischen. Hauptinspirationsquelle ihrer Musik sind die verschiedenen musikalischen und kulturellen Erfahrungen der Band-Mitglieder sowie die Brass-Traditionen des Balkans. Komponist und Multi-Instrumentalist des Ensembles ist Marek Pastirik, der auch eigene Stücke zum Repertoire beisteuert. 2016 veröffentliche das Balkansambel sein zweites Album Šlamastika. Es lässt hören, was diese Brassband so besonders macht: stellen Sie sich Bachs Musik im griechischen Levendikos Tanz-Rhythmus oder Bizets Carmen als bulgarischen Hochzeitstanz vor und sie kommen der Seele des Balkansambel näher!

In Bergkamen wird die Band mit der akustischen instrumentalen Sextett-Formation zu Gast sein:

Marek Pastíriki – Saxophon
Martin Noga – Posaune
Juraj Hodas – Tuba
Andrej Rázga – Trompete
Peter Hrubý – Akkordeon
Martin Králik – Schlagzeug

Weblinks:
http://www.balkansambel.com/

Tickets für das Konzert sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!

Weitere Infos unter www.klangkosmos-nrw.de

 




Sonja Begett stellt ihre Lieblingsplätze im Ruhrgebiet in der Stadtbibliothek vor

Orte der Faszination – Lesung mit Sonja Begett am Donnerstag, den 28.09.2017 um 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek Bergkamen. Sonja Begett stellt in ihrem neuen Lieblingsplätze-Band historische und aktuelle Industrieorte im Ruhrgebiet vor.

Sonja Begett, Jahrgang 1982, lebt – bis auf einen kurzen Abstecher ins Münsterland – seit ihrer Kindheit im Ruhrgebiet. Nicht zuletzt die Industriemuseen der Region haben bereits früh ihre Leidenschaft für Kultur und Fotografie geweckt. Ihre Begeisterung für Sprache und Literatur lebt
sie als freiberufliche Autorin aus. Mit »Superlative Ruhrindustrie« zeigt sie eine neue Seite ihrer Heimat, die von faszinierenden Plätzen und Menschen geprägt ist.

Das Ruhrgebiet ist ein Standort der Superlative – aus historischer wie aus moderner Sicht. Das erste Industriedenkmal in Nordrhein-Westfalen, der führende Stahlproduzent der Republik, das einzige Weichenwerk der Deutschen Bahn, die einst größte und modernste Kokerei Europas, die umfangreichste Ausstellung zeitgenössischen Designs international und der Hersteller der
schnellsten Sportwagen weltweit – sie alle haben eines gemeinsam: Sie prägen das Revier und gewähren in diesem Buch einen seltenen Blick hinter einzigartige Industriekulissen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Stadtbibliothek im Begegnungszentrum am Stadtmarkt Bergkamen Tel: 02307/ 983 50 20




Luther war ein Blogger: Humoristischer Vortrag über Martin Luther in der sohle 1  

Zum humoristischen Vortrag über Martin Luther und seinen enormen Einfluss auf das heutige Leben lädt das Kulturreferat der Stadt Bergkamen am Mittwoch, 27. September, um 19.30 Uhr in die Galerie sohle 1 ein. Sebastian Schnoy, Kabarettist und Autor präsentiert passend zum Reformationsjubiläum 2017 einen Martin Luther, der die modernen Kommunikationsformen quasi vorweggenommen hat.

Sebastian Schnoy als Luther. Foto: Franca Wrage und Elisabeth Eckartsberg.

So ist er sich sicher „Martin Luther war so modern, dass er sich auch heute problemlos zurechtfinden würde. 500 Jahre vor der Erfindung von Facebook postete er seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Sein Output an neuen Ideen war so groß, dass man den Begriff Frühe Neuzeit erfand.

Schwarzenegger war der Terminator. Aber Luther war der REFORMATOR.“

Eintrittskarten sind zum Preis von 12,00€ / 9,00 €  im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse erhältlich.

 

Informationen: Anne Mandok 02307/ 965-464




Ansehen und genießen: Fotobuch bietet „Einblicke – Ansichten – Überblicke“

Dass Hamburger nicht wissen, wie vielfältig die Wasserwelt Kreis Unna ist, ist vielleicht nicht zu ändern. Doch auch Menschen im Kreis ahnen nicht immer, in welch interessanter Ecke sie zu Hause sind. Ihrer Aussage: „Das habe ich ja gar nicht gewusst“ begegnet der Kreis mit einem auch im Buchhandel erhältlichen Fotobuch.

Beim Verlag oder im Buchhandel zu haben: Das Fotobuch des Kreises Unna. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

„Einblicke – Ansichten – Überblicke“ entstand in Zusammenarbeit mit dem renommierten und für seine Kunstbände bekannten Verlag bzw. Druckerei Kettler (Dortmund, Bönen). Das 40seitige Bilderbuch rückt den Kreis optisch als attraktive Freizeitregion, Geschichtsraum, facettenreiche Kulturlandschaft und starke Wirtschaftsregion ins Licht. Unter dem Motto: „Bilder sagen mehr als 1.000 Worte“ werden den Foto-Impressionen nur kurze Einführungstexte vorangestellt (deutsch/englisch).

Das Fotobuch kostet 16,80 Euro. Es ist unkompliziert über den Verlag Kettler zu beziehen: portofreie Lieferung (auf Rechnung) unter http://www.verlag-kettler.de/programm/kreis-unna-bildern oder per Mail an info@verlag-kettler.de. Wer das Fotobuch z. B. als nettes Geschenk lieber im Buchhandel bestellen möchte, kann das natürlich auch tun: ISBN 978-3-86206-659-9. PK | PKU




Pestalozzihaus wird saniert: Musikschulunterricht findet 2018 vorübergehend in der Burgschule statt

Die Sanierung des Pestalozzihauses nimmt Gestalt an. Aus diesem Grund weist die Musikschule der Stadt Bergkamen schon heute darauf hin, dass der Unterricht der Musikschule Anfang nächsten Jahres bis zum Abschluss der Baumaßnahmen, voraussichtlich Mitte 2018, in die ehemalige Burgschule verlegt wird.

Anfang dieses Jahres wurde der Förderbescheid der Bezirksregierung Arnsberg zum Ausbau des Pestalozzihauses erteilt. Insgesamt € 180.000 stehen für diverse Sanierungsmaßnamen als Zuwendungsbetrag zur Verfügung. Ein Teil des Geldes soll für den Ausbau des Altbaus verwendet werden, dieser wird seit einigen Jahren ausschließlich von der Musikschule für Unterrichtszwecke und die Probenarbeit genutzt. Auch Angebote der Musikakademie und Fortbildungen der Musikschule finden hier regelmäßig statt.

Von den Fördergeldern können jetzt die Toiletten im Erdgeschoß grundsaniert werden und die Beleuchtung in den neun Unterrichtsräumen gegen moderne LED-Technik ausgetauscht werden. Positiver Nebeneffekt des Einbaus einer Akustikdecke, in der diese Beleuchtung integriert sein wird, ist die deutliche Verbesserung der Raumakustik.

Musikschulleiter Werner Ottjes ist sich sicher, den temporären Auszug mit einem Vorlauf bis zum Jahresende gut planen und dies mit den betroffenen Nutzern und dem Kollegium der Musikschule auch ausreichend kommunizieren zu können. „Schließlich müssen am Ersatzort nicht nur ein paar Notenständer bereitstehen, sondern wir werden alle notwendigen Instrumente einschließlich der Flügel und Klaviere transportieren lassen. Die kostbaren Instrumente würden durch den entstehenden Baustaub Schaden nehmen, da gehen wir natürlich kein Risiko ein.“




„Spalten, behauen, schnitzen“ – Ferien-Holzworkshop für Kinder und Jugendliche im Römerpark

In den Herbstferien bietet das Stadtmuseum Bergkamen vom 23. bis 27. Oktober jeweils von 10 bis 15 Uhr für interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren einen außergewöhnlichen Holzworkshop im Römerpark Bergkamen an.

Das Material „Holz“ eignet sich hervorragend zum Herstellen von unterschiedlichen Gegenständen. Die zahlreichen Verarbeitungsmöglichkeiten kannten seit langer Zeit auch die Germanen. Sie nutzen das Holz beispielsweise für Holzschindeln, fertigten daraus Alltagsgegenstände und stellten Speere her. Die alten germanischen Techniken der Holzverarbeitung probieren die Teilnehmer/innen in dem Workshop aus. Sie spalten und behauen u.a. Holz für Speere, stellen Holzschwerter her und schnitzen eigene Löffel.  Begleitet wird die Ferienaktion, die im Rahmen des Landesprojektes „Kulturrucksack NRW“ stattfindet, vom erfahrenen Holzbildhauer und Tischlermeister Jörg Steinhauer.

Die Teilnahmegebühr einschließlich Material beträgt 15 €. Für einen kleinen Mittags-imbiss wird gesorgt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt das

Stadtmuseum Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/3060210 entgegen.




Kindertheatersaison startet mit den Bremer Stadtmusikanten

Die Kindertheatersaison 2017/18 des Jugendamtes startet am Mittwoch, 18. Oktober, um 15 Uhr im studio theater mit der Aufführung “Vier sind dann mal weg“ des Theaters Kreuz & Quer aus Duisburg.

„Vier sind dann mal weg“ ist eine ganz besondere Interpretation des bekannten Märchens der Bremer Stadtmusikanten: Grimm sitzt vor der Garage und repariert die Fahrräder, denn heute wollen Gebrr und Grimm eine große Radtour machen. Doch da gibt es einen kleinen Haken: Gebrr hat heute überhaupt keine Lust auf Radfahren. Und keine Überredungskunst kann sie dazu bewegen, sich doch noch aufs Rad zu schwingen. Außer Grimm würde ihr ein Märchen erzählen, aber eines ohne Radfahren. Dann würde sie es sich nochmal überlegen.

Also erzählt Grimm ein Märchen; das Märchen von einem Drahtesel, einem Wackeldackel, einem Katzenauge und einem Wasserhahn. Aber eigentlich sind das ja die vier Tiere aus dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“: Esel, Hund, Katze und Hahn, die sich bekanntlich auf ihre alten Tage aufmachen, eine bessere Welt für sich zu finden. Ob Gebrr und Grimm sich am Ende auch auf den Weg machen?

Auf jeden Fall wird es eine bewegte Märchenstunde mit einem Esel, der auf Draht ist, einem Hund, der immer zustimmend nicken kann, einem fast blinden Katzenauge und einem trop-fenden Wasserhahn, einem Logo Mobil Fluchtauto, einer spannenden Verfolgungsjagd und viel mehr.

Beginn ist um 15.00 Uhr, die Aufführung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind ab sofort im Kinder- und Jugendbüro (Rat-haus, Zimmer 305) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.

Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab 3 Jahren bietet in der Saison 2017/18 au-ßerdem noch folgende Stücke an:

• „Kleiner Muck ganz groß“ (Theater 1+1) am 15.11.2017
• „Morgen Findus wird’s was geben“ (Wittener Kinder- und Jugendtheater) am 07.12.2017
• „Oh, wie schön ist Panama“ (Trotz-Alledem-Theater) am 07.02.2018
• „Das kleine Gespenst (Wittener Kinder- und Jugendtheater) am 20.02.2018

 




Klavierabend mit Johannes Wolf und Sonaten von Beethoven

Die Musikschule der Stadt Bergkamen veranstaltet gemeinsam mit der Sparkasse Bergkamen-Bönen in der neuen Kultursaison drei Konzerte in der Kundenhalle der neuen Hauptstelle der Sparkasse. Neben der seit vielen Jahren traditionell in der Sparkasse verorteten Veranstaltung „Jugend musiziert – Jugend konzertiert“, die diesmal für Ende Februar 2018 terminiert ist, werden auch zwei Kammerkonzerte mit Musikern der Musikschule in der zum Konzertsaal umgebauten Kundenhalle stattfinden.

Johannes Wolf. Foto: Ursula Dören

Nach der überaus erfolgreichen akustischen Generalprobe bei der Verleihung der Urkunden für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ hatten sich die Verantwortlichen der Sparkasse und der Musikschule auf eine Erweiterung des Konzertangebots verständigt. Neben einem reinen Klavierabend im September wird im November noch ein Crossover-Konzert mit clarinet.factory, einem an der Musikschule gegründeten Bläserensemble, die Kundenhalle musikalisch erklingen lassen.

Den Auftakt macht am Dienstag, 19. September aber ein Klavierabend des Pianisten Johannes Wolff mit Sonaten von Ludwig van Beethoven. Die drei Sonaten, die Wolff für seinen Klavierabend ausgewählt hat, stammen aus unterschiedlichen Schaffenszeiten des Komponisten. Das Konzert beginnt mit der Sonate G-Dur op. 31 Nr. 1, die Beethoven als einen sehr humorvollen Musiker zeigt. Danach erklingt die als Mondschein-Sonate berühmt gewordene Sonate cis-Moll op. 27 Nr. 2. Nach der Pause steht Beethovens letzte Klaviersonate c-Moll op. 111 auf dem Programm. Der zur Zeit dieser Komposition bereits völlig ertaubte Komponist hat hier dem Klavier ganz neue, weit in die Zukunft weisende Klangbereiche erschlossen.

Johannes Wolff, ist als Fachbereichsleiter für Tasteninstrumente an der Musikschule tätig und hat seine Fähigkeiten als Pianist schon häufig in Bergkamen unter Beweis gestellt. Seit seiner frühen Jugendzeit hat er sich intensiv mit dem Klavierwerk des Komponisten auseinandergesetzt. Im Rahmen der Musikakademie Bergkamen hat Wolff im Frühjahr zwei Vorträge über Beethovens Klaviersonaten gehalten.

Das Konzert am Dienstag, 19. September 2017 beginnt um 19.00 Uhr und findet in der Kundenhalle der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Rathausplatz 2 statt, der Eintritt ist frei.




Aus Kunstnachten wird Kunstlese: Neue Wege der „kunstwerkstatt sohle 1“

Mit ihrem Jubiläumsjahr möchten die Künstler der „kunstwerkstatt sohle 1“ auch etwas Neues beginnen. Wurde im vergangenen Jahr das letzte Kunstnachten, der alternative Weihnachtsmarkt der kunstwerkstatt, veranstaltet, so wartet in diesem Jahr nur einen Monat nach der Jubiläumsfeier in der Kühlerfabrik Adam die Nachfolgeveranstaltung „Kunstlese“ auf ihre Besucher.

So wie das Kunstwort „Kunstnachten“ sich von „Weihnachten“ herleitet, nimmt die „Kunstlese“ im Herbst die in diese Jahreszeit passende „Weinlese“ auf. Dabei sind natürlich auch noch andere Deutungen in den Verbindungen „Erlesenes“ oder „lesen“ möglich. Diesen und anderen Spielarten möchte das neue Konzept am alten Ort, der Ökologiestation, gerecht werden: Im 2-Jahres-Wechsel sollen Veranstaltungen mit Ausstellungs- oder Messecharakter einmal und Veranstaltungen mit Workshop-Charakter ums andere Mal stattfinden. Natürlich muss der Besucher nicht ganz auf Liebgewonnenes verzichten: So wird es natürlich weiterhin ein Café geben, wird auch Dieter Treeck zu hören sein und wird es immer Interessantes zu sehen und auch zu kaufen geben, manchmal vielleicht auch zu gewinnen.

Da die Künstler gerade eine große Werkschau veranstaltet haben, ist jetzt zur ersten neuen Veranstaltung natürlich der Workshop-Charakter angesagt. Am 7. und 8. Oktober sollen die großen und kleinen Besucher unter dem Motto „schauen, schaffen, schlemmen“ selbst tätig werden. An acht Ständen kann mit verschiedenen Materialien gearbeitet und das Erschaffene mitgenommen werden. Gute Kleidung sollte man dazu allerdings nicht tragen, gute Laune und etwas Zeit dagegen mitbringen. Der Eintritt ist frei und die Materialien werden gestellt. Allerdings erbitten die Künstler eine kleine Spende vom schaffenden Besucher. Anregungen, was man so machen könnte, sind von den jeweils betreuenden Künstlern ausgestellt und können von denjenigen, die sich noch nicht trauen, selbst Hand anzulegen, einfach nur angeschaut (oder gekauft) werden.

Auch der Jubiläumskatalog, einige gestaltete Segel von der Veranstaltung in der Marina oder eines der Stadtteilbilder stehen zum Verkauf.

Ort:      Ökologiestation

Zeit:    Samstag, 7.10., 15:00 bis 18:00 Uhr

            Sonntag, 8.10., 11:00 bis 17:00 Uhr