3. Sinfoniekonzert der Spielzeit in der Konzertaula Kamen: Lux Aeterna

Die Neue Philharmonie Westfalen spielt ihr drittes Konzert der laufenden Spielzeit am Samstag, 18. November in Schwerte und Sonntag, 19. November in Kamen. Auf dem Programm steht „Requiem op. 89“ von Antonín Dvorák. In Schwerte beginnt die Aufführung um 19 Uhr im Freischütz, in Kamen um 18 Uhr in der Konzertaula.

Franz Leo Matzerath. Foto: Pedro Malinowski – Neue Philharmonie Westfalen

In der stillen Jahreszeit vermitteln traditionell auch die Konzertprogramme ein Nachsinnen über die Endlichkeit. Requiem-Vertonungen stehen hier ganz obenan, doch jenseits von Brahms, Mozart oder Verdi gibt es zu Unrecht vernachlässigte Werke zu entdecken.

Die Neue Philharmonie Westfalen widmet sich im diesjährigen Konzert mit den Chören der Trägerkommunen dem Requiem von Antonín Dvorák. Anders als seine Sinfonien und Kammermusikstücke sind die zahlreichen Chorwerke und Opern Dvoráks außerhalb seiner tschechischen Heimat immer noch wenig bekannt.

Lux aeterna
An melodischer Schönheit und Tiefe der Gedanken kann es Dvoráks Requiem mühelos mit den großen Beiträgen zu diesem Genre aufnehmen. Es entstand nicht für einen kirchlichen Anlass, sondern für eine Konzertaufführung 1891 wurde sein Requiem beim Birmingham Music Festival uraufgeführt. Es durchschreitet die ganze Skala der Totenmesse: von Furcht und Schrecken am „Tag des Zorns“ über die Bitte um Erlösung bis zur tröstlichen Glaubensgewissheit des „Lux aeterna“, des ewigen Lichtes. Streng und fast archaisch wirkt Dvoráks Vertonung, die eine grelle Plakativität bewusst vermeidet.

Kartenverkauf
Eine Einführung in das Werk gibt es jeweils 30 Minuten vor Beginn im Konzertsaal. Karten sind im Fachbereich Kultur des Kreises Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-14 41 und per E-Mail bei doris.erbrich@reis-unna.de erhältlich. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro).




Halloween-Wochen im Stadtmuseum – Kürbisschnitzen für Kinderausgebucht

Vom 21. Oktober bis zum 5. November 2017 erwartet die Besucher  im Stadtmuseum Bergkamen eine „schauderhaft schöne“ Atmosphäre. Gespenster, Hexen und andere gruselige Gestalten nennen das Museum ihr zu Hause. Die Ausstellungen verbergen dabei so manch eine schaurige Überraschung. Die ausgebuchte Aktion „Kürbisschnitzen für Kinder“ rundet das Angebot ab.




Lichtermarkt 2017: Michael Wrobel liest Geschichten für Kinder aus dem Dustertal

Am Freitag, 27. Oktober, gastiert der Kamener Autor Michael Wrobel mit zwei verschiedenen Mitmach – Geschichten im Rahmen des Bergkamener Lichtermarktes in der Stadtbibliothek Bergkamen. Für Kinder ab 3 Jahren gibt es um 18:00 Uhr die Geschichte „Hab keine Angst im Dunkeln, Kleine Maus!“ und um 20:00 Uhr für Kinder ab 6 Jahre, die Geschichte „Torca, Winny und die Diebe des Lichtes“ live zu sehen und zu hören.

Michael Wrobel liest Geschichten aus dem Dustertal. Foto: Wrobel

Seit 2015 geht der Kamener Autor Michael Wrobel mit seinen „Geschichten aus dem Dustertal“ auf ganz besondere Mitmach – Hörspiel – Lesereisen für Kinder und Erwachsene. In seiner 20 jährigen Laufbahn als Theaterpädagoge und Sozialarbeiter hat er viele Spiel- und Theateraktionen entwickelt. Hieraus entstanden die „Dustertal – Geschichten“, die es nun seit 2016 als Bücher, Hörbücher und LIVE auf der Bühne zu sehen gibt. Bereits nach einem Jahr  gibt es über 1.000 begeisterte Kinder und Erwachsene bei den bisher 50 Live – Veranstaltungen. Michael Wrobel liest diese Geschichten auf ganz außergewöhnliche Weise vor: als Mitmach-Hörspiel im Dunkeln! Vorgelesen wird mit Taschenlampe im abgedunkelten Raum. Angereichert wird das Ganze mit Elementen des Theaters und tollen Licht- und Soundeffekten, die die Kinder passend zur Geschichte selbst erzeugen. Schwarzlicht, Stimmungslichter und selbst erzeugte spannende Geräusche sorgen für ein tolles Mitfieber – Erlebnis. Als wäre das noch nicht aufregend genug, gibt es auch noch Wind, Schnee und Regen!

Inhalt der Geschichten:

27.10.17 18:00 Uhr: „Hab keine Angst im Dunkeln, Kleine Maus! Geeignet ab 3 Jahre, Dauer 40 Min.

Die kleine Maus Mino geht nicht gerne alleine schlafen! Nicht etwa deswegen, weil sie nicht müde ist … Nein! Sie hat Angst im Dunkeln! Am liebsten schläft sie bei Mama und Papa Maus. Doch Mino soll jetzt lernen, alleine zu schlafen, weil sie jetzt ja auch schon „groß“ ist. In der Nacht sieht plötzlich alles unheimlich aus und Mino bekommt Angst! Aber… wovor eigentlich? Es gibt doch nichts Unheimliches in ihrem Mäusezimmer, … oder?

27.10.17 20:00 Uhr „Torca, Winny und die Diebe des Lichtes“ geeignet ab 6 Jahre, Dauer 60 Min.

Die Geschwister Torca und Winny sind allein zuhause. Mitten in der Nacht wacht Torca auf und sucht nach Licht, doch…..nicht eine Lampe lässt sich einschalten. Sind plötzlich alle Glühbirnen defekt? Gibt es einen Stromausfall?  In der ganzen Stadt ist plötzlich kein Licht mehr zu sehen. Gemeinsam mit Bruder Winny macht sich Torca auf, nach der Ursache zu forschen und schnell lässt sich feststellen … das Licht wurde gestohlen, aber von wem? Plötzlich öffnen sich geheime Eingänge im Kleiderschrank oder unterm Bett. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine spannende Reise ins Dustertal um der Sache auf den Grund zu gehen. Werden sie die Diebe des Lichtes finden?

Die kostenlosen Eintrittskarten für beide Veranstaltungen sind direkt in der Stadtbibliothek zu bekommen oder telefonisch unter 02307 983500 reservierbar. Die Anzahl bei beiden Veranstaltungen ist auf 30 Teilnehmer begrenzt. Infos auch unter www.dustertal.de




Du bist die Welt für mich: Tenor Johannes Groß erinnert im studio theater an Rudolf Schock

Der in Bergkamen bekannte und beliebte Tenor Johannes Groß ist am Sonntag, 19. November, ab 17 Uhr mit einem besonderen Programm im studio theater zu Gast: Mit „Du bist die Welt für mich“ wandelt der gefeierte Dortmunder Tenor auf den Spuren des weltberühmten deutschen Sängers Rudolf Schock. Begleitet wird er dabei von der gefeierten Sopranistin Julia Bachmann.

Johannes Groß

2015 hätte mit Rudolf Schock einer der beliebtesten deutschen Tenöre seinen 100. Geburtstag gefeiert. Johannes Groß interpretiert eine Vielzahl der Titel, für die Rudolf Schock in Erinnerung geblieben ist: so etwa »Ach, ich hab in meinem Herzen da drinnen« aus der Oper »Schwarzer Peter« von Norbert Schultze, aber auch die Lehár-Klassiker »Es steht ein Soldat am Wolgastrand«, »Schön ist die Welt« oder »Freunde, das Leben ist lebenswert«. Mit diversen Anekdoten und Geschichten blickt Johannes Groß in seinem Programm aber auch auf das abwechslungsreiche Leben von Rudolf Schock zurück.

Begleitet werden Julia Bachmann und Johannes Groß von dem international erfolgreichen Pianisten Professor Helge Dorsch, der bereits mit Sängern wie Luciano Pavarotti, Hermann Prey und Monserrat Caballé zusammengearbeitet hat.

Johannes Groß gehört zusammen mit Luis del Rio zu den German Tenors, die sich 1997 gründeten und in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas zu Hause sind. Das Bergkamener Publikum hat ihn als German Tenor und auch als Solisten kennen und schätzen gelernt.

Tickets gibt es zum Preis von 25,- € (22 ,- €) ermäßigt im Kulturreferat der Stadt Bergkamen,

Anne Mandok 02307/ 965 464.




Klassischer Silvestergruß: Im studio theater erklingen am 31. 12. die musikalischen Highlights der Strauß-Dynastie

Im Januar 2018 startet die „musik:landschaft Westphalen“ mit der M:LW Festival Philharmonie erstmals eine Tournee mit Neujahrskonzerten in Westfalen. Der Startschuss fällt in Bergkamen. Weil es am Sonntag, 31. Dezember, ab 17 Uhr über die Bühne studio theaters geht, ist das natürlich ein Silversterkonzert.

Präsentierten das Programm des Silversterkonzerts (v. l.): Susanne Jonas (Kulturreferat, Michael Krause (Sparkasse) Marc Alexander Ulrich, Dirk Klapsing und Mandy Bayer (GSW).

Das Schöne ist für die Fans der leichten Klassik: Dieses Konzert soll der Auftakt einer Reihe weiterer Silvesterkonzerte sein, versprach Kulturdezernent Marc Alexander bei der Vorstellung dieses besondere Programm. Bergkamen hätte mit diesem Angebot in der Region ein Alleinstellungsmerkmal. Neujahrskonzerte gebe es viele, aber kein Silvesterkonzert.

Im Eintrittspreis ist ein Begrüßungssekt enthalten. In der Pause bietet der Mensa- Bistro-Verein weitere Getränke und kleine Snacks zum Kauf an.

Bei diesem Konzert gebe es einen Strauß voller Polkas, Walzer und Märsche, kündigte der Geschäftsführer der „musik:landschaft westfalen“ Dirk Klapsing an. Das Orchester werde unter der Leitung von Martin Panteleev die Highlights der Strauß-Dynastie in Anlehnung an das berühmte Wiener Neujahrskonzert präsentieren. Solist ist József Lendvay (Violine). Der viel umjubelte Echo-Preis-Gewinner, der kürzlich sein Debüt in der Carnegie-Hall in New York feierte, bringt ungarisches Temperament in klassische Melodien, die unter seinen virtuosen Fingern mit rasanten Rhythmen zu neuem Leben erweckt werden und sich zur Essenz der ungarischen Lebensfreude verdichten. Lendvay spielt die „Stradivari es Ries“ von 1692, die ihm von der Reinhold Würth Musikstiftung zur Verfügung gestellt wird.

Die „penderecki musik:akademie westfalen“ brachte im Sommer 2012 erstmals Studierende und Absolventen von Musik-Konservatorien der ganzen Welt zusammen. Mit dem berühmten Komponisten und Dirigenten Krzysztof Penderecki, einem der wichtigsten Musiker der Gegenwart, probten die hochtalentierten Musikerinnen und Musiker im westfälischen Borken und traten schließlich gemeinsam als Orchester auf. Unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Martin Panteleev präsentiert die „M:LW Festival Philharmonie“ ein klassisches Silvesterprogramm, bei dem nicht nur die Familie Strauss gebührend geehrt wird, sondern auch Brahms „Ungarische Tänze“ und der Radetzky-Marsch nicht fehlen dürfen.

Eintrittspreis: 29 Euro, erm. 25 Euro

Einlass: 16:00 Uhr, Beginn: 17:00 Uhr




Herbstferienaktion im Balu „Wir sind Helden“ startet am Freitag mit dem Puppentheaterstück „Paradies Europa“ im studio theater

Die kommenden Herbstferien drehen sich im Kinder- und Jugendhaus Balu um das Thema „Wir sind Helden“. Das Projekt startet am letzten Schultag mit einer Theateraufführung für Jugendliche und junge Erwachsene und wird in der ersten Ferienwoche für Kinder fortgesetzt.

Szene aus „Paradies Europa“. Foto: Puppentheater Figuro

Start ist am Freitag, 20.10. um 19.00 Uhr im studio theater. Das Puppentheater „Figuro“ aus Hohenprießnitz bei Leipzig ist mit seinem preisgekrönten Stück „Paradies Europa“ zu Gast. Dem Thema „Helden“ wird hier überspitzt und mit jeder Menge teils bösem Humor begegnet. Immerhin treffen sich in dem Stück drei Despoten in einer Kneipe namens „Paradies“ und streiten um die Macht. Als weiterer Akteur tritt dann die Bardame, die auf den Namen „Europa“ hört, auf. Mit lebensgroßen Puppen — höchst skurrile Pappmaché-Köpfe auf rollbaren Gliederkörpern — zeigt das Theater Figuro hier das Umwerben der Europa durch die drei Despoten. Dass es dabei durchaus deftig zur Sache geht, liegt in der Natur der Sache.

„Paradies Europa“ vermittelt also keinen leicht verdaulichen Stoff und erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen „Macht, Gewalt und Heldentum“.

Der Eintritt ist frei, Karten sind im Kinder- und Jugendhaus Balu erhältlich. Unterstützt wird die Aufführung von der RAG-Stiftung, die mit dem Projekt „Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte“ zahlreiche Aktionen im Ruhrgebiet fördert.

Vom 23. bis 27. Oktober sind dann Kinder im Alter von 6-13 Jahren direkt im Kinder- und Jugendhaus Balu an der Reihe. Basierend auf klassischer und aktueller Kinder- und Jugendliteratur, Blogs und sozialen Medien setzen diese sich dort mit dem Thema „Helden“ auseinander.

Sie reflektieren „typische“ Eigenschaften und Eigenarten in der Darstellung von Heldinnen und Helden und arbeiten Parallelen und Unterschiede der jeweiligen Figuren heraus. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Vorbilder handeln, die die Kinder und Jugendlichen in ihrem persönlichen Entscheidungsprozess gewählt haben.

Im Anschluss daran nähern sich die Teilnehmer dem Thema auf der darstellerischen Ebene. In kleinen, selbst entwickelten Szenen geben die Kinder den in der Literatur und sozialen Medien oftmals eindimensional dargestellten Figuren mehr Tiefgang und hinterfragen sie möglicherweise auch kritisch. Daraus entsteht eine theatrale Collage, in der die literarischen und medialen Helden lebendig werden. Passende Kostüme und Requisiten werden ebenso gestaltet wie ein Bühnenbild. Am Ende des Projekts präsentieren die Kinder die Ergebnisse vor Publikum. Birgit Schwennecker, die auch die „Märchenzeit“ im Balu durchführt, wird als Referentin durch die Woche führen. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit Jugendstil, dem Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW, statt.

Die Projekttage beginnen jeweils um 10.00 Uhr und enden um 16.00 Uhr. Geöffnet hat das Balu in der Projektwoche von 8:30 Uhr  bis 16:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind im Kinder- und Jugendhaus unter  02307/60235 oder per E-Mail (jh-balu@gmx.de) möglich.




Herausragende Griffelkunst-Ausstellung ab Sonntag in der Galerie sohle 1

Was sich hinter dem sperrigen Namen „Griffelkunst“ verbirgt, können die Besucherinnen und Besucher der Galerie sohle 1 ab Sonntag, 22. Oktober, in Augenschein nehmen. Die Stadt Bergkamen stellt dann eine Auswahl ihrer Sammlung vor, darunter Arbeiten herausragender Künstlerinnen und Künstler der deutschen Kunstszene. Infos zur Griffelkunst gibt es hier.

Foto von Robert Lebeck aus dem Nachkriegsdeutschland.

Zu sehen sind Fotoarbeiten von Hans Finsler, der als einer der bedeutendsten Repräsentanten der Neuen Fotografie und der Neuen Sachlichkeit in der Fotografie gezählt wird. Ebenfalls vertreten, die Künstlerin Ré Soupault, Bauhausschülerin, Modemacherin, Fotografin und Essayistin, deren Fotografien heute zu den bedeutendsten Wiederentdeckungen in der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts zählen.

Arbeit des Berliner Künstlers Jonathan Meese

Robert Lebeck, in den 50er Jahren durch seine Fotografien des Nachkriegsdeutschlands, mit Politik und Starprominenz bekannt geworden, ist ebenfalls vertreten. Außerdem zu sehen: Siebdruckarbeiten von Lorenz Estermann: Die farbig angelegten Drucke werden überlagert von Aufforderungen wie »flex it«, »mix up«, »take off« etc. und ein Frühwerk von Jonathan Meese, dem Berliner Maler und künstlerischen Provokateur.

Die Ausstellung wird in der oberen Etage der Galerie sohle 1 gezeigt, da das Untergeschoss renoviert wird. Die Ausstellung läuft bis zum 3. Dezember. Ort /Öffnungszeiten: Städtische Galerie sohle 1 Jahnstraße 31/ Museumsplatz 59192 Bergkamen Di-Fr. 10-12 Uhr und 14-17 Uhr Sa 14-17 Uhr So 11-18 Uhr




Zupforchester der Musikschule trauert um seinen Gründer Lorenz Engelhardt

Das Zupforchester der Musikschule Bergkamen trauert um seinen Gründer und langjährigen Dirigenten Lorenz Engelhardt, der am 8. Oktober 2017 im Alter von 82 Jahren verstorben ist

Das Zupforchester entstand im Jahr 1975, als der damalige Grundschullehrer Lorenz Engelhardt seine Mandolinen-Arbeitsgemeinschaft mit der Gitarrenklasse der Musikschullehrerin Heide Potthoff zu einem Orchester vereinigte. Seitdem konnte Engelhardt an der Pfalzschule seine Schüler für die Musik begeistern. Unter seiner Leitung ist das damalige „Gitarren- und Mandolinenorchester“ kontinuierlich gewachsen. Um den Nachwuchs für die Orchesterarbeit fit zu machen, unterrichtete er die Mandolinenschüler im Rahmen des Musikschulunterrichts selber und gründete zusätzlich ein Nachwuchsorchester, welches er ebenfalls selber dirigierte. Zudem leitete er den Schulchor der Pfalzschule.

Völkerverständigung war Lorenz Engelhardt als damaligem Orchesterleiter ein sehr wichtiges Anliegen. Daher absolvierten die Musiker unter Engelhardts Leitung viele Reisen unter anderem nach England, Frankreich, Italien, in die Partnerstädte der Stadt Bergkamen in der Türkei und Polen sowie nach Kiew.

Im Mai 2000 dirigiere Engelhardt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums das Zupforchester zum letzten Mal. Bürgermeister und Schirmherr des Jubiläumskonzertes Roland Schäfer würdigte das Lebenswerk des Musikers, das auch durch die zahlreichen Kontakte ins Ausland das Leben der Stadt Bergkamen musikalisch bereicherte. Für seine Verdienste erhielt der scheidende Orchesterleiter die Silbermedaille der Stadt Bergkamen.

Trotz seines Ausscheidens aus der aktiven Orchesterarbeit blieb Lorenz Engelhardt seinem Orchester immer treu. Er besuchte, wenn immer es ihm möglich war, die Konzerte unter der Leitung seiner Nachfolger.

Im November 2015 feierte das Zupforchester sein 40-jähriges Bestehen. Lorenz Engelhardt brachte in einer bewegenden Rede seinen Stolz zum Ausdruck. „Wir haben bei den vielen Reisen durch Europa nicht nur die Welt gesehen, die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, sondern vielleicht auch etwas für die Völkerverständigung getan. Denn viele der dort entstandenen Freundschaften bestehen heute noch. Nicht zuletzt haben wir aber mit der Musik unser eigenes Leben bereichert“.




„Der Geschmack des Weltreichs“ – Buchvorstellung im Stadtmuseum Bergkamen

Am Freitag, 20. Oktober, lädt das Stadtmuseum Bergkamen um 19 Uhr zu einer kulinarischen Reise in die Römerzeit ein. Der Schriftsteller und Historiker Michael Kuhn stellt an dem Abend sein neustes Buch „Der Geschmack des Weltreichs“ vor.

Zahlreiche Rezepte, auch von „Nichtrömern“ leicht nachzukochen, laden zum Ausprobieren ein und verschaffen dem Leser einen individuellen Eindruck über die römische Küche. Die Erläuterungen des Autors zu historischen Entwicklungen geben einen zusätzlichen Einblick in die antike Esskultur. Durch die Verbindung beider Elemente kreiert Michael Kuhn ein buntes und umfassendes Bild der römischen Küche.

Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. und des Stadtmuseums Bergkamen sowie der Gruppe „Classis Augusta Drusiana – Römerfreunde Bergkamens“.

Der Eintritt ist frei. Das Café ist geöffnet und bietet kalte Getränke sowie verschiedene                    Kaffeespezialitäten an.

 




Kunst aus Bergkamen ist im „Zuckerhut“ von Hettstedt zu sehen

Arbeiten von Mitgliedern der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“ sind zurzeit in der Partnerstatt Hettstedt zu sehen. Hierbei handelt es sich um eine weitere Etappe einer engen Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern beider Städte.

Ein Foto von der Ausstellungseröffnung.

Bereits bei der Jahresausstellung der Kunstwerkstatt in der Galerie „sohle 1“ war mit Inge Strauss eine Künstlerin aus Hettstedt beteiligt gewesen. Zum Jubiläumsfest der Kunstwerkstatt in der Kühlerfabrik Adam war dann aus der Vorstand von „Kunstzuckerhut“ gekommen. Dies ist eine Art Förderverein, der auf ehrenamtlicher Basis kulturelle Veranstaltungen im „Zuckerhut“ wie die zurzeit laufende Ausstellung mit den Künstlerinnen und Künstlern aus Bergkamen organisiert. „Zuckerhut“ ist ein restaurierter Turm der ehemaligen Wehranlagen rund um Hettstedt.

Der „Zuckerhut“ in Hettstedt.

Dieser Turm gibt der Gruppe auch den Namen: Es wird berichtet, dass der runde Aufbau auf dem Turm, der ihm ein zuckerhutartiges Aussehen verleiht, zur besseren Abwehr von Kanonenkugeln diente. Derartige Türme sind im Mansfelder Land mehrfach zu sehen. Von der Stadt saniert, mit Strom und Heizung versehen, wurde er dem Verein als Domizil zur Verfügung gestellt und dient nun als Ausstellungsraum, Veranstaltungsraum für Kleinkunst und als Begegnungsstätte.

An den buckeligen, weiß gestrichenen Wänden können Kunstwerke einen ganz eigenen Charme entwickeln. „Wegmarke Bergkamen“ ist der Titel, der nicht nur die Verbindung schafft zur traditionellen Ausstellung der „sohle 1“, er soll auch darauf hinweisen, dass in den Werken sich Bergkamen und die Region spiegeln, aber natürlich auch die eigene Sprache des jeweiligen Künstlers.

Radierungen von Helmut Ladeck, eine Bildserie von Gitta Nothnagel, Skulpturen und Bilder von Dietrich Worbs, drei großformatige Arbeiten mit dem Titel Ruhrgebiet I –III von Martina Dickhut, die mit ihrer Farbgebung an Hochofenabstiche erinnern, und Fotografien von Silke Kieslich aus dem Raum Bergkamen sollen die Verbindung der Partnerstädte mit (künstlerischem) Leben erfüllen. Die Arbeiten aus Bergkamen sind im „Zuckerhut“ noch bis zum 2. November zu sehen…

„Nachdem im Jubiläumsjahr der Kunstwerkstatt ein Anfang gemacht, ein Kontakt aufgebaut wurde, hoffen die Künstler, dass sich auch in Zukunft eine Zusammenarbeit, ein intensiver Austausch halten lässt“, so die Sprecherin der Kunstwerkstatt Silke Kieslich..




Neue Philharmonie Westfalen in der Konzertaula Kamen: Martin Luther und die Musik

Martin Luther ist den meisten als Reformator bekannt. Dass er selbst auch begeisterter Sänger, Komponist und Lautenspieler war, dürfte für viele neu sein. Die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) greift seine Melodien im 2. Sinfoniekonzert „Reformation“ am 18. Oktober in Kamen auf.

Los geht es um 19.30 Uhr in der Konzertaula an der Hammer Straße 19. Dabei stehen unter Leitung von Patrik Ringborg Stücke von Paul Hindemith, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Sie alle haben passend zum Lutherjahr 2017 auch einen Bezug zu dem Reformator. Die NPW erinnert damit an die Bedeutung Luthers – auch für die Kunst.

Fachwissen für Musikexperten
Mendelssohn hat in der dort gespielten Reformationssinfonie den Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ als Abschluss gesetzt. Er schrieb die Sinfonie für ein Kirchenjubiläum. Auch Bach ist ohne die Prägung Luthers kaum denkbar. Gespielt wird auf dem Konzert seine Solokantate „Ich habe genug“. Hindemith hatte ebenfalls mit Luther zu tun: Seine Sinfonie „Mathis der Maler“ ist eine Annäherung an den Isenheimer Altar, den der Maler Matthias Grünewald kurz vor Luthers Thesenanschlag vollendete.

Karten gibt es im Vorverkauf bei Doris Erbrich vom Kreis Unna. Sie nimmt die Reservierungen unter 02303 / 27 14 41 oder per E-Mail an doris.erbrich@kreis-unna.de entgegen. Wichtig für die Reservierung: Namen und gewünschte Sitzplatzkategorie (für 12, 19, 21 oder 24 Euro). Die Karten werden an der Abendkasse hinterlegt und auch bezahlt. Spontane Sinfonie-Fans können dort auch kurzfristig noch Karten kaufen. PK | PKU