Geigenbau – ein altes Handwerk mit edlen Hölzern: Musikakademie lädt zum Vortrag im Streicheratelier Dillkötter ein
Ferdinand Dillkötter. Foto: Doris Dillkötter
Für alle, die ein Streichinstrument spielen oder sich für altes Handwerk interessieren, bietet die Musikakademie Bergkamen am Dienstag, den 9. Oktober einen besonderen Leckerbissen an: ein Vortrag zum Thema Geigenbau im Streicheratelier Dillkötter.
„Im 16. Jahrhundert entstand insbesondere in Norditalien der klassische Geigenbau, geprägt von Geigenbauern wie Amati und Stradivari“, erzählt Ferdinand Dillkötter. „Einige Arbeitsschritte wurden im Detail geheim gehalten, besonders die Rezepturen der Lackierung waren Betriebsgeheimnis!“.
In rund 90 Minuten erfahren die Teilnehmer alle Arbeitsschritte bis zum fertigen Streichinstrument einschließlich der Lackierung, Ausrüstung und Abstimmung. Ferdinand Dillkötter, der in seinem Atelier selbst Streichinstrumente repariert und restauriert, informiert über die Grundlagen des klassischen Geigenbaus, vom Material, den Werkzeugen und den Handwerkstechniken bis zum Bau von Streichinstrumenten wie Violine, Viola, Cello und Kontrabass.
Der Vortrag findet am Dienstag, den 9. Oktober 2018 von 19.00 bis 20.30 Uhr im Streicheratelier Dillkötter in Bergkamen-Overberge, Lupinenweg 4 statt. Die Kosten für die Veranstaltung betragen 8,00 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 01.10.2018 telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.
„Spalten, behauen, schnitzen“ – Holzworkshop für Kinder und Jugendliche im Römerpark Bergkamen
In den Herbstferien, vom 22. bis 26. Oktober, jeweils von 10-15 Uhr, bietet das Stadtmuseum Bergkamen für interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren einen außergewöhnlichen Holzworkshop im Römerpark Bergkamen an.
Das Material „Holz“ eignet sich hervorragend zum Herstellen von unterschiedlichen Gegenständen. Die zahlreichen Verarbeitungsmöglichkeiten kannten seit langer Zeit auch die Germanen. Sie nutzten das Holz beispielsweise für Holzschindeln, fertigten daraus Alltagsgegenstände und stellten Speere her. Die alten germanischen Techniken der Holzverarbeitung probieren die Teilnehmer/innen in dem Workshop aus. Sie spalten und behauen u.a. Holz für Speere, stellen Holzschwerter her und schnitzen eigene Löffel. Begleitet wird die Ferienaktion, die im Rahmen des Landesprojektes „Kulturrucksack NRW“ stattfindet, vom erfahrenen Holzbildhauer und Tischlermeister Jörg Steinhauer.
Die Teilnahmegebühr einschließlich Material beträgt 20 €. Für einen kleinen Mittagsimbiss wird gesorgt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/3060210 entgegen.
„Spalten, behauen, schnitzen“ – Holzworkshop für Kinder und Jugendliche im Römerpark Bergkamen
In den Herbstferien, vom 22. bis 26. Oktober, jeweils von 10-15 Uhr, bietet das Stadtmuseum Bergkamen für interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren einen außergewöhnlichen Holzworkshop im Römerpark Bergkamen an.
Das Material „Holz“ eignet sich hervorragend zum Herstellen von unterschiedlichen Gegenständen. Die zahlreichen Verarbeitungsmöglichkeiten kannten seit langer Zeit auch die Germanen. Sie nutzten das Holz beispielsweise für Holzschindeln, fertigten daraus Alltagsgegenstände und stellten Speere her. Die alten germanischen Techniken der Holzverarbeitung probieren die Teilnehmer/innen in dem Workshop aus. Sie spalten und behauen u.a. Holz für Speere, stellen Holzschwerter her und schnitzen eigene Löffel. Begleitet wird die Ferienaktion, die im Rahmen des Landesprojektes „Kulturrucksack NRW“ stattfindet, vom erfahrenen Holzbildhauer und Tischlermeister Jörg Steinhauer.
Die Teilnahmegebühr einschließlich Material beträgt 20 €. Für einen kleinen Mittags-imbiss wird gesorgt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/3060210 entgegen.
Eine Ausstellung, die unter die Haut geht, in der Trauerhalle Hünerbein am Parkfriedhof
Foto: Katrin Hartig & Stefanie Oeft-Geffarth
Das Bestattungsunternehmen Schäfer-Kretschmer & Hünerbein aus Bergkamen-Oberaden präsentiert am kommenden Wochenende ein besonderes Ausstellungs- und Buchprojekt zum Phänomen von Tattoos im Kontext der Trauer von Katrin Hartig & Stefanie Oeft-Geffarth. Der Titel der Ausstellung lautet „Unsere Haut als Gefühlslandschaft“.
In der Trauerhalle Hünerbein auf dem Parkfriedhof in Weddinghofen dreht sich von Freitag (7.9.) bis Sonntag (9.9.) alles um Tattoos im Zusammenhang mit Trauer. Von Namen, die man nie vergessen will, über Daten, die eine ewige Erinnerung bilden bis zu Bildern, die nicht verblassen sollen – mit Tätowierungen an seinem Körper kann man viel ausdrücken und sich an einen ganz besonderen Menschen erinnern.
Allein in Deutschland sind weit über sieben Millionen Menschen tätowiert und es ist ein kulturelles Phänomen, welches sich durch alle Bevölkerungsschichten zieht. Die Tätowierung als Ausdruck von Individualität und Auseinandersetzung mit den eigenen Lebenswelten ist schon seit mehr als 7000 Jahren bekannt und hat somit eine lange Tradition. Die Ausstellung des Oberadener Bestattungsunternehmens widmet sich nun einer ganz besonderen Form: dem Tattoo als Ausdruck der eigenen Trauer um einen geliebten und schmerzlich vermissten Menschen.
„Wir haben über einen Kollegen aus Bielefeld von der Ausstellung erfahren und wollten sie unbedingt in unseren Räumen zeigen“, sagt Klaus Schäfer vom Bestattungsunternehmen Schäfer-Kretschmer & Hünerbein. Die Präsentation der Ausstellung zusammen mit dem Team von Surf-Ink-Tattoo aus Kamen und dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur solle auch darüber informieren, dass „es auch diese Art der Trauerbewältigung gibt“.
Denn es geht in der Ausstellung und im Buch vor allem darum, Menschen über diese Möglichkeit der Trauerbewältigung zu informieren. Menschen, die zum Einen einen Weg für den Ausdruck ihrer Trauer suchen, zum Anderen, mehr Verständnis für Tattoos als Ausdrucksform der Trauer zu erzeugen. Denn manch ein Tattoo, das wir vielleicht noch immer kulturell verächtlich bewerten, hat ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Für konkrete Fragen und Anregungen steht ihnen das Team von Surf-Ink-Tattoo, Kamen am Samstag und Sonntag zur Verfügung.
Katrin Hartig leitet seit Jahren eine Selbsthilfegruppe der Verwaisten Eltern und Trauernden Geschwister e.V., hat dieses Phänomen immer wieder beobachtet und daraus, zusammen mit Stefanie Oeft-Geffrath dieses Projekt entwickelt, dessen Ergebnis ein Buch und eben diese Ausstellung ist. Über Interviews und Fotodokumentationen haben sie sich dem Thema genähert und über zwei Jahre daran gearbeitet.
Wo: Trauerhalle Hünerbein, Parkfriedhof, 59192 Bergkamen-Weddinghofen
Wann: Freitag, 7. September 2018, von 14.00-18.00 Uhr,
Samstag, 8. September und Sonntag, 9. September von 11.00-16.00 Uhr, an diesen beiden Tagen mit Surf-Ink-Tattoo, Kamen
Tag des offenen Denkmals im Römerpark Bergkamen
Die Legionäre stehen vor der Holz-Erde-Mauer im Bergkamener Römerpark in Reih und Glied.
Am „Tag des offenen Denkmals“, Sonntag dem 9. September 2018, öffnet der Römerpark Bergkamen von 11 bis 18 Uhr seine Tore. Museumsleiter Mark Schrader und die Lippe-Römer sind vor Ort und stellen das international bedeutende Legionslager Oberaden vor.
Der „Tag des offenen Denkmals“ wurde 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmal-schutz und dem Europarat ins Leben gerufen. Inzwischen beteiligen sich mehr als 3500 Städte und Gemeinden in Deutschland mit Aktionen an dieser Veranstaltung und öffnen Denkmäler, die sonst nur schwer oder überhaupt nicht zugänglich sind.
Die Führung im Römerpark Bergkamen soll Besucher vor allem die Bedeutung des größten Legionslagers der Römer nördlich der Alpen näher bringen. Im Römerpark ist der ca. 2000 Jahre Schutzgraben noch gut zu erkennen. Ein Gang auf der rekonstruierten Holz-Erde-Mauer – ein Projekt des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. in Kooperation mit der Stadt Bergkamen – veranschaulicht, wie gut und geschickt die Römer sich und ihr Lager vor feindlichen Angriffen schützten.
Für alle Veranstaltungen gilt Folgendes: Spende statt Eintritt
Salonmusik-Konzert „Wir tanzen um die Welt“
clarinet.factory: v.l.n.r: Johannes Bitter, Jasmin Garlik und Sabrina Garlik (Klarinette), Werner Ottjes (Bassklarinette).
„Wir tanzen um die Welt“, lautet das Motto des dritten Salonmusikkonzertes für Menschen mit Demenz, ihre Angehörige und Musikfreunde in Bergkamen. Zu diesem besonderen Konzertereignis laden das Bergkamener Netzwerk Demenz und die Musikakademie Bergkamen am Freitag, 21. September, um 16.00 Uhr in das studio theater bergkamen ein. Ausdrücklich sind auch Musikliebhaber, die nicht von Demenz betroffen sind, herzlich eingeladen. Von 15.15 Uhr – 15:45 Uhr erhalten die Besucher die Möglichkeit, in kleinen Gruppen in der Mensa an einer Konzerteinführung teilzunehmen.
Tanzmusik aus alten Zeiten und fernen Ländern
Mit seinem Programm „Wir tanzen um die Welt“ lässt das Ensemble clarinet.factory Erinnerungen an die letzte Tanzstunde wieder wach werden. Im Konzert gibt es beliebte Tänze von der Polka über den Tango bis zum Walzer zu hören. Aber auch die eine oder andere beschwingte Neuentdeckung wird präsentiert. Die Konzertbesucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das ihnen die Vielfalt und Freude für Tänze aus aller Welt Nahe bringt. clarinet.factory präsentiert neben bekannten Melodien z.B. aus der Oper „Hänsel und Gretel“ und der „Kleinen Nachtmusik“ von Mozart auch feurige Balkantänze, melancholische Tangos und beschwingte Walzer.
clarinet.factory mit Wurzeln in Bergkamen
Die Wurzeln des 2016 gegründeten Quartetts clarinet.factory liegen in Bergkamen. Jasmin und Sabrina Garlik waren Schülerinnen der hiesigen Musikschule bevor sie ein Musikstudium an der Musikhochschule Münster absolvierten. Mit ihren ehemaligen Lehrern der Musikschule Bergkamen, Werner Ottjes und Johannes Bitter, blieben sie auch während ihrer Ausbildung im Kontakt. Seit zwei Jahren präsentieren sie nun in gemeinsamen Konzerten die stilistische Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der Klarinette.
Konzert ist für alle Besucher kostenlos
Das Konzert wird vom Demenz-Servicezentrum NRW Region Dortmund gefördert und ist für alle Besucher kostenlos. Eine Anreise von betreuten Teilnehmern ist in entspannter Atmosphäre ab 15.00 Uhr möglich. Einlass in den Konzertsaal ist ab 15.15 Uhr. Das Konzert beginnt um 16.00 Uhr und wird rund eine Stunde dauern. Anne Horstmann, Projektleiterin der Musikakademie Bergkamen, führt durch das Programm und moderiert die Veranstaltung. Am studio theater stehen Parkplätze zur Verfügung und es gibt dort eine behindertengerechte Toilette.
Konzertkarten im Seniorenbüro Bergkamen
Für Teilnehmergruppen, die sich vorab anmelden, gibt es die Möglichkeit einer Konzerteinführung ab 15.00 Uhr. Dabei wird die Kommunikation und Interaktion über emotional-sinnliche Kanäle im Vordergrund stehen. Für alle Besucher mit einem Rollator ist eine Anmeldung im Vorfeld unbedingt erforderlich, da im studio theater nur begrenzt Rollatorenplätze zur Verfügung stehen. Anmeldungen und organisatorische Anfragen nimmt das Seniorenbüro der Stadt Bergkamen gerne entgegen. Die Karten für das Konzert können ebenfalls im Seniorenbüro telefonisch unter 02307 / 965-410 reserviert oder dort abgeholt werden.
Inklusionsgedanke im Vordergrund: Gemeinsam Salonmusik genießen
Das Konzert speziell für Menschen mit Demenz soll den Besuchern die Sorge nehmen, durch krankheitsbedingte, besondere Verhaltensweisen unangenehm aufzufallen. Das Konzert richtet sich jedoch nicht ausschließlich an Betroffene. Der Inklusionsgedanke steht im Vordergrund: Alle Musikfreunde sind eingeladen, gemeinsam dies Salonmusikkonzert zu genießen. Musik verbindet, weckt Erinnerungen, fördert verborgene Fähigkeiten wieder zutage und macht einfach Spaß.
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ – Malerei von Anette Heuer in der Ökologiestation
.
Am Donnerstag, 6. September, um 19.00 Uhr wird die Ausstellung von Anette Heuer „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil eröffnet. Seit Jahren ist sie begeisterte Teilnehmerin der Bergkamener Sommerakademie im Bereich „Freie Malerei“. Bevorzugtes Bildmotiv – inspiriert durch verschiedene Reisen – sind BÄUME in Szene gesetzt durch Perspektive, Hintergrund und Standort.
In den letzten 10 Jahren sind dazu in Bergkamen und in weiteren überregionalen Workshops Bilder in Acryl- und Mischtechnik entstanden, die das Zitat „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ von Khalil Gibran sehr passend umschreibt.
Das Zusammenspiel von Form und Farbe bietet eine große Vielfältigkeit. Die Umsetzung von Licht und Schatten spielt eine große und immer wieder spannende Rolle für die Entstehung der Bilder.
Die Ausstellung ist bis zum 30. September zu sehen.
1. Sinfoniekonzert der Spielzeit: Musik, Macht und Protest
Das Orchester der Neuen Philharmonie Westfalen. Foto: Pedro Malinowski – Neue Philharmonie Westfalen
Zum Start in die neue Spielzeit stellt die Neue Philharmonie Westfalen gleich eine schwierige Frage: Was haben das Lincoln Portrait von Copland, die neunte Sinfonie von Schostakowitsch und Beethovens „Eroica“ gemeinsam? Die Antwort: politische Zwecke. Was das bedeutet, ist am Mittwoch, 19. September in Kamen zu hören.
Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann und August Zirner als Sprecher in der Konzertaula Kamen an der Hammer Straße 19 ist das Konzert ab 19.30 Uhr zu hören. Um 19 Uhr gibt es eine Einführung, die die Stücke in das politische Thema rund um Musik, Macht und Protest einbettet. In der Folge erfahren die Zuschauer mehr über die politischen Ambitionen von Beethoven und Copland und den Protest von Schostakowitsch.
Mutige Absichten
Zu hören sind die neunte Sinfonie von Schostakowitsch, das Lincoln Portrait von Copland und die dritte Sinfonie „Eroica“ von Beethoven. Während Copland damit die Erinnerung an den großen US-Präsidenten Abraham Lincoln hochhält und Beethoven Napoleon feiert, hat Schostakowitsch eine andere Idee.
Schostakowitsch sollte für Stalin nach dem Sieg über Hitlerdeutschland eine große Sinfonie schreiben. Doch statt pompöser Feierlichkeit servierte er burleske Possenspiele und „drehte dem Diktator eine Nase“, wie es im neuen Programmheft der NPW heißt. Schauspieler August Zirner liest dabei die eingestreuten Zitate vor.
Kartenverkauf und weitere Infos
Karten gibt es im Fachbereich Kultur des Kreises Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-14 41 und per E-Mail unter doris.erbrich@kreis-unna.de. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro) und liegen nach Vorbestellung an der Abendkasse bereit. Weitere Informationen zum Konzert gibt es unter www.neue-philharmonie-westfalen.de. PK | PKU
Greg`s Bluesnight Band spielt zum Auftakt des Sparkassen Grand Jam 2018/19
Präsentiert am Mittwoch das neue Konzertprogramm des Sparkassen Grand Jam (v. l.): Sascha Masurkewitsch, Betreiber Gaststätte Thorheim, Olli Gee, Michael Krause von der Sparkasse Bergkamen-Bönen, David Zolda und Tommy Schneller.
Im ehemaligen Haus Schmülling wird kräftig gewerkelt. In gut zwei Wochen eröffnet dort das „Thorheim“ neu, die Eventgastronomie zum Thema Wikinger und Mittelalter in Bergkamen. Was allerdings ganz beim Alten bleibt, ist der Sparkassen Grand Jam, die mit etwa 15 Jahren wohl älteste Blues-Konzertreihe im Kreis Unna.
Los geht es am Mittwoch, 5. September mit einem Paukenschlag: Zur Eröffnung spielt Greg’s Bluesnight Band und zwar in fast der Originalbesetzung, die vor eineinhalb Jahrzehnten in Bergkamen die Blues-Tradition begründet hatte. Nur Tommy Schnell wird fehlen. Wie er am Mittwoch im ehemaligen Haus Schmülling bei der Vorstellung des aktuellen Grand Jam Programms berichtet, wird er sich auf Wanderschaft über die Alpen nach Italien befinden.
Die Bluesfreunde werden das verschmerzen können. Bereits am 10. Oktober spielt Tommy Schneller im „Torheim“ mit seiner eigenen Band auf.
Möglich wird die Bergkamener Blues-Reihe durch die Unterstützung der Sparkasse Bergkamen-Bönen. Wieder sind es acht spannende Konzerte mit einer interessanten Mischung, wie Tommy Schneller und sein Mitstreiter Oliver Geselbracht (Olli Gee) am Mittwoch betonten. Das geht sogar so weit, dass im Januar mit den Damen-Trio Silverettes astreiner Rockabilly geboten wird.
Konstant seien nicht nur die Qualität der Konzerte und deren Zahl, sondern auch die Eintrittspreis, erklärte David Zolda vom Bergkamener Kultreferat: 16 Euro an der Abendkasse (ermäßigt 13,00 Euro) und 14 Euro im Vorverkauf (ermäßigt 11,00 Euro). Tickets für den 5. September gibt es ab sofort im Bürgerbüro im Rathaus, im Kulturreferat (unter 02307/965464 sind Karten auch vorbestellbar, im „Thorheim“ (ehemals Haus Schmülling / Almrausch) und in der Hauptstelle der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Rathausplatz 2.
Greg`s Bluesnight Band
am 5. September
Das Team vom Kulturreferat Bergkamen und den Programmgestaltern Tommy Schneller und Olli Gee eröffnet die Grand Jam-Saison 2018/2019 mit der Formation, die vor ca. 15 Jahren das erste Mal die Bühnen im damaligen Haus Schmülling erklommen hat: Greg´s Bluesnight Band. Nachdem sich die Formation im Jahre 2008 aufgelöst hatte, mussten einige Jahre vergehen, bis alle Künstler die Magie dieser Besetzung wiederentdeckt hatten. So wird es nun zur Tradition, sich einmal im Jahr in Bergkamen zu treffen und mit viel Spielfreude “alte Bekannte” im Publikum wiederzusehen.
Besetzung: Gregor Hilden (Gitarre und Vocals), Gerd Gorke (Harp und Vocals), Horst Bergmeyer (Keyboard und Vocals), Frank Boestfleisch (Schlagzeug), Olli Gee (Bass und Organisation)
Tommy Schneller Band
am 10. Oktober
Er kennt die Festivals in Europa und die kleinen Clubs auf der Beale Street in Memphis – Tommy Schneller ist auf den großen Bühnen dieser Welt zuhause. Sein charmanter, unverwechselbarer Gesang und sein erdig warmer Saxophonsound haben ihn in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Musiker Europas gemacht. Die Musik hat einen authentischen US-Touch, ist frisch und lebt von Tommys wiedererkennbarer Stimme und natürlich von seinem unverkennbaren Saxophonsound. Eine hoch attraktive und, last but not least, eine sehr sympathische Band.
Besetzung: Fabian Koke (Schlagzeug), Adman (Bass), Gary Winters (Trompete und Vocals), Dieter Kuhlmann (Trombone), Steffen Schöps (Gitarre und Vocals), Kiril Vorwald (Keyboards)
Will Jacobs
am 7. November
Bekannt für seine kraftvollen Live-Auftritte, ist Will Jacobs ein moderner Blues-/-R&B/-Soul-Künstler mit Sitz in Berlin. Er stammt ursprünglich aus Chicago, USA und ist bereits im Alter von 25 Jahren ein erfahrener Musiker. Auf Performance-Bühnen ist er kein Fremder, er hat seine Stücke auf die altmodische Art und Weise geschliffen – Erfahrung. Im Jahr 2009 erregte er lokale und internationale Aufmerksamkeit, als seine erste Band (“Dirty Deal“) beim International Blues Showcase in Memphis, Tennessee, auftrat, nachdem er den Chicago-Blues-Challenge-Jugendwettbewerb gewonnen hatte. Will und die Band hinterließen ihre Spuren aufgrund Wills ausgereifter Improvisationsfähigkeit und Gesangstalent, gepaart mit einem starken, Blues-infundierten Sound. Nachdem er Mitte 2016 den Sprung nach Europa geschafft hatte, begann Will seine dynamische Spielfähigkeit in Berlin zu erproben. Ob es nun darum geht, Clubs/ Festivals oder mit anderen Weltklassemusikern zu spielen, Sessions zu machen oder zu komponieren, Will freut sich darauf, seine Musik zu teilen.
Ingrid Arthur & Grand Jam Allstars
am 5. Dezember
Sie ist nicht nur eine wunderbare Sängerin, sie ist die Göttin des Souls mit ihrem reichhaltigen und traditionellen Gospelhintergrund, beeinflusst von Aretha Franklin, Mavis Staples und Mahalia Jackson. Ingrid Arthur trat auf den verschiedensten Bühnen in New York, Paris, London und Berlin auf und wurde wegen ihrer Professionalität, sympathischen Erscheinung und einzigartigen Stimme überall mit stehenden Ovationen belohnt. International bekannt und beliebt wurde Ingrid Arthur als ehemalige Sängerin der “Weather Girls” und deren weltweit erfolgreichem Hit “It’s Raining Men”. In Bergkamen musiziert sie zusammen mit den Grand Jam Allstars um Saxophonist Tommy Schneller und Bassist Olli Gee.
The Silverettes
am 9. Januar 2019
Waren The Silverettes bisher als Support für Dick Brave & The Backbeats, Boppin B. oder Boss Hoss überaus erfolgreich und sicherten sich so ein Stück vom großen Kuchen, wollen sie jetzt die ganze Torte. Für sich allein! Denn ab sofort ist Rockabilly weiblich. Der frische Mix aus Gestern und Heute sowie der dreistimmige Satzgesang schaffen eine Atmosphäre voller Spannung und brisanter Energie, die jeden in den Bann zieht und The Silverettes gleichzeitig einen Riesenschritt in Richtung Morgen machen lässt! Durch ihre Musikalität und Intensität sind The Silverettes in der Lage, mal verrucht zu agieren und dann wieder gewaltige Rock-’n’-Roll-Rhythmen abzufeuern. So bringen die drei Wirbelwinde Weiblichkeit und Rock ’n’ Roll in einer aufregenden Art und Weise zusammen, die den Hörer sofort begeistert.
John Nemeth & Band
am 6. Februar 2019
Das bekannte Blues Magazin “Livin Blues” wählte John Nemeth 2011 zum “Most Outstanding Blues Singer“. Die Memphis Blues Foundation schlug ihn im selben Jahr zweimal für den Blues Award vor. Ein Erfolg, der bestimmt nicht von alleine gekommen ist, so spielt er mit seiner Band mehr als 220 Shows im Jahr. Der Sänger und Mundharmonika-Spieler fing mit 17 Jahren an, sich für Bluesmusik zu interessieren. Beeinflusst von BB King, Ray Charles oder Junior Parker hat er seinen eigenen Rhythm-‘n‘-Blues-Stil entwickelt. Auf der Bühne ist er ein grandioser Entertainer, der singen und unglaublich gut Mundharmonika spielen kann. John Nemeth ist eine der ganz großen Zukunftshoffnungen des modernen Blues.
Michael van Merwyk & Bluesoul
am 13. März 2019
Nach dem Gewinn der German Blues Challenge 2011 belegten Michael van Merwyk & Bluesoul Anfang Februar 2013 den zweiten Platz bei der International Blues Challenge in Memphis, USA. Couragiert und selbstbewusst spielten sich die vier Musiker bis ins Finale, sorgten mit ihrem frischen und eigenständigen “American Music – Euro Style” für Furore und behaupteten sich in einem Teilnehmerfeld von 124 Band-Acts aus 16 Ländern. Die Platzierung im Mutterland des Blues kann durchaus als sensationell bezeichnet werden, umso mehr als in der 29-jährigen Geschichte der IBC erstmalig eine europäische Band überhaupt eine Platzierung erreichte. Van Merwyks Stimme brummelt wie eine Mischung aus Dr. John und Johnny Cash, sein Gitarrenspiel ist funky wie Johnny Guitar Watson und rau wie Albert King.
Bluesoul: Olli Gee (Bass), Jochen Bens (Gitarre), Bernhard Weichinger (Schlagzeug)
Jaimi Faulkner feat. Tommy Schneller und Olly Gee
am 3. April 2019
Ein groovender Songpoet aus Down Under / Australien. Als versierter Gitarrist, der mit der elektrischen und mit der akustischen Gitarre gleichermaßen bestens vertraut ist, und als ausdrucksstarker Sänger mit warmer, souliger Stimme begeistert Jaimi Faulkner seine Fans. 2017 erschien die Single “Early Morning Coffee Cups”, die inzwischen mehr als 4,5 Millionen Streams bei Spotify verzeichnen kann. Ein beeindruckendes Indiz dafür, welche wachsende Popularität Jaimi Faulkner genießt. Im selben Jahr erschien sein neues und mittlerweile sechstes Album “Back Road”. Obwohl auf “Back Road” die Songs immer im Mittelpunkt stehen, spielt Faulkners hervorragendes Gitarrenspiel eine tragende Rolle als perfekte Ergänzung seines Gesangs. Das von Faulkner selbst produzierte Album wurde von Kritikern und Fans zugleich in den höchsten Tönen gelobt und ist seine bisher stimmigste und überzeugendste Arbeit.
Ausstellungseröffnung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in den Räumlichkeiten der VHS
Laden zur Aussteöllung und zum Film ein (v. l.): Martina Bierkämper, VHS-Leiterin Sabine Ostrowski und Ludger Kortendieck.
In Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Bergkamen, Ludger Kortendieck, und der Kommunalen Gleichstellungsstelle, Martina Bierkämper, zeigt die VHS Bergkamen ab dem 4. September 2018 die Wanderausstellung „Frauenpolitischer Aufbruch – Der Kampf um das Frauenwahlrecht in Deutschland“ des Frauenmuseums Bonn. Gezeigt wird zum Thema am 13. September ab 19 Uhr ebenfalls im Treffpunkt ein Spielfilm. Sowohl diese Zusammenarbeit zwischen den Ämtern also auch das Filmangebot sollen fortgesetzt werden.
Das Deutsche Reich gehörte zu den Staaten, die Ende 1918 relativ früh das allgemeine Frauenwahlrecht einführten. Die erste, die politische Gleichberechtigung forderte, war die Schriftstellerin Hedwig Dohm mit ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ von 1876. Seit Mitte der 1890er Jahre hatten sich einzelne Frauen um die Juristin Dr. Anita Augspurg für das Frauenstimmrecht ausgesprochen, die 1902 den Verein für das Frauenstimmrecht gründeten.
Die Ausstellung geht der Frage nach, mit welchen Strategien die Frauenrechtlerinnen auftraten und wie sie sich vernetzten. Vorgestellt werden Sozialistinnen, konservative bürgerliche Frauen und die sogenannten Radikalen.
Die Ausstellung zeigt sieben Tafeln mit Portraits von Louise Otto-Peters, Hedwig Dohm, Marie Stritt, Clara Zetkin, Ottilie Bader und Marie Juchacz.
Acht Roll-Ups zeigen die historischen Zusammenhänger. Zudem werden einige historische Dokumente und Postkarten mit der Forderung nach dem Frauenwahlrecht ausgestellt.
Es lohnt sich, die Ausstellung zu besuchen. Sie ist bis zum 26. September bei der Volkshochschule im Treffpunkt an der Lessingstraße zu besichtigen.
Ein weiteres Highlight ist die Filmvorführung am Donnerstag, 13. September, ab 19.00 Uhr, ebenfalls zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Der Lizenzvertrag für die Vorführung lässt die Nennung des Filmtitels nicht zu, er kann aber bei der VHS erfragt werden.
Der Film erzählt den Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts am Beispiel der Protagonistin Vera Rückstuhl, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. In einem Appenzeller Dorf beginnt sie, sich langsam, aber hartnäckig für das Frauenstimmrecht einzusetzen – und dafür, wieder berufstätig sein zu können.
Als sie dies ihrem Mann anvertraut, verbietet er ihr, eine Stelle zu suchen – und kann sich dabei auf das Gesetz berufen.
Schauen Sie sich den Film an! Es lohnt sich! Er besticht durch seine charmant-verspielte, witzige, tragische Inszenierung und seine hervorragenden Schauspielerinnen.
Der Eintritt liegt bei 5,00 €.
Melden Sie sich bitte an!
Pop – Politkomik ohne Predigt: Kabarettstart mit Mathias Tretter
Mathias Tretter._Foto: Stefan Stark
Im Bereich der politischen Satire gehört Mathias Tretter definitiv zur Elite: Der bekannte Kabarettist präsentiert am Donnerstag, 13. September, ab 20 Uhr mit „ Pop“ sein neues Programm im studio theater bergkamen.
Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: Das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und außenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, dass es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.
Der deutsche Kabarettist und Autor Mathias Tretter dürfte wohl spätestens während seines Germanistik Studiums sein Faible für Sprache entdeckt haben. Wortgewandt und rasant begeistert er nun schon seit über 10 Jahren sein Publikum und provoziert auf grandiose Art und Weise mit scharfer Zunge und köstlichen Gemeinheiten!
David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mussten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz.
Alle Kulturveranstaltungen sind auf der Homepage der Stadt Bergkamen und im Kulturprogramm Bergkamen nachzulesen.
Tickets gibt im Kulturreferat ab dem 29.08., Tel. 02307/965-464.