Neujahrsempfang der Stadt ganz im Zeichen des Jubiläums „50 Jahre Musikschule Bergkamen“

Die Sängerin der Big-Band der Bergkamener Musikschule suchte beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters beim „Big Spender“ den Kontakt zum Publikum.

Die Musik stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt Bergkamen, zu dem Bürgermeister Roland Schäfer am Sonntag in dies Schützenheide eingeladen hatte. Genauer gesagt ist es die Bergkamener Musikschule, die 1969 von Eckhard Kadenbach gegründet wurde. Zur gleichen Zeit baute der Musiklehrer am Bergkamener Gymnasium den Bachkreis auf.

Bürgermeister Roland Schäfer und die Big-Band „Triple B“ gestalteten das Programm des Neujahrsempfangs in der Schützenheide.

Heute lernen 1500 Musikschüler in Bergkamen den Gebrauch eines Instruments oder ihrer Stimme, erklärte Fachbereichsleiterin Anne Horstmann den rund 350 Gästen des Neujahrsempfangs. Die zeigte sich von dem Konzert der Big-Band „Triple B“ mit der Sängerin und Gesangslehrerin Jane Franklin sichtlich beeindruckt.

Bürgermeister Roland Schäfer ließ mit einer Powerpoint-Präsentation wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und wagte ein Blick in das Jahr 2019. Hier sollen bald die Erdarbeiten zur Modulation der Wasserstadt Haus Aden gestartet werden und auch der Abbruch der Turmarkaden beginnen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Viele Gäste des Neujahrsempfangs setzen sich seit Jahren ehrenamtlich für das Wohl der Stadt Bergkamen ein. Zwei von ihnen nannte Schäfer namentlich: Stadtbrandmeister Dietmar Luft und sein Stellvertreter Ralf Klute. Beide stellen ihre Ämter jetzt zur Verfügung. Für Dienstag hat der Bürgermeister die Bergkamener Feuerwehrleute zu einer Versammlung ins studio theater eingeladen. Danach soll dann feststehen, wer ihre Nachfolger wird. Sie müssen allerdings noch in der Sitzung des Stadtrats am 21. Februar offiziell gewählt werden. Ihre Ernennungsurkunde erhalten sie dann beim traditionellen Kameradschaftsabend der Feuerwehr am 16. März. Dann werden auch Dietmar Luft und Ralf Klute aus ihren Ämtern verabschiedet.

Die Festhalle der Schützenheide bot dem Neujahrsempfang einen würdigen Rahmen.




Kreativkurs „Das künstlerische Tagebuch“ mit der Künstlerin Klara Ratajczak

Unter dem Motto „Schmücke deinen Alltag mit eigener Kreativität“ wird die in Hagen lebende freischaffende Künstlerin Klara Ratajczak ab Dienstag, 22. Januar wieder den Kurs „Das künstlerische Tagebuch“ durchführen. In diesem Kurs kann ganz frei gearbeitet werden.

Zu Beginn werden Ideen entwickelt, wie ein Einstieg in ein künstlerisches Tagebuch gelingen kann. Die Dozentin verfügt über langjährige Erfahrung mit unterschiedlichsten künstlerischen Techniken, die sie individuell in die kreative Entwicklung jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers vermittelnd einfließen lassen kann. Dabei steht jedoch immer auch das gewagte Experiment jedes Einzelnen im Vordergrund. Der Kurs erfordert keine künstlerischen Vorkenntnisse, sondern den Mut zum ersten Schritt und wendet sich an Menschen, die ihrer kreativen Spur folgen wollen.

Der Kurs findet an fünf Terminen jeweils dienstags von 18.00 bis 20.15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Kreativraum für Erwachsene in der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6 in Bergkamen-Mitte. Das Teilnehmerentgelt beträgt 30 Euro. Interessenten können sich im Kulturreferat der Stadt Bergkamen anmelden und erhalten weitere Informationen unter der Durchwahl 02307 965462.




Einführung in die Oper „Der Barbier von Sevilla“ mit Johannes Wolff

Johannes Wolf. Foto: Ursula Dören

Die Musikakademie der Musikschule der Stadt Bergkamen macht allen Freunden der Opernmusik auch in dieser Saison wieder ein besonderes Angebot: Eine Einführung in die beliebte Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini findet am 29. Januar 2019 um 19.30 Uhr in der städtischen Galerie „sohle 1“ statt.

„Rossini war ein Meister der Komödie und ‚Der Barbier von Sevilla‘ erfreut sich seit seiner Uraufführung 1816 großer Beliebtheit“, sagt der Referent des Abends, Johannes Wolff. Der studierte Pianist ist selbst ein großer Opernfan und hat zahlreiche Hintergrundinformationen, Hörbeispiele und interessante Details zusammengetragen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Freude am Hören klassischer Musik genügt.

„Der Barbier von Sevilla“ steht derzeit auf dem Spielplan des Opernhauses Dortmund. Die Operneinführung findet am 29. Januar 2019 von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr in der Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum Bergkamen-Oberaden statt. Die Kosten für die Veranstaltung betragen 8 Euro. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen ab sofort bis zum 21. Januar 2019 telefonisch unter Nummer 02306-307730 entgegen.




Willy Nachdenklich mit Vong Sprache im mittwochs mix in der Galerie „sohle 1“

Willy_Nachdenklic. Foto:_Michael
Golinski

Internet-Star Willy Nachdenklich tritt am Mittwoch, 20. Februar, um 19.30 Uhr im mittwochsMIX in der Galerie „sohle 1“ auf. Willy Nachdenklich ist der Macher der Facebook Seite „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ mit über 360.000 Followern.

Damit hat er Kultstatus erreicht. Durch ihn wurde die Vong-Sprache salonfähig – und ganz nebenbei ist der Begriff „I bims“, den er bekannt gemacht hat, 2017 zum Jugendwort des Jahres gekürt worden.

Vom erfolgreichen Internetstar zum kabarettistischen Autor. In Form von extrem witzigen und fantasiereichen Kurzgeschichten lässt sich „Willy Nachdenklich“ über die Banalitäten des Alltags aus – ganz in der Manier von „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ und natürlich in der schnoddrigen Jugend- bzw. Vong-Sprache, für die ihn seine Fans so lieben! Willy liest dabei nicht nur vor – er improvisiert und interagiert mit seinem Publikum und garantiert damit einen köstlich amüsanten Abend.

DER AUTOR
Kunstfigur WILLY NACHDENKLICH ist eigentlich Großhandelskaufmann in der Oberpfalz. Im Krankenbett kam ihm aus Langeweile die Idee, die kitschigen Bilder mit Sinnsprüchen, die zahlreich im Internet kursieren, zu parodieren, indem er die Rechtschreib- und Grammatikfehler der Ersteller nachahmt und auf die Spitze treibt. Um seine Kreationen zu teilen, erstellte er die Facebook-Seite »Nachdenkliche Sprüche mit Bilder«, die schon bald einen Hype erfuhr und den fehlerhaften Jugendslang zum Trend machte.

Kartenvorbestellungen und weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder a.mandok@bergkamen.de

Weitere Infos, Videos: http://www.kramer-artists.de/willy-nachdenklich/




Lesewettbewerb des sechsten Jahrgangs der weiterführenden Schulen in der Stadtbibliothek

Am kommenden Montag findet zum 17. Mal in Folge der Lesewettbewerb des sechsten Jahrgangs der weiterführenden Schulen in Bergkamen auf Einladung des Kulturreferates und des Amtes für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport, statt.

Am 14. Januar treffen um 15.00 Uhr die ersten und zweiten Gewinnerinnen und Gewin-ner der schulinternen Lesewettbewerbe in den Räumlichkeiten der Bergkamener Stadtbibliothek auf eine fachkundige Jury. Vier beruflich oder privat eng mit dem Thema „Lesen“ verbundene Ju-roren werden ihr besonderes Augenmerk auf das Textverständnis, die Lesetechnik sowie die Ge-staltung des Textes richten, wenn die Kinder aus einem Buch ihrer Wahl eine kurze Passage vorle-sen.

Für die Jury konnten erneut die bekannten Schriftsteller aus Kamen Raimon Weber und Heinrich Peuckmann, zugleich auch ehemaliger Lehrer des Bergkamener Gymnasiums ebenso der Landtagsabgeordnete und ehemalige Schulleiter der Bergkamener Heide-Hauptschule Rüdiger Weiß und die Leiterin der Bergkamener Stadtbibliothek Jutta Koch gewonnen werden.

Als Lohn für ihre Leistungen winken den jungen Vorlesern Urkunden und Büchergutscheine. Die drei Erstplatzieren dürfen sich darüber hinaus über einen Gutschein für ein Projekt der Bergkame-ner Jugendkunstschule freuen.




Notenlesen – kein Buch mit sieben Siegeln mehr! – Musikakademie Bergkamen lädt zum Einsteigerkurs am 25. Januar 2019

Bettina Pronobis. Foto: Wilhelm Lohmann

Wie ist ein Rhythmus notiert? Wie heißen die Noten im Violin- und Bassschlüssel? Diese Fragen scheinen viele musikinteressierte Erwachsene zu beschäftigen, denn das Angebot „Notenlesen für Erwachsene“ ist ein Publikumsliebling im Angebot der Musikakademie Bergkamen.

Aufgrund vielfacher Nachfrage hat die Kursleiterin Bettina Pronobis für 2019 sowohl Einsteigerkurse als auch spätere Vertiefungskurse geplant. Teilnehmer ohne Vorkenntnisse besuchen zunächst einen Einsteigerkurs. In vier Sitzungen jeweils Freitag von 18.30 bis 19.30 Uhr werden Chorsänger, Wiedereinsteiger oder Selbstlerner im Instrumentalspiel mit den Geheimnissen der Notenschrift vertraut gemacht.

Die Kursleiterin Bettina Pronobis möchte mit diesem Angebot Hürden abbauen. „Ich habe schon oft den Satz gehört „Noten waren für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln“ und finde es schade, wenn dieser Umstand Menschen daran hindert, aktiv zu musizieren! Dabei genügen schon einfache Grundlagen des Notenlesens, um beim Singen oder Instrumentalspiel besser und vor allem selbständiger zurecht zu kommen. Auch Eltern, die ihren Kindern helfen möchten, wenn diese gerade Noten lernen, können in meinem Workshop gute Grundkenntnisse erlangen.“

Die studierte Violinistin Bettina Pronobis ist selbst seit ihrer Jugend engagierte Chorsängerin und verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung mit allen Altersstufen. Ihr Anliegen ist es nicht nur, die Systematik unseres Tonsystems zu vermitteln, sondern auch die neu erworbenen Fähigkeiten zu trainieren. Dabei wird die individuelle Zielsetzung der Teilnehmer berücksichtigt.

Die Kosten für den einzelnen Workshop betragen 25 Euro. Die Teilnehmer werden gebeten, Bleistift und Radiergummi mitzubringen. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte, Pestalozzistr. 6. Der Workshop beginnt am 25. Januar und geht bis zum 15. Februar 2019. Er umfasst 4 Lektionen von jeweils 60 Minuten.

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 17. Januar 2019 telefonisch unter Nummer 02306 – 30 77 30 entgegen.




„Die kleine Hexe“ im studio theater

Die kleine Hexe kommt ins studio theater.                                                                                                                    Foto: Michael Reuland

Die Kindertheatersaison des Jugendamtes wird am Mittwoch, 30. Januar, ab 15 Uhr im studio theater mit der Aufführung „Die kleine Hexe“ des L’una Theaters fortgesetzt.

Das L’una Theater verwandelt die beliebte Geschichte von Otfried Preussler in ein fesselndes Schauspiel mit Musik, Masken und Magie. Die mehrfach preisgekrönte Inszenierung (Gewinner Publikumspreis Wiesbadener Kinderkulturtage 2009 und 2012) sorgt für Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.

Und alle sind sie dabei: vom gutmütigen Raben Abraxas bis hin zur giftigen Muhme Rumpumpel. Hinterhältig hat sie dafür gesorgt, dass die kleine Hexe nicht beim großen Walpurgis-tanz auf dem Blocksberg dabei sein darf. Erst einmal soll sie beweisen, dass sie eine gute Hexe ist. Mit Feuereifer schwingt die kleine Hexe fortan den Zauberstab für die Armen und gegen die Grobiane. Als sie siegessicher zur Hexenprüfung erscheint, tritt ein unerwartetes Missverständnis zu Tage: für den Hexenrat hat eine gute Hexe gallebitterböse zu sein. Aber da spielt die kleine Hexe nicht mit.

Beginn ist um 15.00 Uhr, die Aufführung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind im Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 305) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.

Die Kindertheatersaison endet dann am 27. Februar 2019 mit dem Stück „Pippi feiert Ge-burtstag“ des Wittener Kinder- und Jugendtheaters.




BBS Hard Bop Trio – Bergmann Bär Siehoff spielt am Sonntag in der Galerie „sohle 1“

Das Bergmann Siehoff Bär Trio. Foto: Kurz Rade

Drei Musiker, die sich mit Herz und Seele dem Jazz verschrieben haben, das ist das BBS Trio mit Sven Bergmann (Klavier), Uli Bär (Kontrabass) und Martin Siehoff (Schlagzeug). Sie übernehmen am kommenden Sonntag, 13. Januar, die musikalische Begleitung bei der Eröffnung der Ausstellung Armin Mueller-Stahl – Menschenbilder in der Galerie sohle 1, ab 15 Uhr.

Die Musiker freuen sich, diese Ausstellungseröffnung zu begleiten, denn Armin Mueller-Stahls Kunst hat viele Anbindungen an die Musikwelt: „Wir sind begeistert und spielen bis zum Schluss“, so Uli Bär.

Ausstellung „Menschenbilder“
Armin Mueller-Stahl
SO, 13.01. – So. 17.03.2019

Städtische Galerie „sohle 1“
Jahnstraße 31/Museumsplatz
59192 Bergkamen-Oberaden
02306 30 60 21 0

Öffnungszeiten:
Di – Fr 10-12 und 14-17 Uhr
Sa 14-17 Uhr
So 11-18 Uhr




Peppiger Gesangsmix mit den Silverettes im Rahmen des Sparkassen Grand Jams

The Silverettes.                                                                                                                                                                      Foto: Marcel Thiele

Das Rockabilly unbedingt weiblich ist, zeigen die drei Sängerinnen von „The Silverettes“ im Rahmen der Sparkassen Grand Jam am Mittwoch, 9. Januar, ab 20.00 Uhr im Thorheim an der Landwehrstraße in Overberge.

Der peppige Mix aus Gestern und Heute und der dreistimmige Satzgesang schaffen eine dichte Atmosphäre voller Spannung und brisanter Energie, die das Publikum in den Bann zieht. Waren „The Silverettes“ bisher als Support für Dick Brave & The Backbeats, Boppin`B oder Boss Hoss überaus erfolgreich und sicherten sich so ein Stück vom großen Kuchen, wollen sie jetzt die ganze Torte. Für sich allein! Durch ihre Musikalität und Intensität sind „The Silverettes“ in der Lage, mal verrucht zu agieren und dann wieder gewaltige Rock’N’Roll-Rhythmen abzufeuern. So bringen die drei Wirbelwinde Weiblichkeit und Rock’N’Roll in einer aufregenden Art und Weise zusammen, die den Hörer sofort begeistert.

Kartenvorbestellungen sind im Kulturreferat der Stadt Bergkamen unter Tel. 02307 965-464 oder E-Mail a.mandok@bergkamen.de möglich.

Sparkassen GRAND JAM
Thorheim, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen
AK: 16 € / ermäßigt 13 €




Neuer Workshopchor der Musikakademie Bergkamen: Zu Gast bei der Gesangsrevue am 16. Juni 2019

Jane Fanklin.

Am 23. Januar starten die Sänger Jane Franklin und Rudolf Helmes den umfangreichsten Workshop der Musikakademie 2019. An 18 Terminen wollen sie mit den Teilnehmern dieses Workshop-Chores bekannte Werke aus Jazz, Rock und Musical einstudieren. Geprobt wird mittwochs abends in der Preinschule in Bergkamen-Oberaden von 18.15 bis 19.30 Uhr. Die Auswahl der Songs erfolgt nach den individuellen Vorlieben der Teilnehmer.

Der Projektchor wird wieder im Rahmen der Gesangs-Revue der Musikschule Bergkamen am 16. Juni 2019 live auftreten und seine Lieblingssongs im studio theater bergkamen präsentieren.

„Wir haben bereits dreimal mit einem Workshop-Chor einen schönen Beitrag zur Gesangsrevue der Musikschule geleistet,“ sagt Rudolf Helmes, der den Fachbereich Gesang der Musikschule betreut. „Wir wollen dieses Format auch 2019 mit genug Zeit für die Vorbereitung und Auswahl wiederholen. Auch wenn Sie noch nie gesungen haben oder meinen, Sie könnten nicht singen, sind Sie herzlich eingeladen. Jeder kann singen! Ich freue mich auf die gemeinsamen Chorstunden.“

Die Kosten für die Teilnahme am Workshop-Chor betragen 110 €. Anmeldungen nimmt das Büro der Musikschule unter Tel. 02306/3077-30 oder -33 entgegen.
Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2019.




„Die letzten Heuler“ singen es nochmal: „Zwischen Bar und Barrikade“ in der Lindenbrauerei Unna

Auch das hat uns Robert Gilbert hinterlassen: die Liedtexte aus dem Singspiel „Im weißen Rößl“, das 1960 mit Peter Alexander verfilmt wurde., Dieses Foto stammt aus der Premiere von „Zwischen Bar und Barrikade“ in der Kamener Konzertaula.

Wer die Premiere am 11. November 2018 verpasst hat, dem bietet sich am Sonntag, 13. Januar 2019, ab 20 Uhr die Chance, das aktuelle  Konzertprogramm ‚Zwischen Bar und Barrikade‘ des Chores „Die letzten Heuler“ in der Lindenbrauerei Unna zu erleben. Warum kündigen wir dieses Konzert an? Im Chor singen eine Menge kräftiger und wohlklingender Stimmen aus Bergkamen mit.

Das Programm ist nicht zuletzt ein eindringlicher Appell für ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedenen Glaubens, verschiedener politischer Einstellung oder Herkunft. Der Poet Robert Gilbert, dessen Texte Grundlage für sämtliche Rezitationen und Lieder des Abends sind und die von Chorleiter Reinhard Fehling teilweise vertont wurden, musste selbst das geliebte Deutschland verlassen. Im ‚Abschied von Berlin (1933)‘ schreibt er, der bis in die Haarspitzen voll deutscher Kultur war, von seinen Gefühlen vor dem Grenzübertritt: ‚Zollrevision. Devisen. Passkontrolle, ach/ man lässt mich durch, es ist gelungen./ Da murmelt noch der letzte deutsche Bach:/Es ist ein Ros entsprungen!/Da, wo die galgenlangen Pappeln stehn,/ade, Deutschland, ade./Wer weiß, ob wir uns wiedersehn/am grünen Strand der Spree.‘

Vorher pfiffen die Spatzen in den 20er an zu Beginn der 30er Jahre des vorherigen Jahrhunderts die Lieder mit seinen Texten sprichwörtlich von den Dächern. Dazu gehörten zum Beispiel „Ein Freund, ein guter Freund“ aus dem Film „Die drei von der Tankstelle“, ‚Püppchen, du bist mein Augenstern‘, ‚Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist‘ oder ‚Im weißen Röss’l‘ aus der gleichnamigen Operette.

Nach den Exilstationen in Österreich und in den USA bis 1949 kehrte er nach Deutschland zurück. Sein Berlin war, wie er es 1943 in einem ‚Stoßseufzer‘ prognostiziert hatte, ein ‚wirrer Haufen Stein‘: ‚…dass Du mal nicht mehr sein wirst von Spandau bis Neukölln. Da holt man zweimal Luft, um sich das vorzustelln‘. Er wusste von Anfang an genau, was jener ‚Aufbruch der Nation‘, als den die Nazis den Beginn ihrer Ära priesen, in Wahrheit war: ‚Weil das Vaterland erwacht ist,/müssen viele schlafen gehn‘,/weil’s die Lange Messer Nacht ist,/will man Leichen sehn./… Keiner braucht mehr anzupochen,/mit der Axt durch jede Tür./Die Nation ist aufgebrochen:/Wie ein Pestgeschwür!‘.

Seine revolutionären Anfangsjahre hat er später mit Distanz gesehen. Geblieben ist sein Einstehen gegen Militarismus, Rassismus und totalitäre Herrschaft. Seine Botschaft ist so aktuell wie eh und je.
Zurückgekehrt übersetzte Robert Gilbert rund 20 amerikanischen Erfolgsmusicals – angefangen von ‚My fair Lady‘ bis hin zu ‚Cabaret‘. ‚Alles, was du kannst, das kann ich besser‘, ‚Mit ’nem kleinen Stückchen Glück‘ oder das sprichwörtliche ‚Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh’n‘

Die ‚Heuler‘ laden alle, die für ein offenes Miteinander und anderswo eintreten und arbeiten, herzlich ein.