Stadtbesetzung trifft auf Lichtkunstnacht: Lichtkunstreise und Videofest

Simone Prothmann und Siegfried Krüger._Foto: Thomas Berendt

(Sc) Gleich 2mal spannend wird es am Samstag, 28. September in Bergkamen für Kunstinteressierte und Neugierige: Lichtkunstreisen, Lichtkunst vor Ort, Musik und eine besondere Videopräsentation des Lüner Künstlerpaares Simone Prothmann und Siegfried Krüger laden zum Besuch ein.

Im Rahmen der Lichtkunstnacht werden Besucherbusse aus Unna und Ahlen in Bergkamen erwartet. Von Bergkamen aus wird ab 18 Uhr eine Lichtkunstreise “ Vom unterirdischen Flughafen zum leuchtendblauen Brunnen“ geboten.

Stationen sind u.a. das Lichtkunstwerk Subport Bergkamen von Rochus Aust, eine Videopräsentation, der Besuch des Internationalen Lichtkunstzentrums Unna mit Besichtigung der Ausstellung „INTERNATIONAL LIGHTART AWARD“ (ILAA) und die Stadt Fröndenberg mit der „Lightning-Blue“- Lichtskulptur des Künstlers Tilman Künzel. Zurück in Bergkamen erwartet die Gäste u.a. die Wasserleinwand der Künstlerin Birgit Hölmer, eine poetische Wasser-Lichtkunst-Installation, die auch gern als Selfiemotiv genutzt wird. Für kleine Imbisspausen und auch musikalische Unterhaltung wird gesorgt. Die Lichtkunsttour mit dem Bus endet um ca. 23 Uhr. Das Ticket kostet 14,90 € und ist ab sofort erhältlich: folgende Vorverkaufsstellen: HellwegTicket-VVK-Stelle Unna; Tel.: 02303 103 777 + (Reisebüro Brinkmann, Tel. 02306/9279101 in Oberaden)

Das Video „Fuji – Großes Holz“ ist Ergebnis einer Aktion im Rahmen des Projekts „Stadtbesetzung IV“ der Künstler/in Simone Prothmann und Siegfried Krüger.

Bekannt ist das Künstlerpaar dafür, die Poesie der Zeit und des dauerhaft Flüchtigen an jene Orte zu bringen, die sie für ihre Arbeit aufsuchen. Das Künstlerduo macht sich im August auf die Suche nach Lichtern und Klängen in Bergkamen, auf die Suche nach Spuren, die die Bergkamener Bevölkerung in der Stadt hinterlässt. Sehnsüchte und Emotionen, andere Formen der Wahrnehmung von Wirklichkeit wollen sie mit ihrem Video einfangen und Bergkamen aus neuer Perspektive präsentieren. Das Künstlerpaar ist für seine ästhetischen Produktionen international bekannt. Die Busreisenden aber auch alle Neugierigen sind zum Besuch der Videopräsentation, die im Rahmen eines kleinen Festes präsentiert wird, eingeladen. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Einen Einblick in seine Arbeit bietet das Künstlerduo auf www.krueger-prothmann.de .

Bitte beachten Sie die kommenden Programmhefte und Pressenankündigungen.
Die Lichtkunstnacht in der Hellweg Region s.s. www.hellweg-ein-lichtweg.de ist ein Projekt der Kulturregion Hellweg. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Stadtbesetzung ist ein Förderprojekt des Kultursekretariat NRW Gütersloh.
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.




„Happy Birthday Moonwalker“ – Führungen und Kurzvorträge zur Mondlandung 1969 im Stadtmuseum Bergkamen

Vor 50 Jahren fieberten weltweit 600 Millionen Menschen der Mondlandung entgegen. Dieses Jubiläum möchte das Stadtmuseum Bergkamen am 20. und 21. Juli 2019 feiern und bietet dazu Führungen und Kurzvorträge an. Die interessanten Beiträge, u.a. „Die ersten Raketen“, „Frauen in der Weltraumforschung“ sowie „USA und Russland – Wettstreit um den Weltraum“, sind passend zur jetzigen LWL-Wanderausstellung „Sommer 1969 – Mondfieber im Westfalen“ gestaltet. Die Ausstellung zeigt die Vorgeschichte, die Vorbereitung und Probleme, sowie die Mondlandung selbst.

Auch die kleinen Besucher haben die Möglichkeit an diesem Wochenende in einer altersgerech-ten Führung die faszinierende Geschichte der Weltraumforschung und der ersten Mondladung kennenzulernen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kurzvorträge und Führungen finden jeweils zur vollen Stunden von 11 bis 17 Uhr statt.

Eine Liveübertragung des deutschen Fernsehens zur Mondlandung sorgte in vielen deutschen Wohnzimmern vom 20. auf den 21. Juli 1968 für eine faszinierende aber auch eine schlaflose Nacht. Der 4,5 stündige Beitrag ist in voller Länge ebenfalls kommenden Samstag und Sonntag im Stadtmuseum zu sehen.

Die Mondlandung beflügelte beträchtlich unsere Fantasie. Das Genre Science-Fiction wurde zum Massenphänomen und produzierte unzählige Bücher sowie Filme. Die Sonderausstellung „Das Star Wars Universum“ präsentiert ein Teil dieser Faszination. Zum „Moonwalker Geburstag“ wer-den die Inszenierungen wieder lebendig. Wer nochmals gerne R2D2 oder Jedi-Ritter erleben möchte, hat dazu die Gelegenheit. Die Star Wars Figuren erwarten die Besucher/innen auf dem Planeten Tatooine.

Spende statt Eintritt.




2. Rünther Kunstmarkt geht in den Endspurt

Nach einem gelungenen Auftakt im letzten Jahr wird der „2. Rünther Kunstmarkt“ intensiv vorbereitet. Zu den schon in 2018 vorhandenen Akteuren, zum einen die Familie Werth mit ihrem Grundstück im Sandbochumer Weg und zum anderen der Dortmunder Kunstkreis „Glücksschmiede“, kommt nun noch der Aktionskreis aus Rünthe, der als Veranstalter fungiert.

Bei der Vorstellung des Projektes für die Öffentlichkeit wurde von allen Beteiligten betont, Begegnung mit Kunst u. Kultur für alle – insbesondere auch Familien mit Kindern – schaffen zu wollen. Das Angebot dafür werden sein: die Stände der Künstler (20 und mehr), eine Hüpfburg und ein Maltisch für die Kinder sowie ein Pavillion mit Tischen und Bänken zum Sitzen, Klönen und Speisen. Abgerundet wird alles durch ein Kaffee-/Kuchenangebot, Bratwürste und nicht-alkoholische Getränke – alles zu erschwinglichen Preisen.

Für die Künstler ist es wichtig, ins Gespräch über ihre Werke zu kommen. Bei Gefallen sind diese auch käuflich zu erwerben. Der Aktionskreis sieht in der Veranstaltung die Möglichkeit, mit Bürgern aus Rünthe ins Gespräch zu kommen.

Der 2. Rünther Kunstmarkt startet um 12.00 Uhr am Samstag, den 7. September, und dauert bis 18.00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Grundstück „Sandbochumer Weg 24“. Es wird empfohlen, möglichst zu Fuß oder mit dem Rad vorbei zu kommen.




Peuckmanns Krimi „Im Kerker“ Buch der Woche beim Syndikat

Eine ehrenvolle Auszeichnung erhielt Heinrich Peuckmanns neuer Kriminalroman „Im Kerker“. Von der größten europäischen Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ wurde sein Krimi zum „Buch der Woche“ ausgewählt. Vom 15. Bis 22. Juli kann man auf der Homepage des Syndikats die Vorstellung des Buches nachlesen, dazu ein Interview mit Peuckmann.

Der Roman gestaltet, wie so oft bei Peuckmann, ein hochaktuelles Thema. Vor einem Flüchtlingsheim steht ein Mann, scheinbar ein Ausländer, und beobachtet das Heim tagelang. Als Bernhard Völkel, Peuckmanns Kult-Kommissar, davon erfährt und sieht, dass der Mann einen der Asylanten sogar verfolgt, greift er ein. Der Mann erzählt von Geheimdiensten, Folter und seiner Flucht, und dass einer seiner Peiniger ausgerechnet hier untergetaucht sei. Völkel ist entsetzt und versucht alles, um ihm zu helfen, aber dann ist der Mann plötzlich verschwunden.

„Im Kerker“ ist der insgesamt achte Fall mit Bernhard Völkel, dem pensionierten Kommissar, der eigentlich keine Krimifälle mehr erleben möchte und doch immer wieder in welche hineingerät.

www.das-syndikat.com




Klassik im Bergbau-Stollen Konzert am Samstag mit Werken von Johann Sebastian Bach – Eintritt frei !

Pauline Stephan. Foto: Volker Beushausen

Klassikfans wird am kommenden Samstag, 20. Juli um 15.15 Uhr ein besonderes Konzerterlebnis am Stadtmuseum in Oberaden geboten: Pauline Stephan, junge Cellistin aus Unna, spielt im Bergbausstollen aus der Solo-Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach.

Das Prélude aus Johann Sebastian Bachs Cello Suite Nr. 1 G-Dur ist weltberühmt. Vielfach gespielt, vielfach vertont gehört es zu den Meisterwerken der klassischen Musik und treibt Cellisten an die Grenzen ihres Könnens. Viele Zeitgenossen von Bach behaupteten deswegen, dass es unspielbar sei und für den Konzertsaal vollkommen ungeeignet. Deshalb geriet es in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts von dem berühmten katalanischen Cellisten Pablo Casals in einer alten Musikalienhandlung in Barcelona wiederentdeckt.

Die Auswahl des Stücks lag nahe, denn sie hat einen Bezug zu der im Museum parallel laufenden Ausstellung „1968 – Westfalen im Mondfieber“, so Uli Bär, Initiator des Projektes „Kunst- und Musikwelten in der Hellwegregion“. Die beiden Voyager-Raumsonden, die seit 1977 im All unterwegs sind und das uns bekannte Sonnensystem schon lange verlassen haben, tragen ein besonderes musikalisches Gut: Sie haben jeweils eine Datenplatte aus vergoldetem Kupfer an Bord mit Botschaften für Außerirdische in Bild und Ton, die Aufschluss geben sollen über die Spezies „Mensch“. Unter den gespeicherten wichtigen „Menschheits-Informationen“ ist auch die unsterbliche Musik von Johann Sebastian Bach zu finden.

Pauline Stephan gibt Solo- und Kammerkonzerte in unterschiedlichen Besetzungen. Sie erhielt bereits mit 7 Jahren ihren ersten Cellounterricht und studiert heute in der Cello-Klasse von Prof. Matias de Oliveira Pinto an der Musikhochschule Münster. / Westfalen. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie in Meisterkursen u.a. bei Prof. Marcio Carneiro, Prof. Fabio Presgrave, Lea Rahel Bader (Barockcello), aber auch durch Kira Kraftzoff, Leiter des Rastrelli Cello Quartetts und bei der European Masterclass Academia di Pasqua di Cervo, an der seit 2015 alljährlich teilnimmt.

Sie spielte u. a. mehrfach beim Festival „Celloherbst am Hellweg“ und ist seit 2012 Mitglied der „12 Hellweger Cellisten“, einem multikulturellen Cello-Ensemble, das sich anlässlich des ersten „Celloherbst am Hellweg“ 2004 gegründet hat. 2017 konzertierte sie als Solistin beim regionalen Kulturprojekt „Artist and Composer in residence – Buck Wolters“ sowie bei „Saitenklang Ahlen“ und dem „Musikfest Opherdicke“. 2018 spielte sie als eine der beiden Solistinnen beim „Barock Festival Hagen“ das Doppelkonzert für 2 Violoncelli g-moll von Antonio Vivaldi und mit den „Virtuosen von Split“ beim Celloherbst am Hellweg.

Seit 2018 ist Pauline Stephan gemeinsam mit dem Gitarristen Julian Richter als „Duo Giussani“ Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now.




Stadtbibliothek in den Sommerferien am Freitagnachmittag geschlossen – Samstagsöffnung bleibt !

Während der Sommerpause wird die Stadtbibliothek weniger stark frequentiert. Deswegen bleibt sie während der Ferien an den Freitag-Nachmittagen, dem Nachmittag mit den wenigsten Besucherinnen und Besuchern, geschlossen.

An den stark nachgefragten Samstagen und zu den übrigen Öffnungszeiten, steht die Stadtbibliothek ihren Besucherinnen und Besuchern wie gewohnt zur Verfügung. Leserinnen und Leser können sich etwa mit Urlaubslektüre eindecken oder auch in der neu möblierten Romanabteilung in den Angeboten der Bücherei stöbern.

Das Team der Stadtbibliothek freut sich auf zahlreichen Besuch!

Die Öffnungszeiten im Sommer :

Dienstag 10.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch 14.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr
Freitag 10.00 – 13.00 Uhr
Samstag 10.00 – 12.30 Uhr
Montag geschlossen




Science-Fiction Days im Stadtmuseum Bergkamen

Am kommenden Wochenende, 13. und 14. Juli, verwandelt sich das Stadtmuseum Bergkamen in ein Star-Wars-Universum. In der Sonderausstellung, mit gleichnamigem Titel, betreten die Besucher/innen schon zu Beginn den Planeten Tatooine. Hier warten bereits bekannte Star Wars Figuren wie Stormtroopers und Jedi-Ritter auf die Ankömmlinge.

Die Ausstellung zeigt außerdem viele Exponate und Rekonstruktionen, die über das normale Sammeln hinausgehen. Mit Inszenierungen, weltweit einzigartigen Sammel-stücken, Modellen und 1:1 Rekonstruktionen werden dem Besucher eine außerge-wöhnliche Reise in das Science-Fiction Genre ermöglicht.

Auf dem Museumshof landet zudem für das Wochenende das originale Modell eines X-Wing Raumschiffes, das erkundet werden möchte.

Das Star-Wars-Universum ist am Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 geöffnet. Spende statt Eintritt.




Theater-AG des SGB spielt „Hose Fahrrad Frau“

Am Donnerstagabend, 11. Juli 2019, spielt die Theater AG des Städtischen Gymnasiums Bergkamen im PZ das Stück „Hose Fahrrad Frau“ von Stephan Wipplinger.

Das Theaterstück führt die Zuschauer in die Welt eines Penners, welcher sich mit hilfreichen Tipps und Fragen in die Leben der acht weiteren Charaktere einmischt. Das Hauptthema des Stückes ist die Frage nach Konsum und Besitz. Was kann man besitzen? Eine Hose? Kinder? Während einige der Charaktere schon alles besitzen, wie zum Beispiel Alf, welcher massenweise Sachen hat, die er nicht abgeben kann, gibt es auch Charaktere, die nichts besitzen. Beispielweise den Penner, der sich freiwillig von all seinen Sachen getrennt hat.

Die AG Leiterin, Johanna Penzek, stellte der AG dieses Stück vor, weil es ein ernstes Thema behandelt. „Trotzdem hat es einen sehr trockenen Humor und kann lustig sein“, erklärt sie. Die AG-Teilnehmer sind ähnlicher Meinung. „Ich liebe den Humor und den Sarkasmus in vielen Szenen.“, äußerte Leann sich zu dem Stück und Benedikt stimmt ihr zu: „Ich finde das Stück sehr unterhaltsam.“ Doch während sich einige der Teilnehmer mit dem Humor beschäftigten, gingen andere auf die Botschaft des Theaterstückes ein: „Ich finde das Stück gut, weil es eine nachvollziehbare Botschaft hat.“, meinte Hannah und Elif äußerte sich auch genauer dazu. Ihrer Meinung nach, sei das Theaterstück sehr Gesellschaftskritisch und das in einem Unterhaltsamen Stil. „Man muss erst darüber nachdenken, was die Bedeutung der Geschehnisse ist.“, erklärt sie „Man kann es auch ansehen, ohne groß darüber nachzudenken, aber hätte dennoch was zu lachen.“

Beginn ist um 18.30 Uhr, Karten sind an der Abendkasse zum Preis von 5 Euro erhältlich.




Von den Eagles bis Elton John: Publikum versinkt mit Haut und Haaren in der klassischen Neuauflage der 70er

Fotos und Text: Katja Burgemeister

Den blinden Hund hält es nicht mehr auf seiner im Fahrradanhänger mitgebrachten Kuscheldecke. Er hört, dass hier gerade eine ganze Menschenmenge außer Rand und Band gerät. Er bellt rhythmisch mit im Takt der Zugaberufe. Alle gut 1.500 Zuschauer stehen jetzt vor ihren Stühlen, auf den Picknickdecken und im Radlerdress neben ihren Fahrrädern. Sie wollen noch mehr hören aus den 70’ern und von der Neuen Philharmonie Westfalen.

Vom ersten Takt an waren die Besucher infiziert von der spannenden Mischung aus Klassik und Pop bei Kamen Klassik. Daran haben vielleicht auch die aktuellen Kinoblockbuster von „Rocketman“ bis „Bohemian Rhapsody“ ihren Anteil. Aber auch die zurückgekehrte Sonne verbreitete mit einer guten Portion Abkühlung im Schlepptau ausnehmend gute Stimmung. Hinzu kamen zwei Solisten, die mit ihren ausnehmend herausragenden Stimmen zu spontanen Jubelstürmen animierten. Und ein Moderator, der gern auch die pikanten Geschichten hinter dem Showbiz-Vorhang ausgrub. So gelang es, dass keiner freiwillig seinen hart erkämpften Stuhl wieder hergab, bevor nicht die Zugabe zwischen Konzertaula und Parkbäumen widerhallte.

Dass sich die „Eagles“ auch vor den Kulissen zuletzt damit drohten, sich gegenseitig „ordentlich auf die Zwölf“ zu geben und kurz darauf dann doch wieder samt zugefrorener Hölle auf der Bühne standen, war eine der schönen Anekdoten, die den Kult-Songs noch besondere Würze gaben. Viele der Zuschauer waren dabei, als sich die Beatles Anfang der 70er trennten und bis heute „populärer als Jesus“ blieben. Dass Elton John sich vor dem royalen Ritterschlag zierte und ebenso im Drogensumpf versackte wie die Stones, die devot vor dem „Establishment“ niederknieten, wussten die jüngeren im Publikum womöglich nicht. Die Rhythmen kannten sie jedoch alle, von der „Baker Street“ über „Imagine“ und „Hotel California“ über „Your Song“ bis zum „Logical Song“. Noch allerdings wippten vor allem die Füße und Köpfe zu den Takten mit die Barclay James Harvest oder Barry Manilow unvergessen machen.

Nach der Pause gab es dann kein Halten mehr. Die ersten standen mitten zwischen den Stuhlreihen und ließ die Haare zum Progressive Rock oder „Kiss“ mit den Folgen von allzu exzessiven Kinderschminkens fliegen. Andere suchte sich ein freies Plätzchen und ließen gleich den ganzen Körper zu Deep Purple‘s Jahrhundertlied „Smoke on the Water“ beben. Wieder andere eröffneten die Tanzfläche und setzten die musikalischen Vorlagen von Eric Camen und Stevie Wonder mit gediegenem Paartanz um. Manche Soloeinlage von Vivianne Essig war dann auch derart inspiriert von der ausgelassenen Stimmung, dass sie sich in fast beängstigende Regionen hochschraubte. Spontan sprang dann das Publikum geschlossen auf und gab Standing Ovations.

Discowelle und wechselnde Partner nicht nur auf sondern auch hinter der Bühne, noch immer agierende Altrocker mit überwiegender nicht immer vorteilhafter Rundumerneuerung: Heiter und beschwingt ging es durch das pralle Programm. Und auch die Zugabe hatte mit „Movie Star“ und „Grease“-Einlagen das Zeug dazu, zur Zugabe von der Zugabe aufzufordern. Niemand trat jedenfalls den Heimweg an, ohne lauthals das Gehörte noch einmal auf dem Rad oder hinter dem Lenkrad zu rekapitulieren. Die Organisatoren hatten anschließend alle Hände voll zu tun, vollständig um ihre Bestuhlung beraubte Aula der Konzerthalle wieder zu füllen. Der Besucherrekord inspiriert dazu, beim nächsten Mal noch mehr Stühle bereitzuhalten.




Nostalgiemarkt im Stadtmuseum Bergkamen letztmalig vor den Sommerferien geöffnet

Der Nostalgiemarkt des Stadtmuseums Bergkamen ist am 4. Juli, von 14 bis 16 Uhr vor der Sommerpause nochmals geöffnet. Hier erwarten ehrenamtliche Mitarbeiter des Museums, darunter Ursula Eggenstein und Arno Winterholler die Besucher. Nach den Ferien, am 5. September, kann man wieder im Nostalgiemarkt stöbern.

Der Nostalgiemarkt ist eine Einrichtung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen. Hier kann man unter Trödel und Nostalgischem stöbern und so manche Rarität entdecken. Alte Dachboden- und Kellerfunde aus Privat-haushalten, die durchaus noch ihren Wert haben, warten hier auf neue Besitzer.

Bei Rückfragen gibt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/30 60 210 gerne Auskunft.




Germanen und Römer lagern am Wochenende wieder im Römerpark Bergkamen

Am kommenden Wochenende, 6. und 7. Juli 2019, schlagen Germanen und Römer wieder ihre Zelte im Römerpark Bergkamen auf. Besucher haben jeweils von 12 bis 17 Uhr die Gelegenheit die Antike live zu erleben.

Die Germanengruppe weiht einen heiligen Hain ein. Im germanischen Brauch wurde im Hain eine Gottheit aufgestellt, Altäre errichtet, Tieropfer dargebracht und heilige Gegenstände als Kriegsbeute aufbewahrt. Die Lippe-Römer zeigen zudem rö-misches Handwerk. Ein Aufstieg auf die rekonstruierte und imposante Holz-Erde-Mauer veranschaulicht, wie gut und geschickt die Römer sich und ihr Lager vor feindlichen Angriffen schützten.

Der Eintritt zum Römerpark Bergkamen ist frei.