Konzertreise des Ensembles “clarinet.factory” in die Partnerstadt Wieliczka

Das Ensemble „clarinet.factory“ besucht die polnische Partnerstadt Wieliczka. Foto: Werner Ottjes

Auf Einladung der Stadt Wieliczka wird sich am kommenden Freitag clarinet.factory auf den Weg in die Bergkamener Partnerstadt nach Polen machen. Izabela Szota, Leiterin der Musikschule in Wielizka, hat für das Begkamener Ensemble im stilvollen Saal der Musikschule ein Konzert organisiert, diese Veranstaltung soll die Feierlichkeiten zum diesjährigen Nationalen Bildungstag ehren. Ein weiteres Konzert für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt wird clarinet.factory im Saal der neuen Mediathek von Wieliczka geben.

Für die vier professionellen Klarinettistinnen und Klarinettisten war die Bergkamener Musikschule im Jahr 2016 das verbindende Element, als sie sich 2016 zum Quartett zusammengeschlossen haben. Sabrina und Jasmin Garlik haben in Bergkamen ihr Abitur abgelegt und die Förderklasse der Musikschule besucht. Nach erfolgreichem Musikstudium haben sie mit ihren ehemaligen Lehrern und Mentoren, Werner Ottjes und Johannes Bitter in zahlreichen Konzerten mit unterschiedlichen Programmen die stilistische Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der Klarinettenmusik gezeigt. Mit dem aktuellen Programm hat das Ensemble wieder ein umfangreiches und anspruchsvolles musikalisches Crossover-Programm mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart über Kurt Weill bis Jean Françaix erarbeitet.

Die Konzertreise von clarinet.factory ist ein Gegenbesuch, denn Mitte Juni war der Chor „Camerata“ unter Leitung von Izabela Szota zu Gast in Bergkamen und hatte sich im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen der Musikschule an der diesjährigen Gesangsrevue der Musikschule beteiligt. Für die Organisation des Gegenbesuchs ist Marek Filipek, langjähriger Beauftragte der Stadt Wieliczka für Partnerstadtkontakte, zuständig. Dies wird allerdings seine letzte Maßnahme im Rahmen der Partnerstadtaktivitäten sein, denn Ende Oktober geht er in den wohlverdienten Ruhestand. Marek Filipek war unzählige Male als Begleiter von Besuchsgruppen in Bergkamen und hat mindestens genauso viele Besuchergruppen aus Bergkamen in Polen betreut. Musikschulleiter Werner Ottjes erinnert sich noch an frühere Besuche in Wieliczka, unter anderem mit seinem damaligen „Ensemble Kaleidoscope“: „Marek Filipek war immer ein sehr zuverlässiger Partner bei den musikalischen Austauschbesuchen, er ist sehr erfahren, verfügt über ein enormes kulturelles Wissen und spricht neben weiteren Fremdsprachen auch hervorragend Deutsch. Wir werden ihn als Kontaktpartner sehr vermissen und wünschen uns sehr, dass für den guten Kontakt ein Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin gefunden werden kann.“ Die Bergkamener Städtepartnerschaftsbeauftragte Angelika Joormann-Luft wird die Gruppe begleiten und hofft, bei diesem Besuch auch Kontakte auf musikalischer Ebene neu entwickeln zu können. Joormann-Luft und Ottjes sind zuversichtlich, denn Ideen für Aktivitäten im musikalischen Bereich sind in der Bergkamener Musikschule ausreichend vorhanden.

Das „Kontrast-Programm“ von clarinet.factory wird auch in Bergkamen zu hören sein. Allerdings müssen sich die Zuhörer noch bis Ende Januar 2020 gedulden, dann wird es nämlich im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Bergkamen in der Kapelle Heil zu hören sein.




Märchenzeit im Balu: „Aschenputtel“

Vor vier Jahren startete das Kinder- und Jugendhaus Balu in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Bergkamen im Rahmen des Landesprogramms „Kulturrucksack NRW“ ein Projekt für Kinder und Jugendliche. Unter dem Titel „Märchenzeit im Balu“ werden bekannte und unbekannte Märchen aus aller Welt interessierten Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren näher gebracht. Die nächste Märchenzeit findet am kommenden Freitag statt, diesmal mit dem bekannten Märchen „Aschenputtel“ der Brüder Grimm.

Die Theaterpädagogin Birgit Schwennecker wird das Märchen erzählen und anschließend mit den Kindern einige Szenen in Kostümen nachspielen. Es sollen dabei mögliche alternative Enden überlegt werden. Was für ein Ende könnte das Märchen bekommen, was für ein Schluß gefällt besser?

Die Märchenzeit findet am Freitag, 11.Oktober, von 16.00 – 18.00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Balu, Grüner Weg 4, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird aber darum ge-beten, sich direkt im Kinder- und Jugendhaus Balu anzumelden. Dort gibt es unter 02307/60235 weitere Informationen.




Es wird wieder laut: Bergkamen Metalized im Yellowstone

Dipsomania aus Dorsten/Bergkamen machen am Freitag den Anfang.

Die Konzertreihe „Bergkamen Metalized“ im Jugendzentrum Yellowstone geht am Freitag, 11. Oktober in die 6. Runde.

Als erste Band betritt Dipsomania (Thrash Metal aus Dorsten/Bergkamen) die Bühne. Die Band präsentieren Old-School Thrash-Metal mit modernen Trademarks und zeitgemäßen Texten. 2018 veröffentlichte die Band „Uncompromising“. Derzeit wird fleißig an neuem Material gearbeitet und weitere Live-Auftritte sind ebenso geplant.

Darauf folgen die Heavy Rocker von Spiker. Das Quartett aus Essen gründete sich Ende 2016. Neben Judas Priest sind vor allem die Metal-Bands aus der ehemaligen DDR ein großer Einfluss, gesungen wird in Deutsch. Vor kurzem erschien die Debüt-EP „Heavy Metal Macht“.

Die Groove Metal Band Treibstoff aus Dortmund verbindet einen von Pantera bis Southrock inspirierten Sound in gelungener Weise mit deutschen Texten. Nach ihrer ersten EP „Wer sind wir“ von 2010 veröffentlichten sie 2016 ihr Debutalbum „Brennendes Gold“ aus dem bisher 3 Singles mit dazugehörigem Video ausgekoppelt wurden.

Den Abschluss machen die fünf Ruhrpottler von Rotting Demise, die seit 2018 die Fans der Szene mit klassischem Deathmetal a la Bolt Thrower und Benediction beglücken. Bisher haben sie die 3-Track EP „Casket Birth“ veröffentlicht und das Legacy Magazin veröffentlichte den Song „My Whole Wrath“ auf einem Sampler in Anerkennung des ursprünglichen Sounds.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 5 €. Beginn ist um 20.00 Uhr, Einlass um 19.00 Uhr.




Steine klopfen und Parkour: Kostenlose Kulturrucksack Projekte der Jugendkunstschule in den Herbstferien

Die Jugendkunstschule Bergkamen veranstaltet in der ersten Herbstferienwoche zwei kostenlose Projekte für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW. Für beide Projekte werden noch Anmeldungen entgegen genommen.

Unter dem Motto „Steine klopfen wie die großen Meister“ laden die Künstlerin Klara Ratajczak und der Steinbildhauer Vasilij Plotnikov Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren ein, eine Woche lang in der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus eigene kreative Ideen in Stein zu meißeln. In der ersten Projektphase entwickeln die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Entwürfe für eine skulpturale Umsetzung in Stein und bekommen eine Einführung in die Technik der Steinbildhauerei. Anschließend können die jungen Künstler unter professioneller Anleitung aus einem einfachen Stein eine fantastische Skulptur entstehen lassen. Das Projekt ist für die Teilnehmenden kostenlos und findet von Montag, 14.10. bis Freitag, 18.10 täglich von 10.00 bis 15.00 Uhr in der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6 in Bergkamen statt.

Große Sprünge können die Teilnehmer des Projekts „Plan B“ machen. Zum zweiten Mal findet in der Sporthalle 1 des Städt. Gymnasiums an der Hubert-Biernat-Str. 1 in Bergkamen das kostenlose Parkourprojekt für 10 bis 14 jährige statt. Wer sich gern bewegt und seine körperlichen Grenzen testen und erweitern möchte, ist hier genau richtig. Erfahrene Parkour Traceure und ein Medienprofi geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke, Tips und Tricks, den eigenen Weg zu finden und zu überwinden und das Ganze auch noch in coolen Videos festzuhalten. Das Projekt findet ebenfalls in der ersten Herbstferienwoche von Montag, 14.10. bis Freitag, 18.10. täglich von 11.00 bis 14.00 Uhr statt.

Interessierte Kinder und Jugendliche können bei der Jugendkunstschule Bergkamen angemeldet werden. Nähere Informationen gibt es unter 02307/28 88 48 oder 02307 965 462.




Sparkassen Grand Jam und „Take 5“. Bluesröhre Butch Williams singt mit der original Bluesnight Band

Butch Williams. Foto: H. .J. .Maquet

Vor einigen Tagen wurde „Take 5“, das Jazzfestival am Hellweg gestartet. Beim ersten Konzert in Bergkamen am Mittwoch, 2. Oktober, wird die Blues- und Soil-Röhre Butch Williams erwartet. Es ist gleichzeitig der Neuauflage des Sparkassen Grand Jam. Los geht es also um 20 Uhr im Thorheim an der Landwehrstraße in Bergkamen-Overberge. Begleitet wird Butch Willams von der original Bluesnight Band, also den Ur-Vätern des Bergkamener Grand Jam.

Butch Williams hat nicht nur bei „The Voice of Germany“ bewiesen, dass er das Talent der ganz Großen besitzt. Er ist ein erstklassiger Sänger, Showman und Top-Entertainer in Personalunion. Butchs „Röhre“ sorgt für den richtigen „Groove“. Nicht umsonst nahmen ihn die Söhne Mannheims mit auf Tournee. Auch mit Chaka Khan, La Bouche, Jule Naigel, No Angels und vielen anderen arbeitete Williams zusammen.

Sein Repertoire reicht von Soul, Gospel, Blues und Rock bis hin zum Jazz. Aber auch bei R&B und Hip-Hop ist er ganz in seinem Element! Bestechend ist ebenso seine unverwechselbare Art, Balladen zu singen, bei der Gänsehaut und Herzklopfen garantiert sind! Seine grandiose Bühnenperformance bilden dabei das berühmte Tüpfelchen auf dem-„I“.

Musikalisch unterstützt wird er von der grandiosen Urformation der Bluesnightband: Gregor Hilden, Tommy Schneller, Olli Gee, Horst Bergmeyer und Frank „The Tank“ Boestfleisch.

Ort: Taverne Thorheim, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen
Tickets: 6 € / 13 € erm.
Veranstalter: Kulturreferat Bergkamen
Gefördert von: Sparkasse Bergkamen-Bönen




„Fuji – Großes Holz“: Große Video-Kunst unter dem hohen Bergkamener Marktdach

Mit Spannung haben die Bergkamener Kunstfreunde der Premiere des Videos „Fuji – Großes Holz“ des Lünener Künstlerduos Simone Prothmann und Siegfried Krüger am Samstagabend im Rahmen des Kunstprojekts „Stadtbesetzung IV“ auf dem Stadtmarkt entgegengesehen.

Für Reisende mit dem Startpunkt Lünen und Ahlen in der parallel stattfindenden Nacht der Lichtkunst in der Hellwegregion war es eine wichtige Station in Richtung Lichtkunstzentrum Unna. Auch in Bergkamen startete ein Bus. Erste Station war der Ratstrakt. Dort konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal das Video der Künstlerin Iryna Kister sehen, die die Geschichte Bergkamens mit Sand gezeichnet hatte.

Enttäuscht wurden die Besucher der Video-Premiere auf dem Stadtmarkt nicht, es ist aber auch nicht weiterer Werbefilm für die Stadt Bergkamen geworden. Worauf alle stolz sind wie etwa die Marina Rünthe hat das Paar Simone Prothmann und Siegfried Krüger künstlerisch verfremdet, was nicht so gut aussieht wie Müll am Straßenrand oder achtlos „geparkte“ Einkaufswagen, ist klar zu erkennen.

Der Betrachter muss sich schon seinen eigenen Reim darauf machen. Allerdings war es etwas zu kalt und zu windig. Simone Prothmann hatte dann auch wärmende Decken an Besucher verteilt. Das Video wurde unter das Säulendach am Marktplatz und auf eine Hauswand projiziert, die Besucherinnen und Besucher konnten es sich von darunter platzierten Liegestühlen aus ansehen.

Vielleicht gibt es bald eine Möglichkeit, das Videoprojekt in aller Gemütlichkeit zuhause zu betrachten. Kulturreferentin Simone Schmidt will sich bemühen, dass das Video auch auf der Homepage der Stadt Bergkamen zu sehen ist.

 




Stadtbesetzung trifft am Samstag auf Lichtkunstnacht: Lichtkunstreise und Videofest am Stadtmarkt

Simone Prothmann und Siegfried Krüger._Foto: Thomas Berendt

Gleich 2mal spannend wird es am Samstag, 28. September in Bergkamen für Kunstinteressierte und Neugierige: Am Marktplatz / Alfred Gleisner Platz präsentiert das Lüner Künstlerduo Simone Prothmann und Siegfried Krüger ab 19.00 Uhr sein Bergkamen Video „Fuji – Großes Holz“., Besonders ist nicht nur das Video , sondern auch die Präsentation: Der Film wird unter das Säulendach am Marktplatz projiziert, die Besucherinnen und Besucher können es sich von darunter platzierten Liegestühlen aus ansehen. Stände und ein Getränkeservice stehen bereit.

Das Video „Fuji – Großes Holz“ ist Ergebnis einer Aktion im Rahmen des Projekts „Stadtbesetzung IV“ der Künstler/in Simone Prothmann und Siegfried Krüger.
Bekannt ist das Künstlerpaar dafür, die Poesie der Zeit und des dauerhaft Flüchtigen an jene Orte zu bringen, die sie für ihre Arbeit aufsuchen.

Im Rahmen der Lichtkunstnacht werden Besucherbusse aus Unna und Ahlen in Bergkamen erwartet. Von Bergkamen aus wird ab 18 Uhr eine Lichtkunstreise angeboten. Treffpunkt ist am Rathaus der Stadt Bergkamen.

Stationen sind u.a. das Lichtkunstwerk Subport Bergkamen von Rochus Aust, eine Videopräsentation, der Besuch des Internationalen Lichtkunstzentrums Unna mit Besichtigung der Ausstellung „INTERNATIONAL LIGHTART AWARD“ (ILAA) und die Stadt Fröndenberg mit der „Lightning-Blue“- Lichtskulptur des Künstlers Tilman Künzel. Zurück in Bergkamen erwartet die Gäste u.a. die Wasserleinwand der Künstlerin Birgit Hölmer, eine poetische Wasser-Lichtkunst-Installation, die auch gern als Selfiemotiv genutzt wird. Außerdem gibt es einen Textparkour der Künstlerin Billie Erlenkamp zum Thema „Licht“ zu sehen.

Für Fußgänger hält das Kulturreferat am Lichtkunst- Infostand auf dem Marktplatz Kartenmaterial bereit. Die Lichtkunstnacht in der Hellweg Region www.hellweg-ein-lichtweg.de ist ein Projekt der Kulturregion Hellweg. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Stadtbesetzung ist ein Förderprojekt des Kultursekretariat NRW Gütersloh. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.




LICHTERVERKEHR, Bergkamen: Billie Erlenkamp erneuert und ergänzt ihre Tex-Inszenierungen

Text-Inszenierung von Billie Erlenkamp auf einer Verkehrsinsel auf der Töddinghauser Straße.

Fast alle Lichtkunstwerke in Bergkamen stehen im Kontext von Straße und Verkehr (Maik + Dirk Löbbert, Andreas Kaufmann) oder Platz (Birgit Hölmer). Auch der inszenierte „Subport“ von Rochus Aust hat verkehrliche Bezüge. Die Lichtkunstwerke stehen im Stadtraum wie Fingerzeige in eine andere Welt.

Bezugnehmend auf diese Situation installiert die Künstlerin Billie Erlenkamp bereits seit 2012 einen poetischen Parcours zum Thema Licht im Straßenraum in Bergkamen. An ungewöhnlichen Orten um Busbahnhof und Rathaus sind mit weißen Buchstaben hier und da kurze poetische Texte entstanden.

Billie Erlenkamp

Die Texte verweisen im kunstfremden Raum der Straße, auf Bordsteinen, Verkehrsinseln oder den Rückseiten von Schildern auf eine andere Dimension der Wahrnehmung. Im Stile eines japanischen Haikus erzählen sie von Augenblicken, Sinneseindrücken, Naturerlebnissen, kurzen Gedanken oder romantischen Vorstellungen. Alle beziehen sich in assoziativer Form auf das Thema Licht. So schimmert, glitzert, leuchtet es in den Texten, von Mondschein aber auch von Leuchtreklame ist die Rede. Es wird bemerkt, dass der Strahlemann unter der Milchstraße bei Tageslicht eher ein Blender ist.

Billie Erlenkamp lässt in den Texten die Gedanken nur kurz aufblitzen und überlässt die Interpretation und die Ausformulierung der Geschichten den Betrachtern.

Auch in diesem Jahr wird die Installation durch die Künstlerin erneuert und ergänzt.




Deutsch-türkische Standup-Comedian Senay Duzcu eröffnet am 25.09. den mittwochsMIX

Senay Duzcu. Foto: Jürgen Wegner

Man kann sie nicht in die üblichen Schubladen stecken. Senay Duzcu wird zwar im Comedy- beziehungsweise Stand-up-Comedy-Bereich verortet. Mit dem, was sie auf der Bühne macht, zeigt sie aber durchaus auch kabarettistische Qualitäten. Sie spielt sehr gekonnt mit ihren zwei Identitäten, stellt intelligent deutsche Gewohnheiten und Marotten ebensolchen türkischen entgegen. Und das macht sie auch darstellerisch meist nicht auf die schrill-laute, sondern auf die eher feine Art.

Geschickt mit gut gesetzten Pausen arbeitend. Nie so böse wie einige andere ihres Genres, vorzugsweise mit fein gesetzten Worten und gut herausgearbeiteten Pointen. Ihr feinerer Umgang mit der Sprache, ihr Wortwitz und die natürliche, nicht so sehr gespielt wirkende Explosivität in einzelnen Szenen gefallen. Angeblich beim Schminken fiel ihr eine künstliche Wimper vom Oberlid auf die Oberlippe. “Man kann es mit dem Anpassen auch übertreiben”, fiel ihr dazu spontan ein. Schon war der Titel für ihr Programm geboren. Es allen recht machen zu wollen hat sie endgültig aufgegeben, denn das geht immer schief. Stattdessen lebt sie schamlos ihr Doppelleben als türkische Frau mit deutschen Ansichten und als deutsche Ayse mit türkischen Wurzeln.

Mi. 25.09.2019 / 19.30 UHR
Senay Duzcu
“Hitler war eine Türkin”
Eintrittskarten 12 € / 9 € ermäßigt
Galerie „sohle 1“
Kartenvorbestellungen und weitere Infos unter:
02307/ 965 464 oder a.mandok@bergkamen.de




Vier Saiten von allen Seiten, Konzert des Fachbereichs „Streichinstrumente“ in der Ev. Christuskirche

Foto: Bettina Pronobis

Die Klangvielfalt der verschiedenen Streichinstrumente in einem Konzert zu präsentieren ist das Ziel des Streicher-Fachbereichs in seinem Beitrag zum Jubiläumsprogramm der Musikschule am  Dienstag, 1. Oktober, 18 Uhr in der Ev. Christuskirche, Bergkamen-Rünthe.

Vier Saiten, das haben Geige (Violine), Bratsche (Viola), Cello (Violoncello) und Kontrabass gemeinsam; und oft hört man sie in einer gemischten Besetzung – Streichquartett, Streichorchester – oder eben solistisch. Die Dozentinnen und Dozenten des Fachbereichs Streichinstrumente der Musikschule Bergkamen haben für ihr diesjähriges Fachbereichskonzert einen anderen Schwerpunkt gewählt, nämlich die Ensembles mit jeweils mehreren gleichen Instrumenten.

Viel Originalliteratur gibt es dafür nicht, wohl aber interessante Bearbeitungen für Schülerensembles. Auch haben sich die Kolleginnen und Kollegen zum Teil selbst an die Arbeit gemacht und ihren Gruppen, die eigens für dieses Konzert zusammen gestellt wurden, Stücke quasi „auf den Leib“ geschrieben.

Und so spielen die Schülerinnen und Schüler der Violinklasse von Bettina Pronobis in einer Gruppengröße von 8-16 Spielern drei Stücke für jeweils mehrere Violinen; die Violaklassen von Lydia Friedrich und Felix Bous Werke von Telemann und Händel für vier und mehr Violen. Je ein Ensemble entstand aus den Celloklassen von Dirk Franek und Annette Rettich; beide werden Arrangements verschiedener Komponisten zu Gehör bringen. Auch ein bekanntes Kontrabassstück, der „Elefant“ aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens wird in einer Bearbeitung für Kontrabassensemble von Kontrabasslehrer Michael Witt zu hören sein.

Danach spielen dann die „Fiddlesticks“, das junge gemischte Streicherensemble der Musikschule unter der Leitung von Lydia Friedrich Musik von Bach, Elgar und Gluck und die älteren Jugendlichen Schülerinnen und Schüler sowie das Erwachsenen-Ensemble den ersten Satz der Sinfonie Nr. 40, g-moll von Mozart. Hierbei verstärken einige Bläser das bis dahin reine Streichorchester. Zum Abschluss soll dann noch ein gemeinsames Stück erklingen, bei dem dann wohl über 80 Mitwirkende aktiv sein werden.




Get Loud For Youth Culture: Konzert im Yellowstone zum 10. Mal im Rahmen der Nacht der Jugendkultur statt.

Power Word Kill Bild. Foto: Florian Knippschild

Get Loud For Youth Culture – Konzert im Yellowstone findet zum 10. Mal im Rahmen der landesweiten „nachtfrequenz 19“ – Nacht der Jugendkultur statt. Nach dem großen Erfolg der „Nacht der Jugendkultur“ im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010, und Ihrer Fortsetzung unter dem Motto „nachtfrequenz“ in den Folgejahren wird es am Samstag, 28. September, die zehnte Veranstaltung der Reihe geben. Neben Bergkamen nehmen Städte und Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen teil.

Das Bergkamener Motto – Get Loud For Youth Culture – wird auf der Bühne des Jugendzentrums Yellowstone in die Tat umgesetzt. Musiker und Besucher schlagen hier gemeinsam Krach für die Jugendkultur. Mit den Jugendlichen des Workshops „Konzertgruppe“ der Jugendkunstschule Bergkamen entsteht unter fachkundiger Anleitung ein buntes und kurzweiliges Konzertprogramm. Nachwuchsbands teilen sich mit bereits renommierten Bands die Bühne.

In Bergkamen hat die Veranstaltung bereits Tradition. Das Yellowstone ist seit Jahren ein etablierter Konzertort in der Region. Das Programm bei der “ Nacht der Jugendkultur “ ist dabei so vielfältig wie die Jugendlichen selbst. So trifft sich hier in einer Nacht Alternative-Rock, Punkrock, Hardcore, Heavy Metal und Singer/Songwriter Musik – alles gemeinsam auf einer Bühne.

Als Höhepunkt des Abends konnten die jungen Organisatoren LAST CARESS für ein Gastspiel verpflichten. Ende 2017 haben sich erfahrene Musiker aus der Dresdner Region zusammengefunden, um unter dem Bandnamen „LAST CARESS“ die Kultsongs der Misfits wieder auf die deutschen Bühnen zu bringen. Schon seit 1977 zieht die dienstälteste Horrorpunk-Combo durch die Musiklandschaft. Neben den RAMONES und den SEX PISTOLS sicherlich die Sternchen des Genres. Doch das Original hat sich rar gemacht, Die ursprüngliche Besetzung hat sich zwar wieder zusammengefunden, beschränkt sich aber seitdem auf zwei Auftritte pro Jahr in den USA. Umso besser, dass es jetzt eine Alternative gibt, die alle Klassiker, sowohl aus der Danzig-Ära, als auch aus der Zeit mit Michael Graves am Gesang, zum Besten gibt, und den zahlreich vorhandenen Misfits-Fans wieder Gelegenheit gibt, ihre Lieblingssongs auch live zu feiern! Natürlich stilecht im Horrorpunk Look.

Jede Menge Rock’n’Roll, das geht einem durch den Kopf, wenn man die Musik von The Backyard Band aus Düsseldorf und Köln zu Gehör bekommt. Dabei sind die Regeln ganz einfach: Laute Gitarren, dynamische Bässe, knallende Kick-Drums und schneidende Harp-Sounds – die vier Jungs im Studentenalter haben ihre festen Wurzeln im englischen und amerikanischen Rock und schaffen es, auf der Bühne ihren ganz eigenen Sound mit viel Elan überzeugend darzustellen. Ihre Songs handeln nicht nur von der ein oder anderen verlorenen Freundin oder der Liebe zum Rock’n’Roll, es kann ab und zu auch schon mal etwas politischer werden. Das erste offizielle Album SECOND HAND erschien im Frühjahr 2016 auf dem Indie-Label des Toten Hosen Schlagzeugers Vom Ritchie. Seitdem tourt die Band unentwegt durch die Clubs und über die Festival-Bühnen der Republik und des benachbarten Auslands.

Im Vorprogramm kommen weiterhin noch UWE AGAINST THE MACHINE) mit Musik der Beastie Boys, Skunk Anansie, Agnostic Front, Blink182, Die Kassierer, NOFX oder eben Rage Against The Machine zum Zuge. Die S.F. OUTLAWS (Punkrock & Hardcore, Lünen), das lokale Bergkamener Standbein um die Nachwuchsmusiker David Jentsch und Florian Knippschild von POWER WORD KILL mit Ihrem wilden Mix aus Heavy- und Powermetal und der Bergkamener Alleinunterhalter RASPUTIN DOUGLAS treten ebenfalls auf.

Zu Beginn des Abends präsentiert das Bergkamener Streetworkteam ein selbst produziertes Video. Das Musikvideo ist in den letzten Sommerferien im Rahmen des Projektes „SzenenTreff“ der Streetwork Bergkamen entstanden. Daran mitgewirkt haben 30 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 21 Jahren. Sie konnten im Projekt Einblicke in unterschiedliche jugendtypische Szenen bekommen und sich dort ausprobieren. Fachleute aus den einzelnen Szenen standen ihnen hier zur Seite. So konnten die Kinder und Jugendlichen Erfahrungen im Parkour, Graffiti, Skaten, Streetdance und Hip Hop sammeln. Im Tonstudio „Spontan“ in Rünthe bastelten sie dann eine Woche an ihrem Song, spielten Instrumente ein, sangen, texteten und rappten. Auf Basis dieses Songs studierten sie dann eine Tanzchoreografie ein, filmten unterschiedliche Szenen und Sequenzen und produzierten ihr eigenes Musikvideo.

Die „Nacht der Jugendkultur“ in Bergkamen wird gemeinsam mit Jugendlichen, der Jugendkunstschule Bergkamen, dem Jugendamt der Stadt, der LKJ NRW e.V. (Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V.) und dem örtlichen Konzertveranstalter Horror Business Records organisiert. Gefördert wir die nachtfrequenz 19 vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Einlass ist um 19.00 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.