Kulturreferat lädt ein zum Wochenendworkshop Pastellmalerei

Von Freitag, 7. Februar, bis Samstag, 8. Februar, veranstaltet das Kulturreferat Bergkamen den ersten Pastellmalworkshop mit der Dozentin Marita Brassat im neuen Jahr.

Anfängerbekommen eine schrittweise Einführung in die Techniken der Pastellmalerei. Fortgeschrittene werden an verschiedenen Bildbeispielen differenzierte Maltechniken auf unterschiedlichen Malgründen kennen lernen. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer darin zu unterstützen, eigene Vorstellungen und Empfindungen in Bildern gestalterisch umzusetzen.

Die Workshopzeiten sind Freitag von 16.00 bis 21.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.15 Uhr. Veranstaltungsort ist die Jugendkunstschule im Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6 in Bergkamen-Mitte. Das Teilnehmerentgelt beträgt 30 Euro. Interessenten können sich im Kulturreferat der Stadt Bergkamen anmelden und erhalten weitere Informationen unter der Durchwahl 02307 965462.




Cello für Einsteiger: Musikakademie bietet neuen Kurs zum Kennenlernen an

Annette Rettich

„Das Cello, mit seinem wunderschön tief-melancholischen Klang, bringt Körper und Seele zum Schwingen“, sagt Kursleiterin Annette Rettich. Ihr Intensiv-Kurs richtet sich an Erwachsene, die noch über keine oder wenige Erfahrungen mit dem Instrument verfügen. In vier Lektionen à 60 Minuten erlernen die Teilnehmer in einer kleinen Gruppe technische Grundlagen und erste Lieder. Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Die Kosten für den Intensiv-Kurs betragen 50 €. Er findet am 11.2., 25.2. 17.3. und 31.3.2020, jeweils dienstags von 19.30 bis 20.30 Uhr in der Preinschule in Bergkamen-Oberaden statt.

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 3. Februar 2020 telefonisch unter Nummer 02306/307730 oder per e-mail unter info@musikschule-bergkamen.de entgegen. Es sind noch einzelne Plätze frei.

Für diesen Intensiv-Workshop ist ein eigenes Instrument erforderlich.
Geeignete Instrumente können aber auch von externen Anbietern für die Kursdauer zum Preis von 20 bis 40 € ausgeliehen werden. Die Musikschule hilft gerne mit Adressen weiter.




Viola-Workshop für Geiger: Intensivkurs mit Lydia Friedrichs

Lydia Friedrich. Foto: Atelier Dicker, Hagen

Ab dem 12. Februar 2020 bietet die Musikakademie Bergkamen erneut einen Intensiv- Kurs für interessierte Streicher unter der Leitung von Lydia Friedrichs an: „Viola für Geiger“.

„Dieser Kurs wendet sich an Geigenspieler, die den Wunsch haben, die Bratsche kennen zu lernen“, sagt die Dozentin Lydia Friedrichs. „Es werden die spieltechnischen Unterschiede zwischen beiden Instrumenten herausgearbeitet und in lockerer Atmosphäre gemeinsam kurze Ensemblestücke gespielt.“

Für den Intensivkurs „Viola für Geiger“ sind Vorkenntnisse auf der Geige erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist bewusst klein gehalten und das Kursmaterial flexibel. Die Kosten für den Workshop betragen 50 €, die Teilnehmerzahl ist auf maximal 6 begrenzt. Der Kurs geht vom 12. Februar bis zum 4. März 2020 in 4 Lektionen jeweils Mittwochabend von 20.00 bis 21.00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte.

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 3. Februar 2020 telefonisch unter Nummer 02306/307730 oder per e-mail unter info@musikschule-bergkamen.de entgegen.

Für diesen Kurs ist ein eigenes Instrument erforderlich. Geeignete Instrumente können aber auch von externen Anbietern für die Kursdauer zum Preis von 20 bis 40 € ausgeliehen werden. Die Musikschule hilft gerne mit Adressen weiter.




„Ruscher hat Vorfahrt“: Kabarettauftakt mit Barbara Ruscher im studio theater bergkamen

Barbara Ruscher. Foto: Christoph Hardt

Scharfzüngig, intelligent, aber charmant hinterfragt Deutschlands Kabarett-Lady Barbara Ruscher den Selbstoptimierungswahn unserer Gesellschaft und ist dabei immer eine Spur voraus. Ruscher regt sich am kommenden Freitag, 24. Januar, um 20 Uhr auf der Bühne des studio theaters auf:

Über finanziell ausufernde Kindergeburtstags-Event-Rankings, über Raser, die ihren Wettbewerb ohne Rücksicht auf Verluste auf öffentlichen Straßen austragen, über Gangster-Rapper und deren hemmungslosen Vorurteile, über die Infantilisierung unserer Gesellschaft durch Ausmalbücher für Erwachsene. Ruscher fragt sich, warum ihre Tochter unbedingt aufs Gymnasium will und bekommt die Antwort: „Weil da so viel Unterricht ausfällt.“ Das sieht Ruscher ein und stimmt zu, auch weil die Schulen heute meist in herrlich antikem ursprünglichem Zustand sind. In ALLEN Räumen. Sollte man Söder nicht darüber aufklären, dass man anstelle von Kreuzen in die Klassenräume lieber Duftbäume in die Schulklos hängen sollte?

Vor keinem Thema schreckt sie zurück und geht mit viel Charme und satirisch intelligentem Biss gesellschaftsaktuellen Fragen nach. Ökologische Themen sind ihr Steckenpferd (Privatisierung von Wasser, Vermüllung der Meere), aber auch Themen wie Dating-Portale und der Wahnsinn im Alltäglichen. Warum klingt die Kaffeemaschine in der Bäckerei wie die Duschszene aus Psycho? Sind
wir nicht schon längst Opfer der Digitalisierung, oder warum denken wir beim Ton einer Klangschale, dass wir eine WhatsApp bekommen haben?

Barbara Ruscher, auch bekannt durch ihre Radiokolumnen bei HR1, sowie als Moderatorin der NDR Satireshow „Extra3 Spezial“ sowie aus zahlreichen Kabarett- und Comedy Sendungen bleibt mit ihrem Mix aus aktuellem Kabarett, entlarvender Comedy und brüllend komischen Songs am Klavier auch in ihrem neuen Programm auf der Erfolgsspur.

Weitere Informationen auch unter www.barbara-ruscher.de, www.facebook.com/ruscher.barbara,
www.instagram.com/barbararuscher & www.youtube.com/c/BarbaraRuscherKabarett

Barbara Ruscher
24.01.2020
20.00 Uhr
Kabarett/ Cabaret im studio theater bergkamen
Kartenvorbestellungen und weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder a.mandok@bergkamen.de




Großer Auftritt des JeKits-Orchesters der Freiherr-von-Ketteler-Schule auf Zeche Zollverein

Das JeKits-Orchester der Freiherr-von-Ketteler-Schule hatte am Sonntag einen großen Auftritt auf Zeche Zollverein. Foto: Jörg Prochnow

Im Aufwind von RUHR.2010 entstand Ende der Nullerjahre auch das Programm „Jedem Kind ein Instrument“, das später zu „JeKits“ weiterentwickelt und prägender Teil des kulturellen Bildungsprogramms des Landes NRW wurde. Die Musikschule Bergkamen war mit den Bergkamener Grundschulen von Anfang an dabei.

So fuhr auf Einladung der Stiftung Zollverein das JeKits-Orchester der Freiherr-von-Ketteler-Schule am Sonntag, 19. Januar, nach Essen, um in einem Konzert am späten Vormittag die Jubiläumsfeierlichkeiten mitzugestalten.

Unter der Leitung der Musikschullehrkräfte Bettina Pronobis und Johannes Bitter präsentierten die Ketteler-Kinder nach einer kleinen Fanfare ihre Stücke „Winter-Rap“ und „Ich lieb‘ den Frühling“. Besonders beeindrucken konnten sie mit dem „Flohwalzer“, der als reines Klavierstück bekannt und eigentlich auch gar kein Walzer ist. So wie die zehn Finger eines Pianisten abwechselnd über die Klaviatur „hüpfen“ wechselten sich auch die Orchesterkinder ab: jedes Kind war nur für bestimmte Töne verantwortlich und musste genau aufpassen, auf die anderen hören und nur im richtigen Moment spielen – selbst für Profimusiker ist so etwas heraus-fordernd!

Für die jungen Musiker war es ein tolles Erlebnis, wie auch Gitarrist Phil bestätigte, der nach dem Auftritt von Moderatorin Hella Sinnhuber interviewt wurde. Die gemeinsame Busfahrt, der Backstage-Bereich inkl. Verpflegungsangebot, der Applaus des rund 400-köpfigen begeisterten Publikums und nicht zuletzt die professionelle farbige Bühnenbeleuchtung – „sogar mit Disco-Kugel!“ – werden ihnen sicher prägend in Erinnerung bleiben.




„Die Bremer Stadtmusikanten“ sind ausverkauft

Das Kindertheaterstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ am kommenden Mittwoch, 22.01.2020 im studio theater ist ausverkauft, auch an der Tageskasse sind keine Karten mehr zu haben. Bereits reservierte Karten sind dort hinterlegt.

Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab 3 Jahren endet dann mit der Aufführung „Karlsson vom Dach“ des Wittener Kinder- und Jugendtheaters am 19.02.2020. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind im Kinder- und Jugendbüro (Rat-haus, Zimmer 305) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.




Folk Tales – Wiederholungskonzert des Chores „Die letzten Heuler“ in der Christuskirche Rünthe

Reinhard Fehling mit „Die letzten Heuler“. Foto: Jörg Prochnow

Folk-Titel aus verschiedenen Ländern, die entweder eine Geschichte haben oder eine Geschichte erzählen, stehen im Mittelpunkt des Programms, das der Chor ‚Die letzten Heuler‘ am Samstag, 1. Februar, ab 18 Uhr in die Christuskirche in Rünthe bringen wird. Das Publikum war bei der Erstaufführung von „Folk Tales“ im vergangenen November in der Kamener Konzertaula restlos begeistert. Eintrittskarten gibt im Vorverkauf zum Preis von 12 Euro / 6 Euro ermäßigt bei Schreibwaren Brocke an der Rünther Straße.

‚Grandola, vila morena‘ hat 1974 das Signal zur portugiesischen Nelkenrevolution gegeben. ‚Bella ciao‘, inzwischen wieder in aller Munde, war das Lied der Reisarbeiterinnen in der Po-Ebene ehe es zum Fanal der italienischen Partisanen im Kampf gegen den Faschismus wurde. ‚Rock-Island Line‘ hatten schwarze Eisenbahnarbeiter in den 1920er-Jahren voller Stolz auf ihre Arbeit gesungen, ehe es von Lonnie Donegan in den Sechzigern zu einem Hit gemacht wurde. Letzteres und das von Woody Guthrie neu getextete Traditional ‚This train is bound for glory‘ haben nicht nur eine Geschichte, sondern sie erzählen – in der Chorfassung des Komponisten und Chorleiters Reinhard Fehling – auch eine neue: In ‚THIS ’n‘ THAT train‘ werden ‚This train is bound for glory‘ und ‚The Rock Island Line‘ musikalisch als 2 getrennt startende Züge vorgestellt, die sich treffen und gemeinsam weiter fahren, musikalisch gesprochen: zur gleichen Zeit gesungen werden, immer mit viel zugigem Fahrgeräusch.

Kompositionen von persönliche Geschichten politischer Köpfen sind auch dabei: Von Bert Brecht ‚Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen?‘, sein Gedicht ‚Und ich werde nicht mehr sehen das Land aus dem ich gekommen bin‘ in der Vertonung von Hanns Eisler und sogar ein Brief aus dem Gefängnis, 1917 geschrieben von Rosa Luxemburg an ihre Freundin Sophie Liebknecht. Dieser sehr persönliche, lebensbejahende Brief wird als Mini-Kantate für Solo, Chor und Instrumente vorgestellt; nicht zu vergessen auch: eindrucksvolle Songs des österreichischen Ahnvaters von Georg Kreisler, dem Schöpfer des Buchenwald-Liedes Hermann Leopoldi, der nicht nur im Wiener Lied zuhause war.

Neben dem Schauspieler-Sänger Michael Kamp und der Rezitatorin Barbara Blümel sind Solisten aus dem Chor dabei. Als Band agieren die ‚Folktellers‘: Freya Deiting (vl), Sandra Horn (tr), Ralf Kiwit (sax), Thorsten Lange-Rettich (trb), Maik Hester (acc), Eric Richards (b).
Gäste sind: Peter Reinhold (git), Julia Treinies (kb), Jorge Rodrigues (dr, voc), Henrique Silva (git, voc), Anabela Ribeiro (voc) und Karola Felstow (voc).




Klausurtagung der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“

Gruppenfoto bei der Jahrestagung der Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“. Foto: Silke Kieslich

Zum wiederholten Mal haben sich Mitglieder der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“ bei dem Mitglied Martina Dickhut im „Atelier für Jedermann“ in Dortmund –Husen getroffen, um einen Rahmen für das beginnende Kunstjahr abzustecken.

Neben den alljährlich wiederkehrenden Terminen für die Wegmarke im Sommer (12.7.20 – 23.8. 20) und die Kunstlese im Herbst (17./18.10.20) galt es die Ausstellung in der Partnerstadt Bergkamens Hettstedt – parallel zu der Bergkamener Veranstaltung „Aktive Partnerschaften= Europa gestern, heute und morgen“ zu besprechen (25.4. – 1.6.20), sowie weitere Ausstellungen in Kamen und Umgebung inhaltlich und thematisch zu planen. Hinzu kommt eine Wiederholung einer Pleinair-Veranstaltung, die auch zur Tradition werden soll.
Für die diesjährige Jahresausstellung haben sich die Künstler die Bearbeitung des Themas „Spuren“ vorgenommen, in Hettstedt soll es um „Begegnung(en)“ gehen.

Außerdem haben sich die Mitglieder der kunstwerkstatt Gedanken gemacht, wie man dieser letzten Ausstellung in den Galerieräumen vor dem Museumsumbau noch eine besondere Note verleihen kann…

Natürlich sollen auch wieder Bergkamener Schulen angesprochen werden, mit der Möglichkeit der Beteiligung oder Führungen durch die Ausstellung, wenngleich hier die Sommerferien enge Grenzen setzen. Zudem steht das 50-jährige Jubiläum der Galerie, die der Kunstwerkstatt ihren Namen gegeben hat, an – und auch das wollen die Künstler nicht unbeachtet verstreichen lassen…

Bei der Veranstaltung „Kunstlese“ im Herbst in der Ökologiestation soll unter anderem der Name des Ortes Programm sein: Neben einer Ausstellung der Künstler soll auch ein zentrales Kunstwerk erst entstehen unter „Mithilfe“ der Besucher zu dem Themenkomplex „Recycling – Upcycling – Nachhaltigkeit“. Daneben wird es einen Kunstautomaten geben, aus dem die Besucher „Kunst von Sohle 1 für wenig Kohle“ erwerben können.

Nach sechs Stunden intensiver Arbeit, unterbrochen von einer etwa einstündigen Mittagspause, ging es dann ins wohlverdiente Wochenende. Mitgenommen haben alle Beteiligte die Hoffnung, dass die Bemühungen der kunstwerkstatt, den Bergkamenern Interessantes zu bieten, auch auf deren Geschmack und damit auf große Resonanz treffen werden.




Kammerkonzert der Musikschule Bergkamen: Kontrast-Programm mit clarinet.factory in der Kapelle Heil

Das Ensemble „clarinet.factory“ spielt am 26. Januar in der Kapelle Heil (v. l.): Sabrina Garlik, Werner Ottjes, Johannes Bitter, Jasmin Garlik. Foto: privat/clarinet.factory

Am kommenden Wochenende beginnt nach dem Jubiläumsjahr die neue Konzertsaison der Musikschule. Das erste Konzert ist dabei inhaltlich sogar noch eng mit den Aktivitäten der Musikschule zu ihrem fünfzigjährigen Bestehen verbunden.

Im Oktober verbrachten die vier Mitglieder des Klarinettenquartetts „clarinet.factory“ auf Einladung der Stadt Wieliczka sechs erlebnisreiche Tage in der polnischen Partnerstadt. Dies war der Gegenbesuch für den Besuch des Chores „Camerata Wieliczka“, der unter anderem bei der Gesangs-Revue am Jubiläumsprogramms in Bergkamen beteiligt war.

Das Ensemble mit Jasmin und Sabrina Garlik, Johannes Bitter und Musikschulleiter Werner Ottjes hatte anlässlich der Konzertreise ein repräsentatives musikalisches Programm zusammengestellt, das jetzt auch dem heimischen Publikum an einem besonderen Konzertort präsentiert werden soll. Mit der Kapelle Heil greift die Musikschule auf einen kleinen Konzertsaal zurück, den sie erst im Jubiläumsjahr für sich „entdeckt“ hat.

Die musikalischen Programme von clarinet.factory verfolgen das Ziel, die stilistische Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der Klarinettenmusik zu zeigen. Die vier professionellen Klarinettistinnen und Klarinettisten aus Münster, Osnabrück, Unna und Viersen spielen seit über drei Jahren in dieser Besetzung. Das Crossover im aktuellen „Kontrast-Programm“ mit Musik unter anderem von Mozart, Debussy, Weill und Francaix ist durch viele musikalische und stilistische Gegensätze gekennzeichnet. Neben einer „Entführung“ gibt es einen „Kanonensong“ sowie eine „Gaguenardise“ und eine „Sérénade comique“. Im ersten Teil des Konzertes erklingt neben einer Mozart-Ouvertüre eine Suite mit Klezmer-Musik und im zweiten Teil begegnen sich impressionistische französische Musik und ein Big Band-Arrangement.

Das Konzert mit clarinet.factory findet am Sonntag, 26. Januar um 16 Uhr in der Kapelle Heil, Westenhellweg 142, Bergkamen-Heil statt, der Eintritt ist frei.




Hintergründe von Flucht verstehen: Lionsclub BergKamen unterstützt Buchprojekt von „ProMensch“

Lionspräsident Martin Brandt (5.vl) freut sich, die ersten Exemplare an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gemeinden, Büchereien und Schulen aus Kamen und Bergkamen zu übergeben.

Die Kamener Grafikdesign-Studentin Christina Hartmann hat für ihre Bachelorarbeit mit sieben von der Kamener Initiative „ProMensch“ vorgeschlagenen Geflüchteten Interviews geführt. In diesen berichten sie über ihre alte Heimat, den Entschluss zur Flucht, die Ankunft in Deutschland und ihre Vorstellungen von der Zukunft.

Entstanden ist ein qualitativ hochwertiges Buch in einem auffälligen Sonderformat mit faszinierenden und noch vielmehr berührenden Geschichten und Bildern. Es trägt den Titel „Das erste Mal, als ich das Meer sah“.

Um dieses Buch einer breiten Öffentlichkeit in Kamen und Bergkamen zugänglich zu machen, hat sich der Lionsclub BergKamen entschlossen, einen Teil der Druckkosten zu übernehmen. Im Gegenzug erbaten die „Löwen“ von „Pro Mensch“ einen Teil der Auflage, um diese Bücher verschiedenen Institutionen in beiden Städten zu schenken. Die Lions hoffen, auf diesem Weg möglichst vielen Menschen dieses Buch nahebringen zu können.

Am Donnerstag übergaben Lionspräsident Martin Brandt sowie Bilitis Naujokat und Brigitte Langer von „ProMensch“ die ersten von 35 Exemplaren an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Schulen, Büchereien und Gemeinden beider Städte. Um die Hintergründe ihrer Flucht besser zu verstehen, lässt sich die Herausgeberin Christina Hartmann aus Kamen-Methler in ihrer Bachelorarbeit von sieben Einzelpersonen oder Familien aus verschiedenen Ländern ihre Lebensgeschichten schildern.

„Stell Dir vor, du müsstest morgen aus Angst um Leib und Leben deine deutsche Heimat verlassen“, sollen sich die Leser vorstellen. „Stell Dir vor, Du müsstest von heute auf morgen alles aufgeben – Heimat, Familie, Freunde, Besitz, berufliche Existenz – und Dir blieb nicht mehr, als was in einen kleinen Rucksack passt?“ Wir wissen nicht, wie sich Bomben anhören, die gleich um die Ecke einschlagen, weil wir aus eigenem Erleben nur den Frieden kennen und in Sicherheit sind! „Wie Abschied nehmen von den Lieben“ fragt die Verfasserin. Kannst Du den Schleppern trauen, auf die du angewiesen bist, oder sind das durchweg skrupellose Ausbeuter?

Momo beispielsweise, 23 Jahre alt, Syrer, ist mit Geld vom Vater in die Türkei geflohen und dort mit 45 anderen Flüchtlingen auf ein Schlauchboot, das nur für 15 Personen ausgelegt war, Richtung Samos verfrachtet worden. In der Nacht wurden sie von einem unbeflaggten Schiff aufgebracht, dessen maskierte Besatzung die „Nussschale“ rund 20 Kilometer vor der griechischen Zielinsel zerstörte, so dass auf hoher See Panik unter den „Schiffbrüchigen“ ausbrach, die sich an den Bootsresten festklammerten. Alle kämpften um Lifejackets. Vier Stunden später seien sie von der türkischen Küstenwache aus dem Meer gefischt worden, berichtet Momo. Alle – sogar eine schwangere Frau – überlebten.

„Wir hoffen sehr, dass durch unsere Aktion möglichst viele Menschen in Kamen und Bergkamen dieses beeindruckende Buch in die Hand bekommen und lesen werden“, erklärt Präsident Martin Brandt das Engagement des Lionsclubs BergKamen.




Notenlesen – kein Buch mit sieben Siegeln mehr: Musikakademie Bergkamen lädt zum Einsteigerkurs ein

Bettina Pronobis. Foto: Wilhelm Lohmann

Wie ist ein Rhythmus notiert? Wie heißen die Noten im Violin- und Bassschlüssel? Diese Fragen scheinen viele musikinteressierte Erwachsene zu beschäftigen, denn das Angebot „Notenlesen für Erwachsene“ ist ein Publikumsliebling im Angebot der Musikakademie Bergkamen.

Aufgrund vielfacher Nachfrage hat die Kursleiterin Bettina Pronobis auch für 2020 sowohl einen Einsteigerkurs als auch einen späteren Vertiefungskurs geplant. Teilnehmer ohne Vorkenntnisse besuchen zunächst einen Einsteigerkurs. In vier Sitzungen jeweils Freitag von 18.30 bis 19.30 Uhr werden Chorsänger, Wiedereinsteiger oder Selbstlerner im Instrumentalspiel mit den Geheimnissen der Notenschrift vertraut gemacht.

Die Kursleiterin Bettina Pronobis möchte mit diesem Angebot Hürden abbauen. „Ich habe schon oft den Satz gehört „Noten waren für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln“ und finde es schade, wenn dieser Umstand Menschen daran hindert, aktiv zu musizieren! Dabei genügen schon einfache Grundlagen des Notenlesens, um beim Singen oder Instrumentalspiel besser und vor allem selbständiger zurecht zu kommen. Auch Eltern, die ihren Kindern helfen möchten, wenn diese gerade Noten lernen, können in meinem Workshop gute Grundkenntnisse erlangen.“

Die studierte Violinistin Bettina Pronobis ist selbst seit ihrer Jugend engagierte Chorsängerin und verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung mit allen Altersstufen. Ihr Anliegen ist es nicht nur, die Systematik unseres Tonsystems zu vermitteln, sondern auch die neu erworbenen Fähigkeiten zu trainieren. Dabei wird die individuelle Zielsetzung der Teilnehmer berücksichtigt.

Die Kosten für den einzelnen Workshop betragen 25 Euro. Die Teilnehmer werden gebeten, Bleistift und Radiergummi mitzubringen. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte, Pestalozzistr. 6. Der Workshop beginnt am 7. Februar und geht bis zum 6. März 2020. Er umfasst 4 Lektionen von jeweils 60 Minuten.

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 29. Januar 2020 telefonisch unter Nummer 02306/307730 oder per e-mail unter info@musikschule-bergkamen.de entgegen.