Stadtbibliothek: Erster Öffnungstag nach langer Zwangspause gut besucht !
Rund 75 Besucher*innen freuten sich, sich nach sieben Wochen Schließung ihrer Stadtbibliothek nun endlich wieder mit neuem Lesestoff eindecken zu können.
Ein ganz großer Ansturm blieb glücklicherweise aus: Das Bibliotheksteam hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass die Leserinnen und Leser nicht gleichzeitig am Dienstagmorgen erscheinen mögen.
Somit gab es keine Probleme, die vorgegebenen Abstände einhalten zu können. Das zurzeit eingeschränkte Angebot und das Hygienekonzept stießen bei den Besucher*innen auf großes Verständnis.
Von neuen Bilderbüchern über Lernhilfen, Kochbücher, Ratgeber, Romane und spannenden Krimis bis hin zu aktuellen Jugendbüchern steht ein breitgefächertes Angebot trotz der Einschränkungen zur Verfügung. Außerdem können entliehene Medien nun wieder abgegeben werden.
Die Stadtbibliothek ist derzeit Dienstag und Donnerstag von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr sowie Mittwoch von 14-16 Uhr geöffnet.
Kinder unter 10 Jahren dürfen die Bibliothek nur in Begleitung eines Erwachsenen besuchen.
Um die speziellen Schutzauflagen und die Hygienestandards zu erfüllen, wird der gleichzeitige Zugang auf 10 Menschen beschränkt. Es muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
Der Aufenthalt in der Bibliothek wird auf maximal 20 min. beschränkt.
Besucher*innen müssen am Eingang ihren Nutzerausweis vorzeigen.
Wer noch keinen Ausweis besitzt, kann sich den für 20,- € Jahresgebühr ausstellen lassen. Zur Neuanmeldung wird ein Lichtbildausweis/Personalausweis benötigt.
Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, sich telefonisch unter 02307/983500 oder per E-Mail unter stadtbibliothek@bergkamen.de bis zu 5 Medien zur kontaktlosen Abholung außerhalb der Öffnungszeiten vorzubestellen.
Stadtbibliothek öffnet wieder: Erste städtische Kultureinrichtung mit Schutzauflagen wieder am Start
Große Freude gibt es beim Bibliotheksteam der Stadt Bergkamen: Ab Dienstag, 5. Mai, öffnet die städtische Bibliothek wieder für ihre Besucher*innen. Der Service ist allerdings noch eingeschränkt, lediglich Ausleihe und Rückgabe sind möglich.
Die Öffnungszeiten sind: Dienstag und Donnerstag von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr sowie Mittwoch von 14-16 Uhr. Um die speziellen Schutzauflagen und die Hygienestandards zu erfüllen, wird der gleichzeitige Zugang auf 10 Menschen beschränkt, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Der Aufenthalt in der Bibliothek wird auf maximal 20 min. beschränkt.
Besucher*innen müssen am Eingang ihren Nutzerausweis vorzeigen. Wer noch keinen Ausweis besitzt, kann sich den für 20,- € Jahresgebühr ausstellen lassen.
Die Arbeits- und Internetplätze, an denen sonst recherchiert wird oder Bewerbungsmappen erarbeitet werden, müssen vorerst noch geschlossen bleiben. Auch der Jugendbereich im Obergeschoss wird noch nicht geöffnet. Das Bibliotheksteam präsentiert jedoch neu angeschaffte Jugendbücher in der unteren Etage auf speziellen Tischen. Lernhilfen für Schüler*innen werden ebenfalls angeboten.
Kinder unter 10 Jahren dürfen die Bibliothek nur in Begleitung eines Erwachsenen besuchen.
Bibliotheksmitarbeiterin Sarah Rotariu rät davon ab, direkt am Dienstagmorgen zu kommen, um größere Menschenmengen und längere Wartezeiten zu vermeiden.
Wer sich lieber des Ausleih-Services bedienen möchte, kann das weiterhin tun: Das Angebot der Bibliothek, sich bis zu 5 Medien telefonisch (02307/983500) oder per mail unter stadtbibliothek@bergkamen.de vorzubestellen und nach Terminabsprache kontaktlos abzuholen, besteht aber auch weiterhin.
Barrierefreie Raststation für den Römerpark Bergkamen
Der Portikus von Vindonissa mit einer Schülergruppe. Mit diesem Legionslager in der Schweiz wird der Römerpark Bergkamen jetzt eng zusammenarbeiten.
Das Stadtmuseum Bergkamen hat zusammen mit dem Baubetriebshof der Stadt Bergkamen die Baustelle „Barrierefreie Raststation“ im Römerpark eingerichtet. Der barrierefreie Container, nach den Plänen und Ausführungen durch Dipl.-Ing. Rolf Teschner (Landschaftsarchitekt aus Dülmen im Auftrage der Römer-Lippe-Route) wurde ausgeliefert und aufgestellt. In den nächsten Wochen wird der Container angeschlossen. Ein gepflasterter Weg soll ihn mit dem Hauptweg verbinden. Gleichzeitig wird eine barrierefreie Raststation für die BürgerInnen sowie für Fahrrad-Touristen an der Arena erstellt. Die Arena wird mit dieser Maßnahme erweitert und mit neuen Sitzplätzen ausgestattet.
Die Ruhr Tourismus GmbH, vertreten durch Pascal Tönnissen aus der Abteilung Aktivtourismus, wird die Verlagerung der Römer-Lippe-Station mit begleiten und im Anschluss eine Bewertung mit Lizenzierung der Station vornehmen. „Damit hat die Stadt Bergkamen einen wichtigen touristischen Schritt gemacht sowie das Serviceangebot im Römerpark erweitert. Das angestrebte Ziel ist die überregionale Bekanntmachung des Standortes sowie mehr Fahrrad-Touristen entlang der Lippe nach Bergkamen zu locken“, so der Leiter des Bergkamener Stadtmuseums Mark Schrader.
Der Container soll im Anschluss durch einen römischen Portikus ergänzt und „versteckt“ werden. Die Pläne von Dr. Kees Peterse, der leider im Frühjahr verstorben ist, konnten nicht vollends erstellt werden. Das Ziel und sein Vorschlag waren eindeutig aus den hinterlassenen Unterlagen zu entnehmen. Dr. Peterse schlug einen römischen Holz-Portikus (Fachwerk mit Holzschindeln) vor, der vom Weg bis zur Sichtschutzwand einen Eingangsbereich und Treffpunkt für Führungen darstellen soll. Diese Art der „Laubengänge“ war in jedem römischen Legionslager zu finden.
Aufgrund zahlreicher Beispiele in der Museumslandschaft können Pläne bzw. Handwerker kurzfristig engagiert werden. Dadurch können Planungskosten eingespart werden. Unser „Schwester-Legionslager“ im heutigen schweizerischen Windisch (Vindonissa) besitzt schon ähnliche Anlagen wie die Bergkamener
Der Portikus von Vindonissa mit einer Schülergruppe. Mit diesem Legionslager in der Schweiz wird der Römerpark Bergkamen jetzt eng zusammenarbeiten.
Holz-Erde-Mauer. Die Kasernenbauten dienen der Stadt Bergkamen als Beispiel für den neuen Eingangsbereich. Der Legionärspfad und das Vindonissa Museum (Museum Aargau) werden damit zukünftige Kooperationspartner und unterstützen das Stadtmuseum Bergkamen seit diesem Jahr mit Wissenstransfer.
Stadtbibliothek: Öffnung geplant – Ab sofort persönlicher Ausleihservice!
Die Stadtbibliothek wird voraussichtlich ab dem 5. Mai wieder öffnen können, die hygienischen Voraussetzungen dafür werden gerade geschaffen. Ab sofort bietet sie aber einen neuen Service für Bibliotheksnutzerinnen und –nutzer an:
Für alle Kundinnen und Kunden mit gültigem Bibliotheksausweis besteht die Möglichkeit, sich aus dem Online-Katalog der Bibliothek (www.bibliothek.bergkamen.de) bis zu fünf verfügbare Bücher oder andere Medien auszusuchen. Per E-Mail stadtbibliothek@bergkamen.de oder unter Tel.: 02307/983-500 können die Wünsche mitgeteilt werden. Die Bestellung wird dann vom Team der Bibliothek bearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbaren einen Zeitpunkt, zu dem die Medien im Eingangsbereich der Bibliothek abgeholt werden können.
Die Abholung der eingepackten und desinfizierten Medien findet lediglich mit Sichtkontakt statt, das Vorzeigen des Bibliotheksausweises reicht aus. Die Termine werden so vergeben, dass die Ausleihenden nicht aufeinander treffen. Eine Medienrückgabe ist vorerst noch nicht möglich. Mahngebühren fallen jedoch nicht an, denn alle entliehenen Medien werden automatisch verlängert.
Der Service ist von Dienstag bis Freitag verfügbar. Außerdem bietet die Bibliothek für die Dauer der Schließung die kostenlose Nutzung der Onleihe an. Interessierte können sich dazu über stadtbibliothek@bergkamen.de mit dem Bibliotheksteam in Verbindung setzen.
Weitere Information erteilt Sarah Rotariu unter der Rufnummer 02307/983500.
Scherben, Schmuck und Schlacke: Beim Bau einer Gas-Pipeline von Hamm nach Bergkamen entdecken Archäologen einen mittelalterlichen Hof
Auf der Trasse werden die freigebaggerten mittelalterlichen Befunde zügig archäologisch bearbeitet. Foto: EggensteinExca/G. Eggenstein
Zurzeit wird eine Gas-Pipeline von Hamm nach Bergkamen gebaut. Dabei haben Archäologen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bei Grabungsarbeiten auf einer Fläche von 1.400 eine mittelalterliche Hofstelle entdeckt. Dunkle Verfärbungen im Boden, verfüllte Gruben und ehemalige Pfostenlöcher einer Hofstelle sowie Schmuck, Schlacke und Keramikscherben vermitteln einen Eindruck vom Leben der Menschen, die hier im 11. oder 12. Jahrhundert siedelten.
Das untersuchte Areal liegt in Werne-Stockum, auch heute steht hier in der Nähe ein Hof. Hier wird gerade eine Gasleitung mit dem Startpunkt nördlich des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne gebaut. Von dort verläuft die Trasse östlich bis nach Hamm-Bockum-Hövel. „Bei Anlage der Sondage und der dann notwendigen Erweiterung auf Breite der Pipelinetrasse entdeckten wir insgesamt 52 unterschiedliche archäologische Befunde“, so der Inhaber der beauftragten Grabungsfachfirma, Dr. Georg Eggenstein. „Diese Befunde, deutlich erkennbare dunkle Grubenverfüllungen im hellen Sand, erstreckten sich im Verlauf der Trasse auf mehr als 100 Meter.“
Die einzelnen Gruben werden in der Fläche und im Profil dokumentiert. Foto: EggensteinExca/R. Lavelle
Die dunklen Stellen im Erdreich zeigen den Experten, dass hier vermutlich hölzerne Pfostenbauten gestanden haben. Einen Hausgrundriss konnten die Archäologinnen erkennen, vermutlich ein landwirtschaftliches Nebengebäude.
Die Hofstelle war offenbar im 11. oder 12. Jahrhundert besiedelt. Das erkennen die Archäologen an den gefundenen Keramikscherben, zumeist von sogenannten Kugeltöpfen. Diese Art mittelalterlicher Keramik gehörte zum Kochgeschirr und hat keine Standfläche. Die Tatsache, dass sie auch am Boden kugelförmig ist, erleichterte das Hineinstellen in ein brennendes Herdfeuer.
Insgesamt bargen die Archäologen zahlreiche Gefäßreste, aber auch weitere Gegenstände des Alltags wie eine Glasperle und die Reste eines Eisenmessers. Eine kreuzförmiges Emailscheibenfibel des 9. oder 10. Jahrhunderts sowie zwei jüngere Silbermünzen des 14. und frühen 16. Jahrhunderts erweitern das Fundspektrum. Schmuckstücke wie die Gewandspange aus Email wurden am Obergewand getragen und dienten dazu, Kleidung wie beispielsweise Umhänge zusammen zu halten. Fibel und Münzen hatte ein ehrenamtlicher Sondengänger entdeckt.
Funde aus der mittelalterlichen Hofstelle: große Keramikrandscherbe (sog. Schwalbennesthenkel), Spinnwirtel aus Keramik und eine kleine Glasperle (Durchmesser ca. 1 cm). Foto: EggensteinExca
Besonders für die Expertinnen interessant sind die Spuren der Eisenverhüttung und der Holzkohlenproduktion. Dass an diesem Ort Holzkohlen produziert wurde, zeigen die Reste von sogenannten Grubenmeilern. Grubenmeiler dienten Köhlern im Mittelalter zur Herstellung von Holzkohlen. Diese wiederum war nötig zur Befeuerung von Schmiedeöfen und wurde auch bei der Eisenerzverhüttung verwendet. Holzkohle kam immer dann zum Einsatz, wenn besonders heiß brennende Feuer benötigt wurden.
In einer besonders großen Grubenverfüllung von über sechs Meter Länge und 2,5 Meter Breite fanden die Fachleute größere Mengen an Eisenschlacken, die auf Schmiedearbeiten im direkten Umfeld schließen lassen. „Diese Befunde deuten auf eine auf den Eigenbedarf ausgerichtete Produktion“, so der Grabungsleiter Sven Knippschild.
Bevor die Archäologen mit der Arbeit begannen, haben sie auf der Grundlage früherer Fundmeldungen das Untersuchungsgebiet festgelegt. Die Arbeiten fanden in enger Abstimmung mit der Bauleitung statt, sodass die Fläche in wenigen Tagen untersucht werden konnte. „Derzeit werden im Grenzbereich der Städte Hamm, Bergkamen und Werne drei neue Gas-Pipelines verlegt. Diese umfangreichen Bodeneingriffe werden sämtlich archäologisch begleitet“ so Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle der LWL-Archäologie in Olpe.
Krimifestival wird Virusopfer: „Mord am Hellweg X“ wird um ein Jahr verschoben
Der Bergkamen-Kurzkrimi für die Antholgie „Mord am Hellweg X“ erscheint erst 2021: Hier Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Sina Ziegler von der Festivalleitung, Krimi-Autor Jürgen Kehrer und Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich (v. l.) kurz nach Abschluss der Recherchen des Wilsberg-Erfinders in der Nordberg-Stadt .
Aufgrund der anhaltenden Unwägbarkeiten der Corona-Krise wird das für diesen Herbst geplante Festivaljubiläum „Mord am Hellweg X“ um ein Jahr verschoben. Das Krimifestival wird auf den Zeitraum 18. September bis 13. November 2021 verlegt. Damit reagieren die Veranstalter auf die aktuellen Prognosen von Wissenschaft und Politik, aber auch auf konkrete Schwierigkeiten, die sich schon jetzt massiv für die Programmgestaltung bemerkbar und die Durchführung des Festivals unberechenbar machen.
In Bergkamen waren vier Veranstaltungen geplant, eine davon mit Autor Jürgen Kehrer, der unter anderem durch die Verfilmung seiner Wilsberg Kriminalromane einem breiten Publikum bekannt ist. Er hat bereits den Bergkamen Krimi für die Festival-Anthologie geschrieben, in der jede teilnehmende Stadt vertreten ist. Im Telefonat mit Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel äußert er sein Verständnis für diese Entscheidung: „Die Geschichte steht und wird auch im nächsten Jahr noch aktuell sein“, so Kehrer.
„Mord am Hellweg ist ein internationales Festival, das durch seine Größe mit mehr als 200 Lesungen und weit über 400 Mitwirkenden einen langen Planungsvorlauf hat, nun aber durch die derzeitigen Einschränkungen vor großen Planungsunsicherheiten steht“ und es ist schon jetzt absehbar, dass viele Veranstaltungen nicht mehr so stattfinden könnten, wie wir es uns vorgestellt haben. Trotzdem möchten wir unseren Besucher*innen ein Festival in der Qualität und Quantität bieten, die sie von uns gewohnt sind. Das wird in diesem Jahr in der Form nicht annähernd möglich sein, weshalb wir in enger Abstimmung mit unseren Unterstützern und Förderern, insbesondere dem Land NRW, leider die schwere Entscheidung treffen mussten, das Festival zu verschieben“, so die Erklärung der Festivalleitung von „Mord am Hellweg“, dem Kulturbereich der Kreisstadt Unna und dem Westfälischen Literaturbüro in Unna e. V.
Durch eine Verschiebung hoffen die Organisatoren größeren Schaden vom Festival abzuwenden, der durch eine kurzfristige Komplettabsage oder ein stark eingeschränktes Programm entstehen würde. Die derzeitigen Einschränkungen würden schon jetzt zu zahlreichen Problemen in der aktuellen Planungsphase führen. Im Moment könnten beispielsweise kaum Künstler*innen eingeworben und Termine abgesprochen werden, da nicht wenige Verlage und Künstler*innen seit geraumer Zeit keine Anfragen mehr an-nehmen, bereits bestehende Termine für das ganze Jahr absagen oder Buchveröffent-lichungen verschieben. „Zunehmend erreichen uns auch Absagen internationaler Stars, die bereits zugesagt hatten“, so die Festivalleitung weiter, „und im Herbst möglicherweise noch geltende Abstandregeln würden in den Veranstaltungsräumen zu grotesken Atmosphären und fürs Festival zudem zu großen finanziellen Einbußen, wenn nicht gar Debakeln führen.“
Die Festivalleitung arbeitet nun bereits unter Hochdruck daran, die Termine, die sich schon im Vorverkauf befinden, um genau ein Jahr zu verschieben. Für einige Veran-staltungen mit internationalen und nationalen Bestsellerautor*innen und weiteren Künstler*innen wurden bereits neue Termine für den Herbst 2021 in Aussicht genommen.
So haben u. a. Jussi Adler-Olsen, Simon Beckett, Joe Bausch, Arne Dahl, Sebastian Fitzek, Fritz Eckenga, Andreas Gruber, Jens Henrik Jensen, Volker Kutscher, Ralf Kramp oder Klaus-Peter Wolf, um nur einige zu nennen, dankenswerterweise bereits ihre Zusage gegeben, die mit ihnen geplanten Lesungen auf Herbst 2021 zu verschieben. Ebenso werden der von Sebastian Fitzek gestiftete und von „Mord am Hellweg“ organisierte VIKTOR CRIME AWARD sowie die Verleihung des Europäischen Preises für Kriminalliteratur verlegt. Das Erscheinen des Jubiläumsbandes „Mord am Hellweg X“ (EMONS-Verlag Köln, Reihe Grafit) mit weiteren namhaften Autor*innen wie Ben Aaronovitch, Bernhard Aichner, Friedrich Ani, Horst Eckert, Doris Gercke, Elisabeth Herrmann, Andreas Gruber, Jürgen Kehrer, Gisa Pauly oder Jan Costin Wagner soll ebenfalls um Jahr verschoben werden. Das Gleiche gilt für die hochkarätig besetzte Tagung „Zur Ästhetik des Kriminalromans“ (kuratiert von Oliver Bottini und Thomas Wörtche), die nun vom 01. bis 03. Oktober 2021 stattfinden soll.
Bereits gekaufte Karten/Buchungen behalten ihre Gültigkeit, wenn die jeweilige Veranstaltung auf nächstes Jahr verlegt werden kann. Mehr Informationen zur Verschiebung, zu alten und neuen Terminen, zur Ticketgültigkeit oder Ticketrückabwicklung werden in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach über die Webseite www.mordamhellweg.de sowie den Newsletter und die Social Media Kanäle des Festivals bekanntgegeben.
Neuer Termin für die Kabarettveranstaltung LONGJOHN
Die am kommenden Freitag, 24. April, geplante Kabarettveranstaltung mit LONGJOHN muss wegen des Coronavirus ausfallen.
Das Kulturreferat hat für diese Veranstaltung bereits einen Ersatztermin. Der neue Termin für das Kabarett ist der 1. Oktober 2021.
Bereits gekaufte Kulturtickets behalten ihre Gültigkeit. Die Rückgabe der Tickets ist möglich, entweder durch Zusendung an das Kulturreferat, Anne Mandok, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen oder durch persönliche Rückgabe nach Rücksprache mit dem Kulturreferat.
Neue Coronaschutzverordnung des Landes: Auch die Bücherei öffnet wieder
Das Land Nordrhein-Westfalen hat am 16.04.2020 eine neue Coronaschutzverordnung erlassen. Diese regelt nun die verkündeten Lockerungsmaßnahmen ab dem kommenden Montag, 20.04.2020. Der Krisenstab der Stadt Bergkamen unter Leitung von Bürgermeister Roland Schäfer hat sich heute intensiv mit dieser neuen Verordnung beschäftigt.
Danach darf auch die städtische Bücherei wieder öffnen. Hierzu werden derzeit die organisatorischen Maßnahmen getroffen, um die Umsetzung der Hygienevorschriften auch sicherstellen zu können. Im Laufe der kommenden Woche wird der Öffnungszeitpunkt dann bekannt gegeben.
Die neue Coronaschutzverordnung sowie die Coronabetreuungsverordnung können auf der Homepage der Stadt Bergkamen, www.bergkamen.de, eingesehen werden.
Kultur Safari für Kids: Jugendkunstschule Bergkamen veröffentlicht kreative Angebote auf Facebook und Instagram
Dozentinnen der Jugendkunstschule Bergkamen haben unter dem Motto „Kunst Safari“ erste kleine Angebote für Kinder entwickelt, die ohne großen Aufwand zu Hause umgesetzt werden können. Die Jugendkunstschule veröffentlicht diese Angebote jetzt auf ihren Seiten von Facebook und Instagram.
Am Anfang der „Kunst Safari“ stehen einfache Anleitungen aus den Bereichen Theater, Gestaltung und Literatur.
In den Osterferien war das Projekt Schachteltheater geplant. Die Dozentin und Künstlerin Klara Ratajczak hat nun für Kinder eine Anleitung erarbeitet, mit der Kinder ihr Schachteltheater auch zu Hause erstellen, gestalten und bespielen können. Die Kulturpädagogin Birgit Schwennecker stellt mehrere Aktionen aus den Themenfeldern Theater und Literatur vor. Hierbei handelt es sich um Angebote, die spielerisch die Fantasie und kreative Eigentätigkeit fördern. Pantomimisches Geschick ist beispielsweise bei dem Spiel König und Diener erforderlich, bei dem der König das Sagen hat, aber ohne Worte. Bei der Aktion Schrumpfköpfe spielen Theater stehen Kartoffeln im Mittelpunkt des Geschehens und beim Angebot Mein Spiegelbild können Kinder erste schauspielerische Grundübungen ausprobieren und kennenlernen. Spannend wird es auch, wenn Kinder aufgefordert sind, aus gesammelten Lieblingswörtern ihrer Lieblingsmenschen Geschichten zu erfinden. Auf Facebook ist die Jugendkunstschule unter jugendkunstschule bergkamen und auf Instagram unter jugendkunstschule_bergkamen zu finden.
In den kommenden Wochen plant die Jugendkunstschule, junge neugierige Menschen mit zusätzlichen Veröffentlichungen weiter auf ihrer „Kunst Safari“ in besonderen Zeiten mitzunehmen.
„Getrennte Wege“ – neuer Krimi von Heinrich Peuckmann
Heinrich Peuckmann
Plötzlich wird auf die Dortmunder Geschäftsfrau Rita Perkau geschossen. Es ist ein Schuss, der sie schwer an der Schulter verletzt. Für diesen Anschlag auf ihr Leben hat sie einen Verdacht: Sie vermutet, dass ihr Mann eine Geliebte hat, die ihre Rivalin loswerden möchte. Deshalb bittet sie Ex-Kommissar Bernhard Völkel um Hilfe. Peuckmann Romanfigur, die längst Kult geworden ist, findet tatsächlich heraus, dass Rita Perkaus Mann Geheimnisse hat. Aber ob das der Grund für einen Anschlag sein kann? Dann wird plötzlich auf eine zweite Person geschossen, wieder wird sie an der Schulter verletzt. Und die Geschichte läuft in eine ganz andere Richtung.
So beginnt der neue Krimi „Getrennte Wege“ von Heinrich Peuckmann, der jetzt erschienen ist. Es ist der insgesamt neunte Fall, in dem Peuckmann seinen Kommissar, der längst so etwas wie Kult geworden ist, ermitteln lässt. Und wie immer steigert sich auch in „Getrennte Wege“ die Spannung von Seite zu Seite, bis sich Abgründe auftun, die Völkel zum Schluss in große Gefahr bringen. Wie in den übrigen Krimis geht es Peuckmann aber auch diesmal um mehr. Es geht um Anpassung an die Gesellschaft, um Widerstand dagegen, um Beharren auf falschen Positionen und auch um Fanatismus. Peuckmann setzt sich also wieder kritisch mit unserer Gesellschaft auseinander.
In den Zeiten von Corona bittet Peuckmann alle Bücherfreunde, ihre Bestellungen bei örtlichen Buchhändlern aufgeben. Man kann das online machen. Es wäre schade, meint Peuckmann, wenn durch die schreckliche Krise viele Buchhandlungen schließen müssten.
Musikschule trotz Schließung aktiv und erreichbar
Die Geschäftsstelle der Musikschule ist bis zum Beginn der Osterferien wegen der Corona-Krise Montag bis Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr telefonisch erreichbar, in den Osterferien ist dies in den Vormittagsstunden von 10.00 bis 12.00 Uhr möglich. Wie gewohnt ist die Musikschule auch per Mail unter info@musikschule-bergkamen.de erreichbar, eine persönliche Kontaktaufnahme ist derzeit nicht möglich, um das landesweit ausgegebene Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, nicht zu gefährden.
Einige Musikschullehrkräfte haben sich während der unterrichtsfreien Zeit schon mit ihren Schülerinnen und Schülern in Verbindung gesetzt und ermöglichen eine pädagogische Betreuung mithilfe von Übungsblättern, Übungshinweisen und digitalen Audio- und Videomedien, damit die Freude und die Motivation der Kinder am Musizieren bestmöglich erhalten bleibt. Musikschulleiter Werner Ottjes weist jedoch darauf hin, dass nicht alle Lehrkräfte über technische Möglichkeiten für diese Art der Betreuung verfügen.
Zudem werden für die aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterrichtsstunden keine Unterrichtsentgelte abgebucht, bereits gezahlte Beträge werden verrechnet oder auf Wunsch erstattet. Da die Beträge auch erst wieder fällig werden, wenn der Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, sind Kündigungen von laufenden Unterrichtsverträgen nicht notwendig.
Ansonsten laufen die Vorbereitungen für die Zeit nach der Krise unvermindert im Rahmen des Machbaren weiter. Die Musikschulleitung versucht, den Umzug der Musikschule zum FAKT-Campus voran zu bringen. Ottjes sagt dazu: „Unser Ziel ist es, spätestens nach den Sommerferien den Unterrichts- und Probenbetrieb und den Betrieb der Geschäftsstelle am neuen Standort aufnehmen zu können.“ Dazu müssen jetzt unabhängig vom Mietvertrag, der vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung abgeschlossen wird, die Planungen für den Umzug und die Ausstattung des Gebäudes fortgesetzt werden. Ob und wann der Betrieb mit Unterricht und Planung von Konzerten wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.