Fotoaufruf des Kulturreferats: Wie frühstückt Bergkamen?  

Frühstück gibt es in vielen Varianten und als kulturübergreifendes Phänomen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Galerie sohle 1 für zeitgenössische Kunst schreibt das Kulturreferat der Stadt Bergkamen diese Fotoaktion aus: Bergkamenerinnen und Bergkamener sind aufgerufen, ihren Frühstücksstil, ihre Frühstücksvorlieben als „Frühstücksstillleben“ zu fotografieren und an das Kulturreferat der Stadt Bergkamen zu senden.

„Stillleben Frühstück“, das kann das Brötchen- oder Müslifrühstück sein, das Frühstück am Tisch, auf dem Balkon, beim Camping, vor der Arbeit, am Wochenende, das Frühstück im Pyjama, im Kostüm, mit Porzellan oder Brettchen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

„Das getarnte Frühstück im Grünen“ von Timm Ulrichs, Stadt Bergkamen. Das gerahmte Foto zeigt das berühmte Gemälde „Frühstück im Grünen“ von Édouard Manet. Dieses Bild diente als Vorlage für ein Plakat des „bergkamener bilder-basars“, das die Vermüllung der Landschaft kritisierte. Auch heute ein aktuelles Thema.

„Die Idee zum Fotoaufruf zum Jubiläum der Galerie sohle 1 ist durch das Kunstwerk „Das getarnte Frühstück im Grünen“ von Timm Ulrichs aus dem städtischen Kunstbesitz entstanden“, so Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. „Frühstück ist eine wichtige Mahlzeit, in Zeiten von Corona vielleicht noch mehr als vorher. Viele Menschen decken ihre Tische gern besonders ästhetisch oder arrangieren mit Tasse und Zeitung liebevoll ihr minimalistisches Kaffeegedeck – wie ein Stillleben eben.“

Das „Stillleben Frühstück in Bergkamen“ soll als Ausstellung im Sommer in der Galerie sohle 1 präsentiert werden. „Wir sind gespannt und freuen uns auf die Einsendungen, gern mit kurzen Untertiteln und Namen“, so die Kulturreferentin. „Bis zu drei Fotos können per mail oder Brief eingesandt werden.“

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2020; E-Mail kulturreferat@bergkamen.de oder Kulturreferat Stadt Bergkamen, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen

Weitere Informationen: www.bergkamen.de; Kulturreferat der Stadt Bergkamen: Tel. 02307 965 -263

 




Letzter mittwochsMIX in dieser Saison mit Tobias Morgenstern und Jansen Folkers wird verschoben

Die für den 27.05.2020 geplante Veranstaltung mit Tobias Morgenstern und Jansen Folkers im Rahmen der mittwochsMIX Reihe muss wegen des Coronavirus ausfallen. Das Kulturreferat hat für diese Veranstaltung bereits einen Ersatztermin.
Der neue Termin für den mittwochsMIX ist der 17.02.2021.

Bereits gekaufte Kulturtickets behalten ihre Gültigkeit. Die Rückgabe der Tickets ist möglich, entweder durch Zusendung an das Kulturreferat, Anne Mandok, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen oder durch persönliche Rückgabe nach Rücksprache mit dem Kulturreferat.

 




Städt. Galerie „sohle 1“ wird 50 Jahre alt – wegen Corona kann aber nur im Internet gefeiert werden

Die „sohle 1“ am heutigen Standort am Museumsplatz in Oberaden. Foto: Marc Oliver Knappmann

Bergkamen könnte am kommenden Sonntag, 24. Mai, ein besonderes Jubiläum feiern. Auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde die erste Ausstellung in der damals ersten kommunalen Galerie für zeitgenössische Kunst in Deutschland, „sohle 1“ eröffnet. Künstler aus der Region zeigten unter dem Titel  „Aus der Arbeitswelt des Bergmanns“ ihre Arbeiten. Damals befand sich die „sohle 1“ noch im Keller der ehemaligen „Kulturamtsvilla“ am Wiehagen in Bergkamen, bevor sie in die „City“ umzog und schließlich zum Museumsplatz in Oberaden kam.

Die Eröffnung der Galerie läutete vor einem halben Jahrhundert eine Entwicklung ein, die Bergkamen in nur wenigen Jahren bundesweit wegen der Kulturarbeit bekannt gemacht hatte. Im September 1970 starteten im „studio theater“ die beiden Theaterreihen. Nur ein Jahr später lockte der 1. bergkamener bilderbasar die Kunstfreunde auf den Nordberg. Liedermacher wie Reinhard May, Hannes Wader, Insterburg & Co. oder Franz-Josef Degenhardt kamen zu Konzerten. Nicht zu vergessen die schwungvollen Jazzband-Balls im Haus Schmülling und die Open-Air-Konzerte auf dem Marktplatz in Bergkamen-Mitte.

Eingangstür zur „sohle 1“ im Keller der Kulturamtsvilla. Foto Ulrich Bonke

Eine Jubiläumsfeier wird es wegen der Coronavirus- Sicherheitsbestimmungen allerdings nicht geben. Gewürdigt wird das Jubiläum am Sonntag dennoch: Glückwünsche, Rückblicke und Bilder, die die Geschichte der Galerie und ihre wechselnden Standorte dokumentieren, sind dem Kulturreferat zugegangen.

Dieter Treeck, erster Kulturdezernent der Stadt und Begründer der Galerie sohle 1 schreibt:  „Fünfzig Jahre sohle 1. Unfassbar: So viele Jahre mit der Kunst in Bergkamen… Und sie ist so unglaublich jung geblieben …. “ Bürgermeister Roland Schäfer betont: .Die Galerie sohle 1 ist bis heute eines der kulturellen Highlights in Bergkamen und in der gesamten Region. Diese Kunstgalerie hat sehr dazu beigetragen, moderne Kunst vielen Menschen näher zu bringen.“

„sohle 1! in der City im Jahr 1988. Foto: Stadt Bergkamen

422 Ausstellungen wurden in den 50 Jahren der Galerie sohle 1 präsentiert. Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich hat in seiner dreijährigen Amtszeit schon einige Ausstellungen eröffnet: „Die herausragende Grafik eines Rolf Escher, die realistische Malerei von Sascha Korte oder der Candy-Kaugummiautomat des Straßenkünstlers van Ray, um nur einige zu nennen, spiegeln die Vielfalt der Gegenwartskunst wider. Die Begegnung mit dem Original, wie es die Kunstausstellung ermöglicht, ist ein Erlebnis, das nicht durch digitale Abbildungen ersetzt werden kann.“

Thomas Grziwotz, der als Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Bergkamen die städtische Kunst- und Kulturarbeit schon seit vielen Jahren begleitet und kennt gratuliert ebenfalls zum Jubiläum: „Die Ausstellungen in der Galerie sohle 1 sind Kunsterleben und soziale Begegnung zugleich. Mit der Galerie sohle 1 und den Kunstwerken und Kunstaktionen im öffentlichen Raum steht den Bergkamener Bürgerinnen und Bürgern das ganze Potenzial der Gegenwartskunst offen.“

„Das getarnte Frühstück im Grünen“ von Timm Ulrichs, Stadt Bergkamen. Das gerahmte Foto zeigt das berühmte Gemälde „Frühstück im Grünen“ von Édouard Manet. Dieses Bild diente als Vorlage für ein Plakat des „bergkamener bilder-basars“, das die Vermüllung der Landschaft kritisierte. Auch heute ein aktuelles Thema.

Namhafte Künstlerinnen und Künstler waren in Bergkamen zu Gast; jungen Kunstschaffenden bot die Galerie Gelegenheit zum Experiment. Der bekannte deutsche Aktions- und Konzeptkünstler Timm Ulrichs gehörte auch dazu: „In Bergkamen fühle ich mich immer zu Hause“, so Ulrichs, der in diesem Jahr selbst einen runden – achtzigsten – Geburtstag gefeiert hat . .,Da ich nicht in Lebensabschnitten denke, bei mir fließen Arbeit und Zeit ineinander, wundere ich mich auf einmal, wie schnell die Zeit vergangen ist. So wie meine Arbeiten aktuell geblieben sind, hat auch die Galerie sohle 1 ihre Gültigkeit behalten.“

Tatsächlich haben zwei deutsche Galerien in diesem Jahr Timm Ulrichs Arbeiten „Getarnte Frühstück im Grünen“ und das „Handlesebuch“ im Bergkamener Kulturreferat angefragt und als Leihgaben erhalten. Zum Jubiläum gibt es ab dem 24. Mai ein Videointerview mit Timm Ulrichs und dem damaligen Kulturdezernenten Dieter Treeck auf der städtischen Homepage und im Internet zu sehen.

„Das Video gibt einen spannenden Einblick in die Entstehungsphase der Kunstgalerie“, erklärt Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. „Die digitale Revolution hat unser Medien- und Konsumverhalten absolut verändert, das Ziel, bildende Kunst einem breiten Publikum mit vielfältigen Methoden zu vermitteln, ist aktueller denn je.

Der Künstler HA Schult in der Galerie „sohle 1“, als sie sich noch in der City befand. Eine auch für Kunstfreunde verwirrende Aktion mit Papier. Foto: Ulrich Bonke

Zum Jubiläum melden sich zahlreiche Mitglieder des gleichnamigen Kunstvereins kunstwerkstatt sohle 1 mit berührenden Worten und Bildern:

„Für die Kunstwerkstatt sohle 1 ist die Galerie Heimat.“ Silke Kieslich

Als Gruß einen „Schutzengel auf Abruf“ von Gitta Nothnagel

„Wenn die städtische Galerie „sohle 1″ eine Stimme hätte, sie würde unentwegt erzählen können… von lauten, leisen, bewegenden, erheiternden, unvergesslichen Momenten und Begebenheiten, die die unterschiedlichsten Menschen zusammengeführt und in einer seelenverwandten Stimmung erlebt haben. Wir gratulieren und jubilieren und sagen der Stadt Bergkamen „Dankeschön.“

,,Mit neuer Power kann es bald wieder weitergehen! Herzlichen Glückwunsch zum 50. Jahrestag.“ Gitta Nothnagel

Als Gruß einen „Schutzengel auf Abruf“ von Gitta Nothnagel

„Ein halbes Jahrhundert alt und so jung wie eh. Die sohle 1 ist ein kulturelles Highlight im Kreis Unna. Möge sie es auch in den kommenden 50 Jahren bleiben.“ Horst und Karin Delkus, Kunstwerkstatt sohle 1

„Meine Liebe zur bildenden Kunst hat mich immer wieder in Galerien getrieben; besonders in die Städtische Galerie sohle 1 Bergkamen. Hier gab und gibt es in den Ausstellungen Kunst in großer Vielfalt, und immer wieder Neues, Besonderes, Ab-art-tiges und Anregendes. Meine künstlerischen Arbeiten sind seit Jahren in der Galerie (meine künstlerische Heimat) zu sehen.“ Erwin Piepenbrink

Die Künstlerinnen und Künstler werden in ihre Jahresausstellung mit dem zum Jubiläum passenden Titel „Wegmarke Spuren“, die am 12. Juli eröffnet werden soll, auf die gemeinsame Geschichte der Galerie und der gleichnamigen Künstlergruppe verweisen.

Ein kleines Geschenk geht auch an die Besucherinnen und Besucher: Der Eintritt zur aktuellen Ausstellung .BLIND DATE“ der Künstlergruppen Photoclub Lünen und Duktus06 aus Dortmund ist vom 24. Mai bis 31. Mai kostenfrei!




Theaterverein Volksbühne 20 sagt große 100-Jahr-Feier und sämtliche Vorstellungen in 2020 ab

Theaterverein Volksbühne 20 freut sich auf das Wiedersehen in 2021.

Auch der Theaterverein stellt sich der aktuellen Coronalage und sagt das diesjährige Highlight, die 100-Jahr-Feier, die am Samstag, 27. Juni, im Martin-Luther-Haus in Bergkamen-Weddinghofen geplant war, ab. Der Pflanztermin für den Spendenbaum am 4. April wurde bereits abgesagt.

Um Planungssicherheit in dieser Krise zu erlangen, werden auch alle diesjährigen Theateraufführungen, die in der – Gaststätte Düfelshöft in Süd-Kamen, Dortmunder Allee 75 und im – Martin Luther Haus in der Goekenheide 5 in Bergkamen-Weddinghofen geplant waren, abgesagt.

Getreu dem Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ werden alle Veranstaltungen von der Jubiläumsfeier bis zu den Theaterveranstaltungen in 2021 nachgeholt. Wir gehen davon aus, dass sich in 2021 wieder eine gewisse Normalität einstellen wird. Bereits getätigte Kartenvorbestellungen behalten auch in 2021 ihre Gültigkeit und können bei Bedarf in Absprache terminlich angepasst werden. Die neuen Termine werden rechtzeitig in den Medien bekanntgegeben. Die Theaterveranstaltungen werden im Herbst 2021 stattfinden.

„Bei unseren Mitgliedern und treuen Publikum sowie den vielen Theaterfreunden bitten wir für diese Vorgehensweise, insbesondere im Interesse der Gesundheit, um Verständnis. Bleibt uns weiterhin treu. Wir nehmen es als besondere Herausforderung, die nächste Saison mit viel Elan und Motivation anzugehen um die diesjährigen coronabedingten Absagen vergessen zu machen. Wir bedanken uns und wünschen Allen gesund aus dieser Krise herauszukommen“, heißt es in einer Erklärung des Theaterverein

Ausdrücklich weist der Theaterverein auch darauf hin: Neue Mitglieder ob passiv oder aktiv sind immer herzlich willkommen. Bietet doch der Theaterverein ein umfangreiches Aufgabenprofil um der eigenen Kreativität und Improvisation beim Theaterspiel freien Lauf zu lassen. Darüber hinaus kann sich jeder bei den vielfältigen organisatorischen und gestalterischen Aufgaben des Vereins und des Vereinslebens nach seinen Interessen und Fähigkeiten einbringen.




Galerie sohle 1 in Bergkamen trotzt Corona: „BLIND DATE“ Ausstellung begeistert!

Auch diese seltsamen Figuren der Künstlergruppe Duktus 06 begeistern die Besucherinnen und Besucher der Galerie „sohle 1“.

Trotz Einlassbeschränkungen und Mundschutzpflicht nutzten etliche Besucher*innen in den ersten Tagen der Wiedereröffnung der kommunalen Galerie sohle 1 die Gelegenheit, endlich die Doppelausstellung „BLIND DATE“ der Künstlergruppen PhotoClub Lünen und aus Dortmund zu besuchen. Die Ausstellung konnte wegen des Coronavirus nicht eröffnet werden und wird nun bis zum 21. Juni verlängert (wir berichteten).

Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, die das Ausstellungsprogramm der Galerie verantwortet, freut sich sehr: „Mir wurde berichtet, dass die Besucherinnen und Besucher durchweg begeistert sind von der Gruppenausstellung. Die spannenden Fotografien des PhotoClubs Lünen zum Thema „Heimat“ und die die Ausstellung wunderbar ergänzenden Skulpturen und Malereien „blind date“ von Duktus06 sind aber auch absolut sehenswert!“

Die Besucher*innen werden gebeten, einzeln und mit Mundschutz einzutreten und den ausgehängten Hygiene-Anweisungen zu folgen. In den beiden Abteilungen Städtische Galerie und Museum dürfen sich jeweils 10 Personen gleichzeitig aufhalten, wobei es in jedem Ausstellungsraum Hinweise auf den Mindestabstand gibt. Auch zu den Besuchergruppen gibt es eine Empfehlung: Für Risikogruppen wird innerhalb der Woche der Besuch am Vormittag angeboten. Am Nachmittag und am Sonntag stehen die Ausstellungsräume insbesondere Familien zur Verfügung.“

Die geplante Ausstellung „Kabinettstückchen“ der Künstlerinnengruppe tx02 in der Galerie sohle 1 entfällt in diesem Jahr. Die Künstlerinnen haben frühzeitig erklärt, dass sie auch im nächsten Jahr in die sohle 1 nach Bergkamen kommen würden, damit die laufende Ausstellung noch gezeigt werden kann.

Auch die Römerabteilung, die Stadtgeschichte und der Barbara-Stollen im Museum können mit leichten Einschränkungen besucht werden. Das Museumscafé und die Ankleidestation in der Römerabteilung sind gesperrt. Wenn es zu Wartezeiten kommt, können die Besucher*innen im Museumsshop stöbern, er hat im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen ganz normal geöffnet. Ob Fanartikel der Römer- oder Bergmannsampelmännchen, kleine Motto-Geschenke oder Kleinigkeiten von bekannten Künstlern, die Besucher*innen erwartet eine breite Auswahl.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren können Stadtmuseum und Galerie kostenfrei besuchen. Gruppen ab 10 Personen sind aufgrund der Zugangsbeschränkung nicht zugelassen.

Stadtmuseum Bergkamen / Städtische Galerie sohle 1:

Jahnstraße 31

59192 Bergkamen

Telefon: 02306/30602-110

Öffnungszeiten:
Di-Fr    11-13 / 14-17 Uhr
Sa       14-17 Uhr
So       11-17 Uhr

Weitere Informationen: www.bergkamen.de;




Richtfest am Stadtmuseum Bergkamen für den Anbau mit Café und Veranstaltungsraum

Auch beim provisorischen Richtfest galten die Abstandsregeln.

Der Rohbau des neuen Museumsanbaus mit zukünftigem Café und Veranstaltungsraum ist fertiggestellt. Dieser Veranstaltungsraum kann dann auch von Vereinen und Verbänden genutzt werden.

Die freudige Nachricht nahmen Politik und Verwaltung zum Anlass, ein kleines symbolisches Richtfest zu gestalten und den Vertretern der Baufirmen zu danken.

Am Donnerstag nahmen unter den geltenden Abstandsregeln Bürgermeister Roland Schäfer, Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß, Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich, Architekt Markus Meier, Ortsvorsteher Michael Jürgens, Polier Reiner Boine, Bauleiter Gunnar Ufermann daran teil.




Internationaler Museumstag am Sonntag; Baustellen-Führungen am Stadtmuseum zum Thema „Inklusion und Vielfalt“

Baustelle Stadtmuseum

Das Stadtmuseum Bergkamen bietet am Sonntag, 17. Mai, dem Internationalen Museumstag,  zwei Baustellen-Führungen zu dem Thema „Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion“ an. Um 14 Uhr können Risikogruppen und um 15 Uhr Familien an einer ca. 30-minütige Führung teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Treffpunkt ist vor dem aktuellen Eingang des Stadtmuseums. Es wird darum gebeten, private Schutzmasken zu tragen und den verordneten Mindestabstand einzuhalten. Der Eintritt am Internationalen Museumstag ist kostenfrei.

Der Internationale Museumstag wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und findet im Jahr 2020 bereits zum 43. Mal statt. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6.500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Der Aktionstag steht dabei jährlich unter einem wechselnden Schwerpunkt, der aktuelle Themen aufgreift und auf die thematische Vielfalt der reichen Museumslandschaft verweist. 2020 lautet der Schwerpunkt „Das Museum für alle – Museen für Vielfalt und Inklusion“.

Der Internationale Museumrat schreibt auf seiner homepage dazu: „Museen genießen hohe Glaubwürdigkeit und Vertrauen und können so Vorreiter für eine nachhaltige politische, soziale und kulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft sein. Die Herausforderungen, die Vielfalt und Inklusion mit sich bringen, zeigen sich oft in der Schwierigkeit, komplexe soziale Themen in einer zunehmend polarisierten Welt sachlich zu diskutieren. Museen sind hier – gerade wegen ihrer hohen gesellschaftlichen Bedeutung – besonders gefordert. In Ausstellungen, Vorträgen, Performances oder Vermittlungsprogrammen zeigen sie Möglichkeiten der Auseinandersetzung auf.“

Mit den Führungen zum Thema des Internationalen Museumstages 2020 möchte das Stadtmuseum Bergkamen das öffentliche Bewusstsein für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander fördern und den Blick auf verschiedene Perspektiven eröffnen.

Weitere Informationen: www.stadtmuseum-bergkamen.de




Römerpark Bergkamen: Öffnung im Herbst geplant

Der Römerpark Bergkamen wird aktuell um eine neue barrierefreie Raststation erweitert. “Damit können wir einen neuen Service anbieten und freuen uns auf viele neue Besucherinnen und Besucher, die entlang der Römer-Lippe-Route unterwegs sind“, so Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich.

Die Baustelle wird in den nächsten Wochen eingerichtet. Da es wegen der Corona Pandemie zu Engpässen bei der Lieferung gekommen ist, kann der Saisonstart in diesem Jahr nicht im Mai erfolgen. „Das Museumsteam und der Förderverein arbeiten gemeinsam an einer schnellen Wiederöffnung nach den Baumaßnahmen“, so Museumsleiter Mark Schrader. Wegen einiger Unabwägbarkeiten sieht er den möglichen Öffnungstermin erst im Herbst dieses Jahres.

Der Römerpark wird seit 2012 vom Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. ehrenamtlich betreut und an den Wochenenden beaufsichtigt. Der Verein wird von vielen Römergruppen aus ganz Deutschland unterstützt, die als historisch gewandete Akteure den Römerpark Bergkamen mit viel Engagement bespielen und nutzen.




Alles neu macht der Mai: Teilumzug zur Burgschule, schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts, eine neue Homepage

Die neue Homepage der Bergkamener Musikschule ist ab heute online.

„Alles neu macht der Mai“ könnte es demnächst aus den Unterrichtsräumen erklingen, wenn die Musikschule in einem ersten Schritt mit der Wiedereröffnung nach der Lockerung der Corona-Vorschriften mit dem Einzelunterricht starten kann. Musikschulleiter Werner Ottjes sagt, dass dies in Bergkamen ab Montag, 18. Mai, wieder möglich sein wird. Mit Hochdruck arbeiten er und sein Kollegium daran, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Es ist ein Hygiene- und Schutzkonzept erarbeitet worden, außerdem müssen alle Schutzvorrichtungen einsatzbereit sein.

„Ähnlich wie die allgemeinbildenden Schulen haben wir dafür ein paar Tage gebraucht,“ sagt Ottjes, „außerdem galt es, zeitgleich und kurzfristig noch einen Teilumzug organisieren, das ist in Corona-Zeiten eine besondere Herausforderung gewesen!“ Der Umzug wird notwendig, weil die Unterrichtsaktivitäten aus der Preinschule an einen anderen Ort verlagert werden müssen. Die Grundschule benötigt die Räume dringend für den Ausbau der Ganztagsbetreuung. Ursprünglich sollte dieser Umzug mit der übergangsweisen Zusammenlegung von Unterricht und Verwaltung am Fakt Campus geschehen.

Umzug zum Kubus der ehemaligen Burgschule ist notwendig

Durch die Corona-Krise haben sich die städtischen Finanzen erheblich verschlechtert, sodass alle Bereiche der Verwaltung gehalten sind, genau zu prüfen, ob neue Verpflichtungen zwingend eingegangen werden müssen oder ob günstigere Alternativen bestehen. Die Musikschule hat deshalb erneut die Nutzbarkeit des „Kubus“ der ehemaligen Burgschule im derzeitigen Zustand für Unterrichtzwecke überprüft. Dieses Gebäude wurde bereits vor zwei Jahren für einige Monate als Ausweichmöglichkeit für den Umbau des Pestalozzihauses durch die Musikschule genutzt, der Zustand dieses Gebäudeteils ist seit dem Verlassen der Räumlichkeiten unverändert.

In den nächsten Jahren entsteht auf dem Gelände der Neubau der Jahnschule, dann wird auch die Musikschule samt Verwaltung endgültig in den Kubus ziehen. „Für die Übergangszeit der Bauaktivitäten müssen wir dann noch eine Lösung finden, das sollte aber mit genügend zeitlichem Vorlauf kein Problem sein“, ist sich Ottjes sicher. Der Transport der Klaviere ist bereits kurzfristig erfolgt, eine Spedition wird in dieser Woche das Mobiliar in das neue Übergangs-Domizil bringen. Die Verwaltung der Musikschule bleibt im Nebengebäude am Stadtmuseum.

Schutzausrüstungen müssen einsatzbereit sein, neue Homepage ist online

Für den bevorstehenden Unterrichtsstart Mitte Mai ist es aber zunächst wichtig, dass die bestellten Schutzausrüstungen rechtzeitig geliefert und aufgestellt werden können. Für alle Räume, in denen Unterricht auf Blas- und Tasteninstrumenten oder Gesangsunterricht erteilt wird, sind dann entsprechende Spuckschutzvorrichtungen vorgesehen. „Alle Unterrichtsräume verfügen zudem über ein Waschbecken, die Mehrzahl ist größer als 40 Quadratmeter, das kommt uns jetzt sehr zugute!“, bemerkt Thorsten Lange-Rettich, stellvertretender Musikschulleiter.

Lange-Rettich hat sich in den vergangenen acht Wochen der Zwangspause intensiv mit der Fertigstellung der neuen Homepage der Musikschule beschäftigt. Die Vorstellung der neuen Seite erfolgte im kleinen Kreis des Verwaltungsvorstandes der Stadt Bergkamen. Kulturdezernent Ulrich zeigte sich beeindruckt von der neuen Plattform, die auch das neue Erscheinungsbild der Musikschule sichtbar macht. So können sich seit Mitte der letzten Woche Interessenten aller Bereiche der Musikschule unter www.musikschule-bergkamen.de über Angebote und Aktivitäten informieren. Alle Angebote – von den Musikmäusen über den Instrumentalunterricht bis zu Angeboten der Musikakademie – können jetzt auch online gebucht werden.

„Konzertveranstaltungen sind hoffentlich ab Herbst wieder möglich, darüber würden sich unsere Zuhörer und auch wir Musiker uns sehr freuen“, sagt Lange-Rettich, der mit dem BOB, dem Blasorchester der Musikschule in der letzten Zeit nur einen digitalen Probenbetrieb absolvieren konnte. Derzeit ist gerade das zweite Home-Recording-Video in Arbeit. Alle Mitglieder des Orchesters spielen dafür ihre Stimme nach einem Click-Track ein und die eingesendeten Videos werden dann am heimischen PC von Lange-Rettich zu einer Orchesterfassung zusammengeschnitten. Der Titel des Stückes, das gerade in Arbeit ist, lautet passend zur augenblicklichen Situation: „Zurück in die Zukunft“.

Online-Unterricht ist nur Ersatz

Viele Lehrkräfte der Musikschule haben in den letzten Wochen digitalen Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern gehalten und gepflegt. Vom Videounterricht über Skype, Zoom und andere Formate bis hin zu „Telefonproben“ mit Notenversand per E-Mail gab es zahlreiche Aktivitäten. „Für die Zeit des Unterrichtsstopps haben wir keine Entgelte erhoben, alle Beteiligten sind froh, wenn sie sich jetzt vor den Sommerferien einige Male wieder persönlich treffen können“, sagt Ottjes.

„Mit etwas Glück und entsprechender Vorbereitung sind laut der neuesten Verordnung des Landes NRW auch vor der Sommerpause bereits wieder Proben kleinerer Ensembles bis sechs Personen möglich, das ist doch ein Lichtblick für das gemeinsame Musizieren, denn Online-Unterricht ist eben nur ein Ersatz“, ergänzt Anne Horstmann, die neben der Musikakademie auch ein Querflötenensemble betreut. „Erst jetzt ist vielen Menschen in der Krise deutlich geworden, wie wichtig das gemeinsame Musizieren in der Gemeinschaft für sie ist. Musizieren verbindet nicht nur die Nervenzellen in unserem Gehirn, sondern es ermöglicht auch einen kreativen, nonverbalen Kontakt zu vielen anderen Menschen.“ Zahlreiche Angebote der Musikakademie mussten ausgesetzt oder verschoben werden. Die genauen Starttermine werden ab sofort auch über die neue Homepage bekannt gegeben: www.musikschule-bergkamen.de

 




Galerie sohle 1 und Stadtmuseum öffnen am Dienstag – Ausstellung „Blind Date“ erstmals zu sehen, Römer wieder erlebbar

Mitglieder des Photoclubs Lünen und der Künstlergruppe Duktus 06 stellten bereits am 12. März ihre Gemeinschaftsausstellung „Blind Date“. Zu sehen ist die Ausstellung aber erst drei Monate später ab kommenden Dienstag, 12. Mai.

Große Freude gibt es bei den Künstlergruppen Photoclub Lünen und der Gruppe Duktus 06 aus Dortmund: Ihre gemeinsame Ausstellung „BLIND Date“ mit Fotografien zum Thema „Heimat“ und Bildern und Skulpturen mit dem Thema „blind date“ wird nun erstmals zu  besichtigen sein. Das Coronavirus hatte der Eröffnung einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nun können Stadtmuseum und Städtische Galerie sohle 1 im gemeinsamen Haus in Oberaden ab kommenden Dienstag, 12.Mai wieder ihre Räumlichkeiten öffnen. Die Vernissage kann wegen der anhaltenden Sicherheitsvorkehrungen  nicht nachgeholt werden, noch sind größere Menschansammlungen in kleinen Räumen verboten.  Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel denkt jedoch vorsichtig an die Möglichkeit einer Finissage: „Wir zeigen die Ausstellung bis zum 21. Juni und hoffen, dass sich die Lage bis dahin noch weiter positiv verändert, so dass wir einen gemeinsamen Abschluss feiern können.“

Museumsleiter Mark Schrader hat das Öffnungskonzept für das Haus an den Vorgaben des Deutschen Museumsbundes orientiert. Die Besucher*innen werden gebeten, einzeln und mit Mundschutz einzutreten und den ausgehängten Hygiene-Anweisungen zu folgen. In den beiden Abteilungen Städtische Galerie und Museum dürfen sich jeweils 10 Personen gleichzeitig aufhalten, wobei es in jedem Ausstellungsraum Hinweise auf den Mindestabstand gibt.

Auch zu den Besuchergruppen gibt es eine Empfehlung: „Wir bieten Risikogruppen innerhalb der Woche den Besuch am Vormittag an. Am Nachmittag und am Sonntag stehen die Ausstellungsräume dann insbesondere Familien zur Verfügung.“ so Museumsleiter Schrader. Kinder sind mit einem Erziehungsberechtigten im Museum herzlich willkommen.

Die Römerabteilung, die Stadtgeschichte und der Barbara-Stollen im Museum können mit leichten Einschränkungen besucht werden. Das Museumscafé und die Ankleidestation in der Römerabteilung sind gesperrt. Wenn es zu Wartezeiten kommt, können die Besucher*innen im Museumsshop stöbern, er hat im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen ganz normal geöffnet. Ob Fanartikel der Römer- oder Bergmannsampelmännchen, kleine Motto-Geschenke oder Kleinigkeiten von bekannten Künstlern, die Besucher*innen erwartet eine breite Auswahl.

Die geplante Ausstellung „Kabinettstückchen“ der Künstlerinnengruppe tx02 in der Galerie sohle 1 entfällt in diesem Jahr. Die Künstlerinnen haben frühzeitig erklärt, dass sie auch im nächsten Jahr in die sohle 1 nach Bergkamen kommen würden, damit die laufende Ausstellung noch gezeigt werden kann. „Die Künstlerinnen und Künstler der aktuellen Ausstellung „BLIND DATE“ waren von dieser Solidaritätsbekundung sehr berührt“ so Simone Schmidt-Apel.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren können Stadtmuseum und Galerie kostenfrei besuchen. Gruppen ab 10 Personen sind aufgrund der Zugangsbeschränkung nicht zugelassen.

Stadtmuseum Bergkamen / Städtische Galerie sohle 1:

Jahnstraße 31

59192 Bergkamen

Telefon: 02306/30602-110

Öffnungszeiten:
Di-Fr    11-13 / 14-17 Uhr
Sa       14-17 Uhr
So       11-17 Uhr

Weitere Informationen: www.bergkamen.de; www.stadtmuseum-bergkamen.de




Kunstwerkstatt in der Corona-Pandemie: Wenigstens die Jahresausstellung soll im Juli stattfinden

Gruppenfoto bei der Jahrestagung der Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“ im Januar dieses Jahres. Viel hatten sich die Künstlerinnen und Künstler vor Corona vorgenommen. Foto: Silke Kieslich

Viel hatte sich die kunstwerkstatt sohle 1 für das Jahr 2020 vorgenommen und so Manches davon ist dank Corona auf der Strecke geblieben.

Begonnen hätte es mit der Partnerstadt Hettstedt, wo eine Ausstellung zum Thema Begegnung anlässlich des 30. Jubiläums zeitgleich im Kunstzuckerhut Hettstedt und im Humboldtschloss im Frühjahr hätte stattfinden sollen. Immerhin ist nach mehrmaligem Verschieben nun Ende Juni angedacht.

Folgen sollte nicht nur eine Präsentation der Gruppe und ihres Schaffens im Rahmen des Hafenfestes, das ja bereits frühzeitig abgesagt wurde, auch ein Pleinair (öffentliches Arbeiten) am Pestalozzihaus war für die Woche nach Pfingsten geplant. Auch das wird mit Rücksicht auf gefährdete Personen unter den Künstlern wie auch den Besuchern nach reiflicher Überlegung von der Kunstwerkstatt abgesagt, – unabhängig davon, ob es gestattet wäre oder nicht – und obgleich es unter freiem Himmel stattgefunden hätte.

Auch die Ideen zum Jubiläum der Galerie Sohle 1 ruhen zunächst.

Die Jahresausstellung „Wegmarke“ mit dem Thema Spuren allerdings wird stattfinden (Juli), wenngleich nicht mit großem Auftakt. Aber jeder einzelne Besucher kann die erarbeiteten Werke besuchen und auch sich einen Katalog als Erinnerung mitnehmen. Daran wird nämlich schon eifrig im Homeoffice gearbeitet.

Vielleicht wird dann im Herbst die Kunstlese in der Ökologiestation auch wie geplant stattfinden können: als Ausstellung mit einer zentralen Mitmachaktion.