Nahrungsergänzungsmittel: Sinn oder Unsinn? – Dr. Ludwig referiert im Rahmen der Pulsschlagreihe

Dr. Andreas Ludwig

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist riesengroß und unübersichtlich. Was der Körper davon wirklich braucht, lässt sich nicht pauschal sagen und ist von vielen, insbesondere individuellen Faktoren abhängig, warnt Dr. Andreas Ludwig, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus und langjähriger Leiter des Adipositaszentrums des Klinikums Westfalen.

Sein Vortrag über Sinn und Unsinn der Nahrungsergänzungsmittel im Rahmen der Pulsschlagreihe am Mittwoch, 3. April, ab 18 Uhr soll ein wenig Licht in Hintergründe des Angebotes von Nahrungsergänzungsmitteln bringen. Die Teilnahme an dem Informationsabend im Hellmigium, dem Vortragssaal des Hellmig-Krankenhauses, ist kostenlos.




Rettungsdienst versorgt fünf Gäste eines Schnellrestaurants im Kamen Karree: Nach Genuss von „Hot Wings“ übel geworden

Am Dienstag gegen 22.30 Uhr nimmt die Rettungsleitstelle des Kreises Unna einen Notruf aus Kamen entgegen. Fünf Besucher eines Schnellrestaurants klagen über Übelkeit. Der Rettungsdienst Kamen versorgt die Personen vor Ort ärztlich. Die Kreispolizei schließt das Restaurant vorsorglich.

Am Mittwoch gegen 7.30 Uhr nimmt die zuständige Veterinärbehörde des Kreises Unna ihre Arbeit auf. Sie bittet die Kreis-Gesundheitsbehörde um die Befragung der Betroffenen. Ergebnis: Alle geben an, „Hot Wings“ gegessen zu haben und berichten über einen stark abweichenden Geruch des Produktes.

Ein dreiköpfiges Team (Tierärztin, Lebensmittelkontrolleurin, Hygienekontrolleurin) überprüft den Gesamtbetrieb im sogenannten Kamen Karree (interkommunales Gewerbegebiet Unna/Kamen).

Kontrolliert werden die Lebensmittel, die Betriebshygiene, die Personalhygiene (z. B. Gesundheitszeugnisse) und die Eigenkontrollen. Unterm Strich festgestellt wird eine stark abweichende Sensorik (Geruch, Aussehen) des Frittierfettes.

Die Entsorgung des Frittierfettes und die Reinigung der Fritteuse werden angeordnet. Der Betrieb kann gegen Mittag wieder aufgenommen werden.

Die bei der Kontrolle entnommenen Proben werden zur chemischen und mikrobiologischen Untersuchung in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen (CVUA) nach Hagen und Arnsberg geschickt.

Die Veterinärbehörde des Kreises Unna wartet die Ergebnisse des CVUA ab, wird sie auswerten und dann über ggf. notwendige weitere Maßnahme entscheiden. PK | PKU




Stammzellenspender für Marco gesucht: Samstag Registrierungsaktion in der Regenbogenschule

Marco, hier mit seiner Familien, braucht dringend einen Stammzellenspender. Foto: DKMS

MARCO BRAUCHT EUCH! Unter diesem Motto läuft am kommenden Samstag, 23. März, von 11 bis 16 Uhr in der Regenbogenschule in Rünther unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Bürgermeisterin Monika Wernau eine Registrierungsaktion der DKMS, mit deren Hilfe ein passender Stammzellenspender gefunden werden soll.

Der 45-jährige Marco leidet seit vielen Jahren an MDS, einer schweren Erkrankung des blutbildenden Systems. Vor wenigen Wochen dann die erschütternde Nachricht: Nur ein passender Stammzellspender kann das Leben des Familienvaters und leidenschaftlichen Baggerfahrers retten.

Um zu helfen, organisieren Familie, Freunde und der SuS Rünthe 08 e.V. gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich als potenzieller Spender aufnehmen lassen. „Bitte kommt zur Aktion! Denn nur wer sich registrieren lässt, kann als Lebensretter gefunden werden“, sagt Monika Wernau, stellv. Bürgermeisterin und Schirmherrin der Aktion.

Übrigens: Bei dieser Registrierungsaktion passiert nicht mehr, als dass den möglichen Spendern mit einem Wattestäbchen ein Wangenschleimhautabstrich genommen wird. Solch ein Wattestäbchen kann man auch bei der DKMS bestellen und sich nach Hause schicken lassen. Wie es genau geht, wird auf der Homepage der DKMS genau erklärt: https://www.dkms.de/

Auch Geld zu spenden hilft Menschenleben zu retten. Jede Registrierung kostet die DKMS 35 Euro. Hier das DKMS Spendenkonto Commerzbank IBAN DE35700400608987000040 Verwendungszweck: Marco




19. März Tag des Gesundheitsamtes: Werben für wichtige Arbeit

Der Eingang des Gesundheitsamts Kreis Unna an der Platanenallee 16 in Unna. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Die Arbeit der rund 400 kommunalen Gesundheitsämter in Deutschland ist vielfältig, unverzichtbar – und nicht ausreichend gewürdigt, sagt das Robert-Koch-Institut (RKI). Gesundheitsämter sind schließlich eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Deshalb hat das RKI den ersten „Tag des Gesundheitsamtes“ für den 19. März 2019 ausgerufen.

Denn: Wer entscheidet bei einem Masernausbruch vor Ort über die Maßnahmen zur Bekämpfung? Wer kümmert sich um die infektionshygienische Überwachung der Kliniken? Wer erhebt Daten zur Bewertung der gesundheitlichen Situation von Schulanfängern? Das machen alles die Gesundheitsämter, zum Beispiel auch das Gesundheitsamt des Kreises Unna.

Für mehr Sicherheit
„Die Bandbreite der Aufgaben reicht von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien mit Kleinkindern, Kita- und Einschulungsuntersuchungen über Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene bis hin zur Erstellung amtsärztlicher Gutachten und Zeugnisse“, sagt Josef Merfels, Leiter des Gesundheitsamts Kreis Unna.

„Wir tun viel, von dem die meisten Menschen gar nichts mitbekommen“, sagt Merfels. Das Gesundheitsamt arbeitet im Hintergrund und ist doch unerlässlich für die Sicherheit im Kreis Unna. Um auf diese wichtige Arbeit hinzuweisen, hat das hat das RKI den 19. März als Tag des Gesundheitsamts ausgerufen.

Warum der 19. März?
Das Institut hat den Tag gewählt, weil das der Geburtstag von Johann Peter Frank ist. Der 1745 im pfälzischen Rodalben geborene Arzt gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitswesens, der Sozialhygiene und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Sein Ziel war es, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, unter anderem durch eine staatliche Gesundheitsverwaltung und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen.

Weitere Informationen gibt es unter www.rki.de/tag-des-gesundheitsamtes oder www.kreis-unna.de (Suchwort „Gesundheit und Verbraucherschutz“). Ein kurzes Video, das beispielhaft in Auszügen die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt darstellt, ist unter www.facebook.de/kreisunna zu finden. PK | PKU




Hellmig-Krankenhaus lädt ein zum Aktionstag Darm: Hör auf deinen Bauch!

Ein übergroßes Darmmodell kann beim Aktionstag am Hellmig-Krankenhaus am 30. März begangen werden.

„Hör auf deinen Bauch!“, so lautet das Motto beim großen Darm-Aktionstag unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elke Kappen, zu dem das Hellmig-Krankenhaus Kamen am Samstag, 30. März, einlädt. Von 10 bis 16 Uhr gibt es in der Klinik an der Nordstraße 34 dann vielfältige Vorträge und Aktionen rund um das Thema Darmgesundheit. Eine besondere Attraktion ist ein begehbares Darmmodell – das mit 20 Metern das längste seiner Art in Europa. Beim Spaziergang durch das „Innere des Körpers“ können die Besucher interessante Einblicke gewinnen. Sie erfahren Wissenswertes rund um die Darmgesundheit, lernen aber auch die Schwachstellen des Organs kennen.

Wer es genauer wissen will, kann sich in einem der Fachvorträge schlau machen. Jeweils ab 11 und ab 14 Uhr informieren die Spezialisten des Hauses in kurzen Blöcken rund um das Thema Darmkrebs – und zwar so, dass es auch der medizinische Laie versteht. Natürlich stehen die Experten auch zum Gespräch zur Verfügung und beantworten Fragen.

Vorher, nachher oder zwischendurch können die Besucher an kostenlosen Gesundheitschecks teilnehmen, sich Tipps zur gesunden Ernährung abholen und leckere Snacks probieren. Es gibt eine Rezeptauswahl zum Mitnehmen und Nachkochen – und mit etwas Glück kann man einen von zwei Smoothie-Mixern ergattern, die an diesem Tag im Rahmen einer Tombola verlost werden. Die Auslosung beginnt 15.30 Uhr.

Aktionstag Darm: Das Programm auf einen Blick

10 bis 16 Uhr: Aktionen rund um Darm und Wohlbefinden
jeweils ab 11 und ab 14 Uhr: Vorträge
Bernd Weidmann Ltd. Oberarzt Medizinische Klinik II – Gastroenterologie „Darmkrebsvorsorge – Wofür eigentlich und lohnt sie sich wirklich?“
Dr. Dr. Robert Brägelmann Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie „Vorsorge und Früherkennung – Was ist was?“
Dr. Kai Wiemer Chefarzt Medizinische Klinik II – Gastroenterologie „Ernährung und Krebsprävention –  Was ist gesichert?“
Dr. Peter Rudolf Ritter, M.A. Chefarzt Medizinischen Klinik III –  Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin „Onkologische Therapie – Aktueller Stand 2019“
Dr. med. Andreas Heinz Ludwig Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie „Operationen durchs Schlüsselloch – Was ist möglich?“

15.30 Uhr: Ziehung der Tombola-Gewinner




Frührentner nach Erkrankung: Zweites Treffen in Werne

In Werne gibt es eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die nach einer Erkrankung Frührentner wurden. Das zweite Treffen findet am Montag, 18. März im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum, Ostring 70 statt. Beginn ist um 10.30 Uhr. Interessierte Frührentner sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten.

Geplant sind neben regelmäßigen Gesprächsrunden auch kleinere gemeinsame Freizeitaktivitäten. Weitere Informationen gibt es bei der K.I.S.S. (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) im Gesundheitshaus Lünen, Roggenmarkt 18-20. Die Ansprechpartnerin Lisa Nießalla ist unter Tel. 0 23 06 / 100 610 oder per E-Mail an lisa.niessalla@kreis-unna.de zu erreichen. PK | PKU




Von der Heilkraft der Gewürze – Medizin in der Küche: Vortrag in der Ökologiestation

Am Mittwoch, 27. März, erfährt man von Sabine Geisler in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, dass Gewürze nicht nur unsere Speisen aromatisieren und das Essen bekömmlicher machen, sondern auch gesundheitsfördernde oder therapeutische Wirkungen haben.

Die Krankenschwester in der Naturheilkunde und Ayurvedatherapeutin stellt das Erfahrungswissen aus der klassischen Naturheilkunde sowie interessante Studien vor. Die medizinische Wirkung, Verwendung und Verarbeitung vieler Gewürze wird besprochen und eine Gewürzmischung für die Winterzeit zum Mitnehmen hergestellt. Dabei genießen die Teilnehmer gemeinsam einen leckeren Gewürztee. Seminarunterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung, die um 19.30 Uhr beginnt, kostet 15,00 Euro je Teilnehmer, zusätzlich 5,00 Euro für Gewürze, Tee und Seminarunterlagen. Eine Anmeldung ist bis zum 20. März beim Umweltzentrum Westfalen unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) möglich, Vorabinformationen erhält man im Internet unter www.naturheilkunde-geisler.de.




Mit sanften Händen helfen: Vortrag in der Ökologiestation

Am Montag, 25. März, stellt die Zahnärztin und Heilpraktikerin Dr. Christine Diebener aus Bönen die Tellington Touch Methode in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil vor.

Es handelt es sich dabei um eine Körperbehandlung, die mit präzise kreisenden, hebenden und streichenden Berührungen die Selbstheilungskräfte jeder einzelnen Körperzelle aktiviert. Dadurch erstreckt sich das Behandlungsspektrum sowohl auf körperliche als auch auf seelische Probleme, z. B. Ängste. Achtsamkeit und Respekt sind die Grundlage aller Tellington Behandlungen.

Eine Anmeldung zum dem zweistündigen Vortrag, der um 19.30 Uhr beginnt und 5,- € Teilnahmegebühr kostet, ist bis zum 18. März unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) möglich. Vorabinformationen finden sich unter www.drs-diebener.de.




Tipps und Hinweise bei Rückenproblemen am 12. März in der Sonnenapotheke

Die Mitarbeiter der Physiotherapiepraxis Aktimed geben am kommenden Dienstag, 12. März, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr den Besuchern der Sonnenapotheke am Zentrumsplatz Tipps und Hinweise bei Rückenproblemen. Natürlich können Sie sich auch bei anderen muskulären- oder Gelenkproblemen an die Mitarbeiter wenden. Kurzmassage inbegriffen!




Refluxerkrankung – was ist das und was kann man dagegen tun?

Vortrag von Chefarzt Dr. Kai Wiemer in der „Pulsschlag-Reihe“

Sodbrennen, Magendruck, Reizhusten, saures Aufstoßen: All das kann Anzeichen einer Refluxerkrankung sein, von der inzwischen mehr als 20 Prozent aller Menschen betroffen sind – Tendenz steigend. Wie man diese Erkrankung diagnostiziert, welche unterschiedlichen Auslöser es gibt und welche Therapie geeignet ist, darum ging es bei der jüngsten Ausgabe der Vortragsreihe „Pulsschlag“, die das Hellmig-Krankenhaus Kamen wieder in Kooperation mit der Volkshochschule Kamen-Bönen angeboten hatte.

Dr. Kai Wiemer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie an der Kamener Klinik, erklärte den Teilnehmern zunächst, woran sie eine Refluxerkrankung erkennen können und wann sie einen Arzt aufsuchen müssen. „Wer nur hin und wieder an Sodbrennen leidet, kann zunächst versuchen, sich selbst zu helfen“, so der Experte. Er empfiehlt, darauf zu achten, ob die Beschwerden bestimmte Auslöser haben.

Oftmals helfe es schon, auf Kaffee oder Alkohol, fette Speisen, Nikotin, kohlensäurehaltige Getränke oder scharfe Gewürze zu verzichten. „Man sollte abends nicht zu spät essen und das Kopfteil am Bett ein wenig höher stellen“, lauten weitere Empfehlungen. Wenn das alles nicht hilft, oder die Speiseröhre bereits entzündet ist, dann müssen Medikamente zum Einsatz kommen.

Und falls auch die keinen Erfolg bringen, sollte man eine Magenspiegelung in Betracht ziehen. Dabei kann der Arzt erkennen, ob Entzündungen vorliegen, oder sich das Gewebe bereits verändert hat. Je nach Ergebnis kann sich eine gezieltere Tablettentherapie anschließen. Manchmal muss aber auch operiert werden – vor allem wenn der Reflux durch einen Zwerchfellbruch ausgelöst wurde oder der Übergang zwischen Magen und Speiseröhre aus anderen Gründen nicht mehr richtig schließt.




Refluxerkrankung: Mehr als nur „Sodbrennen“: Vortrag von Chefarzt Dr. Kai Wiemer in der Pulsschlagreihe

Dr. Kai Wiemer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus Kamen.

Der fette Sonntagsbraten und dazu ein Gläschen Wein – wer kennt nicht die Beschwerden danach: Es drückt im Magen, brennt in der Brustbeingegend, mitunter bis in den Rachen hinauf. Oft kommt etwas Säure mit hoch – vor allem, wenn der Gürtel zu eng sitzt oder man sich bückt.

„Wer regelmäßig mit Sodbrennen oder unklarem Reizhusten zu tun hat, sollte einen Arzt aufsuchen, denn dies können Hinweise auf eine Refluxerkrankung sein“, so Dr. Kai Wiemer, der im Rahmen der VHS-Vortragsreihe „Pulsschlag“ am kommenden Mittwoch über das Thema informiert. Der Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus Kamen erklärt dann, wie man Symptome richtig einordnet und stellt die Möglichkeiten der modernen Diagnostik und Behandlung vor. Er weiß: Wenn eine Refluxerkrankung nicht angemessen behandelt wird, können sich in der Speiseröhre Geschwüre und Vernarbungen bilden. Das Gewebe verändert sich entzündlich und entwickelt Merkmale einer Krebsvorstufe. Die Krebsgefahr ist somit deutlich erhöht.

Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 6. März, um 18 Uhr im Hellmigium, dem Vortagsraum des Hellmig-Krankenhauses Kamen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.