Oberadener Schützenverein sucht Nachfolger für Udo I. und Angelika I. Grahlmann

Am vergangenen Wochenende exzerzierten römische Legionäre im Römerpark Bergkamen, am kommenden Freitag, 10. Mai, marschiert an der Holz-Erde-Mauer der Schützenverein Oberaden auf, um dort im Rahmen seines großen Schützenfests 2013 den traditionellen Großen Zapfenstreich zu zelebrieren.

Udo I. und Angelika I. Grahlmann
Udo I. und Angelika I. Grahlmann. Foto: Schützenverein Oberaden

Einen Tag später wird es dann ernst: Um 12 Uhr beginnt das Vogelschießen auf dem Schulhof der Realschule am Pantenweg, um die Nachfolger für das amtierende Königspaar Udo I. und Angelika I. Grahlmann zu finden.

Danach gönnen sich die Oberadener Schützen eine Woche Pause, bis es am Samstag, 18. Mai, um 19 Uhr in der Realschule mit der Königsproklamation und dem Festball weitergeht. Der Oberader Bevölkerung werden die neuen Majestäten am Sonntag, 19. Mai, ab 15.30 Uhr im Festumzug präsentiert. Den Schlusspunkt setzt ab 19 Uhr der Festball. Für Stimmung und Tanzmusik sorgt wie schon am Vorabend DJ Andreas. Der Eintritt ist bei beiden Festbällen frei.

Hier ist das komplette Festprogramm:

Freitag, 10. Mai

18.00 Uhr Antreten des Regiments auf dem „Museumsplatz“
19.15 Uhr Kranzniederlegung auf dem Oberadener Friedhof
20.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der St.-Barbara-Kirche
21.00 Uhr Großer Zapfenstreich an der Holz-Erde-Mauer/Arena

Samstag, 11. Mai

07.00 Uhr Weckruf durch den Spielmannszug SG Eintracht Ergste
10.00 Uhr Antreten des Regiments an der Römerberg-Apotheke
11.15 Uhr Abmarsch zur Realschule Oberaden
12.00 Uhr Beginn des Vogelschießens auf dem Schulhof der Realschule Oberaden

Samstag, 18. Mai

15.00 Uhr Antreten des Regiments bei H. W. Spier, Alisostraße 89
19.00 Uhr Königsproklamation
anschl. Großer Festball mit DJ Andreas. Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 19. Mai

15.00 Uhr Empfang der befreundeten Vereine auf dem Penny-Parkplatz, Jahnstraße 84
15.30 Uhr Beginn des Großen Festzuges
16.00 Uhr „Parade“ im Römerbergstadion
17.00 Uhr Konzert des Blasorchesters „Heimatklänge“ Bergkamen e. V. und
Bühnenspiel des Trommlercorps St. Barbara Dortmund-Huckarde in der Realschule
19.00 Uhr Großer Festball mit DJ Andreas. Der Eintritt ist frei.




Blumenpracht und Sonnenschein verzaubern den Bergkamener Stadtmarkt

Erstmals ging am Sonntag eine Bergkamener Blumenbörse auf dem Stadtmarkt unter der Regie des Stadtmarketings über die Bühne. Dass hier die Organisatoren der Großveranstaltungen wie Hafenfest, Ferienendeparty oder Lichtermarkt am Werke waren, wurde eher an „Kleinigkeiten“ deutlich.

Blumenbörse (18)Zwischen den vielen Tausend Besuchern, die natürlich auch durch das wunderbare Frühlingswetter in die Bergkamener Stadtmitte getrieben wurden, stolzierte ein als farbenfrohe Riesenpflanzen getarnter Walk Act zwischen den Verkaufsständen. Dort lockten die Händler mit preiswerten Sonderangeboten für Geranien oder Jasmin.

Die ersten Schnäppchenjäger verließen schnell mit Einkaufstüten und Kisten voller Grün den Stadtmarkt. Andere gönnten sich mehr Zeit. Sie hatten das Mittagessen auf später schoben oder verzichteten ganz. Zahlreiche Essenstände sorgten dafür, dass diejenigen, die das bunte Bühnenprogramm verfolgen wollten, nicht wegen Hunger oder Durst frühzeitig gehen mussten.

Und was ihnen auf der Bühne geboten wurde, konnte sich wirklich sehen und hören lassen. Einige Gruppen der Schreberjugend hatten extra für die Blumenbörse ein spezielles Programm einstudiert. Als die Musiker der Big Band der Musikschule auf die Bühne kletterten, gab es zwar einen Austausch im Publikum, es blieben aber kaum Stühle leer. Ähnlich war es auch bei den anderen Akteuren des Unterhaltungsprogramms. Der Stadtmarkt zeigte sich in seinem besonderen Ambiente und bei strahlendem Sonnenschein seiner besten Seite.




Erste Verlobung in lateinischer Sprache im Römerpark Bergkamen

Heiraten kann man zwar dort noch nicht, doch eine Verlobung ist jederzeit im Römerpark Bergkamen möglich. Die Premiere gab es am Samstagabend bei der offiziellen Saisoneröffnung in der Arena an der Holz-Erde-Mauer im Römerbergwald.

Feierten römische Verlobung: Stefanie Fiedler und Martin Weber
Feierten römische Verlobung: Stefanie Fiedler und Martin Weber

Dr. Matthias Laarmann, der Vorsitzende der Bergkamener Römerfreunde, der „Classis Augusta Drusiana“ nahm den Vereinsmitgliedern Stefanie Fiedler und Martin Weber das Eheversprechen ab.

Diese Zeremonie fand natürlich stilecht in römischer Kleidung und lateinischer Sprache statt. Auch deshalb rollte auf den Zuschauertribünen manche Träne der Rührung. Ganz teilnahmslos verfolgten dort auch die beiden Archäologen Dr.  Bettina Tremmel und Dr. Kees Peterse diese Schauspiel nicht – wenn auch aus anderen Gründen.

Dr. Tremmel ist heute wissenschaftliche Referentin bei der Abteilung Provinzialrömischen Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Vor Jahren war sie selbst als Wissenschaftlerin daran beteiligt gewesen, bei den Ausgrabungen in Oberaden die Geheimnisse des Römerlagers zu enträtseln. Vor allem in den Händen von Dr. Kees Peterse lagen die Vorarbeiten und wissenschaftlichen Planungen für die Rekonstruktion der Holz-Erde-Mauer in Bergkamen.

Sitzend vorn von links: Dr. Kees Peterse, Dr. Bettina Tremmel und Museumsleiterin Barbara Strobel
Sitzend vorn von links: Dr. Kees Peterse, Dr. Bettina Tremmel und Museumsleiterin Barbara Strobel

Beide waren sich einig, dass es wichtig sei, eine historische Stätte auch mit Leben zu füllen, um bei möglichst viele Menschen das Interesse zu wecken. Bergkamen sei hier genau auf dem richtigen Weg, versicherten sie Bürgermeister Roland Schäfer. Die „Classis Augusta Drusiana“ wird ab sofort an jedem zweiten Wochenende im Monat den Besuchern der Holz-Erde-Mauer römisches Leben präsentieren.

Zur Saisoneröffnung gab es aber mehr. Auch keltische und germanische Gruppen hatten sich in Oberaden niedergelassen und fühlt sich dort richtig wohl. Zu historischer Zeit gestalteten sich die Begegnungen mit den Römern ganz anders, weit weniger friedlich. Julius Caesar hatte die Kelten in blutigen Feldzügen niedergeschlagen, vor allem um seine eigene Schatulle mit deren Schätzen zu füllen, wie man heute weiß.

Kelten und Germanen kämpfen gegen Vorurteile

Georg Eul mit dem keltischen Streitwagen
Georg Eul mit dem keltischen Streitwagen

Cäsar verstand nicht nur die Kriegskunst, sondern war auch ein Meister der Kriegspropaganda. Er und andere römischen Schriftsteller stellten Kelten und Germanen als kulturlose Dumpfbacken dar. Diese Propaganda wirkt noch bis heute. Erst in jüngerer Zeit hat die Wissenschaft gezeigt, dass alles ganz anders war. Das will auch die Keltengruppe „Dekadentix“ zeigen. Als eines von vielen Beweisen hat Georg Eul einen keltischen Streitwagen nachgebaut und mit nach Oberaden gebracht. Das Original ist eine Grabbeigabe, die Archäologen bei einer Ausgrabung in Belgien entdeckt haben. Das von zwei Pferden gezogene Fahrzeug ist bespickt mit technischen Finessen, die die Römer nicht kannten.

Insbesondere weist Georg Eul auf die Pendelachse hin, die die Autobauer erst im vorherigen Jahrhundert neu erfinden mussten. Diese Achse schluckt Unebenheiten elegant weg, was die Starachse, wie sie die Römer kannten, nicht konnte.

Wie die „Kelten“ wollen die beiden Germanengruppen aus Aalen und Düsseldorf das Leben unserer Vorfahren möglichst originalgetreu darstellen. Dazu gehören Essen und Trinken ebenso wie die Kleidung. Sie wurde aus Leinen und Wolle hergestellt und erwies sich an diesem Wochenende bei wärmender Sonne am Tag und Kälte am Abend als überaus praktisch, wie Christoph Ludwick von den Düsseldorfer Germanen bestätigte.

Die vereinten Germanengruuppen aus Aalen und Düsseldorf
Die vereinten Germanengruuppen aus Aalen und Düsseldorf

Die beiden „Alemannen“ aus Aalen haben sich in ihrer Freizeit der experimentellen Archäologie verschrieben. Genauer gesagt: Sie probieren auf wissenschaftlicher Grundlage aus, wie die „Germanen“, wie die Römer die Völker nördlich der Alpen genannten, im 4. Jahrhundert nach Christi geburt gelebt haben.

Diese Praxiserfahrungen sammeln die Bergkamener Römerfreunde auch. Unter anderem wollen sie wissen, wie römisches Essen geschmeckt hat. Aus heutiger Sicht besser als das germanische, zeigte sich Christoph Ludwick überzeugt. Mit dieser Gewissheit machte er sich auf den Weg zur römischen Taverne im Schatten der Holz-Erde-Mauer.




Junge Tanz-Sport-Gemeinschaft Bergkamen hat Großes vor

Bürgermeister Roland Schäfer gratulierte im Rahmen eines geselligen Beisammenseins dem neuen Verein „TSG – Tanz-Sport-Gemeinschaft Bergkamen e. V.“ zum erfolgreichen Start.

Glückwünsche von Bürgermeister Roland Schäfer
Glückwünsche von Bürgermeister Roland Schäfer

Der Bergkamener Jugendhilfeausschuss hat inzwischen die TSG als Träger der freien Jugendhilfe. Die Tanz-Sport-Gemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, das karnevalistische Brauchtum zu. Im Vordergrund steht hier die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mit denen Solo-/Garde- und Showtänze einstudiert werden. Die Tänzerinnen und Tänzer nehmen neben den Auftritten in der Karnevalssession auch an Wettkämpfen teilnehmen. Regelmäßige Übungsnachmittage finden im Kinder- und Jugendhaus „Balu“ und im Comunita Seniorenhaus „Sophia“ in Bergkamen statt.

Die Erfolgsbilanz des noch jungen Vereins kann sich sehen lassen. Bei der ersten Teilnahme im Oktober 2012 an einem Tanzsportturnier in Dortmund erreichten die Bergkamenerinnen gleich einen dritten Platz. 2. Plätze erreichten sie im November beim Turnier des Bund-Ruhr-Karnevals (BRK) in Herne teil und im Januar beim Willi-Sosna-Tanzturnier in Hamm. „Zum ersten Mal schickte die TSG bei diesem Turnier auch ihr Solomariechen Laura in der Kategorie Ü15 Tanzmariechen ins Rennen. Laura musste sich unter 16 weiteren gemeldeten Konkurrentinnen beweisen und erreichte mit 415 Punkten einen respektablen sechsten Platz“, erklärte Pressewart Dietmar Steden.

Und als Ziele für die Zukunft fügte Steden hinzu: „Gewinnung von weiteren Mitgliedern, insbesondere Kindern, sowie bei Turnieren weiterhin erfolgreich sein. Wir freuen uns auf die kommende Karnevalssession.“

Wer mehr Infos über die TSG Bergkamen benötigt, kann sich an die 1. Vorsitzende Vera Heyck unter 02307/67783 oder E-Mail:  VeraHeyck@aol.com wenden.




Erster Härtetest fürs Römercamp an der Holz-Erde-Mauer

Die Legionäre stehen in der kleinen Arena stramm. Bürgermeister Roland Schäfer erklärt den Kindern der Preinschule die wesentlichen Fakten zum Oberadener Römerlager. Da kommen die Teilnehmer der Eröffnungsradtour auf der neuen Römer-Lippe-Route von Detmold nach Xanten gerade recht.

Am 1. Mai hatten sie die Marina Rünthe erreicht. Nach einem Zwischenstopp mit einem römischen Frühstück geht es einen Tag danach weiter nach über Lünen und Selm zum nächsten Etappenziel in Datteln.

Römerpark Bergkamen (3)Das Schauspiel in der Arena interessiert Erwin Hellmanczyk aus Hünxe wenig. Der ehemalige Elektriker auf der Zeche Lohberg hat zum römischen Waffenschmied umgesattelt. Helme, Kettenhemden und anderes mehr fertigt er nach Originalvorlagen an. Doch auch nach deren Fertigstellung muss er sie oft zur Hand nehmen. „Ich bin hier so etwas wie der Reparaturdienst“, erklärt er. Am 1. Mai, beim Auftakt des Lagers an Holz-Erde-Mauer im Römerpark Bergkamen, haben die Legionäre den Waffendienst etwas zu heftig vollzogen. Nun muss er einige Helme in Ordnung bringen.

Saisonauftakt mit Gladiatorenkämpfen und Kavallerie

Das sollte spätesten bis zum kommenden Samstag erledigt sein. Um 18 Uhr ist offizieller Saisonauftakt im Römerpark mit Gladiatorenkämpfen und allem, was noch dazugehört. Zu bewundern gibt es dann auch Kelten und Germanen. „Als die Römer kamen, haben hier Germanen gelebt. Einige Jahrhunderte vorher war diese Gegend keltisch-germanisches Grenzgebiet“, erklärt Roland Schäfer den interessierten Preinschülern.

Römerpark Bergkamen (10)Nach dem militärischen Vorspiel interessiert die Kinder insbesondere das Essen und Trinken, das die Bergkamener Römerfreunde im Angebot haben, denn eigentlich ist für sie Zeit fürs Pausenfrühstück. Anne und Marco van Oosten und ihre Mitstreiter betreiben die Erforschung des römischen Speiseplans auf wissenschaftlicher Basis. Römische Schriftsteller wie Cato oder der Rezeptautor Apicius geben wichtige Ansatzpunkte, doch der Teufel steckt im Detail. „Wenn in einem Rezept das Wort „Käse“ steht, dann kann das alles sein, vom Quark bis zum Hartkäse“, erklären die beide Köche. Da hilft nichts anderes, als auszuprobieren. Bei manchen Speisen können sie aber auch auf Rezepte der italienischen oder griechischen Küche. Dort haben sich manche römische Essgewohnheiten bis heute erhalten.

Nächstes Lager am Internationalen Museum

Keine Experimente gibt es allerdings beim Brot. Bäckermeister Wilhelm Smitmans hat zwar für die Kinder eine Getreidemühle mitgebracht und zeigt den Preinschülern, wie die römischen Soldaten vor 2000 Jahr das Getreide gemahlen haben. Doch für seine Brote kauft er doch lieber das Mehl fertig ein. Der Grund: Die Getreidemühlen der Römer bestanden aus Granit. Beim Mahlen gerieten deshalb auch Granitsplitter ins Mehl, die die Zähne der Legionäre erheblich in Mitleidenschaft gezogen haben.

Römerpark Bergkamen (9)Wilhelm Smitmans ist für das fünftägige Eröffnungslager aus Krefeld angereist. Der Bäcker will sich auch an den nächsten Aktionen der Bergkamener Römerfreunde beteiligen. Das Lagerleben können Interessierte ab sofort bis zum Herbst an jedem 2. Wochenende im Monat bewundern. Das nächste Römerlager wird demnach bereits am 11. und 12. Mai an der Holz-Erde-Mauer aufgeschlagen. Die kulinarischen Angebote gibt es am Sonntag, 12. Mai, allerdings am und im Stadtmuseum. Dann ist nämlich der 36. Internationale Museumstag, der diesmal unter dem Motto steht „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“




Wellenbad Weddinghofen wird frühestens am 1. Juni geöffnet

Am kommenden Samstag, 4. Mai, startet das Freibad in Kamen-Mitte in die diesjährige Saison. Das Wellenbad in  muss dagegen noch ein wenig auf seine Öffnung warten.

FreibadZeigt sich der Sommer von seiner besten Seite, ist es am 1. Juni jedoch voraussichtlich soweit und die GSW öffnen auch am Häupenweg die Freibad-Pforten. Am Himmelfahrtstag ist traditionsgemäß die Saisoneröffnung im Naturfreibad Heil. Allerdings wird auch das Badevergnügen im alten Lippearm nur bei schönem Wetter möglich sein.

Mit der Inbetriebnahme des Freibades Kamen entfällt der öffentliche Badebetrieb im Hallenbad Kamen-Mitte. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten tätigen die GSW-Mitarbeiter die letzten Handgriffe, um das Bad zum Saisonstart am Wochenende wie gewohnt in einem blitzblanken Zustand zu präsentieren.

Die Öffnungszeiten des Freibades lauten:

Montag bis Freitag 6.30  bis 19.30 Uhr sowie an Samstag, Sonntag und an Feiertagen 8 bis 19.30 Uhr.

Alle Informationen zu den Öffnungszeiten in der Freibadsaison erhalten Besucher auch auf der Internetseite der GSW unter www.gsw-kamen.de/freizeit oder über Aushänge in den Freizeiteinrichtungen.




Fledermausführung im Naturschutzgebiet Beversee

Zu einer Fledermausführung auf der Route Industrienatur im Bergkamener Naturschutzgebiet Beversee lädt RVR Ruhr Grün am Samstag, 4. Mai, 20.30 Uhr, ein.

Wasserfledermaus Foto: RVR
Wasserfledermaus Foto: RVR

Mit Batdetektor, Suchscheinwerfer und Nachtsichtgerät machen sich die Teilnehmer auf die Suche nach den nächtlichen Jägern. Die Veranstaltung unter Leitung von Olav Möllemann dauert etwa zwei Stunden.

Treffpunkt ist der Parkplatz des Naturschutzgebietes an der B 233 (Werner Straße) in Bergkamen-Rünthe. Erwachsene zahlen 5, Kinder 3 Euro.

Nähere Informationen zur Route Industrienatur und das vollständige Programm „Natur erleben“ zum Download stehen unter www.naturerleben.metropoleruhr.de.




Auf geht’s zur 7. Bergkamener Blumenbörse auf dem Stadtmarkt

Lange genug hat der Winter die Bergkamener Hobby-Gärtner in ihren Startlöchern festgehalten. Jetzt geht es los. Passend zur Pflanzzeit öffnet die 7. Bergkamener BlumenBörse am Sonntag, 5. Mai, von 11 bis 18 Uhr auf dem Stadtmarkt ihre Pforten. Und wer noch mehr braucht, wird ab 13 Uhr beim verkaufsoffenen Samstag im gesamten Stadtgebiet fündig.

(Foto: Dietmar Wäsche)
Die Blumenbörse bietet alles für den ambitionierten Hobby-Gärtner (Foto: Dietmar Wäsche)

Zahlreiche Landschafts- und Gartenbaubetriebe der Region präsentieren ihre Produkte und heißen den Frühling willkommen. Ein ansprechendes Bühnenprogramm und vielfältige Speisen- und Getränkeangebote sorgen auf dem Stadtmarkt für Aufenthaltsqualität. Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass das Wetter mitspielt.

Das gilt natürlich auch für das attraktive Bühnenprogramm:

11.00 Uhr
Offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Roland Schäfer

11.30 Uhr
„Farbenfrohe Tänze“ mit derSchreberjugend Bergkamen

WalkAct – Stelzentheater „Musikalische Blüte“ und „Schmetterlingstanz“

12.30 Uhr
Die Big Band der Musikschule der Stadt Bergkamen spielt unter der Leitung von Sandra Horn

14.00 Uhr
Ein  „Kessel Buntes“ präsentieren die Sweet Devils des TuS Weddinghofen

WalkAct – Stelzentheater „Musikalische Blüte“ und „Schmetterlingstanz“

15.00 Uhr
JUICY TONES – acoustic pop covers zaubern fruchtige Klänge für musikalische Ohren – direkt, pur und unverfälscht – relaxed und unterhaltsam

WalkAct – Stelzentheater „Musikalische Blüte“ und „Schmetterlingstanz“

18.00 Uhr
Ausklang

Fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders

BlumenbörseSeit 2007 organisiert die Stadt Bergkamen jährlich am ersten Sonntag im Mai von 11.00 bis 18.00 Uhr mit großem Erfolg die Bergkamener Blumenbörse auf dem Stadtmarkt. Trotz der jungen Geschichte dieser Veranstaltung, hat sich die Blumenbörse nach nur wenigen Jahren als fester Bestandteil in der Reihe der städtischen Veranstaltungen etabliert.

Auf einer Gesamtfläche von ca. 6.500 qm haben Aussteller und Gewerbetreibende sowie Vereine und Organisationen aus Bergkamen und der näheren Umgebung die Möglichkeit, ihren Betrieb zu präsentieren, ihre Waren auszustellen und zu verkaufen und Informationen zu den Themen Blumen, Pflanzen und Garten zu geben.

Ein umfangreiches gastronomisches Angebot, ein buntes Rahmen- und Bühnenprogrammn sowie Kinderaktionen runden die Veranstaltung ab. Es werden bis zu 5.000 Besucher erwartet.




Römer und Germanen live erleben im Römerpark Bergkamen

Vom 1. bis 5. Mai  erwacht die römische Geschichte Oberadens wieder zu neuem Leben. Römische Legionäre, Handwerker, Händler und Gladiatoren bevölkern nach rund 2000 Jahren wieder Teile des größten römischen Militärlagers nördlich der Alpen und finden sich – diesmal in friedlicher Absicht – an historischer Stelle auf dem Waldgelände hinter der St.-Barbara-Kirche an der Straße „Am Römerberg“ in Bergkamen-Oberaden ein.

Foto: Dietmar Wäsche
Foto: Dietmar Wäsche

Dazu gesellen sich Germanen, teils in römischen Diensten, teils aber auch als freie Germanen, die als Einheimische das römische Treiben sicherlich mit einiger Skepsis beobachten werden.

Ideengeber und Organisator der Veranstaltung ist Wolfgang Hoffmann, oder auch Arminius Secundus, der zahlreiche Kontakte mit anderen Römergruppen unterhält und zu einem Vorbereitungstreffen nach Bergkamen einlud. „Von der starken Resonanz war ich vollkommen überrascht“, so Wolfgang Hoffmann, „aber wir freuen uns darüber und können unserem Publikum eine Menge an Information und Unterhaltung bieten“. Auch Dr. Matthias Laarmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Classis Augusta Drusiana“ zeigt sich als „Lagerkommandant Paulinus Pompeius Pacifer“ begeistert.

„Wir hätten niemals gedacht, dass die Römergruppen auf einen einzigen Aufruf in Scharen nach Bergkamen kommen. Es ist ein deutlicher Hinweis auf die große Attraktivität, die die authentische Rekonstruktion der römischen Holz-Erde-Mauer auf Geschichtsinteressierte ausübt“. Allein etwa sechzig Akteure werden in der gesamten Zeit erwartet. Dazu kommen noch zwei Pferde, die für Vorführungen der römischen Reiterei eingesetzt werden. Das Programm sieht vor, dass man während der gesamten Zeit als Besucher auf dem Gelände römisches und germanisches Alltagsleben sowie Vorführungen römischen und germanischen Handwerks vorfindet.

Besondere Programmpunkte bilden am 1. Mai um 19.00 Uhr Aktionen an der Holz-Erde-Mauer, die im Zusammenhang mit der Eröffnung der neuen Fahrradroute „Römer-Lippe-Route“ stehen, sowie am 2. Mai von 9.00 – 11.00 Uhr ein römisches Frühstück (nach vorheriger Anmeldung im Stadtmuseum Bergkamen, unter Tel. 02306/30 60 210, Kostenbeitrag 5,00 € pro Frühstück) und am 4. Mai, 18.00 Uhr der „Saisonstart“ an der Holz-Erde-Mauer durch Bürgermeister Roland Schäfer. Denn mit diesem Saisonstart wird es die Möglichkeit geben, regelmäßige Gruppenführungen auf der Holz-Erde-Mauer durchzuführen (nach Voranmeldung am Stadtmuseum Bergkamen, Tel. 02306/3060210).

Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei.




Sieben Teams machen schon mit beim Fischerstechen

Für die Teilnahme am 8. Fischerstechen im Rahmen des diesjährigen Bergkamener Hafenfestes im Westfälischen Sportbootzentrum Marina Rünthe werden bei der Stadt Bergkamen noch  Anmeldungen entgegengenommen. Sieben Team-Startmeldungen liegen bereits vor, doch ist das Anmeldeverfahren noch offen.

Fischerstechen
Fischerstechen

Die Meldefrist für eventuelle weitere Wettbewerbsteilnehmer/-innen endet am 1. Juni. Der Wettbewerb selbst, bei denen den Platzierten lohnende Preise winken, wird am Samstag, dem 8. Juni, ab 16 Uhr öffentlich im Hafenbecken des Sportboothafens in Höhe des Hotels Nautilus ausgetragen. Alle gemeldeten Teams haben tags zuvor die Möglichkeit, sich auf dem Wasser im praktischen Umgang mit den  Booten und Lanzen vertraut zu machen.

Das „Fischerstechen“ gehört inzwischen neben dem „Flying Dutchman“-Wettbewerb und dem „Drachenbootrennen“ zu den Publikumsrennern des Hafenfestes. Es ist zwar noch nicht ganz so alt wie das Hafenfest selbst, es erfreute sich aber bereits bei seiner Premiere im Jahre 2006 eines so großen Publikumsinteresses, dass es in den  vergangenen Jahren fest in den Veranstaltungsreigen aufgenommen wurde.

Auch dieses Mal steht das Fischerstechen also wieder mit auf dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, und erfahrene Hafenfest-Besucher wissen längst: Auch dieser Wettbewerb bietet gute Unterhaltung, viel Spannung und aufregende Manöver und Zweikämpfe.

Das Fischerstechen selbst ist ein so genannten Zunftbrauch der Fischer, der beispielweise im süddeutschen Bamberg auf eine Tradition zurückgeht, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Dabei handelt es sich um ein Turnier nach Ritterart, das allerdings nicht mit Pferden, sondern „standesgemäß“ mit Booten ausgetragen wird. Die Fischerstecher stehen bewaffnet mit einer stumpfen und gut gepolsterten Turnierlanze auf den Spitzen ihrer Boote, die durch Ruderer aufeinander zu gefahren werden. Wenn die Boote in gegenseitige Reichweite kommen, dann versuchen die Fischerstecher, sich mit ihren Lanzen vom Boot ins kalte Nass zu stoßen.

Alles in allem eine sehr heitere und spannende Sache – und das Wichtigste: Der Wettbewerb ist offen, d.h., dass jede Person aus dem Kreis Unna, die nicht wasserscheu ist, schwimmen kann und mindestens 18 Jahre alt ist, in einem Dreier-Team daran teilnehmen kann. Jedes Team besteht aus zwei Ruderern und einem Fischerstecher. Anmelden können sich nicht nur private Gruppen sondern selbstverständlich auch Vereins- und Firmen-Teams.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare können noch bis zum 31. Mai telefonisch unter 02307/ 965-234 oder 965-233 oder per e-Mail über stadtmarketing@bergkamen.de erfragt oder angefordert werden.

Für das Fischerstechen kann sich jeder anmelden, der zwei weitere Mitstreiter findet, um ein Dreier-Team zu bilden. Teilnehmen können private Gruppen sowie Vereins- und Firmen-Teams.

 




Mit dem Verkauf von „Haus Monopol“ endet ein weiteres Stück Bergbaugeschichte

Ende dieses Jahres wird ein weiteres Kapitel der Bergbaugeschichte in Bergkamen und Kamen geschlossen: Die RAG will ihr Erholungsheim „Haus Monopol“ in Willingen verkaufen, weil sie es selbst nicht mehr ohne finanzielle Verluste betreiben kann.

Die IGBCE-Mitglieder aus Bergkamen und Kamen. Im Hintegrund das Haus Monopol.
Die IGBCE-Mitglieder aus Bergkamen und Kamen. Im Hintegrund das Haus Monopol.

Errichtet wurde der ältere Teil dieses Gebäudekomplexes in den 50er auf Betreiben der Betriebsräte der Bergwerksgesellschaft Monopol, zu der neben den Grilloschächten in Kamen auch Grimberg 1/2 in der Nachbargemeinde Bergkamen. Gedacht war es ursprünglich als Erholungsheim für junge Bergleute und Berglehrlinge. An den Bauarbeiten waren viele Kumpel der beiden Schachtanlagen beteiligt gewesen.

Dieses Angebot an den Nachwuchs hatte unter anderem den Zweck, den Bergbau für die jungen Leute interessant zu machen. Die Zechen im Ruhrgebiet benötigten dringend Arbeitskräfte, die auch eine entsprechende Ausbildung durchliefen.  Die jungen Männer, die aus ganz Deutschland kamen, wohnten zum Beispiel im Jugenddorf in Oberaden oder im Pestalozzidorf in Weddinghofen. Durch eine besondere Betreuung versuchten die Zechengesellschaften, die Probleme, die durch die Trennung von den Familien entstanden sind,  auszugleichen.

Haus Monopol
Der ältere Teil des Hauses Monopol in Willingen.

Später wurde das „Haus Monopol“ als Erholungsheim für Bergleute und ihre Familien aus Kamen und Bergkamen genutzt. Sie waren fast Pioniere des Sauerlandtourismus. Wer heute vom Haus Monopol ins Tal blickt, sieht dort Skipisten, Sessellifte und eine Sommerrodelbahn. Das alles gab es damals nicht.

Auch nicht 1972, als der heutige Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek dort mit seiner Familie zum ersten Mal einen Winterurlaub verbrachte. Vermutlich würde er sich daran gar nicht erinnern, wenn es davon nicht Amateurfilmaufnahmen gäbe.

Oliver Kaczmarek und die IGBCE-Mitglieder aus Kamen und Bergkamen, die er zur Wanderung mit dem "Roten Rucksack" eingeladen hatte.
Oliver Kaczmarek und die IGBCE-Mitglieder aus Kamen und Bergkamen, die er zur Wanderung mit dem „Roten Rucksack“ eingeladen hatte. Foto>: Ulrich Bonke

Als Student verdiente sich Kaczmarek etwas Geld als Betreuer von Jugendgruppen und Familien im Haus Monopol in den Sommerferien. Jetzt hatte er über 40 IGBCE-Mitglieder aus Kamen und Bergkamen zu einem letzten Besuch des Hauses Monopol im Besitz der RAG eingeladen. Viele von ihnen kennen es von ihren Urlaubsaufenthalten. Das Haus wurde Ende der 90er Jahre umfangreich umgebaut und erweitert und bietet seither für ca. 120 Personen Platz.

Verbunden mit diesem letzten Besuch war eine etwa acht Kilometer lange Wanderung zum Haus Niedersfeld, das ebenfalls die RAG gehört. Hier denkt das Bergbauunternehmen nicht an einen Verkauf. Es ist als Haus für Tagungen und Seminare stark nachgefragt und schreibt deshalb auch keine roten Zahlen.